Im digitalen Zeitalter sind Smartphones und Tablets für viele Menschen selbstverständlich. Werden Informationen benötigt, bemüht man kurzerhand die Suchmaschine Google – ob nun unterwegs oder zu Hause vor dem heimischen Desktop-PC. Dass es aber auch Personenkreise gibt, die aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht so einfach Zugang zum Internet besitzen, daran denken meist nur wenige Menschen – leider. Dabei ist barrierefreies Surfen heutzutage auch aufgrund kostenloser Themes durchaus möglich – und teils gar gesetzlich vorgeschrieben.

PC-Tastatur mit Taste, auf der „barrierefrei“ mit Rollstuhl-Logo abgebildet ist

Mittlerweile unkompliziert machbar, dennoch nur selten in die Tat umgesetzt: barrierefreie Webseiten.
Bildquelle: Robert Kneschke – 483201067 / Shutterstock.com

Barrierefreie Webseiten sollten in unserem aufgeklärten Zeitalter eigentlich gang und gäbe sein. Entwickler und Designer denken allerdings nur selten an die Umsetzung barrierefreier Elemente, damit auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen einen möglichst unkomplizierten und uneingeschränkten Zugang zu Webseiten haben können. Dabei ist Usability doch eigentlich ein wichtiger Rankingfaktor.
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Ladezeiten eine WebseiteAus aktuellem Anlass habe ich beschlossen etwas zum Thema Ladezeiten zu schreiben. Wie einige sicher wissen crawlen wir mit unserem Strukturanalysedienst strucr.com meist große Webseiten und gehen dabei sehr tief. Oft sind die gecrawlten Webseiten in großen Bereichen extrem langsam. Teilweise ist die Performance an einigen Stellen so schlecht, dass mehrere Sekunden vergehen bis der HTML-Code ausgeliefert ist und ein Crawl mit einigen wenigen Requests die Seite spürbar langsamer werden lässt. Scheinbar ist die Performance der Webseite bei den meisten Firmen noch immer kein Thema.

Ladezeiten sollten ein Thema sein:

Argumentiert man bei Ladezeiten mit Usability, Ressourcenverbrauch oder möglichen Einnahmesteigerungen so stößt dies meist auf taube Ohren. Es geht aber bei der Performance von Webseiten auch darum Schreckensszenarien wie das folgende (frei erfunden) zu vermeiden:

Ein 13 jähriger Bengel hat sich über Ihre Webseite geärgert und möchte Sie dies spüren lassen. Da seine Ressourcen stark eingeschränkt sind überlegt er sich, wie genau er die Seite möglichst effizient lahmlegen kann. Er sucht sich also genau den Typ von Unterseiten heraus, die überdurchschnittliche Ladezeiten aufweisen, und ruft von diesen so viele wie möglich in kurzer Zeit ab. Ihre Seite geht wegen schlecht performender Unterseiten in die Knie obwohl für den Betrieb der Seite mehrere Server zur Verfügung stehen und der Angriff stümperhaft und gerade mal mit einer einzelnen DSL-Leitung durchgeführt wird.

Durch schlechte Ladezeiten droht also schnell mal ein kompletter Ausfall der Seite. Ladezeitenprobleme sind mitunter Sicherheitsprobleme und diese sollten eine hohe Priorität haben und mit ausreichend Ressourcen abgearbeitet werden.

Die Problemanalyse und Problembehebung:

Die Aufgabenstellung ist denkbar einfach. Zunächst müssen die langsamen Seiten identifiziert werden. Dafür kann entweder ein Crawler benutzt werden, der in der Lage ist die Antwortzeiten zu erfassen (z.B. strucr.com), oder aber man baut einfach ein simples Logging der Zeiten in den Code der Webseite ein. Sobald man eine langsame Seite gefunden hat, muss man sich im Detail anschauen was an der Seite langsam ist (Debugger nutzen) und dann Abhilfe schaffen.

Hier einige Optimierungsansätze:

  • Häufig haben Webseiten Probleme mit langsamen Datenbankabfragen. Oft lassen sich die Abfragen optimieren indem sie einfach anders geschrieben werden. Manchmal fehlen auch einfach nur die Indizes. Viele Datenbankserver sind darüber hinaus falsch konfiguriert und können daher Anfragen nicht performant beantworten.
  • Bei PHP-Seiten fehlt häufig ein sogenannter Opcode-Cache der den interprätierten Code zwischenspeichert. Der Code muss daher ständig neu übersetzt werden was zu deutlichen Verzögerungen führt.
  • Vereinzelt wird bei Seiten auf externe Daten zugegriffen anstatt diese lokal vorzuhalten oder zwischenzuspeichern.
  • Paginierte Inhalte sind oft nicht in der Seitenzahl beschränkt und damit auf den hinteren Seiten zwangsweise deutlich langsamer. Denn dort werden in der Regel die Inhalte datenbankseiting bis zu der betreffenden Seite vorbereitet und dann die entsprechende Anzahl Datensätze übersprungen. Auf der letzten Seite bedeutet das dann einen Full Table Scan auf einer temporären Tabelle. Ein Performance-Alptraum.
  • Statt den schnellen und optimierten Funktionen der Programmiersprache werden oft eigene Funktionen geschrieben die dann langsamer sind.

Und das Beste zum Schluss:

Verbesserte Usability, niedrigerer Ressourcenverbrauch oder möglichen Einnahmesteigerungen gibt es bei der Beseitigung des Sicherheitesproblems nun gratis mit dazu.

Jeder SEO kennt Googles Universal-Search Darstellung für Diskussionen in Foren. Google kennt den immer gleichen Seitenaufbau der großen Foren-Systeme und listet deren Seiten entsprechend. Bei Eigenentwicklungen oder stark angepassten Systemen stellt sich die Frage wie man die Daten auch für Suchmaschinen verständlich präsentiert. Ziel ist es, dass auch bei Eigenentwicklungen und stark angepassten Systemen die Daten für die “Enhanced Results” herangezogen werden können.

Ein Microformat speziell für Diskussionen ist bisher nicht in Sicht und dennoch sind schon alle Mittel für eine klare Auszeichnung vorhanden:

Einen Liste von Einträgen zeichnet man einfach mittels hfeed aus. Die einzelnen Einträge zeichnet man mittels hentry innerhalb von hfeed aus. Jeder Eintrag bekommt darüber hinaus zwingend einen Titel, Inhalt, einen Author sowie ein Datum. Diese Informationen reichen zumindest bei Yahoo! für “Enhanced Results” schon aus.

<div class=”hfeed”>
 <div class=”hentry”>
  <h1 class=”entry-title”>Title for my Enhanced Search Result</h1>
   <div class=”entry-content”>
     We are testing new markup to get our sites listed as Enhanced Search Results.
   </div>
  Author: <span class=”vcard author fn”>John Doe</span>
  Last updated: <abbr class=”updated” title=”2010-10-19T16:53:58+02:00″>October 19, 2010</abbr>
 </div>
</div>

Eine weitere Anreicherung der Daten kann durch den verstärkten Einsatz von Microformaten erfolgen. Yahoo! empfiehlt z.B. zusätzlich ein Veröffentlichungsdatum und Tags anzugeben. Eine Präsentation des Authors kann z.B. durch eine Auszeichnung mittels hCard Microformat verbessert werden.

Für Blogs sollte dies vollkommen ausreichen. Für Foren ist die Sache etwas komplexer. Der große Unterschied besteht darin, dass Einträge bei Foren meist über mehrere Seiten hinweg dargestellt werden. Die Zugehörigkeit der Einträge auf den anderen Seiten muss für die Suchmaschinen also ersichtlich werden. Ein guter Weg um dies zu erreichen ist es die Pagination unter Verwendung von rel=”next” (nächste Seite), rel=”prev” (vorherige Seite), rel=”start” (erste Seite) auszuzeichnen und diese innerhalb von hfeed zu platzieren. Das fertige Endergebnis sieht dann wie folgt aus:

<div class=”hfeed”>
 <div class=”hentry”>
  <h1 class=”entry-title”>Title for my Enhanced Search Result</h1>
   <div class=”entry-content”>
    We are testing new markup to get our sites listed as Enhanced Search Results.
   </div>
   Author: <span class=”vcard author fn”>John Doe</span>
   Last updated: <abbr class=”updated” title=”2010-10-19T16:53:58+02:00″>October 19, 2010</abbr>
 </div>
 <div>
    Page: <a rel=”start” href=”/?page=1″>1</a> <a rel=”prev” href=”/?page=1″>2</a>
             <a rel=”active” href=”/?page=1″>3</a> <a rel=”next” href=”/?page=1″>4</a>
 </div>
</div>

Weiterführende Links:

Der Autor dieses Gastartikels ist Tobias Schwarz (AmbiWeb).

Tag täglich schau ich auf das Title Tag und bewundere Googles Technik der Keywort-Visualisierung. Natürlich ist mir dabei aufgefallen, dass Google nicht nur Keywörter sondern auch mal gerne Synonyme fett hervorhebt. Auch sieht man das Keywort des öfteren mehrmals hervorgehoben. Sowohl im Title, als auch im darunterliegenden Snippet. Die genaue Logik dahinter habe ich aber bislang noch nicht hinterfragt. Im Gegensatz zur Anzahl der angezeigten Keywords, dieser hatte ich vor geraumer Zeit mal eine kleine Title Story gewidmet. Resultat dieser Geschichte, Google zeigt maximal 70 Zeichen des Titles in seinen Suchergebnissen an.

Vor ein paar Tagen habe ich meine alte Tischtennis Domain wieder ausgegraben und einer Renovierung unterzogen. Wie sich das gehört, habe ich anschließend auch einen Blick auf die Google Listungen der Domain geworfen. Und mich gewundert ob der etwas eigenwilligen dahinterliegenden Darstellungstechnik.

Obwohl ich nach Tischtennis Harsewinkel gesucht habe, wird nur TT Harsewinkel fett dargestellt, das Wort Tischtennis selber aber bleibt unberührt. Ok, da wird wohl Googles Synonym Wörterbuch zugeschlagen haben. Und anscheinend auch eine Art Phrasen-Match, ansonsten hätte auch das Wort Tischtennis gefettet werden müssen. Ok, dann jetzt mal nach “TT Harsewinkel” gesucht, da sollten doch wohl genau die erwarteten Begriffe hervorgehoben werden. Bingo!

Im Prinzip so wie erwartet, das Gesuchte wird in Fettdruck gezeigt. Und anscheinend wieder so ein Phrasenmatch, denn das Wörtchen Tischtennis im Title bleibt wieder unangetastet. Im Snippet sieht man das Wort hingegen hervorgehoben, ein klares Zeichen dass Google den Begriff TT als Synonym für Tischtennis führt. Jetzt war’s dann an der Zeit, auch mal die Reihenfolge der Wörter umzudrehen.

Ok, nicht schlecht. Wieder nur die Phrase hervorgehoben, diesmal dümpelt das Wörtchen TT vorne unberührt herum. Insofern war dann die vierte Kombination auch keine Überraschung mehr. Obwohl nach TT gesucht wurde, wird der Begriff nicht hervorgehoben.

Nach dieser langen Vorgeschichte ist das also keine Überraschung mehr. Aber wer hätte das so vorhergesagt? Ich nicht. Und weil’s so viel Spass gemacht hat, habe ich dann auch noch eine weitere Kombination ausprobiert. Noch mal ein TT an die letzte Suchkombination drangehängt, um jetzt das zusätzliche Highlighten von TT zu erzwingen. Das klappte dann auch irgendwie. Zumindest wenn man davon absieht, dass jetzt der Begriff Tischtennis wieder zum Mitläufer degradiert wurde.

Man könnte glatt einen Rate-Wettbewerb zu Googles Title-Spielereien aufmachen. Gesucht wird der König der Title Tags 😉

Nicht selten werde ich gefragt, was ein Suchmaschinenoptimierer können muss, wie man eigentlich SEO wird oder was das Geheimnis erfolgreicher Suchmaschinenoptimierung ist. Je nach Fragendem und eigenem Mitteilungsbedürfnis variieren die Antworten irgendwo zwischen „SEO ist eigentlich ganz einfach, wenn man den Dreh raus hat“ und „SEO ist viel zu kompliziert, um es auf die Schnelle zu erklären“.

Damit ich diese Frage in Zukunft nicht mehr beantworten muss, möchte ich nun das „Geheimnis“ verraten, was einen guten SEO ausmacht:

Geduld – Eine, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete, Suchmaschinenoptimierung kann nervig und mühsam sein, und der gewünschte Optimierungserfolg wird manchmal erst nach einigen Wochen oder Monaten sichtbar. Wer zu oft seine Pläne ändert, jede Abkürzung mitnimmt und meint, auf jede Rankingschwankung reagieren zu müssen, ist oft schlecht beraten.

Eigeninitiative – Es mag für den ein oder anderen desillusionierend sein, aber die besten Linkpartner für euer Projekt melden sich nicht per Linktausch E-Mail, und eine erfolgreiche Optimierung erreicht man nicht durch Abakus-Diskussionen oder RSS-Feed Abonnements. Wer recherchiert, analysiert, testet und auch mal Dinge falsch macht – aber agiert – wird weiter kommen als ein SEO der nur reagiert.

Hintergrundwissen – Auch wieder ein Oberlehrer-Ratschlag: Ohne ein Mindestmaß an technische Basics in Sachen HTML, Scripting, Servertechnik, HTTP-Protokolle etc. wird man es als SEO schwer haben. Die Grundlagen für On- und Offpage Optimierung zu erlernen ist da vergleichsweise simpel.

Erfahrung – Es mag arrogant klingen, aber langjährige Erfahrung mit verschiedensten Anforderungen und Entwicklungen, ist beim SEO durch nichts zu ersetzen. Die Auswahl der effektivsten Maßnahmen für ein bestimmtes Szenario und die korrekte Bewertung auch unvorhergesehener Ereignisse, kann man nur mit der Zeit lernen.

Interpretationsfähigkeit – Nicht jeder Ratschlag in Sachen SEO ist ein guter Ratschlag und nicht jedem Trend muss man folgen. Aussagen aus Richtung Google verfolgen z.B. auch nicht selten Marketingziele oder sollen auf die Szene wirken. Foren-Posts werden auch von denselben Leuten beantwortet, die anderer Stelle blöde Fragen stellen. Beobachtungen und Analysen aus Blogs müssen nicht immer fundiert sein; selbst die besten SEO Blogger verrennen sich bisweilen. Selbst denken hilft!

Mut – Wer keine Fehler macht, keine Grenzen mit eigenen Projekten austestet, einem Kunden nicht auch mal Halbwissen mit voller Überzeugung verkauft und trotzdem erfolgreich ist, hat entweder ein Google-Gen mit in die Wiege bekommen oder ist nicht so erfolgreich, wie er es sein könnte. (Vernunft und Verantwortungsbewusstsein dem Kunden gegenüber sind übrigens genauso wichtig, haben aber den falschen Anfangsbuchstaben.)

Networking – In diesem Punkt sind sich wohl alle SEOs einig: die besten Tipps bekommt man im direkten Gespräch mit den richtigen Leuten. Die Möglichkeit, bei Bedarf einen Experten aus dem eigenen Bekanntenkreis zu befragen, ist oft auch wesentlich hilfreicher, als sich an ein Forum zu wenden oder eine Antwort für ein ganz bestimmtes Problem im Web zu suchen. (btw: Meet Me @ DMEXCO, Halle 8, TRG Stand C-025/D-024)

Idealismus – SEO ist nicht sexy, SEO ist Nerd-Stuff. Man sollte nicht erwarten, auf einer Party damit prahlen zu können, dass man Suchmaschinenoptimierer ist, oder die Nummer 1 bei Google für „Private Krankenversicherung“. Man kennt und kann zwar Dinge, von denen Otto Normal keinen blassen Schimmer hat, aber die will niemand wissen. Sieh’ zu, dass Du einen guten Job machst, verdiene dein Geld und hole Dir deine Selbstbestätigung über Erfolge.

Selbstreflexion – Oft aus Bequemlichkeit vergessen, aus Zeitnot verschoben oder für nicht so wichtig erachtet; dennoch ist der Schritt, seine eigene Methodik und Empfehlungen regelmäßig zu hinterfragen, sehr zu empfehlen.

Btw: Habe ich gerade einen sinnvollen Blogpost verfasst? Ist es nur Blabla und eine Spielerei mit Anfangsbuchstaben? Sind die einzelnen Punkte wirklich wichtig und die Tipps hilfreich? Hätte ich Die Zeit nicht lieber in meine Projekte gesteckt? 😉

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Online Marketing Agentur - mobile Suchmaschinenoptimierung
Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Endlich finde ich die Gelegenheit einige lobende Worte über das SEO-Modul aus der Sistrix Toolbox fallen zu lassen. Und das ist noch schwer untertrieben. Das Tool ist einfach genial. Es kostet zwar Geld, ist aber auch jeden Cent davon Wert. Warum das so ist, will ich hier mal beschreiben.

Fangen wir mit dem Fall (im wahrsten Sinne des Wortes) eines Konkurrenten an. Das SEO-Modul fragt rund 250.000 Keywörter gegen Google ab und bildet aus den so gewonnen Rankings für jede Domain einen speziellen Sichbarkeitsindex-Wert. Ich nenne diesen Wert einfach mal SistrixRank, kurz SR. Dieser SR ist für uns so etwas wie ein PageRank-Ersatz, er gibt darüber Auskunft wie gut und wie breit eine Seite im Google-Index rankt – so eine Art Hochrechnung für den Traffic einer Domain. Nach dem Motto: “Eine Seite die gut rankt ist eine gute Seite”, kann man mit dem SR zwischen guten und schlechten Seiten unterscheiden oder Erfolge von Optimierungsmaßnahmen sichtbar machen.

Mißerfolge sieht man natürlich auch. In obigem Beispiel hat es zwischenzeitlich eine Website zerrissen, Google hat die Seite mit einer Penalty versehen. Sehr unlustig für den Betreiber, spannend für den Beobachter. Drei Monate lang ist der Google-Traffic komplett eingebrochen, danach hat sich die Seite wieder berappelt. Nicht vollständig, aber immerhin. Sie arbeitet sich wieder zurück. Frage die sich jetzt stellt, was ist passiert?

Schauen wir dazu einmal auf eine weitere Komponente des SEO-Moduls, die PageRank-Historie einer Website. Ist das nicht praktisch, neben den Rankings bekommen wir die PR-Daten auch noch frei Haus. Und das für eine Domain, von der wir bis gestern vielleicht noch nicht einmal etwas gehört hatten. Hier also der PR-Verlauf zu obiger Beispielseite:

Na, klingelt es. Da ist eine Seite von PR6 auf PR4 runter gefallen. Oder besser gesagt gefallen worden. Die zeitliche Differenz erklärt sich durch Googles verzögertes Updaten von PR-Daten. Das sieht doch ganz verschärft nach einer PR-Abwertung aufgrund von Paid Links aus. In diesem Fall dürfte es aber nicht der Verkauf von Links gewesen sein, hier wurden Links eingekauft. Und zwar ein paar ganz schwergewichtige. Ich tippe schwer darauf, dass die Seite über das Paid Links Formular angeschwärzt wurde – was dann passieren kann, sehen wir anhand der Kurven.

Ich denke ihr begreift jetzt so langsam den Wert eines solchen Tools. Plastischer kann man den Absturz einer Seite kaum darstellen. Es wird aber noch besser. Wir können uns für die von der Toolbox kontrollierten Keywords auch noch den Rankingverlauf ansehen. In unserem Beispiel waren das Hunderte von Suchbegriffen, einer sei hier exemplarisch gelistet:

So sieht eine Penalty aus. Das war nicht nur bei diesem Keyword so, bei allen anderen war es ähnlich. Nur ganz sporadisch schafften es die Keywords mal ein Stück rein in die Top 50, in fast allen Fällen war Platz 40 die absolute Obergrenze des Möglichen. Mehr als ein Zappeln um Platz 50 herum war also nicht drin. So macht SEO-Analyse Spass 🙂

Vielleicht habt ihr jetzt eine Vorstellung von dem Wert eines solchen Tools. Für den Webseiten-Betreiber – dem hilft es bei der Überwachung der eigenen Seiten. Für den SEO-Berater, der analysiert auf Knopfdruck Seiten und erklärt dem staunenden Kunden, was er vor einem halben Jahr richtig oder falsch gemacht hat. Auch für den Kunden ist das Tool spannend, besser kann man seiner SEO-Firma nicht auf die Finger gucken. Und ist das nicht der ideale Linktausch-Begleiter. Vorbei die Zeiten wo eine vermeintlich grün leuchtende Website einen guten Tausch vorgaukelte, man am Ende dann aber den eigenen guten Link gegen einen faulen Gegenlink eintauschte.

Die obige Grafik zeigt eine Website, die noch vor ein paar Monaten mit PR5 herum strahlte und mir zum Linktausch angeboten wurde. Da ich damals mutmaßte, dass die Seite ein Bauernopfer war, lehnte ich dankend ab. Jetzt musste ich schmunzeln, als mir die Seite noch mal zum Tausch angeboten wurde. Ein Blick mit dem Sistrix-Tool und mir war klar, meine damalige Prognose hatte sich bewahrheitet. Darum hier auch noch ein Hinweis an alle Linktauscher – ich tausche nur noch mit Sistrix-Zertifikat >:)

PS: Das war noch nicht einmal alles. Das Tool überwacht auch die Seitenzahlen im Google Index, was manchmal ganz hilfreich sein kann im Kampf mit Duplicate Content Problemen und gibt Info über die Namen der Subdomains. Und wie ich Johannes Beus kenne, das war noch nicht das letzte Wort. Da kommt noch mehr.

Joost de Valk hat auf seiner neuen Domain yoast.com einen neue Anleitung für die Suchmaschinen-optimierung von WordPress Blogs veröffentlicht.

Neben den generellen Tipps für die Optimierung des WordPress Template und der Kommentare, gibt es noch ein paar interessante Tipps wie man den Aufbau der Seitenstruktur für eine höhere Platzierung optimieren kann.

Besonders Punkt 4.2 hat mir gefallen:

Hat man einen Blogpost der besonders gut für ein bestimmtes Keyword rankt, kann man das Ranking noch ein wenig verstärken, indem man aus dem Post eine WordPress Seite mit aktualisiertem/verbesserten Inhalt macht. Eine Möglichkeit wäre die Post-URL via 301 einfach auf die neue Seite umzuleiten, wodurch aber aber die Kommentare verloren gingen. Viel besser ist es die URL umzubenennen, die alte URL auf die neue WordPress Seite zu leiten und allen Leuten die Trackbacks oder Kommentare hinterlassen haben eine Email mit den Abänderungen zu schreiben.
Das hat den Vorteil, dass man:

  • mehr Kontrolle über die Keyword Density hat ( die Kommentare würden diese ändern).
  • mehr/neue Links die das Ranking verbessern bekommt
  • den Inhalt jederzeit aktualisieren oder verändern kann

Kanns kaum erwarten, das mal selber auszuprobieren 🙂

Der Titel einer Seite ist mit das Wichtigste überhaupt, wenn es um die Optimierung einer Seite geht. Gemeint ist damit jener Teil einer HTML-Seite, der vom so genannten Title-Tag umschlossen wird. Hier ein einfaches Beispiel:

<title>Hier steht dann der passende Titeltext</title>

Wichtig ist der Titel aus vielerlei Gründen. Erstens ist er für fast alle Suchmaschinen einer der wichtigsten Ranking-Faktoren – speziell für Google ist es der wichtigste Onpage-Faktor. Zweitens listen die Suchmaschinen den Titel auf ihren Ergebnisseiten besonders prominent, ein entsprechend gut formulierter Titel-Text kann somit die Chance auf einen Besucher-Klick deutlich erhöhen, besonders wenn man nicht auf den ersten Positionen zu finden ist.

Jede Seite einer Webpräsenz sollte einen ihr eigenen, einmaligen Titel führen (das hilft den Suchmaschinen und erhöht die Wahrscheinlichkeit auf Suchtreffer) und die wichtigsten Keywörter möglichst an den Anfang stellen. Inhaltlich sollte der Titel den Kern der Seite beschreiben und auf Besucher einladend wirken. Der Titel ist gewissermaßen das Türschild einer Seite. Genauso wie früher die Besucher einer Einkaufsstraße vom Türschild eines Geschäftes zum Eintreten animiert werden sollten, so soll hier der Page-Title die Besucher der Suchmaschinen auf die Webseite des Betreibers locken.

Es gibt noch mehr Dinge, die im Zusammenhang mit dem Title-Tag zu beachten sind, so zum Beispiel die maximale Anzahl Zeichen, die in dem Tag untergebrachten werden sollte. Hier geistern diverse Zahlen durch das Internet, die einen meinen der Titel sollte nicht länger als 50 Zeichen sein, andere meinen 60 Zeichen wären genug und wieder andere halten 80-200 Zeichen für angemessen. Wenn wir uns nur auf Google konzentrieren, so trifft es dieser Beitrag mit der 65-Zeichen Grenze ganz gut.

Ab einer Grenze von ca. 65 Zeichen fängt Google an, Titel in der Ergebnisanzeige zu kürzen. Ganz so einfach ist das aber nicht mit einer Pauschalaussage, unter bestimmten Umständen gelingt es bis zu 70 Zeichen in den Google Suchergebnissen zu platzieren. Zur Demonstration habe ich vor ein paar Tagen einige Testseiten aufgesetzt, die es heute in den Index geschafft haben und die ich euch nicht vorenthalten möchte. Übrignes, die Rechtschreibfehler sind beabsichtigt. Hier also das Ergebnis einer Google site Suche:

titel-laengen.gif

Auf Platz 4 und 5 sehen wir Title mit 66 und 70 Zeichen, auf Platz 2 und 3 erkennen wir, dass Google Title die nach 65 Zeichen noch nicht abgeschlossen sind, kürzt und mit einem -Hinweis versieht. Insofern könnte man nun die Regel aufstellen, dass Title möglichst nicht mehr als 70 Zeichen enthalten sollten und ansonsten mit gekürzten Titeln gerechnet werden muss. Weitergehende Analysen und Hinweise sind herzlich Willkommen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, auch Keywörter jenseits der Position 65 oder 70 haben noch Einfluss auf das Ranking, sie werden nur nicht mehr angezeigt und man verschenkt so ein Stück an optischer Wirkung. Beispiel: abc “it 314” – die Begriffe stehen im Seitentitel jenseits der siebzigsten Position (und nirgendwo sonst im Quelltext) – Google findet und listet die Seite und die Keywörter werden wie erwartet nicht mehr angezeigt. Abgesehen von solchen Feinheiten, es kann durchaus Sinn machen ein wenig Luft im Titel zu lassen und mit weniger als 65 oder 70 Zeichen auszukommen, denn nichts hindert Google daran, schon morgen die Grenzwerte nach unten zu verschieben.