Am 19.07.2012 gab es für die Website eines Kunden eine Benachrichtigung von den Google Webmaster-Tools über unnatürliche Links mit folgendem Wortlaut:

Sehr geehrter Inhaber oder Webmaster von xxx, [Anmerkung der Redaktion, aus nicht schwer nachvollziehbaren Gründen wurde der Link entfernt.]

Wir haben festgestellt, dass auf einigen Seiten Ihrer Website eventuell Techniken verwendet werden, die gegen die Webmaster-Richtlinien von Google verstoßen. [Wie nun, auf der Website selber? Klingt ja eher so, als ginge es um die eigenen Inhalte.]

Suchen Sie insbesondere nach möglicherweise künstlichen oder unnatürlichen Links, die auf Ihre Website verweisen und zur Manipulation von PageRank dienen könnten. Zur unnatürlichen Verlinkung können beispielsweise gekaufte Links, die PageRank weitergeben, oder die Teilnahme an Textlink-Börsen gehören. [Das wiederum klingt sehr nach externen Komponenten.]

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Website entsprechend unseren Qualitätsrichtlinien zu bearbeiten. Nachdem Sie die Änderungen vorgenommen haben, stellen Sie einen Antrag auf erneute Überprüfung Ihrer Website. [Wieso erneute Überprüfung. Es gab doch vorher noch nie einen Reconsideration Request für die Website. Sehr ihr das vielleicht zu sehr durch die eigene Brille?]

Sollten Sie unnatürliche Links zu Ihrer Website finden, die Sie nicht steuern oder entfernen können, fügen Sie in Ihrem Antrag auf erneute Überprüfung entsprechende Angaben hinzu. [Das sind doch sowieso die Links, die man heutzutage nicht mehr haben möchte. Weil in einem alten Gästebuch vergraben, in einem Spamblog versackt oder von einem Konkurrenten verxrumert. Die Links solltet ihr selbst schon längst erkannt und entwertet haben.]

Falls Sie weitere Fragen zur Lösung dieses Problems haben, besuchen Sie das Webmaster-Hilfeforum. [Darf man da auf klare und konkrete Hinweise gespannt sein. Oder wird das auch so ein Wische-Waschi Geblubbere wie in den GWTs]

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Google Search Quality Team

Was meines Erachtens schon für die erste Irritation sorgt, ist diese Zeile: “Wir haben festgestellt, dass auf einigen Seiten Ihrer Website eventuell Techniken verwendet werden”. Das klingt ja eher nach Onpage-Problem. Zumal der Mail-Titel “unnatürliche Links, die auf xxx gefunden wurden” ähnliches vermuten lassen. Wahrscheinlich handelt sich aber eher um eine schlechte Übersetzung. Und das wäre peinlich bis ärgerlich, weil es die Leute nur noch zusätzlich verunsichert.

Da lobe ich mir doch die englischen Mails, die sind da deutlich präziser. Diese hier schneite dann am 23.07.2012 ins GWT-Postfach.

xxx: Unnatural inbound links July 23, 2012

We’ve detected that some of the links pointing to your site are using techniques outside Google’s Webmaster Guidelines.

We don’t want to put any trust in links that are artificial or unnatural. We recommend removing any unnatural links to your site. However, we do realize that some links are outside of your control. As a result, for this specific incident we are taking very targeted action on the unnatural links instead of your site as a whole. If you are able to remove any of the links, please submit a reconsideration request, including the actions that you took.

If you have any questions, please visit our Webmaster Help Forum.

Das ist doch viel schöner so. Von “inbound links” und “links pointing to your site” ist die Rede. Hier sind Missverständnisse ausgeschlossen. Liebes Google Search Quality Team, bitte in Zukunft nur noch Warnmails in englischer Sprache. Die beherrscht ihr besser 😉

Man kann sich die englische Mail intern auch übersetzen lassen, aber dann würde wohl niemand mehr die Nachricht für voll nehmen:

Wir haben festgestellt, dass einige der Links, die auf Ihrer Website werden mit Hilfe von Techniken außerhalb Googles Richtlinien für Webmaster . Wir wollen nicht, Vertrauen in Links, die künstlich oder unnatürlich sind gestellt. Wir empfehlen, keine unnatürliche Links zu Ihrer Website. Aber wir wissen, dass einige Links außerhalb Ihrer Kontrolle sind. Als Ergebnis für diesen speziellen Vorfall nehmen wir sehr gezielte Wirkung auf die unnatürliche Verknüpfungen statt Ihrer Website als Ganzes. Wenn Sie in der Lage, einen der Links zu entfernen sind, reichen Sie bitte einen Antrag auf erneute Überprüfung , einschließlich der Aktionen, die Sie übernahm. Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, besuchen Sie bitte unsere Webmaster-Forum .

Genau, besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Zur Zeit macht die Geschichte vom Schlag gegen den illegalen Viagra & Diät-Pillen Handel die Runde. Die Arzneischmuggler sollen mit gefälschten Potenzmitteln der Marken Viagra, Cialis und Levitra Millionen verdient haben. An der Speerspitze der Berichterstattung finden wir die Website Pillenabo.org, wo derzeit keine Pillen, sondern Informationen zum Thema umgeschlagen werden. Interessanter Aspekt an der Geschichte, sie hat Bezug zur Seo & Affiliate-Welt. Wie Randolf nebenan berichtet, befinden sich auch einige Viagra-Affiliates auf dem Weg in den Knast.

viagra

Viagra gilt gemeinhin als Synonym für Spam. Wer noch nie eine Viagra- oder Cialis-Mail im Postfach gehabt hat, der hat entweder gelogen oder kein Postfach 😉 Und nicht nur Mails werden von den Pillen-Junkies verseucht, auch das Internet hat schwer unter den Viagra-Jüngern zu leiden. Da wird fleißig optimiert, dass sich die Seiten verbiegen. Ganz vorne dran Seos und Affiliate-Experten, die mit mehr oder weniger sauberen Tricks versuchen, willige Käufer auf ihre Seiten zu locken, um so bis zu 30% an Provisionen für sich einzustreichen. Dass man damit gut Geld verdienen kann, belegen jetzt die vom Amtsgericht Potsdam vorgelegten Zahlen.

Das Üble an der Geschichte, hier wurden am Zoll vorbei geschmuggelte Waren, die teilweise gefälscht, wirkungslos oder gesundheitsgefährdend waren, von mehr oder weniger mitwissenden Affiliates in großem Stil unters Volk gebracht und am Finanzamt vorbei geschleust. Kein Wunder also, dass die Staatsanwaltschaft tätig werden musste. Pharmakonzernen wie Pfizer sei Dank. Welche Ausmaße die seologischen Aktivitäten im Internet hatten, kann man sehr schön an solchen Bildern erkennen.

Der Screenshot zeigt eine gehackte Seite, die Opfer eines perfiden linkversteckenden Pillendrehers wurde. Besuchte man die Seite normal, so sah alles aus wie es sein sollte, kam man aber durch eine Google-Suche auf die Seite, so wurde man zu einer passenden Pillen-Landingpage weitergeleitet. Neben dieser ungefragten Keywort-Optimierung gab es auch noch ein paar untergeschobene Viagra-Links, die dem Zwecke der Optimierung anderer Seiten dienen sollten. Es sind aber noch viele andere Varianten im Umlauf. Wer nicht aufpasst, der hat schnell mal ein paar Tausend versteckte Viagra- und Cialis Links im Pelz Blog und läuft Gefahr, bei den Suchmaschinen geliebte Keywords wenn nicht sogar die ganze Website zu verlieren. Also aufgepasst.

Quellenangabe: Viagra Bild via Wikipedia

Ich kann es mir nicht verkneifen meine Meinung zum Bloggergate Skandal in Worte zu fassen, denn irgendetwas muss ich fassen, weil ich es sonst nicht fassen kann, was da gerade passiert. Sascha Pallenberg, großer Blog Monetarisierer und Techblogger, hat vor ein paar Tagen einen Skandal angekündigt, der seinesgleichen suchen sollte. Vom Tsunami in der Blogosphäre war die Rede. Jetzt ist es passiert. Sascha hat den Tsunami losgelassen: “Basicthinking, Onlinekosten GmbH und der Keyword-Spam.” Ein Skandal, ich war schockiert als ich das gelesen habe. Wie kann man so einen Zirkus im Vorfeld veranstalten und dann so etwas Halbgares abliefern.

Aus Google-Sicht ist doch vor allem interessant, wo die bösen Links liegen. Denn diese schädigen doch die Google-Rankings. Und so lange die “schuldigen” Blogger und die dazugehörigen Links weiter brav im Web rummachen dürfen, ist doch nichts passiert. Bei Trigami wurde damals den mitwirkenden Bloggern der PageRank gekürzt, das hat für Unbehagen und Unruhe gesorgt. Letztendlich hat es das Geschäftsmodell Linkverkauf/Miete aber nicht wirklich getroffen. Die Umsätze im Link-Business sind seit damals bestimmt nicht gesunken 😉

@mattcutts, Matt Cutts

@sascha_p Would you mind if someone on the webspam team reached out to talk more about this? Okay to DM me your email address?

So, und da haben wir den Schlamassel, jetzt greift auch noch Matt Cutts ins Geschehen ein. Dessen Interesse müsste es sein, die Namen der Blogger bzw der schleichwerbenden Domains und Linkziele zu erfahren, um mal etwas tabula rasa bei den Verlinkungen zu machen. Vielleicht noch ein wenig PR abziehen, aber was dann? Dann geht das Spiel doch an anderer Stelle weiter und Matt und sein Spamteam dürfen wieder im Dunkeln hinterher tappen. Den Schaden bei der Onlinekosten GmbH sehe ich hingegen nicht. Ganz im Gegenteil, dank Saschas toller Werbung weiss jetzt auch der letzte potentiell käufliche Blogger, an wen er sich wenden muss, um ein paar schnelle und einfache Euros zu verdienen. Und so schlecht fand ich die Bezahlung jetzt auch nicht. Dieses Gerede von Ausbeutung kommt einfach zu reisserisch daher.

Schaut man sich diese Bloggergate Affäre jetzt an, fragt man sich: Was ist passiert? Und warum nicht? Wollte man die Geschichte wirklich rückhaltlos aufklären, dann müsste man ähnlich wie WikiLeaks die Karten auf den Tisch legen. Alle, also auch die gekauften Blogger ans Messer liefern. Nur wie mit denen verfahren? Soll Matt Cutts die etwa einzeln abschlachten? Wollen wir das? Will Sascha das? Hilft das Matt Cutts weiter? Wenn ich mir ansehe mit welch üblem Blogspam derzeit die Google Rankings verbogen werden, dann muss ich sagen, sind diese hier an den Pranger gestellten Artikel und “Qualitätslinks” ein wirklich erfrischendes Gegengewicht dazu.

Wie man es auch dreht und wendet. Es wird keinen Tsunami geben. Eigentlich gibt es nur Verlierer. Außer ein paar Backlinks für Sascha hat hier keiner etwas gewonnen. Seiner Reputation könnte diese Affäre sogar geschadet haben. Immerhin wurde sein Informant versehentlich geoutet und die 100 schwitzenden Blogger haben vielleicht auch schon das Messer gezückt um sich bei ihm zu bedanken, falls Matt Cutts das gekaufte Linknetz aus dem Index herausfräst. Vom Ausbleiben des vollmundig versprochenen Tsunamis mal ganz zu schweigen.

Nachtrag: Fast vergessen, ich habe vor einiger Zeit SeoLeaks.org ins Web gestellt, falls also einer von euch ein paar skandalöse Dokumente entsorgen möchte, ihr wisst jetzt wo. Vielleicht lösen wir damit ja einen richtigen Tornado in Seo-Kreisen aus 😉

So, nach dem Riesenwirbel um den Basic Thinking Blog-Verkauf zieht jetzt wieder der Alltag in die Seo-Sphäre ein. Kommen wir zurück auf den Teppich und beschäftigen wir uns lieber mit uns selbst. Angetriggert durch einen Hinweis von SEO-Löwenherz Frank Doerr, dem die nofollow-Politik in diesem Blog nicht schmeckte, möchte ich hier in Kürze den Wechsel von Nofollow auf Follow vollführen.

Klar ist, dass gute Kommentare und Trackbacks sich einen follow-Link verdient haben. Klar ist aber auch, dass die Kontrolle und Pflege dieser Dinge zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen wird. Als Spam-Schutz werkelt hier Akismet unter der Server-Haube, mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Blogs, das auch nur ein klein wenig im Rampenlicht der Spammerhorden steht. Doch das alleine reicht nicht aus, insbesondere was Kommentar-Spam angeht haben sich in letzter Zeit einige sehr schmerzbefreite Exemplare an den Kommentarboxen vieler Weblogs vergangen und dabei ihre schmutzigen Fuß- Link-Abdrücke hinterlassen.

Was ich suche ist ein Plugin, dass mir hilft den Spam einzudämmen und Follow für die guten Seiten zuzulassen. Es gibt ja eine ganze Menge verschiedener Follow-Lösungen, welche mit generellem Follow, andere mit Follow Case by Case und wieder andere mit Kommentarzähler und ähnlichem Schnickschnack. Aber gibt es auch eine Lösung, die das alles kann und vielleicht noch ein Stückchen mehr? Wie gerne hätte ich zum Beispiel neben dem Kommentar auch noch den Referrer inklusive Suchphrase stehen, mit welcher der Kommentator auf meine Seite kam. Die richtige Suchphrase oder eine passende Follow-Liste als Referrer können schon einiges über die Motivation des Kommentators verraten. Vielleicht machen auch zeitliche Einschränkungen Sinn, erspart man sich so zum Beispiel das Durchforsten vergangener Artikel und Kommentare. Oder wie wäre es mit dem Nofollowen für alle Kommentare eines speziellen Artikels, so daß Umfragen, Wettbewerbe und andere Massenkommentar-Magneten entspannter oder sogar ohne permanente Moderation abgewickelt werden könnten.

Bestimmt habt ihr euch diese oder ähnliche Dinge auch schon gewünscht. Hier ist die Zeit und die Gelegenheit, endlich mal damit heraus zu rücken. Vielleicht finden wir am Ende ja einen engagierten Entwickler, der uns das ganze dann auch noch umsetzt. So oder so, in Kürze wird das hier wieder Follow-Zone sein.

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Online Marketing Agentur - mobile Suchmaschinenoptimierung
Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Vor kurzem noch habe ich über Akismet berichtet, jetzt gibt es schon wieder etwas Erwähnenswertes zum Anti-Spam Tool Nummer Eins unter den WordPress Plugins. Seit neuestem taucht im Dashbord ein Link zu den “Akismet Stats” auf, hier kann der geneigte Blogger jetzt schön anschaulich erfahren, wie sich Spam- und Ham-Aufkommen in der Vergangenheit entwickelt haben.

Seit der Version 2.2 hat Akismet dieses Feature integriert, mit Veröffentlichung von WordPress 2.6.3 ist es jetzt standardmäßig (in Form von Akismet 2.2.1) mit an Bord. Gefällt mir gut diese Visualisierung, anders kann man das Auf und Ab der Spam-Wellen auch nicht begreifen. Anbei die Akismet Statistik für seo.de:

via robert basic

Die Sonnensegel-Affäre könnte in die SEO Geschichte eingehen. Genervt von Dutzenden von Blog-Kommentaren der Herren Bernd Sonnensegel, Mark Isen und Tom Rollos hat Sixtrix einen Sonnensegel Artikel geschrieben, der es in sich hat. Mit einer SEO Analyse der Aktion macht Johannes deutlich, wie gut Kommentarspam auch heute noch wirkt. Große Unterhaltung >:)

Am Beispiel der beworbenen Sonnenschutz-Domain kann der Leser für die Suchbegriffe Sonnenschutz, Plissee und Markise bequem die Google SERPS-Entwicklung der letzten Wochen mitverfolgen. Nach schwachem Start haben sich alle drei Keywörter prächtig nach oben entwickelt und residieren momentan auf vorderen Google Plätzen. Zwar ist das kein eindeutiger Beweis für die Effektivität von Kommentarspam, auch andere Links dürften ihren Anteil zum Erfolg beigetragen haben, aber insgesamt erscheint die Wirkung solcher Kommentarlinks recht plausibel.

Frischer Wind ist auch in die Kommentare gefahren. Hier werden weitere Perlen der Optimierung ausgraben, klagen Opfer ihr Leid und fallen ab und zu auch mal ein paar Einwände. Und wenn man sich jetzt fragt, aus welcher Richtung der Wind ins Sonnensegel bläst, dann dürfte die Antwort “aus dem Osten” lauten. So zumindest sieht es Thomas Knüwer vom Handelsblatt. Und hat damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Statt Rückenwind gibt’s Gegenwind. Schaun mer mal wie’s weiter geht.