Zum 14. September 2010 wird Google die Markenüberwachung in Europa aufheben. Inserenten haben damit die Möglichkeit fremde Markenbegriffe zu buchen und dort für Ihre eigenen Produkte zu werben. Deutschland reiht sich damit in eine Liste von Ländern ein, in denen dies schon heute möglich ist. Für die deutsche Online-Welt wird dies weitreichende Auswirkungen haben.

Bisher ist es gängige Praxis, dass Agenturen Brand Bidding für Ihre Kunden durchführen und auf den Markenbegriffen quasi zum Mindespreis den Traffic einkaufen. Mit diesem Privileg machen die Agenturen aktuell einen Großteil ihrer Einnahmen. Mit der fallenden Markenüberwachung wird es den Agenturen nicht mehr möglich sein den Traffic zum Mindestpreis zu kaufen, da sie gegen eine Fülle von Konkurrenten im Gebotsverfahren um jeden einzelnen Klick bieten müssen. Markenkeywords sind konversionsstark und die plötzliche Konkurrenz wird dazu führen, dass die Klickpreise in diesem Bereich explodieren. Die Agenturen werden in kürzester Zeit ein Vielfaches für den bisher extrem billigen Brandtraffic aufwenden müssen.

Spannend wird das ganze aber erst, wenn man betrachtet, wie sich diese Prozesse und CPCs auch auf andere Bereiche auswirken! Hierfür haben wir eine kleine Auflistung der Erwartungen und der offensichtlichen Auswirkung der neuen Markenrichtlinien für / aus Sicht verschiedener Markt-Parteien kommentiert.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht des Merchants:

Die Erwartungen des Merchants sind zunächst einmal, gleiche Ergebnisse bei gleichen Kosten zu erhalten. Wie diese Erwartungen erfüllt werden, ist dem Merchant in der Regel erst einmal egal, da er für diese Tätigkeit ja einen Dienstleister (Agentur) hat. Ggf. existieren ohnehin langfristige Verträge mit klaren Zielvereinbarungen. Sofern der Dienstleister die Erwartungen nicht erfüllen kann, wird man versuchen den Druck zu erhöhen und ggf. über einen Wechsel des Dienstleisters oder Veränderungen am Konzept nachdenken. Alles in Allem wird der Merchant kein Interesse haben die zusätzlichen Kosten im Bereich der Brandkeywords zu tragen. Nichts desto trotz sieht sich der Merchant mit der Situation konfrontiert, dass Konkurrenten nun bei seinem Brand vor ihm stehen könnten, indem sie den Brand Traffic einfach besser bezahlen. Generell dürften durch den Wegfall des günstigen Brand Traffics zusätzliche Kosten für Merchants entstehen.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht der Agentur:

Die Erwartung der Agentur wird sein, dass andere die durch die Veränderungen entstandenen Mehrkosten tragen. Die Agentur wird zunächst einmal nach Modellen suchen um die zusätzlichen Kosten auf andere Beteiligte abzuwälzen.

Viele Agenturen sind so genannte “Full-Service-Agenturen” welche in der Regel fünf verschiedene Bereiche des Online-Markting für Kunden anbieten:
Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenmarketing (SEM), Display, E-Mail-Marketing und Werbung sowie Affiliate Marketing.

Beim SEM werden die Agenturen oft prozentual nach dem Netto Gesamtumsatz, der über SEM generiert wurde, vergütet. Gibt der Kunde hier mehr aus, verdienen die Agenturen mehr. Da aber meist ein Ziel-CPO ergo Ziel-CPC definiert wird, der nicht überschritten werden darf, werden die Agenturen mit höheren CPCs sehr zu kämpfen haben. Zusätzlich war es oft so, dass Agenturen einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen aus der Brand-Freigabe generiert haben. Manchmal waren die Verträge hier so einseitig aufgesetzt, dass die Agenturen einen großzügigen CPO pro Verkauf bekamen und das Geld, was bei Google zum Bieten auf den Brand benötigt wurde, mehr als abdeckte oder der Kunde das sowieso separat getragen hat. Oder eine prozentual steigende Vergütung am Netto-Gesamtumsatz über den Kanal SEM (oder SEA für die die jetzt aufschreien), je niedriger der Durchschnitts-CPC auf die gesamte Kampagne sank. Faktisch haben viele Agenturen mit den Mehreinnahmen, die Ihnen das Brandbidding beschert hat, viele andere Bereiche wie das Affiliate Marketing quer subventioniert.

Ein Beispiel für einen solchen Vertrag:
EndCPO: 5,- (Maximaler CPO der für Marketing ausgegeben werden darf)
Conversionrate auf den Brand und starken Brand Kombis: 15%
Conversionrate auf generische Keys: 1%
Conversionrate Longtail: 3%
CPC max bei Brandkeys: 0,25 EUR
CPC max bei generischen: 1,00 EUR
CPC max bei Longtail: 0,50 EUR
CTR auf Position #1: 30%
Suchvolumen Brand + Brand-Kombis: 200.000 pro Monat
Suchvolumen generisch: 3.000.000 pro Monat
Suchvolumen Longtail: 1.500.000 pro Monat
Sales pro Monat: 9.000
Klicks pro Monat: 60.000
Durchschnittlicher Warenkorb: 50,- EUR
Umsatz p.M.: 450.000 EUR

Die Vergütung der Agentur war dann z.B. so gestrickt:
Alle Kosten für das Buchen von Anzeigen über Google Adwords zahlt der Merchant in diesem Beispiel.

Bei einem Durchschnitts-CPC von 0,23-0,25 EUR bekommt die Agentur 5% auf den generierten Netto-Gesamtumsatz über Adwords.

Bei einem Durchschnitts-CPC von 0,19-0,22 EUR bekommt die Agentur 7% auf den generierten Netto-Gesamtumsatz über Adwords… und so fort.

Beispiel Brandkeys und Brand-Kombis:

Umsatz: 200.000/100*30=60.000 Klicks mit der CR von 15% = 9.000 Sales
9.000*50=450.000 EUR Netto Gesamtumsatz über SEM brand.

Kosten: 60.000 Klicks zu 0,25 EUR = 15.000 EUR…

Hier werden die oben genannten Parameter vorraus gesetzt, die Tabelle zeigt den Verdienst der Agentur:

CPCKosten GoogleKosten Google pro Sale% Agentur VergütungKosten AgenturKosten Agentur pro SaleGesamt KosteneCPO Differenz
0,1911.4001,261045.000556.400-11.400
0,2012.0001,33731.5003,543.500.500
0,2112.6001,40731.5003,544.100900
0,2213.2001,46731.5003,544.700300
0,2313.8001,53522.5002,535.3009.700
0,2414.4001,60522.5002,536.9008.100
0,2515.0001,66522.5002,537.5007.500

 
Beispiel generische Keys:

Umsatz: 3.000.000/100*30=90.000 Klicks mit der CR von 1% = 9.000 Sales
9.000*50=450.000 EUR Netto Gesamtumsatz über SEM generisch.

Kosten: 90.000 Klicks zu 1,00 EUR = 90.000 EUR…

Hier werden die oben genannten Parameter vorraus gesetzt, die Tabelle zeigt den Verdienst der Agentur:

CPCKosten GoogleKosten Google pro Sale% Agentur VergütungKosten AgenturKosten Agentur pro SaleGesamt KosteneCPO Differenz
0,8576.5008,501045.0005120.500-75.500
0,8980.1008,90731.5003,5110.100-65.100
0,9081.0009,00731.5003,5112.500-67.500
0,9484.6009,40731.5003,5116.100-71.100
0,9585.5009,50522.5002,5108.000-63.000
0,9989.1009,90522.5002,5111.600-66.600
1,0090.00010,00522.5002,5112.500-67.500

 Das selbe kann man nun auch für den Longtail weiterführen. Man sieht an diesem fiktiven Beispiel, dass die Kosten einer generischen Kampagne wesentlich höher sind. Unter anderem auch deshalb, weil JEDER auf diese Keywords bieten kann, und nach dem Bietverfahren von Adwords steigt somit der Preis des Klicks. Ebenso konvertieren generische Keywords in den meisten Fällen deutlich schlechter als Markenbegriffe – und es gibt weitaus mehr davon. Also ist so eine Kampagne auch wesentlich aufwendiger in der Verwaltung.

Der steigende CPC auf die Marke, der Kampf um umfangreiche Brand-Kombi und Generische SEM Kampagnen, sowie das bisher meist fehlende Know How der “Full-Service-Agenturen” im generischen SEM führen wahrscheinlich erst einmal zu umfangreichen Umsatzeinbußen. Sie werden in vielen Fällen den eCPO nicht halten können und haben deutlich mehr Arbeit mit den Kampagnen.

Optimierung der Anzeigentexte, Historie des Kontos und gutes Handwerk im Erstellen und Optimieren der Kampagnen wird sehr wichtig werden. Auch bei allen Marken.

Gleichzeitig fehlen Gelder für die Quersubventionierung anderer Kanäle wie des teuren Affiliate-Marketing. Ein Teufelskreis 😉 Wahrscheinlich werden wieder mehr Agenturen auf neue Vergütungsmodelle umstellen, oder haben dies schon getan.. Jedenfalls jene die sich seit Anfang des Prozesses mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Außerdem werden Agenturen versuchen wenigstens Publishern, die an einem Partnerprogramm teilnehmen, zu verbieten auf die Marke zu bieten. Und sie sonst aus dem Partnerprogramm, worüber ein Publisher ja Einnahmen generieren würde, zu verbannen.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht des Publishers:

Die Erwartung des Publishers ist es mehr Traffic zu bekommen, da sich durch die Veränderungen die Möglichkeit ergibt auch im Bereich der Marken Traffic zu buchen. Der Publisher erhofft sich durch den Wegfall der Markenüberwachung zusätzlichen Traffic und höhere Einnahmen. Da Publisher bisher überwiegend generisches SEM gemacht haben, dürfte es für viele Publisher aufgrund ihres Know How Vorsprungs ein Leichtes sein gut performende Kampagnen aufzusetzen. Der Publisher ist in der komfortablen Situation seinen Traffic nicht nur zum Brand, sondern auch zu dessen Konkurrenz zu leiten.

Für den Publisher ergeben sich aber noch einige andere interessante Ansätze:

Der Publisher hat ein Interesse an möglichst hohen CPC im Brandbereich. Indem er SEM Kampagnen aufsetzt kann er Arbitrage betreiben. Darüber hinaus erreicht er ganz nebenbei, dass auch bei Brand Kampagnen auf die Performance geachtet wird. Viele Merchants werden es sich einfach nicht mehr leisten wollen oder können, um jeden Preis bei ihren Brands auf der ersten Position zu stehen. Alles in Allem wird sich dadurch eine Verschiebung in Richtung perfomanceorientierter Werbemaßnahmen und SEO ergeben.

Der CPC wird steigen und konvertierender Traffic wird teurer werden. Der Publisher verdient so mehr.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht des Netzwerks:

Die Erwartung der Netzwerke ist es, mehr Traffic über die eigene Plattform zu ziehen, da Publisher die Möglichkeit haben Brandtraffic zu buchen. Dieser Traffic muss irgendwie konvertiert und abgerechnet werden und dies geschieht in alle Regel über die Netzwerke. Auch den Netzwerken selbst steht diese Trafficquelle nun zur Verfügung. Da viele Netzwerke ohnehin auch als Publisher tätig sind, werden sich die Netzwerke in Konkurrenz zu den Agenturen begeben. Spannungen zwischen Publishern und Netzwerken sowie zwischen Agenturen und Netzwerken sind vorprogrammiert.

[Gastautoren: Bianca Jacobi & Tobias Schwarz]

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Google hat unter der Adresse full-value-of-search.de eine Marktforschungsseite über das Suchverhalten der Google-Nutzer eingerichtet und einige gesammelte Studien online gestellt.
Die Analysen sind in folgende Bereiche aufgeteilt:

Suchanlass
(Beispiele aus Google Insights for Search, Produkt-Recherche)

Suchworteingabe
(Wer nutzt Suchmaschinen? Wonach wird gesucht?)

Suchergebnisseite
(Betrachtungsverlauf der SERPS, Klickverhalten)

Wahrnehmung
(Markeneffekt einer AdWords Kampagne)

Verhalten
(Online Käufe: Einfluss AdWords)

Offiziell heißt es, dass das „Full Value of Search“ für mehr Übersicht im Online-Marketing sorgen soll. Bisher wurde aber nur Google AdWords attraktiver gemacht und erläutert wie Adwords bei der Markenbildung hilft (und das tut es auch).

Man kann die Studien aber auch aus einer anderen Sicht betrachten:

Full Value of Search liefert auch die Bestätigung das Webseiten- und Shop-Betreiber viel mehr auf Suchmaschinenoptimierung setzen sollten. Einige Beispiele:

Transaktionsorientierte Suche

Der Google-Nutzer sucht nach einem Produkt, welches er kaufen möchte.

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/Betrachtung%20SERP-1.pdf (Seite 17)

Ergebnis:
Der potentielle Kunde bzw. Käufer wird die Shopping-Ergebnisse von Google oder nur eines der ersten Top 5 platzierten Seiten in den organischen Suchergebnissen (SEO) anklicken.

3 „Top-Sponsored“ Adwords

Es werden 3 Adwords Anzeigen über den natürlichen Ergebnissen eingeblendet. Durch die so genannten “Top-Sponsored Adwords” verändert sich das Klickverhalten des Google-Nutzers wie folgt:

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/Betrachtung%20SERP-1.pdf (Seite 22)

Ergebnis:
Aufgrund der 3 „Top-Sponsored“ Adwords Anzeigen werden die organischen Suchergebnisse weniger zur Kenntnis genommen und weniger als die Hälfte der Google-Nutzer klicken auf Position 4 oder den darunter liegenden Positionen.

Das heißt, wenn über den normalen Ergebnissen 3 Adwords-Anzeigen eingeblendet werden, lohnt es sich nur auf Position 1 bis 3 in der organischen Suche (SEO) gelistet zu sein.

Keine Adwords Anzeigen

Das Kickverhalten ohne “Top-Sponsored” Adwords Anzeigen bei dem Suchbegriff “pkw”.

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/Betrachtung%20SERP-1.pdf (Seite 25)

Ergebnis:
Nun dürfen wieder Position 4 und 5 mitspielen. Aber ab Position 6 sieht es wieder schlecht aus. Als Faustregel gilt: Je mehr Adwords Anzeigen über den organischen Suchergebnissen auftauchen, desto weniger werden die natürlichen Ergebnisse vom Google-Nutzer beachtet.

Anzahl betrachteter Suchergebnisseiten

Schon mal auf der dritten Google Suchergebnisseite gewesen? Nein? Gut, denn das machen die wenigsten Google-Nutzer.

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/answer16.pdf

Ergebnis:
Laut Google’s “Full Value of Search” schauen sich nicht mehr als 6% der Nutzer die 3. oder weitere Suchergebnisseiten an.

Fazit

Der Google-Nutzer hat gelernt zu googlen.

Aus einer Eyetracking-Studie von thinkeyetracking.com kann man gut die Unterschiede zwischen dem Suchverhalten von 2005 im Vergleich zum Jahr 2008 erkennen.

Wenn der Google-Nutzer beim ersten Mal nicht das Passende gefunden hat, formuliert bzw. spezifiziert er seine Anfrage neu. Selten werden die weiteren Suchergebnisseiten angeklickt.

Es reicht einfach nicht mehr mit dem eigenen Shop oder der eigenen Webseite auf Position 10 oder Seite 2, geschweige denn auf Seite 3, bei Google gelistet zu sein. Die Webseite soll ja gefunden werden und das geht nur durch gezielte Suchmaschinenoptimierung und das daraus resultierende Top Ranking.

Was tun um ein Top-Ranking zu erreichen?

Man kann sich entweder selber verstärkt mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, einen professionellen SEO-Dienstleiter beauftragen oder sich auf Nischenthemen bzw. den Long-Tail Bereich fokussieren.

Über den Autor

Ernest Mavriqi ist Internet-Unternehmer und als Experte für Suchmaschinenoptimierung bei einer der bekanntesten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands tätig.

Eine erfreuliche Nachricht durchstreift die SEO-Sphäre, seit gestern gibt es auch in deutschen Landen das Google Adwords Keyword Tool mit konkreten Suchvolumina. Die Freude über die Zahlen ist groß, hilft es doch den Wegfall des kostenlosen Recherche Tools von Overture leichter zu verkraften.

Auch ich bin ganz angetan von dieser neuen Möglichkeit Keywords zu durchstöbern, doch so ganz traue ich dem Braten nicht. Handelt es sich hier um harte Zahlen oder nur um weiche Fakten? Der WhiteSide-SEO hat da so seine Zweifel. Ich sehe das ähnlich, frei nach dem Motto: “Traue keiner Keyword-Statistik, die du nicht selber mit einem Botnet oder Rank-Checker verfälscht hast”.

Google Keyword Statistik

Der obige Screenshot listet einige Keywörter aus dem Kontaktanzeigen Umfeld auf, ein Blick auf die grünen Trendbalken auf der rechten Seite der jeweiligen Keywörter offenbart einen eher unwahrscheinlichen und auf jeden Fall unerwarteten Trendverlauf. Da stimmt doch hinten und vorne etwas nicht. Kombinationen wie “Kontaktanzeigen Flirt”, “Kontaktanzeigen sie sucht ihn” oder “sie sucht ihn Abenteuer” listen Suchvolumina in Millionenhöhe, zeigen krasse Einbrüche im Trendverlauf und passen von Verlauf und Umfang so gar nicht zu den erwarteten Werten.

Nimmt man Google Trends zu Hilfe, so zeigt der Vergleich sie sucht ihn – kontaktanzeigen flirt, dass nur eine Variante erklecklichen Traffic produziert, die andere aber im Gegensatz zu den Keyword-Tool Versprechungen nicht mal irgendwo auftaucht. Damit widerlegt sich Google selber. Aber es kommt noch besser, ein Abstecher zur Keywort-Datenbank von Stefan Fischerländer bringt die folgenden Keywörter ans Tageslicht. Achtung, die absoluten Zahlen sind nicht mit denen von Google vergleichbar, hier interessiert uns nur die Relation:

  1. kontaktanzeigen 93948
  2. flirt 44644
  3. kontaktanzeige 35650
  4. flirt chat 15385
  5. sie sucht ihn 10790
  6. kontaktanzeigenmarkt 5810
  7. kostenlose kontaktanzeigen 4444
  8. private kontaktanzeigen 2091
  9. kontaktanzeigen kostenlos 1479
  10. kontaktanzeigen sie sucht ihn 186
  11. kontaktanzeigen flirt 35

Auf Platz 10 und 11 sehen wir unsere heißen Keywort-Kandidaten wieder, ziemlich weit abgeschlagen vom übrigen Feld, wie mir scheinen will. Und was soll ich sagen, ich traue in diesem Fall den Zahlen von Stefan Fischerländer mehr als denen von Google AdWords. Und das stimmt bedenklich. Über die Ursachen solcher Verfälschungen darf jetzt gerne spekuliert werden.

Und am Rande erwähnt. Google ist auch etwas prüde, bei Keywords wie Poppen ziert sich die Suchmaschine ganz gewaltig. Ach ja, fehlt noch “die Moral von der Geschicht – traue keinen Zahlen nicht”. Im Falle von Keyword-Recherchen immer schön mehrere Quellen zu Rate ziehen und auf Plausibilität vergleichen.

Zur Abwechslung mal wieder etwas aus der Kategorie Keyword Marketing. Da bei der Anwendung von Keyword Insertion häufig Fehler gemacht werden, wodurch entweder schlechte Anzeigen entstehen oder Anzeigen gar nicht erst geschaltet werden, habe ich mich entschieden, einen kurzen Beitrag darüber zu schreiben.

 
Was ist Keyword Insertion?

Bei der Keyword Insertion (in Google-deutsch: Keyword-Platzhalter) handelt es sich um eine Funktion, die das Schreiben einer relevanten Textanzeige für mehrere Keywords erleichtern soll. In Abhängigkeit davon, welches Keyword die Anzeigenschaltung auslöst, wird die Anzeige mit individuellem Inhalt ausgeliefert.

Enthält also eine Anzeigengruppe die Keywords „Geld anlegen“ und „Geldanlage“, so werden diese Begriffe an definierbaren Stellen auch in der Anzeige verwendet – je nachdem, ob der Suchbegriff des Users das Keyword „Geld anlegen“ oder „Geldanlage“ auslöst.

Es ist entscheidend zu wissen, dass bei Verwendung der Keyword Insertion nicht der Suchbegriff im Anzeigentext erscheint, sondern das eingebuchte Keyword. Das macht diese Funktion auch für weitgehend passende und Wortgruppen-Keywords steuerbar.

Keyword Insertion funktioniert mit einem Platzhalter-Tag: {Keyword:Geld anlegen}
An der Stelle des Platzhalter-Tags wird das jeweilige Keyword abgebildet, es sei denn es ist zu lang. In diesem Fall wird anstelle des Keywords der Platzhalter (hier: „Geld anlegen“) ausgeliefert.

 
Richtige Verwendung in Titel und Text

Die Verwendung von Keyword Insertion im Titel einer Anzeige ist relativ einfach – zumindest dann, wenn die Keywords einer Anzeigengruppe zueinander passen, d.h., wenn sie ähnliche Bedeutungen haben und ähnlich lang sind. Dann genügt es in der Regel, vor oder hinter dem Platzhalter ein weiteres Wort zu schreiben, das zu allen Keywords passt. Bei langen Keywords (bis 25 Zeichen) ist es ausreichend, ausschließlich den Platzhalter zu verwenden.

Problematisch wird es dann, wenn sich kurze und lange Keywords in einer Gruppe befinden, z.B. „Seife“ und „handgemachte Rasierseife“:

Titel1: {KeyWord:Seife} kaufen – der Titel wird zu lang für „handgemachte Rasierseife“.
Titel2: {KeyWord:Seife} – der Titel beträgt nur fünf Zeichen für das Keyword „Seife“ und lädt nicht zum Klicken ein.

Im Zweifel sollten solche Keywords voneinander getrennt in verschiedene Anzeigengruppen geschoben werden.
Keyword Insertion im Text unterzubringen, ist nicht weniger schwer. Um das sinnvoll zu bewerkstelligen, sollten die Keywords in einer Anzeigengruppe alle ähnlich lang sein und eine ähnliche Bedeutung haben. Auch sollten sie nach Möglichkeit grammatikalisch zueinander passen. „Schwarzer Hut“ und „Hut schwarz“ meinen zwar das Gleiche und sind auch ähnlich lang – sind aber in einem grammatikalisch korrekten Satz nicht austauschbar. Führt Keyword Insertion zu grammatikalisch unsinnigen Anzeigentexten, werden die Keywords in den Anzeigentexten nicht ausgeliefert, sondern nur der Platzhalter (sofern dieser grammatikalisch sinnvoll ist).

 
Anzeige-URL

Grundsätzlich kann hinter der Domain ein spezifisches Ziel suggeriert werden, das es so gar nicht gibt. Daher kann eine Anzeige-URL folgendermaßen aussehen: www.domain.de/keyword
Befinden sich mehrere Keywords in einer Anzeigengruppe, kann auch in der Display URL auf die Keyword Insertion zurückgegriffen werden: www.domain.de/{Keyword:keyword}
Erfahrungsgemäß hilft das Einfügen des Keywords in die Anzeige-URL der Klickrate auf die Sprünge (wenn auch nicht immer). Es ist jedenfalls die wohl einfachste Möglichkeit, das Keyword in der Anzeige zu platzieren, ohne sich über grammatikalisch sinnvolle Sätze Gedanken machen zu müssen.
Aber Achtung: Keywords, die Umlaute enthalten, sind problematisch. Üblicherweise akzeptiert Google keine Umlaute in URLs. Wird ein Platzhalter verwendet, blendet Google dennoch Wörter mit Umlauten ein, was dazu führt, dass aus „Löffel“ ein „L%F6ffel“ wird, was unprofessionell wirkt.

 
Ziel-URL

Möchte man für jedes Keyword eine individuelle Ziel-URL benutzen, sich aber nicht die Arbeit machen, jede einzelne URL manuell zu erstellen, kann eine richtig eingesetzte Keyword Insertion die Lösung sein. Diese Vorgehensweise kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn auf die Seiten-interne Suche verlinkt werden soll. So wird die Google-Suchanfrage des Users unmittelbar auf die Ziel-Webseite übertragen. Eine solche Ziel-URL könnte folgendermaßen aussehen: www.domain.de/?query={keyword:keyword}
Aber Achtung: Auch hier kann es zu Problemen mit Umlauten und Keywords, die aus mehreren Wörtern bestehen, kommen.

 
Großschreibung von Keywords

Über den Platzhalter-Tag kann gesteuert werden, ob ein Keyword im Anzeigentext groß oder klein geschrieben wird. Für das Keyword „Geld anlegen“ ergeben sich zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten:

{keyword: } – „geld anlegen“ (alle Wörter werden klein geschrieben)
{Keyword: } – „Geld anlegen“ (das erste Wort wird groß geschrieben)
{KeyWord: } – „Geld Anlegen“ (alle Wörter werden groß geschrieben)
{KEYWord: } – „GELD Anlegen“ (das erste Wort wird komplett groß geschrieben)
{KEYWORD: } – „GELD ANLEGEN“ (alle Wörter werden komplett groß geschrieben)

Aber: Adwords-Anzeigen dürfen laut Google-Richtlinien keine übermäßige Großschreibung enthalten. Insofern sollten die letzten beiden Varianten nur bei Marken, technischen Begriffen und Akronymen (z.B. PC, LKW, PHP) zu verwendet werden.

 
Keyword Insertion kann – richtig eingesetzt – eine sehr nützliche Funktion sein. Sie ist ein guter Kompromiss zwischen zu allgemeinen Anzeigentexten und zu viel Aufwand beim Herunterbrechen der Keywords in etliche Anzeigengruppen.

Auch ich habe mir vorgenommen, in diesem tollen neuen Blog ab und an mal ein paar Postings zu schreiben. Es gibt ja bekanntlich viel zu wenig mittelgute bis schlechte SEO-Blogs. Vielleicht schafft es dieses Blog als Gemeinschaftsprojekt ja, zur Tageszeitung für den SEO zu werden. Als Spielplatz und Kontaktverwaltung gibt’s ja die SEO Community.

Und ich habe natürlich auch noch ein kleines spannendes Thema mitgebracht. Hauptsächlich ein Hinweis auf ein interessantes Posting bei SearchEngineLand zum Thema Conversion- und Landingpage-Optimierung. Gut, dass kürzere Formulare bessere Conversion bringen, ist klar. Trotzdem interessant zu lesen weil gut analysiert.

Viel eher praktisch nutzbar ist aber noch der zweite Teil des Artikels zum Thema Verbesserung des Adwords Quality Score. Und zwar ganz einfach durch den Einbau der beworbenen Keywords in den Keyword-Metatag. Das war mir neu, ist auch eigentlich ein ziemlicher Unsinn, da viel zu einfach und letztlich völlig sinnlos. Aber solange es funktioniert, sollte man es nutzen.

Nach meiner kurzen Vorstellung möchte ich heute auch mal einen ersten Blogbeitrag wagen. Anlass für meine frisch gewonnene Schreibwut ist ein gestriger Beitrag von Jon Miller über Landingpage-Optimierung auf Searchengineland. Jon Miller arbeitet als Vice President of Marketing bei einem Anbieter von B2B Software zur Optimierung von Marketingkampagnen.
Während ich mir die marketingtechnische Landingpageoptimierung für ein anderes Mal aufhebe, gehe ich heute nur auf den Quality Score ein. Wie wir ja wissen, strebt Google es an, bei den Adwordanzeigen möglichst relevante Werbung/ Informationen anzuzeigen. Macht ja auch Sinn, wenn Suchende in den Adwordanzeigen Antworten auf Ihre Suchanfragen finden, erhöht dies ja ihre Zufriedenheit und resultiert in mehr Vertrauen in Adwords. Mehr Vertrauen bedeuten mehr Klicks, mehr Klicks bedeuten mehr Erfolg für Werbende und letztendlich mehr Einnahmen für Google. Der Ranking Algorithmus bei den Adwords ist für Google also nicht weniger wichtig als der von SERPs und sollte daher beim erstellen von Landingpages und Anzeigen im Hinterkopf behalten werden.

Aber was ist eigentlich der Quality Score?

Google möchte relevante Anzeigen belohnen indem sie dem Werbenden preislich und bei der Position entgegenkommen. Weniger relevante Anzeigen werden so teurer und unattraktiv. Um dieses Modell umzusetzen hat Google einen Quality Score geschaffen:

Quality Score is the basis for measuring the quality and relevance of your ads and determining your minimum CPC bid for Google and the search network. This score is determined by your keyword’s click through rate (CTR) on Google, and the relevance of your ad text, keyword, and landing page.

Auf gut deutsch legt der Quality Score also das Mindestgebot für die beworbenen Keywords aufgrund von Informationen wie Klickrate, Relevanz des Werbetextes und der Landingpage fest.

Wie macht sich der Quality Score bemerkbar?

Wer regelmäßig Kampagnen bei Google bucht, wird festgestellt haben, dass sich die Mindestpreise bei den einzelnen Suchwörtern nach einiger Zeit verändern. Wenn zu allgemeine Wörter gewählt wurden, und diese offensichtlich eine schlechtere Leistung als vergleichbare Anzeigen bringen, wird der Mindestpreis zum nächsten Intervall hochgestuft.
Umgekehrt gilt: Je höher der Qualitätsfaktor, desto besser die Anzeigenposition und desto geringer das Mindestgebot.

Trifft der Quality Score auf jeden zu?

Wie oben schon geschrieben, ist Google verständlicherweise an einem hochwertigen Ergebnis interessiert. Manchmal habe ich persönlich jedoch den Eindruck, dass bei besonders großen Kunden (z.B. früher Ebay) der Quality Score manuell bestätigt wird und daher auch bei weniger relevanten Suchphrasen mal ein Auge zugedrückt wird. Normalsterbliche wie wir werden davon aber wohl nie profitieren können.

Welche Möglichkeiten gibt es um den Quality Score einer Landingpage zu erhöhen?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Websiten die sich diesem Thema widmen, einige wichtige Punkte möchte ich hier in unsortierter Reihenfolge vorstellen:

1. Relevanz
Man sollte beim erstellen von Anzeigen darauf achten, möglichst relevante Keywords für die beworbene Seite auszuwählen, und umgekehrt auf der beworbenen Seite möglichst erfolgsverpsrechenden Inhalt zu bieten. Am einfachsten und wirksamsten ist es also die lange Keywordliste in mehrere relevante Anzeigen aufzuteilen. Das macht in erster Instanz deutlich mehr Arbeit als einfach 100 ordentliche Keywords auf ein und dieselbe Landingpage zu senden, wird sich aber später garantiert in der Position und vorallem der Brieftasche bemerkbar machen. Eine gute, wenn auch nicht ganz verlässliche Möglichkeit um Relevanz zu messen ist das Google Keyword-Vorschlagstool. Dort kann man sich Keywords anhand von Webseiten vorschlagen lassen, im Optimalfall müssten für die Landingpage dort die beworbenen Keywords stehen. Mich haben die merkwürdigen Ergebnisse von dem Teil allerdings schon regelmäßig zum Verzweifeln gebracht.

2. Verweildauer und Suchverhalten
Man kann annehmen, dass eine geringe Verweildauer & weitere Klicks auf andere Ergebnisse negativ gewertet werden könnten. Wie bei der Relevanz auch schon, gilt es dem Besucher eine möglichst positive Erfahrung auf der Zielseite zu bescheren, ausdrücklich beinhaltet dies auch die Verlinkung zu weiteren themenrelevanten (Produkt)Seiten.

3. Keyword Optionen
Google bietet in den Anzeigengruppen unter „Keywords bearbeiten“ die Möglichkeit diese genauer zu spezifizieren. Häufig vernachlässigt birgt dieses Tool einen wertvolle Quelle zum analysieren und optimieren von Anzeigen. Es wird zwischen vier Optionen unterschieden:

Keyword = weitgehend passende Keywords “Keyword” = Genaue Wortgruppe abgleichen [Keyword] = Nur genau passender Begriff -Keyword = Diesen Begriff nicht abgleichen

Ein einfaches Beispiel: Gebe ich Bürohstuhl ein wird diesen in der Standardoption als weitgehend passendes Keyword gewertet. Folglich könnte meine Anzeige auch bei Synonymen, oder Variationen dieses Keywords eingeblendet werden:

  • Bürostühle kaufen
  • Hag Bürostuhl
  • ergonomischer Bürostuhl
  • Chefsessel
  • Bürostühle verkaufen

Wie man leicht erkennt, machen einige Begriffe keinen Sinn, weil ich in meinem Shop z.B. keine HAG Stühle führe, oder mich eben nur auf klobige Chefsessel und nicht auf ergonomische Stühle oder gar den Ankauf von Stühlen konzentriere. Ergo macht die Standardoption nur begrenzt Sinn und sollte in vielen Fällen besser durch genauer kategorisierte Keywords abgelöst werden. Interessant sind die anfallenden Daten für den aufmerksamen Werber allerdings allemal. Eine Definition und Anwendungsbeispiele der andere Keyword-Gruppen findet man in der Google Adwords Hilfe.

4. Originalität
Google mag keine doppelten Inhalte und spätestens seit populären Partnerprogrammen führen im Internet viele Wege nach Rom. Google selbst reißt in seiner Spam Guideline das Thema an, und lässt somit darauf schließen, dass die Verlinkung auf populäre Affiliateprogramme und doppelter Inhalt auch beim Quality Score negativ gewertet werden kann.

5. Punktgenaue Informationen
Viele Suchende sind faul und überfliegen gefundene Webseiten anstatt sich damit tiefgreifender auseinanderzusetzen. Um möglichst schnellen und somit großen Erfolg zu bieten sollten die Landingpages am besten knackige und punktgenaue Informationen bieten. Häufig sieht man Anzeigen auf die Hauptseite verlinken, was in vielen Fällen nicht die optimale Lösung darstellt. Meistens ist es besser nicht mehr nicht weniger als die relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen und weitere relevante Seiten nur zu verlinken.

6. Zugängliche Inhalte, transparente Informationen
Während Marketingmenschen den potentiellen Kunden gerne zur Registrierung oder zum Kauf ködern wollen, will Google lieber zugänglichen Inhalt auf der Website vorfinden. Um Vertrauen zum Kunden und Quality Score von Google zu erlangen, sollte ein Impressum, Mission Statement, Spam Richtlinien und dergleichen vorhanden sein. Nach wie vor werden viele Anzeigen früher oder später von einem Mitarbeiter überprüft, die händische Kontrolle sollte ihn also nicht zum Kopfschütteln bringen.

7.Klickrate
Die Klickrate oder auch CTR ist einer der einfachsten Wege um zu messen wie relevant und profitabel eine Anzeige für Google ist, man sollte also darauf achten möglichst attraktive und zum Suchwort passende Anzeigen zu schreiben. Google bietet in der Kampagnenverwaltung unter „Variation von Anzeigen“ die Möglichkeit mehrere Anzeigentexte zu erstellen und diese gegeneinander laufen zu lassen. Dies sollte unbedingt genutzt werden.

8. Adsense Arbitrage
Hier vielleicht nicht ganz treffend, aber doch erwähnenswert ist das sogenannte Adsense Arbitrage. Findige Webmaster nutzen hier die Spanne zwischen einzelnen Geboten oder versuchen Traffic von einem billigen Keyword auf ein Teureres zu lenken. Da dies den Suchenden eher auf Umwegen ans Ziel bringt, ist auch Google kein großer Fan davon. Dementsprechend sollte darauf achten nicht mit dieser Gruppe verwechselt zu werden.

9. Linkaufbau und SEO
Google hat bereits einen hoch entwickelten Algorithmus für seine Ergebnisseiten, nichts läge näher als mit diesem auch die Relevanz von Anzeigenseiten zu benutzen.
Somit würden auf die Optimierung von Landingpages im Grunde genommen dieselben Faktoren wie beim klassischen SEO zutreffen.

Für effektiven Linkaufbau sucht man sich die besten Keywords sortiert nach Wandlung und Suchvolumen aus der bestehenden Kampagne heraus und linkt dann mit diesen Keywords via Deeplinks auf die jeweiligen Landingpages.

Wie von Jon geschrieben haben auch die Metatags eine enorme Auswirkung auf den Quality Score, gemäß seiner Messung haben sich allein die Nennung des Suchwortes in Titel und Beschreibung mit einer Reduktion von 5 Cent oder in seinem Fall 30% bemerkbar gemacht!

10. Conversion Rate
Wie eingangs geschrieben ist die Optimierung von Landingpages eine Wissenschaft für sich, auf die ich heute nicht näher eingehen werde. Gesagt sei allerdings, dass es für Google nur naheliegend wäre die Wandlungsrate auch irgendwie mit in den Quality Score einzubeziehen. Von daher sollte neben der Variation von Anzeigen auch enormes Augenmerk auf die Optimierung der Landingpage ansich gelegt werden.

Disclaimer

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Quality Score natürlich von deutlich mehr Faktoren abhängt, grundlegende Richtlinien zur Aufbereitung einer Website und unnötigem User-Nepp sind am besten bei Google selbst nachzulesen.