Der heutige Artikel stammt von Markus Laue. Markus ist Student der BWL in Leipzig und nebenbei GF der KarMa Webmarketing GbR, einer Agentur für nachhaltiges SEO in Leipzig.

Web design conceptDer Titel dieses Artikels lässt noch nicht tief blicken, verrät aber grundlegend schon einmal, worum es uns heute gehen soll. Wir behandeln das leidige Thema der Landing Pages. Auf diesem gebiet gibt es bereits viele Studien und unzählige Literatur sowie Software zur effektiven Analyse von Landing Pages. Aber wieso müssen wir bei der Optimierung den zweiten vor dem ersten Schritt machen? Wie meine ich das? Ganz einfach! Bitte besinnen sie sich auf die grundlegende Motivation einer Landing Page. In 100% aller Fälle geht es hier darum, eine bestimmte Handlung durch den Nutzer zu generieren. Sei es die Anmeldung zu einem Newsletter, die Eintragung in einen Mail-Verteiler, das Teilen der Seite über Soziale Medien oder eben ein Verkauf. Alle Aktionen bedürfen diffiziler Grundbausteine, die es zu beachten gilt. Farben, Formen, Geschlechter, Schriftgrößen, Schriftart, Sprachstil usw. Man kann vieles falsch machen.

Aus diesem Grund sollte man sich im Optimalfall nicht unendlich lange mit der Konzeption einer Landing Page aufhalten. Laut Nils Kattau, dem Geschäftsführer der Conversionlift UG, eine auf die Erstellung von Landing Pages spezialisierte Online Marketing Agentur im Herzen Berlins, beträgt die durchschnittliche Zeitspanne von der ersten besprechung bis zum ersten fertigen Design in etwa 21 Arbeitsstunden. Hierbei verteilen sich 5h auf Analyse und Konzeption, 8h auf das Screendesign inkl. eventueller Korrekturschleifen und 8h auf die Programmierung und die anschließende Qualitätssicherung.

Doch man kann auch deutlich mehr Zeit investieren, wie mir Karl Kratz vorgerechnet hat. Für 2 bis 5 dekonstruierte Pfade benötigt er ca. 5 Tage, für die Konversions-Regelsätze ca. 1 – 2 Tage und dann halt je nach Dynamisierung meist 0,5 Tage pro Bedarfsgruppe … also so ein System mit allem drumherum steht so nach ca. 10 – 15 Tagen inkl. QS. Veranschlagt man 8h Regelarbeitszeit pro Tag kommt man hier auf eine Gesamtstundenzahl von 96 Stunden.

Der erste Test – welche Methode bietet sich an?

Aus meiner Erfahrung hat es sich bisher immer als nützlich herauskristallisiert, Landingpage Entwürfe vor der Liveschaltung offline zu testen. Wie genau ich das mache? Ich drucke die Landing Page aus und hole mir aus dem Freundes- und Bekanntenkreis potenzielle Kunden ran, die eine bestimmte Zeitspanne auf das Printout schauen sollen. Im Anschluss versuche ich den verarbeiteten Input durch eine Befragung zu eruieren. Wichtig ist hierbei, dass Alles ganz ungezwungen von statten geht. Während der Befragung können Sie sich an diesen drei Fragen orientieren:

  1. Welches Thema behandelte die Seite?
  2. Hat Ihnen gefallen, was Sie gesehen haben? Warum/Warum nicht?
  3. Was hätten Sie auf dieser Seite instinktiv zuerst getan?

Wichtig hierbei ist, dass Sie ihren Versuchskaninchen die Printouts nicht länger als 4 bis 6 Sekunden zeigen. Dies entspricht der zeitspanne, die Kunden im Internet investieren um zu eruieren, ob das Angebot momentan die eigenen bedürfnisse befriedigt, oder nicht.

Was genau bringt diese Vorgehensweise?

Mit dieser Methodik lässt sich ziemlich zielsicher überprüfen, ob man auf dem richtigen Weg ist, oder ob man prinzipiell in eine Sackgasse geraten ist. Der Fachbereich der Conversion Optimierung ist ein sehr spezieller Teilbereich des Online Marketings und basiert hauptsächlich auf den Metabereichen Logik, Neurowissenschaften sowie Handlungspsychologie. Wie ein potenzieller Kunde auf ihrer Seite aggiert, ist natürlich abhängig von vielerlei Faktoren,

  • Kommerzielles Interesse
  • Zahlungsbereitschaft
  • Qualitätsbewusstsein
  • Stimmung des Kunden
  • Erfahrungswerte
  • etc. pp

aber sicher ist, dass durch dieses Vorgehen ein erster Schritt Richtung Conversionoptimierung getan ist. Ich möchte natürlich keinesfalls darauf abzielen, dass man sich zukünftig A/B-Tests, Eye-Tracking-Software usw. spart, denn nur so kann man auch die letzten Tropfen aus der Verkaufswaffe “Landing Page” quetschen.

Bildquellenangabe: © varijanta – Fotolia.com

Die Überraschung des Tages auf der SEMSEO, neben dem Seo-Diver von Abakus, war m. E. Prof. Dr. Mario Fischers Ankündigung eines neuen Seo Fachmagazins mit Namen Website Boosting. Neben vielen Fotos vom Vortrag habe ich auch noch ein Video anzubieten, das euch die Möglichkeit bietet, quasi live dabei zu sein, während der Meister sein neuestes Werk der Öffentlichkeit vorstellt.

Wer mag, kann sich das Ganze sogar als HD-Video reinziehen. Übrigens, ich habe das Website Boosting Magazin schon abonniert 😉

Alle Jahre wieder strömen Massen von wissbegierigen Webmastern, SEOs, Marketinglern und sonstigen Business-Entscheidern zur SEMSEO nach Hannover, um dort nicht nur an der Leine, sondern auch in die Tiefen von Suchmaschinen Optimierung und Marketing geführt zu werden. Mittlerweile fand die SEMSEO zum vierten Male statt. Ich selber hatte die Veranstaltung erst einmal besucht, bei ihrer Premiere im Jahre 2007. und so war er mal wieder an der Zeit zu schauen, was sich denn so alles auf dem SEM & SEO Sektor getan hatte. Programm und Referenten sahen vielversprechend aus, Grund genug also, um am Freitag Morgen in den Zug Richtung Leinestadt zu steigen.

Alan Webb und Uwe TippmannSEMSEO Check In

Kaum angekommen im Atrium des Alten Rathauses, bin ich auch schon über die Ausrichter der Veranstaltung gestolpert – Alan Webb und Uwe Tippmann. Nach einigem Vorgeplänkel und Smalltalk ging es dann vom Check-in hinauf in den großen Saal, der sich schnell mit Zuschauern füllte und in dem Alan pünktlich um 9:30 Uhr seine ersten Begrüßungsworte abhielt.

Nach ein paar Informationen zur Agenda und dem Hinweis, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr aufgrund der hohen Nachfrage und entsprechender Platzknappheit wahrscheinlich im Kongreß-Zentrum stattfinden dürfte, ging es dann ans Eingemachte. Zehn Minuten früher als vorgesehen startete dann Pelle Boese (gjuce GmbH) mit der ersten Session, Thema “Mobile Search” – Optimierung und Vermarktung mobiler Seiten.

Der Vortrag gliederte sich in die folgenden 6 Punkte:

  1. Mobile Internet
  2. Mobile SEO
  3. Mobile Vermarktung
  4. Beispiel: m.wetter.net
  5. gjuce GmbH
  6. Q & A

Am interessantesten an Pelles Vortrag fand ich neben dem Hinweis auf den Blended Index, einem Mix aus normalem und mobilem Index, und dem Ratschlag, besser mit der Hauptdomain als mit einer Extra-Mobi Domain zu ranken, vor allem die Art & Weise, wie er mit dem Mobile Googlebot umgeht. Diesem bietet er nämlich anstatt der normalen, schweren und komplexen Seiten viel leichter verdauliche, schnörkellose mobile Seiten an, dass aber unter derselben URL. Ich möchte das mal mobiles Cloaking nennen. Um hier nicht den Rahmen zu sprengen, indem ich bei allen Beiträgen zu sehr ins Detail gehe, verweise ich lieber auf den sehr gelungenen Mobile Search Blogartikel von Rouven auf sea.at, dort findet ihr auch noch alle anderen Mitschnitte der SEMSEO Sessions.

Hohen Informations- und Unterhaltungswert versprach Prof. Dr. Mario Fischers Vortrag über Linkaufbau & Reputationsmanagement, in welchem er über die Tücken des Linkaufbaus und die Einbindung eines erfolgreichen Linkbuildings beim Reputationsmanagement referrierte.

Zum Auftakt stellte der Herr Doktor die Frage: “Warum muss man beim Linkaufbau vorsichtig sein?”

  1. ~22% aller Webseiten sind Spam
  2. ~33% ist Duplicate Content
  3. ~90% der SEOs sind Dumpfbacken

Antwort, die Jungs von Google haben einiges auf dem Kasten, kennen sich mit mathematischen Algorithmen aus und haben eine unglaubliche Maschinerie und Rechenpower im Hintergrund am laufen. Dazu brachte der Professor einige beeindruckende Zahlen und interessante Hinweise, wie die Maschinen durch Mustererkennung und maschinelles Lernen schon heute linke Farmen und spammige Inhalte erkennen könn(t)en. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit eine Linkfarm zu entdecken bei erschreckenden 95% und einen Spam-Linkhub zu entdecken bei ca. 80%. Nach vielen weiteren Charts und der obligatorischen Frage & Antwort Runde folgte dann am Ende der Session die größte Überraschung. Mario Fischer kündigte das Website Boosting Magazin an.

Das neue Magazin mit dem altbekannten Namen Website Boosting wird regelmäßig alle 2 Monate neu als hochwertig gebundenes Magazin in Deutschland, Österreich und der Schweiz in allen Bahnhofs-Buchhandlungen und Flughäfen im Regal stehen. Die Erstausgabe bietet ein Matt Cutts Interview und viele weitere Artikel hochdekorierter Seo & Marketing Experten an, zudem soll es eine Leseprobe und eine Charity-Aktion geben.

Das wars dann fürs Erste, kurz vor halb Zwölf ging es ab in die wohlverdiente Kaffeepause, Gelegenheit sich aufzufrischen, Gespräche zu führen oder neue Kontakte kennen zu lernen. Gut erholt gings dann eine Viertelstunde später mit Uwe Tippmanns Beitrag “Suchreichweite verstehen” weiter. Frei nach dem Motto: “Tauchen Sie ein in die Welt der Suche und analysieren Sie Ihren Erfolg.”

Uwe ist nicht nur einer der Geschäftsführer der ABAKUS Internet Marketing GmbH, sondern als ehemaliger Yahoo-Mitarbeiter auch tief mit Suchmaschinen und den dazugehörigen Analysen verwurzelt. Kein Wunder also, dass er die Stärken und Schwächen der diversen Tools zur Messung von Sucherfolgen und Reichweiten genauestens kennt. Auf die Frage “Was ist Suchreichweite?” antwortet Uwe mit

Die Suchreichweite gibt die Anzahl der Personen an, die durch eine Webseite in den Ergebnissen einer Suchmaschine erreicht werden können.

Dafür gibt es zwei Ansätze, den theoretischen und den praktischen Ansatz. Der erste Ansatz basiert auf regelmäßig gegen die Suchmaschinen abgefragten limitierten Keyword-Listen, so wie es SEO-Tools a la Sistrix oder Searchmetrics tun. Aus den resultierenden Positionen und externen Traffic-Statistiken wird dann eine Art Sichtbarkeitsindex hochgerechnet. Nachteil: Mangelhafte Abdeckung des Longtails, unausgewogener Keywordbestand und geringe Aktualität der Suchbegriffe. Diese Schwächen will der praktische Ansatz umgehen: “Man nehme ein ausreichend großes User Panel mit ausgewogenem Suchverhalten und wertet das individuell angepasste Ranking der Ergebnisse anaonym und normalisiert aus.” Dieses Verfahren erfasst natürliche Longtail Keywords, zeigt ein natürliches Such- und Absprungverhalten, liefert tagesaktuelle Suchanfragen und bezieht die individuellen Anpassungen der Ergebnisse mit ein. Derlei Resultate lieferten bislang nur Dienste wie Comscore oder Nielsen. Doch jetzt kam der Knaller. Es gibt demnächst einen neuen Kandidaten, der noch tiefer in die Datenmeere eintauchen möchte – der SEO Diver!

Uwe stellt an dieser Stelle das neue Wunderkind aus dem Hause Abakus vor. Der Seo-Diver umfasst derzeit rund 18 Millionen Domains, 200 Millionen Keywords weltweit, davon 39 Millionen aus Deutschland, inklusive aktueller News, Event und Produkt-Keywords. Hinzu kommt noch ein vielversprechendes Backlink-Analyse Modul. Der offizielle Starttermin für den SEO-Diver ist in 10 Wochen, preislich soll es ab 99 Euro/Monat los gehen. Das kann spannend werden bei den SEO-Tools.

Nach diesem Überraschungs-Coup gings dann in die Mittagspause. (Fortsetzung folgt)

In diesem Jahr geht es schon sehr früh rund im SEO Konferenz Sektor. Den Auftakt macht am 26.02.10 die SEMSEO in Hannover, gefolgt von der SEO-Campixx am 13. & 14.03.10 in Berlin und der SMX in München am 23. & 24.03.10. Die Anmeldung für die SEMSEO Konferenz ist schon seit Wochen offen, die Teilnehmer sind automatisch bei der schon legendären Abakus Pub-Konferenz mit dabei. Alle anderen müssen sich um die verbleibenden 100 Plätze kloppen.

Austragungsort für die Anmeldeschlacht dürfte auch dieses Jahr wieder das Abakus Forum sein. Los gehen wird es am 07. Januar um 11.00 Uhr. Wer seinen Wecker nicht stellt und den Termin verpasst ist selber schuld. Die Veranstaltung ist sicher in wenigen Stunden ausgebucht. Alles andere würde mich überraschen. Ich selber werde in diesem Jahr natürlich auch wieder mit Digitalkamera bewaffnet auf der Pub-Konferenz auftauchen. Und nicht nur dort, in diesem Jahr schaue ich auch mal wieder auf der SEMSEO vorbei. Natürlich auch mit Kamera 😉

Wer mal selber SEMSEO oder SMX Atmosphäre schnuppern möchte, für den konnte die SEMSEO & SMX Blogger-Suche ganz spannend sein. Johannes sucht je einen Konferenz-Blogger. Eintritt, Unterbringung und Anreise frei. Bezahlt wird mit Blogbeiträgen 🙂

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Online Marketing Agentur - mobile Suchmaschinenoptimierung
Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Vom 04.06.2008-06.06.2008 war ich in Shanghai, um an der Baidu World 2008 teilzunehmen. Dort konnte ich einige interessante Sachen über den chinesischen Markt erfahren, wovon ich nun hier berichten möchte. Auf der Konferenz hatte ich die Möglichkeit, mit einigen Advertisern, Baidu Mitarbeitern und Speakern zu reden, allerdings kam ich unglücklicherweise ein paar Stunden zu spät, so dass ich einige interessante Leute leider verpasst habe. Nichtsdestotrotz konnte ich mir einen groben Überblick über den chinesischen SEM Markt verschaffen:

Baidu = Trafficlieferant & SEM Agentur

Die SEM Welt in China sieht im Vergleich mit dem europäischen und dem amerikanischen Markt komplett anders aus. Während die meisten Advertiser in den Staaten oder Europa meistens über Agenturen SEM betreiben, machen die chinesischen Firmen SEM direkt. Baidu scheint dabei den Markt verstanden zu haben und bieten deren Kunden individuelle Kampagnenplanungen an, was sicherlich zu Zielkonflikten führen kann, im Shanghai Office von Baidu arbeiten bereits über 1000 Mitarbeiter in der Marketingabteilung…

SEM in China = USA vor 5 Jahren?
Verglichen mit Google und Yahoo entscheidet das System von Baidu das Anzeigenranking nur anhand der Gebote. Eine Art Quality Score gibt es nicht. Das User Interface ist recht primitiv und es ist sehr mühsam, bereits dreistellige Anzahl an Keywords upzuloaden, da man einzelne Keywords nur vereinzelt manuell hochladen kann. Auch Keyword-Match-Optionen, was man von anderen Suchmaschinen kennt, gibt es bei Baidu nicht. Seit kurzem gibt es allerdings Geo Targeting, immerhin etwas, was man von den drei globalen Top Players kennt.

Eine Stunde lang redete ich mit einigen Baidu Mitarbeitern über SEM und die Leute verstand nicht einmal davon, was Conversion Tracking ist. Mir wurde gesagt, dass ich keine Sorge über die Qualität der Klicks machen solle (worin besteht die Aufgabe eines SEMlers dann??)… Die meisten Werbende bei Baidu sind Old Economy Unternehmen, die Aufträge übers Telefon annehmen, wodurch ein genaueres Tracking sowieso nur mit einem hohen Aufwand zu bewältigen ist, deshalb wohl das fehlende Interesse an Conversion Tracking. Vielleicht liegt der Erfolg von Baidu in China gerade in der Einfachheit ihrer Produkte…

Affiliate Marketing = ein Fremdwort in China
Was mich noch mehr verwundert hat, war, dass die meisten SEMler dort nicht richtig wussten, was Performance und Affiliate Marketing überhaupt ist (Baidu hat seine Top300 Advertisers eingeladen!!!). Kein Wunder, wenn man die Partnerprogramme von chinesischen Netzwerken ansieht, findet man eben nur Unternehmen, die international tätig sind. Chinesische Firmen findet man stattdessen recht selten, denen fehlt wohl das Know-How, um ein Partnerprogramm richtig zu betreuen.

Resümee
Ich fands ziemlich schade, dass nur die Marketingleute von Baidu anwesend waren, mit einigen Technikern hätte ich gerne gesprochen… Die Speaker waren aber gut gewählt (Leute von ComScore, Nielson & Netratings, Omniture und iCrossing waren dabei), wodurch man außer mit chinesischen Online Marketern auch mit internationalen Leuten austauschen konnte. Alles in allem fand ich die Konferenz ganz gelungen…

Zur Abwechslung mal wieder etwas aus der Kategorie Keyword Marketing. Da bei der Anwendung von Keyword Insertion häufig Fehler gemacht werden, wodurch entweder schlechte Anzeigen entstehen oder Anzeigen gar nicht erst geschaltet werden, habe ich mich entschieden, einen kurzen Beitrag darüber zu schreiben.

 
Was ist Keyword Insertion?

Bei der Keyword Insertion (in Google-deutsch: Keyword-Platzhalter) handelt es sich um eine Funktion, die das Schreiben einer relevanten Textanzeige für mehrere Keywords erleichtern soll. In Abhängigkeit davon, welches Keyword die Anzeigenschaltung auslöst, wird die Anzeige mit individuellem Inhalt ausgeliefert.

Enthält also eine Anzeigengruppe die Keywords „Geld anlegen“ und „Geldanlage“, so werden diese Begriffe an definierbaren Stellen auch in der Anzeige verwendet – je nachdem, ob der Suchbegriff des Users das Keyword „Geld anlegen“ oder „Geldanlage“ auslöst.

Es ist entscheidend zu wissen, dass bei Verwendung der Keyword Insertion nicht der Suchbegriff im Anzeigentext erscheint, sondern das eingebuchte Keyword. Das macht diese Funktion auch für weitgehend passende und Wortgruppen-Keywords steuerbar.

Keyword Insertion funktioniert mit einem Platzhalter-Tag: {Keyword:Geld anlegen}
An der Stelle des Platzhalter-Tags wird das jeweilige Keyword abgebildet, es sei denn es ist zu lang. In diesem Fall wird anstelle des Keywords der Platzhalter (hier: „Geld anlegen“) ausgeliefert.

 
Richtige Verwendung in Titel und Text

Die Verwendung von Keyword Insertion im Titel einer Anzeige ist relativ einfach – zumindest dann, wenn die Keywords einer Anzeigengruppe zueinander passen, d.h., wenn sie ähnliche Bedeutungen haben und ähnlich lang sind. Dann genügt es in der Regel, vor oder hinter dem Platzhalter ein weiteres Wort zu schreiben, das zu allen Keywords passt. Bei langen Keywords (bis 25 Zeichen) ist es ausreichend, ausschließlich den Platzhalter zu verwenden.

Problematisch wird es dann, wenn sich kurze und lange Keywords in einer Gruppe befinden, z.B. „Seife“ und „handgemachte Rasierseife“:

Titel1: {KeyWord:Seife} kaufen – der Titel wird zu lang für „handgemachte Rasierseife“.
Titel2: {KeyWord:Seife} – der Titel beträgt nur fünf Zeichen für das Keyword „Seife“ und lädt nicht zum Klicken ein.

Im Zweifel sollten solche Keywords voneinander getrennt in verschiedene Anzeigengruppen geschoben werden.
Keyword Insertion im Text unterzubringen, ist nicht weniger schwer. Um das sinnvoll zu bewerkstelligen, sollten die Keywords in einer Anzeigengruppe alle ähnlich lang sein und eine ähnliche Bedeutung haben. Auch sollten sie nach Möglichkeit grammatikalisch zueinander passen. „Schwarzer Hut“ und „Hut schwarz“ meinen zwar das Gleiche und sind auch ähnlich lang – sind aber in einem grammatikalisch korrekten Satz nicht austauschbar. Führt Keyword Insertion zu grammatikalisch unsinnigen Anzeigentexten, werden die Keywords in den Anzeigentexten nicht ausgeliefert, sondern nur der Platzhalter (sofern dieser grammatikalisch sinnvoll ist).

 
Anzeige-URL

Grundsätzlich kann hinter der Domain ein spezifisches Ziel suggeriert werden, das es so gar nicht gibt. Daher kann eine Anzeige-URL folgendermaßen aussehen: www.domain.de/keyword
Befinden sich mehrere Keywords in einer Anzeigengruppe, kann auch in der Display URL auf die Keyword Insertion zurückgegriffen werden: www.domain.de/{Keyword:keyword}
Erfahrungsgemäß hilft das Einfügen des Keywords in die Anzeige-URL der Klickrate auf die Sprünge (wenn auch nicht immer). Es ist jedenfalls die wohl einfachste Möglichkeit, das Keyword in der Anzeige zu platzieren, ohne sich über grammatikalisch sinnvolle Sätze Gedanken machen zu müssen.
Aber Achtung: Keywords, die Umlaute enthalten, sind problematisch. Üblicherweise akzeptiert Google keine Umlaute in URLs. Wird ein Platzhalter verwendet, blendet Google dennoch Wörter mit Umlauten ein, was dazu führt, dass aus „Löffel“ ein „L%F6ffel“ wird, was unprofessionell wirkt.

 
Ziel-URL

Möchte man für jedes Keyword eine individuelle Ziel-URL benutzen, sich aber nicht die Arbeit machen, jede einzelne URL manuell zu erstellen, kann eine richtig eingesetzte Keyword Insertion die Lösung sein. Diese Vorgehensweise kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn auf die Seiten-interne Suche verlinkt werden soll. So wird die Google-Suchanfrage des Users unmittelbar auf die Ziel-Webseite übertragen. Eine solche Ziel-URL könnte folgendermaßen aussehen: www.domain.de/?query={keyword:keyword}
Aber Achtung: Auch hier kann es zu Problemen mit Umlauten und Keywords, die aus mehreren Wörtern bestehen, kommen.

 
Großschreibung von Keywords

Über den Platzhalter-Tag kann gesteuert werden, ob ein Keyword im Anzeigentext groß oder klein geschrieben wird. Für das Keyword „Geld anlegen“ ergeben sich zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten:

{keyword: } – „geld anlegen“ (alle Wörter werden klein geschrieben)
{Keyword: } – „Geld anlegen“ (das erste Wort wird groß geschrieben)
{KeyWord: } – „Geld Anlegen“ (alle Wörter werden groß geschrieben)
{KEYWord: } – „GELD Anlegen“ (das erste Wort wird komplett groß geschrieben)
{KEYWORD: } – „GELD ANLEGEN“ (alle Wörter werden komplett groß geschrieben)

Aber: Adwords-Anzeigen dürfen laut Google-Richtlinien keine übermäßige Großschreibung enthalten. Insofern sollten die letzten beiden Varianten nur bei Marken, technischen Begriffen und Akronymen (z.B. PC, LKW, PHP) zu verwendet werden.

 
Keyword Insertion kann – richtig eingesetzt – eine sehr nützliche Funktion sein. Sie ist ein guter Kompromiss zwischen zu allgemeinen Anzeigentexten und zu viel Aufwand beim Herunterbrechen der Keywords in etliche Anzeigengruppen.

Ich möchte mich nun als fünfter Autor in diesem Gemeinschaftsblog vorstellen. Der ein oder andere wird mir in den letzten Jahren schon einmal über den Weg gelaufen sein. Ich bin einige Zeit für Spreadshirt tätig gewesen – zunächst als Affiliate Manager und später verantwortlich für das Suchmaschinenmarketing. Nebenbei habe ich meine Erfahrungen in Affiliate Marketing, SEM und SEO durch die Arbeit an eigenen Website-Projekten vertieft.

Mittlerweile habe ich zusammen mit Katja von der Burg eine Agentur mit Sitz in Leipzig gegründet, die Online Marketing Dienstleistungen, Consulting und Workshops – mit Fokus auf StartUps – anbietet.

Für SEO.de sehe ich meine Beiträge thematisch eher in der SEM-Ecke. Da SEM ja aber ohnehin das neue SEO ist, sollte das legitim sein. Thomas hat es in seinem ersten Beitrag schon erwähnt: wer heute eine erfolgreiche Adwords-Kampagne fahren will, sollte insbesondere auf den Quality Score achten. Dieser hängt wiederum wesentlich von den Inhalten der Landing Page ab. Ich kann es zwar nicht mit Sicherheit bestätigen aber wenn sich die Erkenntnisse von Jon Miller (SearchEngineLand) als wahr erweisen, wiederholt sich die Geschichte gewissermaßen: was vor Jahren für das organische Ranking nützlich war (Meta Keywords + Description), gilt nun offenbar für auch für SEM. Zumindest solange bis es wieder jeder macht und dieses Kriterium seine Wirkung verliert. Vielleicht sollten Landing Pages vorsorglich auch schon mal in Webkataloge und Artikelverzeichnisse eingetragen werden? 😉

Nach meiner kurzen Vorstellung möchte ich heute auch mal einen ersten Blogbeitrag wagen. Anlass für meine frisch gewonnene Schreibwut ist ein gestriger Beitrag von Jon Miller über Landingpage-Optimierung auf Searchengineland. Jon Miller arbeitet als Vice President of Marketing bei einem Anbieter von B2B Software zur Optimierung von Marketingkampagnen.
Während ich mir die marketingtechnische Landingpageoptimierung für ein anderes Mal aufhebe, gehe ich heute nur auf den Quality Score ein. Wie wir ja wissen, strebt Google es an, bei den Adwordanzeigen möglichst relevante Werbung/ Informationen anzuzeigen. Macht ja auch Sinn, wenn Suchende in den Adwordanzeigen Antworten auf Ihre Suchanfragen finden, erhöht dies ja ihre Zufriedenheit und resultiert in mehr Vertrauen in Adwords. Mehr Vertrauen bedeuten mehr Klicks, mehr Klicks bedeuten mehr Erfolg für Werbende und letztendlich mehr Einnahmen für Google. Der Ranking Algorithmus bei den Adwords ist für Google also nicht weniger wichtig als der von SERPs und sollte daher beim erstellen von Landingpages und Anzeigen im Hinterkopf behalten werden.

Aber was ist eigentlich der Quality Score?

Google möchte relevante Anzeigen belohnen indem sie dem Werbenden preislich und bei der Position entgegenkommen. Weniger relevante Anzeigen werden so teurer und unattraktiv. Um dieses Modell umzusetzen hat Google einen Quality Score geschaffen:

Quality Score is the basis for measuring the quality and relevance of your ads and determining your minimum CPC bid for Google and the search network. This score is determined by your keyword’s click through rate (CTR) on Google, and the relevance of your ad text, keyword, and landing page.

Auf gut deutsch legt der Quality Score also das Mindestgebot für die beworbenen Keywords aufgrund von Informationen wie Klickrate, Relevanz des Werbetextes und der Landingpage fest.

Wie macht sich der Quality Score bemerkbar?

Wer regelmäßig Kampagnen bei Google bucht, wird festgestellt haben, dass sich die Mindestpreise bei den einzelnen Suchwörtern nach einiger Zeit verändern. Wenn zu allgemeine Wörter gewählt wurden, und diese offensichtlich eine schlechtere Leistung als vergleichbare Anzeigen bringen, wird der Mindestpreis zum nächsten Intervall hochgestuft.
Umgekehrt gilt: Je höher der Qualitätsfaktor, desto besser die Anzeigenposition und desto geringer das Mindestgebot.

Trifft der Quality Score auf jeden zu?

Wie oben schon geschrieben, ist Google verständlicherweise an einem hochwertigen Ergebnis interessiert. Manchmal habe ich persönlich jedoch den Eindruck, dass bei besonders großen Kunden (z.B. früher Ebay) der Quality Score manuell bestätigt wird und daher auch bei weniger relevanten Suchphrasen mal ein Auge zugedrückt wird. Normalsterbliche wie wir werden davon aber wohl nie profitieren können.

Welche Möglichkeiten gibt es um den Quality Score einer Landingpage zu erhöhen?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Websiten die sich diesem Thema widmen, einige wichtige Punkte möchte ich hier in unsortierter Reihenfolge vorstellen:

1. Relevanz
Man sollte beim erstellen von Anzeigen darauf achten, möglichst relevante Keywords für die beworbene Seite auszuwählen, und umgekehrt auf der beworbenen Seite möglichst erfolgsverpsrechenden Inhalt zu bieten. Am einfachsten und wirksamsten ist es also die lange Keywordliste in mehrere relevante Anzeigen aufzuteilen. Das macht in erster Instanz deutlich mehr Arbeit als einfach 100 ordentliche Keywords auf ein und dieselbe Landingpage zu senden, wird sich aber später garantiert in der Position und vorallem der Brieftasche bemerkbar machen. Eine gute, wenn auch nicht ganz verlässliche Möglichkeit um Relevanz zu messen ist das Google Keyword-Vorschlagstool. Dort kann man sich Keywords anhand von Webseiten vorschlagen lassen, im Optimalfall müssten für die Landingpage dort die beworbenen Keywords stehen. Mich haben die merkwürdigen Ergebnisse von dem Teil allerdings schon regelmäßig zum Verzweifeln gebracht.

2. Verweildauer und Suchverhalten
Man kann annehmen, dass eine geringe Verweildauer & weitere Klicks auf andere Ergebnisse negativ gewertet werden könnten. Wie bei der Relevanz auch schon, gilt es dem Besucher eine möglichst positive Erfahrung auf der Zielseite zu bescheren, ausdrücklich beinhaltet dies auch die Verlinkung zu weiteren themenrelevanten (Produkt)Seiten.

3. Keyword Optionen
Google bietet in den Anzeigengruppen unter „Keywords bearbeiten“ die Möglichkeit diese genauer zu spezifizieren. Häufig vernachlässigt birgt dieses Tool einen wertvolle Quelle zum analysieren und optimieren von Anzeigen. Es wird zwischen vier Optionen unterschieden:

Keyword = weitgehend passende Keywords “Keyword” = Genaue Wortgruppe abgleichen [Keyword] = Nur genau passender Begriff -Keyword = Diesen Begriff nicht abgleichen

Ein einfaches Beispiel: Gebe ich Bürohstuhl ein wird diesen in der Standardoption als weitgehend passendes Keyword gewertet. Folglich könnte meine Anzeige auch bei Synonymen, oder Variationen dieses Keywords eingeblendet werden:

  • Bürostühle kaufen
  • Hag Bürostuhl
  • ergonomischer Bürostuhl
  • Chefsessel
  • Bürostühle verkaufen

Wie man leicht erkennt, machen einige Begriffe keinen Sinn, weil ich in meinem Shop z.B. keine HAG Stühle führe, oder mich eben nur auf klobige Chefsessel und nicht auf ergonomische Stühle oder gar den Ankauf von Stühlen konzentriere. Ergo macht die Standardoption nur begrenzt Sinn und sollte in vielen Fällen besser durch genauer kategorisierte Keywords abgelöst werden. Interessant sind die anfallenden Daten für den aufmerksamen Werber allerdings allemal. Eine Definition und Anwendungsbeispiele der andere Keyword-Gruppen findet man in der Google Adwords Hilfe.

4. Originalität
Google mag keine doppelten Inhalte und spätestens seit populären Partnerprogrammen führen im Internet viele Wege nach Rom. Google selbst reißt in seiner Spam Guideline das Thema an, und lässt somit darauf schließen, dass die Verlinkung auf populäre Affiliateprogramme und doppelter Inhalt auch beim Quality Score negativ gewertet werden kann.

5. Punktgenaue Informationen
Viele Suchende sind faul und überfliegen gefundene Webseiten anstatt sich damit tiefgreifender auseinanderzusetzen. Um möglichst schnellen und somit großen Erfolg zu bieten sollten die Landingpages am besten knackige und punktgenaue Informationen bieten. Häufig sieht man Anzeigen auf die Hauptseite verlinken, was in vielen Fällen nicht die optimale Lösung darstellt. Meistens ist es besser nicht mehr nicht weniger als die relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen und weitere relevante Seiten nur zu verlinken.

6. Zugängliche Inhalte, transparente Informationen
Während Marketingmenschen den potentiellen Kunden gerne zur Registrierung oder zum Kauf ködern wollen, will Google lieber zugänglichen Inhalt auf der Website vorfinden. Um Vertrauen zum Kunden und Quality Score von Google zu erlangen, sollte ein Impressum, Mission Statement, Spam Richtlinien und dergleichen vorhanden sein. Nach wie vor werden viele Anzeigen früher oder später von einem Mitarbeiter überprüft, die händische Kontrolle sollte ihn also nicht zum Kopfschütteln bringen.

7.Klickrate
Die Klickrate oder auch CTR ist einer der einfachsten Wege um zu messen wie relevant und profitabel eine Anzeige für Google ist, man sollte also darauf achten möglichst attraktive und zum Suchwort passende Anzeigen zu schreiben. Google bietet in der Kampagnenverwaltung unter „Variation von Anzeigen“ die Möglichkeit mehrere Anzeigentexte zu erstellen und diese gegeneinander laufen zu lassen. Dies sollte unbedingt genutzt werden.

8. Adsense Arbitrage
Hier vielleicht nicht ganz treffend, aber doch erwähnenswert ist das sogenannte Adsense Arbitrage. Findige Webmaster nutzen hier die Spanne zwischen einzelnen Geboten oder versuchen Traffic von einem billigen Keyword auf ein Teureres zu lenken. Da dies den Suchenden eher auf Umwegen ans Ziel bringt, ist auch Google kein großer Fan davon. Dementsprechend sollte darauf achten nicht mit dieser Gruppe verwechselt zu werden.

9. Linkaufbau und SEO
Google hat bereits einen hoch entwickelten Algorithmus für seine Ergebnisseiten, nichts läge näher als mit diesem auch die Relevanz von Anzeigenseiten zu benutzen.
Somit würden auf die Optimierung von Landingpages im Grunde genommen dieselben Faktoren wie beim klassischen SEO zutreffen.

Für effektiven Linkaufbau sucht man sich die besten Keywords sortiert nach Wandlung und Suchvolumen aus der bestehenden Kampagne heraus und linkt dann mit diesen Keywords via Deeplinks auf die jeweiligen Landingpages.

Wie von Jon geschrieben haben auch die Metatags eine enorme Auswirkung auf den Quality Score, gemäß seiner Messung haben sich allein die Nennung des Suchwortes in Titel und Beschreibung mit einer Reduktion von 5 Cent oder in seinem Fall 30% bemerkbar gemacht!

10. Conversion Rate
Wie eingangs geschrieben ist die Optimierung von Landingpages eine Wissenschaft für sich, auf die ich heute nicht näher eingehen werde. Gesagt sei allerdings, dass es für Google nur naheliegend wäre die Wandlungsrate auch irgendwie mit in den Quality Score einzubeziehen. Von daher sollte neben der Variation von Anzeigen auch enormes Augenmerk auf die Optimierung der Landingpage ansich gelegt werden.

Disclaimer

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Quality Score natürlich von deutlich mehr Faktoren abhängt, grundlegende Richtlinien zur Aufbereitung einer Website und unnötigem User-Nepp sind am besten bei Google selbst nachzulesen.