Seit gestern gibt es das Google Disavow Links Tool. Disavow bedeutet so viel wie ablehnen, (ab)leugnen, nicht anerkennen. Das Tool ist Bestandteil der Google Webmaster Tools (Login erforderlich) und kann dazu genutzt werden, böse bzw mißliebige Links aus dem Backlinkprofil der eigenen Website zu entfernen. Wobei das Disavowen / Ablehnen eines Links nicht zwingend zur Entwertung des Links führen muss, Google behält sich vor, das Mißtrauensvotum auch mal zu ignorieren, falls man anderer Meinung ist. Hierbei verhält es sich ähnlich wie beim Canonical Tag, bei dem Google auch schon erklärte, man würde entsprechende Einträge als starke Empfehlung verstehen, im Falle von offensichtlichen Fehlern aber nach eigenem Wissen und Gewissen vorgehen.

Damit hat Google nachgezogen, Suchmaschinenkonkurrent Bing hatte schon Ende Juni 2012 ein entsprechendes disavow Tool im Rahmen seiner Webmastertools veröffentlicht. Dummerweise hat das hier in Deutschland kaum einen Menschen geschweige denn SEO interessiert, zu dominant ist Googles Marktmacht hierzulande. Jetzt endlich ist das heiss ersehnte Tool auf den Markt gekommen. Gerade die schwer geplagten Pinguin Opfer werden es mit Erleichterung vernehmen, war doch der Abbau vieler fragwürdiger Links unglaublich zeitintensiv und oftmals nicht von Erfolg gekrönt.

Doch Obacht, Meister Cutts warnt vor unbedachter Nutzung des neuen Tools. Erstens ist es nur was für erfahrenere Webmaster, die wissen was sie tun und zweitens sollte disavow eher dann zum Einsatz kommen, wenn die mißliebigen Links auf klassische Art und Weise nicht entfernt werden konnten. Weitere Infos zum Thema gibts beim Martin, der sich auch die Mühe gemacht hat, wichtige Passagen von Googles disavow Verlautbarung ins Deutsche zu übersetzen.

Ich bin ehrlich gesagt am meisten darauf gespannt zu sehen, was für Mißbrauchsfälle auf uns zukommen werden. Es wäre durchaus denkbar, dass Google die abgewerteten Links sammelt und zur Spamerkennung einsetzt. Im Prinzip wäre das eine Art von Crowdsourcing, wir alle würden Google beim Sammeln und Klassifizieren von Spamlinks unterstützen. Solange das “ehrlich” abgeht, wäre das eine im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbare Hilfe. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass in solch einem Fall bösartige Zeitgenossen versuchen werden, gute Links der Konkurrenz in Misskredit zu bringen. Dann müsste Google auch hier eine Trustkomponente mit in die Accounts einbauen.

Desweiteren gibt man durch die Nutzung des Disavow Tools Google einen klaren Hinweis darauf, dass man nicht nur so nebenbei Seo und Linkbuilding betreibt. Google könnte die Info also auch gegen einen selber verwenden und den Account oder entsprechend damit verbundene Webseiten als seogetrieben klassifizieren. Ein Grund mehr also, vorher seine Hausaufgaben zu machen und nur im Notfall auf das Disavow Link Tool zurück zu greifen.

Bing hat mit dem Link Explorer eine echte Alternative zum alten Yahoo Site Explorer geschaffen.

Bing Webmaster Link Explorer

Der Bing Webmaster Link Explorer

Der Link Explorer ist eines der neuen Beta-Features, die seit gestern in den Bing Webmaster Tools verfügbar sind.

Das Update der Bing Webmaster Tools

Der Schwerpunkt der Neuerungen lag auf User Experience. Dafür wurde die Oberfläche stark überarbeitet und viele Informationen, die schon lange vorhanden sind, wurden mit Graphen angereichert und in übersichtliche Dashboards gesteckt.

Bing Webmaster Dashboard

Bing Webmaster Dashboard

Der Bing Link Explorer

Kommen wir nun zum Link Explorer. Damit kannst Du bis zu 1.000 Links für beliebige (also auch fremde!) Domains anschauen. Mehr als die exakte URL der Link gebenden Seite, sowie ihren Title-Tag, zeigt Bing leider nicht an. Backlinks können dabei sowohl für eine Domain, als auch für eine konkrete URL angezeigt werden. Außerdem hast Du die Wahl zwischen internen und externen Links. Gerade bei großen E-Commerce Seiten, die aktives SEO auf hohem Niveau betreiben, kann es aufschlussreich sein, sich mal anzuschauen, wo die internen Links auf die wichtigsten Landingpages herkommen.

Zusätzlich sind die folgenden Filter möglich:

  • Domain: Nur Links von einer bestimmten Domain.
  • Anker-Text: Nur Links, die einen bestimmten Ankertext enthalten. In meinen Tests oft fehlerhaft.
  • Keyword: Nur Link von Seiten, die ein bestimmtes Keyword enthalten.

CSV-Export

Natürlich können die Daten auch per CSV-Datei exportiert werden:

CSV Export

CSV Export

Es folgen einige Beispielanfragen.

Unterseiten Filter

Es werden nur externe Links auf meinen Artikel zu Sternchen mit WordPress angezeigt:

Unterseiten-Filter

Unterseiten Filter

Ankter-Text Filter

Es werden nur Backlinks von spiegel.de angezeigt, die das Wort “Tagesgeld” im Linktext enthalten.

Ankertext Filter

Ankertext Filter

 

Keyword Filter

Es werden nur Backlinks von zalando.de angezeigt, die von Seiten stammen, die das Wort “Gummistiefel” beinhalten.

Keyword Filter

Keyword Filter

URL & Keyword Filter

Bei der letzten Abfrage sind uns die Links von zalando.ch auf zalando.de aufgefallen. Es werden nur Backlinks von zalando.de angezeigt, die von Unterseiten auf zalando.ch stammen, auf denen das Wort “Gummistiefel” vorkommt.

Keyword und URL Filter in Kombination

Keyword und URL Filter in Kombination

Klarstellung: Das sind ganz harmlose Links zum Wechsel des Landes. Also nichts Böses, was Zalando hier treibt.

Neben dem Link Explorer gibt es noch weitere neue Tools:

SEO-Analysator

Im SEO-Analysator kann man einzelne URLs eigener Webseiten spontan überprüfen. Im Beispiel der Startseite von Lorm.de warnt Bing mich vor zwei Dingen:

  1. Meta Language-Tag fehlt (1x, gelb)
  2. Alt-Attribut fehlt (22x, blau)
Bing Webmaster SEO Analysator

Bing Webmaster SEO Analysator (roter Pfeil von mir)

Durch einen Klick auf einen Fehler kannst Du sofort sehen, wo auf der Seite er auftritt. In diesem Fall ist schnell klar, dass es sich lediglich um kleine Icons handelt, die nicht wichtig sind.

SEO-Berichte

Die SEO-Berichte machen im Prinzip das gleiche wie der SEO-Analysator. Mit dem Unterschied, dass die Reports alle 2 Wochen automatisch für die ganze Domain erstellt werden.

Update

OXMO hat ein Bookmarklet entwickelt und Christian Schmidt zeigt Dir, wie Du den Export per iMacros automatisieren kannst.

Anfang Juli rief Dominik Dietrich, den ich vor drei Jahren mal auf der OMD kennen gelernt hatte, bei mir an und fragte mich, ob ich nicht vielleicht so nett sein könnte und deren Linkaufbau Service SofortMehrLinks in meinem Blog vorstellen würde. Im Prinzip stelle ich ja gerne Produkte und Services vor, antwortete ich ihm, nur hätte ich ein Problem mit der Empfehlung eines Service, den ich weder kennen würde noch hätte arbeiten sehen. Wir kamen deshalb überein, dass wir einen kleinen Test machen wollten.

Ich nannte Dominik den Namen einer Domain eines Bekannten, von der ich wusste, dass da seit Ewigkeiten nichts mehr dran gemacht wurde und die in einem eher mittelprächtig umkämpften Bereich tätig war. Leider kann ich die Domain hier schlecht nennen, doch so viel sei verraten, das Geschäft ist im Bereich Möbel angesiedelt. Auf jeden Fall war das das ideale Versuchskaninchen für den bevorstehenden Linkaufbau Test. Dominik hat dann das Basis Paket als Grundlage für den Test genommen und losgelegt. Hier noch die dazugehörigen Eckdaten.

Linkaufbau Basis
Für kleinere Websites

  • 10 neue Top Links
  • + Einmalig 49,- EUR netto
  • + Manueller Linkaufbau
  • + 1-2 Wunsch-Keywords
  • + Linkbuilding-Report per E-Mail

Ein paar Tage später hatte ich dann den Linkbuilding-Report auf meinem Schreibtisch liegen. Jetzt hieß es warten. Es dauert seine Zeit bis Googles Bot die verlinkenden Seiten besucht und indiziert hat, dann noch ein paar Tage für die Einberechnung der Links, erst dann zeigt sich die Wirkung und macht es Sinn, darüber zu berichten. Jetzt, nach 5 Wochen warten, ist es endlich so weit. Und ihr werdet es sicher schon erraten haben, zur Ergebnis-Präsentation benutze ich wie üblich mein Lieblings Seo-Tool, die Sistrix Toolbox.

Ein Blick auf den Verlauf des Sistrix Sichtbarkeitsindex legt den Schluss nahe, dass mit einer Verzögerung von 3-4 Wochen eine erste Wirkung aufgetreten ist. Der SR (Sistrix Rank) ist in den letzten zwei Wochen deutlich gestiegen. Bitte jetzt aber nicht in Jubelstürme ausbrechen, die Werte liegen noch unterhalb von 0,01 und sind damit der Rubrik Kleinkram zuzuordnen. Neben dem SR Chart habe ich auch noch einen Ranking Chart für das verlinkte Hauptkeywort im Angebot.

Man sieht sehr schön, dass nach zweijähriger Abstinenz das Keywort vor 5-6 Wochen wieder in den Google Top 100 Platzierungen aufgetaucht ist. Einstieg bei Position 65, dann kontinuierlicher Anstieg bis auf Platz 27. Es sieht also tatsächlich so aus, als ob das kleine SofotMehrLinks Basis-Paket etwas gebracht hätte. Und Wunder darf man bei solch einem Service für schmales Geld auch nicht erwarten, ein gestandener Linkbuilder wirft mit ganz anderen Preisen um sich.

Einen Blick auf die verlegten Links habe ich natürlich auch geworfen. Im Wesentlichen handelte es sich um Bookmarkservices, deren Domains sowohl einen grünen Balken als auch einen nicht verschwindenden SisxtrixRank aufzuweisen hatten. Beides Voraussetzungen dafür, nicht irgendwelchen abgewrackten Webseiten aufzusitzen. Die Eintragungen erfolgten mit der versprochenen Varianz, alle Links waren alle auf “follow” gesetztz und damit echte und zählbare Links – alles in Allem war ich am Ende positiv überrascht. Ich habe da in letzter Zeit schon ganz andere Dinge gesehen. Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich den Verlauf und die Entwicklung der Testseite natürlich auch weiterhin monitoren werde. Vielleicht fällt irgendwann ja noch ein bei Artkel ab.

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Online Marketing Agentur - mobile Suchmaschinenoptimierung
Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Der Seonaut hat am Sonntag in seinem Radio4Seo Podcast eine halbe Stunde lang über den perfekten Link philosophiert. Als Grundlage diente ihm dabei der Beitrag Die Sache mit den Links von Uwe Tippmann. Uwe erklärt in seinem Beitrag, was einen perfekten Link ausmacht:

  1. qualitativ hochwertiger und vertrauenswürdiger Host
  2. Positionierung im Content-Bereich
  3. dauerhafte Platzierung, wandert nicht gleich in ein Archiv
  4. Umfeld/Inhalt sind thematisch passend
  5. keine Muster

Kurz und knapp, so sollten Links aussehen, wenn sie auch in Zukunft Wirkung zeigen sollen. Und weil auch Google diese Kriterien kennt, wird es in Zukunft vom Suchmaschinenriesen weitere Bestrebungen geben, den perfekten Link vom pseudoperfekten Link zu unterscheiden. Dabei liegt der entscheidende Unterschied diesmal in einer ganz anderen Dimension als bislang gewohnt. Die vierte Dimension kommt hier ins Spiel.

Die Suchmaschinen müssen im Prinzip nur zwei Snapshots einer Seite schießen, die Inhalte vergleichen und sich Gedanken zur Differenz machen. Wenn die Differenz nur ein Link oder ein Stück Inhalt + Link sein sollte, dann liegt der Verdacht einer entsprechenden linken Manipulation nahe. Weitere Überlegungen zu diesem Thema könnt ihr, wie anfangs erwähnt, bei Uwe nachlesen oder beim Seonauten nachhören.

Letztendlich ist der perfekte Link nicht angreifbar. Wie leicht oder wie schwer er künstlich zu erzeugen sein wird und wie gut Google & Co bei der Link-Forensic sein werden, davon hängt auch die Zukunft des Links als Ranking-Kriterium ab. Ich sehe das ähnlich wie Uwe, über kurz oder lang wird der gemeine “Link” an Gewicht verlieren und werden andere Kriterien bei Relevanz und Ranking hinzugezogen werden müssen.

Oatmeal , ehemaliger Mitarbeiter von SEOmoz schildert hier in einem sehr schönen Beitrag seine Erfahrung mit Linkaufbau und Linkbait durch Widgets.

Kurze Zusammenfassung:
Oatmeal hat letztes Jahr bei JustsayHi, einer US Dating Seite angefangen und den Linkaufbau mittels verschiedener Widgets forciert.
Der HTML Code den die User auf Ihre eigenen Seite platzieren konnten, enthielt einen Textlink mit seinen gewünschten Keywords in diesem Fall hauptsächlich Phrasen wie “Free online Dating”, womit er auch auf Platz Eins der entsprechenden SERP’s platzieren konnte.
Alles in Ordnung, bis die Mutterfirma ein paar andere Projekte im Kreditbereich gekauft hat und diese ebenfalls durch die Widgetlinks promoten wollte.
Neue Widgets linkten dementsprechend auf die Kreditprojekte, ein Umfeld das eher von Linkspam und Blackhat Taktiken dominiert wird.
Ein Blogger des englischen “The Guardian” hat das Ganze mit diesem Artikel publik gemacht, woraufhin mehrere Leute bei Google gepetzt sich beschwert haben.
Justsayhi wurde dementsprechend abgestraft und ist aus den SERPs geflogen.
Der daraufolgende Reinclusion-Antrag wurde aus folgenden Gründen abgelehnt:

  • Cross-Promoting fremder Seiten durch die Widget/Quizzes
  • Die verlinkten Seiten kommen aus einem spam-lastigen Umfeld
  • Ein paar alte bezahlte Links
  • Es wurden nicht alle Details zu den Spam-Domains angegeben, sondern nur die zwei Verlinkten.

Die Gründe der Abstrafung scheinen gerechtfertigt, allerdings hatte Justsayhi keine wirkliche Möglichkeit alle diese Links (ein paar hundert tausend) löschen zu lassen. Deswegen wurde beschlossen komplett neu auf der neuen Domain oneplusyou.com zu starten. Um schonmal ein paar Links zu generieren bevor die User migriert werden, gibts auch hier ein paar neue Widgets.
Die neuen Widgets hatten anfangs auch einen Textlink mit dem Anchor “free online dating” gesetzt, bis Google sich wieder gemeldet hat und meinte, dass durch diesen “off-topic-widget-trick” der neuen Domain das gleiche Schicksal wie Justsayhi.com droht. Der Linkanchor wurde wieder geändert und beinhaltet nur noch den Domain-Namen.

Die Geschichte hat wieder eine interessante Diskussion um Google ausgelöst.
Nach dem ganzen Paid-Links und Nofollow-Bruhahaha sind jetzt Widgetlinks das nächste Ziel?
Das Google etwas gegen Cross-Site Promotion hat, ist im Rahmen von Paid-/Sponsored Links nachzuvollziehen.
Ab jetzt muss offensichtlich jeglicher Linkbait durch Widgets auch noch themenrelevant sein, obwohl viraler Linkbait in den meisten Fällen themenunrelevant ist ( Klo-Bilder anyone?).
Speziell in Fall on oneplusyou , verstehe ich Googles Problem nicht, da auf der Widgetseite klar angegeben ist, dass es einen Textlink gibt, es dem User überlassen bleibt den Textlink zu entfernen und derjenige FREIWILLIG das Widget auf seine Seite packt und somit die Seite verlinkt. Aus SEO-Sicht kann man sich keinen grell-leuchtenden weissere Hut Weste mehr aufsetzen anziehen. Google hat nichts gegen den Link zum Anbieter einzuwenden, aber offensichtlich ist ein Anchor mit Keyword-Phrasen dann wiederum nicht in Ordnung, obwohl es nach den vagen Google Richtlinien keine Probleme geben sollte.
Noch gibt es kein offizielles Statement zu dem Thema, aber ich denke es wird wieder nur vage Antworten von Matt Cutts geben wird, damit Google notfalls im Nachhinein das Ganze als Black-Hat Spam abstempeln kann.
Wie auch in der Diskussion erwähnt wird, scheint Google nacheinander alle effektiven Wege Textlinks mit dem gewünschten Anchor zu erzeugen zu eliminieren und dabei alles, was annähernd nach Suchmaschinen-optimierten Textlinks aussieht, abzustrafen. Es geht hier nicht mehr um Blogspam, gekaufte Links und XSS, sondern um Whitehat-Methoden die sich jeder Webmaster mit längerfristigen kommerziellen Projekten wünscht. Effektives Linkbuilding wird so noch weiter erschwert. Was kommt als Nächstes? Google könnte ja auch irgendwann keyword-reiche Domainnamen als Spam abstrafen und Themenrelevanz hängt dann nur noch vom AdSense/AdWords Umsatz ab.