Top Suchbegriffe 2009

Dezember 3, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Statistik, Suchmaschinen

Innerhalb kurzer Zeit haben Microsoft, Yahoo und Google die Top-Suchbegriffe des Jahres 2009 veröffentlicht. Und wie jedes Jahr sind die Ergebnisse mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu genießen. Frei nach dem Motto “Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast”, haben die Großen auch dieses Jahr wieder fleißig an ihren Zahlenwerken gedreht. Doch damit nicht genug, auch Suchmaschinentrickser Stefan Fischerländer hat Zahlen aus den Tiefen seiner Keywort-Datenbank heraus gefischt und veröffentlicht. Glücklicherweise ist Stefan aber weniger prüde und zeigt uns seine Zahlen nackt und unzensiert ;-)

Pos. Microsoft Yahoo Google SumaTricks
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Youtube
eBay
Jappy
Wer kennt wen
Facebook
SchülerVZ
MeinVZ
StudiVZ
Wikipedia
Megan Fox
Wetter
Routenplaner
Wikipedia
Telefonbuch
Horoskop
Erotik
Body Mass Index
Lotto
Mail
Grußkarten
Youtube
eBay
Wetter
Google
Hamburg
gmx
Facebook
web.de
Wikipedia
Video
google
gmx
amazon
routenplaner
telefonbuch
wikipedia
sex
ebay
youtube
wetter

 
Natürlich sind die Resultate eingefärbt, jede Suchmaschine spricht unterschiedliche Personenkreise an und bedient ihre Klientel mit anderen Inhalten. Das führt so oder so zu einigen Abweichungen. Doch wenn Yahoo Suchbegriffe wie Google oder Youtube zensiert, dann hat das sehr viel mit Firmenpolitik zu tun und sehr wenig mit Aufklärung. Und wenn Microsoft und Google den Begriff “Sex” nicht listen und Yahoo ihn mit “Erotik” substituiert, dann hat das sehr viel mit amerikanischer Prüderie zu tun und sehr wenig mit dem Schutz der suchenden Bevölkerung. Denn die kennt die Begriffe schon, irgendwer muss die ja schließlich eingegeben haben ;-)

Lesenwertes zu Google Analytics

Juni 19, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Bücher, Statistik

Zum Rüstzeug eines SEOs gehört neben dem eigentlichen SEO-Wissen auch der richtige Umgang mit entsprehenden Statistik- und Analyse-Tools. Allen voran Google Analytics. Das Tool muss man als SEO kennen und können, sei es für den eigenen Einsatz oder für die Betreung von Kunden. Da trifft es sich gut, dass mir Sven von der Trendmile gerade folgende Mail mit angehängter Rezension zukommen liess:

Hallo Gerald,

Tim Schieferstein von fondsvermittlung24.de war absolut vom Buch “Google Analytics – Implementieren. Interpretieren. Profitieren.” von Timo Aden begeistert und hat es mir als Leseempfehlung ans Herz gelegt. Da hab ich ihm gleich mal eine Rezession aus den Rippen geleiert :-)

Gruß Sven

Für all jene, die jetzt neugierig geworden sind, hier geht es zur Rezension vom Tim Schieferstein: Google Analytics – Implementieren. Interpretieren. Profitieren. Viel Spaß!

Google Suggest Suggestion

Juni 19, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Statistik

Seit dem 31. März 2009 treibt Google Suggest sein Unwesen auf der Startseite von Google Deutschland und so mancher Blogeintrag hat sich schon mit dem Thema befasst. Da geht es um Lustiges und Listiges, aber auch um Suggest Auswirkungen und Ausmessungen. Ein Aspekt dürfte dabei auch noch recht interessant sein – das liebe Geld. Denn letztendlich geschieht im Web selten etwas ohne geschäftliche Interessen.

Man sollte ja kaum annehmen, dass Google ein Feature einführt, dass sich negativ auf seine Werbeeinnahmen auswirkt. Insofern dürfte der folgende Beitrag von Interesse sein, der behauptet dass Google Suggest Traffic wertvoller als der übrige Google-Traffic ist. Interessanterweise im aufgeführten Fall nicht nur in Bezug auf die organische Suche, sondern auch bezüglich Google AdWords. Zwar sollte man diese Zahlen mit entsprechender Vorsicht genießen, auch läßt sich eine derartige Wirkung nicht auf jeden Bereich oder bestimmte Nischen verallgemeinern, aber von der Grundidee ist das schon recht spannend.

Unser lieber Big Brother Google hat mit Suggest ein weiteres Steuerelement in der Hand, um sich und den Besucher glücklich und die Aktionäre noch glücklicher zu machen ;-)

SEOlytics – neues SEO-Tool

April 14, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Analyse, SEO, Statistik, Tools

Lange durften wir auf Suchmaschinenoptimierung.de nur auf einen Platzhalter schauen, jetzt ist die Zeit abgelaufen und das Geheimnis gelüftet. Jochen Maaß und seine Mannen haben wochenlang schwer an ihrer Software geschuftet und die SEO Analyse Software heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Anbei ein erster Eindruck vom SEOlytics Dashboard:

SEOlytcis Analyse Tool

Weitere Infos folgen im Kürze. Bin erst mal auf Achse.

Update: Mittlerweile gibt es eine detailierte Besprechung von SeoLytics.

Mobile SEO

November 18, 2008 by Ron Hillmann  
Filed under Google Adwords, Grundlagen, Linkbuilding, SEM, SEO, Spam, Statistik

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Online Marketing Agentur - mobile Suchmaschinenoptimierung
Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Google Penalty im Zeitraffer

November 11, 2008 by Gerald Steffens  
Filed under SEO, Statistik, Tools

In meinem letzten Beitrag hatte ich das SEO Modul von Sistrix vorgestellt und dabei als Beispiel eine Domain präsentiert, die zwischenzeitlich von Google mit einer Penalty belegt worden war. Da die Sistrix-Toolbox mittlerweile nicht nur die aktuelle Keyword-Verteilung für eine Domain anzeigt, sondern auch Ergebnisse der Vergangenheit nachgeschlagen werden können, habe ich mir den Spaß gemacht die Daten zu grabben und in animierter Form auszugeben. Das Resultat – eine Google Penalty im Zeitraffer!


Oben seht ihr also die relative Verteilung der Keyword-Rankings sowie parallel darunter die Veränderungen im Sistrix-Rank (Sichtbarkeitsindex) für die abgestrafte Beispiel-Domain. Man sieht hier sehr deutlich, dass zum Zeitpunkt des Domain-Absturzes nicht nur der Sistrix-Rank einknickt, sondern sich auch die Keywort-Verteilung drastisch verändert. Praktisch keine Rankings mehr in Googles Top 30, viel plastischer kann man eine Google Penalty kaum noch darstellen.

Das SEO Modul der Sistrix Toolbox

November 4, 2008 by Gerald Steffens  
Filed under Grundlagen, SEO, Statistik, Tools

Endlich finde ich die Gelegenheit einige lobende Worte über das SEO-Modul aus der Sistrix Toolbox fallen zu lassen. Und das ist noch schwer untertrieben. Das Tool ist einfach genial. Es kostet zwar Geld, ist aber auch jeden Cent davon Wert. Warum das so ist, will ich hier mal beschreiben.

Fangen wir mit dem Fall (im wahrsten Sinne des Wortes) eines Konkurrenten an. Das SEO-Modul fragt rund 250.000 Keywörter gegen Google ab und bildet aus den so gewonnen Rankings für jede Domain einen speziellen Sichbarkeitsindex-Wert. Ich nenne diesen Wert einfach mal SistrixRank, kurz SR. Dieser SR ist für uns so etwas wie ein PageRank-Ersatz, er gibt darüber Auskunft wie gut und wie breit eine Seite im Google-Index rankt – so eine Art Hochrechnung für den Traffic einer Domain. Nach dem Motto: “Eine Seite die gut rankt ist eine gute Seite”, kann man mit dem SR zwischen guten und schlechten Seiten unterscheiden oder Erfolge von Optimierungsmaßnahmen sichtbar machen.

Mißerfolge sieht man natürlich auch. In obigem Beispiel hat es zwischenzeitlich eine Website zerrissen, Google hat die Seite mit einer Penalty versehen. Sehr unlustig für den Betreiber, spannend für den Beobachter. Drei Monate lang ist der Google-Traffic komplett eingebrochen, danach hat sich die Seite wieder berappelt. Nicht vollständig, aber immerhin. Sie arbeitet sich wieder zurück. Frage die sich jetzt stellt, was ist passiert?

Schauen wir dazu einmal auf eine weitere Komponente des SEO-Moduls, die PageRank-Historie einer Website. Ist das nicht praktisch, neben den Rankings bekommen wir die PR-Daten auch noch frei Haus. Und das für eine Domain, von der wir bis gestern vielleicht noch nicht einmal etwas gehört hatten. Hier also der PR-Verlauf zu obiger Beispielseite:

Na, klingelt es. Da ist eine Seite von PR6 auf PR4 runter gefallen. Oder besser gesagt gefallen worden. Die zeitliche Differenz erklärt sich durch Googles verzögertes Updaten von PR-Daten. Das sieht doch ganz verschärft nach einer PR-Abwertung aufgrund von Paid Links aus. In diesem Fall dürfte es aber nicht der Verkauf von Links gewesen sein, hier wurden Links eingekauft. Und zwar ein paar ganz schwergewichtige. Ich tippe schwer darauf, dass die Seite über das Paid Links Formular angeschwärzt wurde – was dann passieren kann, sehen wir anhand der Kurven.

Ich denke ihr begreift jetzt so langsam den Wert eines solchen Tools. Plastischer kann man den Absturz einer Seite kaum darstellen. Es wird aber noch besser. Wir können uns für die von der Toolbox kontrollierten Keywords auch noch den Rankingverlauf ansehen. In unserem Beispiel waren das Hunderte von Suchbegriffen, einer sei hier exemplarisch gelistet:

So sieht eine Penalty aus. Das war nicht nur bei diesem Keyword so, bei allen anderen war es ähnlich. Nur ganz sporadisch schafften es die Keywords mal ein Stück rein in die Top 50, in fast allen Fällen war Platz 40 die absolute Obergrenze des Möglichen. Mehr als ein Zappeln um Platz 50 herum war also nicht drin. So macht SEO-Analyse Spass :)

Vielleicht habt ihr jetzt eine Vorstellung von dem Wert eines solchen Tools. Für den Webseiten-Betreiber – dem hilft es bei der Überwachung der eigenen Seiten. Für den SEO-Berater, der analysiert auf Knopfdruck Seiten und erklärt dem staunenden Kunden, was er vor einem halben Jahr richtig oder falsch gemacht hat. Auch für den Kunden ist das Tool spannend, besser kann man seiner SEO-Firma nicht auf die Finger gucken. Und ist das nicht der ideale Linktausch-Begleiter. Vorbei die Zeiten wo eine vermeintlich grün leuchtende Website einen guten Tausch vorgaukelte, man am Ende dann aber den eigenen guten Link gegen einen faulen Gegenlink eintauschte.

Die obige Grafik zeigt eine Website, die noch vor ein paar Monaten mit PR5 herum strahlte und mir zum Linktausch angeboten wurde. Da ich damals mutmaßte, dass die Seite ein Bauernopfer war, lehnte ich dankend ab. Jetzt musste ich schmunzeln, als mir die Seite noch mal zum Tausch angeboten wurde. Ein Blick mit dem Sistrix-Tool und mir war klar, meine damalige Prognose hatte sich bewahrheitet. Darum hier auch noch ein Hinweis an alle Linktauscher – ich tausche nur noch mit Sistrix-Zertifikat >:)

PS: Das war noch nicht einmal alles. Das Tool überwacht auch die Seitenzahlen im Google Index, was manchmal ganz hilfreich sein kann im Kampf mit Duplicate Content Problemen und gibt Info über die Namen der Subdomains. Und wie ich Johannes Beus kenne, das war noch nicht das letzte Wort. Da kommt noch mehr.

Akismet Spam Statistik

Oktober 28, 2008 by Gerald Steffens  
Filed under Spam, Statistik

Vor kurzem noch habe ich über Akismet berichtet, jetzt gibt es schon wieder etwas Erwähnenswertes zum Anti-Spam Tool Nummer Eins unter den WordPress Plugins. Seit neuestem taucht im Dashbord ein Link zu den “Akismet Stats” auf, hier kann der geneigte Blogger jetzt schön anschaulich erfahren, wie sich Spam- und Ham-Aufkommen in der Vergangenheit entwickelt haben.

Seit der Version 2.2 hat Akismet dieses Feature integriert, mit Veröffentlichung von WordPress 2.6.3 ist es jetzt standardmäßig (in Form von Akismet 2.2.1) mit an Bord. Gefällt mir gut diese Visualisierung, anders kann man das Auf und Ab der Spam-Wellen auch nicht begreifen. Anbei die Akismet Statistik für seo.de:

via robert basic

Google Insights bringt neue Such-Erkenntnisse

August 7, 2008 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Statistik, Tools

Zur Zeit geht es Schlag auf Schlag bei Google. Immer großzügiger werden uns statistische Daten zugänglich gemacht, für die man vor Jahren noch bereitwillig Geld bezahlt hätte. Heute gibt es das alles umsonst. Gerade einmal 4 Wochen nachdem Google in seinem Adword Keyword Tool erstmals konkrete Zahlen fürs Suchvolumen verriet und gut 6 Wochen nach Einführung der Website Trends, bietet uns der Suchmaschinen-Gigant aus Mountain View mit Google Insights noch tiefere Einblicke in die Welt der Suchbegriffe. Wenn man jetzt noch den Google AdPlanner bedenkt, der ebenfalls neuartige Einblicke in Suchen und Besucher-Trends erlaubt, dann ist in den letzten Wochen ein unglaubliches Arsenal an Statistik Tools zusammen gekommen. Seos und Marketing Experten wird’s freuen.

Google Insights for Search ist eine Weiterentwicklung von Google Trends, die typischen Filter-Möglichkeiten für Land, Regionen, Städte und Zeiträume sind geblieben, neu hinzu gekommen ist eine Liste von Kategorien, die helfen kann Branchen-Einblicke zu gewinnen. Daneben visualisiert Google die geografische Veteilung der Suchinteressen durch Färbung einer Landkarte und listet am Seitenende Top Searches und Rising Searches auf. Letzteres erinnert ein wenig an Googles Hot Trends, nur dass sich bei Google Insights die Tendenzen auf Veränderungen gegenüber dem Vormonat oder Vorjahr beziehen. Lediglich die Informationen zur Sprache sind unter den Tisch gefallen.

Ein weiterer bemerkenswerter Unterschied – der Schwellwert, ab dem überhaupt Kurven gezeichnet werden, ist mindestens eine Zehnerpotenz niedriger als bei Google Trends. Das können wir sehr schön an den Google Trends zum “Pagerank Update” erkennen, die Kurve kommt im Vergleich zu den Pagerank Update Insights nur bruchstückhaft herüber. Alles in allem also ein nettes Werkzeug für den Keyword-Interessierten, das für so manche Überraschung gut sein dürfte. Ist euch in der obigen Grafik eigentlich etwas aufgefallen? Der kleine blaue Fleck in Europa? Demnach ist das Interesse am “PageRank Update” in Deutschland 4-5 mal so stark wie in den USA oder Großbritannien. Wenn das nicht mal eine tolle Erkenntnis ist >:)

Noch zwei Hinweise. Bei den Landkartenfärbungen bitte darauf achten, ob Werte mit 0 dabei sind, die heben sich optisch nicht deutlich genug hervor und bedeuten kein mangelndes Suchinteresse, sondern zu wenige Daten und sind damit als außerhalb der Wertung anzusehen. Desweiteren sind die Angaben zum Suchvolumen relative Werte (normalisiert) und beziehen sich nicht auf die exakte Suchphrase, sondern auf die Obermenge aller Suchen, welche die Phrase enthalten.

Weitere Informationen und Meinungen zum Thema:

Googles Keyword-Tool – Fakten oder Fiktion?

Juli 10, 2008 by Gerald Steffens  
Filed under Google Adwords, Statistik, Tools

Eine erfreuliche Nachricht durchstreift die SEO-Sphäre, seit gestern gibt es auch in deutschen Landen das Google Adwords Keyword Tool mit konkreten Suchvolumina. Die Freude über die Zahlen ist groß, hilft es doch den Wegfall des kostenlosen Recherche Tools von Overture leichter zu verkraften.

Auch ich bin ganz angetan von dieser neuen Möglichkeit Keywords zu durchstöbern, doch so ganz traue ich dem Braten nicht. Handelt es sich hier um harte Zahlen oder nur um weiche Fakten? Der WhiteSide-SEO hat da so seine Zweifel. Ich sehe das ähnlich, frei nach dem Motto: “Traue keiner Keyword-Statistik, die du nicht selber mit einem Botnet oder Rank-Checker verfälscht hast”.

Google Keyword Statistik

Der obige Screenshot listet einige Keywörter aus dem Kontaktanzeigen Umfeld auf, ein Blick auf die grünen Trendbalken auf der rechten Seite der jeweiligen Keywörter offenbart einen eher unwahrscheinlichen und auf jeden Fall unerwarteten Trendverlauf. Da stimmt doch hinten und vorne etwas nicht. Kombinationen wie “Kontaktanzeigen Flirt”, “Kontaktanzeigen sie sucht ihn” oder “sie sucht ihn Abenteuer” listen Suchvolumina in Millionenhöhe, zeigen krasse Einbrüche im Trendverlauf und passen von Verlauf und Umfang so gar nicht zu den erwarteten Werten.

Nimmt man Google Trends zu Hilfe, so zeigt der Vergleich sie sucht ihn – kontaktanzeigen flirt, dass nur eine Variante erklecklichen Traffic produziert, die andere aber im Gegensatz zu den Keyword-Tool Versprechungen nicht mal irgendwo auftaucht. Damit widerlegt sich Google selber. Aber es kommt noch besser, ein Abstecher zur Keywort-Datenbank von Stefan Fischerländer bringt die folgenden Keywörter ans Tageslicht. Achtung, die absoluten Zahlen sind nicht mit denen von Google vergleichbar, hier interessiert uns nur die Relation:

  1. kontaktanzeigen 93948
  2. flirt 44644
  3. kontaktanzeige 35650
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Auf Platz 10 und 11 sehen wir unsere heißen Keywort-Kandidaten wieder, ziemlich weit abgeschlagen vom übrigen Feld, wie mir scheinen will. Und was soll ich sagen, ich traue in diesem Fall den Zahlen von Stefan Fischerländer mehr als denen von Google AdWords. Und das stimmt bedenklich. Über die Ursachen solcher Verfälschungen darf jetzt gerne spekuliert werden.

Und am Rande erwähnt. Google ist auch etwas prüde, bei Keywords wie Poppen ziert sich die Suchmaschine ganz gewaltig. Ach ja, fehlt noch “die Moral von der Geschicht – traue keinen Zahlen nicht”. Im Falle von Keyword-Recherchen immer schön mehrere Quellen zu Rate ziehen und auf Plausibilität vergleichen.