Was haben Wasserpistolen mit dem Internet zu tun?

Als ich Gerald Steffens, seines Zeichens Optimierer und Querdenker, nach einem Buch fragte, mit dem man sich grundlegendes SEO-Wissen aneignen kann, musste er nicht lange überlegen: „Website Boosting 2.0“, lautete sein Tipp. Gut, dachte ich mir. Der Titel erinnert zwar ein wenig an neonfarbene Wasserpistolen mit Zwei-Liter-Tank und Zielvorrichtung, doch das will nichts heißen. (Dass der Vergleich sogar einigermaßen zutreffend ist, merkte ich erste beim Lesen.) Also, Buch bestellt und – um es vorweg zu nehmen – die Investition von 34,95 Euro nicht bereut.

Website Boosting 2.0 Das liegt vornehmlich daran, dass sich Mario Fischers Werk mit 800 Seiten zwar als echtes Schwergewicht präsentiert, der Inhalt aber leicht verdaulich ist. Meine größte Angst, von den Informationen rund um Suchmaschinen, Seitenoptimierung und Besucherströme kein Wort zu verstehen oder gar erschlagen zu werden, erwies sich als vollkommen unbegründet. „Schreiben Sie Ihre Texte für Otto Normalbürger“, legt der Experte seinen Lesern auf Seite 493 ans Herz und hält sich im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen aus der Fachbuchbranche durchgehend an diese Vorgabe. Manche Passagen erschließen sich vielleicht nicht auf den ersten Blick, abhängig von den Vorkenntnissen, doch spätestens beim zweiten oder dritten Lesen macht es „klick“. Dabei helfen viele Beispiele aus der Praxis, Hinweise zu nützlichen Tools sowie allerhand Grafiken und Bilder.

Mario Fischer versteht es, die komplexe Thematik zu entwirren und auf den Punkt zu bringen. Dass er dazu 800 Seiten benötigt, hat einen guten Grund. Wer meint, in wenigen Minuten eine Seite ins Netz stellen zu können, binnen zwei Wochen auf Platz eins bei den Suchmaschinen zu stehen und ein kleines Vermögen zu verdienen, dem verpasst der Autor einen herben Dämpfer. Selbst gestandenen Seitenbetreibern dürfte bei der Lektüre mehr als ein Licht aufgehen. Denn viele Facetten, die Erfolg ausmachen bzw. ausmachen können, und davon gibt es einige, wie 31 Kapitel beweisen, werden schlichtweg übersehen. Man muss die Welt – in dem Fall das Internet – mit anderen Augen sehen, mit denen der Suchmaschinen und der Nutzer. Das ist ein Fazit, das ich für mich gezogen habe.

Beschäftigt man sich ernsthaft mit dem Thema Internet und möchte mehr erreichen, als Oma und Opa auf einer eigenen Homepage Bilder vom Urlaub zu zeigen, erweist sich „Website Boosting 2.0“ als SEO in der Aktentasche. Man kann das Buch bequem mit ins Büro oder auf Geschäftsreise nehmen und hat alle Fakten zur Hand, von der richtigen Wortwahl in der Werbung über den Wert und die sinnvolle Anordnung von Links bis hin zum userfreundlichen Layout. Es ersetzt vermutlich nicht das Wissen, das sich Profis über die Jahre erarbeitet haben, hilft aber, in die richtige Spur zu kommen. Und darauf kommt es letztlich an: Selbst zu wissen, wie der Hase läuft, statt sich vom Jägerlatein der Agenturen beeindrucken zu lassen. Deshalb gehört das Buch auch nicht ins Regal, wenngleich es sich dort gebunden sehr gut macht, sondern auf den Schreibtisch. Dann hat man jederzeit die Möglichkeit, einzelne Kapitel zu studieren und direkt umzusetzen.

Wer sich jetzt fragt, was das alles mit einer neonfarbenen Wasserpistole mit großem Tank und Zielvorrichtung zu hat – ein wenig schon: Ist man nicht in der Lage, Interessenten gezielt anzusprechen und mit ordentlich Munition, sprich Information, zu halten, macht einen die Konkurrenz nass. [André Maßmann]

Suchmaschinenoptimierung für mobile Suchen ein Thema? Was wird von wem wie und wo gesucht per Suchmaschine via Handy? SEO Einführung

Warum soll das Thema “mobile SEO” bzw. “MSEO” eigentlich unter Online Marketern Beachtung finden? Das Gros der ersten Versuche mobil mit internetfähigen Mobiltelefonen ins deutsche Internet zu gehen, dass ist allgegenwärtig für Ende 2008 prognostiziert und und soll im Jahr 2009 mit zunehmender Verbreitung von billigen Datentarifen und Flatrates einen “Push” bekommen. Suchmaschinen stehen in der Summe der Anwendungen vor den stark beworbenen Applikationen wie Email oder Routenplaner. Ein umfassendes Nutzen des mobilen Internets erwarten mobile SEO-Experten allerdings erst nach 2010 im mobilen Deutschland.

Der deutsche Markt in Zahlen zur mobilen Nutzung

Hierzulande spricht man gern von einer gegenwärtigen Verdopplung der Nutzung mobiler Anwender monatlich. In anderen bevölkerungsreichen Ländern kommt die Nutzung des mobilen Webs bereits vor dem Internet. Es liegt also auf der Hand, sich jetzt schon darauf einzustellen; denn laut Bitkom (erfolgreicher Koordinator der Telekom Rene Obermann ist seit 12. März 2007 Mitglied im Präsidium) gibt es bereits mehr Mobilfunkverträge als Einwohner in der Bundesrepublik. Die Bitkom-Zahlen finden sich mittlerweile in vielen Business-Plänen bei Deutsche Startups wieder. Und die entscheidende Zahl, die der deutschen UMTS-Nutzer, wird gegenwärtig auf mindestens 15 % geschätzt. Eingeschlossen sind dabei neben den Flatrates natürlich Smartphone, PDA und Handy. Der Wallet Garden der großen Handy-Provider wird in der BRD gerade in den Feiertagen extrem abgebaut. Auch bundesrepublikanische Handy-User werden sich außerhalb der meist kostenpflichtigen Client-Anwendungen unabhängig der Feiertage durch das mobile Netz bewegen. Der Rest der Welt macht es ihnen zumindest statistisch vor. Morgan Stanley hat dazu mit Internet Trends 2008 (PDF) eine fast brauchbare Studie im Netz abgelegt. Wer gern ausschliesslich die deutsche Statistik bevorzugt, der wird mit ein wenig Recherche bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de fündig (cooles Adler-Favicon in der Browserzeile übrigens und gute CI-Berater).


Online Marketing Agentur - mobile Suchmaschinenoptimierung
Ron Hillmann. Hier am 04.11.2008 mit Geburtstags-Sweater von Google Germany. Let’s Say Thanks!

Anfänge SEO & Historie mobiles Web bzw. mobiler Suchmaschinenindex

Zu Zeiten aufkommender WAP-Dienste (oft auch als Wait and Pay bezeichnet), war es unabdingbar, sich mit schnell ladenden Seiten für die Handy-User zu präsentieren. Demzufolge wurde auch ein eigener Index für mobilefähige Seiten notwendig, die heute in der Regel allgemein beschrieben per XHTML Mobile Profile (Wap 2.0) erstellt werden. Noch fehlt es aber an ausreichenden Seiten, um einen umfassenden Index anzubilden. Und die mobilen Suchen von Google und Yahoo bedienen sich deshalb einer Art Hybrid-Lösung. Neben den Ergebnissen von normalen Websuchen besteht in der Regel die Möglichkeit, Ergebnisse von mobilen Inhalten gesindert abzurufen. Mit zunehmender User Experience wächst der Zugriff auf die mobilen Inhalte im mobilen Index.

Player mobile Suchmaschinen und Nutzer-Verhalten bzw. Suchen

Die Reichweiten-Gewinner des Suchmaschinen-Marktes aus dem Internet sind auch im mobilen Netz zu finden. Nielsen Mobile ermittelt für Q1 2008 im Ranking, dass Google, Yahoo und MSN sich derzeit die Reichweite der mobilen Suchanfragen teilen. Typische TOP-Suchanfragen aus dem Internet sind allerdings nicht übertragbar, wenn man sich auf eine ältere Studie von Google – mobile query data bezieht. Auffällig dabei ist, dass Adult und Entertainment mobiles Surfen und die Suchen der Amerikaner häufig bestimmen. Es werden insbesondere neben Sportergebnissen und Wettervorhersagen die Brands mobiler Applikationen von eMail-Diensten und Social Communities abgefragt. Klingeltöne, Musik, erotische Bilder und Horoskope stehen auch im mobilen Netz hoch in der Gunst der Suchenden. Und immer wieder die Abfrage nach „Stars und Sternchen“. Für Deutschland wird laut comScore M:Metrics eine etwas andere mobile Nutzung analysiert. Die Aktualität steht im Vordergrund, wie sie Wetter, Sport, WKN bzw. ISIN und Nachrichten liefern.

Local Search und Google Maps

Aber es gilt auch zu vermerken, dass gerade lokale Suchen an Bedeutung gewinnen. Mobile Suchen nach Telefonnummern und Adressen von Shops und Restaurants wie Pizza- bzw. Lieferservice, Taxi, Hotel und Arztpraxen im Umkreis des Handynutzers kommen in Mode. Die Maps von Google liefern da gerade akzeptable Ergebnisse, die man über den eigenen Google-Account sehr gut steuern kann. Und unsere Iphone-User sind da gerade die Opinion Leader für lokales Suchen mit ihren schicken Apple-Geräten. Sehr vorbildlich in diesem Bereich ist derzeit Stephan Uhrenbacher’s qype.com mit den mobilen Seiten unter www.google.de/m/ zu finden. Als Beispiel heute zur lokalen Suche „Kinderarzt Berlin“ findet man sehr brauchbare Ergebnisse aufbereitet mit „klickbaren“ Telefonnummern innerhalb der regional ausgerichteten Community. Die Empfehlungen der Qype-Mitglieder finden einen echten Nutzen für das mobile Netz und seine Anwender.

Wie aber beginne ich, meine Webseiten mobilen Usern zur Verfügung zu stellen?

Derzeit will sich keiner der Mobile Experts verbindlich dazu äußern, wie sich das mobile Netz entwickeln wird. Werden Handy-Browser-Updates zukünftiger Generationen mit jeder Form von Website-Gestaltung umgehen können und die Inhalte dem Browser anpassen? Oder wird es weiterhin von gestalterischer Bedeutung sein, auf eine besondere Form der Mobile Usability zu achten. Scrollen wir morgen weiter wie heutzutage typischerweise mit der Maus im Netz oder werden wir perfekt im „Zweifinger Spagat“ und empfinden es als nutzergerecht im Stile eines Iphone-Besitzers, wenn wir mit dem Finger über das Handy-Display surfen? Verschiedene Smartphones und auch das G1 bieten diese Möglichkeit per Touchscreen. Bei Google Android ergibt sich für Entwickler genügend Potenzial. Empfehlenswert ist allerdings noch dieser Tage für viele Webseitenbetreiber, sich mit reduzierten Inhalten und einfachen XHTML-Seiten mobile zu präsentieren. Freunde des mobilen Webs denken auch an ihre mobile phone users und verweisen für ihre mobilen Besucher von der herkömmlichen Internetseite auf ihre mobilen Inhalte.

Welche mobile URL und wie mobile Websites erstellen?

Ob m.domain.de, mobile.domain.de, domain.de/mobile, domain.mobi für mobile Inhalte genutzt werden oder aber unter eigener domain.de in bspw. gängigem XHTML MP programmiert wird, ist den mobilen Suchmaschinen mittlerweile egal. Einige Experten der Materie schwören darauf, es lieber mit domain.de/m oder domain.de/mobile zu versuchen und diese Url von der eigentlichen Internetseite zu verlinken, um deren Trust vererbt zu bekommen. Aus Sicht der Usability würde ich das kurze „m“ wählen und auf der Webseite meines mobilen Auftritts per Link mobilen Besuchern anbieten.

Mobile Surfer wollen übrigens nicht lange nach Informationen suchen. Wenn Entertainment und Werbung, dann möglichst wenig bzw. kurz einbinden. Ähnlich verhält es sich mit den Links zur Navigation. Eine Farm an Links geht unter im beschränkten Browser. Deshalb eher alles kurz halten und auf einspaltiges Darstellen setzen. Der mobile User hat in der Regel wenig Zeit, den Inhalt oder bspw. den Link zum „Call“ zu finden. Das KISS-Prinzip (keep it small & simple) findet hier Anwendung. Und wie wäre es, wenn Termine und Bestellungen auch gleich per Telephonanruf über den Handy-Browser über eine klickbare Telefonnummer auf der mobilen Seite per XHTML-Code möglich sind (Beispiel a href=”tel:49-30-200892911″ LBi.com Berlin Office Call Ron Hillmann – aber, an dieser Position ist der Code sinnlos, da bspw. der Browser vom Iphone wegen der Länge des Artikels diesen Absatz nicht anzeigen wird)?

Sich zukünftig noch zusätzlich auf WML (Wap 1.2), CHTML bzw. iMode mit weiteren Seiten zu konzentrieren, ist bei gegenwärtigem Suchvolumen deutscher Nutzer zu vernachlässigen. Wichtig ist nur, dass die Seiten als mobile Webseiten erkannt werden. W3C http://www.w3.org/Mobile/ zu beachten, kann nicht schaden und sollte als Richtlinie zum Erstellen der Seiten dienen. Diverse Emulatoren finden sich im Netz wieder, die ein Darstellen der Seiten für die verschiedenen Handy-Browser ermöglichen. Einige davon sind eher als Simulatoren zu betrachten. Einfach mal den Test mit dem Suchbegriff „Immobilien“ wagen http://www.operamini.com/demo/. Der Mini Browser von Opera zeigt in den normalen Google-Webergebnissen den Immobilien-Marktführer ImmobilienScout24 an Position 1 der SERPS mit einem Handy-Icon und weitere Anbieter erst auf den folgenden Seitenan, die den Request mit einer mobilen Seite bedienen können. Zusätzlich kann man im unteren Bereich bei der Google-Abfrage dann den “reinen” mobilen Index checken und sich in die Situation des mobilen Surfverhaltens versetzen.

Hardcore Mobile Developer nutzen zum Erstellen mobiler Seiten bspw. Testumfelder von http://www.netbiscuits.com oder setzen auf die Technologie von http://www.sevenval.de/ in Deutschland, die normale Webseiten zu mobilen Sites umwandeln kann. Die letzte Version von sevenval produziert sogar lesbare Urls’s und sieht sehr freundlich für den „Mobile-Bot“ aus. Für Einsteiger, die sich mit einfachen Tools zum Erstellen von mobilen Webseiten beschäftigen, ist das kostenlose Tool von http://www.ready.mobi/launch.jsp als Check der Seiten brauchbar.

Recherche Keywords bzw. Gestalten der Schlüsselwörter
“mobile search engine optimization for international beginners”

Einigen Redakteuren fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, die den eigentlichen Inhalt und vielleicht Bilder mit den richtigen Bezeichnungen beschreiben sollen und attraktive Suchanfragen der User bedienen sollen. Zudem wird mobile Surfen bzw. Suchen dadurch bestimmt, dass kurze Suchphrasen verwendet werden. Bryson Meunier hat sich dieses Problems unter http://www.brysonmeunier.com/how-to-do-mobile-keyword-research angenommen.

Interne Verlinkung bzw. umgangssprachlich Dom-Pop im mSEO

Weniger Links sind mehr ist hier die Maxime. Der Diskussion zum Thema Linkjuice bzw. interne Verlinkung sollte man in einfacher Weise begegnen, indem man beispielsweise die Links zu „allgemeinen Inhalten“ wie AGB, Impressum, Kontakt, Disclaimer usw. intelligent auf einen Link fokussiert und sich mit wenigen wichtigen Links auf die Inhalte der Seite konzentriert. Und das dann durchgehend für den ganzen Auftritt.

Anmelden in Suchmaschinen bzw. Submit und externe Links

Wenn man auf „Trust setzt“, dann sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die mobilen Webseiten im mobilen Index zu finden sind. In einschlägigen SEO-Foren wird gern Wert darauf gelegt, dass eine Seite dem Index bereits über einen längeren Zeitraum bekannt ist. Man kann ja mit wenigen Inhalten anfangen und die Site kontinuierlich auf- bzw. ausbauen. Sicherlich gibt es da aus mSEO-Sicht kaum Einwände.

Sich bei Yahoo mobile anzumelden und unter den Google-Webmastertools eine XML-Sitemap Mobil zu generieren, sollte auch zur Pflicht werden, um vielleicht in den mobilen Indizes zu erscheinen. Sicherlich sind Links von mobilen Webseiten von Vorteil, um den Spidern für die mobilen Datenbanken den Weg zur eigenen Seite zu zeigen. Glücklicherweise gibt es kaum bekannte Linktausch-Programme oder Dienstleister für das Mieten von Linkverweisen auf mobilen Seiten. Man kann sich einer Überprüfung durch Editoren bei einigen Linkverzeichnissen unterziehen bzw. um Aufnahme bitten. Doch ratsamer ist es auch hier, sich eher mit interessanten Inhalten und Anwendungen im mobilen Netz einen Namen zu verschaffen.

Und mobile Suchmaschinenoptimierung?

Mit den Ratschlägen in den vorherigen Absätzen wird auf freundliches Design für User verwiesen und die technischen Möglichkeiten, dass mobile Bots die Seiten aufnehmen bzw. den Inhalt erfassen können. Das Thema SEO mobile ist gegenwärtig nur über heuristisches Vorgehen zu lösen, um gegenüber Markteilnehmern zu „punkten“. Meine Empfehlung ist es, sich an die Richtlinien von w3.org/Mobile und und eigenes Probieren über Trial & Error zu halten – und bitte nicht auf bezahltes Linkbuilding setzen, denn das Motto heisst auch hier “Unique Content is King“;-). Die Link-Empfehlungen kommen automatisch über einzigartige Apps und Inhalte. Site-Beschreibungen (vergleichbar einer Karteikarte in der Bibliothek!) mit Keywords, Description, Title bzw. URL-Name, der Alt Text (vergleichbar mit der Bildunterschrift in der Tageszeitung!), Überschriften (wie bezeichnende Kapitel eines Buches!) , Sitemaps (der Inhalt!), Startseiten-Links (die verlinkte Agenda!) und hochwertige ausgehende Verweise (die Quellenangabe!) gehören zu den Grundlagen wie die Empfehlungen über externe Links. Sicherlich werden wir bei Sistrix mehr erfahren, wenn das Thema uns in Deutschland “überrollen” wird. Der Blog ist zumindest schon mobile unter de.sistrix.mobi erreichbar.

Mobile Analytics & Mobile Advertising & Mobile Adsense

Zur Zeit befindet sich im amerikanischen Markt admob analytics in der Beta-Version und besticht mit Dashboard und Tools, die uns an Googles Analytics erinnern. Fast 16 Millionen Dollar laut TechCrunch erhielten die Gründer in der gegenwärtigen Finanzierungsrunde. Die ersten deutschen Anbieter überwinden gerade die Entwicklungsphase “eins” und sollten in den nächsten Tagen auch für die breite Masse verfügbar sein. Der Markt bewegt sich. Mobile Adsense werden im deutschen Google als Mobile Anzeigen bezeichnet und bieten seit einigen Monaten die Möglichkeit der Refinanzierung von mobilen Inhalten über geschaltete Handy-Anzeigen für “kleine” Seiten. Die YOC AG ist als Vermarkter und Player für Mobile Advertising zu sehen, wenn bereits stark frequentierte Mobile Sites bestehen. Merchants können über die YOC AG und deren Netzwerk mobile Kampagnen ausliefern oder per Tradedoubler Toolbox mit eigenem Partnertracking Kooperationen per CPM, CPC oder CPO/CPA eingehen. Bango – ein Anbieter für Tracking und Webanalyse – steht bereits in den Startlöchern, um den kompletten Service für mobilen Ecommerce anzubieten und international auszurollen.

Iphone, Applikationen und Iphone-Clients

Ich werde mich keiner Protektion zu diesem Thema anschliessen. Klar ist, dass das Iphone den deutschen Markt der mobilen Nutzung fördert. Aber diese Möglichkeit wird durch Vertragsbindungen an einen Mobilfunkriesen nicht optimal erschöpft. Ich selbst bin Apple-Fan und Iphone-Nutzer, der sich über Umwege das erste Iphone – mein Befreiphone – ohne Vertragsbindung teuer beschaffen konnte. Als Agentur beraten wir unsere Kunden natürlich auch zum Erreichen der Markenbotschaften bzw. dem Branding und dem Präsentieren der Produkte innerhalb der Zielgruppe der Iphone-User über das Aufsetzen von Iphone-Clients und bis hinzu ROI-Tracking der mobilen Kampagnen.

Meine perönlichen Erwartungen über die Zukunft des Optimierens mobiler Suchen

Vielleicht werden wir beim Erstellen von Websites nur darauf achten müssen, dass wir bei mobilen Abfragen in den Suchmaschinen nur “abgespeckte” Inhalte aus den Datenbanken über unsere Server ausliefern müssen? Vielleicht werden redaktionell betreute Webverzeichnisse – wie früher das DMOZ Open Directory oder der Yahoo-Katalog – ausreichen, um genügend Reach für unsere Site-Inhalte zu erlangen? Vielleicht wird es auch bald Affiliate-Call-Lösungen geben, um als Call-Affiliate über gut gerankte Seiten Umsätze über Telefonbestellungen zu erwirtschaften oder über ein umfassenderes ROI-Tracking beim Vermitteln von Leads zu generieren? Vielleicht steigt auch die Conversion auf unseren Seiten, wenn sich vertikale und lokale Suchen über Handy-Ortung und/oder User- bzw. Handy-Typ-Identifizierung soziodemografisch ausrichten und intelligentes Behavior Targeting möglich wird? Spannend werden diese Themen zumindest für diesen SEO-Blog.

Links zum Thema:

Letzter Stand zum Erstellen der Seite

metatxt.org/Whitepaper_On_MetaTXT.htm

Mobile Suchen

http://www.google.com/mobile/

http://mobile.msn.com

http://www.nokia.com/mobilesearch

http://m.technorati.com

http://mobile.yahoo.com/search

Blogs, Foren zum Thema

http://googlemobile.blogspot.com/

http://www.mobile-seo.de/

http://www.brysonmeunier.com/

www.mobile-zeitgeist.com

http://www.mobile-monday.de/

Ron Hillmann / Iven & Hillmann GmbH & Co. KG – an LBi.com Company

Nachtrag 26.11.2008 – Aktuell und schnell dem Zeitgeist entsprechend hat Heike Scholz das Thema Mobile Suchmaschinenoptimierung auf ihrem Blog und der Trendseite zum Thema Mobile Marketing aufgenommen. Ein grosses Dankeschön von SEO.de an Heike, die sich täglich redaktionell mit ihrem Team der Welt des mobilen Netzes widmet und schon lange als Experte der mobilen Welt aktiv ist;-)

Und dann behaupten ja noch Fanatiker, dass auch mobile “Twittern” via Iphone Twinkle Applikation & Co. die Seiten in den mobilen Index “schiessen” soll. Irgendwie hat es bei mir im auch Sommer geklappt ohne weitere externe Links. Bestätigen oder verneinen sollen das mal lieber unsere Google-Index-Entwickler in Zürich und Mountain View. Ich durfte letzte Woche die Schweizer Zentrale in Augenschein nehmen und versichern, dass ich keine Interna publiziere. Deshalb halte ich mich daran und verweise dann doch eher an Google per Call (Phone: +1 650-253-0000) oder gleich an Matt Cutts oder Peter Norvig. Letzterer ist als Director of Research Google mehr der Kopf für Neues von Google.

Nachtrag vom 30.11.2008: Das mobile Linkverzeichnis Molipo.mobi hat der Inhaber Jörg Tochtermann hier selbst vorgeschlagen. Und die Erfahrungen belegen, dass man mit interessanten Seiten nach redaktioneller Prüfung dort verzeichnet bzw. auch von Google erfasst wird. Spätestens nach zwei bis drei Wochen nach Eintragen in das mobile Webverzeichnis ist man in der Regel im “mobilen Index” von Google zu finden. Ich nannte Jörgs Verzeichnis bisher nicht, um Molipo vor unnötigen Spam-Eintragen zu schützen, denn die ersten brauchbaren Verzeichnisse haben teilweise schon auf redirects und ähnliche Lösungen umgerüstet, um direkte Links auszuschliessen. Von Feed-Anmeldungungen bei mobilen Feed-Lists würde ich derzeit im deutschsprachigem Raum allgemein abraten. Einige der Anbieter gewinnen im Spiel um “duplicated content” und leben nur davon, fremden Unique Content zum Erzielen von Werbegewinnen zu nutzen und blocken in der Regel jeden Crawler, die Quelle der Information zu finden. Noch schlimmer ist es, wenn der User dann auf nicht mobile Seiten gelangt. Selbst grosse News-Seiten aus Deutschland sind davon betroffen und wissen nicht darum, dass ihr Content schon längst ausserhalb ihrer Einnahmen für Mobiles Black Hat S E O genutzt wird und zu akzeptablen Werbeerlösen führt.

Exurs Mobile Adwords

Mobile Anzeigen Google Intro von Google auf Youtube erläutert und eine brauchbare Einführung zum Thema mobile adwords der Firma Dorst eMarketing und hier demnächst auch einmal mehr.

Nachtrag 04.06.2009
Madvertise.de – Einkauf und Verkauf von Traffic auf mobilen Websites

Madvertise.de ist seit dem 01.06.2009 online. Gestern wurde ich im Umgang mit der Plattform geschult. Die Handhabe ist wirklich perfekt zum Einrichten von Kampagnen oder dem Einbinden von Kampagnen auf den eigenen mobilen Seiten. Madvertise bietet Möglichkeiten zu Vermarktung auf Basis von CPC und TKP (CPM) an, die nach Themen und Handytypen kategorisiert werden können. Mediaplaner, Merchants oder Agenturen erreichen so die gewünschte Zielgruppe. SEO’s mit Traffic aus dem mobilen Internet können sich so wunderbar zur Refinanzierung ihrer Ausgaben eine zusätztliche Einkommensquelle über mobile advertising erschliessen.

Manchmal hat man das Gefühl, dass jeden Monat irgendein 08/15 Affiliate Netzwerk aus dem Boden stampft und versucht, Affiliates zu akquirieren. Wieso sollte aber ein Affiliate sein Netzwerk wechseln, ohne jeglichen USPs zu sehen? Eigentlich geht alles doch so einfach:

1. Bereit sein, Marge zu cutten!
Was ist denn besser? Lieber 20% vom Kuchen abhaben und dafür 200.000€ im Monat zu verdienen oder beim 30% zu bleiben und 50.000€ zu machen? Wenn ein Netzwerk bereit ist, ein Teil seiner Marge an seine Affiliates weiterzuleiten, wird es sicherlich viele Affiliates anziehen…

Ansonsten lautet die Devise für uns Affiliates: Cutting out the middleman! Unzwar soviele Middlemen wie möglich, am besten gleich Inhouse laufen lassen, denn auch über ein Netzwerk oder eine Agentur trägt der Affiliate sämtliche Risiken in Deutschland (womit wir beim nächsten Punkt wären)…

2. Haftung übernehmen
Wenn ein Merchant seine Affiliates veräppelt und valide Leads oder Sales storniert, trägt immer der Affiliates das Risiko und das Netzwerk macht in 99% der Fälle nichts großes dagegen (mehrmals erlebt!). Dumm nur, dass die größten Affiliates zuerst ihr eigenes Geld ausgeben müssen, um Leads und Sales zu generieren und zum Schluss ist der Affiliate der Blöde… Als Middle man sollten aber eigentlich gerade die Netzwerke die Haftung übernehmen!

Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass dadurch gegen “schmutzigen” Sachen und Fraud deutlich härter gekämpft wird als jetzt, was auch zur Qualitätssteigerung der generierten Leads und Sales auf der Advertiserseite führt. Zusätzlich kann dadurch auch die Dauer der Lead- und Sales-Freischaltung bei den Affiliates verkürzt werden, was zur Verbesserung der Liquidität führt…

3. Wöchentliche Auszahlungen anbieten
Je besser die Liquidität, desto schneller kann ein Affiliate sein Kapital umschichten und desto mehr verdient schluss endlich auch ein Affiliate Netzwerk. Auf die Idee kommen aber wohl nur die wenigsten Player auf dem deutschen Markt…

Ich selbst benutze heute ausschließlich die Netzwerke Webgains, CJ, Tradedoubler und Zanox, wer aber ein Netzwerk launcht, das die obigen Punkte erfüllt, kann sich gerne bei mir melden 😉

In meinem letzten Beitrag hatte ich das SEO Modul von Sistrix vorgestellt und dabei als Beispiel eine Domain präsentiert, die zwischenzeitlich von Google mit einer Penalty belegt worden war. Da die Sistrix-Toolbox mittlerweile nicht nur die aktuelle Keyword-Verteilung für eine Domain anzeigt, sondern auch Ergebnisse der Vergangenheit nachgeschlagen werden können, habe ich mir den Spaß gemacht die Daten zu grabben und in animierter Form auszugeben. Das Resultat – eine Google Penalty im Zeitraffer!


Oben seht ihr also die relative Verteilung der Keyword-Rankings sowie parallel darunter die Veränderungen im Sistrix-Rank (Sichtbarkeitsindex) für die abgestrafte Beispiel-Domain. Man sieht hier sehr deutlich, dass zum Zeitpunkt des Domain-Absturzes nicht nur der Sistrix-Rank einknickt, sondern sich auch die Keywort-Verteilung drastisch verändert. Praktisch keine Rankings mehr in Googles Top 30, viel plastischer kann man eine Google Penalty kaum noch darstellen.

Google hat unter der Adresse full-value-of-search.de eine Marktforschungsseite über das Suchverhalten der Google-Nutzer eingerichtet und einige gesammelte Studien online gestellt.
Die Analysen sind in folgende Bereiche aufgeteilt:

Suchanlass
(Beispiele aus Google Insights for Search, Produkt-Recherche)

Suchworteingabe
(Wer nutzt Suchmaschinen? Wonach wird gesucht?)

Suchergebnisseite
(Betrachtungsverlauf der SERPS, Klickverhalten)

Wahrnehmung
(Markeneffekt einer AdWords Kampagne)

Verhalten
(Online Käufe: Einfluss AdWords)

Offiziell heißt es, dass das „Full Value of Search“ für mehr Übersicht im Online-Marketing sorgen soll. Bisher wurde aber nur Google AdWords attraktiver gemacht und erläutert wie Adwords bei der Markenbildung hilft (und das tut es auch).

Man kann die Studien aber auch aus einer anderen Sicht betrachten:

Full Value of Search liefert auch die Bestätigung das Webseiten- und Shop-Betreiber viel mehr auf Suchmaschinenoptimierung setzen sollten. Einige Beispiele:

Transaktionsorientierte Suche

Der Google-Nutzer sucht nach einem Produkt, welches er kaufen möchte.

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/Betrachtung%20SERP-1.pdf (Seite 17)

Ergebnis:
Der potentielle Kunde bzw. Käufer wird die Shopping-Ergebnisse von Google oder nur eines der ersten Top 5 platzierten Seiten in den organischen Suchergebnissen (SEO) anklicken.

3 „Top-Sponsored“ Adwords

Es werden 3 Adwords Anzeigen über den natürlichen Ergebnissen eingeblendet. Durch die so genannten “Top-Sponsored Adwords” verändert sich das Klickverhalten des Google-Nutzers wie folgt:

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/Betrachtung%20SERP-1.pdf (Seite 22)

Ergebnis:
Aufgrund der 3 „Top-Sponsored“ Adwords Anzeigen werden die organischen Suchergebnisse weniger zur Kenntnis genommen und weniger als die Hälfte der Google-Nutzer klicken auf Position 4 oder den darunter liegenden Positionen.

Das heißt, wenn über den normalen Ergebnissen 3 Adwords-Anzeigen eingeblendet werden, lohnt es sich nur auf Position 1 bis 3 in der organischen Suche (SEO) gelistet zu sein.

Keine Adwords Anzeigen

Das Kickverhalten ohne “Top-Sponsored” Adwords Anzeigen bei dem Suchbegriff “pkw”.

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/Betrachtung%20SERP-1.pdf (Seite 25)

Ergebnis:
Nun dürfen wieder Position 4 und 5 mitspielen. Aber ab Position 6 sieht es wieder schlecht aus. Als Faustregel gilt: Je mehr Adwords Anzeigen über den organischen Suchergebnissen auftauchen, desto weniger werden die natürlichen Ergebnisse vom Google-Nutzer beachtet.

Anzahl betrachteter Suchergebnisseiten

Schon mal auf der dritten Google Suchergebnisseite gewesen? Nein? Gut, denn das machen die wenigsten Google-Nutzer.

Quelle: http://www.full-value-of-search.de/pdf/answer16.pdf

Ergebnis:
Laut Google’s “Full Value of Search” schauen sich nicht mehr als 6% der Nutzer die 3. oder weitere Suchergebnisseiten an.

Fazit

Der Google-Nutzer hat gelernt zu googlen.

Aus einer Eyetracking-Studie von thinkeyetracking.com kann man gut die Unterschiede zwischen dem Suchverhalten von 2005 im Vergleich zum Jahr 2008 erkennen.

Wenn der Google-Nutzer beim ersten Mal nicht das Passende gefunden hat, formuliert bzw. spezifiziert er seine Anfrage neu. Selten werden die weiteren Suchergebnisseiten angeklickt.

Es reicht einfach nicht mehr mit dem eigenen Shop oder der eigenen Webseite auf Position 10 oder Seite 2, geschweige denn auf Seite 3, bei Google gelistet zu sein. Die Webseite soll ja gefunden werden und das geht nur durch gezielte Suchmaschinenoptimierung und das daraus resultierende Top Ranking.

Was tun um ein Top-Ranking zu erreichen?

Man kann sich entweder selber verstärkt mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, einen professionellen SEO-Dienstleiter beauftragen oder sich auf Nischenthemen bzw. den Long-Tail Bereich fokussieren.

Über den Autor

Ernest Mavriqi ist Internet-Unternehmer und als Experte für Suchmaschinenoptimierung bei einer der bekanntesten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands tätig.

Endlich finde ich die Gelegenheit einige lobende Worte über das SEO-Modul aus der Sistrix Toolbox fallen zu lassen. Und das ist noch schwer untertrieben. Das Tool ist einfach genial. Es kostet zwar Geld, ist aber auch jeden Cent davon Wert. Warum das so ist, will ich hier mal beschreiben.

Fangen wir mit dem Fall (im wahrsten Sinne des Wortes) eines Konkurrenten an. Das SEO-Modul fragt rund 250.000 Keywörter gegen Google ab und bildet aus den so gewonnen Rankings für jede Domain einen speziellen Sichbarkeitsindex-Wert. Ich nenne diesen Wert einfach mal SistrixRank, kurz SR. Dieser SR ist für uns so etwas wie ein PageRank-Ersatz, er gibt darüber Auskunft wie gut und wie breit eine Seite im Google-Index rankt – so eine Art Hochrechnung für den Traffic einer Domain. Nach dem Motto: “Eine Seite die gut rankt ist eine gute Seite”, kann man mit dem SR zwischen guten und schlechten Seiten unterscheiden oder Erfolge von Optimierungsmaßnahmen sichtbar machen.

Mißerfolge sieht man natürlich auch. In obigem Beispiel hat es zwischenzeitlich eine Website zerrissen, Google hat die Seite mit einer Penalty versehen. Sehr unlustig für den Betreiber, spannend für den Beobachter. Drei Monate lang ist der Google-Traffic komplett eingebrochen, danach hat sich die Seite wieder berappelt. Nicht vollständig, aber immerhin. Sie arbeitet sich wieder zurück. Frage die sich jetzt stellt, was ist passiert?

Schauen wir dazu einmal auf eine weitere Komponente des SEO-Moduls, die PageRank-Historie einer Website. Ist das nicht praktisch, neben den Rankings bekommen wir die PR-Daten auch noch frei Haus. Und das für eine Domain, von der wir bis gestern vielleicht noch nicht einmal etwas gehört hatten. Hier also der PR-Verlauf zu obiger Beispielseite:

Na, klingelt es. Da ist eine Seite von PR6 auf PR4 runter gefallen. Oder besser gesagt gefallen worden. Die zeitliche Differenz erklärt sich durch Googles verzögertes Updaten von PR-Daten. Das sieht doch ganz verschärft nach einer PR-Abwertung aufgrund von Paid Links aus. In diesem Fall dürfte es aber nicht der Verkauf von Links gewesen sein, hier wurden Links eingekauft. Und zwar ein paar ganz schwergewichtige. Ich tippe schwer darauf, dass die Seite über das Paid Links Formular angeschwärzt wurde – was dann passieren kann, sehen wir anhand der Kurven.

Ich denke ihr begreift jetzt so langsam den Wert eines solchen Tools. Plastischer kann man den Absturz einer Seite kaum darstellen. Es wird aber noch besser. Wir können uns für die von der Toolbox kontrollierten Keywords auch noch den Rankingverlauf ansehen. In unserem Beispiel waren das Hunderte von Suchbegriffen, einer sei hier exemplarisch gelistet:

So sieht eine Penalty aus. Das war nicht nur bei diesem Keyword so, bei allen anderen war es ähnlich. Nur ganz sporadisch schafften es die Keywords mal ein Stück rein in die Top 50, in fast allen Fällen war Platz 40 die absolute Obergrenze des Möglichen. Mehr als ein Zappeln um Platz 50 herum war also nicht drin. So macht SEO-Analyse Spass 🙂

Vielleicht habt ihr jetzt eine Vorstellung von dem Wert eines solchen Tools. Für den Webseiten-Betreiber – dem hilft es bei der Überwachung der eigenen Seiten. Für den SEO-Berater, der analysiert auf Knopfdruck Seiten und erklärt dem staunenden Kunden, was er vor einem halben Jahr richtig oder falsch gemacht hat. Auch für den Kunden ist das Tool spannend, besser kann man seiner SEO-Firma nicht auf die Finger gucken. Und ist das nicht der ideale Linktausch-Begleiter. Vorbei die Zeiten wo eine vermeintlich grün leuchtende Website einen guten Tausch vorgaukelte, man am Ende dann aber den eigenen guten Link gegen einen faulen Gegenlink eintauschte.

Die obige Grafik zeigt eine Website, die noch vor ein paar Monaten mit PR5 herum strahlte und mir zum Linktausch angeboten wurde. Da ich damals mutmaßte, dass die Seite ein Bauernopfer war, lehnte ich dankend ab. Jetzt musste ich schmunzeln, als mir die Seite noch mal zum Tausch angeboten wurde. Ein Blick mit dem Sistrix-Tool und mir war klar, meine damalige Prognose hatte sich bewahrheitet. Darum hier auch noch ein Hinweis an alle Linktauscher – ich tausche nur noch mit Sistrix-Zertifikat >:)

PS: Das war noch nicht einmal alles. Das Tool überwacht auch die Seitenzahlen im Google Index, was manchmal ganz hilfreich sein kann im Kampf mit Duplicate Content Problemen und gibt Info über die Namen der Subdomains. Und wie ich Johannes Beus kenne, das war noch nicht das letzte Wort. Da kommt noch mehr.

Die Seiten zu den Bookmarklets sind zurzeit nicht erreichbar. Fehler wird bald behoben.

Bookmarklets, die kleinen nützlichen Helfer für jeden SEO und Webmaster. Wer mal auf die Schnelle eine Abfrage durchführen will, für den sind Bookmarklets ideal. Leider sind durch die zahlreichen Erweiterungen für den Firefox, die Bookmarklets als „Browser-Werkzeug“ etwas ins Abseits geraten.
Besonders bei der Arbeit eines SEOs sollten einige von diesen hilfreichen Tools nicht fehlen, da es ein schnelleres Arbeiten ermöglicht. Aber auch so manch einem Webdesigner würden einige Bookmarklets wie z. B. der Textbrowser-Simulator nicht schaden.

In diesem Beitrag möchte ich euch nun einige Bookmarklets vorstellen, die mich bei meiner täglichen Arbeit unterstützen.

Für all diejenigen, die mit dem Begriff “Bookmarklet” (auch Favlet, Lesezeichen oder Favoriten genannt) nichts anfangen können, hier eine kurze Erläuterung:

Ein Bookmarklet ist nichts anderes als ein Lesezeichen in deinem Browser, welches bei Aufruf eine Aktion ausführt.
(Ausführlichere Informationen findet Ihr auf selfhtml.org).

10 nützliche SEO-Bookmarklets:

Textbrowser-Simulation mit Lynx

Sogar in den Richtlinien für Webmaster empfiehlt Google die Nutzung eines Textbrowser-Simulators:

Verwenden Sie zum Überprüfen Ihrer Website einen Textbrowser (beispielsweise Lynx), da Ihre Website für die meisten Spider so dargestellt wird wie in Lynx.

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Google Text Cache

Die Textversion vom Google Cache zeigt euch wie der Google-Bot eure Seite “liest” bzw. indiziert hat.
Eine weitere hilfreiche Funktion um die eigene Seite Google-freundlicher zu gestalten.

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Ausgehende Links einer Domain

Mit der Abfrage „linkfromdomain:“ ist es bei der MSN Suchmaschine möglich alle ausgehenden Links einer Domain zu überprüfen. Damit lässt sich z. B. versteckter Linkspam finden. Zudem kann die Abfrage verfeinert werden, indem hinter der Abfrage ein Keyword eingegeben wird. Dadurch werden nur die ausgehenden Seiten angezeigt, die das Keyword beinhalten.

Linkfromdomain als Lesezeichen speichern

Yahoo! Site Explorer Backlinkchecker

Einer der besten kostenlosen Backlinkchecker ist der Site Explorer von Yahoo!.

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Google Insights for Search

Das neueste Tool von Google nennt sich „Google Insights for Search“ (Stand: November 2008). Insights ist eine Erweiterung von Google Trends, daher findet ihr hier auch kein Google Trends Bookmarklet.
Mit Google Insights lassen sich Suchbegriffe nach Suchvolumen, Region und Zeiträumen analysieren. Viel interessanter ist die Möglichkeit mehrere Suchbegriffe miteinander zu vergleichen. Natürlich ist damit noch viel mehr machbar, der Beitrag würde jedoch zu lang werden. Einfach mal selber testen oder den Beitrag von Gerald lesen: Google Insights bringt neue Such-Erkenntnisse.

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HTTP Header Check

Um auf die Schnelle zu überprüfen welche Header-Daten der Webserver zurücksendet, könnt Ihr folgendes Bookmarklet nutzen.

Header Check als Lesezeichen speichern

Domain-Tools

Mit diesem Bookmarklet könnt ihr zahlreiche Informationen wie z. B. Meta-Daten, DMOZ, Wikipedia Einträge etc. über eine Domain rausfinden.

Domain-Tools als Lesezeichen speichern

Verwandte Keywords finden

Die Keywordrecherche gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines SEOs. Um bei manchen Keywords Alternativen oder um weitere relevante Suchbegriffe zu finden, gibt es die Möglichkeit bei Semager.de nach “verwandten Wörtern” zu suchen.
Mit diesem Bookmarklet lässt sich die Abfrage etwas beschleunigen. Einfach ein Keyword auf der eigenen Seite markieren und das Bookmarklet ausführen.

Verwandte Keywords als Lesezeichen speichern

Wortzähler

Wie viele Wörter eine Seite hat und welches Wort am häufigsten verwendet wird, lässt sich mit dem “Wortzähler” ermitteln.

Wortzähler als Lesezeichen speichern

Google Top 100

Ob die eigene Seite in den Top100 bei Google gelistet ist, lässt sich schnell durch folgendes Bookmarklet ausfindig machen.

Das Bookmarklet anklicken, Suchbegriff eingeben und die Top 100 erscheinen. Danach einfach nach deiner Domain, durch strg+f, suchen oder die Möglichkeit nutzen und nach neuen themenrelevanten Partnern suchen (dazu aber in einem späteren Beitrag mehr).

Google Top100 als Lesezeichen speichern

Natürlich gibt es noch zig weitere SEO-Bookmarklets aber die 10 vorgestellten Bookmarklets sollten von jedem SEO und Webmaster ausprobiert werden.
Zudem ist es relativ einfach selber Bookmarklets zu erstellen bzw. diese nach eigenen Wünschen anzupassen.

Über den Autor

Ernest Mavriqi ist Internet-Unternehmer und als Experte für Suchmaschinenoptimierung bei einer der bekanntesten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands tätig.

Manche muss man zu ihrem Glück zwingen. Zumindest war das einer der ersten Gedanken, als ich den Artikel “Queap darf sich nicht mehr Queap nennen” las. Wobei die Sache mit der Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung nicht wirklich lustig ist. Auf der anderen Seite war das erste was ich mich gefragt habe, als ich den Namen QUEAP hörte, wieso man sich so einen seltsamen Namen ausgesucht hatte, mit dem ich alles, nur keine neuronale Suchmaschine assoziiert hätte.

Ob Quick oder Quieck, Leap oder Sleep, schräge Klänge für den neusten NeuroSeek. Auf jeden Fall wird jetzt ein neuer Name gesucht, vielleicht habt ihr ja gute Ideen was die Namensfindung angeht für den möglichen neuen Suchmaschinen Shooting-Star. Habe gerade mal nachgesehen, der Begriff Contender bedeutet übersetzt Herausforderer und erinnert mich an Content, was gut zu einer Suchmaschine passen würde, also gar nicht mal so abwegig für den neuen Google Herausforderer 😉

Passend zu Halloween hat Google ein schickes Google Doodle auf die Homepage gepflanzt und eine spektakuläre Halloween Party im Index veranstaltet. Ganz großes Kino was da gerade abgeht. Selbst Markennamen werden nicht verschont, scheinbar festzementierte Plätze fangen an zu schwächeln oder fliegen gleich ganz weg. Echt zum Gruseln. Einen besseren Tag für so ein Spektakel hätte man sich nicht aussuchen können. Das Fest am Vorabend von Allerheiligen wird so manchem SEO im Gedächtnis bleiben.

Was dagegen nicht so gut im Gedächtnis der Webgemeinde zu haften scheint, dass ist die korrekte Schreibweise von Halloween. Gerne wird auch mal von Helloween gesprochen, gut 15% der Suchenden bevorzugen die falsche Schreibweise. Noch abenteuerlicher sind aber Kombinationen wie Hallowien und Hellowien, aber auch sehr viel seltener. Dank Google Insights lassen sich solche Dinge bequem darstellen, hier der Verlauf der Suchvolumina von Halloween versus Helloween bezogen auf deutsche Suchen. Man sieht, die Kurven laufen im Gleichtakt und das Verhältnis Halloween zu Helloween beläuft sich auf 10:2.