Seolytics Light beta

August 14, 2009 by Julius Dreyer  
Filed under SEO, Tools, Wettbewerb

Nachdem vor 2 Monaten auf Seounited die Searchmetrics Suite Verlosungen stattgefunden hat und einiges an Aufmerksamkeit in der Seo Szene auf sich zog, legt jetzt Artaxo noch eine Schüppe drauf. Ein Beta-Test in Kombination mit einem Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von 22.000 €. Gesucht werden 100 Betatester für die neue Seolytics Light Version.

seolytics-light-beta

Die Tester sollen helfen, eine Version der Seo Software zu erstellen, die auch für den einfachen Webmaster und Hobby Seo erschwinglich ist. Unter allen Freiwilligen, die an dem Betatest teilnehmern, verlost Artaxo eine 6-monatige Seolytics Silver Lizenz im Wert von über 4600 €. Desweiteren gibt es 1000 € bar auf die Hand für denjenigen Bewerber, der die meisten Teilnehmer auf diese Aktion aufmerksam macht. Und als Sahnehäubchen wird unter allen Betatestern eine Jahreslizenz von Seolytics Gold verlost, ein Preis im Wert von über 17.000 €.

Wie immer wenn etwas umsonst ist, überschlagen sich die Kommentare. Die Seounited-Aktion brachte es auf über 260 Kommentare, die Seolytics Light beta Aktion hat am ersten Tag schon 70 Kommentare eingesammelt. Was wollen wir wetten, dass sich das auch noch verdoppeln und verdreifachen wird. Für alle die noch überlegen ob sie teilnehmen sollen oder nicht, hier noch der Hinweis auf unsere Seolytics Besprechung. Und nun viel Glück beim Gewinnen.

Die heimliche Geburt des wahren Google Killers

März 10, 2009 by Julius Dreyer  
Filed under Allgemein, Google, PageRank, SEO, Social Media

Seitdem Google die Vorherrschaft des Internets übernommen hat, wünschen sich nicht wenige Marktteilnehmer etwas mehr Konkurrenz auf dem Markt der Suchmaschinen. Zu groß jedoch ist der technologische Vorsprung, zu ausgereift der Algorithmus von Google. Wo tausende Entwickler, Quality Rater und Millionen von Nutzern tagtäglich den Index verbessern haben es selbst Giganten wie Microsoft nicht einfach bemerkenswerte Reichweiten zu erlangen. Mittlerweile ist man sich wohl darüber einig, dass ein Emporkömmling Google nicht in der eigenen Disziplin schlagen kann, sondern etwas grundlegend Neues vorweisen müsste. Und dennoch, trotz vieler Versuche gibt es bis heute leider noch immer keine nennenswerte Konkurrenz, zu gleich sind die Angebote der Großen, zu klein die der Kreativen.

Mögest du in interessanten Zeiten leben

Eine chinesische Verwünschung lautet: “Mögest du in interessanten Zeiten leben”. Denn interessante Zeiten birgen in der Regel viel Potential für grundlegende Veränderungen der Wirtschafts- und Machtverhätlnissen. Und in der Tat, wenn man zu verstehen sucht, was es bedarf Google aufzumischen, muss man sich vergegenwärtigen, wie sehr die Welt einem ständigen Wandel unterliegt. Der Telefon löst die Telegramme ab, der Computer den Fernseher und Web 2.0 die statischen Riesen der ersten Internetgeneration. Wenn immer es zu drastischen Veränderungen kommt, werden die Karten neu gemischt und Machtverhältnisse neu verteilt. Genau aus diesem Grund haben viele Unternehmen in schnelllebigen Sektoren Probleme dauerhaft erfolgreich zu sein. Einmal groß geworden sind viele von ihnen zu unflexibel um rechtzeitig auf die Änderungen der Zeit reagieren zu können. Derartige Trägheit bedeutet wiederum Chancen für Startups welche die Probleme der Zeit lösen können. Bisher hat Google einen großartigen Job gemacht, ihre Fühler in die richtigen Richtungen auszustrecken und sich mit Produkten wie analytics, maps, gmail, youtube, feedburner und anderen strategisch ständig auf neue Gegebenheiten eingestellt oder sich zumindest bemüht die Optionen weitestgehend offen zu halten. Lässt man den Blick mit diesem ständigen Wandel im Hinterkopf aber mal in Richtung 1999 zurückschweifen, stellt man fest, dass Google in der damaligen Internetlandschaft mit seinem PageRank zwar ein Problem der Zeit gelöst hat, seitdem aber weitestgehend mit der strategischen Erweiterung seiner Marktstellung beschäftigt war. Mit Erfolg muss man sagen, denn selbst ähnlich gute oder gar etwas bessere Suchdienste würden Google wahrscheinlich nicht mehr den Rang ablaufen können. “Googlen” ist zu tief in den Köpfen der Menschheit verankert. Die stärkste Marke der Welt ist für zuverlässig funktionierende Einfachheit bekannt, der Mensch als Gewohnheitstier macht da keine unnötigen Experimente mit anderen Anbietern.

Was hat sich verändert?

In den Jahren seit 1999 ist natürlich unheimlich viel passiert, Google hat durch die Gewichtung von Links einem unstrukturierten Internet eine Rangordnung eingehaucht und das Internet hat sich von einem etwas einseitigen Konsummedium zu einer in sich kommunizierenden Cloud gewandelt. Daten werden immer spezifischer und ihre Formate immer konzentrierter, wo früher eine Fachzeitschrift gekauft wurde, werden heute nur einzelne Blogbeitrage gelesen. Menschen schließen sich in sozialen Netwerken oder Interessengruppen zusammen und tauschen im Instant Messanger, auf Facebook und natürlich Twitter ihre Erkenntnisse, Fundstücke, Errungenschaften und sonstigen geistigen Ergüsse aus. Was speziell bei geistigen Ergüssen oder fliegenden Schafen etwas aberwitzig klingen mag sind in der Regel auf mich zugeschnittene und somit hochrelevante Informationen. Ähnlich wie bei meinem Google Reader erreichen mich nur Information von Leuten die ich als relevant eingestuft habe. Es hat also eine grundlegende Richtungsänderung stattgefunden – wo früher Informationen gesucht werden mussten, kommen heutzutage die Informationen auf mich zu.

Sag mir mit wem du gehst, und ich sage dir was du suchst

Was Google schon vor Jahren richtig erkannt hat, ist das auch Ihre Informationsbeschaffung immer umfangreicher werden muss, wo früher der Link von Webseite A zu Webseite B als Qualitätskrierium ausgereicht hat, mussten bald weitere Hintergrundinformationen mit einfließen. Als auch dies nicht mehr ausreichte, wurden der in die Jahre gekommene PageRank von einem Trustrank abgelöst und mittels der gigantischen Reichweite von Google Nutzungsdaten gesammelt. Und dennoch, trotz allem Sammeln, Speichern und Verwerten bleibt Google doch immer nur der stille Beobachter, maximal fähig mathematische Schlüsse aus mehr oder weniger anonymen Benutzerdaten zu ziehen. Die Versuche unter Einbeziehung von Digg und anderen Social Media Diensten eine virale Komponente mit in den Algorithmus einfließen zu lassen kann man zwar erfolgreich nennen, aber auch sie kratzen eigentlich nur an der Oberfläche dieses neuen Internets. Um wirklich tiefgreifend verstehen zu können wie soziale Gruppen oder Interessengemeinschaften mit einander interagieren, braucht man nicht statistische sondern echte, personenbezogene Daten…

Wie Facebook Twitter Konkurrenz machen wird

Als ich das neue Layout von Facebook letzte Woche in der Vorschau zum ersten Mal sah, ist mir nicht direkt aufgefallen was diese Design Änderung eigentlich für Auswirkungen haben könnte. Erst als ich später über den Spiegel Artikel Facebook baut sich zur Webschwatzbude um gestolpert bin und mir das Techcrunch Interview mit Ex Googlerin Sheryl Sandberg sowie die gescheiterte $500 Mio Übernahme von Twitter ins Gedächtnis rief, setzten sich die Stücke bei mir langsam zusammen. Was Facebook da eigentlich baut ist nicht nur ein Live Stream, sondern könnte vielmehr zu einem gigantischen Internet Aggregator werden. Denn dank der neuen Pages kann ich nicht nur mich mit Millionen von Fans, Supportern oder Kunden verknüpfen, sondern diese auch mittels meiner Statusmeldungen und anderen Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten – sämtliche Änderungen kommen direkt in die Livefeed meiner Entourage. Im Gegensatz zu Twitter ist Facebook dabei kein aufstrebendes Startup sondern vermutlich bereits an die 200 Millionen User schwer und auf dem besten Wege die meistbesuchteste Website der Welt zu werden. David gegen Goliath also und darüber hinaus auch ungleich mehr Möglichkeiten sich auf Facebook zu präsentieren. Bei gays.com z.B. haben wir neben unserem Twitter Account sehr viel Energie in den Aufbau der Facebook Page gesteckt, über welche wir jetzt unsere Blogbeiträgen verbreiten, Events planen, oder Newsletter an unsere 18.000 Fans schicken können. Twitter kann da nicht mithalten.

Wenn man sich zu Gemüte führt wie Dell nach eigenen Angaben $1 Mio. Umsatz durch Twitter generiert hat und Obama seinen Wahlsieg unter anderem der ausgezeichneten Kommunikation mit fast 6 Millionen Facebook Supportern und annähernd 400.000 Twitter Folgern zu verdanken hat, wird klar was für ein gigantisches Potential in der Verknüpfung von Nutzermassen mit Unternehmen liegt. Mit bereits einem Fünftel der Internet Bevölkerung und noch immer 2stelligen Wachsumsraten in den bevölkerungsstarken asiatischen Ländern wird Facebook bald das zentrale Bindeglied zwischen Produkten, Firmen, Persönlichkeiten und den Menschen dieser Welt darstellen. Als Betreiber der Datingseite Poppen.de habe ich mich immer gefragt, warum Facebook nicht einfach einen Premiumaccount anbietet, um so sicherlich 1% der Nutzer zu regelmäßigen Zahlern zu machen. Nun habe ich verstanden, dass sie ihr Geld wahrscheinlich ganz wo anders machen werden…

Facebook Connect als sozialer Aggregator

Doch mehr noch, mittels Facebook Connect und den Social Applications können nun auch noch meine Aktivitäten von anderen Seiten in meinen Livefeed gestreamt werden. Eine Art Beacon 2.0 also, nur dass Webseiten dieses Mal nicht freiwillig bei Facebook einbuchen werden um Werbung zu machen, sondern früher oder später nicht umhinkönnen auch mit Facebook verküpft zu sein wenn sie ein Stück vom Traffic Kuchen abbekommen wollen. Das Endresultat wird je nach Privatsphäre-Einstellungen also ein universeller Feed für die Internet-Aktivitäten meiner Freunde, Produkte und Businesspartner. Über die Möglichkeit meine Facebook Freunde in Gruppen einzuteilen, kann ich dann leicht zwischen dem gebündelten Livefeed von Familienmitgliedern, Freunden und Geschäftspartnern unterscheiden, ich würde könnte mir sogar vorstellen, dass mein geliebter Google Reader bald überflüssig werden könnte, da immer mehr Blogger ihre RSS Feeds mit ihren Facebook Accounts verbinden werden.

Die Informationen kommen auf mich zu

Wenn ich mir nun noch mal die neue Facebook Startseite anschaue, fällt mir darüber hinaus auf wie “Share” das zentrale Element der Homepage geworden ist. Facebook hat erkannt, dass die relevantesten Informationen heute nicht mehr gegoogelt werden müssen, sondern mir über die “Shares” meines digitalen sozialen Netwerkes ganz natürlich zugetragen werden. Ich stelle mir vor, wie zum Beispiel ein Forscher in Zukunft neben der Unterteilung in Familie und Freunde (links im Screenshot) auch noch Gruppierungen “Forscher”, “Gesundheitsministerien”, “Firmen” etc. in seinem Facebook Stream hätte. Mit einem Klick kann er dann schnell sehen, was es alles Neues in der Welt von BASF, Ulla Schmidt oder den Forscherkollegen gibt.

Vielleicht muss man Google gar nicht besser machen, vielleicht muss man einfach nur die Zeichen der Zeiterkennen und entsprechende Produkte liefern?

Facebook als Google Killer

Es ist natürlich gewagt eine solche reißerische Aussage zu machen, doch wenn überhaupt eine Firma Google Konkurrenz machen könnte, dann ist es Facebook. Vielleicht nicht wegen, aber auf jeden Fall zu einem großen Teil dank Microsofts großzügiger Bewertung von 15 Milliarden für Facebook, wurden so auch Türen geöffnet und dem heimlichen Ziehsohn ein bisschen Ruhe beim Entwickeln und vor anderen Angeboten durch Microsoftkonkurrenten gewährt.

Ob Microsoft irgendwann mal ihre Live.com Suche in Facebook integrieren wird bleibt reine Spekulation. Fakt ist auf jeden Fall, dass ein Haufen guter Google Mitarbeiter sich entschieden haben zu Facebook zu wechseln. Fest steht auch, dass Facebook vorallem Dank des intelligenten Adservers mittlerweile die Möglichkeit haben dürfte, seine User in thematische Gruppen einzuteilen, und auch deren Gewohnheiten tracken könnte.

Mit Wissen, was bestimme Usergruppen auf Facebook an Informationen und Links teilen und wie andere Usergruppen das zu schätzen wissen (I like this/ I dont like this), hätte man durchaus eine echte Alternative  zu Googles TrustRank entwickelt. Würde man dann noch das Klickverhalten dieser Usergruppen in den SERPS tracken und meine Suchergebnisse anhand dieser Daten und meinem direkten sozialen Umfeld optimieren müsste Google sich wahrscheinlich warm anziehen.

Wie auch immer es kommen wird, es wird spannend bleiben und ich freu mich drauf.

Bitte nicht zögern, Eure Kommentare sind willkommen und sogar gewünscht ;-)

P.S. Dieser Beitrag ist auch in englischer Sprache unter julius-dreyer.com zu finden.

Abmahnung für Sistrix durch Seoline

März 5, 2009 by Julius Dreyer  
Filed under News, SEO

Die Seo-Meldung des Tages. Die Firma von Johannes Beus, die Sistrix GmbH, wurde gestern von der Seoline Gmbh abgemahnt. Grund soll ein alter Blogpost sein, in dem in einigen Kommentaren despektierlich über die Firma Seoline hergezogen wurde. Dass Abmahnungen aber nicht immer die sinnvollste Lösung eines Problems sind, schon gar nicht im Web, hat Randolf Jorberg in seinem Artikel Seoline GmbH übt sich im Abmahnungs-Linkbait – kleines 1×1 sehr schön dargelegt. Eine solche Aktion geht fast immer auch nach hinten los. Und wenn man das in einem Umfeld wissen sollte, dann im Seo und Marketing Umfeld.

Und so kommt es wie es kommen musste, die Seo-Szene reagiert wie immer empfindlich auf so einen Abmahn-Fall und solidarisiert sich mit dem Abmahn-Opfer. Welche Kreise die Sache noch ziehen wird ist noch nicht klar, aber eines scheint schon jetzt sicher, mit dieser Abmahnung hat sich Seoline seinen Ruf noch ein Stückchen mehr ramponiert.

Bücher Rezension 2.0

Januar 24, 2009 by Julius Dreyer  
Filed under Bücher, Rezensionen

Geld 2.0 WordPress PraxisbuchIm Zeitalter des Web 2.0 wird es Zeit, für die Bücherwelt etwas Zweinulliges anzubieten. Darum möchten wir auf Seo.de das Projekt “Bücher Rezension 2.0” starten, das Prinzip lautet wie folgt: “Wir stiften das Buch, ihr die Rezension”.

Einfacher kommt ihr nicht an eueren Lesestoff und wir nicht an unsere Rezensionen. Zum Auftakt starten wir mit zwei Büchern von Perun, einmal mit “Geld 2.0” und einmal mit “WordPress – Das Praxisbuch (2. Aufl.)

Wer von euch also schon immer mal eines der beiden Bücher lesen wollte, der hat hier die einmalige Gelegenheit gefunden, dieses ohne Kosten zu tun. Jetzt zum Auftakt haben wir jeweils nur ein Exemplar dieser beiden Bücher im Angebot, mein Dank dafür geht an Perun, der so nett war uns diese zur Verfügung zu stellen. Das ganze ist ein Experiment, sollten wir damit Erfolg haben, werden weitere Bücher folgen.

Webtrends für Webseiten noch etwas trendlos

Juni 23, 2008 by Julius Dreyer  
Filed under Allgemein

Google hat in der letzten Woche seine Trends in den Google Labs um den Punkt Websites erweitert.
Damit rückt Google neben Alexa, Compete, Comscore, Quantcast und Co nun auch in den Markt der unabhängigen Reichweitenmessung vor.
Nach ersten Tests scheint mir der Dienst bisher noch ein wenig unausgereift. Ein Blick auf unser Portfolio zeigt, dass
sowohl die Unique Visits (nur eingeloggt sichtbar) deutlich unter unsere Daten liegen, aber auch auch der generelle Trend häufig in die falsche Richtung geht. Wie bei Alexa auch schon darf man vorallem die Daten von kleineren Websites nichts zu ernst nehmen und sollte bei der Konkurrenz-Analyse besser bei einer thematischen Ausrichtung bleiben und nicht etwa Newsportale mit Communities vergleichen.

Ansonsten noch sehr interessant -  und zumindest für mich neu – ist die Einsicht in alternative Suchabfragen und ebenfalls besuchte Webseiten. So könnte man z.B. sehr schön herausfinden, ob und welche Kooperationen sich lohnen könnten.

Nachdem die meisten der oben genannten Anbieter für deutsche Reichweitenmessung eher unbrauchbar sind, ist die neue Funktionalität für hiesige Webmaster auf jeden Fall eine Bereicherung – und so wie man Google kennt, auch noch lange nicht fertig entwickelt.

Das dies ein langer und schwieriger Weg ist, weiß Fred Wilson als Boardmember von Comscore aus eigener Erfahrung. Mit seinem *hust* etwas representativeren *hust* Portfolio hat er international ähnliche Erfahrungen wie wir gemacht. Auch bei ihm gingen die Daten im Vergleich zu den Platzhirschen häufig in die falsche Richtung. Wobei man verteidigend auch sagen muss, dass gerade die Genauigkeit von Compete und Quantcast im US amerikanischen Raum aufgrund der lokalen ISP Daten international auch ihre große Schwäche darstellt. So sind diese Dienste für eropäische Erhebungen nahezu nutzlos.

Für mich war eine Mischung der verschiedenen Dienste immer ein interessanter Ansatz, Quantcast und Compete liefern für nordamerikanische Haushalte erstaunlich genaue Daten, Alexa und Google haben die weltweite Masse um diese in Relativität zu setzen. So kann man z.B. die 58 bzw. 65 Millionen (Compete/ Quantcast) US User von youtube mit der geografischen Verteilung von Alexa multiplizieren. Laut Alexa kommen 25,8% der User von Youtube aus den USA, 4,6% aus Deutschland. Bei groben 60 Millionen eindeutigen Besuchern im Mai aus den USA , hat Youtube weltweit also geschätzte 232,5 Millionen Uniques und ca. 10,7 Millionen davon in Deutschland.

Von Google selbst bekommt man übrigens keine Angaben zu Youtube oder anderen Projekten des Unternehmens, so sind neben Youtube oder Blogger.com auch Daten zu Google selbst nicht abrufbar. Gemäß Google Operating System handelt es sich um eine interne Richtlinie:

“We have policy of not providing interim financial guidance, and have decided not to release Google numbers in accordance with that policy.”

Ob dies nun der ausschlaggebende Grund ist, oder die eigenen Daten schlicht und einfach die ganze Reichweitenmessung verzerren würden bleibt vorerst ein Geheimnis. Bisher ist anzunehmen, dass bei der Erhebung vorallem die Google Toolbars zum Einsatz kommen, und der Dienst somit Alexa am ähnlichsten ist.

Unterm Strich gilt jedoch weiterhin: “Traue keine Statistik, die du nicht selber gefälscht hast” oder wie Tom Melcher richtig hervorhebt, sind gerade die primitiveren Dienste wie Alexa leicht fakebar und somit mit Vorsicht zu genießen:

As it turns out, there are many firms you can hire to increase your rankings.  Their algorithms are quite sophisticated – you can say things like “I’m currently number 35,000 globally and 6,000 in China.  Within China I want to get to the top 1,000, and within the top 10,000 globally, but do it over 3 months so it doesn’t look fake.”

In China wird so gerne auch mal die due dilligence oder das Mediakit etwas auf- oder besser gesagt interpoliert.

Wie gut, dass wir im schönen Deutschland sind ;-)

SEO = PR?

März 12, 2008 by Julius Dreyer  
Filed under Allgemein

Als Entwickler von Communities sind wir stark auf Suchmaschinenoptimierung angewiesen und fragen uns regelmäßig wie unsere Firma auf die ständigen Änderungen reagieren sollte. Da wir keine SEO Agentur sind und nur bedacht einstellen können, fragen wir uns welche Position langfristig am meisten Sinn machen würde.

Nachdem der Pagerankwahn und stumpfe Linkeinkauf nun glücklicherweise ihr Ende gefunden haben, scheint der Markt gereift zu sein und hochwertiger Content sich wie von selbst am besten durchzusetzen. Die Zeiten in denen Praktikanten massenhaft Links eingekauft haben, sind also von Kreativität und hochwertigem Inhalt abgelöst worden.
Link Bait (deutsch: Link Köder) ist das Zauberwort und Social Media scheint der Schlüssel zum Erfolg.

Es gilt eine Story oder ein Produkt zu schmieden, einen Reißer, der mit minimalen Einsatz größtmögliche Reichweite erzielt. Etwas, das durch die Medien geht, weil es unterhaltend, kontrovers, revolutionär, genial gut oder einfach nur erwähnenswert ist.
Klingt schwer nach PR oder?

Ist es nicht Aufgabe einer PR Agentur eine Firma auf die Öffentlichkeit vorzubereiten (SEO: on page Optimierung), mit kreativen Ideen und gezielten Events (SEO: Link Bait) möglichst viel Medienrummel (SEO: Social Media Presenz) zu verursachen, mit Hilfe von Presseverteilern (SEO: Social Networks und Social Media Sites) Pressemitteilungen (SEO: Blogbeiträge/ virale Videos) zu verteilen und für ständigen Gesprächsstoff zu sorgen?

 

Die beiden Branchen scheinen sich ähnlicher zu sein als man denkt. Und momentan deutet vieles darauf hin, dass diese sich zukünftig noch mehr aufeinander zubewegen werden. Eine klassische PR Agentur muss zwangsläufig umdenken und ebenso mangelt es vielen SEOs noch an klassischer PR Erfahrung.

Man bedenke nur, wieviele Blogger auf Artikel der führenden Tageszeitungen eingehen, oder wie klassische Pressemitteilungen auch von Online Redaktionen aufgenommen werden und dementsprechend die Runde machen. Umgekehrt werden mittlerweile auch Superdiggs nicht selten am nächsten Tag in den klassischen Medien aufgegriffen.
Strategische Kooperationen wären in vielen Fällen wohl durchaus lohnenswert – ich bin mal gespannt ob wir in der Richtung zukünftig was sehen werden.


Nur was bedeutet das nun für mich? Soll ich lieber einen kreativen PR Spezialisten oder einen technikaffinen SEO einstellen? Am besten wäre natürlich das Doppelpack, oder was meint ihr?

Quality Score und Landingpage Optimierung

Februar 13, 2008 by Julius Dreyer  
Filed under Google Adwords, SEM

Nach meiner kurzen Vorstellung möchte ich heute auch mal einen ersten Blogbeitrag wagen. Anlass für meine frisch gewonnene Schreibwut ist ein gestriger Beitrag von Jon Miller über Landingpage-Optimierung auf Searchengineland. Jon Miller arbeitet als Vice President of Marketing bei einem Anbieter von B2B Software zur Optimierung von Marketingkampagnen.
Während ich mir die marketingtechnische Landingpageoptimierung für ein anderes Mal aufhebe, gehe ich heute nur auf den Quality Score ein. Wie wir ja wissen, strebt Google es an, bei den Adwordanzeigen möglichst relevante Werbung/ Informationen anzuzeigen. Macht ja auch Sinn, wenn Suchende in den Adwordanzeigen Antworten auf Ihre Suchanfragen finden, erhöht dies ja ihre Zufriedenheit und resultiert in mehr Vertrauen in Adwords. Mehr Vertrauen bedeuten mehr Klicks, mehr Klicks bedeuten mehr Erfolg für Werbende und letztendlich mehr Einnahmen für Google. Der Ranking Algorithmus bei den Adwords ist für Google also nicht weniger wichtig als der von SERPs und sollte daher beim erstellen von Landingpages und Anzeigen im Hinterkopf behalten werden.

Aber was ist eigentlich der Quality Score?

Google möchte relevante Anzeigen belohnen indem sie dem Werbenden preislich und bei der Position entgegenkommen. Weniger relevante Anzeigen werden so teurer und unattraktiv. Um dieses Modell umzusetzen hat Google einen Quality Score geschaffen:

Quality Score is the basis for measuring the quality and relevance of your ads and determining your minimum CPC bid for Google and the search network. This score is determined by your keyword’s click through rate (CTR) on Google, and the relevance of your ad text, keyword, and landing page.

Auf gut deutsch legt der Quality Score also das Mindestgebot für die beworbenen Keywords aufgrund von Informationen wie Klickrate, Relevanz des Werbetextes und der Landingpage fest.

Wie macht sich der Quality Score bemerkbar?

Wer regelmäßig Kampagnen bei Google bucht, wird festgestellt haben, dass sich die Mindestpreise bei den einzelnen Suchwörtern nach einiger Zeit verändern. Wenn zu allgemeine Wörter gewählt wurden, und diese offensichtlich eine schlechtere Leistung als vergleichbare Anzeigen bringen, wird der Mindestpreis zum nächsten Intervall hochgestuft.
Umgekehrt gilt: Je höher der Qualitätsfaktor, desto besser die Anzeigenposition und desto geringer das Mindestgebot.

Trifft der Quality Score auf jeden zu?

Wie oben schon geschrieben, ist Google verständlicherweise an einem hochwertigen Ergebnis interessiert. Manchmal habe ich persönlich jedoch den Eindruck, dass bei besonders großen Kunden (z.B. früher Ebay) der Quality Score manuell bestätigt wird und daher auch bei weniger relevanten Suchphrasen mal ein Auge zugedrückt wird. Normalsterbliche wie wir werden davon aber wohl nie profitieren können.

Welche Möglichkeiten gibt es um den Quality Score einer Landingpage zu erhöhen?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Websiten die sich diesem Thema widmen, einige wichtige Punkte möchte ich hier in unsortierter Reihenfolge vorstellen:

1. Relevanz
Man sollte beim erstellen von Anzeigen darauf achten, möglichst relevante Keywords für die beworbene Seite auszuwählen, und umgekehrt auf der beworbenen Seite möglichst erfolgsverpsrechenden Inhalt zu bieten. Am einfachsten und wirksamsten ist es also die lange Keywordliste in mehrere relevante Anzeigen aufzuteilen. Das macht in erster Instanz deutlich mehr Arbeit als einfach 100 ordentliche Keywords auf ein und dieselbe Landingpage zu senden, wird sich aber später garantiert in der Position und vorallem der Brieftasche bemerkbar machen. Eine gute, wenn auch nicht ganz verlässliche Möglichkeit um Relevanz zu messen ist das Google Keyword-Vorschlagstool. Dort kann man sich Keywords anhand von Webseiten vorschlagen lassen, im Optimalfall müssten für die Landingpage dort die beworbenen Keywords stehen. Mich haben die merkwürdigen Ergebnisse von dem Teil allerdings schon regelmäßig zum Verzweifeln gebracht.

2. Verweildauer und Suchverhalten
Man kann annehmen, dass eine geringe Verweildauer & weitere Klicks auf andere Ergebnisse negativ gewertet werden könnten. Wie bei der Relevanz auch schon, gilt es dem Besucher eine möglichst positive Erfahrung auf der Zielseite zu bescheren, ausdrücklich beinhaltet dies auch die Verlinkung zu weiteren themenrelevanten (Produkt)Seiten.

3. Keyword Optionen
Google bietet in den Anzeigengruppen unter „Keywords bearbeiten“ die Möglichkeit diese genauer zu spezifizieren. Häufig vernachlässigt birgt dieses Tool einen wertvolle Quelle zum analysieren und optimieren von Anzeigen. Es wird zwischen vier Optionen unterschieden:

Keyword = weitgehend passende Keywords “Keyword” = Genaue Wortgruppe abgleichen [Keyword] = Nur genau passender Begriff -Keyword = Diesen Begriff nicht abgleichen

Ein einfaches Beispiel: Gebe ich Bürohstuhl ein wird diesen in der Standardoption als weitgehend passendes Keyword gewertet. Folglich könnte meine Anzeige auch bei Synonymen, oder Variationen dieses Keywords eingeblendet werden:

  • Bürostühle kaufen
  • Hag Bürostuhl
  • ergonomischer Bürostuhl
  • Chefsessel
  • Bürostühle verkaufen

Wie man leicht erkennt, machen einige Begriffe keinen Sinn, weil ich in meinem Shop z.B. keine HAG Stühle führe, oder mich eben nur auf klobige Chefsessel und nicht auf ergonomische Stühle oder gar den Ankauf von Stühlen konzentriere. Ergo macht die Standardoption nur begrenzt Sinn und sollte in vielen Fällen besser durch genauer kategorisierte Keywords abgelöst werden. Interessant sind die anfallenden Daten für den aufmerksamen Werber allerdings allemal. Eine Definition und Anwendungsbeispiele der andere Keyword-Gruppen findet man in der Google Adwords Hilfe.

4. Originalität
Google mag keine doppelten Inhalte und spätestens seit populären Partnerprogrammen führen im Internet viele Wege nach Rom. Google selbst reißt in seiner Spam Guideline das Thema an, und lässt somit darauf schließen, dass die Verlinkung auf populäre Affiliateprogramme und doppelter Inhalt auch beim Quality Score negativ gewertet werden kann.

5. Punktgenaue Informationen
Viele Suchende sind faul und überfliegen gefundene Webseiten anstatt sich damit tiefgreifender auseinanderzusetzen. Um möglichst schnellen und somit großen Erfolg zu bieten sollten die Landingpages am besten knackige und punktgenaue Informationen bieten. Häufig sieht man Anzeigen auf die Hauptseite verlinken, was in vielen Fällen nicht die optimale Lösung darstellt. Meistens ist es besser nicht mehr nicht weniger als die relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen und weitere relevante Seiten nur zu verlinken.

6. Zugängliche Inhalte, transparente Informationen
Während Marketingmenschen den potentiellen Kunden gerne zur Registrierung oder zum Kauf ködern wollen, will Google lieber zugänglichen Inhalt auf der Website vorfinden. Um Vertrauen zum Kunden und Quality Score von Google zu erlangen, sollte ein Impressum, Mission Statement, Spam Richtlinien und dergleichen vorhanden sein. Nach wie vor werden viele Anzeigen früher oder später von einem Mitarbeiter überprüft, die händische Kontrolle sollte ihn also nicht zum Kopfschütteln bringen.

7.Klickrate
Die Klickrate oder auch CTR ist einer der einfachsten Wege um zu messen wie relevant und profitabel eine Anzeige für Google ist, man sollte also darauf achten möglichst attraktive und zum Suchwort passende Anzeigen zu schreiben. Google bietet in der Kampagnenverwaltung unter „Variation von Anzeigen“ die Möglichkeit mehrere Anzeigentexte zu erstellen und diese gegeneinander laufen zu lassen. Dies sollte unbedingt genutzt werden.

8. Adsense Arbitrage
Hier vielleicht nicht ganz treffend, aber doch erwähnenswert ist das sogenannte Adsense Arbitrage. Findige Webmaster nutzen hier die Spanne zwischen einzelnen Geboten oder versuchen Traffic von einem billigen Keyword auf ein Teureres zu lenken. Da dies den Suchenden eher auf Umwegen ans Ziel bringt, ist auch Google kein großer Fan davon. Dementsprechend sollte darauf achten nicht mit dieser Gruppe verwechselt zu werden.

9. Linkaufbau und SEO
Google hat bereits einen hoch entwickelten Algorithmus für seine Ergebnisseiten, nichts läge näher als mit diesem auch die Relevanz von Anzeigenseiten zu benutzen.
Somit würden auf die Optimierung von Landingpages im Grunde genommen dieselben Faktoren wie beim klassischen SEO zutreffen.

Für effektiven Linkaufbau sucht man sich die besten Keywords sortiert nach Wandlung und Suchvolumen aus der bestehenden Kampagne heraus und linkt dann mit diesen Keywords via Deeplinks auf die jeweiligen Landingpages.

Wie von Jon geschrieben haben auch die Metatags eine enorme Auswirkung auf den Quality Score, gemäß seiner Messung haben sich allein die Nennung des Suchwortes in Titel und Beschreibung mit einer Reduktion von 5 Cent oder in seinem Fall 30% bemerkbar gemacht!

10. Conversion Rate
Wie eingangs geschrieben ist die Optimierung von Landingpages eine Wissenschaft für sich, auf die ich heute nicht näher eingehen werde. Gesagt sei allerdings, dass es für Google nur naheliegend wäre die Wandlungsrate auch irgendwie mit in den Quality Score einzubeziehen. Von daher sollte neben der Variation von Anzeigen auch enormes Augenmerk auf die Optimierung der Landingpage ansich gelegt werden.

Disclaimer

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Quality Score natürlich von deutlich mehr Faktoren abhängt, grundlegende Richtlinien zur Aufbereitung einer Website und unnötigem User-Nepp sind am besten bei Google selbst nachzulesen.

Herzlich willkommen auf Seo.de

Februar 8, 2008 by Julius Dreyer  
Filed under Allgemein

Mein Name ist Julius Dreyer, ich bin zusammen mit meinem Bruder David Dreyer neuer Inhaber der Domain Seo.de.

Wie viele von euch waren auch wir erstaunt auf einer so schönen Domain so wenig Inhalt vorzufinden,wie z.B. die lustigen Meldungen “Hilfe, hilfe ich hab mich verlaufen!” oder ”oliver-otte.de ist online”. Letzteres kann man in bester Web0.0 Manier auch noch auf dem Original bewundern.

Keine Frage, dass eingefleischte Domainer wie wir da natürlich unsere Chance witterten und dem guten Herrn eine Kaufanfrage sandten. Hier warf dann aber die Rückmeldung mehr Fragen auf als sie beantwortete. So gab es statt einer Preisvorstellung oder möglichen Zukunftsplänen für die Domain nur eine Willkommensnachricht für die Seo.de Spamlist. Als Seo.de im Dezember dann überraschenderweise bei Sedo in einer Auktion zum Verkauf stand, nutzten wir die Gelegenheit und erhielten schließlich für 48.000 Euro den Zuschlag.

Unser Ziel ist es auf Seo.de einen gemeinschaftlichen Blog mit einigen ausgewählten Gastschreibern der deutschen SEO und SEM Szene zu etablieren. Ich würde mich freuen, wenn ihr hin und wieder mal vorbeischaut, es wird sich sicher lohnen.

Julius Dreyer