Google verlegt Content

Januar 17, 2010 by Gerald Steffens  
Filed under Google, News

Die Welt ist ungerecht. Zumindest aus Sicht der Zeitungen und Zeitschriften-Verleger. Die Suchmaschine Google verlegt ihren Content und verdient auch noch Geld damit. Das ist nicht fair. Und weil nicht sein kann was nicht sein darf, rennt man gemeinsam zum Kartellamt und legt Beschwerde ein. Leider ist das auch so ziemlich das einzige, worin sich Zeitungen und Verlage einig sind. In Zeiten finanzieller Not greift man gerne nach einem Strohhalm, und wenn man es nicht alleine schafft, dann muss halt das Kartellamt gegen Google antreten.

Insgesamt sind es sogar drei Parteien die beim Bundeskartellamt Beschwerde eingereicht haben. Einmal die Verleger, dann die frischgebackene Microsoft-Tochter Ciao und zu guter Letzt auch noch der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities. Was Ciao für ein Problem hat, habe ich selbst nach fünfmaligem Lesen der Nachrichten nicht verstanden. Bei Euro-Cities kann ich es verstehen, wer wird schon gerne vom Markt verdrängt, weil plötzlich einer wie Google daherkommt und die wertvollen Karten auf einmal für lau unters Volk schmeisst. Erinnert mich ein wenig an die Sache mit Urchin bzw Google Analytics, als Google eine ehemals 199 Dollar teure softe Ware auf einmal für Null Komma Nix Märker ins Web stellte und damit der Statistik- und Analyse-Branche schwere Verluste zugefügt haben dürfte. So richtig gesund für den Wettbewerb ist das sicher nicht.

Googles Macht ist an dieser Stelle schon erschreckend. Zumindest hier bei uns in Deutschland, wo Google quasi 90% des Suchmaschinen-Traffics für sich vereinnahmt. Wo Google Postfächer kostenlos und in GigaBytentischen Portionen verschenkt, wo Analytics für lau die halbe Welt protokolliert und kontrolliert. Wo Google schon heute kostenlose Handy-Betriebssysteme vertreibt, morgen vielleicht schon “Wlan für Alle” anbietet und übermorgen die Handies & Webzugangsgeräte gleich auch noch dazu verschenkt. Vor ein paar Jahren hätte ich zu mir noch gesagt, “du spinnst, es hat doch keiner was zu verschenken”. Heute denke ich da anders drüber.

Nach so viel Abschweifung wird jetzt aber ein Rücksturz zur eigentlichen Thematik notwendig. Bei aller Vorsicht was die Marktmacht und Innovationsfreude von Big Brother Google angeht, die Forderungen der Verlage halte ich schlichtweg für einen Witz. Aus welchen Beweggründen auch immer das Internet von den Verlagen verschlafen wurde, wer jahrelang zu blöde war die Entwicklung im Web zu antizipieren, sollte jetzt nicht auch noch beleidigt tun, weil der große Bruder einem den Lolli nicht bezahlen will, den er einem tags zuvor geschenkt hat ;-)

Google Privacy Umfrage-Ergebnis

Dezember 15, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Umfrage

privacy-statsPassend zu Nikolaus hatte ich im SOS Seo Blog mein Unbehagen über die neue Google-Personalisierung ausgedrückt und zugleich eine kleine Umfrage dazu gestartet. Die Frage lautete: “Wie findest du die personalisierte Google Suche?”. Mittlerweile sind 145 Stimmen dazu abgegeben worden, deren Stimmverteilung könnt ihr der linken Grafik entnehmen.

Natürlich darf man das jetzt nicht als repäsentativ für die deutsche Internet-Bevölkerung ansehen, sowohl die kritische Auseinandersetzung in meinem Artikel als auch die sehr seo- und marketinglastige Leserschaft dürften für eine deutliche Subjektifizierung der Umfrage gesorgt haben. Nichtsdestotrotz ein nettes Wahl-Ergebnis. Nur knapp 10% der Teilnehmer freut sich darauf von Google ausspioniert und bevormundet zu werden, weiteren knapp 20% ist es egal und der große Rest lehnt den neuen Service ganz ab und möchte ihn abschalten.

Gespannt bin auf jeden Fall mal auf die offiziellen Verlautbarungen Seitens Google zu diesem Thema. Wenn es sie denn jemals geben wird. Witzigerweise ist Google selber nämlich sehr auf die eigene Privacy bedacht und rückt solche Daten nur selten bis ungern raus ;-)

PS: Noch eine Anmerkung. Die letzten Tage musste ich desöftern schmunzeln ob der Auswirkungen bzgl. die Personalisierung. Ein Bekannter rief mich völlig euphorisch an und teilte mir mit, dass seine Seite beim Hauptkeyword gerade von Platz 9 oder 10 auf 2 hochgeschnellt wäre. Er wäre auch nicht bei Google eingeloggt. Leider musste ich ihm die Illusionen rauben und ihn bitten, er möge doch einmal seine Cookies löschen bzw das Webprotokoll deaktivieren. Er war nicht der einzige. Selbst einige Seo-Honoratioren sind über den Privacy Fallstrick gestolpert. Und das will schon was heißen. So richtig marginal scheinen mir die Unterschiede/Auswirkungen nämlich nicht zu sein, wie mancherorten verlautbart und vermutet wurde.

Kauf mich!

Dezember 3, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Lästerecke

Nachdem ich gerade über die Top-Suchbegriffe 2009 geschrieben und mich über die Prüderie der Suchmaschinen ereifert habe, hier noch ein Nachschlag zum Thema Prüderie und Google. Ich frage mich schon lange, warum Google nicht endlich seine prüde Suchhaltung aufgibt und sich auch ein Stückchen vom Sex-Kuchen abschneidet. Ich kann ja verstehen, dass Google als international tätiger Suchmaschinist bei pornografischen Inhalten vorsichtig wird, alleine schon um juristischen Ärger zu vermeiden. Aber warum ziert sich Google bei relativ harmlosen Begriffen wie Escort und Escortservive, auf seinen Suchseiten AdWords Anzeigen zu veröffentlichen?

Kauf mich Das wunderte vor einiger Zeit auch Julius und seine Kollegen. (Julius und seine Brüder sind nämlich nicht nur Eigentümer der Domain Seo.de, sie sind auch Betreiber einiger leicht esoterisch angehauchter Webseiten wie poppen.de oder gays.com.) Beim Versuch sein gerade frisch eröffnetes Kaufmich-Projekt über Google AdWords zu promoten, gabs leider eine Abfuhr. Folgende Mail segelte ihm vor einigen Wochen ins Postfach:

Hi Julius,

schlechte Nachrichten: ich habe per Telefon gerade die Ansage von Google bekommen, dass Escortservices u.ä. bei Google überhaupt nicht erwünscht sind.

Ich habe bisher bei Adwords auch noch kein vergleichbares Angebot gefunden.

Es sieht also momentan schlecht aus für KaufMich.de

Grüße
P.

Tja, so kann’s gehen. Die Jungs hatten extra für Google mit Kaufmich.de eine begrifflich abgeschwächtere Version ins Netz gestellt, doch auch das hat nicht geholfen. Google mag keine Escort Services und sagt das auch ganz deutlich: “Don’t promote escort services.” Auf Deutsch gibt es diesen Hinweis auch noch mal, dort heißt es klar und deutlich: Werben Sie nicht für Begleitservices (evtl. muss die Sprache passend eingestellt werden). Eine Überprüfung der Google Serps für Escort zeigt puristisch einwandfreie Ergebnisse, nicht einmal für Ford Escort wird dort geworben. Konsequent sind sie bei Google, das muss man ihnen lassen.

Doch halt. Was ist denn das? War da nicht gerade etwas von wegen Begleitservices? Ist das wirklich sauber? Ich dachte, man dürfe nicht dafür werben. Ich zähle aber gerade 8 AdWords-Anzeigen zum Thema Begleitservice. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, die beworbenen Seiten böten gar keinen Begleitservice an? Ist das dann sauber? Ist das nicht irreführende Werbung? Es wird für etwas geworben, was nachher nicht auf den Seiten angeboten wird. Entspricht das Googles ethischen Grundregeln? Wie man es auch dreht und wendet, Google scheint hier etwas schizoid aufgelegt zu sein.

Mich stört das ehrlich gesagt gar nicht. Ich finde es wäre vielmehr sinnvoll, wenn Google auch Begriffe wie Escortservice mit AdWords bedienen würde. Generell würde es bei vielen “erotischen” Begriffen Sinn machen Firmen mit Geld vorne in die Serps reinzulassen, denn die Chancen in den AdWords-Resultaten Webseiten mit einer höheren Qualität auszuliefern als in den organischen Suchresultaten, stehen gut. Mein Postulat: Google würde die Qualität seiner Suchergebnisse bei erotischen und pornografischen Begrifflichkeiten verbessern, wenn die Suchmaschine mit den AdWords-Anzeigen eine Art Schutzwall vor die ansonsten ungezügelten Suchresultate schalten würde ;-)

Update 14.12.09: So ein Mist. Das hier eingebundene “Kauf mich” Musikvideo von den Toten Hosen wurde von YouTube aus Copyright-Gründen abgeknipst. Schade, das Lied war die optimale Untermalung für den Artikel hier.

Fundstück der Woche

November 20, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Lästerecke, News

Mario hat ein interessantes Google News Fundstück ausgegraben, das sehr schön zeigt wie hoch die Qualitätsansprüche beim Suchmaschinen-Giganten aus Mountain View derzeit liegen.

Der Gewinn von 6,3 Millionen ging an einen Frau. Trotz dem Herrlichen Glückwunsch an die Gewinnerin.

Schöner hätte ich das auch nicht ausdrücken können. Derart eloquente Sequenzen verbaler Interferenzen suchen Ihresgleichen. Überhaupt ist das ganze Elaborat ein Quell kreativer Satzgestaltung. Und als wenn das nicht genug wäre, auch inhaltlich verblüfft das Werk. Von einem Artikel über die Ziehung der Lottozahlen hätte ich eigentlich erwartet, dass dort auch die Zahlen gelistet würden. Doch vielleicht liege ich ja falsch und erwarte einfach zu viel von einem Artikel, der es bis in die Google News geschafft hat.

Google kauft Admob

November 11, 2009 by Klaus-Martin Meyer  
Filed under Google, Werbung

Am 09. November 2009 gab das Start-up für mobile Werbung Admob (San Mateo, Kalifornien) im eigenen Blog bekannt, dass man sich von Google kaufen lässt. AdMob wurde im Jahre 2006 gegründet. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben ein mobiles Werbenetzwerk von tausenden von Webseiten, die für mobile Endgeräte optimiert sind. Unter den Werbekunden befinden sich große Namen wie Coca-Cola, Ford und weitere Blue Chip Companies. Admob ist dabei eine Firma, die Google nicht unähnlich ist und sogar denselben Wagnisfinanzierer gewinnen konnte.

Auf der deutschen Webseite von Admob steht zu lesen: „AdMob – Die Plattform für Handywerbung: Branchenführende Lösungen für Handywerbung und Ertragserzielung von dem namhaften Anbieter für Handywerbung.“. Das sind gleich drei Stichworte, bei denen sich ein Vergleich mit Google aufdrängt. Marktplatz, Werbung und Ertragserzielung. Google ist ja nichts anderes als ein Marktplatz, auf dem das Angebot von Werbung (adwords) und Angebot von Werbeflächen (adsense) – Stichwort: Ertragserzielung – in Einklang gebracht werden.

Admob ist also schon heute so etwas wie Google für das Thema Mobile. Dass die Admob-Leute etwas können, wird aus zwei nackten Zahlen deutlich. Bisher hat man 125.897.661.034 (Stand 11.11.2009 14:30 Uhr) Impressionen mit via Admob ausgelieferter Werbung in die Augäpfel der User befördert. Das ist für ein noch so junges Thema wie die mobile Werbung eine gigantische Zahl, zumal Admob wie erwähnt erst 2006 gegründet wurde. Eine zweite Zahl spricht Bände. Der Kaufpreis von 750 Millionen US-Dollar ist extrem hoch, auch wenn „nur“ in Aktien gezahlt wird.

Da kauft also Google, das mit Hilfe von Android im mobilen Zeitalter noch seinen Platz erobern will, ein „kleines Google“ auf. Das Ergebnis dürfte sein, dass die Marktmacht von Google vor den Yahoos und Microsofts dieser Welt noch weiter wächst, zumal es kaum wirkliche Überschneidungen gibt. Ein hochrangiger Google-Mitarbeiter beschreibt es folgendermaßen:

“Google and AdMob are currently specialising in different parts of that space – Google focusing on mobile search advertising and AdMob focusing on mobile application and website advertising.”

Die Vorteile für Google liegen auf der Hand. Ein potentieller zukünftiger ernstzunehmender Wettbewerber ist aus dem Feld geschlagen. Admob hatte im Frühjahr recht selbstbewusst, um nicht zu sagen aggressiv versucht, Analysten und Account-Manager (auch für den deutschen Markt) von Google abzuwerben. Der Autor wurde damals von einem Google-Mitarbeiter um Rat gefragt, ob ein solcher Schritt sinnvoll sei. Dies wurde u.a. damit bejaht, dass „die Klitsche“ sicher in zwei, drei Jahren von Google übernommen werde und dann sei man einerseits bei Admob etabliert und auch deshalb für Google interessant, weil man sich in beiden Unternehmenskulturen auskenne. Die Vorhersage war in Bezug auf die Übernahme nicht schlecht, wenn auch sicher zu weit in die Zukunft datiert. Nun braucht das Personal nicht mehr so aggressiv abgeworben werden, was die Personalkosten senkt.

Andererseits dürfte sich Admob mit Google im Rücken sehr viel dynamischer entwickeln. Das Vertriebsteam von Google hat schon ansatzweise unter Beweis gestellt, dass man die Adwords-Kunden auch auf Youtube drängen kann. Zudem wurde in den letzten Monaten bereits konzentriert daran gearbeitet, dass die Adwords-Werbung auch verstärkt für mobile Endgeräte geschaltet wird. Hier war, wie der Autor am Beispiel von telefon.de und serviette.de erfahren konnte, der Traffic aber noch nicht wirklich spürbar. Da die Suchanfragen über mobile Endgeräte aber nach Google-Angabe bereits im Bereich von 7 % liegen und mit Admob nun noch mehr Seiten buchbar sind, dürfte schon in Bälde der mobile Traffic signifikante Größenordnungen erreichen.

Zusammenfassen kann festgestellt werden, dass sich die Übernahme von Admob liest wie ein Plot aus dem Jeff Jarvis-Buch „Was würde Google tun?“

Klaus-Martin Meyer

Google Suggest rulez the Serps

Oktober 22, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Suggest

Gestern hat Google seine Suggest-Funktion auch auf die deutschen Suchergebnisseiten losgelassen. Zuvor hatte es Google-Suggest in Deutschland nur auf der Google.de Startseite gegeben. Damit ist der Suchmaschinengigant dem amerikanischen Beispiel gefolgt, wo die Funktion schon seit längerem auf allen Suchseiten eingeblendet wird. Damit meine ich nicht nur die Startseite und Ergebnisseiten der Web-Suche, sondern auch die der Bildersuche, Video-Suche, der Google-News und sogar der Shopping-Suche. Bei uns sieht das jetzt ähnlich aus, lediglich beim Shopping will Google uns Deutschen noch nichts suggerieren.

google-suggestion

Suggest heißt so viel wie Vorschlagen. Und das trifft es auch sehr gut. Während des Eintippens der Suchbegriffe macht Google uns permanent Vorschläge, welche wir bei Gefallen auswählen und aufrufen können. So ersparen wir uns einiges an (Ver-)Tipperei und helfen gleichzeitig Google beim Begreifen unserer Wünsche. Google liest unsere Wünsche quasi von den Tasten ab, man könnte aber auch sagen, Google schaut uns genau auf die Finger ;-)

Der Qualität der Suchergebnisse dürfte das entgegen kommen, den User wirds freuen und die Webseitenbetreiber dürfen auf zunehmenden Traffic und steigende Konversionsraten hoffen. Also alles eitel Sonnenschein? Nicht unbedingt. Denn wo Traffic auf der einen Seite zunimmt, muss Traffic auf der anderen Seite fehlen. Mit Google Suggest geht es den Rechtschreibfehlern und Vertippern an den Kragen. Doch nicht nur das, auch kurze Suchwörter scheinen unter den Auswirkungen von Google Suggest zu leiden.

Und damit sind wir beim Punkt Suggerieren angekommen. Denn suggest bedeutet auch suggerieren = beeinflussen, manipulieren, einreden. Google nimmt Einfluß auf unser Suchverhalten und unsere Umwelt, so stark wie vielleicht noch nie zuvor. Veranschaulichen kann man das sehr schön mit Hilfe von Google Trends. Betrachten wir zum Beispiel die Begriffe Grunderwerbssteuer und Grunderwerbsteuer. Bis vor einigen Monaten liefen diese beiden Begriffe in völligem Einklang durch Netz. Echte Harmonie und selbst der Duden erlaubt beide Schreibweisen.

grunderwerbsteuer-trend

Schaut man sich den Verlauf der Suchvolumina seit Ende April an, so haben sich die Wege der beiden Begriffe klar getrennt. Grunderwerbsteuer wird mittlerweile doppelt so häufig via Google gesucht wie sein Namensvetter Grunderwerbssteuer. Und dabei ist die jüngste Suggest-Änderung noch nicht einmal sichtbar. Wer weiß wie weit die Schere noch auseinander gehen wird. Ein noch krasseres Beispiel liefert der vergoogelte Autoversicherungsvergleich. Während man sich im letzten Jahr als Seitenbetreiber noch freuen konnte über die Wechselzeit bei den Autoversicherungen, wenn man mit dem Begriff “Autoversicherungsvergleich” auf den vorderen Plätzen bei Google weilte, so sieht es in diesem Jahr nicht mehr ganz so rosig aus. Google verschiebt ganz deutlich die Besucherströme.

autoversicherungsvergleich-trend

autoversicherung-suggest autoversicherung-suggest Die beiden Screenshots links und rechts zeigen den heutigen Stand der Google Suggests und den von Mitte Juni 2009. Man erkennt sehr schön die Verschiebung der Reihenfolgen und damit auch der Trafficströme. Die Kombinationen Autoversicherungsvergleich sowie Autoversicherungen wurden jeweils einen Platz nach unten verschoben.

Ein Sieg der Google Suggestion. Die Suchmaschine nimmt damit direkten Einfluß auf unser Verhalten und unsere Sprache. Vielleicht lassen wir uns ja bis zu einem gewissen Grad von Google umkonditionieren. Ob Suggest aber auch PISA konforme Auswirkungen hat? Rechtschreibfehler werden zwar seltener den Weg in die Serps finden, der User wird mit der Zeit aber auch immer tippfauler. Aber da Lernen auch viel mit Üben und “Fehler machen” zu tun hat, ist Googles Vorschlagwesen an dieser Stelle wahrscheinlich sogar leicht kontraproduktiv.

Elfter Geburtstag von Google

September 27, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Events, Google

11th_birthdayDer 27. September 1998 gilt offiziell als Gründungsdatum von Google. Zur Feier des Tages gab es natürlich auch wieder ein passendes Geburtstags Doodle zu bewundern, das hierzulande aber von der Bundestagswahl und dem zugehörigen Bundestagswahl Doodle überschattet wurde. Von unserer Seite aus dazu herzlichen Glückwunsch :)
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Mona Lisas Googel Hupf

Juni 23, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Bilder, Google

Mona Lisa Es muss nicht immer die Websuche sein, auch Googles Bildersuche kann bisweilen spannende Geschichten produzieren. Martin Mißfeldt hat ein interessantes Google Image Search Experiment zum Mona Lisa Dance durchgeführt, in dem per Video und Slideshow die Googel Hüpfer von Mona Lisa optisch festgehalten wurden.

Die im Zeitraffer präsentierten Bildergebnisse zeigen anschaulich, wie beweglich die Suchresultate auch bei Bildern sein können. Von der normalen Google Suche sind wir ja zunehmendes Gezappel und Gehüpfe gewöhnt, dass die Bildersuche aber auch so zappelig von statten geht, das überrascht mich denn doch ein wenig. Fast an jedem Tag findet irgendwo ein Googel Hupf bei der schönen Lisa statt. Ich hätte das alte Mädel eigentlich für weniger sportlich gehalten ;-)

Solche Zeitrafferaufnahmen von Google Resultaten sind überhaupt eine nette Sache, lassen sich doch so auch viele kleine Veränderungen an Googles Suchseiten feststellen, die meist so dezent und schleichend passieren, dass man sie im täglichen Gebrauch leicht übersehen kann.

Google Suggest Suggestion

Juni 19, 2009 by Gerald Steffens  
Filed under Google, Statistik

Seit dem 31. März 2009 treibt Google Suggest sein Unwesen auf der Startseite von Google Deutschland und so mancher Blogeintrag hat sich schon mit dem Thema befasst. Da geht es um Lustiges und Listiges, aber auch um Suggest Auswirkungen und Ausmessungen. Ein Aspekt dürfte dabei auch noch recht interessant sein – das liebe Geld. Denn letztendlich geschieht im Web selten etwas ohne geschäftliche Interessen.

Man sollte ja kaum annehmen, dass Google ein Feature einführt, dass sich negativ auf seine Werbeeinnahmen auswirkt. Insofern dürfte der folgende Beitrag von Interesse sein, der behauptet dass Google Suggest Traffic wertvoller als der übrige Google-Traffic ist. Interessanterweise im aufgeführten Fall nicht nur in Bezug auf die organische Suche, sondern auch bezüglich Google AdWords. Zwar sollte man diese Zahlen mit entsprechender Vorsicht genießen, auch läßt sich eine derartige Wirkung nicht auf jeden Bereich oder bestimmte Nischen verallgemeinern, aber von der Grundidee ist das schon recht spannend.

Unser lieber Big Brother Google hat mit Suggest ein weiteres Steuerelement in der Hand, um sich und den Besucher glücklich und die Aktionäre noch glücklicher zu machen ;-)

Suchbegriffsvorschläge auf Google.de

März 31, 2009 by Ernest Mavriqi  
Filed under Google, Tools

Wie soeben auf dem GoogleWatchBlog gelesen, wurde Google Suggest für den deutschen Markt auf Google.de aktiviert.

Für uns SEO’s kann die Erweiterung als Tool bzw. als kleine Hilfe für eine Keywordrecherche genutzt werden, denn die vorgeschlagenen Suchbegriffe müssen ein bestimmtes Suchvolumen besitzen bevor sie von Google vorgeschlagen werden.

Beispiel anhand des Keywords “Suchmaschinenoptimierung“:
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Die Berliner und die Münchner sollten mal die lokalen Branchenergebnisse auch in Kombination mit “Suchmaschinenoptimierung” verbessern (oder bin ich der Einzige, der keine Maps dazu sieht?). Die Meisten setzen wohl auf das Keyword “SEO” in Kombination mit der Stadt.

Wem die Suchbegriffsvorschläge von Google zu störend sind, der kann sie ganz einfach in den Einstellungen deaktivieren.

Über den Autor

Ernest Mavriqi ist Internet-Unternehmer und als Experte für Suchmaschinenoptimierung bei einer der bekanntesten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands tätig.