Kostenlose barrierefreie WordPress-Themes

September 20, 2017 by  
Filed under Grundlagen, Webdesign, WordPress

Im digitalen Zeitalter sind Smartphones und Tablets für viele Menschen selbstverständlich. Werden Informationen benötigt, bemüht man kurzerhand die Suchmaschine Google – ob nun unterwegs oder zu Hause vor dem heimischen Desktop-PC. Dass es aber auch Personenkreise gibt, die aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht so einfach Zugang zum Internet besitzen, daran denken meist nur wenige Menschen – leider. Dabei ist barrierefreies Surfen heutzutage auch aufgrund kostenloser Themes durchaus möglich – und teils gar gesetzlich vorgeschrieben.

PC-Tastatur mit Taste, auf der „barrierefrei“ mit Rollstuhl-Logo abgebildet ist

Mittlerweile unkompliziert machbar, dennoch nur selten in die Tat umgesetzt: barrierefreie Webseiten.
Bildquelle: Robert Kneschke – 483201067 / Shutterstock.com

Barrierefreie Webseiten sollten in unserem aufgeklärten Zeitalter eigentlich gang und gäbe sein. Entwickler und Designer denken allerdings nur selten an die Umsetzung barrierefreier Elemente, damit auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen einen möglichst unkomplizierten und uneingeschränkten Zugang zu Webseiten haben können. Dabei ist Usability doch eigentlich ein wichtiger Rankingfaktor.

Das Web ist ein globales Medium, kann aber längst nicht von allen Menschen auf dem Globus genutzt werden. Wie wenig dieses Problem bisher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist, zeigt auch der Umstand, dass verlässliche statistische Zahlen bislang fehlen, die Rückschlüsse darauf zuließen, wie viele Webseiten mittlerweile auch für behinderte Menschen optimiert sind.

Infografik mit Informationen zum barrierefreien Surfen

Infografik: Was bedeutet barrierefreies Surfen eigentlich? Quelle: seo.de

Seit Mai 2002 gibt es in Deutschland das „Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“, dessen vordergründiges Ziel es ist, die unbestreitbaren Nachteile, denen Menschen mit Behinderung ausgesetzt sind, auszugleichen. Darunter fällt laut §12 auch die Informationstechnik. Konkret werden Träger der öffentlichen Gewalt dazu verpflichtet, Webseiten sowie Anwendungen wie Apps auch für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen.

Die Probleme, die damit einhergehen, liegen auf der Hand. Denn natürlich braucht es allgemein und anerkannte Richtlinien, um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Webseite tatsächlich barrierefrei zugänglich ist. Mittlerweile gibt es nationale (BITV 2.0) wie auch internationale (WCAG 2.0) Richtlinien, die versuchen, allgemeingültige Kriterien zu definieren, an denen sich Webdesigner orientieren können bzw. müssen.

Doch natürlich ist der Markt für barrierefreie Webentwicklung noch vergleichsweise klein und IT-Unternehmen wie Marlem-Software, dessen Gründer Markus Lemcke selbst körperbehindert ist, haben es daher nicht leicht, sich gegen große Konkurrenten durchzusetzen bzw. überhaupt Gehör zu finden, dass zur Digitalisierung auch die digitale Barrierefreiheit gehört.

Doch selbstverständlich gibt es im Internet nicht nur große Unternehmen und Behörden. Das globale digitale Netzwerk setzt sich eben auch aus kleinen, teilweise nicht kommerziell ausgerichteten Webseiten zusammen, die gar nicht die finanziellen Möglichkeiten besitzen bzw. bei denen das notwendige Know-how nicht vorhanden ist, barrierefreie Webseiten umzusetzen. Für jene Personenkreise sind kostenlose barrierefreie WordPress-Themes eine sinnvolle Wahl.

Die besten barrierefreien Themes für WordPress

Zweifelsohne ist Barrierefreiheit mit WordPress am leichtesten realisierbar. Insbesondere bei privat geführten Projekten ist WordPress das beliebteste und am häufigsten eingesetzte Content-Management-System (CMS). Dies hat natürlich seine Gründe. Auch Laien, die noch nie viel mit Webdesign oder Webentwicklung zu tun hatten und für die Begriffe wie HTML Fremdwörter sind, haben meist keine Probleme, eine eigene Webseite auf WordPress-Basis aufzubauen.

Dank vieler kostenloser Themes lassen sich fast alle Projekte auch ohne tiefgreifende Fachkenntnisse umsetzen. Auf wordpress.org können bekanntermaßen viele kostenlose Themes einfach heruntergeladen und daraufhin installiert werden. Mit der Filterfunktion lässt sich gar nach barrierefreien WordPress-Themes suchen. Derzeit werden auf wordpress.org insgesamt 128 barrierefreie Lösungen angeboten, von denen einige besonders gelungene Umsetzungen kurz vorgestellt werden sollen.

WordPress-Themes, die accessibility-ready sind

  • Twenty Seventeen: Das Standard-Theme von WordPress überzeugt mit einem sauberen, cleanen Layout, das sich besonders gut für Blogs eignet. Natürlich ist das Theme für Mobile Devices optimiert und kostenlos verfügbar.
  • Unlimited: Wem es vor allem um Funktionalität geht, der dürfte mit dem WordPress-Theme Unlimited gut beraten sein. Auch dieses Theme überzeugt mit einem einfachen, aber gut strukturierten Layout und besonders schnellen Ladezeiten.
  • Storefront: Auch Online-Shops dürfen gerne barrierefrei sein. Eine elegante Lösung bietet das WordPress-Theme Storefront an, das WooCommerce unterstützt, mit einem flexiblen Rasterlayout daherkommt und verschiedene Layout-Formate mitbringt.
  • Silk Lite: Besonders schick ist das Magazin-Theme Silk Lite, das ebenfalls auf WordPress läuft und kostenlos heruntergeladen werden kann. Silk Lite wird häufig für Mode-Blogs oder auch Fotografie-Seiten eingesetzt, was aufgrund der weichen Animationen auch hervorragend dafür geeignet scheint.
  • Diamond: Auch funktionelle News-Seiten lassen sich ohne Kostenaufwand barrierefrei umsetzen. Hierfür liefert das WordPress-Theme Diamond die richtigen Mitbringsel wie beispielsweise einen Bereich für „Featured Content“.
  • Author: Wem es weniger um grafische Elemente geht, sondern wer den Fokus auf Texte legen möchte, der dürfte mit dem allessagenden WordPress-Theme Author zufriedengestellt werden. Author ist an Schlichtheit kaum zu übertreffen, bringt optimierte Ladezeiten mit und dürfte allen Bloggern, die tatsächlich etwas zu sagen haben, ein verlässlicher Begleiter sein.

WordPress mit Plug-ins zugänglicher machen

Die große Herausforderung für Nicht-Programmierer, die sich entschlossen haben, eine barrierefreie Webseite zu erstellen, ist der nicht zu vernachlässigende Umstand, dass es viele verschiedene Behinderungen gibt, von Gehörlosigkeit bis Blindheit. Barrierefreie Webseiten zu erstellen ist eine Herausforderung, deren bestimmendes Leit-Konzept die Nutzersicht sein muss.

Ein hilfreiches WordPress-Plug-in, welches dabei unterstützen kann, ist WP Accessibility von Joe Dolson. Mithilfe des Plug-ins können diverse Einstellungen am installierten Theme vorgenommen werden, die dieses noch zugangsfreundlicher machen:

  • Lange Beschreibungen für Bilder ermöglichen
  • Links immer unterstrichen darstellen
  • Integration von Skip-Links für die Tastaturnavigation
  • Integration einer Toolbar mit Regulator für Schriftgröße und Kontrast
  • Möglichkeit, HTML-5-Elementen ARIA Landmark Roles hinzuzufügen
  • Vieles mehr

Grundsätzlich sollte sich jeder bei der Konzeptionierung seiner Webseite bewusst sein, dass es eine 100-prozentige Barrierefreiheit natürlich nicht geben kann. Dafür sind ganz einfach die Beeinträchtigungen der Menschen zu verschieden.

Wer sich allerdings bemüht, gängige Richtlinien zu befolgen und sich auch bei der Textgestaltung an Konzepten wie dem Hamburger Verständlichkeitsmodell orientiert, der wird bereits viel dazu beigetragen haben, dass seine Webseite für Menschen aller Art zugänglich und das Internet sukzessive barrierefrei gemacht wird.

 

Bildquelle: Robert Kneschke – 483201067 / Shutterstock.com

E-Commerce BBQ 2017 in Bielefeld

September 4, 2017 by  
Filed under Events

Am 1. September 2017 veranstalteten das Unternehmen B+S Logistik und Dienstleistungen und die Online Marketing Agentur QualityTraffic den ersten E-Commerce BBQ in Bielefeld. Die Veranstaltung fand auf dem B+S Gelände statt, eine schöne Umgebung für einen solchen Event.

Und eine nette Abwechslung zu den typischen Event Locations. Draußen gab es neben dem BBQ Smoker noch einen Getränkestand, eine Menge Sonnenstühle, Stehtische und den überdachten Empfang.

Nachdem mir eines der netten Mädels mein Namenschild augehändigt hatte, konnte es losgehen mit dem eCommerce Part des Tages.

Die Begrüßung hatte ich leider verpasst, als ich in die Halle eintrat, war der erste Vortrag schon im Gange. Andreas Röne von Lucky Bike referrierte über „Effektives Controlling im eCommerce“. Frei nach dem Motto Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser 😉

Nachdem ich meine ersten Fotos geschossen hatte, wollte ich natürlich auch mal einen Blick in die beiden parallel zum Vortrag laufenden Workshops werfen. Angesagt waren „Google Shopping: So akquirieren Sie kaufbereite Nutzer“ von Veronika Karpf und „Kauf auf Rechnung“ im Onlinehandel – Der Star unter den Bezahlverfahren von Daniel Blasberg. Doch irgendwie erschloss sich mir das mit der Ortsangabe nicht sofort. Tor 19 und Tor 15 standen auf dem Plan.

Dass es sich hierbei um die Anlieferungstore für das Frachtgut handelte war naheliegend, nicht aber, dass zwei der Tore mit Hilfe von LKW-Aufliegern umfunktioniert worden waren zu Seminarräumen 🙂

Während ein Teil der Besucher den Vorträgen und Workshops lauschte, machte sich der andere Teil auf den Weg zum UPS Gelände, um sich dort die Räumlichkeiten und Abläufe erklären und zeigen zu lassen.


Das UPS Paketzentrum in Bielefeld ist ein 80 Millionen US-Dollar Invest, ziemlich High Tech, an vielen Stellen noch eine Baustelle und soll Ende des Jahres voll in Betrieb gehen.

Während die einen Spaß mit der Fotobox hatten, erklärten die anderen wie eCommerce auf Amazon, Ebay und Google Shopping funktionieren kann.

Amazon Live Optimierung – Ronny Marx brachte ein schönes Beispiel mit Hundebetten 🙂

Mark Steier erklärte die Grundlagen der eBay Optimierung.

Veronika Karpf durfte zweimal ran und den Besuchern Google Shopping nahe bringen.

Mit Michael Janssen habe ich mich vortrefflich unterhalten. Sei es über Schulungen und Videos oder über Google Analytics und Expertentum. Sollte ich wirklich mal einen Google Analytics Kursus buchen, dann wohl bei Michael 😉

Alte Haudegen wie Herbert Hartung zog es auch nach Bielefeld, als Detmolder hatte er es auch nicht wirklich weit.

Bei freundlichem Sonnenschein durfte dann fleißig genetworked werden.

Das artete im schlimmsten Fall dann in eine Selfie-Session aus 😉

Die meisten Gäste waren vertrauenswürdig, was mir von den Mitarbeitern von Trusted Shops bestätigt wurde 😉

Es waren an diesem Tag noch weitere Kameras unterwegs.

Ganz besonders cool war die Pause im Sonnenstuhl.

Zum Abschluß des Tages gab es noch einen netten Plausch mit Michael und ECommerce BBQ Mitveranstalter Thorsten.

Und zur Krönung des Tages durften die Beiden ein Exemplar von Fridaynites Seo Book mit nach Hause nehmen 🙂

Danke Thorsten, wär schön in Bielefeld.

All RYTE now, Marcus, it is all RYTE now

Juli 24, 2017 by  
Filed under Allgemein, Events

Nachdem es hier im Blog lange Zeit ziemlich ruhig zuging, kommt jetzt wieder etwas Schwung in den Laden. Den Auftakt macht der Bericht vom Onpage.org Event am 19. Juli 2017 in München. Dort fand im Mathäser Filmpalast/Kinosaal die gro߀e Firmenvorstellung und Umfimierung statt.

Aus OnPage.org wird RYTE. Damit versucht das Unternehmen sich auf der einen Seite internationaler aufzustellen, auf der anderen Seite aber auch beim Produktangebot die OnPage fesseln abzulegen und den Weg frei zu machen für ein deutlich erweitertes Produktspektrum.

Lasteten die bisherigen technologischen Fortschritte und Erfolge auf den Schultern dreier Musketiere, so wird in Zukunft eine vietnamesische Entwicklertruppe für zusätzlichen Speed und mehr Bandbreite sorgen. Wir dürfen gespannt sein, was das bedeutet. Und welche neuen Tools das RYTE Team demnächst auf den Markt bringen wird.

SEO – Die neuen Regeln

Januar 27, 2016 by  
Filed under Bücher, Rezensionen

20 SEO-Paradigmen für Unternehmen, die auch zukünftig vorne stehen möchten

Markus Hövener ist einer der bekanntesten SEOs im deutschsprachigen Raum und Gründer der SEM spezialisierten Online-Marketing Agentur Bloofusion. Außerdem ist er Chefredakteur des SEO-, SEA- und E-Commerce Magazins Suchradar und bloggt regelmäßig auf internetkapitaene.de. Im Oktober 2015 hat er das Buch 20 SEO-Paradigmen für Unternehmen, die auch zukünftig vorne stehen möchten veröffentlicht. Um was es in dem Buch geht und wie ich das Buch empfunden habe, möchte ich hier kurz beschreiben:

Auf 180 Seiten teilt Markus Hövener seine mittlerweile 14-jährige, geballte Erfahrung im SEO-Bereich mit seinen Lesern. Er spricht diverse SEO Subbereiche an und versucht zu antizipieren, wie dort jeweils die zukünftige Entwicklung aussehen könnte. Insgesamt vermittelt er ein recht klares Bild, auf welche Weise man seiner Meinung nach auch in ein paar Jahren noch erfolgreich in der Suchmaschinenoptimierung sein kann. Alle größeren Themen wie etwa das Erschaffen einer Marke, die Optimierung von Snippets in den SERP, Mobile SEO, Social Media Marketing, Onpage oder Linkaufbau werden angesprochen.

SEO - die neuen Regeln

Besonders gut hat mir persönlich darüber hinaus das Kapitel über die neue Relevanz der PR gefallen. Der Autor geht in dem Kapitel davon aus, dass das Thema PR zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb zeigt er, in welche Bereiche man relevante Medien einteilen und wie man einen PR-Verteiler aufbauen kann. Zusätzlich werden einige Best-Practice Beispiele beschrieben. Erwähnenswert in dem Buch SEO – die neuen Regeln ist auch, dass man zumindest einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag des Autors bekommt, denn er lässt hier und da mal durchblicken, welche Themen auch seinen Kunden häufiger Probleme bereiten.

Trotz seiner vielen Erfahrungen bleibt Markus Hövener sehr bescheiden und lädt seine Leser ausdrücklich ein, selbstkritisch mit seinen Gedanken umzugehen, da er – wie alle anderen SEOs auch – nur mutmaßen kann, wie Google funktioniert und deshalb nicht zwangsläufig richtig liegen muss. Insgesamt ist das Buch wirklich absolut empfehlenswert. Es ist etwas weniger umfangreich als andere aktuelle Bücher zum Thema SEO. Dafür punktet Markus aber mit seinem wirklich angenehmen und gut lesbaren Schreibstil (Übung im Verfassen von gutem Content hat er ja genug;)). Obwohl das Buch viele Ideen enthält und inspirierend ist, könnte es – und das meine ich nicht abwertend sondern als Kompliment – locker auch als Bettlektüre gelesen werden.

Searchmetrics Discovery – Mit Marcus Tober auf SEO Entdeckungsreise

Juli 13, 2015 by  
Filed under Events, SEO

Endlich schaffe ich es, über meinen jüngsten Abstecher nach Berlin zu berichten. Anfang Juli hatte Marcus Tober eine illustre Gruppe von Online Marketern auf eine SEO Entdeckungsreise in die Platoon Kunsthalle eingeladen. Ich war mit an Bord und konnte Marcus bei der Vorstellung seiner Research Cloud belauschen.

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15 Uhr Ankunft. Freundliche Begrüßung von & mit Malte. Schönes kühles Getränk zur Erfrischung. Plauderei mit Olaf, Martin, Marco, Mario, Niels und vielen anderen bekannten Gesichtern. 16 Uhr Vortrag.

Es war ein schöner Tag. Tolles, sonniges Wetter, gut gelaunte Besucher und ein umtriebiges Searchmetrics Team, das seine Gäste umsorgte. Mitten drin Marcus Tober und seine Präsentation von der Research Cloud. Einmal im Allgemeinen über das Tool und einmal im Speziellen über die sogenannte Content Performance.

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Immer gut für eine Diskussion: Evert Veldhuijzen, Martin Mißfeldt, Marco Janck und Olaf Kopp.

Es war Showtime. Auf zur Searchmetrics Discovery.

Content versus Keywort – Die Evolution schreitet voran

Nach einigen einleitenden Worten und einer kurzen Einführung in die Research Cloud kommt Marcus ziemlich schnell auf den Punkt: Content Performance heißt das neue Zauberwort. Genau dieser Punkt stellt die wesentliche Veränderung in der neuen Searchmetrics Suite dar. Nicht mehr das Keywort steht im Zentrum der Analyse, sondern der Content in Form einer URL.

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Anhand von Beispielen wie fahrrad.de, Zalando oder Ladenzeile zeigte Marcus die neuen Möglichkeiten der Content Analyse auf. Anstatt auf einzelnen Keywörtern rumzureiten lassen sich mit dem Blick durch die URL/Content Brille jetzt deutlich leichter Zusammenhänge und Themen identifizieren. Die Keywörter werden geclustert und erlauben so ein leichteres Erfassen der einzelnen Topics. Auch ist es mit dem Tool nun deutlich einfacher die Wettbewerber im Auge zu behalten, die Konkurrenz URLs liegen nur einen Mausklick entfernt.

Interessant waren die Reaktionen des Publikums. Es herrschte eine gewisse Sprachlosigkeit. Einmal sicherlich aufgrund der krassen Zahlen die Marcus Tober dem Publikum um die Ohren gehauen hatte und einmal wegen der Schwierigkeit, das Ges(ch)ehene einzusortieren und zu verarbeiten. Rund 1.5 Milliarden URLs in Kombination mit 600 Millionen Keywörtern muss man erst einmal (geistig) verkraften. Auch physikalisch sind diese Mengen schwer zu stemmen. 15 Peta Byte an Daten, das sind umgerechnet 15.000 Terra Byte an Plattenplatz, braucht man zum Beherbergen der Content Matrix. Die Verwirrung war deutlich spürbar. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe 😉

mario-fischer-sprechblase Mario Fischer – Website Boosting

Sind wir jetzt in eine neue Dimension der Keyword Recherche vorgedrungen? Ist das überhaupt noch Keyword Recherche? Können wir jetzt Topics? Oder gar Content? Wie verhält sich das Ganze jetzt zu WDF*IDF? Ist das vielleicht (WDF*IDF)2? Fragen über Fragen. Die Antwort wird uns die Zeit bringen. Wobei ich glaube, dass der neu eingeschlagene Weg genau der richtige ist. Da geht auch kein Weg dran vorbei. Auch Sistrix hat schon Sichtbarkeiten und Keywords auf URL Basis im Angebot. Die Evolution schreitet voran. Ihr Name lautet Content. Und Topics. Und Semantik. Schnallt euch schon mal an. Die Zukunft beginnt jetzt!

Übrigens stellte Marcus noch eine weitere Neuerung vor, eine Art Webseiten bzw. Content Monitoring. Das klang überaus nützlich und dürfte in nicht allzuferner Zukunft ebenfalls Einzug in die Searchmetrics Suite halten.

malte-und-niels

Malte verteilte an die Gäste kleidsame Sweat-Jacken.

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Und nebenbei gab es noch Gelegenheiten zum Essen, ein Eis und eine Beer Academy mit Getränkeproben von 5-11 Prozent 🙂

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Zum Ausklang des Abends nahm uns Marcus mit ins „Scotch und Soda“, wo in lockerer Runde diskutiert und mit kühlen Getränken der Durst gelöscht und die Hitze bekämpft werden konnte. Irgendwann früh um Eins machte ich mich dann auf den Weg zurück ins Hotel. Wo ich mich übrigens am nächsten Morgen beim Frühstück ausgezeichnet unterhalten habe. Niels Dahnke sei Dank. Spannende Dinge kamen dabei herum. Vielleicht stellen wir mal was gemeinsam auf die Beine.

SEO – Strategie, Taktik und Technik

Juli 4, 2015 by  
Filed under Bücher

Buchtipp: SEO - Strategie, Taktik und Technik

Foto vom Buch: SEO – Strategie, Taktik und Technik

Rezension zum Buch SEO – Strategie, Taktik und Technik von den Autoren Andre Alpar, Markus Koczy und Maik. Aktuell lese ich dieses SEO-Buch. Es wurde von den Gründern der Agentur AKM3 verfasst. Das Buch ist vom Springer-Gabler Verlag veröffentlicht worden und wird für ca. 50 € im Buchhandel als gebundene Ausgabe angeboten.

Dieses Buch soll ein Beitrag zur Nachwuchsgewinnung aus dem akademischen Umfeld sein. Das Thema Suchmaschinenoptimierung wird auf 538 Seiten umfassend erklärt und aus allen Richtungen betrachtet. Es möchte zudem auch alle angrenzenden Bereiche in der BWL abholen. Marketingverantwortliche, Unternehmer sowie Studenten der BWL werden in dem Buch auf ihrem Niveau abgeholt.

Ein Schwäche des Buches ist jedoch sein Mangel an bibliopgraphischen Standards für wissenschaftliche Bücher. So fehlen zum Beispiel Quellenangaben, ein Glossar und ein Index. Das finde ich sehr schade, vor allem wenn man ein Werk schaffen möchte, dass auch in den Lehrbetrieb an Universitäten aufgenommen werden soll. Denn schon im  Vorwort heißt es: „Das vorliegende Buch soll ein Beitrag zur Professionalisierung eines Berufsfelds sein, welches in in der Transition von ‚Szene‘ zu ‚Branche‘ befindet.“

Wer also ein gutes Buch sucht, dass sämtlichen akademischen Standards entspricht sollte besser das Buch „Website Boosting 2.0: Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Online-Marketing“ von Prof. Mario Fischer kaufen.

Nichtsdestotrotz vertraue ich den Autoren soweit, dass mir die Quellangaben egal sind. Eine wirkliche stärke des Buches ist, dass es eben auch für alle Personen, die in angrenzenden Bereichen tätig sind, das Thema Suchmaschinenoptimierung verständlich aufbereitet wird.  Sehr gut hat mir die Typisierung der SEO-Branche gefallen.

Das Panoptikum der SEO Branche

Die Autoren sortieren uns SEOs in sechs Schubladen:

  1. Einsamer Wolf – Webmaster arbeitet nur für seine eigenen Seiten
  2. Rudel – Eigene Webseiten werden in einem Team von selbständigen SEOs umgesetzt
  3. Multi-Instrumentalist – Ein Inhouse-SEO betreut als angestellter die Seite des Arbeitgebers
  4. Big Band –  SEO in einem großen Unternehmen mit eigener SEO-Abteilung
  5. Zehnkämpfer – Ein SEO betreut als externer Dienstleistr die Webseiten von Kunden
  6. Mannschaft – Ein SEO-Agentur mit vielen Mitarbeitern betreut die Webseiten von Kunden

Laut der Kategorisierung der Autoren wäre ich ein Zwitter zwischen „Einsamer Wolf und „Zehnkämpfer“, da ich sowohl eigene Projekte betreibe und als SEO-Berater für Kunden tätig bin.

Und weil ich in meinem Tätigkeitsfeld nur diese beschränkte Sichtweise auf meinen Beruf habe, bin ich den Autoren dankbar für den Einblick in den anderen Arbeitsweisen des SEO. Spannend finde ich auch das Kapitel, wo es um die Zusammenarbeit zwischen Inhouse-SEOs und SEO-Agentur ging. Bisher habe ich nur kleinere Kunden betreut, die sich keine eigene SEO-Abteilung leisten können. So ist es doch für mich recht erfrischend, wie „einfach“ ich eigentlich meinen Job ausführen kann.

EMD Perlen finden

Juni 29, 2015 by  
Filed under Analyse, Keywords, SEO

Der Domainhandel boomt! Wer heute ein Business startet und nach freien Domains mit sprechenden Namen sucht, muss teilweise viel Geduld mitbringen. Insbesondere bei ccTLDs (country code Top Level Domains) scheint der Markt teilweise vollständig abgegrast. In Deutschland sind bereits knapp 16 Mio. DE Domains registriert. Nach China mit .CN ist die DE-Domain die erfolgreichste Länder-Domain der Welt. Kein Wunder das gute Domainnamen heiß begehrt sind und teuer gehandelt werden. Der Markt ist dabei hoch spekulativ geworden und die Preise orientieren sich meist eher an den Träumen und Wünschen der Verkäufer als an objektiven Kennzahlen. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass von den (angeblich) 10 teuersten Domainverkäufen in 2014 gerade mal zwei Domains wirklich projektiert sind. Domains also als spekulative Wertanlage? Definitiv ja. Gute Domainnamen können sich nicht abnutzen und werden tendenziell immer teurer werden. Im Vergleich zu anderen Wertanlageformen ist auch der Unterhalt mit ein paar € pro Jahr an Domainkosten sehr vertretbar. Wer mehr aus seiner Domain holen will kann aber auch proaktiv deren Wert steigern. Projektierte Domains mit soliden Suchmaschinenrankings heben den Wert noch einmal deutlich an. Zumal man sog. EMD (Excact-Match-Domains) also Domains wo die typische Suchphrase identisch mit Domainnamen ist („Auskunft“ -> „Auskunft.de“) nachsagt(e) schon fast automatisch bei dem jeweiligen Begriff Top zu ranken. Zwar veröffentlichte Google im September 2012 das sog. EMD Update um das teils abstruse Ranken von EMDs (mit wenig und billigem Content) ein wenig einzudämmen, jedoch wird eine EMD auch heute noch, bei entsprechend qualitativen Rahmenbedingungen, alleine durch die höhere CTR beim Google-Snippet es leichter haben, sich zu positionieren. Die Jagd und der Handel mit Excact Match Domains geht damit munter weiter!

Tipps zum Finden guter und freier .DE Domains

Wer heute versucht ohne irgendwelche Hilfswerkzeuge gute sprechende Domains zu finden steht meist auf verlorenem Posten da. Die Zeiten wo man mit einem Wörterbuch bewaffnet Domains registrieren konnte sind lange vorbei. Schon längst haben professionelle Domain-Grabber ganze Wörterbücher und Synonymdatenbanken automatisiert weg registriert. Wie man trotzdem noch die ein oder andere freie Perle entdecken kann zeigt das folgende Beispiel.

SEM-Tool in Kombination mit der Chrome-Extension „EMD Scanner“

Unter SEM-Tool.com findet sich ein kostenlos verfügbares Keyword Recherche Tool. Ähnlich wie andere Tools dieser Art – z.B. Ubersuggest, Keywordtool.io oder soovle – handelt es sich um einen sog. Suggest / Autocompletion Scraper. Auf Basis des Vorschlagssystems einer Suchmaschine werden hier für das gewünschte Keyword verschiedene Kombination abgefragt, um möglichst viele artverwandte Suchanfragen zu generieren.

Beispiel: „wasserkocher“

wasserkocher.keys

Beim SEM-Tool werden dabei die Ergebnisse von verschiedenen Suchmaschinen wie Google, Bing, YouTube oder aber auch Amazon zusammen aggregiert. Dadurch entstehen umfangreiche Listen von Keyword Vorschlägen, die Aufgrund der verschiedenen Quellen auch aus unterschiedlicher Suchintention heraus entstanden sind. Alle Ergebnisse können zusätzlich mit weiteren Kennzahlen wie Häufigkeit des Keywords, Suchtreffer, CPC, Suchvolumen oder Anzahl der verschiedenen Werbeanzeigen angereichert werden. Für die reine Keyword Recherche schon ein sehr mächtiges Tool!

Als verstecke Ergänzung gibt es speziell für Domainjäger noch eine kleine Chrome-Extension – den EMD Scanner.

EMD-Scanner
Installierbar über: https://chrome.google.com/webstore/detail/emd-scanner/mchjdjdnfgcnmkaipccibilnaehbiomc

Diese Extension prüft beim Klick auf das EMD Scanner Icon für jede Ergebnisliste (sofern CPC & Suchvolumen aktiviert ist), ob das jeweilige Keyword als .DE Domain verfügbar ist. Die Prüfung erfolgt dabei über eine schnelle DNS Rekord Abfrage (A/MX) so dass die Ergebnisse schon nach wenigen Sekunden verfügbar sind.

wasserkocher_emd_scan

Um bei der möglichen Auswahl der freien Domains die Spreu vom Weizen zu trennen muss nun überprüft werden welches Potenzial der jeweilige Domainname hat. Um den Marktwert einer Exact Match Domain bewerten zu können haben sich die folgenden vier Kennzahlen als gute „erst Indikatoren“ herausgestellt:

Suchvolumen
(Durchschnittliche Anzahl der Suchanfragen nach genau diesem Keyword pro Monat bei Google. Quelle der Information ist der Google AdPlanner)
Klickpreis
(Googles Schätzung was ein Werbetreibender für die Schaltung einer Anzeige als Klickpreis bieten sollte. Der Wert ist eine Schätzung die tatsächlichen Kosten können teils signifikant abweichen.)
Anzahl Treffer
(Suchergebnisse in der Suchmaschine)
Anzahl der Werbeanzeigen
(Wie viele Werbetreibende schalten Werbeanzeigen bei diesem Suchbegriff)
In diesem Beispiel zum Keyword „Wasserkocher“ meldet der SEM-Tool EMD Scanner die freie Domain „Wasserkocher-retro.de“.

Mit einem monatlichen Suchvolumen von 9900, einem Klickpreis von 0,61 € sowie einer hohen Anzahl von gefunden Werbeanzeigen (9) haben wir hier eine nicht gänzlich uninteressante Domain für einen Domainhändler, Wasserkocher Hersteller oder SEO / Affiliate. Allein wenn man für seine gut 3,- € Domainkosten Investment diese Domain innerhalb eines Jahres zu einem durchaus realistischen Mindestpreis von 50,- € verkauft liegt der Gewinn bei mehr als 1500%.

Endspurt beim SEO BBQ 2015

Juni 26, 2015 by  
Filed under Events

Es ist wieder mal so weit. Das Wettbieten um die begehrten Plätze beim SEO BBQ geht in die letzte Runde. Als Teil des SEOktoberfestes ist der Charity Tag gewissermaßen der Tag des Volkes. Hier bekommt ihr die Chance euch im Kreise bekannter SEO und Marketing Expertinnen zu bewegen, Kontakte zu knüpfen und einige Portionen exklusiven Wissens abzustauben. Und ganz nebenbei dient ihr der guten Sache. Die Amazonica Stiftung und die Münchner Tafel werden es euch danken.

angezapft-is

Wenn ihr also mal den Mediadonis live beim Bierfaß-Anstich und Bierzapfen erleben wollt, Karl den rücken kratzen wollt, wissen wollt warum Pelle Boese ist oder wieso Philipp Klöckner von Notre Dame werden wollte – heute gibt es mit dem Einlösen eines SEO BBQ Tickets die letzte Gelegenheit dazu 😉

–> Hier entlang zum großen SEO BBQ Endspurt

Zur Einstimmung könnt ihr euch gerne noch den SEO BBQ Beitag aus 2014 anschauen.

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