Impressionen vom SEO-Day 2017

Oktober 23, 2017 by  
Filed under Events, SEO

Fabian Rossbacher: „Hereinspaziert, hereinspaziert. Hier wird ihnen bestes SEO präsentiert“ 🙂

Der SEO-Day 2017 hat mir sehr gut gefallen. Insbesondere begrüße ich es, dass die Veranstaltung wieder im RheinEnergie-Stadion ausgerichtet wurde, das letztjährige OrgaTec Intermezzo war m.E. etwas gewöhnungsbedürftig. Da waren die Platzverhältnisse im Kölner Stadion deutlich besser 😉

Der diesjährige SEO-Day war gut besucht, von rekordverdächtigen 900 Besuchern ist die Rede. Und dass in diesem Jahr deutlich mehr Besucher durchs Stadionrund geturnt sind als in den Vorjahren, konnte ich schmerzlich an einem Umstand festmachen. In diesem Jahr konnte ich als Fotograf nicht einfach im Rücken der Zuschauer den großen Saal kreuzen, der ehemals dafür nutzbare freie Gang musste leider weiteren Stuhlreihen weichen.

Schön für den Veranstalter, bequemer für die Besucher, aber hinderlich für alle Quergänger wie mich, die gerne (ohne zu stören) auch mal von der anderen Seite ein Foto schießen wollten. 😉

Das Programm war breit gefächert und abwechslungsreich, insbesondere kamen auch Zukunftsthemen wie Voice Search, Mobile Index und Maschinen Lernen nicht zu kurz. Es gab wohl keinen Besucher, der da nicht irgendetwas Neues mit nach Hause nehmen konnte. Angefangen mit den interessanten Unterschieden in den Desktop und Mobile Suchen bei Google, die Marcus Tober von Searchmetrics in seinem Vortrag zum Besten gab.

Und seine Beispiele zeigten deutlich, dass man bei manchen Fragen mehr als nur einmal um die Ecken denken muss. Die Suchintension auf den verschiedenen Geräten kann teilweise deutliche Unterschiede aufweisen, die Google Rankings dementsprechend auch. Dabei kommen schon mal überraschende Zahlen zustande. Oder hättet ihr erwartet, dass die Suchphrase „girokonto jugendliche“ hundermal häufiger auf dem PC als auf dem Smartphone abgefragt wird? Einschätzungen bzgl des Zielpublikums sind also alles andere als trivial und schreien geradezu nach tiefergehenden Analysen. Da stellen sich viele Fragen, insbesondere in Hinsicht auf das von Google angedrohte Mobile First Szenario. Zu welchem John Müller von Google einiges zu erzählen hatte.

Gefühlt tut sich Google mit dem Wechsel von Desktop zu Mobilem Index sehr schwer. Der Prozess dürfte sich sehr lange hinziehen und soll laut John Müller scheibchenweise erfolgen. Ich habe arge Zweifel, was diese ganze mobile Index Geschichte angeht und würde mich nicht wundern, wenn es da noch einige Richtungswechsel geben wird. Auf jeden Fall war John Müllers Vortrag top besucht und er am Ende seines Vortrags umringt von Fans mit Selfie-Wünschen und vielen Fragen.

Und dann kam mein persönliches Highlight des Tages. Die feierliche Übergabe des Fridaynite Seo-Books an John Müller. Witzigerweise kannte John das Buch und die Geschichte dahinter noch gar nicht – und darum zierte er sich anfänglich, das Buch anzunehmen und sich damit fotografieren zu lassen.

Dank tatkräftiger Unterstützung durch Martin Witte, Niels Dahnke und Uwe Tippmann gelang es mir aber John Müller von der Harmlosigkeit meines Wunsches zu überzeugen 🙂

Und weil das Erzählen der Buch-Geschichte und seiner diversen Kapriolen einiges an Zeit verschlang, war John Müllers vorher frisch gezogener Kaffee zwischenzeitlich kalt geworden und vom umsichtigen Uwe durch einen neuen, heißen Kaffee ersetzt worden. Kein Scherz, hier der Beweis.

Überhaupt sind Speaker mit Google Hintergrund sehr beliebt bei den Besuchern. Das konnte man auch deutlich an der gut besuchten Session von Searchbrother Kaspar Szymanski sehen, der nicht nur während seines Vortrages, sondern auch danach noch viele Fragen beantworten durfte.

Übrigens sind die Herren auf dem folgenden Bild so gut gelaunt, weil wir gerade über Fridaynites Seo-Book, Gero Wenderholms Ebay Verkaufsauktion und über Pi-Bücher gelacht haben 🙂

Gero hatte seinerzeit die PDF Version des Seo-Books spaßeshalber bei Ebay eingestellt und für über 100 Euro vertickt. Der glückliche Käufer war nach Aufklärung über den Inhalt des Buches aber deutlich entsetzt und forderte sein Geld zurück 😉

Ich habe es mir auch nicht mehmen lassen, einen früheren AFS Schüler mit noch mehr Wissen auszustatten. Jetzt ist Christoph Hemmann glücklicher Besitzer einer Fridaynite Seo-Book Ausgabe im Din A5 Format.

Die weiteren Gespräche mit Christoph bei Kaffee und Kuchen waren auch sehr interessant. Vielleicht gibt es da in Zukunft mal ein gemeinsames Projekt.

Es gäbe noch massenhaft mehr zu erzählen. Ich habe in diesem Jahr eine Menge Denkanregungen aus den Vorträgen in Köln mitgenommen und auch einige sehr schöne Geschräche geführt. Ich rate jedem, der den SEO-Day besucht, die Gelegenheit zu nutzen und Kontakt zu den vielen tollen, dort frei umherstreifenden SEOs aufzunehmen.

Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß. Und viele meiner SEO Kollegen anscheinend auch 🙂

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Sistrix Stand des öftern aufzusuchen. Dort hatte Patrick Ugol entsprechendes Kamera Equipment für eine Interview Serie eingerichtet und eine Menge an Interviews geführt.

Während der arme Patrick schuften musste, hatte es sich Chef Johannes Beus in seinem Sitzmöbel bequem gemacht.

Und plauderte mit Uwe Tippmann über die guten alten Zeiten. Evtl. haben sie aber auch SEO Geheimnisse ausgetauscht oder neue Geschäfte geschmiedet. Wer weiss das schon 😉

SEO-Day Speaker zu Seo, Links und Online-Shops

September 25, 2017 by  
Filed under Events, SEO

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Mit über 45 Speakern, 850 Gästen, 100 Medienpartnern und Top-Sponsoren aus der Branche ist der SEO-DAY Cologne eine der größten SEO-Konferenzen im deutschsprachigen Raum. Hier ein Foto von der Speaker-Ehrung aus dem Jahre 2016.

SEO-Day 2016

Noch dauert es 2 1/2 Wochen bis die Konferenz die Tore zum RheinEnergie Stadion öffnet, zur Überbrückung der Wartezeit liefere ich euch hier schon mal ein paar Antworten zu einem Thema, das wieder schwer im Kommen ist. Nicht unbedingt sichtbar in der Agenda aktueller Konferenzen, um so mehr aber spürbar im SEO Untergrund. Es geht ums Linkbuilding.



Bilder aus dem Jahre 2016, als Martin Missfeldt über seine Art des Linkbuildings referrierte.

Nachdem 2016 das Thema fast verpönt schien, erlebt es jetzt eine Renaissance. Doch wie gesagt im Stillen. Die Zeiten, wo Linkbuilding in 50% aller Vorträge das Kernthema war, sind Gott sei Dank vorbei. Zeit also, mal einige Speaker und auch den Chef vom Ganzen, zu ihrer Meinung zu befragen. In diesem Fall für den Spezialfall Online Shops. Zum Auftakt habe ich Fabian Rossbacher, den Veranstalter des SEO-DAYs, um seine Meinung gebeten.

Kleine Fragerunde unter SEO-Day Speakern

Frage: “Wie wichtig sind Deiner Meinung nach Backlinks für den SEO-Erfolg bei Online-Shops?”

Fabian Rossbacher: „Es geht nicht ohne Backlinks. Wartet man wirklich, bis der erste Backlink von Hand gesetzt wird, verschenkt man einfach Potential. Die Frage ist aber, woher sollen die ersten Backlinks kommen? Wenn ich ein neues Projekt starte, frage ich befreundete Unternehmen, Geschäftspartner, Zulieferer oder Kunden, ob sie uns verlinken können. Ich gebe in dieser Phase keinen Backlink zurück, da ich keine reziproke LInkstruktur zu Projektstart signalisieren möchte. Linkkauf oder LInkmiete lehne ich definitiv ab. Die Arbeit eines SEO’s in 2017 sollte nicht einkaufen sein, sondern mit Gehirnschmalz gute und relevante Backlinks aufzubauen.“

Markus Hövener (bloofusion): „Backlinks sind nach wie vor wichtig. In nahezu jeder Branche gibt es doch mittlerweile einen hochgradig gut verlinkten Marktführer. Wenn ich da keine Backlinks aufbaue und ordentlich Gas gebe, habe ich natürlich bei bestimmten Suchbegriffen Chancen – aber an die „großen“ Keywords komme ich so natürlich oft nicht heran.“
 

Kaspar Szymanski (searchbrothers): „Sehr, sehr wichtig. Linkaufbau zwecks Traffic und Konversion ist extrem wichtig für jeden Online-Shop. Nicht wegen vermeintlichen PageRank Links, das ist eine gefährliche Strategie die letztendlich nur eine Google Strafe nach sich ziehen kann.“

 

Frank Hohenleitner (catbirdseat): „Wichtig für Kategorieseiten – ersetzen aber keinen Content“

Marcus Tober (searchmetrics): „Wichtig, aber nicht zu wichtig.“

Stephan Czysch (trustagents):
Alleine um die Traffic-Quellen zu diversifizieren sind relevante Links super sinnvoll. Je mehr Leute über den eigenen Shop sprechen und idealerweise verlinken, desto besser. Deshalb sollten Links auch gar nicht immer auf „gut für mein SEO“ reduziert werden. Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann gibt es auf dem SEOday einen Vortrag über dieses Thema. Ich bin gespannt, was dort präsentiert wird.

Julian Dziki (seokratie): „Die Bedeutung von Backlinks ist stark zurückgegangen. Andere Signale sind wichtiger geworden, die sich nicht so leicht manipulieren lassen. Heutzutage sollte man niemanden mehr mit Linkaufbau beauftragen. Zum einen ist der Großteil der erhältlichen Links schlichtweg nur gekauft und damit entweder nutzlos oder sogar gefährlich. Zum anderen gibt es genügend andere Tätigkeiten, die für gute Rankings sorgen, genauso effektiv sind und dabei nicht gegen die Google Richtlinien verstoßen. Wir kümmern uns schon lange nicht mehr um Backlinks, stecken unsere Energie lieber in Onpage-SEO, Content Marketing und Social Media und haben damit großen Erfolg in den unterschiedlichsten Branchen. Backlinks sind für Agenturen sehr vorteilhaft, weil es ein einfach zu skalierendes Produkt ist, das sich gut verkaufen lässt. Hat der Kunde mehr Budget, kauft man eben einfach künftig mehr Backlinks – ohne großen Personaleinsatz ist hier eine Skalierung kein Problem. Das ist meiner Meinung nach der einzige Grund, warum Backlinks überhaupt noch ein Thema sind: Weil sie für Agenturen ein gut laufendes Produkt mit hoher Marge sind. Die meisten Inhouse-Teams ohne Agenturen haben ebenfalls mit Linkbuilding schon lange aufgehört. Meine Meinung: Wer einen Backlink freiwillig, z.B: von einem Partner bekommen kann, der sollte ihn nehmen. Aber darum bemühen sollte man sich nicht.“

Mareike Doll (luna-park): „Backlinks gehören nach wie vor zu den wichtigsten Ranking-Faktoren, daher spielen sie auch für Online-Shops eine Rolle. Sich allerdings ausschließlich auf den Linkaufbau zu konzertieren, ist meiner Meinung nach nicht zielführend. Ein guter Link zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Nutzer über ihn auf die Seite gelangen. Diese Nutzer sollten dann mit dem Linkziel auch zufrieden sein, das heißt, auch der Content auf der Website muss stimmen. Am besten greifen alle SEO Maßnahmen ineinander: Nur wenn technische Struktur der Website, relevanter Content und Backlinks zusammenspielen, kann das volle Potenzial ausgeschöpft werden.“

Nils Kattau (nilskattau): „Backlinks sind sehr wichtig für den Erfolg eines Online-Shops. Nach wie vor stellen sie einen großen Rankingfaktor dar und dies wird sich vermutlich auch nicht allzu schnell ändern. Selbst, wenn sie eines Tages kein direkter Rankingfaktor mehr sein sollten, liefern sie immernoch Besucher, welche Umsatz und User Signals bringen.“
 

Maik Metzen (performics): „Backlinks sind weiterhin sehr wichtig. Ohne externe, relevante Empfehlungen von anderen Seiten wird man es schwer haben, im SEO erfolgreich zu sein und vor allem langfristig mit der Konkurrenz mithalten zu können. Heutzutage kommt es eben auf die richtigen und vor allem natürlichen Links an, die man mit einer passenden Seeding-Strategie und den eigenen, relevanten Inhalten generieren kann. Umso wichtiger sind informationale und unique Inhalte – mit reinen transaktionalen Inhalten wird man nachhaltig keine SEO-Erfolge erzielen können.“

Johannes Beus (sistrix): „Backlinks sind – auch nach der Aussage von Google – weiterhin einer der Top-3 Rankingfaktoren für ein gutes Google Ranking. Natürlich hat sich aber in den letzten Jahren deutlich geändert, wie Google Links bewertet. Heute ist Google sehr gut darin geworden, zu künstlich “erzeugte” Links zu erkennen und nicht mehr zu werten. Daher ist es deutlich schwieriger, funktionierende Backlinks aufzubauen. Aber es lohnt sich weiterhin, teilweise mehr denn je.“

Fionn Kientzler (suxeedo): „Backlinks können das ultimative positive User Signal sein, weil ein User die Website oder den Inhalt so gut findet, dass er sie mit seinen Peers oder Lesern teilt. Der eindimensionale Backlink nimmt an Bedeutung ab, es wäre falsch dies aber über den gesamten off-page Bereich zu sagen. Die Verlinkung welche positive User Signale erzeugt wird nach wie vor ein sehr wichtiger Bestandteil des SEO Erfolgs bleiben und stärker gewichtet werden. Es kommt nicht auf die Anzahl der verlinkenden Domains an, sondern auf die User-Qualität der Links. Gerade hier ergeben sich Möglichkeiten sich im Wettbewerb abzuheben, weil diese natürliche Art der Verlinkungen für viele Unternehmen durch den menschlichen und kreativen Faktor zu Komplex sind und sie dadurch nicht mithalten können.“

Impressionen vom SEO-Day 2016

Zum Abschluss noch einige Fotos vom letzten Jahr. Die Location war erstmalig nicht das RheinEnergie Stadion, sondern die Köln-Messe. Der SEO-Day lief dort im Rahmen der ORGATEC und damit in deutlich veränderter Umgebung ab. In 2017 sind wir aber wieder alle im guten alten Fußballrund.

Ich hoffe wir sehen uns am 12. Oktober in Köln. Ich bringe natürlich auch wieder meine Kamera mit 😉

Kostenlose barrierefreie WordPress-Themes

September 20, 2017 by  
Filed under Grundlagen, Webdesign, WordPress

Im digitalen Zeitalter sind Smartphones und Tablets für viele Menschen selbstverständlich. Werden Informationen benötigt, bemüht man kurzerhand die Suchmaschine Google – ob nun unterwegs oder zu Hause vor dem heimischen Desktop-PC. Dass es aber auch Personenkreise gibt, die aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht so einfach Zugang zum Internet besitzen, daran denken meist nur wenige Menschen – leider. Dabei ist barrierefreies Surfen heutzutage auch aufgrund kostenloser Themes durchaus möglich – und teils gar gesetzlich vorgeschrieben.

PC-Tastatur mit Taste, auf der „barrierefrei“ mit Rollstuhl-Logo abgebildet ist

Mittlerweile unkompliziert machbar, dennoch nur selten in die Tat umgesetzt: barrierefreie Webseiten.
Bildquelle: Robert Kneschke – 483201067 / Shutterstock.com

Barrierefreie Webseiten sollten in unserem aufgeklärten Zeitalter eigentlich gang und gäbe sein. Entwickler und Designer denken allerdings nur selten an die Umsetzung barrierefreier Elemente, damit auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen einen möglichst unkomplizierten und uneingeschränkten Zugang zu Webseiten haben können. Dabei ist Usability doch eigentlich ein wichtiger Rankingfaktor.

Das Web ist ein globales Medium, kann aber längst nicht von allen Menschen auf dem Globus genutzt werden. Wie wenig dieses Problem bisher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist, zeigt auch der Umstand, dass verlässliche statistische Zahlen bislang fehlen, die Rückschlüsse darauf zuließen, wie viele Webseiten mittlerweile auch für behinderte Menschen optimiert sind.

Infografik mit Informationen zum barrierefreien Surfen

Infografik: Was bedeutet barrierefreies Surfen eigentlich? Quelle: seo.de

Seit Mai 2002 gibt es in Deutschland das „Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“, dessen vordergründiges Ziel es ist, die unbestreitbaren Nachteile, denen Menschen mit Behinderung ausgesetzt sind, auszugleichen. Darunter fällt laut §12 auch die Informationstechnik. Konkret werden Träger der öffentlichen Gewalt dazu verpflichtet, Webseiten sowie Anwendungen wie Apps auch für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen.

Die Probleme, die damit einhergehen, liegen auf der Hand. Denn natürlich braucht es allgemein und anerkannte Richtlinien, um überhaupt beurteilen zu können, ob eine Webseite tatsächlich barrierefrei zugänglich ist. Mittlerweile gibt es nationale (BITV 2.0) wie auch internationale (WCAG 2.0) Richtlinien, die versuchen, allgemeingültige Kriterien zu definieren, an denen sich Webdesigner orientieren können bzw. müssen.

Doch natürlich ist der Markt für barrierefreie Webentwicklung noch vergleichsweise klein und IT-Unternehmen wie Marlem-Software, dessen Gründer Markus Lemcke selbst körperbehindert ist, haben es daher nicht leicht, sich gegen große Konkurrenten durchzusetzen bzw. überhaupt Gehör zu finden, dass zur Digitalisierung auch die digitale Barrierefreiheit gehört.

Doch selbstverständlich gibt es im Internet nicht nur große Unternehmen und Behörden. Das globale digitale Netzwerk setzt sich eben auch aus kleinen, teilweise nicht kommerziell ausgerichteten Webseiten zusammen, die gar nicht die finanziellen Möglichkeiten besitzen bzw. bei denen das notwendige Know-how nicht vorhanden ist, barrierefreie Webseiten umzusetzen. Für jene Personenkreise sind kostenlose barrierefreie WordPress-Themes eine sinnvolle Wahl.

Die besten barrierefreien Themes für WordPress

Zweifelsohne ist Barrierefreiheit mit WordPress am leichtesten realisierbar. Insbesondere bei privat geführten Projekten ist WordPress das beliebteste und am häufigsten eingesetzte Content-Management-System (CMS). Dies hat natürlich seine Gründe. Auch Laien, die noch nie viel mit Webdesign oder Webentwicklung zu tun hatten und für die Begriffe wie HTML Fremdwörter sind, haben meist keine Probleme, eine eigene Webseite auf WordPress-Basis aufzubauen.

Dank vieler kostenloser Themes lassen sich fast alle Projekte auch ohne tiefgreifende Fachkenntnisse umsetzen. Auf wordpress.org können bekanntermaßen viele kostenlose Themes einfach heruntergeladen und daraufhin installiert werden. Mit der Filterfunktion lässt sich gar nach barrierefreien WordPress-Themes suchen. Derzeit werden auf wordpress.org insgesamt 128 barrierefreie Lösungen angeboten, von denen einige besonders gelungene Umsetzungen kurz vorgestellt werden sollen.

WordPress-Themes, die accessibility-ready sind

  • Twenty Seventeen: Das Standard-Theme von WordPress überzeugt mit einem sauberen, cleanen Layout, das sich besonders gut für Blogs eignet. Natürlich ist das Theme für Mobile Devices optimiert und kostenlos verfügbar.
  • Unlimited: Wem es vor allem um Funktionalität geht, der dürfte mit dem WordPress-Theme Unlimited gut beraten sein. Auch dieses Theme überzeugt mit einem einfachen, aber gut strukturierten Layout und besonders schnellen Ladezeiten.
  • Storefront: Auch Online-Shops dürfen gerne barrierefrei sein. Eine elegante Lösung bietet das WordPress-Theme Storefront an, das WooCommerce unterstützt, mit einem flexiblen Rasterlayout daherkommt und verschiedene Layout-Formate mitbringt.
  • Silk Lite: Besonders schick ist das Magazin-Theme Silk Lite, das ebenfalls auf WordPress läuft und kostenlos heruntergeladen werden kann. Silk Lite wird häufig für Mode-Blogs oder auch Fotografie-Seiten eingesetzt, was aufgrund der weichen Animationen auch hervorragend dafür geeignet scheint.
  • Diamond: Auch funktionelle News-Seiten lassen sich ohne Kostenaufwand barrierefrei umsetzen. Hierfür liefert das WordPress-Theme Diamond die richtigen Mitbringsel wie beispielsweise einen Bereich für „Featured Content“.
  • Author: Wem es weniger um grafische Elemente geht, sondern wer den Fokus auf Texte legen möchte, der dürfte mit dem allessagenden WordPress-Theme Author zufriedengestellt werden. Author ist an Schlichtheit kaum zu übertreffen, bringt optimierte Ladezeiten mit und dürfte allen Bloggern, die tatsächlich etwas zu sagen haben, ein verlässlicher Begleiter sein.

WordPress mit Plug-ins zugänglicher machen

Die große Herausforderung für Nicht-Programmierer, die sich entschlossen haben, eine barrierefreie Webseite zu erstellen, ist der nicht zu vernachlässigende Umstand, dass es viele verschiedene Behinderungen gibt, von Gehörlosigkeit bis Blindheit. Barrierefreie Webseiten zu erstellen ist eine Herausforderung, deren bestimmendes Leit-Konzept die Nutzersicht sein muss.

Ein hilfreiches WordPress-Plug-in, welches dabei unterstützen kann, ist WP Accessibility von Joe Dolson. Mithilfe des Plug-ins können diverse Einstellungen am installierten Theme vorgenommen werden, die dieses noch zugangsfreundlicher machen:

  • Lange Beschreibungen für Bilder ermöglichen
  • Links immer unterstrichen darstellen
  • Integration von Skip-Links für die Tastaturnavigation
  • Integration einer Toolbar mit Regulator für Schriftgröße und Kontrast
  • Möglichkeit, HTML-5-Elementen ARIA Landmark Roles hinzuzufügen
  • Vieles mehr

Grundsätzlich sollte sich jeder bei der Konzeptionierung seiner Webseite bewusst sein, dass es eine 100-prozentige Barrierefreiheit natürlich nicht geben kann. Dafür sind ganz einfach die Beeinträchtigungen der Menschen zu verschieden.

Wer sich allerdings bemüht, gängige Richtlinien zu befolgen und sich auch bei der Textgestaltung an Konzepten wie dem Hamburger Verständlichkeitsmodell orientiert, der wird bereits viel dazu beigetragen haben, dass seine Webseite für Menschen aller Art zugänglich und das Internet sukzessive barrierefrei gemacht wird.

 

Bildquelle: Robert Kneschke – 483201067 / Shutterstock.com

E-Commerce BBQ 2017 in Bielefeld

September 4, 2017 by  
Filed under Events

Am 1. September 2017 veranstalteten das Unternehmen B+S Logistik und Dienstleistungen und die Online Marketing Agentur QualityTraffic den ersten E-Commerce BBQ in Bielefeld. Die Veranstaltung fand auf dem B+S Gelände statt, eine schöne Umgebung für einen solchen Event.

Und eine nette Abwechslung zu den typischen Event Locations. Draußen gab es neben dem BBQ Smoker noch einen Getränkestand, eine Menge Sonnenstühle, Stehtische und den überdachten Empfang.

Nachdem mir eines der netten Mädels mein Namenschild augehändigt hatte, konnte es losgehen mit dem eCommerce Part des Tages.

Die Begrüßung hatte ich leider verpasst, als ich in die Halle eintrat, war der erste Vortrag schon im Gange. Andreas Röne von Lucky Bike referrierte über „Effektives Controlling im eCommerce“. Frei nach dem Motto Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser 😉

Nachdem ich meine ersten Fotos geschossen hatte, wollte ich natürlich auch mal einen Blick in die beiden parallel zum Vortrag laufenden Workshops werfen. Angesagt waren „Google Shopping: So akquirieren Sie kaufbereite Nutzer“ von Veronika Karpf und „Kauf auf Rechnung“ im Onlinehandel – Der Star unter den Bezahlverfahren von Daniel Blasberg. Doch irgendwie erschloss sich mir das mit der Ortsangabe nicht sofort. Tor 19 und Tor 15 standen auf dem Plan.

Dass es sich hierbei um die Anlieferungstore für das Frachtgut handelte war naheliegend, nicht aber, dass zwei der Tore mit Hilfe von LKW-Aufliegern umfunktioniert worden waren zu Seminarräumen 🙂

Während ein Teil der Besucher den Vorträgen und Workshops lauschte, machte sich der andere Teil auf den Weg zum UPS Gelände, um sich dort die Räumlichkeiten und Abläufe erklären und zeigen zu lassen.


Das UPS Paketzentrum in Bielefeld ist ein 80 Millionen US-Dollar Invest, ziemlich High Tech, an vielen Stellen noch eine Baustelle und soll Ende des Jahres voll in Betrieb gehen.

Während die einen Spaß mit der Fotobox hatten, erklärten die anderen wie eCommerce auf Amazon, Ebay und Google Shopping funktionieren kann.

Amazon Live Optimierung – Ronny Marx brachte ein schönes Beispiel mit Hundebetten 🙂

Mark Steier erklärte die Grundlagen der eBay Optimierung.

Veronika Karpf durfte zweimal ran und den Besuchern Google Shopping nahe bringen.

Mit Michael Janssen habe ich mich vortrefflich unterhalten. Sei es über Schulungen und Videos oder über Google Analytics und Expertentum. Sollte ich wirklich mal einen Google Analytics Kursus buchen, dann wohl bei Michael 😉

Alte Haudegen wie Herbert Hartung zog es auch nach Bielefeld, als Detmolder hatte er es auch nicht wirklich weit.

Bei freundlichem Sonnenschein durfte dann fleißig genetworked werden.

Das artete im schlimmsten Fall dann in eine Selfie-Session aus 😉

Die meisten Gäste waren vertrauenswürdig, was mir von den Mitarbeitern von Trusted Shops bestätigt wurde 😉

Es waren an diesem Tag noch weitere Kameras unterwegs.

Ganz besonders cool war die Pause im Sonnenstuhl.

Zum Abschluß des Tages gab es noch einen netten Plausch mit Michael und ECommerce BBQ Mitveranstalter Thorsten.

Und zur Krönung des Tages durften die Beiden ein Exemplar von Fridaynites Seo Book mit nach Hause nehmen 🙂

Danke Thorsten, wär schön in Bielefeld.

All RYTE now, Marcus, it is all RYTE now

Juli 24, 2017 by  
Filed under Allgemein, Events

Nachdem es hier im Blog lange Zeit ziemlich ruhig zuging, kommt jetzt wieder etwas Schwung in den Laden. Den Auftakt macht der Bericht vom Onpage.org Event am 19. Juli 2017 in München. Dort fand im Mathäser Filmpalast/Kinosaal die gro߀e Firmenvorstellung und Umfimierung statt.

Aus OnPage.org wird RYTE. Damit versucht das Unternehmen sich auf der einen Seite internationaler aufzustellen, auf der anderen Seite aber auch beim Produktangebot die OnPage fesseln abzulegen und den Weg frei zu machen für ein deutlich erweitertes Produktspektrum.

Lasteten die bisherigen technologischen Fortschritte und Erfolge auf den Schultern dreier Musketiere, so wird in Zukunft eine vietnamesische Entwicklertruppe für zusätzlichen Speed und mehr Bandbreite sorgen. Wir dürfen gespannt sein, was das bedeutet. Und welche neuen Tools das RYTE Team demnächst auf den Markt bringen wird.

SEO – Die neuen Regeln

Januar 27, 2016 by  
Filed under Bücher, Rezensionen

20 SEO-Paradigmen für Unternehmen, die auch zukünftig vorne stehen möchten

Markus Hövener ist einer der bekanntesten SEOs im deutschsprachigen Raum und Gründer der SEM spezialisierten Online-Marketing Agentur Bloofusion. Außerdem ist er Chefredakteur des SEO-, SEA- und E-Commerce Magazins Suchradar und bloggt regelmäßig auf internetkapitaene.de. Im Oktober 2015 hat er das Buch 20 SEO-Paradigmen für Unternehmen, die auch zukünftig vorne stehen möchten veröffentlicht. Um was es in dem Buch geht und wie ich das Buch empfunden habe, möchte ich hier kurz beschreiben:

Auf 180 Seiten teilt Markus Hövener seine mittlerweile 14-jährige, geballte Erfahrung im SEO-Bereich mit seinen Lesern. Er spricht diverse SEO Subbereiche an und versucht zu antizipieren, wie dort jeweils die zukünftige Entwicklung aussehen könnte. Insgesamt vermittelt er ein recht klares Bild, auf welche Weise man seiner Meinung nach auch in ein paar Jahren noch erfolgreich in der Suchmaschinenoptimierung sein kann. Alle größeren Themen wie etwa das Erschaffen einer Marke, die Optimierung von Snippets in den SERP, Mobile SEO, Social Media Marketing, Onpage oder Linkaufbau werden angesprochen.

SEO - die neuen Regeln

Besonders gut hat mir persönlich darüber hinaus das Kapitel über die neue Relevanz der PR gefallen. Der Autor geht in dem Kapitel davon aus, dass das Thema PR zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb zeigt er, in welche Bereiche man relevante Medien einteilen und wie man einen PR-Verteiler aufbauen kann. Zusätzlich werden einige Best-Practice Beispiele beschrieben. Erwähnenswert in dem Buch SEO – die neuen Regeln ist auch, dass man zumindest einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag des Autors bekommt, denn er lässt hier und da mal durchblicken, welche Themen auch seinen Kunden häufiger Probleme bereiten.

Trotz seiner vielen Erfahrungen bleibt Markus Hövener sehr bescheiden und lädt seine Leser ausdrücklich ein, selbstkritisch mit seinen Gedanken umzugehen, da er – wie alle anderen SEOs auch – nur mutmaßen kann, wie Google funktioniert und deshalb nicht zwangsläufig richtig liegen muss. Insgesamt ist das Buch wirklich absolut empfehlenswert. Es ist etwas weniger umfangreich als andere aktuelle Bücher zum Thema SEO. Dafür punktet Markus aber mit seinem wirklich angenehmen und gut lesbaren Schreibstil (Übung im Verfassen von gutem Content hat er ja genug;)). Obwohl das Buch viele Ideen enthält und inspirierend ist, könnte es – und das meine ich nicht abwertend sondern als Kompliment – locker auch als Bettlektüre gelesen werden.

Searchmetrics Discovery – Mit Marcus Tober auf SEO Entdeckungsreise

Juli 13, 2015 by  
Filed under Events, SEO

Endlich schaffe ich es, über meinen jüngsten Abstecher nach Berlin zu berichten. Anfang Juli hatte Marcus Tober eine illustre Gruppe von Online Marketern auf eine SEO Entdeckungsreise in die Platoon Kunsthalle eingeladen. Ich war mit an Bord und konnte Marcus bei der Vorstellung seiner Research Cloud belauschen.

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15 Uhr Ankunft. Freundliche Begrüßung von & mit Malte. Schönes kühles Getränk zur Erfrischung. Plauderei mit Olaf, Martin, Marco, Mario, Niels und vielen anderen bekannten Gesichtern. 16 Uhr Vortrag.

Es war ein schöner Tag. Tolles, sonniges Wetter, gut gelaunte Besucher und ein umtriebiges Searchmetrics Team, das seine Gäste umsorgte. Mitten drin Marcus Tober und seine Präsentation von der Research Cloud. Einmal im Allgemeinen über das Tool und einmal im Speziellen über die sogenannte Content Performance.

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Immer gut für eine Diskussion: Evert Veldhuijzen, Martin Mißfeldt, Marco Janck und Olaf Kopp.

Es war Showtime. Auf zur Searchmetrics Discovery.

Content versus Keywort – Die Evolution schreitet voran

Nach einigen einleitenden Worten und einer kurzen Einführung in die Research Cloud kommt Marcus ziemlich schnell auf den Punkt: Content Performance heißt das neue Zauberwort. Genau dieser Punkt stellt die wesentliche Veränderung in der neuen Searchmetrics Suite dar. Nicht mehr das Keywort steht im Zentrum der Analyse, sondern der Content in Form einer URL.

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Anhand von Beispielen wie fahrrad.de, Zalando oder Ladenzeile zeigte Marcus die neuen Möglichkeiten der Content Analyse auf. Anstatt auf einzelnen Keywörtern rumzureiten lassen sich mit dem Blick durch die URL/Content Brille jetzt deutlich leichter Zusammenhänge und Themen identifizieren. Die Keywörter werden geclustert und erlauben so ein leichteres Erfassen der einzelnen Topics. Auch ist es mit dem Tool nun deutlich einfacher die Wettbewerber im Auge zu behalten, die Konkurrenz URLs liegen nur einen Mausklick entfernt.

Interessant waren die Reaktionen des Publikums. Es herrschte eine gewisse Sprachlosigkeit. Einmal sicherlich aufgrund der krassen Zahlen die Marcus Tober dem Publikum um die Ohren gehauen hatte und einmal wegen der Schwierigkeit, das Ges(ch)ehene einzusortieren und zu verarbeiten. Rund 1.5 Milliarden URLs in Kombination mit 600 Millionen Keywörtern muss man erst einmal (geistig) verkraften. Auch physikalisch sind diese Mengen schwer zu stemmen. 15 Peta Byte an Daten, das sind umgerechnet 15.000 Terra Byte an Plattenplatz, braucht man zum Beherbergen der Content Matrix. Die Verwirrung war deutlich spürbar. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe 😉

mario-fischer-sprechblase Mario Fischer – Website Boosting

Sind wir jetzt in eine neue Dimension der Keyword Recherche vorgedrungen? Ist das überhaupt noch Keyword Recherche? Können wir jetzt Topics? Oder gar Content? Wie verhält sich das Ganze jetzt zu WDF*IDF? Ist das vielleicht (WDF*IDF)2? Fragen über Fragen. Die Antwort wird uns die Zeit bringen. Wobei ich glaube, dass der neu eingeschlagene Weg genau der richtige ist. Da geht auch kein Weg dran vorbei. Auch Sistrix hat schon Sichtbarkeiten und Keywords auf URL Basis im Angebot. Die Evolution schreitet voran. Ihr Name lautet Content. Und Topics. Und Semantik. Schnallt euch schon mal an. Die Zukunft beginnt jetzt!

Übrigens stellte Marcus noch eine weitere Neuerung vor, eine Art Webseiten bzw. Content Monitoring. Das klang überaus nützlich und dürfte in nicht allzuferner Zukunft ebenfalls Einzug in die Searchmetrics Suite halten.

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Malte verteilte an die Gäste kleidsame Sweat-Jacken.

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Und nebenbei gab es noch Gelegenheiten zum Essen, ein Eis und eine Beer Academy mit Getränkeproben von 5-11 Prozent 🙂

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Zum Ausklang des Abends nahm uns Marcus mit ins „Scotch und Soda“, wo in lockerer Runde diskutiert und mit kühlen Getränken der Durst gelöscht und die Hitze bekämpft werden konnte. Irgendwann früh um Eins machte ich mich dann auf den Weg zurück ins Hotel. Wo ich mich übrigens am nächsten Morgen beim Frühstück ausgezeichnet unterhalten habe. Niels Dahnke sei Dank. Spannende Dinge kamen dabei herum. Vielleicht stellen wir mal was gemeinsam auf die Beine.

SEO – Strategie, Taktik und Technik

Juli 4, 2015 by  
Filed under Bücher

Buchtipp: SEO - Strategie, Taktik und Technik

Foto vom Buch: SEO – Strategie, Taktik und Technik

Rezension zum Buch SEO – Strategie, Taktik und Technik von den Autoren Andre Alpar, Markus Koczy und Maik. Aktuell lese ich dieses SEO-Buch. Es wurde von den Gründern der Agentur AKM3 verfasst. Das Buch ist vom Springer-Gabler Verlag veröffentlicht worden und wird für ca. 50 € im Buchhandel als gebundene Ausgabe angeboten.

Dieses Buch soll ein Beitrag zur Nachwuchsgewinnung aus dem akademischen Umfeld sein. Das Thema Suchmaschinenoptimierung wird auf 538 Seiten umfassend erklärt und aus allen Richtungen betrachtet. Es möchte zudem auch alle angrenzenden Bereiche in der BWL abholen. Marketingverantwortliche, Unternehmer sowie Studenten der BWL werden in dem Buch auf ihrem Niveau abgeholt.

Ein Schwäche des Buches ist jedoch sein Mangel an bibliopgraphischen Standards für wissenschaftliche Bücher. So fehlen zum Beispiel Quellenangaben, ein Glossar und ein Index. Das finde ich sehr schade, vor allem wenn man ein Werk schaffen möchte, dass auch in den Lehrbetrieb an Universitäten aufgenommen werden soll. Denn schon im  Vorwort heißt es: „Das vorliegende Buch soll ein Beitrag zur Professionalisierung eines Berufsfelds sein, welches in in der Transition von ‚Szene‘ zu ‚Branche‘ befindet.“

Wer also ein gutes Buch sucht, dass sämtlichen akademischen Standards entspricht sollte besser das Buch „Website Boosting 2.0: Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Online-Marketing“ von Prof. Mario Fischer kaufen.

Nichtsdestotrotz vertraue ich den Autoren soweit, dass mir die Quellangaben egal sind. Eine wirkliche stärke des Buches ist, dass es eben auch für alle Personen, die in angrenzenden Bereichen tätig sind, das Thema Suchmaschinenoptimierung verständlich aufbereitet wird.  Sehr gut hat mir die Typisierung der SEO-Branche gefallen.

Das Panoptikum der SEO Branche

Die Autoren sortieren uns SEOs in sechs Schubladen:

  1. Einsamer Wolf – Webmaster arbeitet nur für seine eigenen Seiten
  2. Rudel – Eigene Webseiten werden in einem Team von selbständigen SEOs umgesetzt
  3. Multi-Instrumentalist – Ein Inhouse-SEO betreut als angestellter die Seite des Arbeitgebers
  4. Big Band –  SEO in einem großen Unternehmen mit eigener SEO-Abteilung
  5. Zehnkämpfer – Ein SEO betreut als externer Dienstleistr die Webseiten von Kunden
  6. Mannschaft – Ein SEO-Agentur mit vielen Mitarbeitern betreut die Webseiten von Kunden

Laut der Kategorisierung der Autoren wäre ich ein Zwitter zwischen „Einsamer Wolf und „Zehnkämpfer“, da ich sowohl eigene Projekte betreibe und als SEO-Berater für Kunden tätig bin.

Und weil ich in meinem Tätigkeitsfeld nur diese beschränkte Sichtweise auf meinen Beruf habe, bin ich den Autoren dankbar für den Einblick in den anderen Arbeitsweisen des SEO. Spannend finde ich auch das Kapitel, wo es um die Zusammenarbeit zwischen Inhouse-SEOs und SEO-Agentur ging. Bisher habe ich nur kleinere Kunden betreut, die sich keine eigene SEO-Abteilung leisten können. So ist es doch für mich recht erfrischend, wie „einfach“ ich eigentlich meinen Job ausführen kann.

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