Seo-Simpsons Poster Update – die Campixx Version
März 7, 2010 by Gerald Steffens
Filed under Bilder, Unterhaltung
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am nächsten Samstag öffnet die Seo-Campixx 2010 in Berlin / Müggelsee ihre Pforten und so hat Bilder-Seo Martin Mißfeldt keine Kosten und Mühen gescheut, die Seo-Gemeinde mit einem Seo-Simpsons Poster-Update zu beglücken. Sage und schreibe 25 neue Personen fanden auf dem neuen Simpsons Poster Platz, damit umfasst das Werk jetzt insgesamt 63 Seos und Seoinnen. Und jetzt der Knaller. Alle Teilnehmer der Seo-Campixx können sich berechtigte Hoffnung auf eine kostenlose Extended Druckversion machen, die Firma Print24 möchte 500 Exemplare des Seo-Simpsons Posters im A3-Format produzieren und unter den Teilnehmern verteilen.
Wer nicht zur Campixx kommen kann, dem bleibt auf jeden Fall noch die Download-Möglichkeit. Ihr könnt auf Martins Seite die Bilder runterladen und ausdrucken. Verlinkungen sind natürlich willkommen und selbst Hotlinking wurde nicht untersagt. Nur eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet. Kleine Ausnahme, die eigene Figur darf für jedweden Zweck (Avatar, T-Shirt etc) genutzt werden. Da bin ich mal gespannt, ob und wer da demnächst mit seinem Simpsons T-Shirt über die Seo-Konferenzen läuft. Und wer jetzt den Künstler einmal live erleben möchte, der sollte seinen Campixx Vortrag am Sonntag nachmittag besuchen. Da geht es, wer hätte das gedacht, um “Bilder SEO”
Geotargeting innerhalb einer Domain
März 3, 2010 by Malte Landwehr
Filed under SEO
Auf einer Domain mehrere Sprachen zu vereinen und mit diesen auch noch unterschiedliche Länder anzusprechen ist keine einfache Aufgabe. Ein richtige Herausforderung wird es, wenn man dann als SEO auf ein solches Monstrum losgelassen wird. In diesem Artiekl möchte ich einige der häufigsten Fehler aufzeigen und Tipps für den richtigen Einsatz von Sitemaps zum Geotargeting geben.
1. Sprache über Parameter
Ein beliebter Fehler ist es, alle Sprachen unter der gleichen URL auszuliefern und am Ende nur einen Parameter anzuhängen. Warum ist das eine schlechte Idee? Weil dabei so etwas herauskommt:
Quellen:
http://www.google.de/search?hl=de&q=site%3Aupjers.com
http://www.google.com/search?hl=en&q=site%3Aupjers.com
Wie man sieht werden bei beiden Siteabfragen schon auf der ersten Ergebnisseite Seiten in der jeweils anderen Sprache angezeigt, obwohl alle Seiten auf Deutsch und Englisch verfügbar sind. Zusätzlich werden noch Treffer von Subdomains in anderen Sprachen angezeigt. Wer sich diese nicht weg denken kann, mag der Site-Abfrage ein www vorstellen.
Der Grund für diese Ergebnisse liegt in der cleveren Möglichkeit des Sprachwechsels:
[a href="?PHPSESSID=25ab14539ccc7e6b36c583c6c281f2d1&p=&lang=de"]Deutsch[/a]
[a href="?PHPSESSID=25ab14539ccc7e6b36c583c6c281f2d1&p=&lang=en"]English[/a]
Bei den Linktexten handelt es sich eigentlich um Grafiken. Diese habe ich der Übersicht halber auf ihre Alt-Attribute gekürzt.
Klickt man nach einen Sprachwechsel auf einen internen Link wird der &lang=de/en Parameter nicht mehr an die URL angehängt. Das verwirrt natürlich vollends und sorgt zusammen mit dem p-Parameter und der dynamischen Session-ID dafür, dass hier jeder Crawler verwirrt wird.
Übrigens kann man das Spiel auch mit upjers.de wiederholen. Allerdings rankt die .com sowohl in US als auch in DE besser und wird auch für AdWords-anzeigen genutzt.
2. Sprechende-URL in der Muttersprache
Da hat man dem Webentwickler beigebracht sprechende URL zu verwenden und dann nimmt er die gleiche URL-Struktur für alle Sprachen.
Während die URL http://www.mobile-master.de/bestellen/bestfaxtelemail.html noch sowohl aus SEO- als auch aus Usability-Sicht gut ist, ist dies beim englischen Pendant
http://www.mobile-master.com/bestellen/bestfaxtelemail.html nicht mehr der Fall.
Erstens kann der amerikanische Besteller nichts mit dem Wort bestellen anfangen und zweitens liest er dort die Worte best, fax, tel(e) und (e)mail. Allerdings ist best für ihn keine Abkürzung von bestellen sondern ein Adjektiv. Genauso kann man aus email auch nur mail lesen, was nun mal Post bedeutet und den Eindruck erwecken könnte, man könne hier per Brief bestellen. Wer jetzt denkt, dies sei abwegig, sollte sich mal mit Betreibern von Online-Shops unterhalten. Es gibt tatsächlich Menschen, die einen Brief mit einer Bestellung verschicken. Manchmal sogar nur an den unbeteiligten Affiliate, der den Shop verlinkt hat. Aber das ist Stoff für eine andere Geschichte…
3. Globaler oder kein Content-Language-Tag
Den simplen Content-Language-Tag passend zu platzieren scheint für viele mehrsprachige Websites immer noch eine unlösbare Aufgabe zu sein. Hierbei werden häufig zwei Fehler begangen.
Gar kein Content-Language-Tag
Man platziert einfach gar keinen Content-Language-Tag. Was auf einsprachigen Seiten mit passender ccTLD kein Problem für Google darstellt, kann auf mehrsprachigen Seiten zu Problemen führen.
Globaler Content-Langauge-Tag
Ebenfalls sehr beliebt. Der Content-Language-Tag der Muttersprache kommt hardcoded ins Template und wird auf allen Sprachversionen ausgeliefert. Dies spart Performance auf dynamischen Seiten mit nur einer Sprache, kann jedoch im Fall mehrsprachiger Seiten zu massiven Problemen führen.
Besonders der zweite Fehler kann dazu führen, dass trotz richtiger Sprachversion der Hinweis [Diese Seite übersetzen] in den Suchergebnissen erscheint. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst, sobald Text in Bildern, JavaScript und Flash versteckt wird.
4. Kein Geotargeting per Sitemap
Dass man Subdomains wie eigenständige Domains in den Google Webmaster Tools einrichten kann ist wohl bekannt. Dass dies auch für Unterordner geht, wird häufig vergessen. Da sich das Vorgehen bei Subdomain nicht von dem bei Domains unterscheidet will ich hier Schritt für Schritt erklären, wie man für Unterordner vorgeht.
1. Inhalte
Ich habe die Domain example.com und liefere unter example.com/de/ die deutsche Version aus und unter example.com/es/ die spanische.
2. Sitemaps
Ich generiere zwei Sitemaps. Unter example.com/de/sitemap-de.xml liegt die Sitemap für die deutschsprachigen Inhalte und unter example.com/es/sitemap-es.xml liegt die Sitemap mit den spanischen Unterseiten.
3. GWT Accounts

Unterordner in den Google Webmaster Tools hinzufügen
Jeder Sprachunterordner wird als eigene Seite in die GWT eingetragen und verifiziert. Hat man sich bereits für example.com verifiziert entfällt die Verifizierung für die Unterordner.

Geprüfte Unterordner in den Google Webmaster Tools.
4. Sitemaps einreichten
Unter example.com/es/ reichen wir die Sitemap example.com/es/sitemap-es.xml ein.
5. Geografisches Ziel
Zuletzt wird das geografische Ziel für den Ordner festgelegt.
Die Schritte 4 und 5 müssen natürlich für alle Ordner wiederholt werden. Sind wir damit durch haben wir innerhalb einer Domain korrektes geografisches Targeting eingestellt.
Die Idee mit den Unterordnern ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen. Just als das Problem bei einem Partner auftauchte hat Lisa Myers zufällig darüber gebloggt.
Über Malte Landwehr
Dies ist ein Gastartikel von Malte Landwehr. Malte ist Unternehmer im Bereich Online Marketing mit Spezialisierung auf Suchmaschinenoptimierung (SEO), Social Media Marketing und Blogging. Er bloggt regelmäßig auf Landwehr Online Reputation Management.
Im Tagesgeschäft versucht er es mit der SEO Klitsche aufzunehmen und setzt Tipps von Morsten Taue um.
Linda Teodosiu auf der Abakus Pubcon (Video)
März 3, 2010 by Gerald Steffens
Filed under Events, Unterhaltung, Video
Unglaublich, was da an Material zusammenkommt bei so ner SEMSEO und Pub-Konferenz. Ich schaffe es kaum die verschiedenen Punkte anzureissen, zu sehr bremsen einen Bildbearbeitung und Video-Upload aus. Insbesondere wenn der eine Video-Service meint, bei 1 GB wäre Schluss mit lustig und der andere zwar 2 GB anbietet, man diese aber erst im zweiten Anlauf hochgeschaufelt bekommt. Nach dem Website Boosting Video von Mario Fischer kann ich euch hier und heute den zweiten Videoact vorführen.
Alan Webb hatte für den Showteil der Pubcon die DSDS Halbfinalistin Linda Teodosiu engagiert, die 18-jährige Sängerin brachte dann gegen 21:30 Uhr Schwung in den Laden. Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen, laufende Bilder sogar noch aussagekräftiger sind, kommt jetzt hier ein knapp vierminütiger Mitschnitt von Lindas Auftritt mit dem vielversprechenden Titel “Let’s get love”. Übrigens ist unter den Begleittänzerinnen neben e-fee auch Alans Frau gesichtet worden
Abakus Pub-Konferenz 2010
März 2, 2010 by Gerald Steffens
Filed under Events, Marketing, SEO
Aller Guten Dinge sind Sieben. Alan Webb und Uwe Tippmann haben zur Abakus Pub-Konferenz 2010 geladen und die Seo-Gemeinde ist ihnen gefolgt. Hunderte von Seos und Marketing-Interessierten strömten auch dieses Jahr wieder nach Hannover, um dort bei warmen Speisen und kalten Getränken der legendären Pubkonferenz beizuwohnen. Ob Schnellzeichner, Kartenzauberer oder Hütchenspieler, wie jedes Jahr wurde auch diesmal wieder für nette Unterhaltung gesorgt. Showact des Abends war der Auftritt der DSDS Halbfinalistin Linda Teodosiu. Doch fangen wir lieber am Anfang an.
Teilnehmer der SEMSEO Konferenz konnten direkt ins HBX, alle anderen Pubcon Gäste mussten sich erst am Empfang ihr Namenschild abholen. Danach konnte es rund gehen. Getränke und Speisen waren frei, genau wie der Eintritt – wenn man denn zu den Glücklichen zählte, die einen der Hundert freien Plätze ergattert hatten. Gleich zu Beginn traf ich auf Prof. Dr. Mario Fischer, der nach seinem SEMSEO Vortrag eine trockene Kehle bekommen hatte und schnell noch ein (paar???) Bierchen nachschieben musste.
Lange konnte er nicht bleiben, eine Stunde später musste er der Feier adieu sagen und zum Bahnhof jetten. Und während der eine seinen Zug bekommen möchte, kommen andere dank Hütchenspielen und Kartentricks immer besser in Fahrt.
Natürlich ließ die SEO-Prominenz nicht lange auf sich warten. Ron Hillmann und Marcus “Mediadonis” Tandler waren wie vor den Kopf geschlagen, als sie erkannten, dass die Bierchen mit denen Thomas Fruetel hantierte, nicht für sie, sondern für mich und Franz “Warry” Arians bestimmt waren.
Zwischen den beiden Fotos lagen nur Sekunden.
Kopf hoch Jungs, ihr werdet es verwinden.
Noch ein Prominenter machte an diesem Abend von sich reden. Mit ihm hatte ich gar nicht gerechnet. Robert Basic besuchte die Pub-Konferenz und war von daher der Überraschungsgast des Abends für mich. Das erste Mal, nach vielen Telefonaten, dass ich ihm persönlich begegnet bin. Das erste Mal, dass Robert in Seo-Kreisen aufgetaucht ist. Eine tolle Sache. Wir haben uns angeregt unterhalten. Über Bloggen, Twitter, Facebook und so Zeugs. Und keine Bange, ich habe ihm seinen Twitteraccount auch diesmal nicht abgekauft
Pause für den Blogautor. Dauert schon reichlich lange das Texten und Bilder bearbeiten. Fortsetzung folgt. Im Übrigen ist ein großer Teil der Bilder jetzt auf Flickr hochgeladen: Abakus Pub Konferenz 2010
Frank Hohenleitner, ???, Marcus Tober

Showact des Abends – Linda-Teodosiu

Knaller des Abends – der doppelte Robert. Story folgt noch.

Vorstellung des Website Boosting Magazins (Video)
März 1, 2010 by Gerald Steffens
Filed under SEM, SEO, Video
Die Überraschung des Tages auf der SEMSEO, neben dem Seo-Diver von Abakus, war m. E. Prof. Dr. Mario Fischers Ankündigung eines neuen Seo Fachmagazins mit Namen Website Boosting. Neben vielen Fotos vom Vortrag habe ich auch noch ein Video anzubieten, das euch die Möglichkeit bietet, quasi live dabei zu sein, während der Meister sein neuestes Werk der Öffentlichkeit vorstellt.
Wer mag, kann sich das Ganze sogar als HD-Video reinziehen. Übrigens, ich habe das Website Boosting Magazin schon abonniert
SEMSEO 2010 Recap
Februar 28, 2010 by Gerald Steffens
Filed under Events, SEM, SEO
Alle Jahre wieder strömen Massen von wissbegierigen Webmastern, SEOs, Marketinglern und sonstigen Business-Entscheidern zur SEMSEO nach Hannover, um dort nicht nur an der Leine, sondern auch in die Tiefen von Suchmaschinen Optimierung und Marketing geführt zu werden. Mittlerweile fand die SEMSEO zum vierten Male statt. Ich selber hatte die Veranstaltung erst einmal besucht, bei ihrer Premiere im Jahre 2007. und so war er mal wieder an der Zeit zu schauen, was sich denn so alles auf dem SEM & SEO Sektor getan hatte. Programm und Referenten sahen vielversprechend aus, Grund genug also, um am Freitag Morgen in den Zug Richtung Leinestadt zu steigen.
Kaum angekommen im Atrium des Alten Rathauses, bin ich auch schon über die Ausrichter der Veranstaltung gestolpert – Alan Webb und Uwe Tippmann. Nach einigem Vorgeplänkel und Smalltalk ging es dann vom Check-in hinauf in den großen Saal, der sich schnell mit Zuschauern füllte und in dem Alan pünktlich um 9:30 Uhr seine ersten Begrüßungsworte abhielt.
Nach ein paar Informationen zur Agenda und dem Hinweis, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr aufgrund der hohen Nachfrage und entsprechender Platzknappheit wahrscheinlich im Kongreß-Zentrum stattfinden dürfte, ging es dann ans Eingemachte. Zehn Minuten früher als vorgesehen startete dann Pelle Boese (gjuce GmbH) mit der ersten Session, Thema “Mobile Search” – Optimierung und Vermarktung mobiler Seiten.
Der Vortrag gliederte sich in die folgenden 6 Punkte:
- Mobile Internet
- Mobile SEO
- Mobile Vermarktung
- Beispiel: m.wetter.net
- gjuce GmbH
- Q & A
Am interessantesten an Pelles Vortrag fand ich neben dem Hinweis auf den Blended Index, einem Mix aus normalem und mobilem Index, und dem Ratschlag, besser mit der Hauptdomain als mit einer Extra-Mobi Domain zu ranken, vor allem die Art & Weise, wie er mit dem Mobile Googlebot umgeht. Diesem bietet er nämlich anstatt der normalen, schweren und komplexen Seiten viel leichter verdauliche, schnörkellose mobile Seiten an, dass aber unter derselben URL. Ich möchte das mal mobiles Cloaking nennen. Um hier nicht den Rahmen zu sprengen, indem ich bei allen Beiträgen zu sehr ins Detail gehe, verweise ich lieber auf den sehr gelungenen Mobile Search Blogartikel von Rouven auf sea.at, dort findet ihr auch noch alle anderen Mitschnitte der SEMSEO Sessions.
Hohen Informations- und Unterhaltungswert versprach Prof. Dr. Mario Fischers Vortrag über Linkaufbau & Reputationsmanagement, in welchem er über die Tücken des Linkaufbaus und die Einbindung eines erfolgreichen Linkbuildings beim Reputationsmanagement referrierte.
Zum Auftakt stellte der Herr Doktor die Frage: “Warum muss man beim Linkaufbau vorsichtig sein?”
- ~22% aller Webseiten sind Spam
- ~33% ist Duplicate Content
- ~90% der SEOs sind Dumpfbacken
Antwort, die Jungs von Google haben einiges auf dem Kasten, kennen sich mit mathematischen Algorithmen aus und haben eine unglaubliche Maschinerie und Rechenpower im Hintergrund am laufen. Dazu brachte der Professor einige beeindruckende Zahlen und interessante Hinweise, wie die Maschinen durch Mustererkennung und maschinelles Lernen schon heute linke Farmen und spammige Inhalte erkennen könn(t)en. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit eine Linkfarm zu entdecken bei erschreckenden 95% und einen Spam-Linkhub zu entdecken bei ca. 80%. Nach vielen weiteren Charts und der obligatorischen Frage & Antwort Runde folgte dann am Ende der Session die größte Überraschung. Mario Fischer kündigte das Website Boosting Magazin an.
Das neue Magazin mit dem altbekannten Namen Website Boosting wird regelmäßig alle 2 Monate neu als hochwertig gebundenes Magazin in Deutschland, Österreich und der Schweiz in allen Bahnhofs-Buchhandlungen und Flughäfen im Regal stehen. Die Erstausgabe bietet ein Matt Cutts Interview und viele weitere Artikel hochdekorierter Seo & Marketing Experten an, zudem soll es eine Leseprobe und eine Charity-Aktion geben.
Das wars dann fürs Erste, kurz vor halb Zwölf ging es ab in die wohlverdiente Kaffeepause, Gelegenheit sich aufzufrischen, Gespräche zu führen oder neue Kontakte kennen zu lernen. Gut erholt gings dann eine Viertelstunde später mit Uwe Tippmanns Beitrag “Suchreichweite verstehen” weiter. Frei nach dem Motto: “Tauchen Sie ein in die Welt der Suche und analysieren Sie Ihren Erfolg.”
Uwe ist nicht nur einer der Geschäftsführer der ABAKUS Internet Marketing GmbH, sondern als ehemaliger Yahoo-Mitarbeiter auch tief mit Suchmaschinen und den dazugehörigen Analysen verwurzelt. Kein Wunder also, dass er die Stärken und Schwächen der diversen Tools zur Messung von Sucherfolgen und Reichweiten genauestens kennt. Auf die Frage “Was ist Suchreichweite?” antwortet Uwe mit
Die Suchreichweite gibt die Anzahl der Personen an, die durch eine Webseite in den Ergebnissen einer Suchmaschine erreicht werden können.
Dafür gibt es zwei Ansätze, den theoretischen und den praktischen Ansatz. Der erste Ansatz basiert auf regelmäßig gegen die Suchmaschinen abgefragten limitierten Keyword-Listen, so wie es SEO-Tools a la Sistrix oder Searchmetrics tun. Aus den resultierenden Positionen und externen Traffic-Statistiken wird dann eine Art Sichtbarkeitsindex hochgerechnet. Nachteil: Mangelhafte Abdeckung des Longtails, unausgewogener Keywordbestand und geringe Aktualität der Suchbegriffe. Diese Schwächen will der praktische Ansatz umgehen: “Man nehme ein ausreichend großes User Panel mit ausgewogenem Suchverhalten und wertet das individuell angepasste Ranking der Ergebnisse anaonym und normalisiert aus.” Dieses Verfahren erfasst natürliche Longtail Keywords, zeigt ein natürliches Such- und Absprungverhalten, liefert tagesaktuelle Suchanfragen und bezieht die individuellen Anpassungen der Ergebnisse mit ein. Derlei Resultate lieferten bislang nur Dienste wie Comscore oder Nielsen. Doch jetzt kam der Knaller. Es gibt demnächst einen neuen Kandidaten, der noch tiefer in die Datenmeere eintauchen möchte – der SEO Diver!
Uwe stellt an dieser Stelle das neue Wunderkind aus dem Hause Abakus vor. Der Seo-Diver umfasst derzeit rund 18 Millionen Domains, 200 Millionen Keywords weltweit, davon 39 Millionen aus Deutschland, inklusive aktueller News, Event und Produkt-Keywords. Hinzu kommt noch ein vielversprechendes Backlink-Analyse Modul. Der offizielle Starttermin für den SEO-Diver ist in 10 Wochen, preislich soll es ab 99 Euro/Monat los gehen. Das kann spannend werden bei den SEO-Tools.
Nach diesem Überraschungs-Coup gings dann in die Mittagspause. (Fortsetzung folgt)
Domainwechsel – doppelte Rankings
Februar 22, 2010 by Robert Hartl
Filed under Analyse, SEO
Es mag viele Gründe geben einen Domainwechsel vorzunehmen. Wenn man dabei sowohl Besucher wie Suchmaschinen optimal bedienen will, sollte man einige Punkte beachten, die über 301-Redirects hinausgehen.
Wir haben uns – tut mit Leid Gerald – von suchmaschinen-optimierungen.info verabschiedet, obwohl ich es nach all den Jahren mittlerweile ausreichend schnell tippen konnte. Daher bot sich die ideale Gelegenheit, dies langfristig anzugehen und genau zu beobachten. Es folgen die Schritte in Form einer knappen Checkliste sowie die beobachteten Folgen, welche mich dann doch vereinzelt überrascht haben.
1. Ausgangssituation
Alle Inhalte sind auf der so genannten alten Domain online.
2. Neue Domain per 301 auf alte Domain
Als erstes haben wir die neue Domain registriert (in unserem Fall gekauft) und pauschal per 301 auf die alte Domain weitergeleitet.
3. Links auch auf die neue Domain
Die Monate danach folgten vereinzelt einige wenige Links auch auf die neue Domain, die per 301 natürlich noch auf die alte Domain weitergeleitet wurden. Kann ja nicht schaden.
4. Neue Domain befüllen
Im Hintergrund erarbeiteten wir Struktur, Inhalte etc. der neuen Domain. Alle anderen „Besucher“ wurden nach wie vor auf die alte Domain per 301 geleitet. Das geht beispielsweise per .htaccess auf IP-Basis ganz einfach. Dazu als Bedingung für die 301-Weiterleitung einfach die aktuelle eigene IP ausschließen. Das kann allenfalls ganz wenige Besucher versehentlich auf die neue, noch nicht öffentliche Webseite führen. Die könnte man dann per Overlay darauf hinweisen und/ oder anders erfassen und weiterleiten.
5. Vorbereitung des Domainwechsels
Nun haben wir alle URLs der alten Domain erfasst und den neuen URLs zugeordnet. Daraus wurden dann 301-Weiterleitungen erstellt. Zusätzlich haben wir auf der alten Domain das durchaus nicht ungefährliche rel=canonical auf die jeweilige URLs der neuen Domain gesetzt. Wer sich jetzt fragt, wieso ungefährlich, der braucht nicht lange zu suchen, bis er dieses Tag findet, indem auf allen Seiten nur die Domain eingetragen ist. Dadurch wollten wir sicherstellen, dass keinerlei Anschein doppelter Inhalte aufkommt und der Wechsel möglichst schnell und reibungslos verläuft.
Weiter sind beide Domains in den Google Webmaster Tools registriert. Unter Website-Konfiguration kann man hier Google direkt eine Adressänderung (nur der Second-Level-Domain) mitteilen. Dies geht aber nur vor der 301-Weiterleitung. Zusätzlich wurde auch eine neue XML-Sitemap angemeldet.
6. Domainwechsel
Dann haben wir die 301-Weiterleitungen sowie das rel=canonical veröffentlicht. Zudem fangen wir alle Referrer der 404-Fehlerseite der neuen Domain ab, um Lücken oder Tippfehler zu finden. Denn hier unterlaufen einem schnell auch mal kleine Fehler. Soweit möglich und zeitlich vertretbar haben wir dann auch ein paar Links von alte auf neue Domain angepasst.
7. Warten
Erstmal passierte rein gar nichts. Nicht mal die Blog-Subdomain auf WordPress-Basis wollte Google via Blog-Suche kennen. Für die PageRank-Fetischisten:
Domain-alt hatte PR5, die Blog-Subdomain PR4.
Domain-neu hatte PR5, die Blog-Subdomain PR4. Die auf die neue Domain gesetzten Links rechtfertigten diese Einstufung nicht, so dass ich von einer Spiegelung der Werte in den Google-Datacentern ausgehe.
8. Tag 4 nach dem Wechsel
Am vierten Tag nach dem Domainwechsel kam dann die erste kleine Überraschung. Beide Domains waren im Index: Domain-alt wie bisher und Domain-neu stieg ordentlich ein, meist nur ca. 8 bis 14 Plätze hinter Domain-alt. Im Index der neuen Domain waren nur 14 Seiten, die neue Blog-Subdomain war noch gar nicht indiziert.
9. Tag 5 nach dem Wechsel
Ich kann es vorweg nehmen: jetzt wurde es kurios. Denn am Tag 5 rankten beide Domains praktisch untereinander als eigenständige, verschiedene Treffer. Domain-alt dabei immer noch vor Domain-neu. Die Masse der Besucher kam nach wie vor über die alte Domain. Aufgrund der vielen „doppelten“ Rankings kamen sogar ca. 15% mehr Besucher. Nun waren schon 75 Seiten der neuen Domain im Index, wobei im Wesentlichen die Blog-Subdomain dafür verantwortlich war.
10. Tage 6 bis 10 nach dem Wechsel
Am Tag 6 nach dem Domainwechsel haben wir sicherheitshalber nochmals die ganzen Weiterleitungen der alten Domain gecheckt: keine Fehler. Besucher auf der Domain-alt gleich 0. Dennoch waren noch alle Seiten der alten Domain im Index und der Index der neuen Domain wuchs und wuchs. Die doppelten Rankings ebenso! Das ging ganze 4 Tage so. Dabei kann eigentlich keiner meckern, denn Missbrauch liegt hier fern. Ganz im Gegenteil wollten wir das sogar möglichst sauber machen. Wer also beispielsweise am Valentinstag oder einem ähnlich kurzen Zeitraum mit organischen Rankings seinen Umsatz macht, könnte das bei Gelegenheit mal im „Labor“ testen und prüfen.
11. Tag 11 nach dem Wechsel
Am 11. Tag wechselte dann die Reihenfolge: nun war die neue Domain vor der alten Domain. Aber die doppelten Ergebnisse untereinander waren nach wie vor in den Ergebnisseiten – und das obwohl wir einen wohl überdurchschnittlichen Aufwand unternommen hatten, um es Google offensichtlich möglichst leicht zu machen. PR-Einschub: der PR der neuen Domain wurde nun jeweils auf -1 verringert, was eher dem Wert der bisherigen Links auf die neue Domain entsprechen dürfte. Genauer habe ich das aber nicht verfolgt.
12. Tag 12 nach dem Wechsel
Nun fielen die Rankings der alten Domain langsam einige wenige Plätze zurück aber nach wie vor waren noch fast alle Seiten der alten Domain im Index. Es folgte praktisch der Vollzug des Wechsels synonym zum Anfang.
13. Tag 20 nach dem Wechsel
Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass Google nun endgültig die Rankings der alten Domain komplett raus nimmt und den Index abbaut. Aber noch heute, am Tag 20 nach dem Wechsel, sind fast alle Seiten der alten Domain im Index und manche ranken noch „irgendwo“ in den Top 100. Sistrix’ Toolbox weist daher auch noch einen kleinen Wert von 0,03 zu.
Ansonsten hat die neue Domain komplett die Rankings der alten übernommen. Da sich viele Dinge wie Inhalte, Struktur auch geändert haben, kann ich nicht beurteilen, inwieweit es durch den Domainwechsel zu einem Verlust, einem Filter oder Puffer, gekommen ist. Jedenfalls war ich über die lange Präsenz der doppelten Treffer mehr als erstaunt. Dies hätte ich eher bei 302 ohne weitere Aktionen erwartet. Letztlich gab es daher keinen kurzen Einbruch, wie man hätte erwarten können und die folgende Grafik aus Sistrix’ Toolbox nahelegt – ganz im Gegenteil.
Eure Erfahrungen?
Was hättet Ihr anders gemacht? Wie geht Ihr vor? Habt Ihr vergleichbare Erfahrungen beobachtet?
Robert Hartl ist Inhaber von NETPROFIT, einer kleinen Agentur in Passau, die sich vorwiegend um CMS, SEO und SEM kümmert. Wie dem Artikel zu entnehmen, findet Ihr mehr über NETPROFIT nun unter www.netprofit.de.
Yiggs Rücksturz zur Erde
Februar 9, 2010 by Gerald Steffens
Filed under Analyse, SEO
Vor 4 Wochen hat es im Google Index ordentlich gekracht, ein paar schwergewichtige Webseiten, mit Millionen von Unterseiten im Google Index, haben weiche Beine bekommen und den Rücksturz zur Erde angetreten. Den Auftakt machten Chip und Netzwelt mit ihren suchfreudigen Subdomains, ein paar Tage später folgte YiGG. Während man über den Abflug der Subdomains nicht großartig zu spekulieren braucht, Google konnte ausgekippte Suchseiten noch nie gut leiden, scheint die Sache bei YiGG (blaue Kurve) komplizierter.
Einen eindeutigen Grund kann ich zur Zeit nicht sehen. Vielleicht hat sich Yigg ein paar Experimente erlaubt, die nicht so richtig gelungen sind. Nach dem missratenen Relaunch vor 1,5 Jahren ist das auf jeden Fall der zweite herbe Rückschlag für das Portal. Dass dieser Erdrutsch bei Yigg auch deutliche Einbußen bei den Besucherzahlen nach sich zieht, dürfte niemanden verwundern.
Ob es sich hier, wie vom Seonauten behauptet, um eine Google-Penalty handelt oder um eine unglückliche Verkettung technischer Missgeschicke, darüber kann man jetzt streiten. Der Begriff Penalty selber ist ja schon diskussionswürdig. Bei den oben erwähnten Pseudo-Suchseiten von Chip und Netzwelt würde ich von einer manuellen Penalty ausgehen und darauf wetten, dass da jemand von Googles Spamtruppe auf den roten Knopf gedrückt hat. Bei Yigg ist die Sache weniger offensichtlich.
Was könnten die Gründe für solch einen krassen Einbruch sein? An eine Strafe wegen Linkverkaufs mag ich nicht glauben, da wäre eher der PageRank mal schnell degradiert worden. Alles weitere ist jetzt aber Spekulation. Ich weiss nicht, was Yigg in den letzten Wochen schon an seinen Seiten geschraubt hat. Mir persönlich missfällt ja dieses Pseudo-Seitenhijacken mit der Yigg-Toolbar. Alleine dafür würde ich die rauskicken, sozusagen als erzieherische Maßnahme
Doch eigentlich scheint die Toolbar sauber zu sein, sie wird via robots.txt aus dem Suchmaschinen-Index rausgehalten. (Frage, war das schon immer so?).
Meist sind es ja Probleme mit DC (Duplicate Content), die große Seiten ins Nirvana schicken. Was auffällt sind einige https-Seiten, die es in den Google Index geschafft haben. Auch die Inhalte. welche unter upcoming.yigg.de rumliegen könnten als DC-Kandidaten gelten. Dann kippen viele Experten ihre Pressemitteilung auch auf Yigg ab, und wenn ich mir dann noch anschaue, wieviele Schlagwörter Yigg bei solch einem an und für sich schon recht überflüssigen Pressebeitrag zulässt, so wird mir leicht schwindelig. 60+ Schlagwörter müssen nicht sein. Generell würde ich nicht mehr als 6-10 Schlagwörter erlauben um solchen Auswüchsen entgegen zu wirken.
Neben den inflationären Schlagwörtern frage ich mich auch schon seit langem, wer braucht eigentlich diese merkwürdigen Gruppen? Die Seiten selber bestehen aus ein paar Links, wenig Text und ihren Mitgliedern. Ziemlich dünn, wenn ihr mich fragt. Nicht wirklich eine Offenbarung was den Content angeht. Wie fast alles was die Yigg Inhalte betrifft. Ich würde schon beim Einstellen der Artikel eine gewisse Mindestmenge an Text erzwingen. Yigg ist ja nicht Twitter
Hoppla, gerade kippt jemand seinen halben Online Shop bei Yigg aus. Das ist natürlich ein Problem, die lieben Spammer. Da müsste auch mehr getan werden, damit solchen Experten das Handwerk gelegt wird.
Wie auch immer, es gibt halt einige Macken und Mängel bei Yigg, die der Plattform seotechnisch nicht zum Vorteil gereichen. Neben der Technik ist dann da noch der menschliche Aspekt. Man muss schon geben können, damit andere auch etwas geben. Den Seos die Follow Links, den Webmastern den Direkteinsprung ohne Toolbar, der Blogosphäre ein Yigg-Blog, das nicht nur yiggzentrisch spricht, sondern auch mit der Außenwelt kommuniziert, den Usern mehr Komfort und weniger Spam und Werbung – und den Suchmaschinen mehr unique und weniger doppelten Content. Dann klappt es am Ende auch wieder mit dem Nachbarn im Web, mit Google.
Update: Gretus via Twitter: “Zu viele Toolbars, Popups, Werbung usw. Die Seite hat momentan so einfach 0 Mehrwert #yigg”
Da ist viel Wahres dran. Das Popup nervt, auf die Video-Werbung bin ich schon mehr als einmal reingefallen, weil ich annahm es gehöre zum Top-Artikel. Und die Toolbar brauche ich auch nicht, die behindert mehr als dass sie hilft. Und wo wir hier schon die ganze Zeit über Yigg reden, eigentlich müßte ich den Artikel jetzt noch bei Yigg einstellen. Aber das ist mir zu blöd. Seos sind dort ja eh nicht willkommen.































































