Ich kann es mir nicht verkneifen meine Meinung zum Bloggergate Skandal in Worte zu fassen, denn irgendetwas muss ich fassen, weil ich es sonst nicht fassen kann, was da gerade passiert. Sascha Pallenberg, großer Blog Monetarisierer und Techblogger, hat vor ein paar Tagen einen Skandal angekündigt, der seinesgleichen suchen sollte. Vom Tsunami in der Blogosphäre war die Rede. Jetzt ist es passiert. Sascha hat den Tsunami losgelassen: “Basicthinking, Onlinekosten GmbH und der Keyword-Spam.” Ein Skandal, ich war schockiert als ich das gelesen habe. Wie kann man so einen Zirkus im Vorfeld veranstalten und dann so etwas Halbgares abliefern.

Aus Google-Sicht ist doch vor allem interessant, wo die bösen Links liegen. Denn diese schädigen doch die Google-Rankings. Und so lange die “schuldigen” Blogger und die dazugehörigen Links weiter brav im Web rummachen dürfen, ist doch nichts passiert. Bei Trigami wurde damals den mitwirkenden Bloggern der PageRank gekürzt, das hat für Unbehagen und Unruhe gesorgt. Letztendlich hat es das Geschäftsmodell Linkverkauf/Miete aber nicht wirklich getroffen. Die Umsätze im Link-Business sind seit damals bestimmt nicht gesunken 😉

@mattcutts, Matt Cutts

@sascha_p Would you mind if someone on the webspam team reached out to talk more about this? Okay to DM me your email address?

So, und da haben wir den Schlamassel, jetzt greift auch noch Matt Cutts ins Geschehen ein. Dessen Interesse müsste es sein, die Namen der Blogger bzw der schleichwerbenden Domains und Linkziele zu erfahren, um mal etwas tabula rasa bei den Verlinkungen zu machen. Vielleicht noch ein wenig PR abziehen, aber was dann? Dann geht das Spiel doch an anderer Stelle weiter und Matt und sein Spamteam dürfen wieder im Dunkeln hinterher tappen. Den Schaden bei der Onlinekosten GmbH sehe ich hingegen nicht. Ganz im Gegenteil, dank Saschas toller Werbung weiss jetzt auch der letzte potentiell käufliche Blogger, an wen er sich wenden muss, um ein paar schnelle und einfache Euros zu verdienen. Und so schlecht fand ich die Bezahlung jetzt auch nicht. Dieses Gerede von Ausbeutung kommt einfach zu reisserisch daher.

Schaut man sich diese Bloggergate Affäre jetzt an, fragt man sich: Was ist passiert? Und warum nicht? Wollte man die Geschichte wirklich rückhaltlos aufklären, dann müsste man ähnlich wie WikiLeaks die Karten auf den Tisch legen. Alle, also auch die gekauften Blogger ans Messer liefern. Nur wie mit denen verfahren? Soll Matt Cutts die etwa einzeln abschlachten? Wollen wir das? Will Sascha das? Hilft das Matt Cutts weiter? Wenn ich mir ansehe mit welch üblem Blogspam derzeit die Google Rankings verbogen werden, dann muss ich sagen, sind diese hier an den Pranger gestellten Artikel und “Qualitätslinks” ein wirklich erfrischendes Gegengewicht dazu.

Wie man es auch dreht und wendet. Es wird keinen Tsunami geben. Eigentlich gibt es nur Verlierer. Außer ein paar Backlinks für Sascha hat hier keiner etwas gewonnen. Seiner Reputation könnte diese Affäre sogar geschadet haben. Immerhin wurde sein Informant versehentlich geoutet und die 100 schwitzenden Blogger haben vielleicht auch schon das Messer gezückt um sich bei ihm zu bedanken, falls Matt Cutts das gekaufte Linknetz aus dem Index herausfräst. Vom Ausbleiben des vollmundig versprochenen Tsunamis mal ganz zu schweigen.

Nachtrag: Fast vergessen, ich habe vor einiger Zeit SeoLeaks.org ins Web gestellt, falls also einer von euch ein paar skandalöse Dokumente entsorgen möchte, ihr wisst jetzt wo. Vielleicht lösen wir damit ja einen richtigen Tornado in Seo-Kreisen aus 😉

Vor gut zwei Wochen brachte Robert Basic einen Artikel über den bevorstehenden Start des Sofa-Kuriers heraus, durch den ich überhaupt erst auf das neue Projekt aufmerksam gemacht wurde. Eine Woche später ist der Sofa-Kurier dann offiziell gestartet und Robert hat kurz darauf mit einem zweiten Interview nachgehakt. Dem Interview konnte man entnehmen, dass die beiden Initiatoren ihre alten Blogs derecki.de bzw grimminalbullizei.de zu Gunsten des neuen Projekts geopfert haben – beide leiten jetzt auf den Sofa-Kurier weiter.

Interessante Idee, so hat man gleich zu Beginn der Aktion schon Hunderte von Besuchern auf seinen Seiten. Da macht das Bloggen gleich viel mehr Spaß. Nichts ist frustrierender als wochen- oder gar monatelang vor einer leeren Kulisse bloggen zu müssen. Auch liegen die alten Projekte nicht einsam in der Blogosphäre herum und rotten langsam vor sich hin. Gelungenes Content-Recycling würde ich das nennen. Sowohl aus Besuchersicht als auch aus Sicht der Suchmaschinen. Ein Blick auf die zugehörigen Sistrix-Charts sieht vielversprechend aus.

Verlauf des Sistrix Sichtbarkeitsindex für sofa-kurier.de, derecki.de und grimminalbullizei.de

Verlauf des Sistrix Sichtbarkeitsindex für sofa-kurier.de, derecki.de und grimminalbullizei.de

Wird spannend zu beobachten sein, wie gut sich diese Bündelung von Inhalten und Verlinkungen im Google Index schlagen wird. Ich denke in 2-3 Wochen wird man Genaueres erkennen können. Und dann kommt’s drauf an, wie gut die weitere Vernetzung mit der Blogosphäre voranschreiten wird. Denn einfach nur Bloggen kann viel zu wenig sein, auch die Backlinks müssen stimmen. Wenn’s damit klappt, dann klappt’s auch mit dem Nachbarn Google.

Update: Zur leichteren Kontrolle hier noch der Sistrix-Link für die derecki.de/sofa-kurier.de/grimminalbullizei.de Charts.

Trari Trara, lese gerade bei Perun WordPress Nummer 2.9.1 ist da. Die Hoffnung ist groß, dass diese Version halbwegs webtauglich ist. Seit langem habe ich es mir abgewöhnt, immer gleich das Neueste vom Neuen ins Web stellen zu müssen. Bei WordPress ist es angeraten, erst mal eine gewisse Zeit ins Land streichen zu lassen, damit wenigstens die gröbsten Kinderkrankheiten erkannt und ausgemerzt werden können.

All zu lange musste man in der Vergangenheit sowieso nie warten, die ersten Bugs sind oft schneller da als man braucht das Wort WordPress zu buchstabieren. Gerade sicherheitsrelevante Lücken sind keine Seltenheit. Stellt sich mir jetzt nur die Frage, ob Version 2.9.1 nicht auch noch zu frisch ist und ich besser einen weiteren Update-Zyklus abwarten soll. Oder zwei? Oder drei?

Wir dürfen gespannt sein. Mit Seo.at erscheint ein neuer Star am Seo-Himmel. Versprochen werden uns tägliche Updates zu SEO, Google & Co. – vorgetragen von Simon Stich, einem jungen Mann (24 Jahre) aus Münster, der zuvor schon für andere Blogs, wie z.B. das Medien-, Web 2.0 und Gaming-Blog 1000ff.de, Beiträge ins Web gestellt hat. Betreiber des Seo.at Blogs ist die Sistrix GmbH. Der Chef himself, Johannes Beus, wird wahrscheinlich nur gelegentlich zur Feder greifen und bloggerisch tätig werden. Das dürfte aber niemanden wundern, immerhin hat er mit seinem eigenen Sistrix Seo-Blog schon genug zu tun. Auf die Frage, was das denn werden solle mit dem Seo.at-Blog, meinte Johannes: “Ein Seo News Blog. Das, was in Deutschland irgendwie fehlt. Also ne Mischung zwischen Searchengineland, Seoroundtable und Google-Watchblog.” Klingt gut. Ich drücke die Daumen.

Die meisten Online-Marketeers können den Begriff “Web 2.0” wahrscheinlich schon nicht mehr hören; ich behaupte jedoch, dass eigentlich nur Twitter diese Bezeichnung wirklich verdient hat!

Um dieses Statement zu untermalen, möchte ich kurz in Erinnerung rufen, wie Internet und Online-Marketing vor Google und SEO tickte:

Wer Besucher auf seine Webseite bekommen wollte, konnte durch die Wahl eines guten Domainnamens (Vgl. Sex.com Story) beachtlichen Type-In-Traffic bekommen. Des Weiteren waren neben Offline-Marketing, Einträge in Web-Verzeichnissen, Newsgroups und sonstige Links von externen Seiten die wichtigsten Besucherquellen. Werbeplätze gab es kaum und Suchmaschinen kämpften indes noch mit Problemen bei der Indizierung, der sinnvollen Sortierung der Ergebnisse, sowie inflationären Auswüchsen von Spam. Den (Modem-)Nutzern dienten sie nur leidlich gut zum Auffinden der überschaubaren Anzahl von sinnvollen Web-Inhalten.

Und was hat das nun mit Twitter zu tun?

Der Microblogging-Dienst ist die am schnellsten wachsende Applikation im Internet und das Szenario ist dem frühen “Web 1.0” gar nicht so unähnlich:

Es gibt zwar Suchmaschinen für Twitter, aber auch die fristen noch eher ein Nischendasein. Reichweite für die eigenen Meldungen bekommt man beispielsweise, indem man Nutzer „von außen“ zuführt (~Offline-Marketing), über Re-Tweets (~Links) oder Twitter-Gruppen (~Newsgroups); selbst die früher oft genutzten Top-Listen und Verzeichnisse existieren im Twitterreich.

Twitter Accounts = Domains?

Immer bekannter wird inzwischen auch die Tatsache, dass es bei Twitter im Vergleich zu anderen Social Media Plattformen wegen der einfachen URLs durchaus beachtlichen Type-In-Traffic gibt – erkennbar u.a. daran, dass selbst ungenutzte Profile fleißig Follower sammeln (z.B. IKEA).

Das „Domain-Grabbing“ hat daher auch das Zwitscherland längst erreicht und der Handel mit guten Profilnamen kann – obwohl Twitter lt. AGB Besitzer aller Accounts ist – sehr lukrativ sein. (Siehe auch.)

TWO – TWitter Optimization

Spannend ist auch zu beobachten, wie die SEO-Szene ihre Taktiken auf Twitter adaptiert, um an mehr Follower (~einen höheren PageRank!?) und Reichweite zu kommen:

Während Spammer mittels Followertausch o.ä. wohl eher größtenteils unnütze Kontakte generieren, schafft es der Marcus beispielsweise durch informative und amüsante Tweets über die Content-is-King bzw. Linkbaiting-Masche. Thomas platziert regelmäßig Gewinnspiele und SEO-United pflanzt Bäume, um an Links Follower zu kommen. Kreativität ist also auch beim „TWO“ gefragt.

Und wie geht es jetzt weiter im „echten Web 2.0“?

Auch wenn ich der Überzeugung bin, signifikante Parallelen zwischen der Geschichte des frühen Internets und der Entwicklung bei Twitter zu erkennen, und ich mich daher zum Titel dieses Beitrages habe verleiten lassen, so sind die Rahmenbedingungen jedoch völlig andere. Dazu werde ich mich ein anderes Mal äußern – wer das nicht verpassen will, darf mir folgen 🙂

Es tut sich etwas auf Suchmaschinenoptimierung.de. Erstens zählt auf der Startseite brav ein Counter die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden runter bis zum Relaunch der Website. Zweitens gibt es seit kurzem auch ein Weblog – und gleich mit einem interessanten Seo Test: Wie viele Links am Tag verträgt eine Domain? Teil I.

Artaxo hat über einen Zeitraum von 90 Tagen 34 Domains mit unterschiedlicher Power verlinkt, von unter hundert Links bis über 2000 Links reicht das Testszenario. Ergebnis des Tests – um richtig Wirkung zu erzielen muss man schon etliche hundert Links aufbringen. Und das Risiko die Seite zu verbrennen war schon bei 200-400 Links gegeben. D.h., mehr als 2 Links am Tag können schon zu viel sein. Dummerweise brauchte es aber auch gut 700 Links, um überhaupt mal eine echte Wirkung zu erzielen.

An dieser Stelle möchte ich ein Gegengewicht zu der merkwürdigen bemerkenswerten MEEDIA-Umfrage bzgl der Basic-Thinking Ebay-Auktion anbieten, bei welcher Online-Sternchen und Internet-VerKenner bewiesen haben, warum im Internet wenig Geschäft und viel leere Luft produziert wird. Die meisten Teilnehmer leiden an mangelnder Risikobereitschaft und zu wenig Phantasie >:)

An der MEEDIA-Umfrage nahmen 14 Experten teil, bemerkenswerter Weise wollte keiner von ihnen das BasicThinking Blog kaufen. Das konnte ich beim besten Willen nicht verstehen und habe deshalb selber eine kleine Umfrage gestartet. Unter Experten natürlich, “echten” Experten. Wo findet man die? Natürlich im Weblog oder Skype-Chat um die Ecke. Und so habe ich ein paar nette SEOs (13 an der Zahl) zum Basic-Thinking Verkauf befragt. Resümee vorweg, die Mehrzahl würde das Blog kaufen wollen.

Mario Göttsche (Seo-Radio), Topnews

Würdest du das Blog kaufen?
Ja würde ich. An vielen Stellen ist zu lesen, dass mit dem Verkauf bzw. mit der Übergabe das Ende von basicthinking da wäre, das ist m.E. Quatsch. Mit der richtigen Idee kann man die vorhandenen Leser nach wie vor begeistern und auch eine Menge neue dazu gewinnen.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Ich hätte da schon eine ziemlich coole Idee was man damit machen könnte ohne die Stammleser zu stark zu strapazieren. Sicher würden einige abspringen denen einfach die persönliche Meinung bzw. die Gedanken von Robert fehlen werden. Was genau ich damit machen würde will ich natürlich hier nicht verraten, da es in eine Richtung geht an die wohl nicht viele denken, zugegeben ist es auch ein wenig um die Ecke gedacht.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Für jeden der weiß wie man damit umgehen muss. Das ganze ist wie mit Aktien, man sollte ihn nicht auf “Pump” kaufen, dazu ist das gewisse “Restrisiko” dann doch zu groß. Ohne groß drüber nachzudenken fallen mir mind. 10 Namen ein für die ein Kauf Sinn machen würde und ich denke/befürchte das wissen diejenigen auch.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Also ich schätze hoch fünfstellig oder niedrig sechsstellig. Aber das kommt natürlich stark auf den finanziellen Hintergrund der letzten Bieter an, im Grunde genommen ist fast alles möglich und der wahre
Wert ist eh nicht zu ermitteln.

Stefan Fischerländer (Suchmaschinentricks)

Würdest du das Blog kaufen?
Nein – aber nur, weil ich hier eh schon viele gute Domains rumliegen habe, die nur darauf warten, mit Inhalt gefüllt zu werden. Und weil ich mit meinen halbfertigen Projekten so im Verzug bin, dass ich an vieles denke, aber nicht daran, mir neue Arbeit aufzuhalsen.

Falls ja – Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Robert schreibt in seinem Verkaufstext, sein Blog würde auch als “deutsches Techcrunch” bezeichnet werden. Das finde ich reichlich weit hergeholt, aber in die Richtung würde ich das Blog ausbauen: Eine Mischung aus Techcrunch und Engadget. Denn die Inhalte von BT sind bisher durchaus techniklastig. Durch einen stärkeren Fokus auf Gadgets sollte der TKP nochmals gesteigert werden können. Und wenn erst einmal viele Gadgets drauf besprochen sind, bietet es sich natürlich an, dort einen Preisvergleich zu starten. Natürlich nicht nach “Schema F”, sondern mit ein paar ausgefalleneren Features.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Der TKP des Blogs liegt bereits bei mehr als 10 Euro, das ist nicht so einfach zu steigern. Und auch die Nutzerzahlen kann ein Käufer nicht mal eben an einem Nachmittag hochschrauben, so lange er das Konzept nicht wesentlich ändert. Deshalb sehe ich prinzipiell zwei mögliche Käufergruppen: Das wären zum einen eher klassische Unternehmen, die ihre Online-Awareness steigern möchten und den Kaufpreis unter “Imagepflege” und “Online lernen” verbuchen können. Vor allem aber sehe ich Online-Unternehmen mit ordentlichem Cash-Flow und einer großen Portion SEO-Know-How als ideale Käufer.

Solche Unternehmen haben bereits etliche gute Texter im Team und könnten das Blog mit relativ geringem Aufwand weiterführen. Zusätzlich aber sind sie in der Lage, das erhebliche SEO-Potenzial von basicthinking.de auszureizen. Konkret fällt mir dazu Unister ein. Die haben eine ganze Reihe von Keyword-Domains als Projekte, von News.de über Reisen.de bis Kredit.de. Würde etwa “Kredit.de” als Käufer auftreten, wäre das eine fantastische Linkbuilding-Maßnahme. Sie würden so einen Link mit dem Keyword “Kredit” von allen großen News-Seiten und hunderten Blogs erhalten! Bei der Vorstellung wird jeder SEO ganz nervös … Ansonsten könnte ich mir noch die construktiv GmbH (Mister Wong, Lifestream.fm, etc.) vorstellen.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Meine erste spontane Schätzung waren 70.000 Euro. Aber das finde ich viel zu hoch, wenn ich mir dazu im Vergleich ansehe, dass Townster nicht mal 40.000 Euro zusammenbrachte. Aber als bekennender Nicht-eBay-er bin ich da sowieso überfragt. Aber wenn’s sein muss: 56.218,00 Euro.

Ron A. Hillmann

Würdest du das Blog kaufen?
Nein. Der Preis ist schon zu hoch. Mir fehlt da ein schlüssiges Konzept zu Refinanzierung.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Eine Art Techcrunch wäre durchaus vorstellbar. Dazu ein Schuss engadget.com. Speakers Corner plus PR-Abteilung für Unternehmen aus der Szene und echte journalistische Beiträge wären als Kombination den Versuch wert, mehr an Informationen zu bündeln. Google-News und die Alerts brauchen ja Input. Und irgendwo müssen ja Transaktionen über das Anzeigengeschäft mit Produkt- und Unternehmenspräsentationen den richtigen Umfeldern möglich sein 😉

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Grosse Verlage prüfen sicherlich, ob sie ihre Anzeigengeschäft in der Premium-Vermarktung ausbauen können. Die Liga Holtzbrinck, Springer, Ippen und Co. wäre in der Lage, etwas zu “stemmen”. Auch die Ströer Gruppe als großer unabhängiger Vermarkter könnte die Vermarktung sichern. Zudem ist Basic Thinking auch brauchbar als Name, da neue User nicht unbedingt die Verbindung zu Rob erkennen müssen. Robert könnte den Übergang noch als eine Art Kunstfigur mit Kolumnen begleiten. Suchmaschinen Optimierer sollten sich eher einen anderen Schauplatz suchen. Das Risiko ist zu hoch.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Zwischen 30.000 und 50.000 Euro?

Marco Janck (Seonaut)

Würdest du das Blog kaufen?
Wenn ich von mir denken würde, dass ich zur intellektuellen linken Elite zähle, dann würde ich die Frage nicht mal lesen können, da mein Sehnerv bestimmte Informationen einfach nicht weiterleitet. Da ich aber (wie der Herr Basic vielleicht auch) zu den „einfachen“ deutschen Webinteressierten gehöre, sage ich: Na klar, würde ich grundsätzlich das Blog kaufen. Hallo ? Wir sprechen hier von DEM deutschen A-Blog in Privatmoderation. A ! Zur Erinnerung. A steht in dem Fall für oben.

Ich würde sogar als Nichtfreund oder linker Lanzenreiten ein Interesse daran haben. Über einen Mittelsmann würde ich das Blog erwerben und dann sehr link-produktiv in Szene setzen. Aber egal, wenn die Leute keine Fantasie haben, so etwas in Erwägung zu ziehen? Wer weiß? Vielleicht bin ich ja schon im Bieterkreis?

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Ich würde erst mal ein Geheimnis aus dem Erwerb machen. Die Leute lieben die Spannung. Dann würde ich häppchenweise Infos geben. Immer so, dass die Leute über den Mysterie-Faktor schreiben und linken. Da kann man mittels Spekulationen sehr schön auch andere Projekte in die virale Linkproduktion einbeziehen. Dann würde ich ein wenig spielen. Der Weg zeigt sich aber erst, wenn man sieht wohin die öffentliche Meinung driftet. In der Zeit würde ich versuchen alle Fesseln, die sich Robert selber gesetzt hat zu lockern, um den eigentlichen Wert des grünen Balken zu bekommen. Über den grundsätzlichen Trust müssen wir uns ja nicht unterhalten. Eine neue Vermarktung und Fokussierung auf Trafficströme würde dann genau so im Fokus stehen, wie die Einsetzung von sehr guten Charakter-Schreiberlingen, die versuchen den Wert des Blogs hoch zu halten. Aber es gibt auch ganz andere Spielarten.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen ?
Für jeden der es sich leisten kann und für jeden, der es schafft ein kluges und geeignetes Zahlenwerk über die Sache zu stülpen, welches ihn auf die Gewinnschiene bringen könnte.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Ich denke, dass der Mindestpreis bei 36.000 € liegt. Auch wenn sich aktuell bei 24.000 € wenig tut, wird zum Schluss ein Wert von 80.000 € bis 150.000 € eingefahren werden. Das zahlen einige schon, um vielleicht ihren Namen oder ihren Brand ins Spiel zu bringen. Kenne virale Kampagnen, die deutlich mehr gekostet und deutlich weniger gebracht haben als ein Branding in dieser Richtung.

Johannes Beus (Sistrix)

Würdest du das Blog kaufen?
Hätte ich derzeit nicht so viele weitere Projekte und Aufgaben, an denen ich arbeite – klar, wieso nicht, wenn der Kaufpreis stimmt.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Auch, wenn Herr Basic in der Auktionsbeschreibung erwähnt, Basicthinking sei ein „deutsches Techcrunch“, so halte ich das doch für etwas hochgegriffen. Ich könnte mir eine Mischung zwischen diesem Ziel und einem Gadgetblog ganz gut vorstellen. Müsste natürlich gucken, wer das Blog betreibt, da ich glaube, dass der Erfolg letztendlich an der Person hinter dem Blog abhängt.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
Habe ich mir noch keine Gedanken zu gemacht.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?Dank des enormen Medienechos wird es wohl 6-stellig. Wie weit? Ich lass’ mich überraschen.

Mediadonis (mediadonis.net), SEOfm

Würdest du das Blog kaufen?
Nein, auf keinen Fall

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
… entfällt dann wohl…

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Aus meiner Sicht stellt der Blog keinen wirklichen geldwerten Asset dar. Letztendlich lebt der Blog bzw. hat der Blog von der Person Robert Basic gelebt. Blogs sind nun einmal absolut persönliche & subjektive Medien, und leben vom Schreiben des jeweiligen Blogautors! Im Gegensatz zu klassischen Printmedien, wie Zeitungen oder Magazinen, liest man Blogs zumeist einfach, weil einem die Schreibe gefällt, und / oder weil einem der Kommentar desjenigen Bloggers zu einem bestimmten Thema einfach interessiert. Ich hab BasicThinking nicht einmal in meinem Feedreader (und nicht weil ich Feedreader-faul bin, so habe ich ca. 120 Blogs im Feedreader, den ich auch täglich durchstöbere). Was sind denn schon die Assets? RSS-Abonnenten? Die Domain? SEO-Aspekte wie Rankings und Pagerank? Alle drei Assets würde ich für gering einschätzen.

Der einzige für den so ein Kauf Sinn machen würde, wäre ein AlphaBlogger WannaBe mit tiefen Taschen, der sich einen “kleinen” Boost beim Einstieg ins Bloggerleben verschaffen will. Ich würde das mal mit gezüchteten Charakteren bei World of Warcraft vergleichen. Dort kann man auch entweder ganz von vorne anfangen, oder halt einem chinesischen Charakterfarmer auf eBay einen bereits hochgezüchteten Level 70 Krieger abkaufen. Und genauso ist das wohl auch mit dem Kauf von BasicThinking als Einstieg in die Blogosphäre… nur dass man halt dort weit weniger Drachen begegnet 🙂

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Das Ding wird bestimmt für über 100.000 weggehen – irgendein Dummer wird sich schon finden… bzw. ein paar, die sich gegenseitig hochbieten. Genauso wie für unausgegorene web2.0 Geschäftskonzepte sich auch immer jemand gefunden hat, der das Lehrgeld zahlt

Jojo (Internetmarketing-News)

Würdest du das Blog kaufen?
Ja. Wobei ich nicht beabsichtige mitzubieten, weil andere letztlich mehr bieten werden als ich es wollte.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
In jedem Fall würde ich versuchen weiterhin qualitativ hochwertige Inhalte zu veröffentlichen, um so auch mittelfristig an dem Blog (bzw. dessen Einnahmen) Freude zu haben. Die große Frage ist für mich, in welche Themenrichtung man geht, was letztlich nicht zuletzt wichtig für zukünftige Einnahmen ist. Zur derzeitigen Leserschaft würden sicherlich Gadgets und ganz allgemein Internetthemen passen. Eventuell sollte man gelegentlich von diesen Themen abschweifen um “Money-Posts” zu veröffentlichen

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
In vielen Beiträgen und Kommentaren zum Thema liesst man, dass es vermutlich ein SEO wird. Durchaus möglich, dass halte ich allerdings in dieser generellen Form für irreführend. Der Käufer muss sich mit SEO nur mittelmässig auskennen, viel wichtiger ist, dass er das Blog besser monetarisieren kann, als es Robert getan hat. Zumal die jetztigen Einnnahmequellen von Robert für den Käufer sehr wahrscheinlich versiegen werden. Die Direktverkäufe sind eng mit seiner Person verbunden und ein Käufer wird wohl kaum weiterhin so “plumpen” Linkverkauf betreiben. Ich denke es gibt nur relativ wenig SEOs die als Käufer zu Preisen über 30.000,- Euro in Frage kommen. Für all zu plumpe SEO-Arbeit schauen auf die Domain viel zu viele Augen, da dürfte man es sich schnell mit Google verscherzen. Die einzigste Alternative wären wohl Verlage. Ich denke nicht dass diese daraus etwas besseres machen würden, aber 100.000,- Euro dürften dort zumeist noch recht locker sitzen.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Zwischen 40.000 und 100.000 Euro. Mein Tipp wäre 88.888,- Euro. Um die 100.000,- Euro zu knacken müsste schon jemand mit einem tiefem Geldbeutel zulangen – eventuell ein Verlag. Aber auch dann bräuchte es natürlich noch einen zweiten Bieter der soweit mitgehen würde.

Fridaynite (Fridaynite)

Würdest du das Blog kaufen?
Nein – ich kaufe keine abgestraften und bei Google verbrannten Projekte.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Eine weisse Seite drauf legen, auf der steht: Endlich Ruhe hier.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Eventuell für einen noch grösseren Selbstdarsteller als der Basic einer ist

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Auf alle Fälle zu viel. Wenn sein Minimum 30.000 sein sollte, wäre das für mich schon absolut überbezahlt.

Fabian “Cyb” Brüssel (Cyb)

Würdest du das Blog kaufen?
Persöhnlich, nein! Der Blog kommt mit einer ungeheuren Publicity, die nichts für meinen Geschmack ist. Dennoch würde ich den Kauf anderen empfehlen!

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Den Blog ansich würde ich so stehen lassen wie er ist, und versuchen einen neuen Autor zu finden welcher den Absprung der Stammleserschaft zumindest teilweise stoppt. Im Hintergrund der Seite würde ich anfangen ein Portal hoch zu ziehen. Denkbar ist alles vom Preisvergleich bis zu einem beliebigen Info-Affiliate-Portal. Nach und nach würden dann die alten Basic Blogposts per 301 direkt in das neue Portal geleitet.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
Leute die gerne im Mittelpunkt stehen und SEO’s die eine starke Domain für ein neues Projekt suchen

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Ich schätz es werden so um die 50.000,- Eur dabei rum kommen. Im Normalfall sollte sich das Blog innerhalb von wenigen Monaten armortisieren.

Viagra Verchecker (Seo|Maxx)

Würdest du das Blog kaufen?
Ja, solange es im Rahmen bleibt.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Einen pfiffigen Redakteur dransetzen und die Leser fragen, was Ihnen gut und was weniger gut gefallen hat, Vorschläge sammeln und umsetzen.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?

  • Für unbekanntere SEOs, die sich einen Namen in der Szene machen wollen.
  • Paid Article Service Betreiber
  • Profilneurotiker
  • Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    44.111 €

    Pip (ICE-Blog)

    Würdest du das Blog kaufen?
    JA

    Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
    Als Blog-Heuschrecke würde man es vor allem “Sanieren” und profitabel machen, denke ich

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
    Blog-Heuschrecken wie mich, PR-Agenturen, Viral Marketing Spezialisten

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    126.512,00 €

    Randolf Jorberg (randolf.jorberg.de), Macnotes

    Würdest du das Blog kaufen?
    Ja, wenn mein Team derzeit die Zeit-Ressourcen zur sinnvollen Übernahme und Weiterentwicklung hätte, würde ich es gerne übernehmen.

    Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
    Ich sehe Basicthinking als einflussreichste Bühne im deutschen Blogtheater. Diese Bühne steht jetzt zum Verkauf und der neue Eigentümer wird für gewisse Zeit die maximale Aufmerksamkeit des Publikums genießen, und dann in der Hand haben, ob er es schafft diese Aufmerksamkeit auch zu erhalten. Gerade die von Kritikern wie Sascha Lobo oder mir mit deutlichen Worten gezeigte Kritik zeigt auch, wie es ein neuer Eigentümer schaffen könnte viel mehr aus Basicthinking herauszuholen: mit lesbaren und qualitativen Inhalten (Interviews, Gastbeiträgen) könnte man der Marke Basic Thinking eine ganz neue Dynamik geben.

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
    Für jeden mit einer ähnlichen Sicht und einem höheren Budget an verfügbaren Zeitressourcen. Kurz: um Basicthinking fachlich brauchbar weiterzuführen, ist die Einstiegsbarriere in Form notwendigen Kapitals und gebündeltem Knowhows sehr hoch und das Risiko eines Totalverlusts innerhalb weniger Monate durchaus real. Es kann auch sein, dass irgendein alter Mediabrand sich Basicthinking als Imageprojekt und Sprung in den Social Media Markt sichern möchte und das Risiko vor den Augen der gesamten Blogosphäre zerfetzt zu werden, eingehen will.

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    Hier würde ich ein Copy&Paste von Roberts drei Szenarien einfügen, auch wenn ich Szenario A aufgrund des vermuteten 30k€ Limits für unwahrscheinlich halte und bei diesem Preis im Zweifelsfall nochmal Inventur in meinem Sparstrumpf machen würde…

    Thomas Promny (Gimahhot)

    Würdest du das Blog kaufen?
    Nein, da ich keine Zeit habe und selbst wenn ich eine neue Aufgabe suchen würde, gäbe es aus meiner Sicht interessantere und erfolgversprechendere Betätigungsfelder. Zumal der Preis durch die große Aufmerksamkeit jetzt wohl unrealistische Höhen erreichen wird.

    Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
    Ich tu mal so, als hätte ich ja gesagt: Mich hat die schwache Entwicklung der Bloglandschaft in Deutschland sehr überrascht. Schon 2005 hatte ich damit gerechnet, dass bald ernsthafte Geschäftsmodelle rund um das Thema Blogging entstehen würden und bspw. Stadtblogs.de gestartet, das ich dann aber leider nie mit dem erforderlichen Fokus verfolgt habe. Dennoch glaube ich daran, dass sich mit Blogs Geld verdienen lässt und hoffe auf einen Käufer, der Basic Thinking weiter entwickelt in Richtung TechCrunch, denn so etwas könnten wir gut gebrauchen. DeutscheStartups.de ist da allerdings derzeit noch viel eher in den Startlöchern, allerdings von gutem (auch mal kritischem oder gar investigativen) Journalismus auch noch sehr weit entfernt leider.

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
    Durch den Hype kauft man jetzt ja eine Menge PR mit, damit ergeben sich eine Menge weiterer potenzieller Käufer. Ich wünsche mir am ehesten einen deutschen Michael Arrington (Techcrunch) als Käufer, wobei ich den allerdings auch noch nicht gefunden habe ich Deutschland. Wenn er denn irgendwann mal auftaucht, kann er allerdings auch ohne das Basic Thinking Blog erfolgreich werden.

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    Ich tippe auf 50-100k Euro. Und ich gönne es ihm und freue mich für ihn.

    Letztes Jahr gab es ja mit seo.de und suchmaschinenoptimierung.de schon zwei, zumindest in SEO-Kreisen, viel beachtete Domainverkäufe. Die damals erzielten Verkaufspreise lagen bei 48.000 bzw. 84.000 Euro. Heute gibt es wieder von einem spektakulären Domain-Verkauf zu berichten. Robert Basic möchte Basic Thinking (BT) verkaufen. Eine ziemlich einmalige Angelegenheit, ein A-Blogger trennt sich von seinem Zugpferd.

    Welches Potential steckt aber hinter der Seite. Unmengen von Links haben die Seite stark gemacht. Wegen Verkauf von Links wurde der Seite ihr PageRank gestutzt, normalerweise würde Basic Thinking heute einen PageRank 6 besitzen. Der Sistrix-Rank ist mit aktuellen 14,13 Punkten recht ordentlich und wäre sicher noch um einiges größer, hätte Robert einige Dinge mit etwas mehr Fokus auf SEO umgesetzt.

    basic thinking sistrix rank

    Basic Thinking Sistrix Visibilitätsindex

    Stellt sich jetzt die Gretchenfrage. Wer wird Basic Thinking kaufen, wie führt man so ein Blog erfolgreich weiter und was wird die Domain kosten. So wie es aussieht, soll BT morgen bei Ebay unter den Hammer kommen. Und jetzt frage ich euch, was meint ihr was da am Ende bei rumkommt?

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    Welchen Preis wird die Basic Thinking Verkaufsaktion erzielen?
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    Update: Es ist offiziell, morgen dreht sich was bei Ebay.
    Update 16.01.09: Es hat sich ausgedreht. Das Tippspiel wird jetzt deaktiviert.
    Die Domain wurde für 46.902 Euro verkauft.