Hier werden Interviews gelistet, die im Laufe der Zeit von uns oder anderen Seos geführt wurden. Die am häufigsten eingesetzte Interview-Form ist dabei das Text- Interview. Audio- und Video-Interviews sind in der Regel aufwändiger und deshalb auch seltener anzutreffen.

Gerald: Hallo Fabian, es freut mich dass du Zeit für ein kleines Interview gefunden hast. Thema soll hier und heute der SEO-Day 2013 sein. Nachdem ihr in 2012 mit über 650 Besuchern schon eine beachtliche Menge an Menschen ins Kölner RheinEnergieStadion locken konntet, frage ich mich, was ihr denn für dieses Jahr so an Besucherzahlen geplant habt.

Fabian: Hallo Gerald,
ich freue mich hier mit Dir ein Interview führen zu dürfen. Und nun geht’s zu meinen Antworten 🙂

Es hat uns im Team alle überwältigt, da wir dachten mit 450 Teilnehmern in 2011 sei schon Schluss. Auch in 2012 haben wir knapp 70 Tickets nicht rausgeben können, weil wir schon überfüllt waren und es mit > 700 einfach zu voll geworden wäre.

2013? Tja, warten wir doch mal ab. Bisher sind knapp 130 Tickets weg was für die Zeit echt viel ist und wir noch gar keine große Promo gemacht haben. Hier in Köln schlummern immer noch viele im SEO Bereich und haben 2012 das erste Mal von uns gehört. Dies verspricht Großes. Ich selbst würde mir wünschen dieses Jahr an die Erfolge 2011 und 2012 anknüpfen zu können, aber lass uns mal abwarten. Hinsichtlich der Location denken wir uns gerade etwas aus, aber da darf ich noch nichts sagen, sonst killt mich der Chris 🙂

Gerald: Irgendwie kommt jedes Jahr eine neue Konferenz hinzu. In diesem Jahr kreuzt die Seo-Gemeinde sogar per Schiff durchs Meer. Vielleicht gehen im nächsten Jahr die SEOs sogar in die Luft 😉 Glaubst du, dass wir mittlerweile ein Überangebot an Konferenzen in Deutschland haben?

Fabian: Ich gehe als Speaker auf die SEOCampixx und die SEOKomm seitdem es sie gibt. Beide gehören für mich zum Pflichtprogramm und seit 2011 eben auch der SEO-Day.
Es wird sich zeigen, ob andere Konferenzen sich durchsetzen können. Als Veranstalter schiele ich natürlich immer mit einem Auge auf die Eintrittspreise der anderen Konferenzen. Beim SEO DAY ist mir wichtig, dass wir auch den Freelancern und kleinen SEO-Buden den Eintritt ermöglichen können.

Dies ist mit 250 Euro sicherlich drin und so soll es auch bleiben. Alle 3 Konferenzen SEOCampixx, SEOKomm und der SEO DAY sind unterschiedlich und haben einen anderen Charme. Ich bin natürlich gespannt, ob es noch weitere Konferenzen mit Spirit gibt. Ein Überangebot existiert aktuell meiner Meinung nach nicht. Viele möchten gar nicht nach berlin, Köln oder Österreich. Für diese SEO’s kann es in Zukunft sicherlich noch lokale Konferenzen geben.

Gerald: Ich war 2011 und 2012 angenehm überrascht, wie bunt gemischt euer Publikum war. Welche Zielgruppe(n) möchtet ihr denn mit eurem Programm vor allen Dingen ansprechen.

Fabian: Das Gleiche wie in 2011 und 2012. Ich bin echt stolz und dankbar, dass wir in den letzten 2 Jahren den größten Teil der deutschen SEO-Szene zu Gast hatten.
An dieser Stelle auch nocheinmal vielen Dank für die ganzen Recaps (57 Stück). Ebenfalls dankbar bin ich auch für unsere starken Non-Szene Partner. In 2011/2012 zum Beispiel haben uns die Rheinische-Post und der Kölner Stadtanzeiger klasse unterstützt. Genau diese Kanäle werde ich in 2013 weiter ausbauen, damit wir das SEO Thema noch weiter in die Welt hinaus tragen können. Die Fernsehsender sind noch zurückhaltend, aber ich arbeite dran 🙂

Ziel in 2013 ist also wieder eine gesunde Mischung aus SEO-Szene und Einsteiger. Dies hat sich in den letzten 2 Jahren bezahlt gemacht für beide Seiten. Außerdem müssen wir den Speaker ja wieder einen Anreiz schaffen zu kommen.

Gerald: Größer, besser, weiter. Wollt ihr den Event in diesem Jahr genau so aufziehen wie in 2012 oder wird es Neuerungen geben?

Fabian: Die Location wird sich sehr wahrscheinlich verändern, da wir mit der hohen Anzahl an Gästen im Stadion an das Limit stoßen. Ansonsten wird das Konzept der 3 Sessions so bleiben. Es wird mehr 45 min Sessions geben und weniger Speaker. Das Partykonzept in der externen Location auf den Ringen ist 2012 voll aufgegangen. Wir stürmen also auch in 2013 wieder einen Club und trinken alle Krüge leer, da wird nicht gespart! Und er Preis bleibt natürlich auch im Earlybird bei 250 Euro netto.

Gerald: Eine klassische Keynote wird es wohl auch in diesem Jahr nicht geben, du/ihr begrüßt die Gäste doch sicher wieder persönlich. Doch wie sieht es dann aus mit den Speakern in diesem Jahr. Gibt es neben den allseits bekannten und beliebten Rednern dieses Jahr auch neue Gesichter (oder neue Programmpunkte) zu bewundern?

Fabian: Meine Hauptaufgabe in 2013 sind die Speaker. Es gibt da draußen eine Menge Diskussionen über die Standard-Speaker und 3 mal das Gleiche im Jahr. Da ich selbst Speaker auf Campixx, Tactixx, Cebit, Webmastertreffen Pilsen und Seokomm bin weiß ich wie schwer es ist immer etwas Neues zu zeigen. Irgendwann ist auch bei einem Jens Fauldraht oder Karl Kratz der Stack für innovative und neue Dinge abgearbeitet. Zumindest bei 4 Terminen im Jahr. Neue Speaker braucht das Land, heißt daher die Marschrichtung. Da ich gut vernetzt bin und ständig eigene SEO Analysen fahre, fallen mir viele Leute auf. Ihr könnt mir glauben, ich frage bei einer Menge krasser SEOs für einen Speak an. Die meisten unterhalb der Wasserlinie wollen dort aber bleiben. 2 völlig neue habe ich aber bereits. Lasst Euch überraschen, vom Namen her werden viele sie kennen und 2013 das Gesicht dazu sehen.

Gerald: So ein Event kostet natürlich. Wie sieht es denn preislich aus mit der Konferenz. Dem frühen Vogel winkt eine Vergünstigung, doch wo liegt der normale Ticketpreis?

Fabian: Genau wie in 2011/2012. Earlybird: 250 Euro, Latebird: 350 Euro, Lastbird: 499 Euro netto. Ab dem 400 Ticket wird auf Latebird gestellt. Das Lastbird wird 1 Woche vor der Konferenz geschaltet, da es echt immer ein Kampf mit den Caterern ist, wenn auf einmal 50 Leute mehr kommen sollen.

Gerald: Letztes Jahr gab es einen vielbeachteten Seo Wettbewerb, bei dem es neben einem fetten Hauptgewinn auch noch Tickets für den Seo-Day zu gewinnen gab. Beabsichtigt ihr in diesem Jahr eine ähnliche Aktion?

Fabian: Das wird doch jetzt nicht verraten Gerald :-)Ich könnte mir schon vorstellen, dass es einen Contest gibt. Aber vielleicht einen etwas anderen als Ranking.
Mal schauen was im Google-Kosmos in den nächsten Monaten so passiert. Du kennst mich und ich mag keine langweiligen Sachen. Es muss mir selbst gefallen, dann mache ich es.

Gerald: Noch ein abschließendes Wort von deiner Seite?

Fabian: Jeder der meint beim SEO DAY speaken zu müssen soll sich bei mir melden: info@seoprogrammierer.de. Ich sammel alle Bewerbungen und schaue mir einige Leute auf der campixx, tactixx an. Genell gilt, dass niemand bei SEO DAY Speaker wird, den ich nicht vorher gesehen habe oder der sich durch richtiiiiiiig fette Seiten qualifiziert. Salesleute fliegen bei mir direkt raus und bezahlte Spots gibt’s schonmal gar nicht! Haut in die Tasten, i freu mi!

Viele von euch kennen Saša Ebach und seine Firma VIPEX vielleicht schon von seinen Linkaufbau-Vorträgen auf den verschiedensten Seo-Konferenzen. Bei einem unserer letzten Gespräche waren Saša und ich überein gekommen, dass wir mal ein Interview auf Seo.de veröffentlichen könnten. Los geht’s:

Gerald: Hallo Saša, ich denke wir schenken uns die üblichen Vorstellungsrunden, wer du bist und was du machst, kann man an vielen Orten im Internet nachlesen. Mich interessiert ja vor allem dein neuestes Projekt. Die Vorbereitungen dazu zogen sich ja einige Zeit hin. Das erste Mal mitbekommen habe ich davon auf dem Seo-Day in Köln. Ich habe dort auch ein Video gedreht, in dem von einem Seo-Geheimnis die Rede war. Heute kann ich’s verraten, damals gings u. a. auch um dein neuestes Projekt.

Übrigens, der Mann im Video-Vordergrund ist Saša, damit kennt ihr jetzt auch alle sein Konterfei 😉 Und damit kommen wir nun zum Kern der Sache. Saša, stell den Lesern doch bitte mal dein Projekt vor.

Saša: Vielen Dank für die Einladung zum Interview, Gerald. Was viele nicht ahnen: Andreas und ich haben dort gerade die Pläne für unsere Weltherrschaft finalisiert 😉 (Muhahaha)

Das neue Projekt nennt sich LiveLinkBuilding-Workshop und der Name soll Programm sein. Die Idee ist, den Teilnehmern nicht nur die notwendige Theorie zu vermitteln, sondern anhand eines echten Beispiels – welches wir speziell für den Workshop vorbereiten – vorzuführen, wie es wirklich funktioniert. Der Fokus im Workshop liegt also deutlich auf der Praxis. Das Ziel: Jeder Teilnehmer sollte nach dem Workshop zurück an den eigenen Arbeitsplatz kommen und hochmotiviert eine komplette Kampagne erfolgreich durchführen können. (Ja, motivieren werden wir die Teilnehmer auch. Schließlich macht unsere Arbeit auch höllisch Spaß!)

Gerald: OK, was genau kann ich mir unter diesem ominösen Liveprojekt jetzt vorstellen? Außerdem: Praxis ist schön und gut, aber was ist mit SEO-Anfängern und ist es nicht besser zuerst für ein solides theoretisches Fundament zu sorgen?

Saša: Um genau zu sein, handelt es sich beim Live-Projekt um einen klassischen Linkbait. Demnach wäre die Formulierung LiveLinkbait-Workshop wahrscheinlich etwas „schärfer“. Unter Linkbait verstehen wir eine Aktion oder einen Contentbeitrag, die/der eine Qualität aufweist, welche fremde Webmaster gerne und freiwillig verlinken wollen. Mit anderen Worten: Der Content ist richtig gut und erzeugt bei Sichtung im Leser das Gefühl „Das muss ich unbedingt meinen Freunden/Bekannten/Kollegen zeigen“. Wenn ein Content diese Qualitätsstufe erreicht hat, dann zieht er theoretisch von alleine viele Links an. Diese Form von Content nennen wir auch gerne Link-Magnet.

In der Praxis ist es aber selten so einfach. Nur weil ein Beitrag gut ist, heißt das nicht, dass ihn automatisch alle finden, aufgreifen und darüber berichten. So etwas funktioniert bei Portalen mit einer sehr hohen Reichweite. Der Rest der Welt muss passende Kontakte raussuchen und diese individuell anschreiben. Hierin liegt die Kunst im Linkaufbau: Die richtigen Leute richtig anschreiben.

Daher soll jede Ausgabe des LiveLinkBuilding-Workshops ein eigenes Live-Projekt haben. Wir überlegen uns im Vorfeld ein neues Thema, bauen eine Kontaktliste auf und starten ca. 2 Wochen vor Beginn des Workshops bereits mit dem Versenden der ersten Linkanfragen. Nachdem die Teilnehmer am ersten Tag ihren ersten Kaffee getrunken haben, enthüllen wir das Projekt (über das übrigens während und nach dem Workshop strenges Stillschweigen zu bewahren ist, einen NDA unterschreiben alle Teilnehmer). Im Prinzip stürzen wir alle sofort in ein echtes Projekt, für das wir hoffentlich vorher schon einige Links aufbauen konnten. Sonst wird es vielleicht ein wenig peinlich :-). Dann zeigen wir, wie wir dabei vorgegangen sind. Was geklappt hat und was nicht. Parallel dazu werden die notwendigen Grundlagen vermittelt. Wir beantworten Fragen wie:

  • Welche Tools verwenden wir bei den einzelnen Arbeitsschritten?
  • Wieso formulieren wir die Linkanfragen ausgerechnet so?
  • Wie beurteile ich, ob es realistisch ist, von dieser Website, einen Link zu bekommen?
  • u. v. a.

Als Bonus versuchen wir, vor den Augen des Publikums Links aufzubauen. Da die Linkakquise bei den meisten Projekten im Mittel bis zu zwei Wochen dauern kann, wollen wir uns aber nicht nur darauf verlassen. Mit ein wenig Glück können wir vielleicht direkt an diesen beiden Tagen eine Handvoll Links aufbauen. Wir fangen aber schon ca. zwei Wochen früher an, um in jedem Fall etwas vorzeigen zu können.

Wie lernt man Linkaufbau am besten? In dem man sich neben jemanden setzt, der sich damit schon gut auskennt und – über die Schulter schauend – den Prozess beobachtet. Der Workshop soll diesen „Schulterblick“ ermöglichen. Wir lassen uns jedenfalls ganz schön tief in die Karten schauen.

Dieser tiefe Praxiseinblick ist meiner Einschätzung nach deutlich wichtiger, als theoretisch zu wissen, welche Formen des Linkaufbaus es gibt und worfür diese gut sind. Wir demonstrieren eine Form, die Königsdisziplin Linkbait, und versetzen die Teilnehmer dazu in die Lage, den gesamten Prozess selbst zu reproduzieren. Soweit die Vision.

Gerald: Holla, schon die Beschreibung deines Workshops sprengt fast den Interview-Rahmen 😉 Aber ist es nicht ein bisschen ambitioniert in nur zwei Tagen diese ganzen Prozesse erlernen zu wollen?

Saša: Selbstverständlich kommt es auch ein wenig auf das Talent und die Vorerfahrung an. Ich bin jedoch aufgrund meiner Erfahrung davon überzeugt, dass ein ambitionierter Teilnehmer in den ersten beiden Wochen nach dem Workshop den ersten eigenen Linkbait durchführen kann. Das würde ich auch dringend empfehlen. Wer erst sechs Monate nach dem Workshop damit beginnt, hat vielleicht schon zu viel vergessen. Ich bekomme heute noch E-Mails von ehemaligen Teilnehmern (anderer Schulungen), die eine regelrechte Begeisterung für den Linkaufbau entwickelt haben. Sie zeigen mir dann stolz, was sie gemacht haben und ich schaue mir die Aktionen auch gerne an und gebe hier und da noch ein paar Tipps. Wer einmal Links aufgebaut hat, ohne für diese zu bezahlen, kann schnell süchtig danach werden 😉

Den Prozess kann man in zwei Tagen erlernen. Ihn zu meistern, wird allerdings etwas länger dauern. “It takes (two) days to learn, but a lifetime to master.” Ich lerne selbst mit jeder Aktion noch etwas hinzu und ich erwarte auch nicht, dass sich das ändert.

Gerald: Vom pädagogischem Standpunkt aus klingt das sehr sinnig. Live dabei sein hat seinen Reiz – dagegen wirkt die reine Theorie schon ziemlich trocken. Doch du sprichst weiter vorne vom LiveLinkBuilding-Workshop im Plural. Was steckt dahinter?

Saša: Wenn alles gut geht und sich genügend Interessenten finden, werden wir mit dem Workshop auf Tour gehen. Jeden Monat eine neue Großstadt in DE/AT/CH. Für Februar ist bereits München eingeplant.

Zum diesem Touraspekt hat mich eine Interessentin inspiriert. Für Sie war Wien (SEOkomm Academy 2011 zum Thema Linkaufbau) einfach zu weit weg. Reiseaufwand, Hotelkosten etc. waren für sie ein KO-Kriterium. Selbstverständlich dürfen die Teilnehmer auch anreisen. Aber die Idee ist, dass wir früher oder später sowieso bei jedem vorbeikommen.

Gerald: He he, das Argument mit der langen Anreise und dem hohen Aufwand leuchtet mir ein. Ich habe dieses Jahr auch schwer mit mir gerungen, ob ich nach Österreich zur SEOKomm reisen soll oder nicht. So eine Tour ist aber dennoch ein Wagnis. Und du meinst das klappt?

Saša: Das muss sich erst noch zeigen. Thematisch ist der Workshop sehr speziell. Grundsätzlich sollte sich da jedes Inhouse- oder Agenturteam (Marketing, PR, Journalisten und natürlich auch SEOs) mindestens einmal reinsetzen. Allerdings ist es im deutschsprachigen Raum gar nicht so leicht, Spezialseminare aus dem Online-Marketing voll zu kriegen.

Ich betrachte es daher noch als Experiment, von dem ich mir unbedingt wünsche, dass es klappt. Die allgemeinen, auf Anfänger ausgerichteten Online Marketing Seminare von 121WATT sind beispielsweise immer sehr gut besucht. Für speziellere Themen ist es aber laut Alexander Holl nicht immer so einfach, genügend Interessenten zu finden. Und Alexander muss es wissen! Einen erfahreneren Dozenten gibt es in der Branche wohl nicht.

Wenn die Tour zu ambitioniert sein sollte, werden wir den Workshop wahrscheinlich 1-2 mal pro Jahr machen. Ich bin allerdings fest entschlossen, es einfach mal auszuprobieren. Manche Kollegen behaupten, ich sei manchmal schon ein wenig zu optimistisch. Wer nicht bereit ist zu scheitern, der wird mit den eigenen Ideen auch nie erfolgreich. Damit im Hinterkopf sage ich einfach: Volle Kraft voraus!

Gerald: Respekt – Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 🙂 Doch zurück zum Thema Linkbait. Was kostet so ein Linkbait eigentlich im Durchschnitt?

Was er bei einer Agentur kostet, kann sehr unterschiedlich sein. Es kommt hierbei auf viele Faktoren an. Vor allem aber, wie viel der Content und die Promotion kostet. Über den englisch- und deutschsprachigen Markt verteilt, kenne ich Anbieter mit Preisen zwischen 500 bis 50.000 € pro Aktion/Kampagne. Im Mittel bewegen sich die Preise bei rund 4-5.000 €. Es gibt aber auch Kampagnen, bei denen schon alleine die Erstellung des Contents im fünfstelligen Bereich liegt. Wer über das notwendige Kapital verfügt, kann auch einen sechs- oder siebenstelligen Betrag in die Bewerbung der Kampagne investieren. Mit Fernsewerbung, Radiojingles und Printanzeigen geht das sehr schnell.

Das Schöne ist aber, dass jeder, der die einzelnen Schritte und Kniffe kennt, eine erfolgreiche Kampagne auch ganz ohne Geldeinsatz zu einem großen Erfolg führen kann. Linkaufbau muss außer Zeit nichts kosten. Ultimativ kommt es auf die „Maloche“ an. Viel Herzblut und Engagement funktionieren auch. Es schadet aber bestimmt nicht, pro Aktion einen niedrigen vierstelligen Betrag für die Contenterschaffung zu haben. Das ist dann unerlässlich, wenn man selbst nicht über genügend redaktionelle oder gestalterische bzw. andere Fähigkeiten verfügt, den verlinkungswürdigen Inhalt zu erstellen. Der Inhalt ist das A und O. Mit mittelmäßigen Inhalten funktionieren Linkanfragen einfach nicht. Habe ich alles schon probiert. Ist reine Zeitverschwendung.

Gerald: Wie bist du überhaupt auf dieses Konzept gekommen?

Saša: Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit mit Christoph Cemper von den LinkResearchTools (u. a. Kollegen) ein zweitägiges Linkaufbau-Seminar abzuhalten. Gerade wegen der Anzahl der Dozenten war es wirklich super, da wir teils völlig auseinandergehende Meinungen gehört haben. Da habe ich auch noch eine Menge gelernt. Bei der Vorbereitung der Unterlagen habe ich mich gefragt, ob ich den Teilnehmern, statt nur Theorie zu vermitteln, erfolgreiche Linkanfragen aus richtigen Projekten zeigen sollte. Ich habe noch nie erlebt, dass das jemand auf einer Konferenz oder in einem Seminar gemacht hat. (Warum eigentlich nicht?)

Nach dem Seminar haben viele der ca. 30 Teilnehmern sehr gute Bewertungen bei der anonymen Umfrage zu meinem Vortragsteil abgegeben. (Jeder Dozent hat seine eigenen Ergebnisse bekommen.) Christoph meinte, dass er noch nie so viele positive Bewertungen gesehen hat – auch insgesamt, aber speziell zu meinem Teil. Natürlich war ich darauf auch ein bisschen stolz. Dennoch glaube ich nicht, dass meine „Performance“ maßgeblich für die positive Kritik verantwortlich war. Vielmehr hat den Teilnehmern gut gefallen, dass sie gesehen haben, „wie man’s macht“. Ich stand manchmal vorne und habe E-Mails vorgelesen – minutenlang. Zum Beispiel eine E-Mail zu einem Vorgang, der über sechs Wochen gedauert hat, bis ein Link daraus wurde. Mit diversen Hin-und-Her-Antworten. Um diesen Link musste ich wirklich kämpfen. Wo bekommt man sonst ein solchen Einblick?

Es ist wie beim Linkaufbau. Auf den Content kommt es an. Lernwillige wollen dabei zugucken, wie man die Linkanfrage in das E-Mail-Programm reintippt und alles kommentiert, was man da gerade schreibt und warum man es schreibt.

Umgekehrt würde ich mir eben auch wünschen, dass Dozenten auf heutigen Konferenzen und Seminaren, deutlich mehr aus der echten Praxis erzählen. Dafür wäre ich auch gerne bereit deutlich höhere Ticketpreise zu bezahlen. Es soll sich doch bitte einfach mal jemand vorne hinstellen und demonstrieren, wie sich für echte Projekte

  • 1.000 echte Facebook-Fans gewinnen lassen.
  • eine Website auf Konversion optimieren lässt.
  • eine unoptimierte Website onpage-optimiert wird und sich die Rankings sofort verbessern.
  • eine Landing-Page basteln lässt, die dann sofort über Adwords Geld verdient.
  • u. v. m.

Jeden einzelnen Klick möchte ich sehen. Und ich möchte auch hören, warum etwas jetzt gerade so gemacht wird und nicht anders. Ich persönlich lerne nur auf diese Weise wirklich gut. Ärtzte müssen ja auch kein Herz transplantieren, ohne vorher anderen Ärtzten etliche Male über die Schulter geschaut zu haben.

Um deine Frage zu beantworten: Bei den Umfrageergebnissen gab es einen Ausreißer, eine gezielte Kritik. „Ebach: Noch ein bisschen zu viel Theorie“. Da ich sowas nur schwer ertragen kann, habe ich mir gedacht: „Dem zeig ich’s!“ und so wurde der LiveLinkBuilding-Workshop geboren. 🙂

Gerald: Wow, Saša. Die Länge des Interviews hat zwar den Rahmen des Normalen gesprengt, ich hoffe dennoch, dass es dir die Leser danken werden. Es sind ja eine Menge guter Infos dabei abgefallen. Und auch von mir Danke für diese wirklich tiefen Einblicke.

Saša: Ich habe zu danken, Gerald! Vor allem für deinen kontinuierlichen Einsatz als Konferenz-Fotograf. Ich gehe sehr oft durch die wirklich guten Fotos und manchmal entdecke ich sogar Videos, in denen meine Versuche die Weltherrschaft zu erreichen, fast entlarvt werden. Für die nächste Konferenz brauche ich einen Gerald-Detektor 😉

Gerald: Den Detektor wirst du auch brauchen. Ich bin jetzt im Besitz eines Richtmikrofons und dadurch noch besser für den geheimen Lauschangriff gerüstet. Und last but not least: Stimmt es, dass schon eine Menge Plätze verkauft worden sind?

Saša: Ich kann heute (6.1.2012) sagen, dass der Workshop in Köln am 23./24.1.2012 auf jeden Fall stattfinden wird, wenn ich nicht zufällig vor einen Bus laufen sollte. Noch sind ein paar Plätze zu haben. Wer sich früher anmeldet, der spart ordentlich. Zu den Anmeldeunterlagen geht es über den kostenlosen Newsletter (ganz unten). Einfach anmelden, dann kommt in der Bestätigungs-E-Mail der Link zu unserem PDF-Anmeldeformular. Das kann man ausfüllen und an uns schicken, um mit dabei zu sein.

Gerne beantworte ich auch Fragen in den Kommentaren.

Wir kriegen alle Kopfschmerzen, wenn wir immer wieder die gleichen blöden und langweiligen Aufgaben erledigen müssen. Wie hilft uns dein Tool?
Im Allgemeinen gilt: Wenn man es in einem Browser machen kann, dann kannst du es mit UBot Studio automatisieren. Ursprünglich hat das IT-Team von UBot Studio Bots gebaut, die damals bei MySpace “Marketing” betrieben haben. Es war nicht nur MySpace – wir haben für alles Mögliche Bots gebaut. Dann haben wir bemerkt, dass Bots aus bestimmten gemeinsamen Nennern bestehen: Browserbedienung, Proxyintegration und Datenbankintegration und die Fähigkeit, Formulare auszufüllen, CAPTCHAs zu lösen, Seiten zu scrapen und Emails zu senden, usw. UBot Studio – UniversalBot Studio – ist das Produkt dieser Erkenntnis. Anstatt jedes Mal von vorne anzufangen, haben wir eine Plattform gebaut, womit wir die Entwicklung unserer Bots beschleunigen können. Am Anfang war es nur zu internen Zwecken gedacht – und es hat für uns total die Welt verändert. Später haben wir die Software mit unseren Freunden geteilt. Wir bemerken bei diesen Freunden eine Begeisterung, die wir zuvor nie gesehen haben. Das hat uns die Idee gegeben, unsere Plattform als eigenständiges Produkt weiter zu entwickeln. Es gibt kaum Software wie UBot Studio auf dem Markt. Du musst sonst entweder Programmieren lernen oder einen erfahrenen Programmierer anheuern – beides nicht billig. Wir wollten es einfach genug gestalten um von jedem nutzbar zu sein, ohne Programmiererfahrung (um ehrlich zu sein war das ganz in unserem Sinne – wir wollten Zeit sparen und unseren Sklav- äh ich meine Praktikanten nicht Programmieren beibringen müssen).

Glaubst du, dass Automatisierung der Schlüssel zu einem expandierendem SEO-Imperium ist? Wieso? Nicht nur Automatisierung, sondern auch Delegation. Das sind die beiden Schlüssel um praktisch jedes Business zu erweitern. Es gibt Dinge, die kann man nicht automatisieren – in diesem Fall muss man sie delegieren. Aber automatisieren ist auf Dauer immer günstiger und viel effizienter. Das gilt auch für dein SEO-Imperium. Es gibt so viele repetitiven Sachen, die man machen muss, um bei den Rankings oben zu bleiben – Linkbuilding, Konkurrenzanalyse, Nischenrecherche, Contentverteilung, Inhalte frisch halten, interne Netzwerke einrichten, usw. Das sind alles Prozesse, die man in Systeme mit logischen Schritten verwandeln kann, die mit UBot Studio automatisiert werden können. In einfachen Worten, kann man sagen, dass es wichtigeres zu tun gibt um dein Business hochzuskalieren – überlass doch deinen Bots den repetitiven Rest.

Ist das Tool eher black oder white hat?
UBot Studio ist weder black noch white hat. Es ist einfach ein Automatisierungswerkzeug. Du kannst es benutzen um alles Mögliche an Marketingprozessen zu automatisieren – whitehat SEO, blackhat SEO, Recherche, PPC, media buys, …

Gibt es auch andere, ähnliche Tools? Was ist der Unterschied zwischen ihnen und deinem?
Es gibt tatsächlich ein Paar allgemeine Automatisierungstools auf dem Markt, welche einem die Möglichkeit geben Windowsprozesse zu automatisieren. Aber der große Unterschied zwischen diesen Tools und UBot Studio ist, dass wir nicht versuchen auf allen Hochzeiten zu tanzen wie die anderen. UBot ist darauf spezialisiert, Marketing- und Browservorgänge zu automatisieren und zu manipulieren. Wenn wir neue Funktionen einbauen denken wir immer an Marketing-Experten und alle anderen, die Browservorgänge automatisieren oder manipulieren wollen.

Das Tool beherrscht Formularausfüllen, Proxyflipping, CAPTCHA-Outsourcing und unabhängiges Bot-Kompilieren als .exe-Datei (mit User-Interface), und einiges mehr.

Wenn man an Bots denkt, die z.B. bei Wikipedia immer wieder Links reinsetzen, muss man an die Unternehmensethik denken. Welche Gefühle hast du, wenn du an diese denkst? Glaubst du nicht, dass man Wikipedia als Quelle von bestätigtem Wissen und hilfreiche Links ansieht?
Naja, es ist nicht anders wie SEO im Allgemeinen. Man erwartet, dass Google die beste Quelle von Informationen für die meisten Keywords ist – Google schafft es auch und macht dabei einen guten Eindruck, wenn man bedenkt, wie viel “Spam” wir SEOler verbreiten. Das gleiche gilt für Wikipedia – der Bot, den du beschreibst, erledigt die Aufgabe, deine Links auf tausende Wikipediaseiten zu stellen. Wenn du versuchst, schlechte Links reinzustellen, wird sie jemand löschen. Aber wenn deine Links gut sind werden sie da bleiben und du wirst guten Traffic bekommen. UBot Studio steht nicht dafür, böses zu vereinfachen, sondern dein Leben effizienter zu machen.

Wie kann ich dieses Tool benutzen um Linkbuilding zu betreiben?
Du kannst wirklich alles Mögliche machen um Linkbuilding zu betreiben, unter anderem auch Verzeichniseinträge, Social Media, Social Bookmarks, Blognetzwerke, Artikeleinsendungen, Link-Wheels, Linktausch und vieles mehr.

Wie funktioniert das CAPTCHA-Lösungssystem?
Wir machen das Benutzen unserer Bots viel effizienter, indem wir eine eingebaute CAPTCHA-Outsourcing-Lösung bieten. Ich wünschte, wir hätten eine Möglichkeit CAPTCHAs selbst zu lösen, aber sie lassen sich nun mal am besten mit “billigen Sklaven” lösen. Mit UBot Studio musst du nichts Aufwendiges machen, um CAPTCHAs zu delegieren – mit nur ein paar Klicks kannst du den “Autopilotmodus” anschalten. Das System wurde so geschaffen, dass man jedes erdenkliche CAPTCHA-Outsourcing-Angebot wahrnehmen kann. Tatsächlich kann ein Bot automatisch das CAPTCHA-Bild kopieren, an eine Outsourcing-Firma senden, die Lösung erhalten und diese eingeben, egal wo dieser Bot so einem CAPTCHA begegnen mag – mit nur 3 Klicks.

Was ist “Proxyflipping”?
Wie man aus den Namen vielleicht schon deuten kann, kann diese Funktion zwischen Proxies wechseln, entweder bei einem vorgegebenem Zeitabstand oder wenn bestimmte Fälle eintreten. Wenn man z.B. Accounts auf einer bestimmten Seite erstellt und du nicht mehr als fünf Accounts von einer einzigen IP generieren willst, kannst du ganz einfach Proxyflipping aktivieren, um nach jedem fünften Account den Proxy zu wechseln.

Ist ein User deines Tools schonmal wegen UBot Studios in Schwierigkeiten geraten?
Nicht wirklich. UBot Studio hinterlässt keinen Fußabdruck und benutzt die Internet Explorer Engine um alle Vorgänge abzuarbeiten. Da UBot dir die Möglichkeit gibt, deine eigenen Bots zu bauen und jede Tätigkeit so erfüllt, wie du es willst, musst du ein bisschen mitdenken. Aber man wird nicht in Schwierigkeiten kommen, nur weil man UBot benutzt.

Danke dafür, dass du mich nach Indien eingeladen hast. Es ist echt unglaublich hier zu sein und ist eine komplett andere Welt im Vergleich zu Europa und der USA. Kannst du uns die Kurzfassung der Geschichte erzählen, wie du in die globale SEO- und Onlinemarketingszene eingestiegen bist? Wie hast du angefangen und wo bist du jetzt?
Gern geschehen! Und ja, Indien ist echt eine ganze andere Welt und eine sehr spannende – besonders als Entrepreneur. Das ganze Land ist voller Energie und Talent und strotzt vor Möglichkeiten. Ich denke, dass ich einen großen Vorteil in meiner Branche habe, weil ich eben in Indien geboren bin und damit die Sprache sprechen und auch noch die Mentalität verstehen kann. Da wir schon vom Anfang sprechen: Ich war zum ersten Mal mit 13 im Online-Bereich tätig. Außer einem kleinen Seitensprung bei Microsoft (was mir nochmals vor Augen geführt hat, dass ich niemals der Lohnsklaverei zum Opfer fallen werde), habe ich schon immer mit Affiliate-Marketing zu tun gehabt und in Domains investiert.

Wie findest du Events wie die dmexco? Hat dir die Party gefallen?
Ich fand sie genial! Viele interessante Dinge passieren gerade in Deutschland und Europa als Ganzes. Jedes Mal, wenn ich bei solchen Events teilnehme, brodele ich nahezu vor Ideen. Und ja, die Party bei dmexco war einer der besten, die ich je erlebt habe – ich komme nächstes Jahr sicher wieder!

Du gehst viel auf Reisen – was magst du an Deutschland? Was nicht? Welches Land gefällt dir am meisten?
Das Beste an Deutschland sind wohl die Menschen. Meiner Erfahrung nach zu urteilen sind die Deutschen immer sehr positiv und freundlich. Und in Berlin steigt die Party. Was mag ich nicht an Deutschland? Hmm. Wenn ich irgendwann mal was finde, melde ich mich wieder. Neben Deutschland gefallen mir Skandinavien und die Baltischen Länder.

Wie schauen die Pläne deiner nächsten Schritte um deine Ziele zu erreichen aus? Ich lebe einfach nach meinem Motto: “Do, drop or delegate” [Anm. d. Red.: “Machen, streichen oder delegieren”]. Und immer schön voraus!

Mehr Infos zu UBot & Video: http://www.ubotstudio.de/
Coupon Code: GERMONEY

Disclaimer: Verwendung auf eigene Gefahr. Bitte lest die AGB / Nutzungsbedingungen der Websites, die Ihr automatisiert bedienen wollt und haltet Euch an sie.

An dieser Stelle möchte ich ein Gegengewicht zu der merkwürdigen bemerkenswerten MEEDIA-Umfrage bzgl der Basic-Thinking Ebay-Auktion anbieten, bei welcher Online-Sternchen und Internet-VerKenner bewiesen haben, warum im Internet wenig Geschäft und viel leere Luft produziert wird. Die meisten Teilnehmer leiden an mangelnder Risikobereitschaft und zu wenig Phantasie >:)

An der MEEDIA-Umfrage nahmen 14 Experten teil, bemerkenswerter Weise wollte keiner von ihnen das BasicThinking Blog kaufen. Das konnte ich beim besten Willen nicht verstehen und habe deshalb selber eine kleine Umfrage gestartet. Unter Experten natürlich, “echten” Experten. Wo findet man die? Natürlich im Weblog oder Skype-Chat um die Ecke. Und so habe ich ein paar nette SEOs (13 an der Zahl) zum Basic-Thinking Verkauf befragt. Resümee vorweg, die Mehrzahl würde das Blog kaufen wollen.

Mario Göttsche (Seo-Radio), Topnews

Würdest du das Blog kaufen?
Ja würde ich. An vielen Stellen ist zu lesen, dass mit dem Verkauf bzw. mit der Übergabe das Ende von basicthinking da wäre, das ist m.E. Quatsch. Mit der richtigen Idee kann man die vorhandenen Leser nach wie vor begeistern und auch eine Menge neue dazu gewinnen.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Ich hätte da schon eine ziemlich coole Idee was man damit machen könnte ohne die Stammleser zu stark zu strapazieren. Sicher würden einige abspringen denen einfach die persönliche Meinung bzw. die Gedanken von Robert fehlen werden. Was genau ich damit machen würde will ich natürlich hier nicht verraten, da es in eine Richtung geht an die wohl nicht viele denken, zugegeben ist es auch ein wenig um die Ecke gedacht.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Für jeden der weiß wie man damit umgehen muss. Das ganze ist wie mit Aktien, man sollte ihn nicht auf “Pump” kaufen, dazu ist das gewisse “Restrisiko” dann doch zu groß. Ohne groß drüber nachzudenken fallen mir mind. 10 Namen ein für die ein Kauf Sinn machen würde und ich denke/befürchte das wissen diejenigen auch.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Also ich schätze hoch fünfstellig oder niedrig sechsstellig. Aber das kommt natürlich stark auf den finanziellen Hintergrund der letzten Bieter an, im Grunde genommen ist fast alles möglich und der wahre
Wert ist eh nicht zu ermitteln.

Stefan Fischerländer (Suchmaschinentricks)

Würdest du das Blog kaufen?
Nein – aber nur, weil ich hier eh schon viele gute Domains rumliegen habe, die nur darauf warten, mit Inhalt gefüllt zu werden. Und weil ich mit meinen halbfertigen Projekten so im Verzug bin, dass ich an vieles denke, aber nicht daran, mir neue Arbeit aufzuhalsen.

Falls ja – Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Robert schreibt in seinem Verkaufstext, sein Blog würde auch als “deutsches Techcrunch” bezeichnet werden. Das finde ich reichlich weit hergeholt, aber in die Richtung würde ich das Blog ausbauen: Eine Mischung aus Techcrunch und Engadget. Denn die Inhalte von BT sind bisher durchaus techniklastig. Durch einen stärkeren Fokus auf Gadgets sollte der TKP nochmals gesteigert werden können. Und wenn erst einmal viele Gadgets drauf besprochen sind, bietet es sich natürlich an, dort einen Preisvergleich zu starten. Natürlich nicht nach “Schema F”, sondern mit ein paar ausgefalleneren Features.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Der TKP des Blogs liegt bereits bei mehr als 10 Euro, das ist nicht so einfach zu steigern. Und auch die Nutzerzahlen kann ein Käufer nicht mal eben an einem Nachmittag hochschrauben, so lange er das Konzept nicht wesentlich ändert. Deshalb sehe ich prinzipiell zwei mögliche Käufergruppen: Das wären zum einen eher klassische Unternehmen, die ihre Online-Awareness steigern möchten und den Kaufpreis unter “Imagepflege” und “Online lernen” verbuchen können. Vor allem aber sehe ich Online-Unternehmen mit ordentlichem Cash-Flow und einer großen Portion SEO-Know-How als ideale Käufer.

Solche Unternehmen haben bereits etliche gute Texter im Team und könnten das Blog mit relativ geringem Aufwand weiterführen. Zusätzlich aber sind sie in der Lage, das erhebliche SEO-Potenzial von basicthinking.de auszureizen. Konkret fällt mir dazu Unister ein. Die haben eine ganze Reihe von Keyword-Domains als Projekte, von News.de über Reisen.de bis Kredit.de. Würde etwa “Kredit.de” als Käufer auftreten, wäre das eine fantastische Linkbuilding-Maßnahme. Sie würden so einen Link mit dem Keyword “Kredit” von allen großen News-Seiten und hunderten Blogs erhalten! Bei der Vorstellung wird jeder SEO ganz nervös … Ansonsten könnte ich mir noch die construktiv GmbH (Mister Wong, Lifestream.fm, etc.) vorstellen.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Meine erste spontane Schätzung waren 70.000 Euro. Aber das finde ich viel zu hoch, wenn ich mir dazu im Vergleich ansehe, dass Townster nicht mal 40.000 Euro zusammenbrachte. Aber als bekennender Nicht-eBay-er bin ich da sowieso überfragt. Aber wenn’s sein muss: 56.218,00 Euro.

Ron A. Hillmann

Würdest du das Blog kaufen?
Nein. Der Preis ist schon zu hoch. Mir fehlt da ein schlüssiges Konzept zu Refinanzierung.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Eine Art Techcrunch wäre durchaus vorstellbar. Dazu ein Schuss engadget.com. Speakers Corner plus PR-Abteilung für Unternehmen aus der Szene und echte journalistische Beiträge wären als Kombination den Versuch wert, mehr an Informationen zu bündeln. Google-News und die Alerts brauchen ja Input. Und irgendwo müssen ja Transaktionen über das Anzeigengeschäft mit Produkt- und Unternehmenspräsentationen den richtigen Umfeldern möglich sein 😉

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Grosse Verlage prüfen sicherlich, ob sie ihre Anzeigengeschäft in der Premium-Vermarktung ausbauen können. Die Liga Holtzbrinck, Springer, Ippen und Co. wäre in der Lage, etwas zu “stemmen”. Auch die Ströer Gruppe als großer unabhängiger Vermarkter könnte die Vermarktung sichern. Zudem ist Basic Thinking auch brauchbar als Name, da neue User nicht unbedingt die Verbindung zu Rob erkennen müssen. Robert könnte den Übergang noch als eine Art Kunstfigur mit Kolumnen begleiten. Suchmaschinen Optimierer sollten sich eher einen anderen Schauplatz suchen. Das Risiko ist zu hoch.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Zwischen 30.000 und 50.000 Euro?

Marco Janck (Seonaut)

Würdest du das Blog kaufen?
Wenn ich von mir denken würde, dass ich zur intellektuellen linken Elite zähle, dann würde ich die Frage nicht mal lesen können, da mein Sehnerv bestimmte Informationen einfach nicht weiterleitet. Da ich aber (wie der Herr Basic vielleicht auch) zu den „einfachen“ deutschen Webinteressierten gehöre, sage ich: Na klar, würde ich grundsätzlich das Blog kaufen. Hallo ? Wir sprechen hier von DEM deutschen A-Blog in Privatmoderation. A ! Zur Erinnerung. A steht in dem Fall für oben.

Ich würde sogar als Nichtfreund oder linker Lanzenreiten ein Interesse daran haben. Über einen Mittelsmann würde ich das Blog erwerben und dann sehr link-produktiv in Szene setzen. Aber egal, wenn die Leute keine Fantasie haben, so etwas in Erwägung zu ziehen? Wer weiß? Vielleicht bin ich ja schon im Bieterkreis?

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Ich würde erst mal ein Geheimnis aus dem Erwerb machen. Die Leute lieben die Spannung. Dann würde ich häppchenweise Infos geben. Immer so, dass die Leute über den Mysterie-Faktor schreiben und linken. Da kann man mittels Spekulationen sehr schön auch andere Projekte in die virale Linkproduktion einbeziehen. Dann würde ich ein wenig spielen. Der Weg zeigt sich aber erst, wenn man sieht wohin die öffentliche Meinung driftet. In der Zeit würde ich versuchen alle Fesseln, die sich Robert selber gesetzt hat zu lockern, um den eigentlichen Wert des grünen Balken zu bekommen. Über den grundsätzlichen Trust müssen wir uns ja nicht unterhalten. Eine neue Vermarktung und Fokussierung auf Trafficströme würde dann genau so im Fokus stehen, wie die Einsetzung von sehr guten Charakter-Schreiberlingen, die versuchen den Wert des Blogs hoch zu halten. Aber es gibt auch ganz andere Spielarten.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen ?
Für jeden der es sich leisten kann und für jeden, der es schafft ein kluges und geeignetes Zahlenwerk über die Sache zu stülpen, welches ihn auf die Gewinnschiene bringen könnte.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Ich denke, dass der Mindestpreis bei 36.000 € liegt. Auch wenn sich aktuell bei 24.000 € wenig tut, wird zum Schluss ein Wert von 80.000 € bis 150.000 € eingefahren werden. Das zahlen einige schon, um vielleicht ihren Namen oder ihren Brand ins Spiel zu bringen. Kenne virale Kampagnen, die deutlich mehr gekostet und deutlich weniger gebracht haben als ein Branding in dieser Richtung.

Johannes Beus (Sistrix)

Würdest du das Blog kaufen?
Hätte ich derzeit nicht so viele weitere Projekte und Aufgaben, an denen ich arbeite – klar, wieso nicht, wenn der Kaufpreis stimmt.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Auch, wenn Herr Basic in der Auktionsbeschreibung erwähnt, Basicthinking sei ein „deutsches Techcrunch“, so halte ich das doch für etwas hochgegriffen. Ich könnte mir eine Mischung zwischen diesem Ziel und einem Gadgetblog ganz gut vorstellen. Müsste natürlich gucken, wer das Blog betreibt, da ich glaube, dass der Erfolg letztendlich an der Person hinter dem Blog abhängt.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
Habe ich mir noch keine Gedanken zu gemacht.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?Dank des enormen Medienechos wird es wohl 6-stellig. Wie weit? Ich lass’ mich überraschen.

Mediadonis (mediadonis.net), SEOfm

Würdest du das Blog kaufen?
Nein, auf keinen Fall

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
… entfällt dann wohl…

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Aus meiner Sicht stellt der Blog keinen wirklichen geldwerten Asset dar. Letztendlich lebt der Blog bzw. hat der Blog von der Person Robert Basic gelebt. Blogs sind nun einmal absolut persönliche & subjektive Medien, und leben vom Schreiben des jeweiligen Blogautors! Im Gegensatz zu klassischen Printmedien, wie Zeitungen oder Magazinen, liest man Blogs zumeist einfach, weil einem die Schreibe gefällt, und / oder weil einem der Kommentar desjenigen Bloggers zu einem bestimmten Thema einfach interessiert. Ich hab BasicThinking nicht einmal in meinem Feedreader (und nicht weil ich Feedreader-faul bin, so habe ich ca. 120 Blogs im Feedreader, den ich auch täglich durchstöbere). Was sind denn schon die Assets? RSS-Abonnenten? Die Domain? SEO-Aspekte wie Rankings und Pagerank? Alle drei Assets würde ich für gering einschätzen.

Der einzige für den so ein Kauf Sinn machen würde, wäre ein AlphaBlogger WannaBe mit tiefen Taschen, der sich einen “kleinen” Boost beim Einstieg ins Bloggerleben verschaffen will. Ich würde das mal mit gezüchteten Charakteren bei World of Warcraft vergleichen. Dort kann man auch entweder ganz von vorne anfangen, oder halt einem chinesischen Charakterfarmer auf eBay einen bereits hochgezüchteten Level 70 Krieger abkaufen. Und genauso ist das wohl auch mit dem Kauf von BasicThinking als Einstieg in die Blogosphäre… nur dass man halt dort weit weniger Drachen begegnet 🙂

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Das Ding wird bestimmt für über 100.000 weggehen – irgendein Dummer wird sich schon finden… bzw. ein paar, die sich gegenseitig hochbieten. Genauso wie für unausgegorene web2.0 Geschäftskonzepte sich auch immer jemand gefunden hat, der das Lehrgeld zahlt

Jojo (Internetmarketing-News)

Würdest du das Blog kaufen?
Ja. Wobei ich nicht beabsichtige mitzubieten, weil andere letztlich mehr bieten werden als ich es wollte.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
In jedem Fall würde ich versuchen weiterhin qualitativ hochwertige Inhalte zu veröffentlichen, um so auch mittelfristig an dem Blog (bzw. dessen Einnahmen) Freude zu haben. Die große Frage ist für mich, in welche Themenrichtung man geht, was letztlich nicht zuletzt wichtig für zukünftige Einnahmen ist. Zur derzeitigen Leserschaft würden sicherlich Gadgets und ganz allgemein Internetthemen passen. Eventuell sollte man gelegentlich von diesen Themen abschweifen um “Money-Posts” zu veröffentlichen

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
In vielen Beiträgen und Kommentaren zum Thema liesst man, dass es vermutlich ein SEO wird. Durchaus möglich, dass halte ich allerdings in dieser generellen Form für irreführend. Der Käufer muss sich mit SEO nur mittelmässig auskennen, viel wichtiger ist, dass er das Blog besser monetarisieren kann, als es Robert getan hat. Zumal die jetztigen Einnnahmequellen von Robert für den Käufer sehr wahrscheinlich versiegen werden. Die Direktverkäufe sind eng mit seiner Person verbunden und ein Käufer wird wohl kaum weiterhin so “plumpen” Linkverkauf betreiben. Ich denke es gibt nur relativ wenig SEOs die als Käufer zu Preisen über 30.000,- Euro in Frage kommen. Für all zu plumpe SEO-Arbeit schauen auf die Domain viel zu viele Augen, da dürfte man es sich schnell mit Google verscherzen. Die einzigste Alternative wären wohl Verlage. Ich denke nicht dass diese daraus etwas besseres machen würden, aber 100.000,- Euro dürften dort zumeist noch recht locker sitzen.

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Zwischen 40.000 und 100.000 Euro. Mein Tipp wäre 88.888,- Euro. Um die 100.000,- Euro zu knacken müsste schon jemand mit einem tiefem Geldbeutel zulangen – eventuell ein Verlag. Aber auch dann bräuchte es natürlich noch einen zweiten Bieter der soweit mitgehen würde.

Fridaynite (Fridaynite)

Würdest du das Blog kaufen?
Nein – ich kaufe keine abgestraften und bei Google verbrannten Projekte.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Eine weisse Seite drauf legen, auf der steht: Endlich Ruhe hier.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
Eventuell für einen noch grösseren Selbstdarsteller als der Basic einer ist

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Auf alle Fälle zu viel. Wenn sein Minimum 30.000 sein sollte, wäre das für mich schon absolut überbezahlt.

Fabian “Cyb” Brüssel (Cyb)

Würdest du das Blog kaufen?
Persöhnlich, nein! Der Blog kommt mit einer ungeheuren Publicity, die nichts für meinen Geschmack ist. Dennoch würde ich den Kauf anderen empfehlen!

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Den Blog ansich würde ich so stehen lassen wie er ist, und versuchen einen neuen Autor zu finden welcher den Absprung der Stammleserschaft zumindest teilweise stoppt. Im Hintergrund der Seite würde ich anfangen ein Portal hoch zu ziehen. Denkbar ist alles vom Preisvergleich bis zu einem beliebigen Info-Affiliate-Portal. Nach und nach würden dann die alten Basic Blogposts per 301 direkt in das neue Portal geleitet.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
Leute die gerne im Mittelpunkt stehen und SEO’s die eine starke Domain für ein neues Projekt suchen

Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
Ich schätz es werden so um die 50.000,- Eur dabei rum kommen. Im Normalfall sollte sich das Blog innerhalb von wenigen Monaten armortisieren.

Viagra Verchecker (Seo|Maxx)

Würdest du das Blog kaufen?
Ja, solange es im Rahmen bleibt.

Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
Einen pfiffigen Redakteur dransetzen und die Leser fragen, was Ihnen gut und was weniger gut gefallen hat, Vorschläge sammeln und umsetzen.

Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?

  • Für unbekanntere SEOs, die sich einen Namen in der Szene machen wollen.
  • Paid Article Service Betreiber
  • Profilneurotiker
  • Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    44.111 €

    Pip (ICE-Blog)

    Würdest du das Blog kaufen?
    JA

    Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
    Als Blog-Heuschrecke würde man es vor allem “Sanieren” und profitabel machen, denke ich

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
    Blog-Heuschrecken wie mich, PR-Agenturen, Viral Marketing Spezialisten

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    126.512,00 €

    Randolf Jorberg (randolf.jorberg.de), Macnotes

    Würdest du das Blog kaufen?
    Ja, wenn mein Team derzeit die Zeit-Ressourcen zur sinnvollen Übernahme und Weiterentwicklung hätte, würde ich es gerne übernehmen.

    Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
    Ich sehe Basicthinking als einflussreichste Bühne im deutschen Blogtheater. Diese Bühne steht jetzt zum Verkauf und der neue Eigentümer wird für gewisse Zeit die maximale Aufmerksamkeit des Publikums genießen, und dann in der Hand haben, ob er es schafft diese Aufmerksamkeit auch zu erhalten. Gerade die von Kritikern wie Sascha Lobo oder mir mit deutlichen Worten gezeigte Kritik zeigt auch, wie es ein neuer Eigentümer schaffen könnte viel mehr aus Basicthinking herauszuholen: mit lesbaren und qualitativen Inhalten (Interviews, Gastbeiträgen) könnte man der Marke Basic Thinking eine ganz neue Dynamik geben.

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen?
    Für jeden mit einer ähnlichen Sicht und einem höheren Budget an verfügbaren Zeitressourcen. Kurz: um Basicthinking fachlich brauchbar weiterzuführen, ist die Einstiegsbarriere in Form notwendigen Kapitals und gebündeltem Knowhows sehr hoch und das Risiko eines Totalverlusts innerhalb weniger Monate durchaus real. Es kann auch sein, dass irgendein alter Mediabrand sich Basicthinking als Imageprojekt und Sprung in den Social Media Markt sichern möchte und das Risiko vor den Augen der gesamten Blogosphäre zerfetzt zu werden, eingehen will.

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    Hier würde ich ein Copy&Paste von Roberts drei Szenarien einfügen, auch wenn ich Szenario A aufgrund des vermuteten 30k€ Limits für unwahrscheinlich halte und bei diesem Preis im Zweifelsfall nochmal Inventur in meinem Sparstrumpf machen würde…

    Thomas Promny (Gimahhot)

    Würdest du das Blog kaufen?
    Nein, da ich keine Zeit habe und selbst wenn ich eine neue Aufgabe suchen würde, gäbe es aus meiner Sicht interessantere und erfolgversprechendere Betätigungsfelder. Zumal der Preis durch die große Aufmerksamkeit jetzt wohl unrealistische Höhen erreichen wird.

    Was würdest du aus der Seite machen wenn du sie gekauft hast?
    Ich tu mal so, als hätte ich ja gesagt: Mich hat die schwache Entwicklung der Bloglandschaft in Deutschland sehr überrascht. Schon 2005 hatte ich damit gerechnet, dass bald ernsthafte Geschäftsmodelle rund um das Thema Blogging entstehen würden und bspw. Stadtblogs.de gestartet, das ich dann aber leider nie mit dem erforderlichen Fokus verfolgt habe. Dennoch glaube ich daran, dass sich mit Blogs Geld verdienen lässt und hoffe auf einen Käufer, der Basic Thinking weiter entwickelt in Richtung TechCrunch, denn so etwas könnten wir gut gebrauchen. DeutscheStartups.de ist da allerdings derzeit noch viel eher in den Startlöchern, allerdings von gutem (auch mal kritischem oder gar investigativen) Journalismus auch noch sehr weit entfernt leider.

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
    Durch den Hype kauft man jetzt ja eine Menge PR mit, damit ergeben sich eine Menge weiterer potenzieller Käufer. Ich wünsche mir am ehesten einen deutschen Michael Arrington (Techcrunch) als Käufer, wobei ich den allerdings auch noch nicht gefunden habe ich Deutschland. Wenn er denn irgendwann mal auftaucht, kann er allerdings auch ohne das Basic Thinking Blog erfolgreich werden.

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    Ich tippe auf 50-100k Euro. Und ich gönne es ihm und freue mich für ihn.

    Erinnert sich noch jemand an Bad Max, den Suchmaschinen-Spammer? Vor ein paar Monaten hatte ich ihm einige Fragen zu seinen dubiosen Machenschaften im Internet stellen dürfen. Heute gibt es eine Fortsetzung, ich habe ihn zu seiner Meinung bzgl. des Basicthinking Blog-Verkaufs befragt. Vielleicht nicht uninteressant zu erfahren, wie Leute seines Kalibers an solche Themen herangehen. Und jetzt die Fragen.

    Würdest du das Blog kaufen?
    Normalerweise ja, das Blog ist ein absoluter Topkauf für jemanden der damit umgehen kann. Mir persönlich ist dieses Projekt aber zu öffentlich.

    Was würdest du aus der Seite machen, wenn du sie kaufen würdest ?

    Als IT und Techblog weiterlaufen lassen. Wer sich die Stats anschaut stellt fest, daß viele User über die Serp´s kommen. Es ist also gar nicht so wichtig, ob Robert weiterbloggt oder ein anderer. Wichtig ist es, in dem Bereich kompetent weiterzumachen. Im Gegensatz zu vielen, die das Blog von Robert abhängig machen, sehe ich hier große Chancen auf viele neue Besucher durch fundierte Berichte auch in Verbindung mit der momentanen Publicity. Und wenn man das nicht selbst machen möchte oder kann, dann sucht man sich einen guten in dem Bereich erfahrenen Texter.

    Wichtig ist allein die Power der Domain, die Besucher über die Suchmaschinen bringt. Die Feedleser würde ich in kommerzieller Hinsicht als nicht so wichtig empfinden, da sie durch den Fullfeed die Domain vielleicht gar nicht besuchen bzw. bei CpC Vermarktung bei weitem nicht so ertragreich sind, wie User über die organischen Serp´s.

    Du sprichst Vermarktung an, was würdest Du da tun ?
    Zuerst würde ich das Blog sowieso SEO-technisch aufbereiten. Onpage sind da noch gigantische Reserven. In Verbindung mit dezenter CpC-Vermarktung sehe ich das monatliche Einnahmepotential beim momentanen Contentstand durchaus im Bereich von 10.000 €. Und ich meine dezent wörtlich, man muss die Domain nicht mit Werbung zupflastern.

    Die Follow-Linkvermietung würde ich einstellen und nur noch Werbeplätze zur Verfügung stellen, die ausschließlich für die User gedacht sind und nicht für die Bots, was sehr wahrscheinlich auch wieder die normale PageRank Stärke in der Toolbar wiederherstellt, nachdem Google darüber informiert wurde, auch wenn das meiner Meinung nach für die Platzierung in den Suchergebnissen völlig bedeutungslos ist.

    Sehr witzig finde ich in dem Zusammenhang auch die wilden Behauptungen von “Experten” die als Kaufgrund den PR anführen oder über eine Abstrafung des Blogs philosophieren.

    Der sichtbare PR wurde zwar wohl abgesenkt (sehr wahrscheinlich wegen des Linkverkaufes) aber wie der Verlauf des Sistrix Seo-Tools zeigt, hatte das in dem Fall keinerlei Auswirkungen auf die Platzierungen bei Google. Es ist immer wieder verwunderlich, was hier für unqualifizierte Aussagen gemacht werden.

    Ich sehe auch nach dem Verkauf keinerlei Grund, warum sich die Positionen verschlechtern sollten, wenn das Blog qualitativ hochwertig weitergeführt wird. Ich sehe hier aufgrund des Linkzuwachses die letzten Tage eher Potential nach oben, selbst wenn viele “Robert Basic Fans” die Verlinkungen in ihren Blogrolls löschen sollten.

    Für wen würde solch ein Blogkauf noch Sinn machen.
    Für jemanden der von SEO Ahnung hat und der weiß, dass er langfristig sehr viel Geld mit der Domain verdienen kann, wenn er ihre Stärke nutzt und sie nicht verheizt, was gar nicht so schwer sein dürfte, wenn er einfach in dem Bereich weitermacht und gute und interessante Infos liefert. Man muss hier auch ganz direkt sagen, dass es gut möglich ist, die inhaltliche Leistung von Robert zu steigern.

    Wie viel bekommt Robert Basic für sein Blog?
    Das ist eine schwere Frage, weil es davon abhängt, ob der ein oder andere Top Seo Lust daran interessiert ist. Wenn nur solche Spezialisten wie bei “meedia” mitbieten, dann bekommt Robert sicher nicht genug. Bei denen hat man etwas den Eindruck, daß sie entweder nicht allzuviel Ahnung haben oder daß sie eine Chance nicht erkennen selbst wenn sie ihnen in den Hintern beißt. Ich unterstelle hier einfach mal, daß sie nicht so primitiv sind, die momentane Publicity einfach nur zu nutzen, um über jemanden zu lästern,

    Vom Potential halte ich Monatseinnahmen von 10.000 € mit Onpageoptimierung und effektiverer Vermarktung problemlos für möglich. Mit der Weiterführung der Domain und weiterem Ausbau sind sicher auch deutlich höhere Zahlen realistisch. Von daher wäre das ein reines Ratespiel was den Verkaufspreis angeht. Ich lasse mich da einfach mal überraschen. Den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert sehe ich allerdings schon jenseits von 100.000 €.