Der Seonaut hat am Sonntag in seinem Radio4Seo Podcast eine halbe Stunde lang über den perfekten Link philosophiert. Als Grundlage diente ihm dabei der Beitrag Die Sache mit den Links von Uwe Tippmann. Uwe erklärt in seinem Beitrag, was einen perfekten Link ausmacht:

  1. qualitativ hochwertiger und vertrauenswürdiger Host
  2. Positionierung im Content-Bereich
  3. dauerhafte Platzierung, wandert nicht gleich in ein Archiv
  4. Umfeld/Inhalt sind thematisch passend
  5. keine Muster

Kurz und knapp, so sollten Links aussehen, wenn sie auch in Zukunft Wirkung zeigen sollen. Und weil auch Google diese Kriterien kennt, wird es in Zukunft vom Suchmaschinenriesen weitere Bestrebungen geben, den perfekten Link vom pseudoperfekten Link zu unterscheiden. Dabei liegt der entscheidende Unterschied diesmal in einer ganz anderen Dimension als bislang gewohnt. Die vierte Dimension kommt hier ins Spiel.

Die Suchmaschinen müssen im Prinzip nur zwei Snapshots einer Seite schießen, die Inhalte vergleichen und sich Gedanken zur Differenz machen. Wenn die Differenz nur ein Link oder ein Stück Inhalt + Link sein sollte, dann liegt der Verdacht einer entsprechenden linken Manipulation nahe. Weitere Überlegungen zu diesem Thema könnt ihr, wie anfangs erwähnt, bei Uwe nachlesen oder beim Seonauten nachhören.

Letztendlich ist der perfekte Link nicht angreifbar. Wie leicht oder wie schwer er künstlich zu erzeugen sein wird und wie gut Google & Co bei der Link-Forensic sein werden, davon hängt auch die Zukunft des Links als Ranking-Kriterium ab. Ich sehe das ähnlich wie Uwe, über kurz oder lang wird der gemeine “Link” an Gewicht verlieren und werden andere Kriterien bei Relevanz und Ranking hinzugezogen werden müssen.

7 Kommentare
  1. markus
    markus sagte:

    Im Endeffekt hat doch derjenige weniger Arbeit, der seine Links dadurch erhält, dass er guten Content veröffentlicht der einen Mehrwert bietet und daher freiwillig verlinkt wird.

    Wenn ich diese komplexe Linkstruktur zwanghaft aufbauen möchte, habe ich meiner Meinung nach mehr Arbeit damit.

  2. Gerald Steffens
    Gerald Steffens sagte:

    ja, im prinzip hast du recht, aber es gibt branchen da nutzt der beste content nichts, linkgeiz und konkurrenzdenken lassen gruessen. außer du heißt wikipedia. das ist dann zwar nicht unbedingt der beste content, aber da linkt man doch lieber hin als auf einen konkurrenten. und wenn nur alle monate mal ein echter link auf deinen besten content freiwillig verlinkt wird, dann reicht das nicht, um gegen die dunkle seite der macht anzukommen. solange dich keiner kennt und findet gibts nämlich auch keine links. da musst du schon ordentlich die werbetrommel rühren, um das zu ändern. guter content alleine reicht leider nicht aus zum erfolg.

  3. Andreas
    Andreas sagte:

    Habe schon oft festgestellt, dass insbesonders hochwertige Inhalte und informative Texte gerne in Foren verlinkt werden. Für mich sind das die besten Empfehlungen, wenn man in einem themennahen Forum von fremden Usern verlinkt wird, ehrlicher geht’s wohl kaum.

    Meines Erachtens ist Google in der Lage, solche “Unique” vorhandenen Forenlinks von den restlichen Forenlinks (die auf jeder Seite oder unter jedem Beitrag erscheinen) zu unterscheiden. Sinn würde es jedenfalls allemal machen, zumal diese Links zu 95 % nicht als Verweistextlinks sondern als pure Url-Links implementiert werden und demnach keinerlei SEO-Charakter aufweisen.

  4. Aloe First
    Aloe First sagte:

    Ich beschäftige mich nun auch seit Wochen mit diesem Thema. Was mir noch nicht so ganz klar ist, warum verlinken Leute aus eigenem Anlass zu mir nur weil ich guten Content habe?

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