Vor gut einer Woche hat Frank Doerr den SEO Campixx Comic Contest ausgerufen. Angeregt von Martin Mißfeldts durch Sprechblasen aufgebohrten Seo Campixx Beitrag und meiner Replik hat er die Idee gehabt, das Ganze zu einem Wettbewerb auszuweiten. Finde ich cool, auf diese Weise können die Seos endlich einmal ihre kreativen Fertigkeiten in aller Öffentlichkeit ausüben.

Kein Wettbewerb ohne Preise. Frank hat kräftig getrommelt und einige sehr nette Preise zusammen bekommen. Eine wpSEO Premium Version, eine Full-Lizenz vom Affiliatetheme, ein 150 Euro Amazon Gutschein, ein Website Boosting Jahresabo und 3 kg Espresso warten auf die glücklichen Gewinner.

Was muss man tun, um zu gewinnen? Man muss Fotos der Seo Campixx mit Sprechblasen vercomixen und verbloggen und anschließend Franks Blog anpingen. Zeit dafür habt ihr bis zum 4. April 2010. Also haut rein. Ich möchte sehen, was ihr so drauf habt.

Seo-Simpsons Poster - Campixx VersionGroße Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am nächsten Samstag öffnet die Seo-Campixx 2010 in Berlin / Müggelsee ihre Pforten und so hat Bilder-Seo Martin Mißfeldt keine Kosten und Mühen gescheut, die Seo-Gemeinde mit einem Seo-Simpsons Poster-Update zu beglücken. Sage und schreibe 25 neue Personen fanden auf dem neuen Simpsons Poster Platz, damit umfasst das Werk jetzt insgesamt 63 Seos und Seoinnen. Und jetzt der Knaller. Alle Teilnehmer der Seo-Campixx können sich berechtigte Hoffnung auf eine kostenlose Extended Druckversion machen, die Firma Print24 möchte 500 Exemplare des Seo-Simpsons Posters im A3-Format produzieren und unter den Teilnehmern verteilen.

Wer nicht zur Campixx kommen kann, dem bleibt auf jeden Fall noch die Download-Möglichkeit. Ihr könnt auf Martins Seite die Bilder runterladen und ausdrucken. Verlinkungen sind natürlich willkommen und selbst Hotlinking wurde nicht untersagt. Nur eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet. Kleine Ausnahme, die eigene Figur darf für jedweden Zweck (Avatar, T-Shirt etc) genutzt werden. Da bin ich mal gespannt, ob und wer da demnächst mit seinem Simpsons T-Shirt über die Seo-Konferenzen läuft. Und wer jetzt den Künstler einmal live erleben möchte, der sollte seinen Campixx Vortrag am Sonntag nachmittag besuchen. Da geht es, wer hätte das gedacht, um “Bilder SEO” 🙂

Unglaublich, was da an Material zusammenkommt bei so ner SEMSEO und Pub-Konferenz. Ich schaffe es kaum die verschiedenen Punkte anzureissen, zu sehr bremsen einen Bildbearbeitung und Video-Upload aus. Insbesondere wenn der eine Video-Service meint, bei 1 GB wäre Schluss mit lustig und der andere zwar 2 GB anbietet, man diese aber erst im zweiten Anlauf hochgeschaufelt bekommt. Nach dem Website Boosting Video von Mario Fischer kann ich euch hier und heute den zweiten Videoact vorführen.

Alan Webb hatte für den Showteil der Pubcon die DSDS Halbfinalistin Linda Teodosiu engagiert, die 18-jährige Sängerin brachte dann gegen 21:30 Uhr Schwung in den Laden. Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen, laufende Bilder sogar noch aussagekräftiger sind, kommt jetzt hier ein knapp vierminütiger Mitschnitt von Lindas Auftritt mit dem vielversprechenden Titel “Let’s get love”. Übrigens ist unter den Begleittänzerinnen neben e-fee auch Alans Frau gesichtet worden 🙂

Nachdem Martin kurz vorm Wochenende den Backwaren Reigen eröffnet hat und auch Dieter und Ingo gleich mit einem ganzen Rudel Brötchen in den Zweiten Brötchen Krieg eingezogen sind, kann auch ich nicht umhin, über die heißbegehrten Backwaren zu berichten.

Wer sich die verlinkten Artikel durchliest, wird einige Seo Rezepte für die Optimierung von Bildern aufschnappen können. Aber nicht nur das, auch einige gute Backlinks werden dort preisgegeben. Eigentlich ein Grund zur Freude für alle angehenden Seo-Köche, doch leider findet sich diesmal ein Haar in der Suppe, welches einem unter Umständen die Suppe noch versalzen könnte. Das Haar heißt “Linkaufruf” und soll laut Marcel Becker ein nicht zu vernachlässigendes Risiko beim Linkbaiten darstellen.

Um hier jeglichem Risiko vorzubeugen, wende ich hier keine der vier genannten Strategien aus der Linkaufruf-Risiko-Matrix an, sondern verfolge eine eigene, ganz neuartige Linkaufruf Strategie. Ich nenne sie die Ablass-Strategie, weil ich allen Lesern und Bloggern rate, von einer Verlinkung dieses Artikels und meines Brötchens abzulassen. Auf Wunsch kann ich euch diese Empfehlung auch schriftlich in Form eines “Ablassbriefes” geben 😉

Irgendwo in Transsilvanien auf einem verlassenen Gutshof, fernab jeder Zivilisation: Auf dem Hof tuckern vier Generatoren. Entlang der Mauern stehen sieben mannshohe Satellitenschüsseln. Im ehemaligen Speisesaal läuft eine junge Frau mit schwarzen, nur wenigen Millimeter langen Haaren auf und ab. Das Top mit Spaghettiträgern und der Minirock mit seitlichem Schlitz lassen der Phantasie nicht mehr viel Raum. Der Widerhall des Stakkatos ihrer Pumps übertönt das Summen der Rechner und Monitore, die den Raum in ein bizarres Licht tauchen. Die Frau nimmt ihr Funktelefon und wählt.

Im Büro von Seo Jones klingelte das Handy. „Ja, wer stört?“, meldete sich der Linkologe. Am anderen Ende der Leitung hörte er ein Lachen. „Ich habe schon gehört, dass Sie ein kleiner Morgenmuffel sind. Mein Name ist Gerlind vom Berg, die Schwester von Gandolf vom Berg. Erinnern Sie sich?“ Der Professor musste nicht lange überlegen. Er würde nie vergessen, wie dieser Mann starb. „Gut, Sie wissen es also. Dann hören Sie gut zu. Ich will Rache. In 36 Stunden ist es soweit. Dann stürzt die Welt ins Chaos. Sie haben zwei Möglichkeiten: Sie spielen wieder den Retter in der Not und sterben. Oder Sie lassen den Dingen ihren Lauf und sehen zu, wie der Planet in seinen Grundfesten erschüttert wird.“ Seo Jones blieb nicht viel Zeit zum Überlegen. Gerlind vom Berg ließ ihm keine Gelegenheit dazu: „Sehen Sie sich in einer Stunde Ihre Links an. Damit das Spiel nicht zu langweilig wird, hier ein Tipp: das Bermuda-Kreuz. Mehr sage ich nicht. Wir sehen uns – vielleicht.“

Nachdem Gerlind vom Berg aufgelegt hatte, startete Seo Jones seinen PC. Selbst in den Spezialdatenbanken des linkologischen Institutes fand er keinen Hinweis auf das Bermuda-Kreuz. Er musste also wieder in die Bibliothek und dort suchen. „Ich bin die nächste Zeit nicht zu erreichen“, sagte er seiner Assistentin Anna Lytics und ging. Exakt nach einer Stunde kam er zurück und schaute auf die Links in seinen Regalen und Vitrinen. Einige von ihnen hatten ihren Glanz verloren und schienen matt. Nach und nach vollzog sich dieser Wandel überall in seinem Büro. Wenig später klingelte wieder das Telefon. „Viel Erfolg, Mr. Jones.“

34 Stunden und 26 Minuten noch – wenn Gerlind vom Berg die Wahrheit sagte. Nach einer scheinbar unendlichen Blätterei in hunderten Büchern hatte Seo Jones endlich gefunden, wonach er suchte. „Das Bermuda-Kreuz ist aus der Zeit, da Gut und Böse um die Vorherrschaft auf der Welt kämpften. Vier Links des Teufels markierten die Ecken des Kreuzes. In der Mitte leuchtete 36 Stunden später das Licht der Macht. Das Gute gewann und die Teufel-Links verschwanden spurlos. Sie konnten nur durch geweihtes Wasser entmachtet werden, gleichzeitig, nicht einzeln für sich. Für das Licht der Macht ist ein jungfräulicher Link nötig, der es in einen Funkenschweif verwandelt.“ Zusätzlich zu diesen Informationen waren lediglich vier Koordinaten genannt. Sie sie zu entschlüsseln, würde dauern. Gerlind vom Berg hatte einen enormen Vorsprung.

Gemeinsam mit Historikern, Geologen und Geographen fand Seo Jones heraus, wo die vier Links des Teufels platziert sind. Doch ihm blieben nur knapp 30 Stunden. Sehr wenig Zeit, zumal die Links rund um den Globus verteilt waren und das Ritual gleichzeitig vollzogen werden musste. Er rief vier Linkologen an – Sistrix, Gretus, Mediadonis und Fridaynite – und bat sie um Hilfe. Er selbst würde in die Mitte des Kreuzes reisen, ins berüchtigte Bermuda-Dreieck. Irgendwo auf See befand sich der Schnittpunkt der vier Ecken. Dort, wo seit Jahrhunderten Schiffe und Flugzeuge verschwinden. Das Licht der Macht schien dort vor Ewigkeiten das Raum-Zeit-Kontinuum verschoben zu haben.

Der Flug mit dem Privatjet eines Sponsors der Universität dauerte nicht lange. Umso schwerer war es für Seo Jones einen Kapitän zu finden, der sein Schiff mitten ins Bermuda-Dreieck steuert. Es würde knapp. Die Meldungen über Links, deren Macht auf unerklärliche Weise erloschen war, mehrten sich. In wenigen Stunden gäbe es einfach nur noch Links ohne jede Bedeutung. Zwischendurch stimmte sich der Linkologe immer wieder mit seinen vier Freunden ab. Sie hatten ohne lange zu überlegen zugestimmt, ihm zu helfen. Jeder von ihnen reiste mit einer Phiole voller Weihwasser im Gepäck.

„Wenn die Koordinaten stimmen, bin ich in einer Stunde dort“, erklärte Sistrix. Die übrigen Experten hatten es ebenfalls beinahe geschafft. Gretus meldete kurz: „Sitze im Wagen. Es sind nur noch wenige Kilometer.“ Der Dritte im Bunde, Mediadonis, war schon weiter und stand vor dem ersten Link des Teufels. „Erschreckt Euch nicht. Vermutlich liegt auch bei Euch eine verkohlte Leiche neben dem Link. Man sollte sich halt nicht mit dem Beelzebub anlegen.“ Nach 20 Minuten kam endlich die Rückmeldung von Fridaynite. „Entschuldige, Seo. Der Zoll hat mir das geweihte Wasser abgenommen. Ich musste erst einen Geistlichen finden. Jetzt bin ich kurz vorm Ziel.“ Seo Jones befand sich bereits auf dem Meer. Der Kapitän eines Seelenverkäufers hatte den Job angenommen und war in See gestochen. „Ich habe schon mit dem Teufel getanzt“, grinste er, als er seinen Lohn entgegennahm.

Während Sistrix, Gretus, Mediadonis und Fridaynite auf den Befehl warteten, die Links des Teufels unschädlich zu machen, bekam Seo Jones die ganze Gewalt des Wassers zu spüren. Das Schiff stampfte mühevoll durch die Wellen. „Wir sind gleich da, allerdings spielt der Kompass verrückt“, rief der Kapitän gegen das Tosen an. Der Linkologe kontrollierte auf seinem GPS-Empfänger die Daten. „Heilige Maria Mutter Gottes. Was ist das denn?“ Der Seebär staunte. Vor ihnen türmte sich eine golden schimmernde Nebelwand auf. „Fahren Sie durch“, befahl Seo Jones. „Sie sind der Chef“, antwortete der Kapitän, dessen sonnengegerbte Haut plötzlich fahl wirkte.

Hinter der Nebelwand erwartete die beiden ein atemberaubender Anblick. Das Meer war absolut ruhig. Über ihnen hing eine Blase in der Luft, in der Millionen kleiner Lichter umherschwirrten. „Hoffentlich habe ich hier Empfang.“ Seo Jones nahm sein Satellitentelefon und rief über Konferenzschaltung die vier Linkologen an. „Es geht los. Auf mein Zeichen tropft ihr das Weihwasser auf die Links. Was immer passieren mag, ich danke Euch.“ Mediadonis, Fridaynite und Sistrix bestätigten, dass sie verstanden hatten. Gretus sagte nur still: „Jeronimo.“

Gerade, als Seo Jones den Befehl geben wollte, kam ein Motorboot näher. „Ach, sieh an. Sie wollen also doch die Welt retten.“ Gerlind vom Berg stand an der Reling, in der Hand ein Megaphon. „Ich habe hier das Zepter des Teufels. Damit werde ich die Macht aller Links bündeln.“ Aus dem Lautsprecher des Funktelefons des Linkologen war ganz leise „die hat doch einen Knall“ zu hören. „Jetzt“, rief Seo Jones. Seine vier Freunde legten los. Ein leises Zischen zeigte ihnen, dass sie Erfolg hatten. „Du bist dran, Seo“, sprach Mediadonis mit zittriger Stimme ins Telefon. Der Professor zog den jungfräulichen Link aus einem Lederetui und warf ihn in die Blase über sich. Sie zerbarst und die Lichter zerstreuten sich in alle Richtungen und gaben den Links überall auf der Welt den Glanz zurück.

„Das war ein Fehler“, sagte Gerlind vom Berg, „die Macht der Links und die Macht des Bermuda-Dreiecks haben sich die Waage gehalten. Jetzt ist das Gleichgewicht zerstört.“ Kaum hatte sie es ausgesprochen, wurde die stille See rau wie ein Reibeisen. Die Nebelwand schob sich immer näher an die Schiffe. Das Motorboot der jungen Frau wurde als erstes wie von einem Magneten in den Nebel gezogen. „Wir sehen uns in der Hölle, Seo Jones“, schrie sie. Der Linkologe nahm sein Telefon, schrieb eine Kurznachricht mit drei Worten an seine Assistentin, ehe auch das Schiff mit ihm und dem Kapitän immer schneller ins Ungewisse trieb.

seo-jones-weihnachtsmann

Seo Jones hatte schon viele Abenteuer erlebt, war von einer Sekte eingekerkert worden, musste mit ansehen wie ein Mensch durch die Macht eines Links zu Staub zerfiel. Doch das, was ihm diese Nacht wiederfahren sollte, stellte all das in den Schatten.

Es war der 23. Dezember. Anna Lytics, die Assistentin des Professors, packte ihre Tasche und zog sich den Wintermantel an. „Schöne Feiertage, Professor.“ Der Linkologe spielte gedankenverloren mit einem der Links, die er vor wenigen Tagen in einer Höhle in Norwegen gefunden hatte. Er blickte nur kurz auf: „Gleichfalls.“ Die Assistentin wollte schon gehen, drehte sich aber noch einmal um, überlegte und sagte dann: „Sie wissen ja, ein paar Freunde kommen zu mir, Weihnachten feiern. Sie sind herzlich eingeladen. Mein Kartoffelsalat ist legendär.“ Die Antwort des Professors fiel erneut sehr knapp aus: „Danke, mal sehen.“

Für Seo Jones waren die Weihnachtsfeiertage ein Graus. Als Kind hatte er von seinem Vater jedes Jahr nur Links bekommen, alt und irgendwie langweilig. Auf das rote Fahrrad mit Bananen-Sattel wartete er noch heute. Wäre die Oma nicht gewesen, hätte der Weihnachtsmann ihm gar kein Spielzeug gebracht. So hing Seo seinen Gedanken nach und starrte auf die Kerze, die Anna Lytics ihm auf den Schreibtisch gestellt hatte. Die hypnotische Wirkung des Flackerns zeigte bald Wirkung. Seo Jones schlief am Schreibtisch ein.

Ein Poltern und Krachen riss den Linkologen aus dem Schlaf. „Verdammt nochmal, was soll das?“, fluchte er und sah, wie Staub in den Kamin rieselte. Wenige Sekunden später tauchte dort das bärtige Gesicht eines Mannes auf. „Jetzt hilf mir mal, ich werde auch nicht jünger.“ Seo Jones verstand gar nichts mehr, packte den Arm des Mannes und zog ihn aus dem Kamin. „Danke, Seo. Ich bin der Weihnachtsmann.“ Der Professor schüttelte den Kopf: „Euch Studenten fällt auch nichts Besseres ein.“ Der Mann mit der roten Mütze, der roten Jacke und der roten Hose lachte. „War ja klar, aber deshalb bin ich hier.“

In den nächsten Minuten versuchte der Weihnachtsmann Seo Jones davon zu überzeugen, dass er kein Student oder Hilfsarbeiter ist. Doch alles Reden nützte nichts. Der Weihnachtsmann nahm Seo, zog ihn Richtung Kamin und ehe der Professor merkte, wie ihm geschah, saß er über der Universität schwebend in einem Rentierschlitten. „Wow“, mehr fiel dem Linkologen nicht ein. Er saß mit offenem Mund neben dem Weihnachtsmann. Der schnappte sich die Zügel. Der Schlitten nahm Fahrt auf.

Nach wenigen Sekunden fand Seo die Sprache wieder und war zumindest in der Lage, ein paar Wortfetzen von sich zu geben. „Wie geht…, was soll. Du bist der Weihnachtsmann?“ „Ja, Seo, ich bin der Weihnachtsmann und wenn Du glaubst, Du träumst“, sagte es und schnippte dem Linkologen an die Nase. „Aua, spinnst Du?“ Der Weihnachtsmann grinste. „Kneifen macht keinen Spaß mehr.“ So flogen sie über die Stadt. Seo kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Musst Du denn keine Geschenke verteilen?“, fragte er. Der Weihnachtsmann sah ihn an: „Das haben wir an externe Dienstleister ausgelagert. Ich bin mehr für Public Relations zuständig. Du weißt schon, die Magie der Weihnacht in die Herzen der Menschen bringen.“

„Was habe ich damit zu tun?“, wollte Seo wissen. Der Weihnachtsmann stoppte den Schlitten. „Du bist einer von denen, die nicht glauben. Deshalb bin ich hier.“ Der bärtige Mann schaute Seo tief in die Augen. „Du hast den Glauben an mich verloren, weil kein Fahrrad oder eine elektrische Eisenbahn auf dem Gabentisch lagen. Doch überlege einmal: Wo wärst Du heute, wenn Dein Vater Dir nicht die Links geschenkt hätte? Vielleicht würdest Du in einer Bank oder als Gärtner arbeiten. Das sind tolle Jobs. Aber Du bist Linkologe geworden. Die alten Links, die Dein Vater Dir geschenkt hat, sind die Basis Deines Erfolgs. Du kennst die ganze Welt, bist angesehen und trotzdem undankbar. Dabei hast Du die Links immer sauber gehalten, so wie es Dein Vater Dir gezeigt hat. Sie stehen heute noch in Deinem Regal. Vielleicht waren sie doch genau die Geschenke, die Du Dir insgeheim gewünscht hast, weil Du Deinen Papa bewunderst. Denke darüber nach.“

In dem Moment flog der Schlitten weiter. Seo blieb kaum Zeit, die Worte zu verarbeiten, als der Weihnachtsmann ihm auf die Schulter klopfte. „Sieh mal da unten.“ Unter ihnen war ein hell erleuchtetes Gemeindezentrum. Sie hörten Gesang. „Das sind Kinder, die von einem Fahrrad oder einer Eisenbahn nur träumen dürfen. Die haben es nicht so gut wie Du es damals hattest.“ Der Weihnachtsmann steuerte den Schlitten näher an die Fenster. Die Kinder saßen mit ihren Eltern an Tischen, aßen Bockwürstchen mit Kartoffelsalat. Unter einem Tannenbaum lagen kleine Päckchen. „Diese Feier wäre fast ins Wasser gefallen“, erklärte der Weihnachtsmann in ungewohnt erstem Ton. „Du meinst, die Macht der Links zu kennen? Du weißt gar nichts, Seo. Viele kleine Links haben ein Wunder wahr werden lassen. Es wurde plötzlich gespendet, Geld, Spielzeug, weil die Links die Botschaft in die Welt getragen haben. Ich nenne das Links for Charity.“

Sie schauten noch ein wenig durch die Fenster. Das Leuchten in den Augen der Kinder, als sie ihre Geschenke erhielten, beschäftigte Seo Jones noch, als sie längst wieder unterwegs waren. „Und jetzt, zeigt Du mir die Links der Zukunft?“ Der Weihnachtsmann hätte vor lauter Lachen fast die Zügel losgelassen. „Zu viel Charles Dickens gelesen, was? Ich habe keine Glaskugel, um in die Zukunft zu schauen. Da musst Du mal den Osterhasen fragen. Der hat sich so ein Ding gekauft und sitzt jetzt auf vier Tonnen rosa Eierfarbe, weil die laut Kugel in sein sollte. Dabei wollten alle nur Rot und Blau.“ Auf dem Weg zurück zur Universität unterhielten sich Seo und der Weihnachtsmann über Gott und die Welt. Als sie wieder im Büro standen, verabschiedete sich der Weihnachtsmann: „Denke daran, die Magie der Weihnacht lässt sich nicht in Papier packen. Sie ist in den Herzen der Menschen, auch bei Dir, nur tief verborgen.“

Ein lauter Knall riss Seo Jones aus dem Schlaf. Einige Studenten warfen mit Schneebällen auf seine Fenster. „Doch alles nur ein Traum“, dachte sich Seo. Er reckte sich, stand auf und sah in der Nähe des Kamins etwas aufleuchten, als die Sonne ins Büro schien: ein Fahrrad mit Bananen-Sattel. Seo rieb sich die Augen, ging auf das Fahrrad zu und fand einen Zettel am Lenker. „Viel Spaß damit. Ich hoffe, die Farbe stimmt. Dein Freund, der Weihnachtsmann.“ Der Linkologe nahm das Rad, stieg auf und fuhr etwas wackelig, aber stolz wie Oskar über die Flure der Universität. In diesem Jahr sollte er zum ersten Mal den legendären Kartoffelsalat von Anna Lytic probieren und hatte tatsächlich Spaß daran, im Kerzenschein mit seiner Assistentin und ihren Freunden Weihnachten zu feiern.

rettet den weihnachtsmannWährend die meisten Seos noch im Seo Adventskalender herum blättern, in der Hoffnung einen der hinter den Türchen verborgenen tollen Preise zu gewinnen und es im Web bei den Suchanfragen zum Adventskalender nicht nur steil aufwärts geht, sondern der Seo-Adventskalender sogar Einzug bei Google Suggest gefunden hat (siehe dazu den folgenden Screenshot), geht es mit dem Weihnachtsmann derzeit stetig bergab.

seo adventskalender suggest

Wie dem Beitrag Rettet den Weihnachtsmann von Seo-United zu entnehmen ist, ist die Internet-Popularität des Weihnachtsmann schon seit Jahren rückläufig. Die Google Trends Statistiken belegen das eindeutig. Solch ein Elend, und das noch zur Weihnachtszeit, können wir nicht länger mit anschauen. Es wird Zeit zu handeln. Zum Glück sind die ersten Helfer schon aktiv geworden.

Wie schon zuvor gesehen, die Jungs von Seo-United rufen zum gemeinsamen Weihnachtsmann-Googlen auf. Auch Bilder-König Martin Mißfeldt konnte nicht länger tatenlos zuschauen und versucht nun mit coolen Pics die Bilder vom Weihnachtsmann im Web wieder populärer zu machen. Und auch wir hier von Seo.de sind nicht faul und wollen und werden passend zu Heilig Abend die Weihnachtsgeschichte von “Seo Jones und dem Weihnachtsmann” zum Besten geben. Und ihr? Wie helft ihr?

adventskalender 2009Als ich vor drei Wochen von Hanns Kronenberg gefragt wurde, ob ich an seinem Seo Adventskalender teilnehmen wolle, fühlte ich mich erstens geschmeichelt und zweitens positiv überrascht ob der netten Idee. An allen Ecken überlegen sich Seos und Marketing-Experten irgendwelche Aktionen, mit denen sie Aufmerksamkeit und/oder Links auf sich oder Projekte ihrer Kunden ziehen könnten. Doch diese Aktion wirkte anders, einfach netter, einfach besser.

Wer sich etwas länger mit diesen Dingen befasst hat, der bekommt ein Gefühl dafür wie gut und/oder ehrlich solche Aktionen angelegt sind. Insofern bin ich von dieser Umsetzung eines Adventskalenders sehr angetan. Die Sache ist wirklich rund geworden. Keine plumpen Versuche um für Links auf die eigene Seite zu buhlen. Vielmehr kreative Vorschläge wie Links und Aktionen zu karitativen Zwecken, Mobilisierung der Massen via Twitter, coole Weihnachtspräsente von teils erheblichem Wert. Tolle Unterhaltung, volle Abwechslung. Seo-Herz, was willst du mehr.

Heute ist der 9. Dezember. Dieser Tag im Seo Adventskalender gehört mir. Hinter dem Türchen mit der Nummer 9 versteckt sich ein einfaches Gewinnspiel, bei dem es darum geht mein Gewicht zu raten. Als Belohnung winkt ein Seo Starterkit – eine Digitalkamera, 2 lehrreiche Bücher, ein legendäres eBook und eine Kaffeetasse. Das ist alles was man braucht für einen erfolgreichen Start ins Seo-Leben 🙂

PS: Sollte ein echter SEO-Frischling den Preis gewinnen, dann lege ich noch einen Promotion-Artikel und eine Stunde Telefon-Coaching oben drauf. Und jetzt wirds Zeit die Seite vom Hanns zu besuchen und am Ratespiel teilzunehmen.

Die Existenz einer Seo-Legion wurde bislang immer vehement geleugnet. „Ist uns nicht bekannt“, lautete die monotone Antwort auf hunderte Briefe und Mails an Regierungen, Geheimdienste und Seos. Bis zu jenem Tag, als ein Kurier ein mysteriöses Päckchen lieferte. Der Inhalt: ein einfaches Mobiltelefon. Es war bereits eingeschaltet, ohne Providerkennung im Display, und klingelte kurz nach der Lieferung. „Sie haben mit Ihren Fragen nach der Seo-Legion viele Menschen nervös gemacht. Wenn Sie Antworten wollen, stehen Sie morgen um 5 Uhr vor Ihrer Haustür. Kein Gepäck, kein Handy. Block und Bleistift erhalten Sie von uns.“ In dem Moment war das Gespräch beendet. Das Volksphone, so die Bezeichnung auf dem Gehäuse, wurde heiß. Vorsichtshalber warf ich es in die Spüle. Dort verschmolzen Akku und Sim-Karte zu einem Plastik-Kunstwerk.

Der nächste Morgen: Blutdruck und Puls bewegten sich in Regionen, die jeden Hausarzt in Schwitzen gebracht hätten. Schon vor 5 Uhr stand ich draußen. Sofort kam ein schwarzer Wagen vorgefahren. Ein Mann mit Ski-Maske stieg aus und drängte mich in das Auto. Kurz darauf spürte ich einen Stich in der Seite. Erst Stunden später ließ die Wirkung des Betäubungsmittels nach. Wir befanden uns in der Luft. Der Hubschrauber kreiste über dem offenen Meer, in Blickweite eine Insel. „Wir landen gleich. Sie haben zwei Stunden, sich umzusehen. Dann holen wir Sie wieder ab“, lautete die knappe Anweisung.

Kaum gelandet, wartete auch schon ein Mann im grünen Militärdress auf mich. „Guten Tag, ich bin Kommandeur im Ausbildungscamp der Seo-Legion. Sie dürfen gucken, aber mit niemanden außer mir sprechen, es sei denn, ich erlaube es. Hier haben Sie Schreibzeug, damit Sie Notizen machen können“, erklärte er und ging vor. Das Gelände war mit Stacheldraht gesichert. Wir liefen einen schmalen Pfad entlang zum Camp. Aus der Entfernung war Gesang zu hören: „Ich will ein großer Seo sein. Dafür muss ich schwitzen wie ein Schwein.“ Der Kommandeur nickte nur kurz in die Richtung: „Das sind die neuen Rekruten, die müssen erst mal lernen, was es heißt, den Hintern aus dem Sessel zu kriegen.“

Das Camp der Seo-Legion selbst entpuppte sich als Ansammlung mehrerer Blockhütten, in der Mitte ein Lagerfeuer. „Wie bewirbt man sich bei Ihnen“, lautete meine erste Frage. Die Antwort war ein Lachen. „Bewerben? Wir halten Ausschau nach jungen Talenten und werben sie an. Wenn die hier eintreffen, glauben viele, wir halten ein paar Vorträge, servieren kühle Drinks und spendieren abends einen Döner“, berichtet der Ausbilder. „Aber den Zahn ziehen wir den Damen und Herren ganz schnell. Die lernen hier schon, was Disziplin und harte Arbeit sind.“ Kaum hatte er den Satz beendet, pochte die Ader an seiner Schläfe und hallte wenige Sekunden später ein markerschütternder Schrei über den Platz. „Greeetuuss, Hemd in die Hose und Mütze richtig auf.“ Der Rekrut rief, „Sir, jawohl, Sir“, ging auf den Boden und machte 15 Liegestütze. „Das nächste Mal kratzt Du den Gulliglibber aus der Latrine“, brüllte der Kommandeur. „Sir, jawohl, Sir.“

Der Rundgang durch das Lager war eher langweilig. Hütten mit schlichten Etagenbetten – in vielen davon waren Kuscheltiere zu sehen – Übungsräume und zwei Waschsäle. Auf dem Weg zum Lagerfeuer wies der Kommandeur auf eine Gruppe Seo-Rekruten. Sie liefen mit hochroten Köpfen hinter einer jungen Frau her „Die Jungs haben Sie eben gehört. Wenn die unsere Billy B. zum ersten Mal sehen, sabbern die gleich los. Doch das ändert sich ganz schnell. Die Frau haben wir von einem Schweizer, als Spezialistin für Adrenalin-Schübe. Die nimmt die Neuen richtig hart ran.“ Billy B. sah den Männern und Frauen nach, die zu den Duschen marschierten. „Geht doch“, sagte sie im Vorbeigehen.

Die nächste Station lag etwas außerhalb des Lagers der Seo-Legion. An einem Tisch saßen mehrere angehende Seo-Legionäre, dabei ein Ausbilder. „Der Link ist Euer bester Freund. Passt auf den Link auf, nehmt ihn mit ins Bett und haltet ihn sauber. Wer hier mit einem schmutzigen Link auftaucht, kommt auf die Nachbarinsel und darf so lange im Sand buddeln, bis er wieder abgeholt wird.“ Der raue Ton schien die Rekruten nicht zu stören. Der Kommandeur sah mir über die Schulter: „Wenn die hier fertig sind, bauen die einen guten Link in 15 Sekunden. Die Schulung am Link gehört neben der körperlichen Fitness und der Contentlehre zu den wichtigsten Bestandteilen in der Grundausbildung. Contentstunden dürfen wir Ihnen allerdings nicht zeigen.“

Viele Fragen konnte ich bis dahin nicht stellen. Es waren einfach zu viele Eindrücke und der Bleistift ratterte nur so über das Papier. „Können Sie mir ein paar Namen von Seos nennen, die als aktive Legionäre unterwegs sind?“ Das Kopfschütteln des Lageleiters sagte alles. „Namen sind Schall und Rauch. Hier waren viele. Ich erinnere mich an jeden einzelnen. Zwei von denen saßen jeden Abend am Lagerfeuer und träumten davon, einmal eine Seo-Radioshow zu moderieren. Echt nette Jungs, konnten allerdings auch nur mit Teddy im Arm einschlafen“, schwärmte der Kommandeur. „Dann war da noch einer, der alles fotografieren wollte. Ich glaube, wir haben dem elf Kameras abgenommen, von der dicken Spiegelreflex- bis hin zur selbst gebastelten Lochkamera. Ach, ein Seo-Monster hatten wir hier auch. Der lief abends immer rum und erschreckte alle.“ Der Mann hielt kurz inne. „Ja, die haben es alle geschafft.“

Die zwei Stunden waren schneller vergangen, als mir lieb sein konnte. Bevor es wieder zum Hubschrauberlandeplatz ging, erklärte mir der Kommandeur noch kurz die Aufgabe der Legion. „Wir bilden Einzelkämpfer aus, die späte jeder für sich tätig sind. Dass sie bei der Legion gelernt haben, wird keiner verraten. Unser Ziel ist einfach nur das Gleichgewicht der Kräfte. Daran arbeiten unsere Seos weltweit. Wer tief fällt, dem helfen wir nach oben, auch gegen den Widerstand der dunklen Seite der Macht.“ Das waren seine letzten Worte, bevor er sich verabschiedete. Vom Rückflug bekam ich dank Spritze nichts mit. Ich wachte am nächsten Tag im eigenen Bett auf, fand den Block und begann zu schreiben, über saubere Links, Billy B. und schwitzende Rekruten.

der-verschwundene-pagerank„Professor Jones?“ In der Tür zum Büro des Linkologen stand ein junger Mann, gekleidet in feinstem englischem Zwirn. Seo Jones drehte sich um und fragte gelangweilt: „Was kann ich für Sie tun? Kommen Sie rein und setzen Sie sich hin.“ Der junge Mann folgte der Bitte. „Mein Name ist Bobo Siem. Ich komme aus einem Dorf in einer entlegenen Region Indiens. Die Ältesten haben mich beauftragt, Sie um Hilfe zu bitten. Der Pagerank, der unser Dorf beschützt, wurde gestohlen.“ Das Interesse des Professors für Linkologie war geweckt. „Erzählen Sie weiter. Was ist das für ein Pagerank und was ist genau passiert?“

„Vor hunderten von Jahren haben unsere Vorfahren nach einem geeigneten Platz gesucht, um sich niederzulassen. Noch bevor sie auch nur eine Hütte bauten, errichteten sie einen Schrein zu Ehren der Göttin Goo, die für Zufriedenheit und Wohlergehen der Dorfbewohner sorgen soll. Seinerzeit wurden viele dieser Siedlungen gegründet. Der Sage nach erschien Goo wenige Tage später in zehn Dörfern und überreichte den Bewohnern einen Pagerank. Auf dem kargen Boden wuchsen daraufhin Pflanzen, die Tiere starben nicht mehr und die Menschen konnten in Frieden leben. Bis zu dem Tag, an dem die Sekte der Ilinkuminaten kam und der Pageranks habhaft werden wollte. Ihr Ziel war es, den großen Zehner-Pagerank zu bilden. Mit ihm lassen sich angeblich die Geschicke der Welt bestimmen. Einige Dörfer versteckten ihre Pageranks an sicheren Orten, andere ließen ihn außer Landes bringen. In drei Dörfern töteten die Ilinkuminaten alle Bewohner und nahmen die Pageranks mit. Der Mogul verurteilte die Mitglieder der Sekte daraufhin zum Tode. Unser Dorf blieb damals verschont und der Pagerank beschützte uns auch weiter. Bis vor wenigen Wochen. Der Pagerank ist weg. Die Quelle versiegte, die erste Kuh verendete. Wir glauben, die Sekte ist wieder aktiv.“

Seo Jones lehnte sich zurück. „Und wie kann ich Ihnen helfen? Ich bin Linkologe und von den Pageranks ist nur wenig überliefert. Sie sollen jeder für sich wirken. Wie wollen die Ilinkuminaten sie denn zu einem großen Pagerank verbinden?“ „Links“, lautete die knappe Antwort von Bobo Siem. „Es gibt spezielle, uralte Links, mit denen sich die zehn Pageranks kombinieren lassen. Es gibt zig Millionen Möglichkeiten, aber nur eine funktioniert. Sie sollen verhindern, dass die Bruderschaft die Lösung findet. Wir haben gesammelt, um die Flüge und die Spesen zu bezahlen. Helfen Sie uns?“ Der Professor überlegte nicht lange, schnappte sich seine Tasche und sagte: „Auf geht´s.“

Gemeinsam mit Bobo Siem reiste Seo Jones quer durch Indien, um zum Dorf zu gelangen. Dort erwartete den Professor ein Bild des Elends. Nur noch ältere Männer, Kinder und Frauen waren da, ausgemergelt und schwach. „Sie haben die jungen Männer geholt und gezwungen, für sie zu arbeiten“, berichtete der Dorfälteste. „Die Ilinkuminaten wissen, wo die übrigen Pageranks sind. Lange dauert es nicht mehr und sie haben alle zehn. Sie sind unsere letzte Hoffnung, Professor Jones.“ Müde von der langen Reise setzte sich der Professor und nahm sein Satellitentelefon. „Anna Lytics“, meldete sich eine säuselnde Stimme am anderen Ende Leitung. „Schauen Sie sofort im PC, was wir über die Ilinkuminaten haben.“ Wenige Minuten später, Seo Jones hörte nur das Klappern der Tastatur, erhielt er die gewünschte Information. „Nach dem, was hier gespeichert ist, soll Gandolf vom Berg die Sekte führen, ein Deutscher. Fakten gibt es keine.“

Zwei Tage lang blieb Seo Jones in dem Dorf und ließ sich alles über den Pagerank und die Ilinkuminaten erzählen. Dann machte er sich mit Bobo auf den Weg in die anderen Dörfer. Auch hier waren die jungen Männer geholt worden. Die Spur führte zu einem alten Palast. Der Professor bat den Hausherrn um ein Nachtlager für sich und seinen Freund. Beide wurden freundlich empfangen. Doch es lag etwas in der Luft. Überall standen Wachen. Bobo und Seo konnten keinen Schritt alleine machen. Sie wurden immer begleitet oder hatten das Gefühl, beobachtet zu werden.

In der Nacht versuchten der Professor und der junge Inder, sich ein Bild zu verschaffen. Sie überwältigten ihre Aufpasser, lockten eine der Wachen von einer der großen Eisentüren weg und verschafften sich Zutritt. Eine schmale Treppe führte nach unten, nur beleuchtet von wenigen Fackeln. Aus der Ferne waren Schreie und das Tuckern von Maschinen zu hören. Mit jedem Schritt stieg der Lärmpegel an. Als sie an der letzten Windung ankamen, sahen sie die jungen Männer. Sie mussten Gestein zerschlagen und zu einer Mühle bringen. „Los, es fehlt nur noch ein Pagerank. Dann könnt ihr Euch ausruhen.“ Ein bulliger Typ mit zotteligem Bart trieb die Burschen an. In dem Moment wurden Seo und Bobo von hinten gepackt. Sie waren entdeckt worden. Was danach passierte, wissen sie nicht mehr. Sie erinnern sich nur noch an einen Schlag auf den Hinterkopf.

„Guten Tag, Mr. Jones.“ Ein Mann im grauen Anzug kam zum Verlies. „Ich bin Gandolf vom Berg. Es ist nicht nett, dass Sie die Gastfreundschaft hier zum Schnüffeln missbrauchen. Aber gut. Wenn Sie schon einmal hier sind, können Sie uns auch helfen.“ Seo Jones war noch nicht ganz zu sich gekommen, als er von zwei Wachen in eine Halle geführt wurde. Neun Pageranks lagen auf goldenen Tischen, in einer Schale dutzende uralter Links. „Diese Links verbinden die Pageranks. Jeder hat Vertiefungen. Wir haben es noch nicht geschafft, eine Verlinkung herzustellen. Das ist jetzt ihr Job. Wenn Sie nicht sputen, wollen wir mal sehen, ob die Mühle nicht auch ihre Knochen zermahlen kann.“

Tag und Nacht saß der Professor über den Links und den Pageranks. Jeden einzelnen hatte er schon hunderte Male in der Hand und genau studiert. Dass er dabei einen Weg gefunden hatte, die Sekte auszuschalten, ließ er sich nicht anmerken. Nach fünf Tagen kam der Anführer und verlangte Ergebnisse. „Ich kann es schaffen, wenn ich den zehnten Pagerank habe.“ Gandolf vom Berg lachte laut auf. „Kein Problem, hier ist er. Es ist schon erstaunlich, wie man Menschen mit Peitschenhieben zu Höchstleistungen treiben kann.“ Seo Jones begann, fügte vorsichtig Links und Pageranks zusammen, bis ein Gebilde entstand, das nach wenigen Augenblicken zu leuchten begann und eine ungeheure Energie ausstrahlte. „Hier. Machen Sie damit was Sie wollen. Aber lassen Sie die Männer frei.“ Der Ilinkuminat stieß ihn beiseite. „Die bleiben hier, genau wie Du. Wir werden viele Helfer brauchen.“

Die gesamte Sekte der Ilinkuminaten versammelte sich im Saal, hielt sich an den Händen. Als ihr Führer den Zehnerpagerank berührte, durchströmte ihn und seine Kameraden eine tödliche Energie. Sie sackten zusammen und hauchten ihr Leben aus. Der Professor zerschlug die Verbindungen mit einem Stab, nahm die Links und Pageranks und suchte die jungen Männer aus den Dörfern. „Wir müssen hier weg“, rief er. „Es ist vorbei.“ Die Wachen hielten sie nicht auf. Der Bann, der auf ihnen lag, war gebrochen.

„Wie habt Ihr das geschafft?“ Diese Frage musste Seo Jones oft beantworten. Und er tat es gerne. „Auf den Links und den Pageranks war ein Hinweis versteckt, der vor zu viel Macht warnt. Eure Göttin Goo wollte offensichtlich lieber viele glückliche als ein mächtiges Dorf. Einige der Pageranks hätte man problemlos verbinden und sehr viel Kraft gewinnen können. Doch die Ilinkuminaten waren gierig und wollten alles. Das hat sie umgebracht.“ Bevor der Professor sich auf die Heimreise machte und verabschiedet, sprach er noch mit Bobo: „Pass auf deinen Pagerank auf und halte ihn in Ehren.“