seo-jones-und-der-goldene-link

Das Büro von Seo Jones sah aus wie immer. Überall im Zimmer lagen Notizen. Mit Karteikarten versehene Links aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte verstaubten in den Regalen und auf dem Schreibtisch stapelte sich die Post der vergangenen zwei Wochen. Der Professor für Linkologie war wieder einmal auf Reisen gewesen. Er hatte in den Katakomben Washingtons nach den letzten US-gov-Links gesucht und einige retten können. Nach seiner ersten Vorlesung an diesem Vormittag zu den Linkstrukturen der medi-adonischen Epoche machte er es sich bequem. Die Füße auf den Tisch gelegt, wollte er gerade in sein Brötchen mit zwei Zentimeter Nuss-Nougat-Creme beißen, als seine Assistentin, Anna Lytics, in den Raum stürmte. „Mr. Jones, hier ist ein Telegramm von Ihrem Vater, Sem Jones.“ Der Professor wäre vor Schreck fast vom Stuhl gefallen. „Können Sie nicht anklopfen“, knurrte Seo die junge Frau an und wischte sich die braune Creme von der Wange. Mit dem Telegramm machte er kurzen Prozess und riss es einfach auf. „Habe die entscheidende Spur – stopp – bin in Gefahr – stopp – alle Infos im braunen Umschlag – stopp – Papa.“ Der Professor verdrehte die Augen. „Der und sein goldener Link, das geht mir sowas von auf den Sa…“. Bevor er den Satz vollendete, korrigierte Seo Jones sich, „auf den Geist“. Anna Lytics schien verwirrt. „Was ist der goldene Link?“

Auf diese Frage hatte der Linkologe zwar nicht gerade gewartet, aber er antwortet. „Der goldene Link ist ein Mythos. Mit ihm soll man die Welt beherrschen und sich an die Spitze aller Rankings setzen können. Wenn selbst Typen wie Ernst von Dönecken ganze Bücher darüber schreiben und erklären, der goldene Link sei vom Planeten Googleos auf die Erde gebracht worden und hätte die erste Hochkultur geprägt, kann das nur Mumpitz sein. Jedenfalls suchen Forscher seit Generationen nach diesem Link. Selbst Seo, der Söldner, dem ich meinen Vornamen zu verdanken habe, soll ein Link-Jäger gewesen sein.“ Während Seo Jones erzählte, wühlte er auf seinem Schreibtisch. „War bei dem Telegramm ein Brief? Hier steht was von braunem Umschlag.“ Anna Lytics schüttelte den Kopf. „Nee, die Post von heute liegt schon auf Ihrem Tisch.“ Innerhalb von wenigen Minuten flog Umschlag für Umschlag in die Ecke, bis ein altes, abgewetztes Kuvert zum Vorschein kam. „Da haben wir es.“ Seo öffnete den Umschlag und hielt die alte Kladde seines Vaters in Händen. „Hier hat er alles notiert, was er zum goldenen Link weiß. Dann muss wirklich was passiert sein“. Jones blätterte in den letzten Einträgen und rief seiner Assistentin, die schon wieder im Vorzimmer saß, zu: „Buchen Sie mir einen Flug nach Mittelamerika.“

36 Stunden später hockte Seo Jones in einer Bar in einem Dorf, dessen Namen man auf keiner Landkarte finden würde. Hier wartete er bei einem lauwarmen Bier auf seinen Bekannten, Mini Vip. Der schnauzbärtige Mann hatte einen siebten Sinn für Links und war dem Professor schon mehrmals hilfreich zur Hand gegangen. „Hallo Seo“, schallte es vom Eingang. Jones drehte sich um und sah Mini, mit einem roten T-Shirt und einer Kamera um den Hals. „Du kannst es auch nicht lassen, was? Immer den Finger auf dem Auslöser.“ Seo freute sich, seinen alten Kameraden wieder zu sehen, kam aber gleich zur Sache. „Hast Du was von meinem Vater gehört?“ Mini setzte sich hin, lehnte sich zu Seo herüber und flüsterte: „Er war hier, in Begleitung von Linkwoman. Kurz nach den beiden kamen dunkle Gestalten in die Stadt.“ Mini Vip drehte sich um, als hätte er Angst, ein Fremder könnte seinen Worten lauschen. „Der chinesische Kreis mit dem Namen „Die blaue Pille“, russische Linkhändler und das Casino-Kartell haben Sem und die Frau verfolgt. Ich glaube die Russen halten die beiden in ihrem Versteck gefangen.“

In der Nacht erreichten Seo und Mini die Festung der Linkhändler. Sie schafften es, über die Mauer auf das Gelände zu gelangen und von dort durch ein Kellerfenster in das Haus. Viel Zeit blieb ihnen nicht. Lange suchen mussten sie ohnehin nicht. Das laute Schnarchen von Sem Jones führte sie direkt zum Gefängnis. Während Seos Vater in Ruhe schlief, bekam Linkwoman kein Auge zu. Sie waren mit Ketten an die Wand gefesselt. Ein paar gezielte Schläge mit dem stabilen Fotostativ von Mini Vip lösten die Steine um die Verankerung. Den Rest erledigten ein schwerer Hammer und eine Metallsäge, die sie in der Werkstatt fanden. „Junior, wir müssen uns beeilen. Sonst holen sich die Russen den goldenen Link und alles ändert sich.“ Seo Jones verdrehte die Augen. „Ich heiße Seo, Vater, nicht Junior. Merk‘ Dir das.“ Doch Sem hörte gar nicht zu, sondern zog seinen Sohn hinter sich her.

Zwei Tagesmärsche waren sie unterwegs, als sie vor einer Höhle ankamen. Von den Russen war nichts zu sehen. „Denen habe ich den falschen Weg genannt“, lachte Sem Jones. In dem Moment sprang ein junger Bursche vor die Höhle. „Du kommst hier net rein“, sagte er und zeigte stolz sein Steinschlossgewehr. „Wieso sprichst Du unsere Sprache?“ Seo wunderte sich über das Auftreten des Mannes. „Meine Eltern haben mich in Deutschland studieren lassen. Da habe ich als Türsteher mein Geld verdient. Kommst trotzdem nicht hier rein.“ Angesäuert holte Seo Jones aus und schlug dem Wächter voll auf die Zwölf. „So viel zu Türsteher und Du kommst hier net rein, Du Pfeife.“ Die Gruppe um Sem und Seo wagte den Einstieg in die Höhle.

Mit Taschenlampen sorgten sie für ein wenig Licht. Sieben Spamfallen, die zentnerweise Steine hätten in die Gänge fallen lassen, mussten sie umgehen, bis sie vor einer Tür standen. Gesichert war sie mit einem Schloss, bei dem Symbole in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen. „Hast Du meine Kladde Junior?“ „Seo, Vater, ich heiße Seo. Hier hast Du Dein altes Heft.“ Sem Jones blätterte ein wenig und begann, Symbol für Symbol zu verschieben. „Erst das Zeichen für G, dann O, noch ein O, ein G, ein L und ein E“, murmelte der Vater von Seo. „Du glaubst doch nicht wirklich an die Geschichte mit Googleos“, fragte der Linksucher. „Doch, Du sieht doch. Die Tür ist auf.“

Hinter ihr wartete ein großer Raum, voller Links. Einer schöner als der andere. Einige zuckten, aus anderen stieben Rauchwolken empor. „Welcher ist denn nun der echte Goldene?“ Linkwoman berührte einzelne Exemplare, traute sich aber nicht, sie aufzuheben. „Er soll wunderschön, aber auch schlicht sein“, erzählte Sem Jones und ging zielstrebig auf einen kleinen Link zu, der wie ein G verformt war. „Das ist er.“ Doch als der Mann den Link aufheben wollte, begann die Höhle zu vibrieren. Steine fielen von der Decke. „Wir müssen hier raus“, rief Mini Vip. Sem Jones versuchte weiter, den goldenen Link zu nehmen. „Vater, lass‘ den Link. Lauf um Dein Leben.“ Seo packte seinen Vater am Arm und riss ihn beiseite, ehe ein Steinbrocken ihn zerquetscht hätte. „Los jetzt, der Link ist verloren.“ Vor der Höhle nahm Sem Jones seine Kladde, zerriss sie. „Das war´s. Ich weiß, dass es den goldenen Link gibt und niemand anders ihn für seine Zwecke missbrauchen kann. Schade eigentlich, ich hätte gerne gewusst, wie es ist, ganz oben zu sein.“ Seo lachte: „Bei mir stehst Du immer an erster Stelle.“

Quellangabe: Titelbild designed vom Bild-Artisten&Optimierer Martin Mißfeldt.

seo-jones-backlink-des-todes „Ein guter Backlink ist immer perfekt an seine Umgebung angepasst.“ Seo Jones schrieb auf die grüne Tafel im großen Hörsaal ein „A“ nach dem anderen. „Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Blatt voller A-s, in verschiedenen Schriften und Farben. Ein Backlink in Form eines Z würde hier sofort auffallen. In der nächsten Stunde erkläre ich Ihnen dann, wie sie gute Backlinks finden. Vergessen Sie bitte nicht, Ihre Hausarbeiten auf den Tisch zu legen.“ Der Professor für Linkologie hasste die Grundkurs-Vorlesungen, ebenso die Korrektur der Klausuren. Deshalb setzte er sich sofort in sein Büro, um einen Blick auf die Machwerke zu werfen. Schon nach wenigen Minuten fluchte er: „Die würden nicht mal Links in einem Webkatalog finden.“ Unterbrochen wurde seine Arbeit vom Signalton, den sein Notebook bei eingehenden Mails von sich gab.

Eine E-Mail mit anonymem Absender befand sich im Posteingang. Der Betreff: „Es ist soweit.“ Angefügt waren zwei eingescannte Zeitungsartikel. In beiden ging es um aufstrebende Firmen, die von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden waren. Unterschrieben war die Nachricht mit UT. „United Theos, das kann nicht sein.“ Jones sprang auf und rannte in die Bibliothek. In der hintersten Ecke, wo die Birne schon seit Jahren flackert, fand er das Buch. Es war alt, zerfleddert und durch hunderte Hände gegangen. Der Linkologe blätterte ein wenig und fand, was er suchte. Vor Ewigkeiten soll ein Backlink des Todes ganze Dynastien zu Staub und Sand verfallen lassen haben. Dahinter steckte die geheime Bruderschaft der United Theos. Sie hatte den Link aus einer anderen Dimension beschworen, um die Welt zu beherrschen. Erst Druiden schafften es, den tödlichen Link zu entzaubern. Als Warnung schufen sie eine Sandbox aus purem Gold, gefüllt mit dem Staub aller Reiche, die vernichtet worden waren.

Seo Jones grübelte. „Wie kann das sein? Der Backlink des Todes soll den Aufzeichnungen zufolge für tausend Ewigkeiten unauffindbar und die Bruderschaft zerschlagen sein.“ Die Nachrichten aus der E-Mail und die Geschichte der Druiden beschäftigten den Professor den gesamten Weg bis hin zu seinem Auto. Erst ein Umschlag, der hinter dem Scheibenwischer steckte, riss ihn aus seinen Gedanken. „Sie müssen die Bruderschaft stoppen. Sonst ist alles aus.“

Am nächsten Tag rief Seo Jones seine Assistentin Anna Lytics zu sich. „Suchen Sie mir alle Informationen zur Bruderschaft der United Theos sowie Firmen und Gesellschaften, die auf unergründliche Weise nicht mehr existieren“. Er selbst begab sich wieder in die Bibliothek. Stundenlang wälzte er teils noch handschriftlich verfasste Werke. Ein Hinweis besagte, die Formel der Druiden sei auf einer Pergamentrolle notiert worden. Nur mit ihr könne man den Backlink finden und unschädlich machen. Seo nahm sein Handy und wählte. Nach einigen Sekunden meldete sich die vertraute Stimme von Harry Otter, der weniger an Links denn an der Magie interessiert war. „Ich brauche Deine Hilfe. Es geht um eine Pergamentrolle. Die von den Druiden. Du weißt schon.“ Stille am anderen Ende der Leitung. „Du hast es also auch gehört. Die Rolle soll nach Afrika gebracht worden sein und dort unter einem heiligen Baum liegen. Treffen wir uns in Nairobi.“

Zehn Tage waren Seo und Harry unterwegs. Sie folgten den Hinweisen weiser Männer, Schamanen und Schwarzmagier. Auf ihrer Reise fanden sie viele heilige Bäume. Sie wollten noch einen Versuch starten. Doch ihr Fahrzeug war in der Nacht in Flammen aufgegangen. „Die Brüder wissen, dass wir hier sind“, sagte Seo. Er lieh sich einen altersschwachen Jeep und fuhr alleine zum besagten Baum, weil sein Freund sich nicht wohl fühlte. Der heilige Baum wuchs anders als die übrigen Pflanzen auf einem Felsen, der mit Zeichen übersät war. Jones erkannte sie und fand die Rolle. Um sie in Sicherheit zu bringen, rief er Harry von unterwegs aus an und schickte ihn zum Flughafen. Sie nahmen die nächste Maschine, die Papyrusrolle gut verstaut im Rucksack des Professors. Harry hatte sie noch nicht zu Gesicht bekommen, war seit dem Fund aber sehr ruhig geworden.

Der Flug war anstrengend. Keiner von beiden hatte ein Wort gesprochen. Erst jetzt, im Büro von Seo Jones, brachen sie das Schweigen. „Wir müssen die Rolle übersetzen und den Link finden“, flüsterte Harry. Das wäre einfach gewesen, gäbe es ein Lexikon oder Wörterbuch zu den Symbolen der Druiden. Die wenigen Fragmente, die Forscher im Laufe der Jahrhunderte entschlüsselt hatten, mussten reichen. Die ganze Nacht über stritten Seo und Harry über die Bedeutung einzelner Zeichen. Es gab zu viele Möglichkeiten, sie zu lesen. Sie benötigten zwölf Stunden, bis sie sich auf eine Lösung einigten. Ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Für den Ritus musste es Nacht und Vollmond sein. Die Rolle schlossen sie im Tresor der Universität ein und ließen zwei Wachmänner patroulieren.

Das Mondlicht warf Schatten, die über die Regale und den großen Tisch in Seo Jones‘ Büro tanzten. Nur einige Kerzen flackerten und erhellten einen Kupferkessel, aus dem faulig stinkende Schwaden empor stiegen. Der Magier und der Linkologe beschworen den Backlink des Todes. Mit jedem Satz brodelte die Mischung in dem Kessel mehr. Es stank und ein greller Lichtstrahl erschien. In ihm, wie auf einer Wolke schwebend, sahen die beiden den Link. Er funkelte in allen Farben. Harry griff zu. „Jetzt habe ich Dich und die Welt gehört mir.“ Seo starrte seinen Freund an, der wie von Sinnen schien. „Ich habe Dich auf die falsche Fährte gelockt. Du warst so dumm und hast alles geglaubt. Dabei solltest Du mir nur helfen, endlich den Link zu finden, den ich seit Jahren suche. Meine Urahnen waren in der Bruderschaft und wurden hart dafür bestraft. Jetzt nehme ich Rache.“ Der erste Hieb mit dem Backlink verfehlte Seo nur knapp. Geschmeidig wie eine Katze rollte sich der Professor ab und landete auf dem Rücken. Harry schien übermenschliche Kräfte zu haben. Er stand über Seo und wollte erneut zuschlagen. „Jetzt sehen wir gleich, ob Du zu Sand wirst.“

Just in dem Moment wurde die Tür zum Büro geöffnet. Anna Lytics stand dort mit einer grellen LED-Taschenlampe. „Hallo, Mr. Jones? Ich habe noch Licht gesehen und wollte nur sagen, dass ich nichts zur Bruderschaft gefunden habe.“ Als sie die Situation erfasste, blieben ihr die Worte weg. Immerhin hatte sie Harry abgelenkt. Als sie ihn dann auch noch mit der Taschenlampe blendete und er den Backlink des Todes fallen ließ, griff Seo Jones geistesgegenwärtig zu. Er berührte mit dem Link das Bein seines Ex-Freundes. Der Magier schrie auf. Bis auf ein Häufchen Sand blieb nichts von ihm übrig. „Danke, Anna. Sie haben mir das Leben gerettet.“ Die Assistentin war blass, keifte aber gleich los: „Den Dreck machen Sie weg und lüften Sie mal.“ So schnell in die Realität zurückgeholt zu werden, ließ auch Seo in sich zusammensacken. Nach einigen Momenten nahm er den Link und warf ihn in den Kupferkessel. Ein Jaulen hallte durch den Raum. Der Link löste sich vor seinen Augen auf und verschwand. Das Pergament landete wenig später im Kamin. „Damit dürfte die Gefahr vorerst gebannt sein“, murmelte Seo, ehe er sich ein Gläschen Scotch gönnte.

[Titelbild designed by Martin Mißfeldt]

180-seoklitsche-gerald-steffensMarcell Sarközy (Seodeluxe) hat vor einigen Wochen seine Linkbait des Jahres Aktion angekündigt und Dutzende von SEOs und Webmaster um Sprüche, Skills und Fotos gebeten. Sinn und Zweck der Aktion wurde natürlich nicht verraten, um die Spannung zu erhöhen. Das hat gut geklappt, den Spekulationen wurden Haus und Tor geöffnet 🙂

Am Montag, den 24.08.2009, hat Marcell dann die Katze aus dem Sack gelassen und die Online Marketing Generals (OMG) der Öffentlichkeit vorgestellt. OMG ist ein Sammel-Kartenspiel, bei dem Online Marketer mit ihren Skills gegeneinander kämpfen, um das Internet zu beherrschen. Damit ist der Linkbait des Jahres eigentlich auch schon zuende.

Obwohl ich kein großer Fan von derlei Kampfspielen bin, finde ich die Karten selber sehr gelungen. Man kann die Sammelkarten bei Seodeluxe im 60 Karten Starterdeck (Zufallsmischung) für 19 EUR (inkl. Versandkosten) erstehen, es kann aber auch die eigene Trading Card für 3 Eur (inkl. Versandkosten) erworben werden. Ich hatte auf jeden Fall die Ehre in meiner Position als Geschäftsführer der Seoklitsche dabei sein zu dürfen. Links oben seht ihr meine Karte, weitere Seos könnt ihr dann bei OMG bewundern.

Vor wenigen Tagen wurden mir ein paar geheimnisvolle Texte zugespielt, deren Inhalt ich erst noch prüfen lassen muss, um sicher zu gehen keinem Scharlatan aufgesessen zu sein. Es handelt sich um drei Geschichten von Seo Jones, dessen Name nicht von ungefähr an den berühmten Abenteurer und Archäologie-Professor Indiana „Indy“ Jones erinnert. Seo ist Gerüchten zufolge sein unehelicher Sohn, gezeugt in einer Vollmondnacht während eines PageRank Updates. Der Name der Mutter soll “Googela vom Mountainview” gelautet haben.

Wie auch immer, die Texte lesen sich spannend und ich beabsichtige daher, sie in Kürze der SEO.de Lesergemeinde zur Begutachtung vorzulegen. Natürlich nur dann, wenn echtes Interesse an den Geschichten besteht. Die drei Titel kann ich euch ja schon mal verraten:

  1. Seo Jones und der goldene Link
  2. Seo Jones und der Backlink des Todes
  3. Seo Jones und der verschwundene Pagerank

Ob die Geschichten irgendwann auch mal verfilmt werden und Seo Jones in die Fußstapfen seines berühmten Vaters treten kann, das steht derzeit noch in den Sternen.

Eine arbeitsreiche Nacht neigt sich dem Ende zu. Es ist 4.26 Uhr. Siegmund K., Suchmaschinenoptimierer, Hobby-Affiliate und Streichholzschiffsmodellbauer, macht Feierabend. Er schaltet die drei 21-Zoll-Monitore, den Rechner, das Notebook und die Stromsparleiste ab, leert den Mülleimer mit 21 Kaffeepads und zwei Beuteln Kräuter-Tee „Kirscharoma“, schlüpft in seinen bequemen Nickischlafanzug und legt sich vorsichtig neben seine leise schnarchende Frau. Geschätzte 237 Schäfchen später kommt das Sandmännchen und Siegmund schläft den Schlaf der Gerechten.

„Tagchen Siggi, ich darf doch Siggi sagen, ich bin Leo, Leo Spamkoviak.“ Siegmund weiß gar nicht wie ihm geschieht. Er sieht sich um und sitzt inmitten eines wahren Plüsch- und Glitter-Rausches, beleuchtet von einigen mit roten Tüchern verhangenen Sparbirnen. Er nimmt die Visitenkarte, auf der neben dem Namen und einer Handynummer nur Lude, Lebemann und handschriftlich daneben Financier steht. „Freut mich, dass Du Zeit hast.“ Leo, das Hemd vier Knöpfe weit offen, drei Goldkettchen um den Hals, mit sechs Ringen an den Fingern und vier sichtbaren Goldzähnen, plappert munter weiter. „Hab´ Dir ja schon gesagt, worum es geht. Sollst dafür sorgen, dass die Leute wie verrückt auf meine Seite klicken. Papa braucht neue Puschen, verstehst schon. Viel haste da nicht mehr zu tun. Habe ordentlich vorgearbeitet.“

Der Seo fragt vorsichtig: „Was ist das denn für eine Seite?“ Leo setzt sich hin und erzählt: „Nachdem mein Kredit-Außendienstmitarbeiter jetzt gesiebte Luft atmet, ist die Privatkreditsparte etwas ins Stocken geraten. Dabei hat Ivan dem Kunden nur die Hand geschüttelt. Dass dabei zwei Finger brechen, kann ja mal passieren.“ Zum unguten Gefühl in Siegmunds Magengegend gesellt sich langsam ein Kloß im Hals. Spamkoviak bemerkt die Schweißperlen auf der Stirn seines Gastes gar nicht. Er ist ganz in seinem Element. „Jetzt will ich umsatteln auf Internet. Irgendwie muss der Rubel ja rollen. Adresse habe ich. Leos Kreditstüberl Punkt de. Das weckt Vertrauen, das ist wichtig bei Krediten.“

Siegmunds Hirn würde am liebsten auf lautes Lachen schalten. Die Angst, nachher mit Gips am Finger im Krankenhaus aufzuwachen, überwiegt aber. „Sie wollen also Kredite vermitteln?“, hakt der Seo nach. „Kannst ruhig Du sagen, sind ja quasi Partner. So ist das. In Krediten hat schon mein Alter gemacht. Aber die Geschäfte laufen nicht so gut. Da muss man mit der Zeit gehen und aufs Internet setzen. Aber wem erzähle ich das.“ Leo grinst breit. „Du bist schließlich der Profi. Ich habe die Adresse, Texte und das Design. Alles für ein paar Euro. Die Leute wissen gar anscheinend gar nicht, was ihnen da für Schnäppchen durch die Lappen gehen.“ In Siegmunds Kopf dreht sich derweil alles nur darum, ob der Beitrag für die Lebensversicherung gezahlt ist.

„Dann erzähl mal, was Du alles hast“, bittet Siegmund mit zittriger Stimme. Leo lehnt sich zurück, lässt einen fahren – „entschuldige, aber hier muss alles raus, was keine Miete zahlt“ – und sagt: „Erst mal habe ich einen Texter angerufen. Der erzählt mir einen vom Pferd und unique Content. Dem habe ich was gehustet. Unique brauch´ ich nicht. Habe hier schon ´ne Monique und die gehört nicht gerade zu den besten Pferden im Stall, wenn Du weißt, was ich meine. Als ich dem erkläre, ich will einfach nur ein paar Kredittexte und wissen, was das kostet, kommt der mir mit irgendwas von ein paar Euro pro so und so viel Zeichen. Der tickt wohl.“ Leo haut sich mit dem Zeigefinger an die Stirn. „Die Texte habe ich dann ersteigert. Komplettes Kreditprojekt, nur ein Euro. Hat wohl kein anderer gefunden. Sonst wär‘ das bestimmt teurer geworden. Dazu noch ein hübsches Flash-Layout für einen Euro – da war ich mal wieder ein echter Glückspilz – und fertig ist die Seite.“

Leo Spamkoviak schnappt sich sein Notebook und während das Betriebssystem hochfährt, erklärt er in aller Seelenruhe: „Hat dann alles der Junge von unserer Chantal hier fertig gemacht. Dafür darf er mal in der Umkleide spicken – sag das bloß nicht der Mama, das gibt sonst mächtig Ärger. Die Seite ist richtig gut geworden. Schön bunt, alles animiert. Da klicken die fast wie von selbst.“ Als Leo sein Notebook so dreht, dass auch Siegmund etwas sehen kann, steht der Seo schon nach wenigen Sekunden kurz vor einem epileptischen Anfall. Flash in Reinkultur, Neonfarben und in 72 Punkt Lettern ständig blinkend „Kredit hier abschließen. Gut und günstig.“ „Das fetzt, was?“, ist Leo begeistert, „alles für weniger als zehn Euro. Internet ist schon klasse.“

Mit vom Farbgewirr tränenden Augen überlegt Siegmund, wie er möglichst diplomatisch erklären kann, dass die Seite Schrott ist. Da unterbricht Lude Leo seinen Gedankengang. „So, Siggi, Du sollst jetzt massig Besucher auf die Seite bringen. Irgendwie mit Google und so. Ich denk mal, in einer Woche brummt der Counter. Ist bei der Seite doch ein Klacks. Mehr als einen Fuffi und vielleicht ein Fläschchen französische Prickelbrause kann das doch nicht kosten, oder?“ Das Goldzahn-leuchtende Grinsen von Leo zeigt, dass er in Gedanken schon die Kontoauszüge überprüft und auf hohe Provisionen hofft. „Ich gehe mal von so 100 Abschlüssen die Woche aus“, rechnet Leo grob vor, „bald sind Ferien und irgendwie muss ich den Laden ja am Laufen halten.“

Siegmund verspürt nur noch den Drang, zu schreien. Als er eine warme Hand an seiner Wange spürt, öffnet er die Augen und sieht seine Frau. „Wer zum Teufel sind Chantal und Monique? Und wieso schreist Du im Schlaf? Hast Du wieder zu viel von dem Grauburgunder getrunken? Ich habe Dir doch gesagt, Du sollst abends die Finger vom Alkohol lassen. Übrigens: Heute Nachmittag hat ein Leo Spamkoviak angerufen. Ganz netter Typ. Der hat einen Auftrag für Dich.“

Zu einer Zeit, da die Menschen nichts mehr fürchteten als von Räubern mit schartigen Messern niedergemetzelt zu werden, erzählten die Dorfältesten überall im Land die Geschichte von Seo, dem Söldner. Während die Eltern auf dem Feld oder in der Werkstatt ihr Tagwerk vollbrachten, saßen die Jungen und Mädchen, die noch nicht alt genug waren, um mit ihrer Hände Arbeit zum Einkommen beizutragen, auf dem Dorfplatz und lauschten gebannt den Worten der weisen Frauen und Männer. Sie hatten die Geschichte von ihren Eltern und Großeltern gehört, die wiederum von ihren Vorfahren. Und obwohl schon eine halbe Ewigkeit vergangen war, gehört Seo immer noch zu den Helden im Land, das von Königin Googela in eine neue Ära geführt wurde.

Googela war das einzige Kind des Königs und musste nach dessen Tod schon früh lernen, ein ganzes Reich zu beherrschen. Die Verspieltheit eines jungen Mädchens und der Wunsch, alles möge nur zu ihrem Gefallen geschehen, waren Charaktereigenschaften, die es den Untertanen nicht leicht machten. Wer die Gunst der Königin verlor, wurde verbannt. An den Rand des Reiches, der von den Menschen als Sandkasten gefürchtet wurde. Steine und Sand ließen den Verstoßenen kaum eine Chance, eine neue Existenz anzubauen. Wenige schafften es und warnten alle und jeden davor, jemals die Königin zu verärgern.

Eines Tages, als es Googela zu langweilig wurde, ersann sie ein Spiel. Jedes Dorf sollte sich etwas einfallen lassen, um die Königin zu erfreuen. Möglichst so, dass überall im Land darüber geredet wird. Sie ließ ihre Hofmaler eine große Tafel anfertigen und Schilder mit den Namen der Dörfer. In welcher Reihenfolge die Dörfer auf der Tafel angebracht wurden, entschied ganz alleine Googela. Wer sich besonders viel Mühe gab, sollte ganz oben stehen. Die Dörfer, die in ihren Augen versagten, landeten ganz unten. „Ranking“ nannte sie das System. Die Idee dazu kam ihr beim Blick auf das Efeu, das an ihrer Burg rankte. Nur die kräftigen Pflanzen schafften es bis zur höchsten Turmspitze. Doch es war nicht nur ein Spiel: Die Steuer wurde nach dem Rang auf der Tafel festgelegt. Wer auf den unteren Plätzen landete, dem blieb kaum genug zum Leben.

Um nicht selbst durch das Land reisen und sich mit dem niederen Volk abgeben zu müssen, ernannte sie Boten. Sie sollten sich in den Dörfern umsehen und hören, was über die Anstrengungen anderer Dörfer erzählt wurde, um ihr dann später Bericht erstatten zu können. Wie viele dieser Boten es gab, wussten nur wenige. Sie wurden von der Königin als Bots bezeichnet – eine ihrer kleinen Wortspielereien. So machten sich die Dörfer ans Werk, der Königin zu gefallen, und die Bots auf die Reise. Sie berichteten Googela von Holzfiguren, die das Antlitz der Majestät zeigen, von prächtigen Gärten, von Gemeindehäusern zu Ehren der Königin. Die reichen Dörfer übertrumpften die armen und standen im Ranking sehr schnell vorne. Das ärmste Dorf, Pegusia, hatte es gerade einmal geschafft, eine Strohpuppe zu basteln. Niemand in den umliegenden Gemeinden hatte etwas davon mitbekommen oder darüber erzählt. So fiel auch der Bericht der Bots sehr mager aus und die Strafe folgte in Form des Zweiten, der höchsten Steuer, die je bezahlt werden musste.

So vergingen Wochen und Monate. Pegusia, gebeutelt von der Steuer, blieb auf dem letzten Platz. Da bot ein Mann seine Hilfe an. Sein Name war Seo. Er arbeitete als Söldner. „Wir haben doch gar nichts, was wir Dir bieten könnten“, waren die Menschen verunsichert. Sie fürchteten den Mann, der das Spiel von Googela für sie gewinnen wollte. „Ich nehme die Hälfte von dem, was Ihr weniger an Steuer zahlen müsst“, lautete sein Angebot, „Ihr könnt also nichts verlieren, müsst aber meinen Anweisungen folgen.“ Die Menschen von Pegusia ließen sich auf den Handel ein.

Schon am nächsten Tag rief Seo alle Dorfbewohner zusammen. „Bindet bunte Stofffetzen an die Bäume, Hecken und Häuser. Überall sollen sie zu sehen sein.“ Die Älteren waren erzürnt: „Wir vertrauen einem Wahnsinnigen, einem Querdenker. Was sollen uns bunte Fetzen helfen?“ Seo wartete ab, bis sich die Menge beruhigte. Er wusste, dass es schwer sein würde. Der Söldner blickte den Aufrührern tief in die Augen. „Habt Ihr eine bessere Idee? Wo steht Ihr denn jetzt? Ganz am Abgrund. Also fangt an oder jagt mich aus dem Dorf.“ Drei Stunden später flatterten überall bunte Fetzen, besonders an den Wegen, die zum Dorf führten. Reisende erzählten davon, in den anderen Dörfern lachte man über Pegusia ob der Lumpen im Gestrüpp. Die Bots spitzten ihre Ohren und machten sich ein Bild von dem farbenfroh geschmückten Bäumen und Häusern: „Majestät, Pegusia ist in aller Munde.“ Googela nahm die Tafel mit dem Namen des Dorfes und setzte sie zwei Positionen nach oben. Die gute Nachricht erreichte Pegusia schon am nächsten Tag.

Seo hatte viele Ideen und die anfänglichen Zweifel verflogen langsam. Er ließ die Kinder ein Lied singen. Ein Lied zu Ehren von Googela. Damit alle es hörten, luden die Dorfbewohner die Nachbarn ein und schlachteten für das Fest zwei Schweine. Die nächsten Wochen hörte man überall nur von dem Gelage und dem Lied. Das entging auch den Bots nicht. Pegusia war plötzlich nicht mehr das kleine Dorf, das niemanden interessierte, sondern stieg Platz für Platz im Ranking. Auch die neuen Wegweiser, die Seo von den Handwerkern aus Pegusia in den anderen Orten aufstellen und bezahlen ließ, verfehlten ihre Wirkung nicht.

Die Konkurrenz merkte alsbald, dass sie mehr unternehmen musste. Auch sie stellten Hinweisschilder auf, luden zu Spielen und Feiern. Es war ein steter Wettstreit, der von vielen fair geführt wurde, wenngleich es um die Steuer ging. Seo, der Söldner, war dabei vielen ein Vorbild. Hatte er es doch geschafft, Pegusia aus der Bedeutungslosigkeit zu reißen.

Einigen Dörfern ging es nicht schnell genug, näher an die Spitze von Googelas Ranking zu kommen. Sie versuchten mit aller Gewalt, von sich Reden zu machen. Das gelang ihnen auch, aber nicht mit dem erhofften Erfolg. Sie schickten Artisten aus dem weit entfernten Königreich Spamburia in die übrigen Dörfer. Nur gefiel es den Menschen schon nach kurzer Zeit nicht mehr, wenn Clowns mit gekochten Schinken jonglierten und sie jeden Tag von der Arbeit abhielten. Als sich dann auch noch herausstellte, dass die Spamburianer die Dörfer beraubten, hörten die Bots nur noch Schlechtes über den Ort, der die Artisten beauftragt hatte. Googela war empört und schickte alle Bewohner des Dorfes in den Sandkasten – eine schlimmere Strafe als die hohe Steuer.

Das Ranking und die täglichen Berichte ihrer Bots machten der Königin Spaß. Sie erheiterte es, wie sehr sich die Dörfer bemühten. Das sollte belohnt werden. Die Steuer wurde nicht mehr davon abhängig gemacht, an welcher Stelle ein Dorf stand, sondern war für alle gleich. Der Sandkasten als Strafe für unfaires Spiel blieb. Als der königliche Beschluss in den Dörfern verlesen wurde, hallte ein Jubelschrei über das gesamte Land. Seo, der Söldner war inzwischen ein gefragter Mann. Er half vielen Dörfern, sich im Ranking von Googela zu verbessern. Schließlich brachte ein guter Platz mehr Besucher und damit mehr Geld für das Dorf.

„Ihr seht, Seo hat uns auf den richtigen Weg gebracht und viele Dörfer von der Last hoher Steuern befreit“, schlossen die Dorfältesten die Geschichte von Seo, dem Söldner. Auf die Frage, wie er es denn angestellt hat, antworteten sie mit einem Lächeln: „Das weiß keiner. Seine Strategie hat er niemandem verraten, sondern immer nur wenige Hinweise gegeben. Sie werden von seinen Schülern wie ein Schatz gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben.“

Abakus Pubkonferenz 2009

Alle Jahre wieder veranstaltet Abakus Internet Marketing seine schon legendäre Abakus Pubkonferenz. Ursprünglich als Hauptprogramm im Keller des Irish Pubs “Jack the Ripper” gestartet, hat sich die Pubkonferenz im Laufe der Jahre zum Abendprogramm für die SEMSEO Konferenz entwickelt. Immer größere Besucherströme erfordern auch immer größere Räumlichkeiten und immer umfangreichere Unterhaltungsprogramme. Und so ging es in diesem Jahr auf der Abakus Pubkonferenz spektakulärer zu als in den Jahren zuvor.

Für mich gings am frühen Nachmittag los. Von meiner Frau zum Gütersloher Bahnhof chauffiert, von dort in einer Stunde nach Hannover gerailed, dann 5 Minuten Richtung City gewandert und mich mit genau jenen Kollegen zum Kaffee-Umtrunk getroffen, mit denen ich schon im Jahr zuvor den Auftakt bestritten hatte. Thorsten Gervers, Fabian Brüssel und Ralf Henn:

Thorsten Gervers Fabian Brüssel Ralf Henn

Nach einem kurzen Kaffee-Plausch ging es dann geschlossen in Richtung HBX Stadtbrauerei, dem Ort des eigentlichen Geschehens. Vorbei an den Türwächtern, rein zum Empfang.

HBX Stadtbrauerei

Nach der Nemenskontrolle und dem Erhalt der Namenschilder war dann der Weg frei zum Abendprogramm. Noch war alles ruhig. Die ersten Gäste hatten sich an die Tische verteilt,

freundliche EmpfangErste Gäste (Mario Witte, ??, Stefan Wiegard, Markus Ostertag)

einer der Zeichner hatte mit dem Portraitieren des ersten Freiwilligen begonnen und der Aufbau der Coyote Ugly Bühne ging seinem Ende zu.

ZeichnerFabian Brüssel und Marcus Mediadonis Tandler

Frank Hennlein Als einer der ersten SEO-Allstars schneite dann Marcus “Mediadonis” Tandler auf einen 15 Sekunden Schwatz herein. Doch nicht nur All-Stars waren zu sichten, mit Frank “Firestarter” Hennlein war auch ein echter SEO-Altstar nach Jahren der Abstinenz wieder in der SEO-Öffentlichkeit aufgetaucht. Ich hatte mir zwischenzeitlich einen Tischplatz gesucht, meine Fototasche abgestellt und meine graue Esprit Kapuzen-Sweatjacke über eine Stuhllehne gehängt, weil ich aufgrund der schwülen Luft schon leicht ins Schwitzen kam. Und wenn ihr euch jetzt fragt, warum geht der alte Laberkopf hier so ins Detail, dann hat das einen einfachen Grund. Am Ende des Abends war meine Sweatjacke doch tatsächlich verschwunden und ich musste den Heimweg leichter bekleidet antreten als ich gekommen war. Wenn zufällig jemand wissen sollte, wo das Teil abgelieben ist, dann soll er/sie sich bitte bei mir melden.

Draussen vor dem HBX (Marcel Kollmar, Christoph Cemper, ??, Frank Hohenleitner)SEOs an der frischen Luft (Jochen Maaß, Jens ??, Ron Hillmann, Thomas Schaller, Yannick Eckl)

Nach gut einer Stunde und den ersten zwei Bier bin ich dann schwer bewaffnet (mit meiner Kamera) nach draussen an die frische Luft, um dort selbige zu schnappen (und ein paar Bilder dazu).

Jochen Maaß, Gero Wenderholm Mit als erstes begegnete ich dabei Jochen Maaß von Artaxo, der vor kurzem mit seinem SEO-Tool SEOlytics für Aufmerksamkeit in SEO-Kreisen gesorgt hat und der damit in die Riege der etablierten Tool-Stars wie Johannes Beus und Marcus Tober vorstoßen möchte. Direkt daneben stand Gero Wenderholm, der nicht nur fleißiger Autor hier bei Seo.de ist, sondern für gut 100 Euro fast Fridaynites SEO-Book über Ebay an den Mann gebracht hätte. Eine Geschichte, die eigentlich noch erzählt werden müsste. 😉

Und dann kam Leben in die Bude bzw. Seo Freiluft-Szene.

Mediadonis, Pip, Viagraverchecker

Michael “Seo-Maxx” Pauls war aufgelaufen und hatte eine Riesenportion gute Laune mitgebracht. Im Schlepptau hatte er Philipp “DSDS” Klöckner dabei, der aber einen nicht ganz so frischen Eindruck wie der SeoMaxxe hinterliess. Dem im Bild Links stehenden (und nicht setzenden) Marcus Tandler hatte die Frischluft sichtlich gut getan, der Ärmste hatte ja schon einen ganzen Tag SEMSEO-Konferenz in den Knochen und kam erst hier draussen wieder voll in Fahrt.

Gegen 19.30 Uhr kam Bewegung in die Freiluft-Szene und die SEOs und SEOinnen strömten ins Innere der Stadtbrauereri um dort den Worten von Alan Webb und seinem neuen Kompagnon Uwe Tippmann zu lauschen.

Uwe Tippmann Alan Webb

Das Abakus Zweigestirn begrüßte seine Gäste und läutete damit den unterhaltsamen Teil des Abends ein. Dazu gehörte natürlich auch ein gepflegtes Abendessen, das in diesem Jahr deutlich umfangreicher und beeindruckender ausfiel als noch in den Jahren zuvor, was sich auch Suchmaschinentrickser Stefan Fischerländer gedacht haben musste, so oft wie ich ihn habe am Buffet auftauchen sehen 😉

Stefan Fischerländer Randolf Jorberg

Kollege Randolf Jorberg hielt sich dagegen lieber in der Nähe der flüssigen Speisen auf. Kein Wunder, soll die Luft in Südafrika doch besonders trocken sein. Folgerichtig hat er sich von dort abgeseilt und wird in den nächsten Monaten in deutschen Gefilden sein Unwesen treiben.

Johannes Beus Johannes Siemers

Neben Randolf waren natürlich noch weitere SEO-Allstars im HBX aufgelaufen, allen voran die Lichtgestalt der deutschen Seo-Szene, Johannes “Sistrx” Beus und sein Namensvetter Johannes “jojo” Siemers. Letzterer schwächelte in diesem Jahr ein wenig, verließ er die Pubkonferenz doch schon eine 3/4-Stunde vor dem finalen Zapfenstreich 😉

von Links - Chris Schagen und Mario Göttsche Auf der Treppe zur Raucherlounge stolperte ich dann über Chris “Linklift” Schagen und Mario “Topnews” Göttsche und wunderte mich, dass jemand der einen Link-“Lift” besitzt, die Treppe nehmen musste 😉

Ich vermute jedoch ganz stark, dass Mario seine Links nicht liften lassen wollte und Gerüchten mit Bad Neighborhood zuvor kommen wollte. Warum hätte er sich sonst “rechts” von Chris aufstellen sollen 🙂

Böser Seo Böser Seo

Man soll sich aber vor vorschnellen Urteilen in acht nehmen. So gelang es mir auf selbiger Treppe, den bösen SEO bei seinem unaufhaltsamen Aufstieg abzulichten und war überrascht, wie wenig böse so ein böser Seo auf das ungeübte Auge eines weniger seologisch bewanderten Zuschauers wirken kann. Wie aber bekommt man ein geübtes Auge, dass einen den Unterschied zwischen guten und bösen Links/Seos erkennen läßt? Hier kommt unser guter Franz Arians mit seinem schon legendären Spargelwasser ins Spiel.

SpargelschnapsSpargel Franz - Franz Arians

Dieses Spargelwässerchen sorgt für Klarheit im Kopf und hilft die Guten von den Bösen zu unterscheiden. In Maßen angewandt spült der Spargel nicht nur die Nieren, sondern auch das Schlechte aus den Menschen heraus. Verantwortlich dafür sind die beim Spargelabbau entstehenden S-Methyl-thioacrylat sowie Methanthiol-Additionsprodukte .

Mit Ernest Mavriqi von Abakus habe ich mich etwas länger unterhalten. Ernest gehört zum Seo.de Autoren-Team und hat mir einige gute Verbesserungsvorschläge für unsere Website hier unterbreitet, die wir dann in Zukunft gemeinsam in die Tat umsetzen wollen.

— Text in Bearbeitung —

Hier fehlt noch Text

— Text in Bearbeitung —

Kurz vor 22.00 Uhr kam es dann zum größten Spektakel des Abends – dem Auftritt der Coyote Ugly Girls.
Coyote Ugly

Sepita und die häßlichen Kojoten from Gerald Steffens on Vimeo.
Feuer

— Text in Bearbeitung —

Hier fehlt noch Text

— Text in Bearbeitung —

Eine weitere Hauptattraktion der Pubkonferenz war wie jedes Jahr das Karaoke Singen. Und wie jedes Jahr ließ es sich Alan Webb auch diesmal nicht nehmen, den Vorsinger zu machen. Die Soundqualität bitte ich zu entschuldigen, aber so einen halben Meter von den Lautsprechern entfernt ist das für so ziemlich jedes Aufnahmegerät eine echte Herausforderung.

Link:

Auch wenn Alans Gesangseinlage schon begeistern konnte, gegen Alt-Rocker Frank Doerrs Auftritt kam auch er nicht an. Alleine schon dank Uwe Walchers tänzerischen Showeinlagen 🙂
Frank Doerr in ConcertFrank und Uwe rocken ab

Link:

— Text in Bearbeitung —

Hier fehlt noch Text

— Text in Bearbeitung —

Kurz vor Schluss noch ein paar Bilder von glücklich karikierten SEOs. Den Auftakt machen Anwar Ayad, Frank Geldschläger und Florian Hickl mit ihrem “Flotten Dreier”

Anwar Ayad, Frank Geldschläger, Florian Hickl

dann folgen noch Uwe Tippmann und Seowoman Alexandra Lindner. Letztere verlor kurz vorm nach Hause gehen ihre beiden Karikaturen und muss jetzt mit der hier präsentierten digitalen Variante vorlieb nehmen. Zum Trost habe ich ihr am Hannoveraner Hauptbahnhof noch einen Kaffee spendiert 🙂

Uwe Tippmann mit KarikaturSeowoman Alexandra Lindner

Es sei angemerkt, dass Alexandra eine Menge Fotos geknipst und diese ihrem Beitrag zur Abakus Pubcon 2009 beigefügt hat.

Das war die Abakus Pubkonferenz 2009. Und wer es bis zum Schuß ausgehalten hat, der hat auch den Link zum Flickr-Upload der Abakus Pubkonferenz 2009 verdient. Viel Spass beim Stöbern.

Einige Tage sind vergangen, dass wir hier Freiwillige für eine SEO-Book Rezension gesucht haben. Über ein Dutzend Leser hat sich gemeldet, sie alle wurden angeschrieben und bekamen die zweite Auflage von Fridaynites SEO-Book zugesandt. Die Überraschung bei den Kandidaten war groß, insbesondere der erstaunliche Umfang des SEO-Meisterwerks schien einige Rezensenten mehr als nur verblüfft zu haben.

Hallo Gerald,
ich bedanke mich für diesen dicken Schinken :-P.
In diesem Buch hat jeder Buchstabe wohl eine eigene Bedeutung 🙂
Viele Gruesse
Marcus

Hallo Gerald,
haha, ich antworte ohne es gelesen zu haben. Satte 33 KB geballtes PDF-Wissen, da bin ich mal gespannt ;o)
Grüße und ein schönes WE
Heiner

Die erste SEO-Book Rezension ist auf jeden Fall schon bei uns in der Redaktion eingetroffen. Martin Schwartz von Littlemail hat das Buch als Erster komplett durchgearbeitet und uns seine Eindrücke mitgeteilt. Doch seht selbst:

Die erste Auflage von Fridaynite’s eBook war schnell vergriffen. Wer ohne Examplar ausging darf nun auf die zweite, überarbeitete Auflage hoffen.

Als Kenner des ersten Buches stach mir sofort die visuelle Aufmachung der Neuauflage ins Auge. Hier entschied sich der Verlag dafür, die fachlich nüchterne Materie durch einen optischen Blickfang zu bereichern. Mit Speck fängt man Mäuse, Kenner des Verlagsgeschäftswissen das nur zu gut.

Auch konzeptuell wurde die Neuauflage weiterentwickelt. Der Autor hat hier zugunsten einer treffenderen Beschreibung der Suchmaschinenoptimierung eine gewisse Überspitzung der ersten Auflage inhaltlich aufgearbeitet. Es ist ihm dabei gelungen, das Buch nicht künstlich aufzublähen. Die inhaltlichen Klarstellungen sind vielmehr vorbildlich lesefreundlich zu einer verdichteten Form zusammengeschnurrt.

Insgesamt ist zu sagen, dass die zweite Auflage auch neue Leserinnen – und Leserkreise anspricht. Die Augenmenschen werden schon allein die Aufmachung schätzen. Und Webmaster, die unter Anleitung der Erstauflage ihre ersten Erfahrungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung gemacht haben werden in der Neuauflage wertvolle Hinweise finden, die zu einer besseren Positionierung ihrer Webseiten führen können.

Seo book downloadSeo book downloadUnd zum Schluss lassen wir hier noch die Katze aus dem Sack. Während Fridaynite schon an der dritten Auflage herumbastelt und sogar eigens dafür einen Coverwettbewerb ins Leben gerufen hat, konnten wir die für den Buch-Vertrieb zuständige Agentur überreden, uns ein Download-Exemplar (PDF, 33KB) der zweiten Auflage zur Verfügung zu stellen.