Für Blogger ist Akismet ein Segen. Vor allem in WordPress-Kreisen geht kaum ein Weg an diesem Anti-Spam Plugin vorbei. Ohne dieses Tool wäre man dem Heer der Spammer fast schutzlos ausgeliefert. Neben Akismet existieren noch andere Anti-Spam Plugins, umfassende wie z.B. Spam Karma von Dr. Dave oder Bad Behavior, aber auch kleinere Hilfen wie z.B. das Math Comment Plugin oder das JS-AntiSpam Plugin von Bueltge. Früher war Spam Karma mal mein Favorit, doch wird das Plugin schon lange nicht mehr weiterentwickelt und so geht für mich heutzutage kein Weg mehr an Akismet vorbei.

Doch leider ist nicht alles Sonnenschein bei diesem Plugin. Manchmal schnappt der Filter zu, und man erkennt, dass es einen selber erwischt hat. Ob zu Recht oder Unrecht lasse ich mal dahingestellt. Doch dann wird das Teil richtig nervig, selbst Trackbacks innerhalb des eigenen Blogs können im Filter landen und müssen erst wieder mühsam aus der Spam-Warteschlange herausgeholt werden.

Wenn man erst einmal im Spam Filter gelandet ist, dann wird es schwer, da wieder aus eigener Kraft heraus zu kommen. Akismet hat Ähnlichkeit mit einem schwarzen Loch, wenn man erst mal drin ist, kommt man auch nicht mehr raus. Denn in vielen Fällen geht die eigene Nachricht inmitten von Hunderten von Spam-Nachrichten regelrecht unter, der Blogger überprüft nur flüchtig, wenn überhaupt, und beim Drücken des Löschknopfes wird dann auch die eigene Nachricht dem Spam-Filter zum Fraß vorgeworfen.

Das ist vielleicht die größte Schwäche dieses Tools, selbst sehr umsichtiges Trackbacken oder Kommentieren hilft einem nicht mehr raus aus dem Schlamassel. Nicht weil das Tool das nicht könnte, sondern weil die User da nicht richtig mitspielen. Aber es gibt noch Hoffnung in dieser Situation. Neulich las ich den Artikel Im Akismet Spam Filter gelandet ?, wo u.a. auch auf das Kontakt Formular hingewiesen wird und machte den Test. Ich bat um Entfernung aus dem Filter und erstaunlich schnell, nämlich genau einen Tag später, kam die Antwort per Email:

This is fixed.

But please be careful where you comment. We do not repeatedly clear information from Akismet as that defeats it’s purpose.

Alles klar? Akismet gibt Usern i.d.R. eine zweite Chance, wer die obige Antwort genau liest, der sieht aber auch, es gibt wohl keine dritte Chance. Also sorgsam aufgepasst, andernfalls war es das mit dem lustigen Kommentieren oder Trackbacken. Wer z.B. glaubt er könne frisch durch die Gegend trackbacken, ohne einen Link oder Bezug zur Zielseite im eigenen Artikel zu haben, der wird dank Akismet schnell eines Besseren belehrt. Und wer kommentiert und Keywörter im Namensfeld für eine schlaue Idee hält, der wird bald einsehen müssen, dass das keine langfristig Strategie sein kann.

Weil ich jetzt auch noch wissen wollte, ob man von alleine wieder aus dem Filter rauskommen kann, habe ich noch eine weitere Mail an Akismet geschrieben. Drei Tage später kam diese Antwort:

Akismet does learn from what people tell it both for what is spam and what is not spam. But when people are saying both it may need some help – which is where we come in.

Auf gut Deutsch, theoretisch kann man durch User-Votings auch wieder aus dem Filter heraus kommen, aber in der Praxis wird man wohl auf die Hilfe des Supports angewiesen sein. Wer also meint, er werde zu Unrecht im Akismet-Filter gefangen gehalten, jetzt ist Chance da raus zu kommen. Aber Achtung, es ist wahrscheinlich die einzige und letzte Chance dazu.

21 Kommentare
  1. Georg
    Georg sagte:

    Dort wo gejägt wird gibt es auch immere unschuldige Opfer… das ist überall so und wird auch immer so bleiben. Man kann mit bestimmten Aktionen versuchen einige zu retten aber man schafft damit nie alle unbeteiligten aus der gefahrenzone… Nicht nur im Online Geschäft läuft das so, sondern auch überall wo Konkurrenz und Unstimmigkeiten gibt.

  2. marcoleo
    marcoleo sagte:

    Ach so läuft das. Dachte immer Akismet sei “einfach nur” so’n stumpfsinnige Plugin, das “irgendwie” einigermaßen den SPAM aufhält 😛

    Aber da scheint ja richtig was hinterzustecken! Interessanter Beitrag, danke für die Aufklärung Gerald.

  3. Besim Karadeniz
    Besim Karadeniz sagte:

    Der Ansatz von Akismet ist hübsch, leider ist das System jedoch gegen “Social Engineering” nicht resistent, weil genügend Blogbetreiber Akismet bzw. das Spam-Markieren als adäquate Möglichkeit, sich die klassische Moderationsarbeit abnehmen zu lassen, ansehen.

  4. Stefan Christ
    Stefan Christ sagte:

    Da Akismet seit einiger Zeit ja fester Bestandteil von WordPress ist, hatte ich es auch im Einsatz und fischte bislanng alle Spam-Kommentare sauber heraus. Und dennoch bin ich der Meinung, dass es nicht der richtige Weg ist, Beiträge, die gar nicht in Umlauf gelangen dürften, erst nachträglich wieder herauszufiltern, Ich habe vorgestern ein sehr gutes Plugin namens Yawasp gefunden, dessen Funktionweise mir da weit logischer erscheint. Dazu habe ich auch einen Artikel in meinem Blog verffast, der näher auf das Plugin eingeht.

  5. Martin
    Martin sagte:

    Hab ich das richtig verstanden, wenn man spammt und einmal von Akismet als Spammer eingestuft wurde, dann wird man auf allen Blog-Seiten wo Akismet arbeitet generell herausgefiltert?
    Das kann ja nur unsauber funktionieren…..

  6. Ralf
    Ralf sagte:

    …in meinen Augen schreit Akismet nach Wettbwerbswidrigem Verhalten durch Proxy-verschleiertes kommentieren von kompetitiven URL´s! Ich bin schon gespannt wann es das erste Verfahren gegen die WordPressfoundation gibt ;O)

Trackbacks & Pingbacks

  1. Wie kommt man aus dem Akismet Spam-Filter heraus? | itsystemkaufleute.de sagt:

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  3. Perl-Blog sagt:

    Akismet und der Trackback-Spam…

    Jetzt habe ich hier schon eine Weile das Akismet-Plugin für Movable Type installiert, aber es fällt mir meist durch Fehleinschätzungen auf. Zumindest bei Trackbacks: Movable Type hält echte Trackbacks fast immer korrekterweise f…

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  5. Akismet – Segen oder Strafe…

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  11. […] gibt es eine zweite Chance bei Akismet, zumindest wenn man nicht in hohem Ausmaß durch Spam-Einträge aufgefallen ist. Ich habe […]

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