Google und die Blogs – eine Hass-Liebe

Januar 9, 2013 by  
Filed under Google

Seit es Blogs gibt, wird auch immer wieder die Rede darauf gebracht, dass Google Blogs liebt. Und dem war auch so. Jahrelang kletterten die Blogs die Serps hinauf und sonnten sich an den obersten Positionen. Das sollte auch niemanden verblüffen, Blogsysteme wie WordPress machten fast alles richtig, was die Aufbereitung und Präsentation der Inhalte anging. Seiten und Artikel mit Title-Tags, die Hand in Hand mit passend ausgezeichneten und verlinkten Überschriften sowie einem integrierten Archivsystem daher kommen und für eine gute innere Verlinkung sorgen. Kommentare, Ping- und Trackbacks, die für eine intelligente und einfache Kontaktaufnahme mit Lesern und ändern Blogs und Bloggern sorgten.

Doch irgendwann dürfte es Google zuviel geworden sein. Während ursprünglich Blogroll-Verlinkungen als echte Empfehlungen gelten mussten und entsprechende Wirkung ausstrahlten und Kommentar-Links und Trackbacks die halbe Blogosphäre miteinander verzahnte und so noch mal linktechnisch bevorteilte, muss Google Ende 2008 so langsam die Kehrtwende eingeschlagen haben. Die von Google vorgenommenen Veränderungen waren sicherlich oft von allgemeinerer Art und nicht nur auf Blogs gemünzt, aber wahrscheinlich wurden so mit der Zeit immer mehr Vorteile vergangener Jahre abgebaut oder abgeschwächt. Und wenn dann noch ein sehr linkzentrisches Pinguin Update auf die hochverlinkte Bloglandschaft losgelassen wird, dann hagelt es blaue Briefe und schlägt die einstige Liebe in Hass um.

Hinzu kommt, dass die Blogaktivitäten einstiger Vorkämpfer im Laufe der letzten Jahre deutlich nachgelassen haben und so auch die Frische und die Menge der Artikel immer mehr zu wünschen übrig liess. Ich habe mir mal einstige Größen im Seo Bereich angesehen und bin dann schon etwas erschrocken.

sichtbarkeiten-seoblogger

Mein altes und neues Sos Seo Blog sind mit von der Partie, aber würde ich Jojos intnetmarketing-news.de, Jens seine inhouse-seo.de oder Schnipsels internetende.com mit dazu nehme sähe das Resultat kaum anders aus. Ziemlich deprimierend, Liebe sieht anders aus. Skeptische Stimmen werden jetzt rufen, dass es die Seo Baggage nicht besser verdient hat und an der eigenen Linkinzucht zugrunde gegangen ist.

Um solche Umstände auszuschließen, habe ich mir im zweiten Schritt mal einige Blogs außerhalb der Blogszene angesehen. Mario Sixtus, Sascha Lobo, Robert Basic und Don Alphonso tragen klingende Namen und haben sicher auch nicht wirklich was mit Seo am Hut. Betracht man die Sichtbarkeitsverläufe ihrer Blogs, dann sieht auch diese Entwicklung eher nach Blog-Hass als Liebe aus.

sichtbarkeiten-ablogger

Bestimmt kann man hier noch alle möglichen Gründe für oder gegen solch eine Entwicklung anführen, aber trotz allem scheinen die ganz goldigen Zeiten der Bloggerei zum Zwecke der Google-Besucher Maximierung der Vergangenheit anzugehören. Oder wie seht ihr das?


Update 9.01.2013 – 11:16 Uhr: Aufgrund einiger Kommentare hier noch die Sichtbarkeit der Blogbar. Hochwertiger Inhalt, über 1500 Backlinks. Alter Schwede – und dann solche Rankings.

si-blogbar.de

Entspricht nicht dem was ich erwarten würde. Und ich muss sagen, hier irrt sich Google ganz gewaltig.

Über 

Der Autor wohnt im kleinen Städtchen Harsewinkel, irgendwo im Münsterland und interessiert sich für Suchmaschinen und ihre Optimierung. Gerald auf Google+

Comments

40 Responses to “Google und die Blogs – eine Hass-Liebe”
  1. Marco Janck sagt:

    Hallo Gerald !

    Du hast sicherlich Recht, dass Google da den Fokus verschoben hat und im Grunde ist das auch passend. Blogs entsprechen in aller Regel nicht den Anforderungen der journalistischen Kunst. Ich kann mir da nur an die eigene Nase fassen. Ich schreibe leidenschaftlich zu Themen, die mich spontan interessieren. Das hat aber mit Journalismus nichts zu tun. Bei mir muss es schnell gehen.Es muss aus meinem Kopf. Semit eine Art Ventil. Das dies nicht ausreicht, um allgemein in einen Fokus gerückt zu werden, passt schon. Aber du wirst jetzt sagen, dass es Ausnahmen gibt, wie Sascha Lobo. Klar und da ist wieder die andere Seite. Lobo schriebt halt einfach journalistisch „gut“, gibt aber einen Scheiß auf Optimierung. Das ON Top. In der Basis ist zwar WP eine tolle Engine, aber schau dir die meisten Blogs an. Saubere Informationsstruktur sieht anders aus. Auch in Sachen interner Verlinkungen würden es SEO bei normalen Projekten und Kunden wohl nie so machen. Die Lösung könnte also sein. Werde auch als Blog ein Brand und sehe den Blog in der Struktur und im Design nicht als Blog, sondern als Projekt.

  2. Ich denke, dass Google Blogs rein technisch immer noch mag. Aber die „Gemeinde“ ist weitergezogen, treibt sich nun in Sozialen Netzwerken wie facebook herum. Viele Blogs werden deshalb kaum noch aktualisiert, die Verlinkung untereinander hat auch nachgelassen. Blog, die weiterhin gepflegt werden, haben nach wie vor gute Rankings.

  3. Gretus sagt:

    Hallo Gerald,

    setz doch mal den Sichtbarkeitsindex ins Verhältnis zur Anzahl der regelmäßig veröffentlichten Artikel. Der letzte Artikel auf blogbar.de beispielsweise stammt vom 27.05.2012. Blogs ranken nach wie vor gut, man muss sie nur regelmäßig auch mit Inhalten füllen 😉

    Grüße

    Gretus

  4. Christian sagt:

    Hallo Gerald,

    die Frage ist, ob man Blogs so einfach als monolithische Einheit sehen kann, die sich gegenüber anderen Webseiten durch bestimmte Merkmale abgrenzt. Du hast stellvertretend die verwendeten CMS, Blogrolls, Tracebacks und Kommentarlinks genannt. Schaut man aber genauer hin, so ist jeder Blog anders. Das bezieht sich vor allem auf die Inhalte, aber auch auf die Seutenstruktur wie Navigation oder verwendete Plugins.

    Es würde mich nun auch erstaunen, wenn Blogs per se so einfach abgewertet würden, denn das würde gleichzeitig bedeuten, dass vieles, was bis jetzt als gute Praxis gegolten hat, auf einmal falsch wäre. Onsite-SEO würde damit vom Erfolgs- zum Abwertungsfaktor werden.

    Um den von Dir beschriebenen Trend zu bestätigen, bedarf es sicherlich der Betrachtung einer sehr großen Anzahl von Blogs aus unterschiedlichen Kategorien – verschiedene Themen, Größen und auch unterschiedliche Herkunftsländer.

    Ich wäre sehr interessiert an entsprechenden Ergebnissen und würde mich freuen, wenn Du die Studie ein wenig erweitern würdest.

    Grüße und danke für den Artikel,
    Christian

  5. Das ist ja mal eine interessante Analyse. Bin gespannt auf die Diskussion hierzu, sehen das andere genauso? Werde mich gleich mal auf die Google machen. Interessiert mich was andere dazu sagen. Für einen richtig aussagekräftigen Vergleich müsste man vermutlich auch nicht-Blogs einbeziehen um zu sehen wie sich da die Sichtbarkeitsverläufe entwickeln…

    Gruss aus dem BlogDojo,
    Nicolas.

  6. Monika T-S sagt:

    Ich schließe mich da einerseits Gretus an, dass es auf den „Neuigkeitsbonus“ auch drauf ankommt und zweitens schlug der Panda bei vielen Blogs durch. War es so, dass man, wenn man gut rankte mit allem gut rankte ist diese Zeit vorbei. Unabhängig, dass sehr viele Seo-blogs schlicht und ergreifend zur Link-Inzucht wurden.

    Die anderen von Dir aufgeführten Blogs haben ihre Besitzer nach oben katapultiert und somit für die Besitzer ihren Dienst erfüllt – wer lieber im Spiegel schreibt, nutzt halt seinen Blog ein bisschen weniger 😉

  7. Hallo Gerald,

    bezüglich deines Fazits muss ich Gretus zustimmen, es hat auch immer etwas mit Blog-Frequenz zu tun und am Anfang einer Blogger-Karriere ist diese meisten immer höher. Mein Traffic bspw. hat sich in den letzten 7 Jahren eher positiv als negativ entwickelt. Ein Grund mehr warum die Sichtbarkeitsindizes nur ein Maßstab von vielen für mich darstellen.

  8. Baynado sagt:

    Ich stimme da Gretus zu, regelmäßiges bloggen hilft dabei seine Rankings zu erhalten, bzw. neue Sichtbarkeit dazu zu gewinnen.

    Viele Grüße

    Baynado

  9. Frank sagt:

    Hi Gerald,
    meine Feststellung der letzten Monate: Man muss richtig viel Content reinhauen, möglichst mehrfach die Woche, anders haben Seiten mit Blogstruktur bei Google deutlich schlechtere Chancen als früher. Meines Erachtens ist dieser Faktor zu krass.
    Lustigerweise erreichte seo-scene.de für Dezember 2012 Platz 23 der im Social Web reichweitenstärksten deutschsprachigen Blogs – aber diesen Faktor berücksichtigt Google bislang nicht entsprechend.

  10. Mario sagt:

    An die Postingfrequenz wie Gretus dachte ich auch erst. Aber nehmen wir zum Beispiel mal meine http://www.seo-radio.de im Vergleich zu http://www.alpakastall.net. Bei beiden habe ich damals in etwa zeitgleich so gut wie sämtliche Aktivitäten eingestellt, sprich es gab so gut wie keinen neuen Content und keine neuen Links mehr. Der Blog befindet sich seitdem im freien Fall, der „Webseite“ hingegen geht es so gut wie eh und je … Vergleicht man die Domain Pop liegen auch Welten zwischen den beiden.

    https://tools.sistrix.de/sichtbarkeitsindex/alpakastall.net,www.seo-radio.de

  11. Hi Frank,

    dein blog ist ein schönes beispiel dafür, dass google qualität nicht so honoriert, wie es das verdient hätte. ist für mich eines der besten seo blogs überhaupt und hätte insofern auch einiges mehr an sichtbarkeit verdient. eigentlich würde man von 700+ backlinks mehr wirkung erwarten.

    Viele Grüße,
    Gerald

  12. ich habe jetzt mal die sichtbarkeit der blogbar hinzugefügt. neben guten inhalten und 1500+ backlinks krass viele kommentare je artikel. besser geht’s eigentlich nicht für ein blog. insofern spiegelt die sichtbarkeit in keinster weise meine erwartungshaltung wieder. google fail.

    @gretus – die blogbar hat zwar in 2012 aufgehört zu bloggen, liegt aber faktisch schon seit mitte 2011 mit der sichtbarkeit am boden. insofern muss man deine argumentation schon erweitern. regelmäßig bloggen ist wichtig, aber da muss noch mehr sein. Gut möglich, dass die Seitenarchitektur nicht passt. Aber auch das wäre ja eher Googles Aufgabe das besser im Griff zu haben als gute Inhalte nach unten durchzureichen.

  13. Viktor sagt:

    Das ist doch nur eine selektive Wahrnehmung, oder? Wetten ich kann Dir bei guter Recherche auch Gegenbeispiele liefern?
    Warum? Die großen Blogger kümmern sich nicht um SEO, von daher leben Sie nahezu Google-Less – das beste Beispiel dafür, dass Karl Kratz mit seiner Theorie zumindest nicht falsch liegt.

  14. nur zu Blogbar: Die Inhalte mögen ja gut sein, aber wer dem Nutzer de facto gar keine Navigation bietet (außer nichtssagendem Archiv), der erfüllt ganz einfach nicht (mehr) das user Verhalten. Der User erwartet (auch) eine Navigation(shilfe) von einer Webseite. Und Google möchte freshness. Bei Freshness kommt es eher auf die Frequenz als die Häufigkeit an. My 5 cemts.

  15. Vlad sagt:

    Ich kann hier aus meinen Beobachtungen zustimmen was Frank beschreibt. Man kann mit Blogs immer noch recht gut ranken. Aber es ist viel mehr Einsatz notwendig als früher. 1-2 Artikel pro Woche reichen da schon lange nicht mehr. 4-5 müssen es mind. sein. Am besten publiziert man täglich.

  16. Viktor sagt:

    Ich bin bestürzt! Ich hab grad mal auf der Suche nach Gegenbeispielen die deutschen Blogcharts durch sistrix gejagt. OMG, Gerald, Du hast sowas von Recht! Was ist passiert? Sind Blogs bei Google nur noch Linkschlampen?

  17. Daniel S. sagt:

    Grüßt euch, interessante Diskussion. Aus der SEO Sicht würde man sicher einen Blog anderes bauen als das WordPress hergibt. Aber wäre WordPress von Haus aus schon ein SEO Wunder, gäbe es ja noch mehr Probleme für Google den „guten“ Content entsprechend zu ranken. An OnPage liegt das sicher weniger. Da manche Artikel überraschend gut ranken. Ein weiterer Gedanke für die Runde: Google hat den Artikelverkauf und Linkverkauf in Blogs satt und hat den Blogger Bonus zurückgedreht. Aber wer macht schon sowas!? 😉 Manchmal reagiert Google ja recht rabiat.

  18. Rene Dasbeck sagt:

    Der Sichtbarkeitsindex ist doch auch nur eine Seite der Medaille. Ich betreue Webseiten, welche dort seit Jahren relativ überschaubare Erfolge zeigen. Der Traffic allerdings steigt permanent stark. D.h. es muss nicht zwangsweise ein 1:1 Verhältnis von Sichtbarkeit zu Traffic geben, oder?

    Und der Dropzeitpunkt zeigt häufig, dass Panda oder Pinguin ihre Finger im Spiel hatten.

  19. Sichtbarkeits-Werte vs. Besucher Traffic
    Interessant wäre zu wissen, ob die betroffenen Blogs auch einen entsprechenden Trafficverlust erlitten haben. Denn letztendlich erlauben nur die tatsächlichen Trafficzahlen eine fundierte Aussage.

    Wie aussagekräftig der Sichtbarkeitsindex im Endeffekt ist, wenn er für sich alleine steht, bleibt jedem Webmaster selber überlassen.

  20. Yes , Regular blogging helps to maintain its rankings, or to gain new visibility. i accrpt that. Good one 🙂 Nice blog

  21. ZIEMLICH interessant.

    Das wäre ja mal wirklich interessant, woran das liegt.

    Eine wilde These: Vielleicht schraubt Google inzwischen so häufig an den ganzen Kriterien für das Ranking, dass ein normaler Blogger („will nur schreiben“) einfach nicht mehr nachkommt und gegen SEO Optimierer (die ja auch bei allen großen Medien sitzen) keine Chance mehr hat.

  22. Gabor sagt:

    Danke Wojtek. Darauf habe ich beim Lesen der Kommentare gewartet.
    Ist die Sichtbarkeit wirklich ein so enormer Traffic-Faktor? Denn doch lediglich darum geht es – oder?

    Bei einem bereits verkauften Projekt ging in den letzten Monaten die Sichtbarkeit hoch… Am Traffic hat sich jedoch nichts geändert. Ebenso wenig hat sich mit dem Ranking nichts getan – bis zum Schluß -> abwärts.

  23. André sagt:

    Nette Analyse, aber wer macht sich außer mir noch über die Datenbasis Gedanken? Welche Änderungen gab es in dieser Zeit an den durch Sistrix betrachteten Keywords und Daten? Hier spielen deutlich mehr Faktoren zusammen als Googles Liebe oder Hass für Blogs. Allein die Sistrix-Sichtbarkeitswerte sagen nichts darüber, ob diese Blogs regelmäßig gepflegt werden, den geltenen Richtlinien entsprechen, guten Content enthalten, Nutzer hinzugewonnen oder verloren haben, Traffic hinzugewonnen oder verloren haben usw. usf. Wie war das noch mal mit der Kausalität?

  24. Henning Uhle sagt:

    Hallo Gerald,

    mehr durch Zufall bin ich auf deinen Artikel gestoßen. Auch ich muss sagen, dass es sicher auf den Neuigkeitsbonus ankommt. Wer nix schreibt, wird nicht besucht. Da kann man der Papst sein oder eben Sascha Lobo. Es ist halt ein Fakt: Nur wenn neues da ist, kommt mich jemand besuchen.

    Ich habe mir vergangenen Sommer 3 Wochen Urlaub vom Bloggen gegönnt. Ich habe aber immer die Besucherzahlen verfolgt. Und so konnte ich feststellen, dass nach und nach die Besucher nicht mehr kamen. Die kamen erst wieder, nachdem ich dann wieder neues geschrieben hatte.

    Johnny Haeusler hatte unlängst im Tagesspiegel und in seinem Blog „Spreeblick“ darüber philosophiert, dass man doch bitteschön wieder zurück in die Blogs gehen soll, statt irgendwo zu schreiben – also bei Facebook, Google+, Magazinen.

    Ich habe den Gedanken aufgegriffen und mir auch so meinen Reim drauf gemacht. Meine Quintessenz ist: Die deutsche Bloggerszene krankt an fehlendem Engagement. Aber das ist nun ganz sicher nicht Googles Schuld.

  25. Christoph sagt:

    Hallo Gerald,

    interessanter Stoff. Ich glaube aber, dass man sehr viel mehr Faktoren untersuchen müsste, um wirklich aussagekräftige Aussagen dazu treffen zu können. So sollte man mit den SEO Blogs evtl. vorsichtig sein, da es in der Szene ja immer wieder Gerüchte gibt, dass Google da einen „SEO-Filter“ eingebaut haben könnte. Das würde zumindest erklären, warum Blogs mit wirklich gutem Content und regelmäßigen Beiträgen (z. B. unser SEO Book und einige andere gute SEO Blogs) im Frühjahr letzten Jahres so übel abgestürzt sind. Aber auch andere Faktoren sollte man unter die Lupe nehmen. Sieht man sich beispielsweise die Nachfrage nach „SEO“ in Google Trends (http://www.google.de/trends/explore#q=seo&cmpt=q) an, so kann man eine deutliche Zunahme des Suchvolumens nach dieser Dienstleistung feststellen. Es könnte also auch sein, dass die „anderen“ einfach Gas in Sachen SEO gegeben haben und immer mehr Firmen auf den SEO-Zug aufgesprungen sind. Worauf ich hinaus will: mehr Konkurrenz (auch von gut optimierten „normalen“ Seiten) belebt das Geschäft.

    Interessant ist auch die Nachfrage nach dem Keyword „WordPress“ in Google Trends (http://www.google.de/trends/explore#q=wordpress&cmpt=q). Auch hier ist ein enormer Aufwärtstrend zu sehen. Auch der könnte ein Faktor (von möglicherweise vielen) sein. Denn je mehr Webmaster auf WordPress setzen, desto mehr Webmaster haben ein ähnlich gut optimiertes System… das sorgt ebenfalls für mehr Wettbewerb und unter Umständen „teilen“ sich die Sichtbarkeit ja auch. Alles sehr spekulativ, aber ich wollte damit eigentlich nur darauf aufmerksam machen, dass man sich auch die anderen Faktoren ansehen müsste.

    Was meint ihr dazu?

  26. geldbiber sagt:

    Sehr interessante Betrachtung. Meine Erfahrung zu diesem Thema ist, dass die Textlänge eine große Rolle spielt. Wer nur kurze Texte postet, dies ist weniger wirksam, 300 aufwärts bewertet Google sehr gut.

  27. Heiko sagt:

    Interessante Beobachtung. Wobei man auch die Frage stellen muss, für was haben diese Blogs die letzten Jahre gerankt… vielleicht nur weil es keine Alternativen / besseren Ergebnisse zu dem Zeitpunkt gab – aber mittlerweile schon. Das Blogbar Beispiel ist eigentlich ganz gut – ich kannte den Blog nicht, und er mag inhaltlich gut sein, aber ein Blick auf die Seite, und man fühlt sich schon ein wenig wie bei Lost. Ich meine, von meiner Tageszeitung erwarte ich auch eine gewisse Readability / Usability – damit ich mich zurecht finde. Aber ist nur ein Punkt von vielen… Letztendlich ist es nur die Sichtbarkeit bei Google, und der Mainstream macht sich halt langsam wie im Real Life breit…

  28. Alexander sagt:

    Ich habe nie geglaubt, dass Google Blogs besonders bevorzugt. Google mag halt Seiten die „frisch“ sind, egal ob es zufällig ein Blog ist. Leider produzieren viele nur mehr Inhalte um mehr zu haben, anstatt hochwertige Inhalte für den User zu schreiben. Daher mag es so erscheinen, dass Google die Blogger nun nicht mehr lieb hat.

  29. Vitaliy sagt:

    Hallo liebe SEO’s,
    ihr schwebt ja noch auf Wolken – Blogrolls, Trackbacks und sonst so schöne Web 2.0 Blubbs. Nie auf die Idee gekommen, dass Google rein technisch gesehen WP nicht mehr so wie früher mag?
    Wordpress hat seine Schwächen, so wie jedes CMS, die aber so gut wie nie „behandelt“ werden, weil man immer noch davon ausgeht, dass Google WordPress mag!

  30. Ich habe Blogs sowieso noch nie wirklich gemocht. Da Google ja bekanntlich Webseiten mit viel relevantem Inhalt liebt, habe ich die Inhalte statt in einem Blog auf meiner Seite verwurstet, wie bei meinen Seo News zum Beispiel.

  31. T. Fitzner sagt:

    Dass Google (WordPress)Blogs nicht mehr so hochwertig einschätzt wie es früher der Fall war, mag auch damit zusammenhängen dass viele SEOs den Bogen beim Linkbuilding schlicht überspannt haben. Dass massenweise Billigblogs mit lieblos hingerotzten Texten das Web überschwemmt haben und damit Linkpyramiden gefüttert wurden, wird Google sicherlich übel aufgestossen sein.
    Denke aber trotzdem, dass regelmäßig gefütterte Blogs mit hochwertigem Unique Content nach wie vor ein schönes und nachhaltiges Puzzleteil im SEOmix sind

  32. Alex sagt:

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Google WP nicht mehr so mag wie früher, wird der Marktanteil von WP doch immer höher! Ergo wird es wohl eher in die Richtung gehen, dass Google diese Thematik immer mehr komplett außen vor lässt.

    Was den eigentlichen Unique Content betifft, kann ich nur gleiches sagen, was Peer Wandiger einmal gesagt hat: Google ist noch lange nicht so gut darin, die besten Inhalte am höchsten zu ranken, wie sie immer tun.
    Das sehe ich genauso. Die Mär vom Unique Content kommt wohl daher, dass man duplizierten Content abstraft. Allerdings bedeutet Unique für Google nur, dass der Text einzigartig ist und hat nichts mit Qualität zu tun. Ergo kann Google dieses Argument nicht nutzen, um die Blogs mit gutem Inhalt gegenüber denen mit schlechtem Inhalt zu ranken.

    Ich denke daher, dass es beim Ranking eher um Dinge wie die Verweildauer der Besucher oder ein stetig wachsendes Linkprofil geht (da guter Content geteilt wird.). Die richtig guten Blogs haben so etwas, die meisten allerdings nicht. Das es nicht wirklich auf den Content ankommt, ist eine steile These, aber ich denke, dass Google versucht über sekundäre Indikatoren wie die genannten herauszufinden, was gut ist und was nicht.

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