Nach dem Run auf’s RevierPhone folgt jetzt der Run auf ein neues Seo Tool. Kollege Uwe Weider hat mir einen Link zum Seo Tool Gewinnspiel von die-werbemittel-idee.de zukommen lassen – und ein Foto vom neuen Objekt der Seo-Begierde.

Ihr habt somit die einmalige Gelegenheit ein kommerzielles Seo-Tool für umsonst zu bekommen. Genauer gesagt, ihr könnt eines von 10 Seo-Tools gewinnen, ihr müsst dazu lediglich am Gewinnspiel teilnehmen – und ein wenig Glück haben. Das lohnt sich, denn hinter dem Tool versteckt sich ein SwissFlash Laser Taschenmesser mit USB-Stick der Marke Victorinox. Sozusagen die moderene Fassung eines alten Jugendtraumes. Welcher Junge wollte früher nicht auch ein Schweizer Taschenmesser besitzen.

Mit dem schicken roten Seo-Messer in der Tasche seid ihr in Zukunft die Könige der SEO- und Marketing-Events. Aber auch im Seo Alltag werdet ihr nicht mehr auf das coole Tool verzichten wollen. Ob zum PageRank Pruning und Linkabschneiden oder zum Feilen am oder Kopieren von Content, dieses Multifunktionstool ist vielseitig einsetzbar und schon nach wenigen Tagen nicht mehr aus dem Optimierer-Leben wegzudenken. Und bedenkt eines. Die Werbemittelidee kommt aus der Nähe von Bonn. Und Seo-Tools aus dem Raume Bonn sind das Beste was der Markt in diesem Bereich zu bieten hat 😉

Und solltet ihr nicht zu den glücklichen Auserwählten gehören, so müsst ihr den Kopf nicht hängen lassen. Zur Aufmunterung gibt es noch 10 Trostpreise hinterher, die Smile Kaffeetasse sollte auch dem größten Griesgram noch ein Lächeln entlocken 🙂

Ein kritischer Blick auf den frisch geschlüpften Webdienst “alernia”: Hält er einer Herz-und-Nieren-Prüfung stand, und kann er in der Welt der Websuche einen Mehrwehrt bieten? Zumindest hält er einige Überraschungen parat…

Während die SEO-Welt gebannt auf den Kampf der Giganten der Suchmaschinenwelt – Baidu, Bing, Google und Yahoo – starrt, ist es immer wieder mal lohnenswert, den Blick schweifen zu lassen, denn nicht selten fällt dieser dann auf eine Blume am Wegesrand: Nützliche Alternativen zu den bisherigen Suchinstrumenten.

Derer gibt es so einige, und meist sind es Metasuchmaschinen wie Dogpile oder Metager, oder aber solche, hinter deren Kulissen eine der gängigen Suchmaschinen ihre Arbeit tut, mit irgendeiner zusätzlichen Besonderheit, wie beispielsweise Ecosia (Bing & Yahoo) für die Suche mit Regenwaldschutzeffekt oder Spacetime3d für die 3D-Darstellung der Suchergebnisse (Google).

Eine Neuheit im deutschsprachigen Bereich ist indes “alernia“, welches für sich beansprucht, “das mächtigste Eingabefeld des Internets” zur Verfügung zu stellen. In der Hoffnung, nicht allzu viel Zeit mit einem Papiertiger zu verschwenden, probieren wir den Webdienst anlässlich seiner Neuerscheinung einfach mal aus.

Butler statt Selbstbedienung

Zunächst fällt ein eigentümliches Design auf: Eine Art Eingabetube statt Eingabefeld vor einer Hintergrundgrafik oder -animation, und zwar im unteren Bereich der Seite angesiedelt. Auf einen Suchknopf scheint “alernia” zu verzichten. Bei der Eingabe – wenn man sie nicht zu früh per Entertaste abschickt – überrascht jedoch ein aufklappendes Menü. Es ist wahlweise per Pfeiltasten oder Maus steuerbar und bietet die Wahl an, anhand der eingegebenen Suchbegriffe Webseiten, Bilder, Downloads oder andere Dinge im Netz zu suchen. Also ähnlich wie bei Google die Optionen im oberen Bereich, allerdings sozusagen nicht als “gegenüberliegendes Wandregal”, sondern auf einem Tablett direkt heranserviert. “alernia” will offenbar mit Komfort punkten.

Durchsuchen wir das Web. Eine Augenbraue hebt sich. Das sieht nach Google aus. In der Tat gibt “alernia” dies im unten Bereich der Seite auch an. Ein Abgleich mit google.de, z.B. mit den Begriffen “bodybuilding” oder “handy”, zeigt schließlich: Es sind zwar Google-Suchergebnisse, jedoch deutlich anders aufbereitet. Sie wirken bei “alernia” aufgeräumter und ruhiger, man wird weniger irritiert von Bildern, Videohinweisen und Ergebnissen aus der Produktsuche, die sich sonst zwischen die Ergebnisse schieben. Die Liste enthält außerdem doppelt so viele Ergebnisse wie in der Google-Standardeinstellung und macht auf diese Weise das Weiterblättern weniger nötig. Neben Google, lassen sich in “alernia” auch andere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder ixquick direkt ansteuern.

Doch auf der Suche nach Informationen im Netz möchte man ja oft gar keine Suchergebnislisten sehen (oder sie bringen einen nicht weiter). Hier erweist sich das Menü als durchaus geeignetes Werkzeug, um andere Quellen in Anspruch zu nehmen. Will man keine Suchergebnisse, sondern Infos über einen Gegenstand, leitet einen die Auswahl des Menüpunkts “Lexikales” ohne Umwege zum Wikipedia-Artikel. Interessant ist die Möglichkeit, statt “Web”, “Bildern” oder “Video” eine Option namens “Intelligenz” als Quelle zu wählen: Viele kennen es nur zu gut, nach stundenlangem Googeln am Ende des persönlichen Lateins angekommen zu sein. Jetzt muss ein Mensch gefragt werden. In solchen Fällen eignet sich die “Intelligenz”-Option, um die Eingabe als Frage unkompliziert im Expertenforum von “alernia” zu veröffentlichen, ohne Registrierung per Passwort. Auf entsprechende Antworten kann man sich, falls gewünscht, per E-mail aufmerksam machen lassen.

Zahlreiche Optionen

Das besagte Menü – nennen wir es zur Unterscheidung von anderen Menüs auf der Webseite mal “Servicemenü” – entpuppt sich beim weiteren Experimentieren als riesiger Komplex mit zahlreichen Unteroptionen. Seine Hauptpunkte sind:

– Web & Text
– Lexikales
– Bild & Sound (mit den Unterpunkten “Bilder”, “Video” und “Audio & MP3”)
– Downloads & Games
– Intelligenz
– [mehr…]

Wohl als Hauptpunkte sekundärer Natur sind die Unterpunkte von “[mehr…]” gedacht:

– Adressen
– Ermitteln (z.B. für Berechnungen oder die aktuelle Uhrzeit)
– Fahrt & Flug
– Karte
– Waren & Angebote

Jeder dieser Hauptpunkte hat zahlreiche Unterpunkte, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Einige Quellen sind nicht extern und machen einen innovativen bis experimentierfreudigen Eindruck, wie z.B. die Unteroption “Lexikales > Enzyklopädien > Web (alernia-Modus)”, welche das Internet per se als Lexikon benutzt und manchmal weit Nützlicheres ausspuckt als Wikipedia (z.B. bei “Französische Revolution”, “Reguläre Ausdrücke”), manchmal aber auch derzeit wenig Brauchbares (z.B. “Solarenergie”). – Deutlich besser als bei Google ist die Fahrplansuche, die bei “alernia” nach der Eingabe und Wahl der Option “Fahrt & Flug” direkt zur Seite der Deutschen Bahn führt. Das Bemerkenswerte hierbei ist, dass anders als bei Google auch der Nahverkehr abgefragt werden kann, und zwar detalliert und in einer erstaunlich natürlichen Sprache, z.B.: “von Hannover Humboldtstraße nach Frankfurt am Main Hügelstraße am Freitag um 20.30 Uhr Ankunftzeit”. – Andere Optionen des Servicemenüs sind wohl eher als augenzwinkernde Spaßoptionen gedacht, beispielsweise diverse Unterpunkte der “Intelligenz”, die u.a. mit einem externen Chat-Roboter aufwartet, der auf die Eingaben im Suchfeld reagiert.

Daher lässt sich “alernia” als die Bündelung hunderter Suchmaschinen/Suchmodi begreifen. Trotz dieser Mächtigkeit bleibt das Servicemenü vergleichsweise einfach zu handhaben, da es einigermaßen logisch organisiert ist und auf den höheren Ebenen allzu lange Untermenüs vermeidet. Wo es doch mal ein übermäßig langes Menü gibt, ist dies insofern verzeihlich, da sich die Menüoptionen anhand ihrer Anfangsbuchstaben “anspringen” lassen – mit dem Trick des kurzen vorherigen Tippens der Strg-Taste dann auch völlig unabhängig vom Öffnen des Servicemenüs. So lässt sich beispielsweise das relativ tief verschachtelte “ebay” nicht nur mit Maus oder Pfeiltasten, sondern auch mit der Tastenfolge “Strg, E, B” erreichen und abfragen.

Zaubersprünge

Selbst diese Vereinfachung würde aber nervig, sobald man ein- und dieselbe Quelle mehrfach hintereinander nutzen wollte. Man stelle sich vor, man sucht im Französisch-Wörterbuch zehn verschiedene Wörter hintereinander und müsste jedes Mal “Strg, F, R” tippen, oder zehn Mal hintereinander hierhin navigieren: “Lexikales > Wörterbuch > Französisch”. Glücklicherweise ist auch für diesen Fall vorgesorgt: Das bloße Enter-Drücken ohne Menünutzung bewirkt die Abfrage der zuletzt beanspruchten Quelle. Erinnert sich der Recherchierende nicht mehr, welche dies ist, lässt sich das am unteren Seitenrand ablesen – der allerdings etwas klein geraten ist.

Bei der weiteren Benutzung ist festzustellen, dass “alernia” den Komfort-Aspekt auf die Spitze zu treiben sucht – was auch zu gelingen scheint: Nach Absenden einer Anfrage bleibt der Textcursor im Eingabefeld, so dass nach einer Eingabe ohne umständliches erneutes hineinklicken in das Feld ggf. sofort die Suchbegriffe geändert oder die Suchquelle gewechselt werden können. Auch das von den gängigen Suchmaschinen bekannte nochmalige Hinscrollen zum Eingabefeld und die störende Suche danach entfallen, da es immer auf dem Schirm bleibt. Ist der Cursor doch mal nicht mehr im Eingabefeld, genügt die F6-Taste, um wieder hineinzuspringen – von dem Webdienst selbst “Zaubersprung” genannt.

Irgendwann wird einem auch klar, warum “alernia” auf einen Suchbutton verzichtet: Das Überfahren des Eingabefelds mit der Maus öffnet automatisch das Service-Menü, deren einzelne Punkte dasselbe wie Suchbuttons leisten. Ein leicht erreichbarer Menüpunkt namens “[wie eben]” ermöglicht, per Maus die eben benutzte Quelle erneut zu benutzen. Das ist besonders bei tiefer verschachtelten Quellen nützlich. Ebenfalls nützlich ist die Einblendung von zur aktuellen Quelle passenden Quellen, z.B. um einen Lexikonartikel unkompliziert per Mausklick in mehreren anderen Lexika hintereinander anzeigen zu lassen, so dass man stets einen Vergleich mit den als unsicher geltenden Wikipedia-Infos hat, oder um einen Artikel bei eBay und mehreren anderen Verkaufshäusern hintereinander zu suchen.

Die “Eingabetube” hat auch jenseits des Servicemenüs einige Überraschungen parat: Gibt man einen Domainnamen in das Suchfeld ein, z.B. (“yahoo.de”), werden keine Suchergebnisse, sondern die dazugehörige Webseite selbst angezeigt, ohne dass das Eingabefeld verschwindet. Gibt man den Domainnamen in runde Klammern eingefasst ein, wird die dazugehörige Seite automatisch per Proxy, also anonym, angesurft. Das hat den Nebeneffekt, dass viele gesperrte Youtube-Videos wieder zum Laufen gebracht werden können.

Ein Minuspunkt sind die Eingabevorschläge, welche im Vergleich zu Google sehr spärlich erscheinen. Ausgleichend wirkt allenfalls, dass sich “alernia” wenigstens bereits getätigte häufige Eingaben der Vergangenheit merkt und in den Vorschlägen anzeigt. (Letzteres sucht man bei Google oder der deutschen Version von Bing derzeit vergeblich.) Auch könnte die untere Menüleiste mit Extra-Optionen und Infos ruhig etwas größer sein, denn man kann sie leicht übersehen. Zu guter Letzt wäre eine Unterstützung weiterer Browser außer Mozilla Firefox und Internet Explorer wünschenswert.

Fazit

“alernia” ist auf jeden Fall eine interessante Abwechselung im Reich der Suchwerkzeuge und bietet zahlreiche Vorteile und Erleichterungen gegenüber der herkömmlichen Art und Weise der Suche nach Informationen im Netz. Laut seinem Weblog befindet es sich allerdings noch im Alpha-Stadium, was man dem Projekt auch hier und da auch anmerkt. Nichtsdestotrotz kann dem User die regelmäßige Nutzung Spaß machen, Arbeitsschritte verkürzen und ihn an Informationen gelangen lassen, die sonst nur umständlich oder für den durchschnittlichen Websurfer gar nicht erreichbar wären.

Es kommt wieder etwas Bewegung in die Seo Tool Szene. Vor wenigen Tagen ist XOVI in der Version 2.0 der Öffentlichkeit vorgestellt worden, jetzt kommt noch ein Nachschlag hinterher. Neben der Version für DE gibt es jetzt als Zusatz auch noch AT mit dazu. Damit ist XOVI das erste SEO-Tool mit Zuschnitt auf den österreichischen SEO-Markt. Das wird unsere Nachbarn freuen, denn viele Komponenten eines auf DE zugeschnittenen Tools sind nur bedingt aussagekräftig.

Die Deutschen suchen halt mit anderen Häufigkeiten und teilweise anderen Begriffen als die Österreicher, dann gibt es da auch noch Google mit seinen Bemühungen die jeweilgen Domains nach ihrem Land und der Herkunft der Verlinkungen einzusortieren. Deshalb sind die Google Rankings je nach Land sehr verschieden und die Keywort Verteilungen teilweise auch sehr unterschiedlich. Diese Unterschiede spiegeln sich natürlich auch im SichtbarkeitsIndex für die Domains wider. Mit dem neuen XOVI AT-Modul sind diese Landesdifferenzen hinfällig.

Möglicher Auslöser für die österreichischen Bemühungen dürfte ein Weblog Artikel von Oliver Hauser gewesen sein, in dem er ein SEO Tool für österreichische Webmarketer gefordert hatte. Alex Unsöld und seine Mannen haben das Flehen erhört und sich an die österreichische Fassung des XOVI-Tools gesetzt, gestern wurden sie fertig damit. Mal schauen, wie sich die Geschichte entwickelt. Der Markt ist kleiner, das Modul kostet zusätzlich zum Basis-Modul und der Ausbau hängt von der Entwicklung und dem Zuspruch der User ab. Dennoch ist der Preis heiß, wenn man ihn mit dem anderer Tools auf dem Markt vergleicht. Und erstmal müssten die anderen Nachziehen, wenn sie etwas vom Kuchen abhaben wollen.

Bei nächster Gelegenheit schiebe ich mal einen Test hinterher. Sicher spannend zu sehen was hier und da so rankt an Domains. Vielleicht kennt ja jemand kuriose Beispiele oder möchte gar einen Gastartikel zu dem Thema schreiben. Ich würd mich freuen.

Na, im Bereich Seo-Tools geht ja langsam aber sicher die Post ab. Angefangen hat das ganze vor gut einem Monat mit Seolytics Light. Ein Seo-Tool fürs schmalere Portemonnaie, dass erstmals auch den kleinen Seo aus der Ecke locken sollte. Vor zwei Tagen folgte dann der zweite Streich, als Searchmetrics mit dem Rapid-Tool die Beta-Phase verlassen und den Markt der Seo-Tools betreten hat. Heute nun der dritte Streich, XOVI startet mit einem neuen Online Seo Tool, dass von Umfang und Preis her den Konkurrenten Sistrix, Searchmetrics und Seolytics den Kampf ansagt. Das wird jetzt aber richtig spannend. Und immer schwerer für den armen Seo und Webmaster, sich für das bestpassendste Tool zu entscheiden.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Insofern wird diese Entwicklung den Verbraucher freuen und die Anbieter zwingen, noch fleißiger an neuen Features, besserer Usability, schnelleren Auslieferungszeiten und Preisen zu arbeiten.

Nachdem vor 2 Monaten auf Seounited die Searchmetrics Suite Verlosungen stattgefunden hat und einiges an Aufmerksamkeit in der Seo Szene auf sich zog, legt jetzt Artaxo noch eine Schüppe drauf. Ein Beta-Test in Kombination mit einem Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von 22.000 €. Gesucht werden 100 Betatester für die neue Seolytics Light Version.

seolytics-light-beta

Die Tester sollen helfen, eine Version der Seo Software zu erstellen, die auch für den einfachen Webmaster und Hobby Seo erschwinglich ist. Unter allen Freiwilligen, die an dem Betatest teilnehmern, verlost Artaxo eine 6-monatige Seolytics Silver Lizenz im Wert von über 4600 €. Desweiteren gibt es 1000 € bar auf die Hand für denjenigen Bewerber, der die meisten Teilnehmer auf diese Aktion aufmerksam macht. Und als Sahnehäubchen wird unter allen Betatestern eine Jahreslizenz von Seolytics Gold verlost, ein Preis im Wert von über 17.000 €.

Wie immer wenn etwas umsonst ist, überschlagen sich die Kommentare. Die Seounited-Aktion brachte es auf über 260 Kommentare, die Seolytics Light beta Aktion hat am ersten Tag schon 70 Kommentare eingesammelt. Was wollen wir wetten, dass sich das auch noch verdoppeln und verdreifachen wird. Für alle die noch überlegen ob sie teilnehmen sollen oder nicht, hier noch der Hinweis auf unsere Seolytics Besprechung. Und nun viel Glück beim Gewinnen.

Im April 2009 wurde das SEO-Tool SEOlytics von Artaxo der Öffentlichkeit vorgestellt. Ich durfte es damals Betatesten und habe es mittlerweile lange genug genutzt, um mir ein Urteil darüber erlauben zu können. Auf einer Extraseite werde ich die neue Software und ihre wichtigsten Funktionen vorstellen. Der Übersicht wegen bespreche ich die einzelnen Komponenten jeweils noch etwas detaillierter auf entsprechenden Extraseiten, das dauert aber noch ein paar Tage und so lange gibt es diesen SEOlytics Artikel schon mal vorneweg.

Entsprechende Artikel bzw Seiten zu den beiden anderen SEO-Tools (Searchmetrics und Sistrix) sind in Planung, später soll dem Ganzen auch noch ein Vergleich der 3 Tools untereinander folgen. Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann, unterscheiden sich die Tools jeweils in einigen Komponenten und im Umfang, aber keines kann die beiden anderen bis jetzt komplett ersetzen. Andererseits sind alle Hersteller zur Zeit schwer aktiv, was Ausbau und Angleichung ihrer Produkte angeht. Alle drei haben ähnliche Daten gelagert und werden sich sicher in vielen Dingen immer mehr annähern. Dem Nutzer kann das nur recht sein – Konkurrenz belebt das Geschäft, verbessert die Produkte und drückt den Preis.

Lange durften wir auf Suchmaschinenoptimierung.de nur auf einen Platzhalter schauen, jetzt ist die Zeit abgelaufen und das Geheimnis gelüftet. Jochen Maaß und seine Mannen haben wochenlang schwer an ihrer Software geschuftet und die SEO Analyse Software heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Anbei ein erster Eindruck vom SEOlytics Dashboard:

SEOlytcis Analyse Tool

Weitere Infos folgen im Kürze. Bin erst mal auf Achse.

Update: Mittlerweile gibt es eine detailierte Besprechung von SeoLytics.

Wie soeben auf dem GoogleWatchBlog gelesen, wurde Google Suggest für den deutschen Markt auf Google.de aktiviert.

Für uns SEO’s kann die Erweiterung als Tool bzw. als kleine Hilfe für eine Keywordrecherche genutzt werden, denn die vorgeschlagenen Suchbegriffe müssen ein bestimmtes Suchvolumen besitzen bevor sie von Google vorgeschlagen werden.

Beispiel anhand des Keywords “Suchmaschinenoptimierung“:
suggest
Die Berliner und die Münchner sollten mal die lokalen Branchenergebnisse auch in Kombination mit “Suchmaschinenoptimierung” verbessern (oder bin ich der Einzige, der keine Maps dazu sieht?). Die Meisten setzen wohl auf das Keyword “SEO” in Kombination mit der Stadt.

Wem die Suchbegriffsvorschläge von Google zu störend sind, der kann sie ganz einfach in den Einstellungen deaktivieren.

Über den Autor

Ernest Mavriqi ist Internet-Unternehmer und als Experte für Suchmaschinenoptimierung bei einer der bekanntesten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands tätig.

In meinem letzten Beitrag hatte ich das SEO Modul von Sistrix vorgestellt und dabei als Beispiel eine Domain präsentiert, die zwischenzeitlich von Google mit einer Penalty belegt worden war. Da die Sistrix-Toolbox mittlerweile nicht nur die aktuelle Keyword-Verteilung für eine Domain anzeigt, sondern auch Ergebnisse der Vergangenheit nachgeschlagen werden können, habe ich mir den Spaß gemacht die Daten zu grabben und in animierter Form auszugeben. Das Resultat – eine Google Penalty im Zeitraffer!


Oben seht ihr also die relative Verteilung der Keyword-Rankings sowie parallel darunter die Veränderungen im Sistrix-Rank (Sichtbarkeitsindex) für die abgestrafte Beispiel-Domain. Man sieht hier sehr deutlich, dass zum Zeitpunkt des Domain-Absturzes nicht nur der Sistrix-Rank einknickt, sondern sich auch die Keywort-Verteilung drastisch verändert. Praktisch keine Rankings mehr in Googles Top 30, viel plastischer kann man eine Google Penalty kaum noch darstellen.

Endlich finde ich die Gelegenheit einige lobende Worte über das SEO-Modul aus der Sistrix Toolbox fallen zu lassen. Und das ist noch schwer untertrieben. Das Tool ist einfach genial. Es kostet zwar Geld, ist aber auch jeden Cent davon Wert. Warum das so ist, will ich hier mal beschreiben.

Fangen wir mit dem Fall (im wahrsten Sinne des Wortes) eines Konkurrenten an. Das SEO-Modul fragt rund 250.000 Keywörter gegen Google ab und bildet aus den so gewonnen Rankings für jede Domain einen speziellen Sichbarkeitsindex-Wert. Ich nenne diesen Wert einfach mal SistrixRank, kurz SR. Dieser SR ist für uns so etwas wie ein PageRank-Ersatz, er gibt darüber Auskunft wie gut und wie breit eine Seite im Google-Index rankt – so eine Art Hochrechnung für den Traffic einer Domain. Nach dem Motto: “Eine Seite die gut rankt ist eine gute Seite”, kann man mit dem SR zwischen guten und schlechten Seiten unterscheiden oder Erfolge von Optimierungsmaßnahmen sichtbar machen.

Mißerfolge sieht man natürlich auch. In obigem Beispiel hat es zwischenzeitlich eine Website zerrissen, Google hat die Seite mit einer Penalty versehen. Sehr unlustig für den Betreiber, spannend für den Beobachter. Drei Monate lang ist der Google-Traffic komplett eingebrochen, danach hat sich die Seite wieder berappelt. Nicht vollständig, aber immerhin. Sie arbeitet sich wieder zurück. Frage die sich jetzt stellt, was ist passiert?

Schauen wir dazu einmal auf eine weitere Komponente des SEO-Moduls, die PageRank-Historie einer Website. Ist das nicht praktisch, neben den Rankings bekommen wir die PR-Daten auch noch frei Haus. Und das für eine Domain, von der wir bis gestern vielleicht noch nicht einmal etwas gehört hatten. Hier also der PR-Verlauf zu obiger Beispielseite:

Na, klingelt es. Da ist eine Seite von PR6 auf PR4 runter gefallen. Oder besser gesagt gefallen worden. Die zeitliche Differenz erklärt sich durch Googles verzögertes Updaten von PR-Daten. Das sieht doch ganz verschärft nach einer PR-Abwertung aufgrund von Paid Links aus. In diesem Fall dürfte es aber nicht der Verkauf von Links gewesen sein, hier wurden Links eingekauft. Und zwar ein paar ganz schwergewichtige. Ich tippe schwer darauf, dass die Seite über das Paid Links Formular angeschwärzt wurde – was dann passieren kann, sehen wir anhand der Kurven.

Ich denke ihr begreift jetzt so langsam den Wert eines solchen Tools. Plastischer kann man den Absturz einer Seite kaum darstellen. Es wird aber noch besser. Wir können uns für die von der Toolbox kontrollierten Keywords auch noch den Rankingverlauf ansehen. In unserem Beispiel waren das Hunderte von Suchbegriffen, einer sei hier exemplarisch gelistet:

So sieht eine Penalty aus. Das war nicht nur bei diesem Keyword so, bei allen anderen war es ähnlich. Nur ganz sporadisch schafften es die Keywords mal ein Stück rein in die Top 50, in fast allen Fällen war Platz 40 die absolute Obergrenze des Möglichen. Mehr als ein Zappeln um Platz 50 herum war also nicht drin. So macht SEO-Analyse Spass 🙂

Vielleicht habt ihr jetzt eine Vorstellung von dem Wert eines solchen Tools. Für den Webseiten-Betreiber – dem hilft es bei der Überwachung der eigenen Seiten. Für den SEO-Berater, der analysiert auf Knopfdruck Seiten und erklärt dem staunenden Kunden, was er vor einem halben Jahr richtig oder falsch gemacht hat. Auch für den Kunden ist das Tool spannend, besser kann man seiner SEO-Firma nicht auf die Finger gucken. Und ist das nicht der ideale Linktausch-Begleiter. Vorbei die Zeiten wo eine vermeintlich grün leuchtende Website einen guten Tausch vorgaukelte, man am Ende dann aber den eigenen guten Link gegen einen faulen Gegenlink eintauschte.

Die obige Grafik zeigt eine Website, die noch vor ein paar Monaten mit PR5 herum strahlte und mir zum Linktausch angeboten wurde. Da ich damals mutmaßte, dass die Seite ein Bauernopfer war, lehnte ich dankend ab. Jetzt musste ich schmunzeln, als mir die Seite noch mal zum Tausch angeboten wurde. Ein Blick mit dem Sistrix-Tool und mir war klar, meine damalige Prognose hatte sich bewahrheitet. Darum hier auch noch ein Hinweis an alle Linktauscher – ich tausche nur noch mit Sistrix-Zertifikat >:)

PS: Das war noch nicht einmal alles. Das Tool überwacht auch die Seitenzahlen im Google Index, was manchmal ganz hilfreich sein kann im Kampf mit Duplicate Content Problemen und gibt Info über die Namen der Subdomains. Und wie ich Johannes Beus kenne, das war noch nicht das letzte Wort. Da kommt noch mehr.