Viele Firmen tun sich schwer, aktuelle Webtrends gewinnbringend einzusetzen; nicht Wenige scheuen sich gar vor dem sog. Web 2.0. Dabei bietet die Kombination von herkömmlichen und neuen Online-Marketing Tools gerade der guten alten Firmenhomepage einige Optionen auf Social Traffic und neuen Schwung für SEO. Die folgenden 12 Praxisbeispiele sollen Mut zum Querdenken machen.

E-Mail Newsletter + Social News

Sofern Sie nicht selbst Betreiber eines größeren Nachrichtenportals sind, macht es überhaupt keinen Sinn, deren Icon Leiste zu kopieren. Die enthaltenen Social News Icons (Yigg, Webnews etc.) sollten bei Firmenhomepages nur dort platziert werden, wo kurzfristig starker Traffic zu generieren ist: den Landingpages ihres E-Mail Newsletters. Tragen Sie ihre Artikel selbst – notfalls mit mehreren Accounts – unmittelbar vor dem Versand des Newsletters auf den Social News Portalen ein. Das bietet ihnen volle Kontrolle über den Inhalt der veröffentlichten Meldungen und sorgt dafür, dass ihre Abonnenten nur noch per Klick abstimmen müssen. Im Newsletter sollte zudem auf den/ die Icons hingewiesen werden.

Seite weiter empfehlen + Social Bookmarking

„Ihr bekannter Max Mustermann empfiehlt ihnen mit dem Hinweis tolle Seite, folgenden URL zu besuchen […].“ Diese Meldung ließe sich folgendermaßen ergänzen: „Sollte Ihnen dieser Artikel ebenso gut gefallen, denken Sie daran, diesen Link auch ihrem sozialen Netzwerk bekannt zu machen. Die entsprechenden Social Bookmarking Icons finden Sie oben rechts auf jeder Seite.

Seitensuche + Tagcloud

Hat die Ergebnisseite ihrer Seitensuche den Suchbegriff im Url? Wenn ja, dann bringt ein Direktlink die lokalen SERPs auch in den Google Index. Sofern sie Suchbegriffe verwenden, die Ergebnisse liefern, haben Sie automatisch aktualisierten Content, der für SEO durchaus Vorzüge besitzt.

Das besondere für diese Betrachtung ist allerdings, dass der erzeugte Content jeweils mit einem Begriff etikettiert werden kann, also quasi getagged ist. Eine Wolke, die ihre Direktlinks optisch in Szene setzt, ist schnell gebaut. Wenn Sie möchten, nehmen Sie die Logfiles ihrer Seitensuche als Grundlage für die Begriffswahl; diese selbst zu bestimmen bietet allerdings mehr Flexibilität und Steuerungspotential. Titulieren lässt sich die Wolke als „1-Klick Suche“ oder auch „Top-Themen“.

Ratgeber / FAQ + Linkbait

Viele Firmenhomepages enthalten sehr nützliche Tipps und Problemlösungen zu Themen ihrer Branche. Diese werden auch gern und oft verlinkt, schließlich ist ihre Firma im Markt bekannt und vertrauenswürdig… oder etwa nicht? Ihr hochwertiger Content wird möglicherweise von manchen Webmastern/ Bloggern oder dem Wettbewerb eben nicht verlinkt, gerade weil ihr Firmenname drüber steht („subjektiv“, „zu kommerziell“, „suggestiv“ etc.). Darüber hinaus unterliegen Sie auf ihren eigenen Webseiten auch formalen und stilistischen Beschränkungen, die ihre Tipps im Vergleich eher unattraktiv erscheinen lassen. Durchforsten Sie ihre Webseite nach Ratgebern, FAQ. Kommentare oder Anleitungen, die für eine breite Öffentlichkeit interessant sein könnten und recyceln diese als Artikel, wie „Die zehn besten Profitipps für…“, „Was sie unbedingt über Xy wissen müssen“, „Diese Irrtümer können Sie bares Geld kosten“ etc. Diesen Content bieten Sie Blogs, Verbraucherportalen oder sonstige Branchenseiten an und sichern sich hochwertige Links durch Quellenverweise.

Webforum + Blog

Viele Foren haben bereits einen Bereich in dem nur bestimmte Nutzer neue Beträge erstellen und die Community kommentieren kann. Diese Bereiche tragen unsexy Namen wie „Ankündigungen“, „Forenregeln“ oder auch „Nur für Moderatoren“ – nicht besonders blogtauglich, oder?

Aber mal im ernst: Sich für teuer Geld einen Profi-Blogger zu engagieren, der das Firmenimage modernisiert, kommt nicht für jede Firma in Frage. Wenn Sie eigene Erfahrungen mit dem Bloggen machen möchten, finden sie wesentliche Funktionalitäten auch in ihrem Webforum wieder.

Die „unwesentlichen“ Funktionen folgen im nächsten Punkt…

Branchenkommentar + Blog

In einigen Branchen veröffentlichen Firmen regelmäßig Kommentare zur aktuellen Marktlage, Branchentrends etc. Statt ohne Blogsoftware zu bloggen, ist auch der umgekehrten Weg interessant.

Passen Sie das Template einer Blogsoftware optisch exakt an ihre Firmenhomepage an, schalten – wenn unerwünscht – die Kommentarfunktion aus und entfernen auch die übrigen Blogfunktionen, so bleiben einige nützliche Features dennoch erhalten: Trackbacks, RSS, Auto-Ping.

Die prompte Aufnahme in die Blog-Suchmaschinen, ein Eintrag in Blog-Verzeichnisse und die Möglichkeit, Trackback-Links in ausgewählten Branchenblogs zu hinterlassen, sollte die Reichweite ihrer Kommentare steigern…

…und was mit RSS so alles anzustellen ist, folgt in Teil II dieses Artikels.

Über den Autor

Gero Wenderholm ist seit 10 Jahren beruflich im Internet tätig. Zunächst als Programmierer und Webdesigner gestartet, beschäftigt er sich seit 5 Jahren auch eingehend mit Suchmaschinenoptimierung.
Dabei war er unter anderem Marketingleiter bei LCD Media und Online-Marketing Manager/ SEO-Consultant für Dr. Klein. Heute betreut der Diplom-Informatiker die B2C-Portale der Hypoport AG in Sachen SEO.

Als Entwickler von Communities sind wir stark auf Suchmaschinenoptimierung angewiesen und fragen uns regelmäßig wie unsere Firma auf die ständigen Änderungen reagieren sollte. Da wir keine SEO Agentur sind und nur bedacht einstellen können, fragen wir uns welche Position langfristig am meisten Sinn machen würde.

Nachdem der Pagerankwahn und stumpfe Linkeinkauf nun glücklicherweise ihr Ende gefunden haben, scheint der Markt gereift zu sein und hochwertiger Content sich wie von selbst am besten durchzusetzen. Die Zeiten in denen Praktikanten massenhaft Links eingekauft haben, sind also von Kreativität und hochwertigem Inhalt abgelöst worden.
Link Bait (deutsch: Link Köder) ist das Zauberwort und Social Media scheint der Schlüssel zum Erfolg.

Es gilt eine Story oder ein Produkt zu schmieden, einen Reißer, der mit minimalen Einsatz größtmögliche Reichweite erzielt. Etwas, das durch die Medien geht, weil es unterhaltend, kontrovers, revolutionär, genial gut oder einfach nur erwähnenswert ist.
Klingt schwer nach PR oder?

Ist es nicht Aufgabe einer PR Agentur eine Firma auf die Öffentlichkeit vorzubereiten (SEO: on page Optimierung), mit kreativen Ideen und gezielten Events (SEO: Link Bait) möglichst viel Medienrummel (SEO: Social Media Presenz) zu verursachen, mit Hilfe von Presseverteilern (SEO: Social Networks und Social Media Sites) Pressemitteilungen (SEO: Blogbeiträge/ virale Videos) zu verteilen und für ständigen Gesprächsstoff zu sorgen?

 

Die beiden Branchen scheinen sich ähnlicher zu sein als man denkt. Und momentan deutet vieles darauf hin, dass diese sich zukünftig noch mehr aufeinander zubewegen werden. Eine klassische PR Agentur muss zwangsläufig umdenken und ebenso mangelt es vielen SEOs noch an klassischer PR Erfahrung.

Man bedenke nur, wieviele Blogger auf Artikel der führenden Tageszeitungen eingehen, oder wie klassische Pressemitteilungen auch von Online Redaktionen aufgenommen werden und dementsprechend die Runde machen. Umgekehrt werden mittlerweile auch Superdiggs nicht selten am nächsten Tag in den klassischen Medien aufgegriffen.
Strategische Kooperationen wären in vielen Fällen wohl durchaus lohnenswert – ich bin mal gespannt ob wir in der Richtung zukünftig was sehen werden.


Nur was bedeutet das nun für mich? Soll ich lieber einen kreativen PR Spezialisten oder einen technikaffinen SEO einstellen? Am besten wäre natürlich das Doppelpack, oder was meint ihr?

Ich möchte mich nun als fünfter Autor in diesem Gemeinschaftsblog vorstellen. Der ein oder andere wird mir in den letzten Jahren schon einmal über den Weg gelaufen sein. Ich bin einige Zeit für Spreadshirt tätig gewesen – zunächst als Affiliate Manager und später verantwortlich für das Suchmaschinenmarketing. Nebenbei habe ich meine Erfahrungen in Affiliate Marketing, SEM und SEO durch die Arbeit an eigenen Website-Projekten vertieft.

Mittlerweile habe ich zusammen mit Katja von der Burg eine Agentur mit Sitz in Leipzig gegründet, die Online Marketing Dienstleistungen, Consulting und Workshops – mit Fokus auf StartUps – anbietet.

Für SEO.de sehe ich meine Beiträge thematisch eher in der SEM-Ecke. Da SEM ja aber ohnehin das neue SEO ist, sollte das legitim sein. Thomas hat es in seinem ersten Beitrag schon erwähnt: wer heute eine erfolgreiche Adwords-Kampagne fahren will, sollte insbesondere auf den Quality Score achten. Dieser hängt wiederum wesentlich von den Inhalten der Landing Page ab. Ich kann es zwar nicht mit Sicherheit bestätigen aber wenn sich die Erkenntnisse von Jon Miller (SearchEngineLand) als wahr erweisen, wiederholt sich die Geschichte gewissermaßen: was vor Jahren für das organische Ranking nützlich war (Meta Keywords + Description), gilt nun offenbar für auch für SEM. Zumindest solange bis es wieder jeder macht und dieses Kriterium seine Wirkung verliert. Vielleicht sollten Landing Pages vorsorglich auch schon mal in Webkataloge und Artikelverzeichnisse eingetragen werden? ;)

Wie Gerald hier schon vorgewarnt hat, gibts hier ausser Links, auch die Webmaster-On-The-Roof-Road-Gadgets toujour abzustauben. Namentlich ein Asus EeePC oder ein Ipod Touch mit 16 GB.

Alles was ihr dafür tun müsst, ist eure SEO Hellseherkugel anwerfen und euren Tipp auf folgende Frage unten in die Kommentare schreiben:

Wann wird SEO.de in Googles TopTen fuer “seo” gelistet sein?

Einfach ein Kommentar mit dem Datum schreiben und nicht vergessen eure Email mit anzugeben. Das Datum welches am genausten getippt hat, gewinnt.

Viel Glück

P.S: Wer noch ein wenig Training braucht kann hier diese Woche noch eine Wii abstauben.

Update: Yi hat sich einen besonderen Innovationspreis erkauft verdient. Preis muss er sich selber abholen kommen bei mir.

Matt Cutts, Googles Spamhausmeister, berichtet hier über die interne Diskussion, wie in Zukunft das noindex-Meta-Tag behandelt werden soll.

Im Moment wird eine mit noindex markierte Seite vom Spider besucht und alle Links werden auch korrekt verfolgt (wenn nicht noch ein nofollow mit angegeben wird), jedoch wird die Seite selber nicht im Index aufgenommen. Google liefert keine Suchergebnisse dafür aus .

Nun wird darüber diskutiert, ob es nutzerfreundlicher ist wie bei MSN und Yahoo zumindest einen Link auf diese Seite zu liefern. So würden explizite Suchen nach diesen Seiten erfolgreiche Ergebnisse liefern und somit unwissenden Webmastern das Leben vereinfacht werden.

Als Lösung dazwischen könnte Google versuchen nur “gut bekannte” Seiten anhand des DMOZ und anderen Quellen mit dem einfachen Link beglücken.

Mir ist immer noch schleierhaft warum diese Diskussion überhaupt aufkommt.

Als Webmaster und SEO will ich entscheiden können was in den Index kommt und was nicht. Ich habe zwar noch die Möglichkeit per robots.txt den Spider fernzuhalten, aber das verhindert auch das die Links auf diesen Seiten verfolgt werden. Mit noidex hab ich aktiv der Suchmaschine mitgeteilt das diese Seite, aus welchen Gründen auch immer nicht, nicht in den SERPS auftauchen soll.

Google hat keine Möglichkeit zu erkennen, ob der Tag aus Versehen da steht oder nicht.
Es steigert auch in keinster Weise die Benutzerfreundlichkeit wenn plötzlich Suchergebnisse ohne Beschreibung auftauchen oder der Benutzer auf Seiten kommt,auf denen ich ihn nicht haben will.

Was ist eure Meinung dazu ?

Auch ich habe mir vorgenommen, in diesem tollen neuen Blog ab und an mal ein paar Postings zu schreiben. Es gibt ja bekanntlich viel zu wenig mittelgute bis schlechte SEO-Blogs. Vielleicht schafft es dieses Blog als Gemeinschaftsprojekt ja, zur Tageszeitung für den SEO zu werden. Als Spielplatz und Kontaktverwaltung gibt’s ja die SEO Community.

Und ich habe natürlich auch noch ein kleines spannendes Thema mitgebracht. Hauptsächlich ein Hinweis auf ein interessantes Posting bei SearchEngineLand zum Thema Conversion- und Landingpage-Optimierung. Gut, dass kürzere Formulare bessere Conversion bringen, ist klar. Trotzdem interessant zu lesen weil gut analysiert.

Viel eher praktisch nutzbar ist aber noch der zweite Teil des Artikels zum Thema Verbesserung des Adwords Quality Score. Und zwar ganz einfach durch den Einbau der beworbenen Keywords in den Keyword-Metatag. Das war mir neu, ist auch eigentlich ein ziemlicher Unsinn, da viel zu einfach und letztlich völlig sinnlos. Aber solange es funktioniert, sollte man es nutzen.

Eigentlich hör ich mir die Show von den seoFM Jungs wegen der Zeitdifferenz (7 Stunden) erst am Tag danach an.
Da wir momentan jedoch Phillip von gays.de zu Besuch haben und er heute in seinen Geburtstag reinfeiert,
werden wir wohl nachher noch einen trinken gehen und – wenn es denn nicht zu fröhlich wird – später mal live im Chat dabei sein. Das heißt falls die Verbindung mitspielt. Denn ohne VPN in die Staaten hilft auch keine Standleitung um einen unterbrechungsfreien Stream aufzubauen.

Evtl. werde ich meine allerletzte Flasche Alt-Bier öffnen müssen, deswegen hier einmal der Aufruf:
Der Nächste der es schafft mir eine Flasche Düsseldorfer Alt Bier nach Shanghai zu schmuggeln, soll hier lobend ( mit Link) erwähnt werden.

SEO in Shanghai funktioniert halt doch ein wenig anders.

Wie startet man seinen ersten Artikel auf seo.de am geschicktesten, wenn nicht unter Verwendung des Keyworts SEO? Wie spannt man am besten den Bogen, um auf das Keywort SEO zu verweisen? Wie stellt man sich als Autor am einfachsten vor?

So, so und so. Man greift einen themenrelevanten Artikel auf, schreibt selbst ein paar Worte, verlinkt den Artikel und verrät beiläufig, dass man der SOS SEO Blogger ist. Den Namen und das Gesicht habt ihr vielleicht schon mal irgendwo gesehen. Im wirklichen Leben heiße ich Gerald Steffens, in Foren bin ich mit dem Nickname minivip unterwegs. Im Berufsleben bezeichne ich mich am liebsten als Consultant und in meinem Second Life muss ich damit Leben, dass einige Neider meinen, ich würde eine SEO-Klitsche betreiben.

In diesem Weblog sollen zukünftig einige mehr oder minder bekannte SEOs für Abwechslung sorgen. Einer der Gastschreiber bin ich. Warum ich hier mitmache, weiss ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz genau. Aber da bin ich in guter Gesellschaft, weil Julius sich damals auch nicht genau überlegt hat, was mit der Domain passieren sollte – er wollte sie einfach nur kaufen. Und jetzt haben wir den Salat.

Julius ist ein heller Kopf, die 48.000 € für den Domainnamen seo.de hat er gut angelegt. So eine Domain ist wie eine Immobilie. Wenn man sie schön pflegt und ausbaut, dann ist sie später Gold wert. Insbesondere im Seo-Business, wenn es sich um eine echte Keywort-Domain handelt. Und SEO ist schon ein nettes Keywort. Im amerikanischen Umfeld noch viel mehr als hier im deutschen. Kaum verwunderlich, wer tippt schon gerne Search Engine Optimization (oder Optimizer) in die Suchformulare, wenn es so viel kürzer geht.

Aber auch hierzulande wir der Begriff mit der Zeit immer populärer werden. Nicht nur, weil wir im IT Umfeld gerne Amerikanismen bedienen, sondern auch, weil das deutsche Pendant Suchmaschinen-Optimierung ebenfalls viel zu lang ist, weil der gemeine Deutsche notorisch tippfaul ist und weil die Kurzform SMO doof bis uncool klingt.

Und schon haben wir zum zweiten Mal den Bogen zu Franks SEO-Beitrag geschlagen. Frank bestätigt in seinem Artikel eine Zunahme der Besucherzahlen, erzählt von seinen Erfahrungen mit dem Keywort SEO und spekuliert zu guter Letzt auf rosige Zeit für SEO-Liebhaber. Sehe ich ähnlich.

SEO Trends

Auch die Google SEO-Trends sehen das so ähnlich und weisen steigende Suchvolumina aus. Wer weiss, in ein paar Jahren ist der Begriff vielleicht auch hierzulande schwer nachgefragt, werden hohe Summen für SEO PPC ausgegeben, steht seo.de für die Suche nach SEO auf Platz 1 und hat die Domain eine Null mehr auf dem Preisschild.

Fast hätte ich das Wichtigste vergessen, PageRank 7 hat die Domain bis dahin natürlich auch schon lange.

Und jetzt dürft ihr alle mal gespannt beobachten, wie lange diese Domain braucht, um für ihr Haupt-Keywort in Googles Top10 aufzutauchen. Noch ist sie nicht mal in den Top1000 gelistet, aber ihr werdet es sehen. Nicht nur SEO ist im Aufwind, auch seo.de wird kommen. Ihr könnt ja mal raten, wie lange es dauert. Vielleicht stiftet Julius ja für den besten Tipp einen netten Preis. ;-)

Matt Cutts hat heute in seinem Blog klargestellt wie die neue Google Toolbar(beta 5) mit 404-Fehlerseiten umgehen wird.

So if you’re a webmaster and want users to see your custom 404 page, just make your page be more than 512 bytes long.

Die Fehlermeldung muss nur größer als 512 Byte sein, sprich: eine eigene 404 Fehlerseite ist Pflicht damit sie nicht durch die Googleversion ersetzt wird.

Das Interessante an der Sache ist der Suchvorschlag in der Google-404. Mal angenommen ich optimiere regenbogenmilch.com auf “blaue Milch”.
Ein kurzer Check auf meine Mitbewerberseite farbigemilch.com zeigt mir das es keine eigene 404-Meldung gibt und deshalb von der Toolbar gekapert wird.

Wenn ich jetzt ein paar mal auf die nicht vorhandene Seite farbigemilch.com/blauemilch/ verlinken würde, könnte ich theoretisch nicht nur sein Ranking beeinträchtigen, sondern auch mit Hilfe von Google gleich auf meine “blaue Milch” getrimmte Seiten weiterleiten.

Ich muss jetzt los meinen weißen Hut zur Reinigung bringen.

Nach meiner kurzen Vorstellung möchte ich heute auch mal einen ersten Blogbeitrag wagen. Anlass für meine frisch gewonnene Schreibwut ist ein gestriger Beitrag von Jon Miller über Landingpage-Optimierung auf Searchengineland. Jon Miller arbeitet als Vice President of Marketing bei einem Anbieter von B2B Software zur Optimierung von Marketingkampagnen.
Während ich mir die marketingtechnische Landingpageoptimierung für ein anderes Mal aufhebe, gehe ich heute nur auf den Quality Score ein. Wie wir ja wissen, strebt Google es an, bei den Adwordanzeigen möglichst relevante Werbung/ Informationen anzuzeigen. Macht ja auch Sinn, wenn Suchende in den Adwordanzeigen Antworten auf Ihre Suchanfragen finden, erhöht dies ja ihre Zufriedenheit und resultiert in mehr Vertrauen in Adwords. Mehr Vertrauen bedeuten mehr Klicks, mehr Klicks bedeuten mehr Erfolg für Werbende und letztendlich mehr Einnahmen für Google. Der Ranking Algorithmus bei den Adwords ist für Google also nicht weniger wichtig als der von SERPs und sollte daher beim erstellen von Landingpages und Anzeigen im Hinterkopf behalten werden.

Aber was ist eigentlich der Quality Score?

Google möchte relevante Anzeigen belohnen indem sie dem Werbenden preislich und bei der Position entgegenkommen. Weniger relevante Anzeigen werden so teurer und unattraktiv. Um dieses Modell umzusetzen hat Google einen Quality Score geschaffen:

Quality Score is the basis for measuring the quality and relevance of your ads and determining your minimum CPC bid for Google and the search network. This score is determined by your keyword’s click through rate (CTR) on Google, and the relevance of your ad text, keyword, and landing page.

Auf gut deutsch legt der Quality Score also das Mindestgebot für die beworbenen Keywords aufgrund von Informationen wie Klickrate, Relevanz des Werbetextes und der Landingpage fest.

Wie macht sich der Quality Score bemerkbar?

Wer regelmäßig Kampagnen bei Google bucht, wird festgestellt haben, dass sich die Mindestpreise bei den einzelnen Suchwörtern nach einiger Zeit verändern. Wenn zu allgemeine Wörter gewählt wurden, und diese offensichtlich eine schlechtere Leistung als vergleichbare Anzeigen bringen, wird der Mindestpreis zum nächsten Intervall hochgestuft.
Umgekehrt gilt: Je höher der Qualitätsfaktor, desto besser die Anzeigenposition und desto geringer das Mindestgebot.

Trifft der Quality Score auf jeden zu?

Wie oben schon geschrieben, ist Google verständlicherweise an einem hochwertigen Ergebnis interessiert. Manchmal habe ich persönlich jedoch den Eindruck, dass bei besonders großen Kunden (z.B. früher Ebay) der Quality Score manuell bestätigt wird und daher auch bei weniger relevanten Suchphrasen mal ein Auge zugedrückt wird. Normalsterbliche wie wir werden davon aber wohl nie profitieren können.

Welche Möglichkeiten gibt es um den Quality Score einer Landingpage zu erhöhen?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Websiten die sich diesem Thema widmen, einige wichtige Punkte möchte ich hier in unsortierter Reihenfolge vorstellen:

1. Relevanz
Man sollte beim erstellen von Anzeigen darauf achten, möglichst relevante Keywords für die beworbene Seite auszuwählen, und umgekehrt auf der beworbenen Seite möglichst erfolgsverpsrechenden Inhalt zu bieten. Am einfachsten und wirksamsten ist es also die lange Keywordliste in mehrere relevante Anzeigen aufzuteilen. Das macht in erster Instanz deutlich mehr Arbeit als einfach 100 ordentliche Keywords auf ein und dieselbe Landingpage zu senden, wird sich aber später garantiert in der Position und vorallem der Brieftasche bemerkbar machen. Eine gute, wenn auch nicht ganz verlässliche Möglichkeit um Relevanz zu messen ist das Google Keyword-Vorschlagstool. Dort kann man sich Keywords anhand von Webseiten vorschlagen lassen, im Optimalfall müssten für die Landingpage dort die beworbenen Keywords stehen. Mich haben die merkwürdigen Ergebnisse von dem Teil allerdings schon regelmäßig zum Verzweifeln gebracht.

2. Verweildauer und Suchverhalten
Man kann annehmen, dass eine geringe Verweildauer & weitere Klicks auf andere Ergebnisse negativ gewertet werden könnten. Wie bei der Relevanz auch schon, gilt es dem Besucher eine möglichst positive Erfahrung auf der Zielseite zu bescheren, ausdrücklich beinhaltet dies auch die Verlinkung zu weiteren themenrelevanten (Produkt)Seiten.

3. Keyword Optionen
Google bietet in den Anzeigengruppen unter „Keywords bearbeiten“ die Möglichkeit diese genauer zu spezifizieren. Häufig vernachlässigt birgt dieses Tool einen wertvolle Quelle zum analysieren und optimieren von Anzeigen. Es wird zwischen vier Optionen unterschieden:

Keyword = weitgehend passende Keywords “Keyword” = Genaue Wortgruppe abgleichen [Keyword] = Nur genau passender Begriff -Keyword = Diesen Begriff nicht abgleichen

Ein einfaches Beispiel: Gebe ich Bürohstuhl ein wird diesen in der Standardoption als weitgehend passendes Keyword gewertet. Folglich könnte meine Anzeige auch bei Synonymen, oder Variationen dieses Keywords eingeblendet werden:

  • Bürostühle kaufen
  • Hag Bürostuhl
  • ergonomischer Bürostuhl
  • Chefsessel
  • Bürostühle verkaufen

Wie man leicht erkennt, machen einige Begriffe keinen Sinn, weil ich in meinem Shop z.B. keine HAG Stühle führe, oder mich eben nur auf klobige Chefsessel und nicht auf ergonomische Stühle oder gar den Ankauf von Stühlen konzentriere. Ergo macht die Standardoption nur begrenzt Sinn und sollte in vielen Fällen besser durch genauer kategorisierte Keywords abgelöst werden. Interessant sind die anfallenden Daten für den aufmerksamen Werber allerdings allemal. Eine Definition und Anwendungsbeispiele der andere Keyword-Gruppen findet man in der Google Adwords Hilfe.

4. Originalität
Google mag keine doppelten Inhalte und spätestens seit populären Partnerprogrammen führen im Internet viele Wege nach Rom. Google selbst reißt in seiner Spam Guideline das Thema an, und lässt somit darauf schließen, dass die Verlinkung auf populäre Affiliateprogramme und doppelter Inhalt auch beim Quality Score negativ gewertet werden kann.

5. Punktgenaue Informationen
Viele Suchende sind faul und überfliegen gefundene Webseiten anstatt sich damit tiefgreifender auseinanderzusetzen. Um möglichst schnellen und somit großen Erfolg zu bieten sollten die Landingpages am besten knackige und punktgenaue Informationen bieten. Häufig sieht man Anzeigen auf die Hauptseite verlinken, was in vielen Fällen nicht die optimale Lösung darstellt. Meistens ist es besser nicht mehr nicht weniger als die relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen und weitere relevante Seiten nur zu verlinken.

6. Zugängliche Inhalte, transparente Informationen
Während Marketingmenschen den potentiellen Kunden gerne zur Registrierung oder zum Kauf ködern wollen, will Google lieber zugänglichen Inhalt auf der Website vorfinden. Um Vertrauen zum Kunden und Quality Score von Google zu erlangen, sollte ein Impressum, Mission Statement, Spam Richtlinien und dergleichen vorhanden sein. Nach wie vor werden viele Anzeigen früher oder später von einem Mitarbeiter überprüft, die händische Kontrolle sollte ihn also nicht zum Kopfschütteln bringen.

7.Klickrate
Die Klickrate oder auch CTR ist einer der einfachsten Wege um zu messen wie relevant und profitabel eine Anzeige für Google ist, man sollte also darauf achten möglichst attraktive und zum Suchwort passende Anzeigen zu schreiben. Google bietet in der Kampagnenverwaltung unter „Variation von Anzeigen“ die Möglichkeit mehrere Anzeigentexte zu erstellen und diese gegeneinander laufen zu lassen. Dies sollte unbedingt genutzt werden.

8. Adsense Arbitrage
Hier vielleicht nicht ganz treffend, aber doch erwähnenswert ist das sogenannte Adsense Arbitrage. Findige Webmaster nutzen hier die Spanne zwischen einzelnen Geboten oder versuchen Traffic von einem billigen Keyword auf ein Teureres zu lenken. Da dies den Suchenden eher auf Umwegen ans Ziel bringt, ist auch Google kein großer Fan davon. Dementsprechend sollte darauf achten nicht mit dieser Gruppe verwechselt zu werden.

9. Linkaufbau und SEO
Google hat bereits einen hoch entwickelten Algorithmus für seine Ergebnisseiten, nichts läge näher als mit diesem auch die Relevanz von Anzeigenseiten zu benutzen.
Somit würden auf die Optimierung von Landingpages im Grunde genommen dieselben Faktoren wie beim klassischen SEO zutreffen.

Für effektiven Linkaufbau sucht man sich die besten Keywords sortiert nach Wandlung und Suchvolumen aus der bestehenden Kampagne heraus und linkt dann mit diesen Keywords via Deeplinks auf die jeweiligen Landingpages.

Wie von Jon geschrieben haben auch die Metatags eine enorme Auswirkung auf den Quality Score, gemäß seiner Messung haben sich allein die Nennung des Suchwortes in Titel und Beschreibung mit einer Reduktion von 5 Cent oder in seinem Fall 30% bemerkbar gemacht!

10. Conversion Rate
Wie eingangs geschrieben ist die Optimierung von Landingpages eine Wissenschaft für sich, auf die ich heute nicht näher eingehen werde. Gesagt sei allerdings, dass es für Google nur naheliegend wäre die Wandlungsrate auch irgendwie mit in den Quality Score einzubeziehen. Von daher sollte neben der Variation von Anzeigen auch enormes Augenmerk auf die Optimierung der Landingpage ansich gelegt werden.

Disclaimer

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Quality Score natürlich von deutlich mehr Faktoren abhängt, grundlegende Richtlinien zur Aufbereitung einer Website und unnötigem User-Nepp sind am besten bei Google selbst nachzulesen.