Das SEO Geheimnis

September 17, 2009 by Gero Wenderholm  
Filed under Allgemein, Grundlagen, SEO

Nicht selten werde ich gefragt, was ein Suchmaschinenoptimierer können muss, wie man eigentlich SEO wird oder was das Geheimnis erfolgreicher Suchmaschinenoptimierung ist. Je nach Fragendem und eigenem Mitteilungsbedürfnis variieren die Antworten irgendwo zwischen „SEO ist eigentlich ganz einfach, wenn man den Dreh raus hat“ und „SEO ist viel zu kompliziert, um es auf die Schnelle zu erklären“.

Damit ich diese Frage in Zukunft nicht mehr beantworten muss, möchte ich nun das „Geheimnis“ verraten, was einen guten SEO ausmacht:

Geduld – Eine, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete, Suchmaschinenoptimierung kann nervig und mühsam sein, und der gewünschte Optimierungserfolg wird manchmal erst nach einigen Wochen oder Monaten sichtbar. Wer zu oft seine Pläne ändert, jede Abkürzung mitnimmt und meint, auf jede Rankingschwankung reagieren zu müssen, ist oft schlecht beraten.

Eigeninitiative – Es mag für den ein oder anderen desillusionierend sein, aber die besten Linkpartner für euer Projekt melden sich nicht per Linktausch E-Mail, und eine erfolgreiche Optimierung erreicht man nicht durch Abakus-Diskussionen oder RSS-Feed Abonnements. Wer recherchiert, analysiert, testet und auch mal Dinge falsch macht – aber agiert – wird weiter kommen als ein SEO der nur reagiert.

Hintergrundwissen – Auch wieder ein Oberlehrer-Ratschlag: Ohne ein Mindestmaß an technische Basics in Sachen HTML, Scripting, Servertechnik, HTTP-Protokolle etc. wird man es als SEO schwer haben. Die Grundlagen für On- und Offpage Optimierung zu erlernen ist da vergleichsweise simpel.

Erfahrung – Es mag arrogant klingen, aber langjährige Erfahrung mit verschiedensten Anforderungen und Entwicklungen, ist beim SEO durch nichts zu ersetzen. Die Auswahl der effektivsten Maßnahmen für ein bestimmtes Szenario und die korrekte Bewertung auch unvorhergesehener Ereignisse, kann man nur mit der Zeit lernen.

Interpretationsfähigkeit – Nicht jeder Ratschlag in Sachen SEO ist ein guter Ratschlag und nicht jedem Trend muss man folgen. Aussagen aus Richtung Google verfolgen z.B. auch nicht selten Marketingziele oder sollen auf die Szene wirken. Foren-Posts werden auch von denselben Leuten beantwortet, die anderer Stelle blöde Fragen stellen. Beobachtungen und Analysen aus Blogs müssen nicht immer fundiert sein; selbst die besten SEO Blogger verrennen sich bisweilen. Selbst denken hilft!

Mut – Wer keine Fehler macht, keine Grenzen mit eigenen Projekten austestet, einem Kunden nicht auch mal Halbwissen mit voller Überzeugung verkauft und trotzdem erfolgreich ist, hat entweder ein Google-Gen mit in die Wiege bekommen oder ist nicht so erfolgreich, wie er es sein könnte. (Vernunft und Verantwortungsbewusstsein dem Kunden gegenüber sind übrigens genauso wichtig, haben aber den falschen Anfangsbuchstaben.)

Networking – In diesem Punkt sind sich wohl alle SEOs einig: die besten Tipps bekommt man im direkten Gespräch mit den richtigen Leuten. Die Möglichkeit, bei Bedarf einen Experten aus dem eigenen Bekanntenkreis zu befragen, ist oft auch wesentlich hilfreicher, als sich an ein Forum zu wenden oder eine Antwort für ein ganz bestimmtes Problem im Web zu suchen. (btw: Meet Me @ DMEXCO, Halle 8, TRG Stand C-025/D-024)

Idealismus – SEO ist nicht sexy, SEO ist Nerd-Stuff. Man sollte nicht erwarten, auf einer Party damit prahlen zu können, dass man Suchmaschinenoptimierer ist, oder die Nummer 1 bei Google für „Private Krankenversicherung“. Man kennt und kann zwar Dinge, von denen Otto Normal keinen blassen Schimmer hat, aber die will niemand wissen. Sieh’ zu, dass Du einen guten Job machst, verdiene dein Geld und hole Dir deine Selbstbestätigung über Erfolge.

Selbstreflexion – Oft aus Bequemlichkeit vergessen, aus Zeitnot verschoben oder für nicht so wichtig erachtet; dennoch ist der Schritt, seine eigene Methodik und Empfehlungen regelmäßig zu hinterfragen, sehr zu empfehlen.

Btw: Habe ich gerade einen sinnvollen Blogpost verfasst? Ist es nur Blabla und eine Spielerei mit Anfangsbuchstaben? Sind die einzelnen Punkte wirklich wichtig und die Tipps hilfreich? Hätte ich Die Zeit nicht lieber in meine Projekte gesteckt? ;-)

Nur Twitter ist Web 2.0!

Die meisten Online-Marketeers können den Begriff “Web 2.0″ wahrscheinlich schon nicht mehr hören; ich behaupte jedoch, dass eigentlich nur Twitter diese Bezeichnung wirklich verdient hat!

Um dieses Statement zu untermalen, möchte ich kurz in Erinnerung rufen, wie Internet und Online-Marketing vor Google und SEO tickte:

Wer Besucher auf seine Webseite bekommen wollte, konnte durch die Wahl eines guten Domainnamens (Vgl. Sex.com Story) beachtlichen Type-In-Traffic bekommen. Des Weiteren waren neben Offline-Marketing, Einträge in Web-Verzeichnissen, Newsgroups und sonstige Links von externen Seiten die wichtigsten Besucherquellen. Werbeplätze gab es kaum und Suchmaschinen kämpften indes noch mit Problemen bei der Indizierung, der sinnvollen Sortierung der Ergebnisse, sowie inflationären Auswüchsen von Spam. Den (Modem-)Nutzern dienten sie nur leidlich gut zum Auffinden der überschaubaren Anzahl von sinnvollen Web-Inhalten.

Und was hat das nun mit Twitter zu tun?

Der Microblogging-Dienst ist die am schnellsten wachsende Applikation im Internet und das Szenario ist dem frühen “Web 1.0″ gar nicht so unähnlich:

Es gibt zwar Suchmaschinen für Twitter, aber auch die fristen noch eher ein Nischendasein. Reichweite für die eigenen Meldungen bekommt man beispielsweise, indem man Nutzer „von außen“ zuführt (~Offline-Marketing), über Re-Tweets (~Links) oder Twitter-Gruppen (~Newsgroups); selbst die früher oft genutzten Top-Listen und Verzeichnisse existieren im Twitterreich.

Twitter Accounts = Domains?

Immer bekannter wird inzwischen auch die Tatsache, dass es bei Twitter im Vergleich zu anderen Social Media Plattformen wegen der einfachen URLs durchaus beachtlichen Type-In-Traffic gibt – erkennbar u.a. daran, dass selbst ungenutzte Profile fleißig Follower sammeln (z.B. IKEA).

Das „Domain-Grabbing“ hat daher auch das Zwitscherland längst erreicht und der Handel mit guten Profilnamen kann – obwohl Twitter lt. AGB Besitzer aller Accounts ist – sehr lukrativ sein. (Siehe auch.)

TWO – TWitter Optimization

Spannend ist auch zu beobachten, wie die SEO-Szene ihre Taktiken auf Twitter adaptiert, um an mehr Follower (~einen höheren PageRank!?) und Reichweite zu kommen:

Während Spammer mittels Followertausch o.ä. wohl eher größtenteils unnütze Kontakte generieren, schafft es der Marcus beispielsweise durch informative und amüsante Tweets über die Content-is-King bzw. Linkbaiting-Masche. Thomas platziert regelmäßig Gewinnspiele und SEO-United pflanzt Bäume, um an Links Follower zu kommen. Kreativität ist also auch beim „TWO“ gefragt.

Und wie geht es jetzt weiter im „echten Web 2.0“?

Auch wenn ich der Überzeugung bin, signifikante Parallelen zwischen der Geschichte des frühen Internets und der Entwicklung bei Twitter zu erkennen, und ich mich daher zum Titel dieses Beitrages habe verleiten lassen, so sind die Rahmenbedingungen jedoch völlig andere. Dazu werde ich mich ein anderes Mal äußern – wer das nicht verpassen will, darf mir folgen :-)

Reputation Management SEO

März 11, 2009 by Gero Wenderholm  
Filed under Allgemein, Google, SEO, Social Media

Das Internet ist bekanntermaßen eine der wichtigsten Informationsquellen für Kaufentscheidungen und die Meinungsbildung über Dienstleister, Bewerber, Kooperationspartner etc. Und gerade für Unternehmen können daher einzelne, im Internet veröffentlichte, Negativ-Meinungen zum existenziellen Problem werden – vor allem dann, wenn die Kritiker für die Suche nach dem Anbieter oder dessen Produkte prominent platziert sind.

Da Google keine jedoch Einträge löscht, sofern diese nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen, und die klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit keinen adäquaten Schutz gegen ein gutes Suchmaschinen-Ranking von Neidern, Konkurrenten oder Wichtigtuern bietet, versuchen viele Unternehmen ihr Recht einzuklagen. (Wer wissen will, wie wenig sinnvoll das ist, möge mal “Seoline” googeln.)

Die Frage lautet daher: „Was kann man tun, wenn sich der Publisher beharrlich weigert, seine Meinung zu revidieren und ich das Problem nicht durch rechtliche Schritte verschlimmern möchte?“
Eine Antwort ist: Reputation Management SEO!

Rand Fishkin beschrieb dazu kürzlich in einem Blogpost die Methode des “Outrankings” zugunsten der eigenen Reputation, d.h. man verdrängt den ungeliebten Eintrag in den SERPs durch:

  1. Erstellung optimierter Inhalte zu dem entsprechenden Begriff + klassisches SEO.
  2. Das gezielte Publishing auf sehr starken und somit potenziell gut rankenden Plattformen.
  3. Die Verbesserung des Rankings bereits existierender Positiv-Meinungen durch Linkbuilding.

Auch wenn Randfish diese Methodik als sehr aufwändig und teuer bezeichnet, und Dan Larkin einst vom “SEO-Olymp” sprach, möchte ich anhand ein paar kleiner Beispiele zeigen, wie Reputation Management per SEO weder zutiefst manipulativ, noch unglaublich teuer sein muss:

  • SEAT listet auf der Übersicht für das Modell “Leon” aktuelle Pressestimmen. Würde man das etwas geschickter machen, wären die Testsiege sicher Top platziert für Suchkombinationen mit “Test” oder “Vergleich”.
  • Das “Seeding” von positiven Darstellungen der eigenen Produkte muss gar nicht selbst durchgeführt werden. Bittet oder belohnt man “Fans” seiner Marke für Berichte auf Meinungsplattformen – insbesondere dort, wo schon Negativ-Berichte vorhanden sind – füllen sich die SERPs mit wohlwollenden und gleichzeitig sehr glaubhaften Einträgen.
  • Befinden sich die Negativ-Meinungen in Foren, kann man durch weitere Einträge absichtlich Keyword Cannibalization hervorrufen und durch Backlinks deren Reihenfolge steuern.
  • Man kann auch Social Bookmarking oder Social News nutzen. Erstellt man hier einen optimiert getexteten Eintrag und nutzt die eigene Seite oder den eigenen Newsletter zur Unterstützung, kann man dank Aktualitätsbonus meist relativ schnell etwas bewegen.
  • Firmen, die ohnehin Gewinnspiele, Umfragen oder Pressearbeit machen, können durch eine geschickte Titulierung ihrer Veröffentlichungen die SERPs für bestimmte Suchkombinationen dominieren.
  • uvm.

Dass man negative Meinungen durch Reputation Management SEO nicht vollständig unsichtbar für alle Begriffe machen kann, sollte klar sein. Außerdem sollte nicht erst gehandelt werden, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Gefahr besteht, dass einzelne Meinungen durch Dritte aufgegriffen, bestärkt und verbreitet werden. Daher empfiehlt sich in der Praxis, die proaktive Beeinflussung des Meinungsbildes in Suchmaschinen als festen Bestandteil einer Online-Kommunikationsstrategie zu integrieren.

RSS-Kur gegen statischen Content

März 17, 2008 by Gero Wenderholm  
Filed under Allgemein

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich sechs Möglichkeiten skizziert, Firmenhomepages auf Kurs 2.0 zu bringen; diese Fortsetzung steht nun ganz im Zeichen von RSS.
Linkziel, Linktext und umgebenden Text nutzen SEOs gern zur Optimierung und genau diese Informationen finden sich ohne jegliche Formatierungsvorschrift in RSS-Feeds wieder.
Kein SEO, der diese Flexibilität nicht für sich zu nutzen wüsste…

7. Tausendsassa RSS-Newsfeed

Eine naheliegende Anwendung von RSS ist der Newsfeed. Veröffentlichen Sie Teaser ihrer Newsletter- und Pressemeldungen, Website-Updates etc. auch im RSS-Format. Platzieren Sie das RSS-Icon in ihrem Haupttemplate, binden das RSS Meta-Tag ein und schon haben Sie einen zusätzlichen Online-Marketing Kanal mit CRM-Nutzen. Tragen Sie den Feed in RSS-/ Blog-Verzeichnisse ein und platzieren ihn bei Kooperationspartnern, sowie auf ihren Satellitenseiten – schon sollten Sie ihre Artikel schnell und passabel gelistet in Google finden.
Durch Archivierung der Feed-Meldungen realisieren Sie moderates Content-Wachstum für ihre Domain; durch eine OnPage Verwendung sorgen Sie für Aktualität und eine stärkere interne Verlinkung. Dabei bleibt es ihrer Kreativität überlassen, ob Sie Linktext und Titel in einen Marquee-Container parsen, um einen News-Ticker zu implementieren oder z.B. Titel und Description des aktuellsten Items als Top-Meldung auf ihrer Startseite ausgeben. Einmal eingerichtet, aktualisieren sich alle Instanzen automatisch sobald Sie eine neue Meldung veröffentlichen. Sie können Ihren Feed auch als iGoogle Gadget veröffentlichen und anderen Webmastern anbieten. Den Copy & Paste–Code des Gadgets sollten Sie für besseren SEO-Nutzen durch einen Quellenverweis in HTML ergänzen. Die besten SEO-Effekte erzielen Sie allerdings, wenn ihr RSS-Feed mit einer serverseitigen Technik eingebunden wird.

8. Manipulationen mit RSS-Feeds

Ein breit aufgestelltes RSS-System bietet ihnen gute Steuerungsmöglichkeiten für Besucherströme und SEO; für Letzteres sind die Effekte mit Fortlauf der Meldungen jedoch oft nur von kurzer Dauer. Es ist jedoch möglich, mit der Einbindung von konstanten, d.h. dauerhaft an einer Position des Feeds befindlichen, Items gegenzusteuern. Je nachdem, wie viele Items Sie und ihre Partner ausgeben, könnte es Sinn machen, z.B. an Position 10 ein Item „weitere Newsmeldungen“ mit Link zum RSS-Archiv dauerhaft zu platzieren, um externe Linkpower indirekt für alle Meldungen zu nutzen.
RSS-Verzeichnisse können ebenfalls zur Manipulation genutzt werden: Melden Sie eine Kopie ihrer XML-Datei an und warten auf die Aufnahme. Anschließend ersetzen Sie die Items durch eine, nach SEO-Maßstäben optimierte, Version und lassen den „Feed“ fortan unangetastet.

9. Letzte Änderungen als RSS

Einige CMS sind in der Lage, zuletzt geänderte Dokumente als RSS-Feed auszugeben (Beispiel: Typo3 Extension). Der erzeugte Feed eignet sich zwar nicht als Marketinginstrument; gegen eine Verwendung auf ihren Seiten als „Letzte Änderungen“ und der SEO-Motivierte Export des Feeds auf Satelliten spricht höchstens ein Zweifelhafter Nutzen für Besucher. Englischsprachigen RSS-Verzeichnissen kann man auch diesen Feed ganz gut unterjubeln. Besucher bringt das zwar nicht, aber eine beschleunigte Google-Indizierung und SEO-Effekte für alle neuen und geänderten Inhalte ist auch ganz praktisch.

10. Branchennews via RSS

Gibt es in ihrer Branche gute und unabhängige (Full-)Feeds? Dann können Sie ihrer Firmenhomepage relativ einfach einen News-Bereich spendieren. Wenn Sie diesen für google sichtbar, für ihre Besucher eher versteckt einbinden, können Sie mit fremden Content zusätzliche Besucher über Google generieren. Kürzen Sie die Meldungen und arrangieren die Items mehrere Quellen neu – dann umgehen Sie Duplicate Content Probleme. Sie sollten die originären Quellen zwar (nofollow) verlinken – sorgen Sie aber bewusst für „Streuverluste“ zugunsten ihrer eigenen Inhalte.
Auch RSS-Feeds und Pressemeldungen ihrer Wettbewerber können Sie für ihre Zwecke nutzen. Launchen Sie ein neutral gehaltenes Portal mit Branchen-News und weiteren attraktiven Fach-Inhalten (vgl. Punkt 4 in Sozialhilfe für ihre Firmenhomepage). Ein solches Portal lässt sich beispielsweise über Foren und die Blogosphäre bekannt machen und hat teilweise bessere Chancen auf freiwillig gesetzte, bzw. erbettelte Links als die News- und Pressebereiche der jeweiligen Firmen. Die Linkpower vererben Sie ihrem Hauptportal; der Wettbewerb bekommt Nofollow-Links. Einen Teil der Besucher können Sie über Banner abziehen, die Sie in beispielsweise in Rotation mit Affiliate-Bannern der Wettbewerber laufen lassen.

11. Mash-Ups mit RSS

Statt ausschließlich extern gepflegte Textinhalte für SEO zu verwenden, lassen sich RSS-Feeds (oder sonstige Inhalte mit API) in einigen Fällen dafür nutzen, eigene Inhalte in ihrer Attraktivität zu steigern oder thematisch zu erweitern. Überlegen Sie, wie ihre Datenbankinhalte in einem erweiterten Kontext besseren Nutzen für ihre Besucher bringen können.
Ein Beispiel: Die Wohnungsanzeigen einer Baugenossenschaft sind meist alphabetisch nach Stadteilen geordnet. Mit Hilfe von Satellitenfotos ließen sich die Anzeigen optisch attraktiver darstellen; durch einen Abgleich mit dem lokalen Mietenspiegel könnten besondere Schnäppchen markiert werden. Filtert man die Nachrichtenfeeds der Lokalpresse, könnte man den Nutzern individuelle Stadteilnachrichten anbieten. Qype liefert interessante Lokalitäten, Social-Communities oder Single-Börsen skizzieren die Nachbarschaft…

12. Fachbegriffe per RSS

Ein Lexikon / Glossar für Fachbegriffe haben nicht wenige Firmen auf ihren Seiten. Für gute Rankings fehlen jedoch oft die Deeplinks zu den Begriffen. Wenn Sie die Begriffe als Items in einem RSS-Feed zeitgesteuert rotieren lassen, können Sie auf ihren Satellitenseiten auch ohne Zugriff auf die Begriffsdatenbank Deeplinks erzeugen. Parsen Sie auf verschiedenen Seiten immer ein bestimmtes numerisches Element des Feeds; durch die Rotation haben Sie dann sogar ein neues Website-Feature: die „Begriffserklärung des Tages“. Durch das RSS-Format eröffnet sich für Sie wiederum die Chance auf zusätzliche Links und Besucher über Verzeichnisse, Blogsuchen etc.

Über den Autor

Gero Wenderholm ist seit 10 Jahren beruflich im Internet tätig. Zunächst als Programmierer und Webdesigner gestartet, beschäftigt er sich seit 5 Jahren auch eingehend mit Suchmaschinenoptimierung.
Dabei war er unter anderem Marketingleiter bei LCD Media und Online-Marketing Manager/ SEO-Consultant für Dr. Klein. Heute betreut der Diplom-Informatiker die B2C-Portale der Hypoport AG in Sachen SEO.

Sozialhilfe für ihre Firmenhomepage

März 12, 2008 by Gero Wenderholm  
Filed under Social Media

Viele Firmen tun sich schwer, aktuelle Webtrends gewinnbringend einzusetzen; nicht Wenige scheuen sich gar vor dem sog. Web 2.0. Dabei bietet die Kombination von herkömmlichen und neuen Online-Marketing Tools gerade der guten alten Firmenhomepage einige Optionen auf Social Traffic und neuen Schwung für SEO. Die folgenden 12 Praxisbeispiele sollen Mut zum Querdenken machen.

E-Mail Newsletter + Social News

Sofern Sie nicht selbst Betreiber eines größeren Nachrichtenportals sind, macht es überhaupt keinen Sinn, deren Icon Leiste zu kopieren. Die enthaltenen Social News Icons (Yigg, Webnews etc.) sollten bei Firmenhomepages nur dort platziert werden, wo kurzfristig starker Traffic zu generieren ist: den Landingpages ihres E-Mail Newsletters. Tragen Sie ihre Artikel selbst – notfalls mit mehreren Accounts – unmittelbar vor dem Versand des Newsletters auf den Social News Portalen ein. Das bietet ihnen volle Kontrolle über den Inhalt der veröffentlichten Meldungen und sorgt dafür, dass ihre Abonnenten nur noch per Klick abstimmen müssen. Im Newsletter sollte zudem auf den/ die Icons hingewiesen werden.

Seite weiter empfehlen + Social Bookmarking

„Ihr bekannter Max Mustermann empfiehlt ihnen mit dem Hinweis tolle Seite, folgenden URL zu besuchen [...].“ Diese Meldung ließe sich folgendermaßen ergänzen: „Sollte Ihnen dieser Artikel ebenso gut gefallen, denken Sie daran, diesen Link auch ihrem sozialen Netzwerk bekannt zu machen. Die entsprechenden Social Bookmarking Icons finden Sie oben rechts auf jeder Seite.

Seitensuche + Tagcloud

Hat die Ergebnisseite ihrer Seitensuche den Suchbegriff im Url? Wenn ja, dann bringt ein Direktlink die lokalen SERPs auch in den Google Index. Sofern sie Suchbegriffe verwenden, die Ergebnisse liefern, haben Sie automatisch aktualisierten Content, der für SEO durchaus Vorzüge besitzt.

Das besondere für diese Betrachtung ist allerdings, dass der erzeugte Content jeweils mit einem Begriff etikettiert werden kann, also quasi getagged ist. Eine Wolke, die ihre Direktlinks optisch in Szene setzt, ist schnell gebaut. Wenn Sie möchten, nehmen Sie die Logfiles ihrer Seitensuche als Grundlage für die Begriffswahl; diese selbst zu bestimmen bietet allerdings mehr Flexibilität und Steuerungspotential. Titulieren lässt sich die Wolke als „1-Klick Suche“ oder auch „Top-Themen“.

Ratgeber / FAQ + Linkbait

Viele Firmenhomepages enthalten sehr nützliche Tipps und Problemlösungen zu Themen ihrer Branche. Diese werden auch gern und oft verlinkt, schließlich ist ihre Firma im Markt bekannt und vertrauenswürdig… oder etwa nicht? Ihr hochwertiger Content wird möglicherweise von manchen Webmastern/ Bloggern oder dem Wettbewerb eben nicht verlinkt, gerade weil ihr Firmenname drüber steht („subjektiv“, „zu kommerziell“, „suggestiv“ etc.). Darüber hinaus unterliegen Sie auf ihren eigenen Webseiten auch formalen und stilistischen Beschränkungen, die ihre Tipps im Vergleich eher unattraktiv erscheinen lassen. Durchforsten Sie ihre Webseite nach Ratgebern, FAQ. Kommentare oder Anleitungen, die für eine breite Öffentlichkeit interessant sein könnten und recyceln diese als Artikel, wie „Die zehn besten Profitipps für…“, „Was sie unbedingt über Xy wissen müssen“, „Diese Irrtümer können Sie bares Geld kosten“ etc. Diesen Content bieten Sie Blogs, Verbraucherportalen oder sonstige Branchenseiten an und sichern sich hochwertige Links durch Quellenverweise.

Webforum + Blog

Viele Foren haben bereits einen Bereich in dem nur bestimmte Nutzer neue Beträge erstellen und die Community kommentieren kann. Diese Bereiche tragen unsexy Namen wie „Ankündigungen“, „Forenregeln“ oder auch „Nur für Moderatoren“ – nicht besonders blogtauglich, oder?

Aber mal im ernst: Sich für teuer Geld einen Profi-Blogger zu engagieren, der das Firmenimage modernisiert, kommt nicht für jede Firma in Frage. Wenn Sie eigene Erfahrungen mit dem Bloggen machen möchten, finden sie wesentliche Funktionalitäten auch in ihrem Webforum wieder.

Die „unwesentlichen“ Funktionen folgen im nächsten Punkt…

Branchenkommentar + Blog

In einigen Branchen veröffentlichen Firmen regelmäßig Kommentare zur aktuellen Marktlage, Branchentrends etc. Statt ohne Blogsoftware zu bloggen, ist auch der umgekehrten Weg interessant.

Passen Sie das Template einer Blogsoftware optisch exakt an ihre Firmenhomepage an, schalten – wenn unerwünscht – die Kommentarfunktion aus und entfernen auch die übrigen Blogfunktionen, so bleiben einige nützliche Features dennoch erhalten: Trackbacks, RSS, Auto-Ping.

Die prompte Aufnahme in die Blog-Suchmaschinen, ein Eintrag in Blog-Verzeichnisse und die Möglichkeit, Trackback-Links in ausgewählten Branchenblogs zu hinterlassen, sollte die Reichweite ihrer Kommentare steigern…

…und was mit RSS so alles anzustellen ist, folgt in Teil II dieses Artikels.

Über den Autor

Gero Wenderholm ist seit 10 Jahren beruflich im Internet tätig. Zunächst als Programmierer und Webdesigner gestartet, beschäftigt er sich seit 5 Jahren auch eingehend mit Suchmaschinenoptimierung.
Dabei war er unter anderem Marketingleiter bei LCD Media und Online-Marketing Manager/ SEO-Consultant für Dr. Klein. Heute betreut der Diplom-Informatiker die B2C-Portale der Hypoport AG in Sachen SEO.