Bilder für die Google Bildersuche optimieren

September 25, 2014 by  
Filed under SEO

Bilder SEO

Wie man Bilder für die Google Bildersuche optimiert möchte ich Euch diese Woche vorstellen. Die Prinzipien sind relativ einfach und schnell umzusetzen. 

Im Bilder SEO haben wir drei Dimensionen, die berücksichtigt werden müssen.

  1. Alle Faktoren, die sich direkt auf das Bild beziehen (Größe, Seitenverhältnis, Dateiname und Dateiformat)
  2. Onpage Faktoren
  3. OffPage Faktoren

Ich könnte jetzt, wie viele andere SEO Blogger auch, alle Faktoren aufzählen, die man für gute Bildpositionen braucht. Ich werde mich aber hier auf einen wichtigen Aspekt beschränken, der bisher kaum Beachtung in der SEO Szene gefunden hat.  Wer alle Bilder SEO Faktoren sehen möchte, den empfehle ich meinen  Blogpost über Bilder SEO.

Wie sollte also das Bild beschaffen sein?

Wenn Ihr ein Bild in die Google Bildersuche  vorne platzieren möchtet gibt es einige technische Aspekte, die Ihr einhalten solltet.  Das Bild / Foto sollte ein  Seitenverhältnis von 4:3 oder 16: 9 haben. Tendenziell werden Bilder im Querformat besser gelistet, als Bilder im Hochformat. Zumindest vermittelt es mir mein Bauchgefühl so, wenn ich mir die Bildersuchergebnisse anschaue.

Auch die Größe eines Bildes ist entscheidend.  Ich selber habe sehr gute Erfahrung mit Bilder gemacht, die eine Mindestgröße von 640 x 480 px hatten. Hier geht auch die Tendenz zum größeren Bild. Besonders Google+ hat  große Bilder prominent im Stream dargestellt, aber das ist ein anderes Thema.

Trotz hoher Auflösung sollten die Bilder dennoch platzsparend sein. Als Standard für Bilder gilt bisher das JPG Dateiformat. Dieses Format möchte Google allerdings durch das neuere WebP Dateiformat ablösen. Die Komprimierung ist hier deutlich besser, bei weniger Verlust an Bildinformation. Wer seine Ladezeiten mit den Google mod_pagespeed optimiert, wird bemerken, dass die Bilder alle durch das WebP Dateiformat ersetzt werden, um Speicherplatz zu sparen und so die Ladezeiten verbessert.

JPG vs. WebP

In einem Beispiel möchte ich Euch den Vorteil des neuen Dateiformats verdeutlichen:

1. Bild im JPG Format

Geile Typen in Binz

Foto: Geile Typen in Binz | Größe 211 kb

2. Bild im Google WebP Format

Geile Typen in Binz

Foto: Geile Typen in Binz |Größe 22 kb

Wie Ihr seht, hat das WebP Dateiformat keinen Informationsverlust, bei 89,55 % Ersparnis. Wer also seine Ladezeiten verbessern und seinen Lesern Bilder in der bestmöglichen Auflösung anbieten möchte, sollte sich wirklich ernsthaft damit auseinandersetzen und das neue Dateiformat nutzen.

JPG Bilder in WebP Bilder konvertieren

Wie könnt Ihr also die Bilder von dem JPG  Dateiformat in das neuere WebP Format konvertieren? Bei meinen Recherchen zu dieser Frage bin ich auf das kostenlose Programm WebPconf  gestoßen. Mit diesem kleinen Programm (2465 kb)  könnt Ihr einfach alle JPG Bilder in das WebP  Format umwandeln. Es ist kinderleicht zu bedienen und legt die Bilder in einem neuen Ordner ab. Danach könnt Ihr die Bilder auf Euren Server hochladen und die alten JPG Bilder durch die Neuen ersetzen.

Ja, das habe ich mir auch so einfach gedacht. Doch wer WordPress in der aktuellen Version 4.0 und älter  nutzt  braucht ein kleines Plugin, damit WordPress auch den Upload von .webp Dateien erlaubt. Wer WordPress nicht auf das .webp Format vorbereitet wird sofort diese Meldung beim Upload bekommen:

Tut mir leid, aber aus Sicherheitsgründen ist dieser Dateityp nicht erlaubt.

Zum Glück kann man mit der aktuellen WordPress Version leicht neue Plugins finden. Ich bin dabei auf dieses kleine feine Plugin gestoßen, dass mir dann auch den Upload  von .webp Dateien in WordPress ermöglicht.

Fazit

Wer also seine Webseiten und Bilder für Google optimieren möchte sollte sich mit dem neuen Dateiformat vertraut machen.  Es spart Platz auf dem Webspeicher und kann Eure Webseiten beschleunigen.  Man muss ja nicht gleich alle Bilder umwandeln, und Bilder die jetzt schon sehr gut in Google gefunden werden sollten auf keinen Fall angerührt werden. Denn auch das Alter des Bildes ist entscheidend für ein gutes Ranking in Google.  Dennoch sollte für die Zukunft das neue Format  für neue Bilder eingesetzt werden, einfach weil es besser ist und wir ja alle nicht stehen beleiben wollen. Am effizientesten ist es, wenn Ihr Eure Website nach Seiten mit langen Ladezeiten prüft und dann erst auf diesen Seiten, die Bilder durch das .webp Format ersetzt. Wer Nägel mit Köpfen machen möchte kann natürlich auch gleich alle .jpg Dateien umwandeln und die Dateiendung per „search and replace“ ersetzen. Diese Vorgehensweise empfehle ich jedoch nur Experten nach einer Datensicherung, und wie gesagt, denkt auch an die aktuellen Rankings Eurer Bilder.

 

Über 

Sammy Zimmermanns ist seit über 10 Jahren in der Suchmaschinenoptimierung tätig und bloggt regelmäßig über Onlinemarketingthemen im Netz. Unter seiner Firmenwebsite internet-pr-beratung.de oder auf Facebook und Google+ könnt ihr Ihn gerne kontaktieren.

Comments

9 Responses to “Bilder für die Google Bildersuche optimieren”
  1. Gretus sagt:

    Hi,

    Wortdreher in der Überschrift 😉

    Grüße

    Gretus

  2. Sammy Zimmermanns sagt:

    Thx, Gretus! 🙂

  3. Flink sagt:

    ..und nicht nur da. 😉

    Aber mal abgesehen von den wirklich vielen Rechtschreibfehlern – willst Du ernsthaft ein Dateiformat empfehlen, dass weder von IE, Firefox oder Safari (<50%) unterstützt wird?
    http://caniuse.com/#feat=webp

    Eine Website komplett auf WebP umzustellen um "nägelnmit Köpfen" [sic] zu machen, ist kein SEO-Tipp, sondern wäre derzeit ein SEO-Gau.

    Und selbst wenn diese Browser eines Tages nachziehen, wird es noch ewig dauern, bis die veralteten Versionen vom Markt verschwunden sind. Der WPCoder bietet zwar eine Lösung an, aber für jedes hochgeladene Bild zwei Bilddateien vorrätig halten, stelle ich mir auch nicht wirtschaftlich vor.
    http://cup.wpcoder.de/webp-jpeg-alternative/

    Gruß
    Flink

  4. Denis sagt:

    Das wichtigste für die Positionierung ist der ALT-Tag der Bilder. Nur so kann Google wissen, was auf diesem Bild überhaupt zu sehen ist.

  5. BroFist sagt:

    Weder im Feedreader noch im Firefox wird mir das Bild im WebP Format angezeigt. Von daher Fail-Tipp. Sorry.

  6. Steffen sagt:

    Ich hab auch schon vom Google Bildformat gehört, aber ob sich das in naher Zukunft durchsetzen wird?
    Unser Shop beispielsweise unterstützt dieses Format überhaupt nicht, es wäre ein zusätzlicher technischer Aufwand, Sinn macht der Einsatz nur dann, wenn auch das Frontend bzw. die Browser lückenlos mitspielen. Hier würde ich sagen, abwarten und Tee trinken und die ganze Sache beobachten.

  7. Sammy Zimmermanns sagt:

    Ich habe das Format mit Firefox und IE Browsern auf meiner Seite getestet. Alle aktuellen Versionen haben bei mir geklappt. Welche Browser Versionen meinst Du genau? Das .webp Format wird bei mir im Firefox z.B. Version 32.0.1 dann automatisch in meinem Blog in .png umgewandelt. Das webp Bild wird hier im seo.de Blog nicht in ein .png Bild umgewandelt, weil der Blog nicht das erforderliche WP Plugin installiert hat. Daher kann es natürlich sehr verwirrend sein, warum das webp Bild nicht dargestellt wird. Außerdem habe ich doch deutlich geschrieben, dass man hier vorsichtig bei der Umstellung sein sollte.

  8. samuel sagt:

    hab das an einigen browsern getestet. ie und safari mucken da ein wenig herrum. interessanter ansatz, aber ich denk das brauch zeit bis sich das wirklich durchsetzt!

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