Zur Abwechslung mal wieder etwas aus der Kategorie Keyword Marketing. Da bei der Anwendung von Keyword Insertion häufig Fehler gemacht werden, wodurch entweder schlechte Anzeigen entstehen oder Anzeigen gar nicht erst geschaltet werden, habe ich mich entschieden, einen kurzen Beitrag darüber zu schreiben.

 
Was ist Keyword Insertion?

Bei der Keyword Insertion (in Google-deutsch: Keyword-Platzhalter) handelt es sich um eine Funktion, die das Schreiben einer relevanten Textanzeige für mehrere Keywords erleichtern soll. In Abhängigkeit davon, welches Keyword die Anzeigenschaltung auslöst, wird die Anzeige mit individuellem Inhalt ausgeliefert.

Enthält also eine Anzeigengruppe die Keywords „Geld anlegen“ und „Geldanlage“, so werden diese Begriffe an definierbaren Stellen auch in der Anzeige verwendet – je nachdem, ob der Suchbegriff des Users das Keyword „Geld anlegen“ oder „Geldanlage“ auslöst.

Es ist entscheidend zu wissen, dass bei Verwendung der Keyword Insertion nicht der Suchbegriff im Anzeigentext erscheint, sondern das eingebuchte Keyword. Das macht diese Funktion auch für weitgehend passende und Wortgruppen-Keywords steuerbar.

Keyword Insertion funktioniert mit einem Platzhalter-Tag: {Keyword:Geld anlegen}
An der Stelle des Platzhalter-Tags wird das jeweilige Keyword abgebildet, es sei denn es ist zu lang. In diesem Fall wird anstelle des Keywords der Platzhalter (hier: „Geld anlegen“) ausgeliefert.

 
Richtige Verwendung in Titel und Text

Die Verwendung von Keyword Insertion im Titel einer Anzeige ist relativ einfach – zumindest dann, wenn die Keywords einer Anzeigengruppe zueinander passen, d.h., wenn sie ähnliche Bedeutungen haben und ähnlich lang sind. Dann genügt es in der Regel, vor oder hinter dem Platzhalter ein weiteres Wort zu schreiben, das zu allen Keywords passt. Bei langen Keywords (bis 25 Zeichen) ist es ausreichend, ausschließlich den Platzhalter zu verwenden.

Problematisch wird es dann, wenn sich kurze und lange Keywords in einer Gruppe befinden, z.B. „Seife“ und „handgemachte Rasierseife“:

Titel1: {KeyWord:Seife} kaufen – der Titel wird zu lang für „handgemachte Rasierseife“.
Titel2: {KeyWord:Seife} – der Titel beträgt nur fünf Zeichen für das Keyword „Seife“ und lädt nicht zum Klicken ein.

Im Zweifel sollten solche Keywords voneinander getrennt in verschiedene Anzeigengruppen geschoben werden.
Keyword Insertion im Text unterzubringen, ist nicht weniger schwer. Um das sinnvoll zu bewerkstelligen, sollten die Keywords in einer Anzeigengruppe alle ähnlich lang sein und eine ähnliche Bedeutung haben. Auch sollten sie nach Möglichkeit grammatikalisch zueinander passen. „Schwarzer Hut“ und „Hut schwarz“ meinen zwar das Gleiche und sind auch ähnlich lang – sind aber in einem grammatikalisch korrekten Satz nicht austauschbar. Führt Keyword Insertion zu grammatikalisch unsinnigen Anzeigentexten, werden die Keywords in den Anzeigentexten nicht ausgeliefert, sondern nur der Platzhalter (sofern dieser grammatikalisch sinnvoll ist).

 
Anzeige-URL

Grundsätzlich kann hinter der Domain ein spezifisches Ziel suggeriert werden, das es so gar nicht gibt. Daher kann eine Anzeige-URL folgendermaßen aussehen: www.domain.de/keyword
Befinden sich mehrere Keywords in einer Anzeigengruppe, kann auch in der Display URL auf die Keyword Insertion zurückgegriffen werden: www.domain.de/{Keyword:keyword}
Erfahrungsgemäß hilft das Einfügen des Keywords in die Anzeige-URL der Klickrate auf die Sprünge (wenn auch nicht immer). Es ist jedenfalls die wohl einfachste Möglichkeit, das Keyword in der Anzeige zu platzieren, ohne sich über grammatikalisch sinnvolle Sätze Gedanken machen zu müssen.
Aber Achtung: Keywords, die Umlaute enthalten, sind problematisch. Üblicherweise akzeptiert Google keine Umlaute in URLs. Wird ein Platzhalter verwendet, blendet Google dennoch Wörter mit Umlauten ein, was dazu führt, dass aus „Löffel“ ein „L%F6ffel“ wird, was unprofessionell wirkt.

 
Ziel-URL

Möchte man für jedes Keyword eine individuelle Ziel-URL benutzen, sich aber nicht die Arbeit machen, jede einzelne URL manuell zu erstellen, kann eine richtig eingesetzte Keyword Insertion die Lösung sein. Diese Vorgehensweise kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn auf die Seiten-interne Suche verlinkt werden soll. So wird die Google-Suchanfrage des Users unmittelbar auf die Ziel-Webseite übertragen. Eine solche Ziel-URL könnte folgendermaßen aussehen: www.domain.de/?query={keyword:keyword}
Aber Achtung: Auch hier kann es zu Problemen mit Umlauten und Keywords, die aus mehreren Wörtern bestehen, kommen.

 
Großschreibung von Keywords

Über den Platzhalter-Tag kann gesteuert werden, ob ein Keyword im Anzeigentext groß oder klein geschrieben wird. Für das Keyword „Geld anlegen“ ergeben sich zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten:

{keyword: } – „geld anlegen“ (alle Wörter werden klein geschrieben)
{Keyword: } – „Geld anlegen“ (das erste Wort wird groß geschrieben)
{KeyWord: } – „Geld Anlegen“ (alle Wörter werden groß geschrieben)
{KEYWord: } – „GELD Anlegen“ (das erste Wort wird komplett groß geschrieben)
{KEYWORD: } – „GELD ANLEGEN“ (alle Wörter werden komplett groß geschrieben)

Aber: Adwords-Anzeigen dürfen laut Google-Richtlinien keine übermäßige Großschreibung enthalten. Insofern sollten die letzten beiden Varianten nur bei Marken, technischen Begriffen und Akronymen (z.B. PC, LKW, PHP) zu verwendet werden.

 
Keyword Insertion kann – richtig eingesetzt – eine sehr nützliche Funktion sein. Sie ist ein guter Kompromiss zwischen zu allgemeinen Anzeigentexten und zu viel Aufwand beim Herunterbrechen der Keywords in etliche Anzeigengruppen.

Auf Konzept Welt läuft gerade die Anmeldung eines SEO Wettbewerbs.
Interessanterweise soll für Yahoo optimiert werden. Über den Sinn dieser Regel kann woanders diskutiert werden.

Für etablierte Suchmaschinen-Optimierer sind solche Wettbewerbe immer eine zweischneidige Sache. Einerseits ist es für jeden SEO gute Werbung und Selbstbestätigung durch Erstplatzierung (siehe auch “PageRank” und “berufsbedingte Zwangshandlung”, Einkommen ist nur ein positiver Nebeneffekt ;), andererseits macht man damit auch seine eigenen Linkstrategien und -quellen öffentlich. Das ist auch einer der Gründe, warum viele SEO’s nicht an solchen Wettbewerben teilnehmen. Sobald mehr als zwei gute Optimierer dabei sind und die entsprechende Onsite-Optimierung durch ist, wird das Ganze zur reinen (Link-) Material- und Ressourcen-Schlacht. Da kaum einer unnötig Geld verpulvern will, wird auf die eigenen Quellen zurückgegriffen und die Versuchung ein paar der funktionierenden “Geheim-Tricks” anzuwenden ist groß. Letztendlich ist es immer ein guter Zeitpunkt verschiedene Linkstrategien direkt miteinander zu vergleichen und zu experimentieren.

Womit wir beim Thema der Insider Informationen der Suchmaschinen Optimierer wären.
Uwe hat hier einen sehr guten Beitrag verfasst, wie man sich langsam die begehrten Insider Infos erarbeiten kann.
Der einzige Tipp der wirklich fehlt: Macht es einfach nach.
Sucht euch eine gut platzierte Seite an der ein SEO rumgepfuscht gearbeitet hat (relativ leicht schon in den SERPS zu erkennen) oder sucht direkt nach euren Konkurrenten für die gewünschten Keywords und ihr habt alle Informationen, die zwar keiner verraten will, aber einsetzen muss, zur Hand . Schaut euch den Quelltext und die Seitenstruktur an, hetzt einen Text-Browser drüber und schaut euch jeden einzelnen externen Link den ihr finden könnt an, besonders wenn er einen “optimalen Linktext” hat oder von einer besonders wertvollen Seite kommt. Wiederholt das Ganze von Zeit zu Zeit und schaut euch die Veränderungen in den SERPS an.
Wenn euch etwas komisch vorkommt und Ihr euch nicht erklären könnt was der Link bringt oder wie er zustande kommt, habt ihr schon mal etwas mit dem ihr experimentieren könnt, falls darüber nicht geschrieben wurde. Wer dann die richtigen Fragen stellt, bekommt auch die richtigen Antworten.

Barcamp Shanghai 2008

Das Barcamp Shanghai wird dieses Jahr am Samstag, dem 17. Mai stattfinden.

Das Event war eigentlich als OpenSource Camp geplant, wurde aber wegen organisatorischer Probleme in das diesjährige Barcamp umgewandelt. Am Sonntag findet dann das Drupalcamp Shanghai statt.

Da der Termin so kurzfristig festgelegt wurde, werden diesmal vermutlich nicht so viele Leute aus Deutschland anreisen. Wer sich dieses Wochenende trotzdem auf die lange Reise nach China macht und Hilfe bzgl. Unterkunft und Anreise benötigt, kann sich gerne bei mir melden.

Mehr Infos zum Event gibt es auf Barcampshanghai.org oder auf Facebook.

SEO-Urgestein David Naylor aus England hat letzte Woche sein KeywordDensity Tool freigegeben.

Das Tool ist sehr übersichtlich und zeigt neben der Keywort-Dichte noch eine Vielzahl andere für die Suchmaschinenoptimierung nützliche Informationen an.
Besonders interessant ist die Anzeige des HTTP-Header-Codes, Link-Ratio (Verhältnis von externen und internen Links), sowie eine Liste mit allen follow und no-follow Links auf einer Seite.
So hat man fast alle Informationen zur Hand, um z.B. eine Seite vor einem Link-Kauf zu bewerten.

Einziger Nachteil für deutsche Seiten ist, dass weder Umlaute, noch deutsche Stoppwörter erkannt werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren.