So, jetzt versuche ich doch einfach mal diese Plattform für eine ganz besondere Stellenausschreibung zu missbrauchen. Wie ihr vielleicht schon alle wisst, gehört Seo.de zu keiner Seo-Agentur, sondern ist im Besitz der Gebrüder Dreyer, deren Hauptgeschäft in der Entwicklung und Pflege von Community-Projekten liegt. Neben bekannten Portalen wie Poppen.de und Gays.com gehört auch Gays.de zum Portfolio der drei Brüder. Und genau dieses Projekt sucht zur Zeit nach einer Verstärkung im Bereich PHP/MySQL Webentwicklung.

Zwar ist das Thema “Gay” im Zeitalter des Guido Westerwelle kein Tabuthema mehr, dennoch fällt es vielen Menschen schwer darüber zu sprechen oder sich gar zu outen. Und wahrscheinlich ist alleine schon der Gedanke in Zusammenhang mit einer Plattform wie Gays.de gebracht zu werden, vielen Menschen peinlich. Dabei ist im Social Media Zeitalter doch sowieso alles viel transparenter geworden. Gays.de hat zum Beispiel eine eigene Facebook Fanseite. Bis gerade eben habe ich es mir verkniffen Fan dieser Seite zu werden, man könnte das ja fehlinterpretieren 😉

War gar nicht so schwer die Seite zu liken. Und genau so sollte es auch einem Webentwickler gehen, der auf der Suche nach spannenden Herausforderungen ist. Ihn erwartet ein kleines aber feines Team und eine Aufgabe mit vielen Möglichkeiten, die eigenen Fertigkeiten einzubringen und neue Ideen zu entwickeln. Und keine Bange, man muss nicht homosexuell veranlagt sein, um sich für den Job zu qualifizieren. Alles weitere könnt ihr der oben verlinkten Stellenanzeige und den von Projektleiter Philip Griese gemachten Ergänzungen entnehmen.

Zu der Infrastruktur auf der wir arbeiten: GAYS.DE wird auf einer zukünftsfähigen verteilten Server-Infrastruktur betrieben und verwendet gängige Systeme wie Memcache zur Verbesserung der Performance. Als Grundlage verwenden wir das erstklassige PHP-Framework Symfony zur schnellen, objekt-orientierten Weiterentwicklung der Communtiy. Wir sind jedoch keineswegs fest auf diese Strukturen geimpft, jemand der sich mit bleeding-edge Technologien wie node.js, MongoDB, etc. auskennt oder sich dafür interessiert, ist immer gerne gesehen und kann seine Erfahrungen auf jedenfall einbringen.

Zum Job: GAYS.DE wird von einem kleinen Team gepflegt, das ein hohes Maß an Eigenverantwortung mitbringt und voraussetzt. Du bekommst kein Pflichtenheft vorgelegt, das Punkt für Punkt abgearbeitet werden muss, sondern hast stattdessen die Möglichkeit, aktiv an der Ideenfindung zur Verbesserung unserer Community teilzunehmen. Natürlich musst du selbst nicht homosexuell sein, eine gute Portion Weltoffenheit und ein offener Blick für die schwullesbische Szene helfen aber mit Sicherheit, deine Kreativität zu erweitern und dich bestmöglich einzubringen.

Philip Griese

Hurra, Hurra, die Party kommt. Am 21.9.2011 findet im Kölner Bootshaus zum vierten Mal die OMClub Party statt. Der OMClub sieht sich dabei als Gegengewicht zu den normalen dmexco Messeparties. Keine Schlips und Anzugträger-Veranstaltung, kein Eintritt und keine Kosten für die Getränke & Grundverpflegung.

Zusammen mit Hauptsponsor hurra.com hat Randolf Jorberg auch dieses Jahr wieder eine fette Party auf die Beine gestellt. Als Location steht wie schon im letzten Jahr das Kölner Bootshaus zur Verfügung, das letztes Jahr ca. 1800 Besuchern Platz zum Feiern bot.

Auch dieses Jahr sind wieder ähnliche Besucherzahlen anvisiert. Das ist schon eine enorme Leistung, für so viele Messe & Party Freunde Platz und Logis für lau anzubieten. Die Location ist top, man kann sich draußen im Freien auf- und unterhalten oder drinnen im Bootshaus auf dem Dancefloor austoben.

Die ersten 333 Tickets sind schon unters Volk gebracht, dank Echtzeit Internet dauerte die Aktion wohl nur rund 40 Minuten. Doch keine Bange, es sind reichlich Tickets da, außerdem haben die meisten Sponsoren noch Karten zu verteilen. Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall wieder mit von der Partie. Erst auf der Dmexco, dann auf der OMClub Party. Natürlich wieder bewaffnet mit Kamera und Objektiv. Ich warte auf euch 🙂

Ein uraltes asiatisches Märchen erzählt von einem riesigen, Unheil und Chaos verbreitenden Pandabären. Überall, wo er auftaucht, stampft er die großen Con-Tent-Farmen in Grund und Boden. Die kleinen Bauern und Krämer hingegen lässt er in Ruhe. Hat sich der Staub nach einem der Angriffe gelegt, steht in blutroten Schriftzeichen das Wort Qua-Li-Taet auf dem Boden. Die Menschen halten es für einen Mythos, wie den Monddrachen oder das Einhorn. Nur wenige wissen es besser….

Seo Jones blickte aus dem Fenster seines Büros. Sechs Wochen war er nach seinem letzten Abenteuer auf hoher See umhergeirrt. Während der Odyssee hatte er Friday aus dem Wasser gefischt. Ein cleveres Kerlchen, das von Black-Hat-Piraten auf einem klapprigen Floß ausgesetzt worden war. Den richtigen Namen des jungen Mannes hatte der Linkologe trotz seiner Sprachkenntnisse nie verstanden. So taufte er ihn nach dem Wochentag Freitag, fand dann aber, das Friday irgendwie besser klang.

Die beiden saßen nun am Schreibtisch. Seo öffnete erst die überquellende Pressebox, anschließend seine langsam kollabierenden Web-News. Beides strotze nur so vor Nichtigkeiten. Er blätterte gelangweilt durch die miesen Online-Artikel. Dabei fiel ihm immer wieder der Begriff Panda auf. Innerhalb weniger Tage soll ein Problembär eine ganze Industrie auf den Kopf gestellt haben. Der Professor wollte mehr wissen und rief über den schwächelnden Tec-Channel Nachrichtenvideos der vergangenen Wochen auf. „Ein Irrsinn, das Vieh tauchte hier auf und jetzt sind wir wieder ganz unten“, schrie ein Mann in das Mikro der Reporterin. Andere sprachen von einem großen Bären mit schwarzem Kopf und komischen Zeichen an den Wänden. „Das erinnert mich an ein Märchen, das mir weise Männer in einem Bergdorf erzählt haben“, sagte Seo Jones zu Friday.

Die beiden machten sich auf in die Bibliothek. In der Abteilung für asiatische Geschichte und Mythologie wurden sie fündig. Seo Jones las Friday das Märchen vom Pandabären vor. „Flix noch mal, das klingt nach dem Bären aus den Nachrichten“, meinte Friday. „Das heißt verflixt“, verbesserte ihn Seo Jones, stimmte aber zu. Nachdem die beiden zwei Stunden im Archiv der Universität gesucht hatten, schnappte sich der Linkologe sein Handy und wählte eine Nummer. „Cosmiq, was weißt über das Märchen vom Panda.“ Die Frage war an einen alten Chinesen gerichtet, der hin und wieder mit nicht ganz astreinen Links handelt. Am anderen Ende der Leitung herrschte eisiges Schweigen. „Komm schon, oder muss ich Dir erst Deinen Schrott um die Ohren hauen“, sagte Jones. „O.k., aber ich darf Dir wirklich nicht mehr verraten: das große Go“, flüsterte der Informant und legte auf.

„Das große Go, das große Go“, wiederholte Seo Jones und machte sich auf die Suche. Die Ausbeute war mager. Nur ein Hinweis auf zehn Ritter, die einen Geist bewachen. Zu erkennen seien sie an einer Tätowierung auf dem Handrücken, die wie ein G aussehen soll. Schade nur, dass die Information 900 Jahre alt ist. „Wir müssen nach Amerika und uns dort ein Bild machen“, sagte der Linkologe und schnappte sich Friday. „Müsst Ihr nicht.“ Das war Anna Lytics. „Guckt Euch die Nachrichten an.“ Die Männer liefen zum nächsten PC-Monitor. „Indeed, jetzt ist der Bär auch hier.“ Friday schauderte bei dem Gedanken. Seo Jones hingegen packte die Abenteuerlust.

Der Professor steckte ein paar seiner Links in die ausgebeulte Schultertasche, setzte sich seinen Hut auf und fuhr mit Friday in jene Stadt, aus der die Meldung vom Problembären kam. Schon auf der Autobahn bemerkten sie das Chaos. Die Menschen flüchteten. Die Straßen waren völlig verstopft. In die Stadt wollte niemand – bis auf die beiden Männer. Sie parkten im leicht heruntergekommen Eurip-Haus. Von dort aus machten sie sich auf den Weg in die Ladenzeile in der Onlinestreet, das Paradies für Billigheimer. „123 People vor einem Geschäft“, wunderte sich Friday. Sie fragten einen der Männer, was der Menschenauflauf soll, und hörten nur Cat-Suite101. „Dieser Anzug schützt Dich vor dem Bären. Der hat Angst vor Katzen, sagt man.“ Seo Jones und Friday sahen sich an. Ihre Antwort fiel eher knapp aus: „Ciao ciao.“ „Hast Du da hinten den weinerlichen Geizkragen gesehen und den komischen Yopi. Die haben doch alle einen an der Waffel“, lachte Friday. „Erstens heißt das Yuppie und zweitens verändern sich Menschen in Extremsituationen.“ Der Experte für Linkologie wollte schon weitergehen, da sah er sie. Drei Gestalten, die vor dem Parkhaus standen.

Schon von Weitem erkannte Seo Jones die g-förmigen Tätowierungen. „Guten Tag, Herr Jones. Wir müssen mit Ihnen sprechen, alleine.“ Das klang eher nach einer Forderung. Friday verstand. „Ich bin dann mal in der Frittenbude da drüben. Vielleicht haben die einen kalten Hotfrog.“ Seo sah ihm hinterher, dann platzte es aus ihm heraus: „Warum habt ihr den Bären freigelassen?“ Die Ritter blieben gelassen und erzählten: „Wir folgen ausschließlich der Prophezeiung. Seit Anbeginn der Zeit sind wir die Hüter des Geistes der Ordnung. Einst haben wir ihn im goldenen Gefäß eingeschlossen und seither bewacht. Als der Ruf des grünen Vogels den Mond verdunkelte, öffnete sich der Käfig und der Geist des Pandas entfloh. Jetzt müssen wir ihn wieder in das Gefäß locken. Doch unser Helpster schwächelt. Deshalb brauchen wir Sie, einen Mann, der die Macht der Links kennt.“ Seo Jones lauschte gebannt der Prophezeiung und machte sich mit den Rittern auf den Weg.

Auf einem Acker außerhalb der Stadt sollte sich die Weissagung erfüllen. Die Ritter des Go stellten das Gefäß in ein kreisrundes Erdloch. Aufgabe des Professors war es, mit den mächtigsten Links seiner Sammlung ein altes Page-Rank-Muster zu gestalten. Als der Mond die unheimliche Szenerie beleuchtete, begann die Luft zu vibrieren. Die Ritter standen ganz still, während Seo und Friday alle Himmelsrichtungen absuchten. Ein kühler Luftzug ließ sie erschauern. Dort stand er, der Geist des Pandas. „Was war, wird nicht mehr sein. Was ist, wird zu Staub.“ Mit diesen Sätzen löste sich die Gestalt auf und verschwand im Gefäß. Das letzte Wort, das Seo Jones vernahm: „Qua-Li-Taet.“

Panda UpdateSo, da haben wir den Salat. Das lange angekündigte Panda Update ist jetzt auch in Deutschland angekommen. So zu lesen seit heute Mittag auf den Seiten der Google Webmasterzentrale. Nachdem im April 2011 das internationale Panda Update nur gegen englischsprachige Webseiten gerichtet war, erfolgte jetzt also ein weltweiter Panda Rollout. Damit ist Panda endlich auch in Deutschland angekommen. Noch sind die Gewinner und Verlierer des Updates nicht klar zu erkennen, die Tool- und Statistik-Experten von Sistrix und Searchmetrix sind aber schon schwer zugange die neuen Daten zu erheben.

Sehe gerade, Sistrix ist mit seiner Panda Meldung soeben rausgekommen und verkündet die ersten Verlierer. Demnach hat es Seiten wie Kelkoo, Wikio, Webnews, Suite101, Helpster, Yasni, 123People, Dooyoo oder Ciao erwischt, dagegen scheint Idealo als einer der Gewinner aus dem Panda Wettstreit hervor zu gehen. Die Infos sind sicher noch mit der heißen Nadel gestrickt und nicht vollständig, morgen solls dann für alle Sistrix User klarer werden. Johannes spielt die neuen Daten morgen in die Sixtrix Toolbox ein, zudem können weitere Infos per eMail bezogen werden.

Über die Ergebnisse wird sicher noch in Wochen diskutiert. Google nimmt auch Kollateralschäden in Kauf, wenns der guten Sache dient. Letztendlich sind einige der Opfer ja nicht wirklich qualitativ weit daneben. Google versucht mit dem Panda-Update halt für mehr Qualität durch Diversifikation zu sorgen. Es bedarf keiner 8 Preisvergleicher auf der ersten Suchergebnisseite, ergo wird bei den Preisvergleichern die Schere angesetzt und zugeschnitten. Die in Pandas Augen “qualitativ besten” überleben, der Rest wird abgeschossen. Ähnlich wie bei den Preisvergleichern werden auch die News- und Artikel-Produzenten, die Namen- und Datensammler, die Frage- und Antwort-Geber durchgesiebt und abgeschüttelt. Der Qualität des Google Index dürfte das zugute kommen, einigen Geschäftsmodellen aber das Genick brechen. Der Panda ist nämlich lange nicht so harmlos und ungefährlich wie er aussieht. Er vernichtet nicht nur fragwürdige virtuelle Inhalte, er vernichtet auch reale Existenzen. Wollen wir hoffen, dass die Google-Experten auch wirklich sorgfältige und gute Arbeit geleistet haben.

Autsch, wie ich diese Meldungen hasse. Google Plus ist noch nicht richtig draußen, da kommen schon die ersten statistikunterlegten Unkenrufe. Ist Google Plus nur ein Strohfeuer? Der Traffic von Google Plus scheint zu sinken. Auslöser der negativen Berichterstattung ist eine Untersuchung von Hitwise die belegen soll, dass Googles Zugriffszahlen für den neuen Service mittlerweile minus anstatt plus sind. (Übrigens, das Cover-Foto vom Feuerdrachen gibt es hier in noch höher Auflösung und stelle ich hiermit für die allgemeine Nutzung euch allen zur Verfügung.)

Hitwise selber finde ich ganz spannend als Datenlieferant, die haben in der Vergangenheit auch einige interessante Trends und Entwicklungen analysiert und ausgemacht. Doch wie immer wenn es um Statistiken geht, man muss sie auch interpretieren können. Ganz zu Schweigen von den Manipulationsmöglichkeiten die man im Rahmen statistischer Auswertungen hat. Maßstab, Skalierung und/oder gewählter Ausschnitt machen hier den Unterschied. Und manchmal sind die Daten die man “nicht” erhebt bzw anzeigt von entscheidender Bedeutung. In Fall der Google Plus Untersuchung mag da zwar wenig geschoben worden zu sein, ich stelle mir aber dennoch die Frage, wie diese Kurven damals bei Twitter und Facebook ausgesehen haben mögen.

Bei Google Plus kommt erschwerend hinzu, dass der Dienst nur über Einladungen zugänglich gemacht wird und die Kapazitäten gedrosselt werden. Wen wundern insofern die leicht zurückgegangenen Besucherzahlen? Als der erste Schwung User auf den Dienst losgelassen wurde, waren die natürlich erst mal schwer aktiv. Der Reiz des Neuen, die Lernkurve im Umgang mit dem Dienst und die ersten Testballons haben natürlich für anfängliche Hyperaktivität gesorgt. Wenn ich einen dicken Stein ins Wasser werfe, dann schmeisst der halt am Anfang eine große Welle, danach ebbt die Sache langsam ab 😉 Es greift die Gewöhnung.

Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Google Plus kein Strohfeuer ist. Twitter dürfte es so langsam heiß werden, da brennt das Feuer immer heller. Denn Google Plus greift von seinen Funktionalitäten erst einmal Twitter an, Facebook kommt erst eine Stufe später. Wenn Google dann aber auch noch Firmen & Fan-Pages integriert, wirds langsam auch für Facebook wärmer. Es ist auch durchaus Platz für zwei, Google als auch Facebook könnten gut und gerne nebeneinander existieren, aber beim dritten Platz in der Mitte, da wo heute noch Twitter zwitschert, da wirds immer enger.

Update: Aus aktuellem Anlass noch ein Nachtrag. Der fehlende Edit Button bei Twitter und Facebook nervt. Hier sehe ich einen entscheidenden Vorteil von Google gegenüber seinen beiden Konkurrenten. Twitter und Facebook kommen mir vor wie eine Patchwork-Sammlung. Hier mal was drangebaut, da mal was gefrickelt. Twitter hat zudem viel zu wenig an Entwicklungen nachgereicht. Google kann einige Dinge wahrscheinlich viel leichter umsetzen als die beiden Konkurrenten, weil die Architektur und Struktur von Hard- und Software fortschrittlicher angelegt zu seien scheint. Vorsprung durch Innovation sozusagen 🙂