Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Nach dem LayerAds Hightlight 2008 und der TRG Sause 2009 wird in diesem Jahr der Hurra.com OMClub versuchen neue Maßstäbe am SEO Party-Himmel zu setzen. Waren es beim ersten Event noch rund 1000 Besucher, die das Gelände und die Räumlichkeiten von Les Halles bevölkerten, platzte die zweite Veranstaltung (im Kölner Loom) mit ca. 1500 Party-Gästen schon fast aus allen Nähten.

In diesem Jahr dürf(t)en noch mehr Gäste mit von der Partie Party sein, mit dem Kölner Bootshaus hat Randolf eine Location aufgetan, die selbst bei 2000 Besuchern noch Raum zum Atmen lässt. Das Schöne an den OMClub Parties, sie zielen weniger auf die Krawatten- und Anzugträger Klientel ab, sondern mehr auf das gemeine Seo- und Marketing Volk. Noch schöner, anstatt hoher Ticket-Preise gibt’s hier freien Eintritt und freie Getränke en masse. Einziger Wehrmutstropfen, Zutritt gibt es nur nach Voranmeldung bzw im Rahmen der Sponsoren Freikontingente. Die ersten 250 freien Karten sind leider schon alle vergeben, wie ein Blick auf die XING-Anmeldeseite offenbart.

Ich rechne aber fest damit, dass Randolf die Anmeldung noch mal wieder auf macht und weitere Karten ans Volk verteilen wird. Damit das aber in entsprechendem Umfang passieren kann, bedarf es einer entsprechenden finanziellen Unterstützung durch weitere Sponsoren. Also haut rein und sponsort was das Zeug hält, auf dass die OMClub Party 2010 aus allen Nähten platzt und wir auch in diesem Jahr wieder die DMEXCO rocken werden. Ich denke wir hier auf Seo.de werden auch diesmal wieder mit gutem Beispiel voran gehen und wie im letzten Jahr mit einem kleinen Sponsorenpaket dabei sein. Die Nachfrage bzgl Eintrittskarten dürfte sicherlich ungebrochen sein. Die Eintrittsbändchen wurden mir in 2009 ja förmlich aus der Hand gerissen.

Und damit sind wir an einem interessanten Punkt angelangt. Denn sobald Randolf das Freikontingent auf Xing erhöht, dürfte es wieder zu einem beispiellosen Run auf die Karten kommen. Dank Twitter und Co. darf man heute ja nicht mal mehr aufs Klo, denn es könnte passieren, dass in der Zwischenzeit schon alle freien Karten wieder vergeben sind. Also Randolf, lass dir mal was einfallen, damit nicht nur die Social News Junkies, sondern auch ein paar von den alten und langsamen Seos/Webmastern eine Chance auf freien Eintritt haben 😉

Die DMEXCO naht, die OMClub Party naht, da darf der alljährlich damit einhergehende SEO Wettbewerb natürlich nicht fehlen. Nach Befreiphone und Volksphone gibt es diesmal ein ReVierPhone zu gewinnen. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich beim Gewinn um ein schickes iPhone4 mit 32 GB Speicher.

Gewinner ist der Autor des Beitrags, der am 15.9.2010 zur Preisverleihung gegen 22 Uhr auf der Hurra.com OMclub-Party mit Googles Standardsuche bei der Eingabe von “reVierphone” den ersten Platz der organischen Google-Ergebnisse belegt

Übrigens kann man das ReVierPhone auch im Revier käuflich erwerben, der zugehörige Shop findet sich in Bochum. Also mitten drin im Herzen vom ReVier 🙂

Wie nicht anders zu erwarten ist Sistrix auch diesmal wieder mit einem ReVierPhone Rankingchart in den Wettbewerb ums kleine Schwarze eingestiegen. Super Sache, so wird der Wettbewerb komplett protokolliert und bringt vielleicht noch die eine oder andere kleine Google Algo-Schwäche ans Tageslicht.

Update 28.08.10: Habe gerade noch Martins Bild vom nagelneuen ruhrPott-Revierphone hier eingebaut, damit jeder eine Vorstellung davon haben kann, wie geil das neue Phone live aussieht. Ein wirklich cooles Gadget. Es gibt natürlich auch Geräte für die weniger technikaffinen Phonisten. Bio- und Ökofreaks seien in diesem Zusammenhang auf das Feld, Wald und Wiesen Revierphone von Oberförster Schnurpsel hingewiesen. Abgesehen davon, die Keyword-Density für das Zielwort wird durch die ganzen Trackbacks ordentlich nach oben gezogen. Ein Bissel zu viel für meien Geschmack. Nicht unbedingt so toll.

Zum 14. September 2010 wird Google die Markenüberwachung in Europa aufheben. Inserenten haben damit die Möglichkeit fremde Markenbegriffe zu buchen und dort für Ihre eigenen Produkte zu werben. Deutschland reiht sich damit in eine Liste von Ländern ein, in denen dies schon heute möglich ist. Für die deutsche Online-Welt wird dies weitreichende Auswirkungen haben.

Bisher ist es gängige Praxis, dass Agenturen Brand Bidding für Ihre Kunden durchführen und auf den Markenbegriffen quasi zum Mindespreis den Traffic einkaufen. Mit diesem Privileg machen die Agenturen aktuell einen Großteil ihrer Einnahmen. Mit der fallenden Markenüberwachung wird es den Agenturen nicht mehr möglich sein den Traffic zum Mindestpreis zu kaufen, da sie gegen eine Fülle von Konkurrenten im Gebotsverfahren um jeden einzelnen Klick bieten müssen. Markenkeywords sind konversionsstark und die plötzliche Konkurrenz wird dazu führen, dass die Klickpreise in diesem Bereich explodieren. Die Agenturen werden in kürzester Zeit ein Vielfaches für den bisher extrem billigen Brandtraffic aufwenden müssen.

Spannend wird das ganze aber erst, wenn man betrachtet, wie sich diese Prozesse und CPCs auch auf andere Bereiche auswirken! Hierfür haben wir eine kleine Auflistung der Erwartungen und der offensichtlichen Auswirkung der neuen Markenrichtlinien für / aus Sicht verschiedener Markt-Parteien kommentiert.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht des Merchants:

Die Erwartungen des Merchants sind zunächst einmal, gleiche Ergebnisse bei gleichen Kosten zu erhalten. Wie diese Erwartungen erfüllt werden, ist dem Merchant in der Regel erst einmal egal, da er für diese Tätigkeit ja einen Dienstleister (Agentur) hat. Ggf. existieren ohnehin langfristige Verträge mit klaren Zielvereinbarungen. Sofern der Dienstleister die Erwartungen nicht erfüllen kann, wird man versuchen den Druck zu erhöhen und ggf. über einen Wechsel des Dienstleisters oder Veränderungen am Konzept nachdenken. Alles in Allem wird der Merchant kein Interesse haben die zusätzlichen Kosten im Bereich der Brandkeywords zu tragen. Nichts desto trotz sieht sich der Merchant mit der Situation konfrontiert, dass Konkurrenten nun bei seinem Brand vor ihm stehen könnten, indem sie den Brand Traffic einfach besser bezahlen. Generell dürften durch den Wegfall des günstigen Brand Traffics zusätzliche Kosten für Merchants entstehen.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht der Agentur:

Die Erwartung der Agentur wird sein, dass andere die durch die Veränderungen entstandenen Mehrkosten tragen. Die Agentur wird zunächst einmal nach Modellen suchen um die zusätzlichen Kosten auf andere Beteiligte abzuwälzen.

Viele Agenturen sind so genannte “Full-Service-Agenturen” welche in der Regel fünf verschiedene Bereiche des Online-Markting für Kunden anbieten:
Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenmarketing (SEM), Display, E-Mail-Marketing und Werbung sowie Affiliate Marketing.

Beim SEM werden die Agenturen oft prozentual nach dem Netto Gesamtumsatz, der über SEM generiert wurde, vergütet. Gibt der Kunde hier mehr aus, verdienen die Agenturen mehr. Da aber meist ein Ziel-CPO ergo Ziel-CPC definiert wird, der nicht überschritten werden darf, werden die Agenturen mit höheren CPCs sehr zu kämpfen haben. Zusätzlich war es oft so, dass Agenturen einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen aus der Brand-Freigabe generiert haben. Manchmal waren die Verträge hier so einseitig aufgesetzt, dass die Agenturen einen großzügigen CPO pro Verkauf bekamen und das Geld, was bei Google zum Bieten auf den Brand benötigt wurde, mehr als abdeckte oder der Kunde das sowieso separat getragen hat. Oder eine prozentual steigende Vergütung am Netto-Gesamtumsatz über den Kanal SEM (oder SEA für die die jetzt aufschreien), je niedriger der Durchschnitts-CPC auf die gesamte Kampagne sank. Faktisch haben viele Agenturen mit den Mehreinnahmen, die Ihnen das Brandbidding beschert hat, viele andere Bereiche wie das Affiliate Marketing quer subventioniert.

Ein Beispiel für einen solchen Vertrag:
EndCPO: 5,- (Maximaler CPO der für Marketing ausgegeben werden darf)
Conversionrate auf den Brand und starken Brand Kombis: 15%
Conversionrate auf generische Keys: 1%
Conversionrate Longtail: 3%
CPC max bei Brandkeys: 0,25 EUR
CPC max bei generischen: 1,00 EUR
CPC max bei Longtail: 0,50 EUR
CTR auf Position #1: 30%
Suchvolumen Brand + Brand-Kombis: 200.000 pro Monat
Suchvolumen generisch: 3.000.000 pro Monat
Suchvolumen Longtail: 1.500.000 pro Monat
Sales pro Monat: 9.000
Klicks pro Monat: 60.000
Durchschnittlicher Warenkorb: 50,- EUR
Umsatz p.M.: 450.000 EUR

Die Vergütung der Agentur war dann z.B. so gestrickt:
Alle Kosten für das Buchen von Anzeigen über Google Adwords zahlt der Merchant in diesem Beispiel.

Bei einem Durchschnitts-CPC von 0,23-0,25 EUR bekommt die Agentur 5% auf den generierten Netto-Gesamtumsatz über Adwords.

Bei einem Durchschnitts-CPC von 0,19-0,22 EUR bekommt die Agentur 7% auf den generierten Netto-Gesamtumsatz über Adwords… und so fort.

Beispiel Brandkeys und Brand-Kombis:

Umsatz: 200.000/100*30=60.000 Klicks mit der CR von 15% = 9.000 Sales
9.000*50=450.000 EUR Netto Gesamtumsatz über SEM brand.

Kosten: 60.000 Klicks zu 0,25 EUR = 15.000 EUR…

Hier werden die oben genannten Parameter vorraus gesetzt, die Tabelle zeigt den Verdienst der Agentur:

CPCKosten GoogleKosten Google pro Sale% Agentur VergütungKosten AgenturKosten Agentur pro SaleGesamt KosteneCPO Differenz
0,1911.4001,261045.000556.400-11.400
0,2012.0001,33731.5003,543.500.500
0,2112.6001,40731.5003,544.100900
0,2213.2001,46731.5003,544.700300
0,2313.8001,53522.5002,535.3009.700
0,2414.4001,60522.5002,536.9008.100
0,2515.0001,66522.5002,537.5007.500

 
Beispiel generische Keys:

Umsatz: 3.000.000/100*30=90.000 Klicks mit der CR von 1% = 9.000 Sales
9.000*50=450.000 EUR Netto Gesamtumsatz über SEM generisch.

Kosten: 90.000 Klicks zu 1,00 EUR = 90.000 EUR…

Hier werden die oben genannten Parameter vorraus gesetzt, die Tabelle zeigt den Verdienst der Agentur:

CPCKosten GoogleKosten Google pro Sale% Agentur VergütungKosten AgenturKosten Agentur pro SaleGesamt KosteneCPO Differenz
0,8576.5008,501045.0005120.500-75.500
0,8980.1008,90731.5003,5110.100-65.100
0,9081.0009,00731.5003,5112.500-67.500
0,9484.6009,40731.5003,5116.100-71.100
0,9585.5009,50522.5002,5108.000-63.000
0,9989.1009,90522.5002,5111.600-66.600
1,0090.00010,00522.5002,5112.500-67.500

 Das selbe kann man nun auch für den Longtail weiterführen. Man sieht an diesem fiktiven Beispiel, dass die Kosten einer generischen Kampagne wesentlich höher sind. Unter anderem auch deshalb, weil JEDER auf diese Keywords bieten kann, und nach dem Bietverfahren von Adwords steigt somit der Preis des Klicks. Ebenso konvertieren generische Keywords in den meisten Fällen deutlich schlechter als Markenbegriffe – und es gibt weitaus mehr davon. Also ist so eine Kampagne auch wesentlich aufwendiger in der Verwaltung.

Der steigende CPC auf die Marke, der Kampf um umfangreiche Brand-Kombi und Generische SEM Kampagnen, sowie das bisher meist fehlende Know How der “Full-Service-Agenturen” im generischen SEM führen wahrscheinlich erst einmal zu umfangreichen Umsatzeinbußen. Sie werden in vielen Fällen den eCPO nicht halten können und haben deutlich mehr Arbeit mit den Kampagnen.

Optimierung der Anzeigentexte, Historie des Kontos und gutes Handwerk im Erstellen und Optimieren der Kampagnen wird sehr wichtig werden. Auch bei allen Marken.

Gleichzeitig fehlen Gelder für die Quersubventionierung anderer Kanäle wie des teuren Affiliate-Marketing. Ein Teufelskreis 😉 Wahrscheinlich werden wieder mehr Agenturen auf neue Vergütungsmodelle umstellen, oder haben dies schon getan.. Jedenfalls jene die sich seit Anfang des Prozesses mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Außerdem werden Agenturen versuchen wenigstens Publishern, die an einem Partnerprogramm teilnehmen, zu verbieten auf die Marke zu bieten. Und sie sonst aus dem Partnerprogramm, worüber ein Publisher ja Einnahmen generieren würde, zu verbannen.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht des Publishers:

Die Erwartung des Publishers ist es mehr Traffic zu bekommen, da sich durch die Veränderungen die Möglichkeit ergibt auch im Bereich der Marken Traffic zu buchen. Der Publisher erhofft sich durch den Wegfall der Markenüberwachung zusätzlichen Traffic und höhere Einnahmen. Da Publisher bisher überwiegend generisches SEM gemacht haben, dürfte es für viele Publisher aufgrund ihres Know How Vorsprungs ein Leichtes sein gut performende Kampagnen aufzusetzen. Der Publisher ist in der komfortablen Situation seinen Traffic nicht nur zum Brand, sondern auch zu dessen Konkurrenz zu leiten.

Für den Publisher ergeben sich aber noch einige andere interessante Ansätze:

Der Publisher hat ein Interesse an möglichst hohen CPC im Brandbereich. Indem er SEM Kampagnen aufsetzt kann er Arbitrage betreiben. Darüber hinaus erreicht er ganz nebenbei, dass auch bei Brand Kampagnen auf die Performance geachtet wird. Viele Merchants werden es sich einfach nicht mehr leisten wollen oder können, um jeden Preis bei ihren Brands auf der ersten Position zu stehen. Alles in Allem wird sich dadurch eine Verschiebung in Richtung perfomanceorientierter Werbemaßnahmen und SEO ergeben.

Der CPC wird steigen und konvertierender Traffic wird teurer werden. Der Publisher verdient so mehr.

Die Erwartungen / Auswirkungen aus Sicht des Netzwerks:

Die Erwartung der Netzwerke ist es, mehr Traffic über die eigene Plattform zu ziehen, da Publisher die Möglichkeit haben Brandtraffic zu buchen. Dieser Traffic muss irgendwie konvertiert und abgerechnet werden und dies geschieht in alle Regel über die Netzwerke. Auch den Netzwerken selbst steht diese Trafficquelle nun zur Verfügung. Da viele Netzwerke ohnehin auch als Publisher tätig sind, werden sich die Netzwerke in Konkurrenz zu den Agenturen begeben. Spannungen zwischen Publishern und Netzwerken sowie zwischen Agenturen und Netzwerken sind vorprogrammiert.

[Gastautoren: Bianca Jacobi & Tobias Schwarz]

Ein kritischer Blick auf den frisch geschlüpften Webdienst “alernia”: Hält er einer Herz-und-Nieren-Prüfung stand, und kann er in der Welt der Websuche einen Mehrwehrt bieten? Zumindest hält er einige Überraschungen parat…

Während die SEO-Welt gebannt auf den Kampf der Giganten der Suchmaschinenwelt – Baidu, Bing, Google und Yahoo – starrt, ist es immer wieder mal lohnenswert, den Blick schweifen zu lassen, denn nicht selten fällt dieser dann auf eine Blume am Wegesrand: Nützliche Alternativen zu den bisherigen Suchinstrumenten.

Derer gibt es so einige, und meist sind es Metasuchmaschinen wie Dogpile oder Metager, oder aber solche, hinter deren Kulissen eine der gängigen Suchmaschinen ihre Arbeit tut, mit irgendeiner zusätzlichen Besonderheit, wie beispielsweise Ecosia (Bing & Yahoo) für die Suche mit Regenwaldschutzeffekt oder Spacetime3d für die 3D-Darstellung der Suchergebnisse (Google).

Eine Neuheit im deutschsprachigen Bereich ist indes “alernia“, welches für sich beansprucht, “das mächtigste Eingabefeld des Internets” zur Verfügung zu stellen. In der Hoffnung, nicht allzu viel Zeit mit einem Papiertiger zu verschwenden, probieren wir den Webdienst anlässlich seiner Neuerscheinung einfach mal aus.

Butler statt Selbstbedienung

Zunächst fällt ein eigentümliches Design auf: Eine Art Eingabetube statt Eingabefeld vor einer Hintergrundgrafik oder -animation, und zwar im unteren Bereich der Seite angesiedelt. Auf einen Suchknopf scheint “alernia” zu verzichten. Bei der Eingabe – wenn man sie nicht zu früh per Entertaste abschickt – überrascht jedoch ein aufklappendes Menü. Es ist wahlweise per Pfeiltasten oder Maus steuerbar und bietet die Wahl an, anhand der eingegebenen Suchbegriffe Webseiten, Bilder, Downloads oder andere Dinge im Netz zu suchen. Also ähnlich wie bei Google die Optionen im oberen Bereich, allerdings sozusagen nicht als “gegenüberliegendes Wandregal”, sondern auf einem Tablett direkt heranserviert. “alernia” will offenbar mit Komfort punkten.

Durchsuchen wir das Web. Eine Augenbraue hebt sich. Das sieht nach Google aus. In der Tat gibt “alernia” dies im unten Bereich der Seite auch an. Ein Abgleich mit google.de, z.B. mit den Begriffen “bodybuilding” oder “handy”, zeigt schließlich: Es sind zwar Google-Suchergebnisse, jedoch deutlich anders aufbereitet. Sie wirken bei “alernia” aufgeräumter und ruhiger, man wird weniger irritiert von Bildern, Videohinweisen und Ergebnissen aus der Produktsuche, die sich sonst zwischen die Ergebnisse schieben. Die Liste enthält außerdem doppelt so viele Ergebnisse wie in der Google-Standardeinstellung und macht auf diese Weise das Weiterblättern weniger nötig. Neben Google, lassen sich in “alernia” auch andere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder ixquick direkt ansteuern.

Doch auf der Suche nach Informationen im Netz möchte man ja oft gar keine Suchergebnislisten sehen (oder sie bringen einen nicht weiter). Hier erweist sich das Menü als durchaus geeignetes Werkzeug, um andere Quellen in Anspruch zu nehmen. Will man keine Suchergebnisse, sondern Infos über einen Gegenstand, leitet einen die Auswahl des Menüpunkts “Lexikales” ohne Umwege zum Wikipedia-Artikel. Interessant ist die Möglichkeit, statt “Web”, “Bildern” oder “Video” eine Option namens “Intelligenz” als Quelle zu wählen: Viele kennen es nur zu gut, nach stundenlangem Googeln am Ende des persönlichen Lateins angekommen zu sein. Jetzt muss ein Mensch gefragt werden. In solchen Fällen eignet sich die “Intelligenz”-Option, um die Eingabe als Frage unkompliziert im Expertenforum von “alernia” zu veröffentlichen, ohne Registrierung per Passwort. Auf entsprechende Antworten kann man sich, falls gewünscht, per E-mail aufmerksam machen lassen.

Zahlreiche Optionen

Das besagte Menü – nennen wir es zur Unterscheidung von anderen Menüs auf der Webseite mal “Servicemenü” – entpuppt sich beim weiteren Experimentieren als riesiger Komplex mit zahlreichen Unteroptionen. Seine Hauptpunkte sind:

– Web & Text
– Lexikales
– Bild & Sound (mit den Unterpunkten “Bilder”, “Video” und “Audio & MP3”)
– Downloads & Games
– Intelligenz
– [mehr…]

Wohl als Hauptpunkte sekundärer Natur sind die Unterpunkte von “[mehr…]” gedacht:

– Adressen
– Ermitteln (z.B. für Berechnungen oder die aktuelle Uhrzeit)
– Fahrt & Flug
– Karte
– Waren & Angebote

Jeder dieser Hauptpunkte hat zahlreiche Unterpunkte, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Einige Quellen sind nicht extern und machen einen innovativen bis experimentierfreudigen Eindruck, wie z.B. die Unteroption “Lexikales > Enzyklopädien > Web (alernia-Modus)”, welche das Internet per se als Lexikon benutzt und manchmal weit Nützlicheres ausspuckt als Wikipedia (z.B. bei “Französische Revolution”, “Reguläre Ausdrücke”), manchmal aber auch derzeit wenig Brauchbares (z.B. “Solarenergie”). – Deutlich besser als bei Google ist die Fahrplansuche, die bei “alernia” nach der Eingabe und Wahl der Option “Fahrt & Flug” direkt zur Seite der Deutschen Bahn führt. Das Bemerkenswerte hierbei ist, dass anders als bei Google auch der Nahverkehr abgefragt werden kann, und zwar detalliert und in einer erstaunlich natürlichen Sprache, z.B.: “von Hannover Humboldtstraße nach Frankfurt am Main Hügelstraße am Freitag um 20.30 Uhr Ankunftzeit”. – Andere Optionen des Servicemenüs sind wohl eher als augenzwinkernde Spaßoptionen gedacht, beispielsweise diverse Unterpunkte der “Intelligenz”, die u.a. mit einem externen Chat-Roboter aufwartet, der auf die Eingaben im Suchfeld reagiert.

Daher lässt sich “alernia” als die Bündelung hunderter Suchmaschinen/Suchmodi begreifen. Trotz dieser Mächtigkeit bleibt das Servicemenü vergleichsweise einfach zu handhaben, da es einigermaßen logisch organisiert ist und auf den höheren Ebenen allzu lange Untermenüs vermeidet. Wo es doch mal ein übermäßig langes Menü gibt, ist dies insofern verzeihlich, da sich die Menüoptionen anhand ihrer Anfangsbuchstaben “anspringen” lassen – mit dem Trick des kurzen vorherigen Tippens der Strg-Taste dann auch völlig unabhängig vom Öffnen des Servicemenüs. So lässt sich beispielsweise das relativ tief verschachtelte “ebay” nicht nur mit Maus oder Pfeiltasten, sondern auch mit der Tastenfolge “Strg, E, B” erreichen und abfragen.

Zaubersprünge

Selbst diese Vereinfachung würde aber nervig, sobald man ein- und dieselbe Quelle mehrfach hintereinander nutzen wollte. Man stelle sich vor, man sucht im Französisch-Wörterbuch zehn verschiedene Wörter hintereinander und müsste jedes Mal “Strg, F, R” tippen, oder zehn Mal hintereinander hierhin navigieren: “Lexikales > Wörterbuch > Französisch”. Glücklicherweise ist auch für diesen Fall vorgesorgt: Das bloße Enter-Drücken ohne Menünutzung bewirkt die Abfrage der zuletzt beanspruchten Quelle. Erinnert sich der Recherchierende nicht mehr, welche dies ist, lässt sich das am unteren Seitenrand ablesen – der allerdings etwas klein geraten ist.

Bei der weiteren Benutzung ist festzustellen, dass “alernia” den Komfort-Aspekt auf die Spitze zu treiben sucht – was auch zu gelingen scheint: Nach Absenden einer Anfrage bleibt der Textcursor im Eingabefeld, so dass nach einer Eingabe ohne umständliches erneutes hineinklicken in das Feld ggf. sofort die Suchbegriffe geändert oder die Suchquelle gewechselt werden können. Auch das von den gängigen Suchmaschinen bekannte nochmalige Hinscrollen zum Eingabefeld und die störende Suche danach entfallen, da es immer auf dem Schirm bleibt. Ist der Cursor doch mal nicht mehr im Eingabefeld, genügt die F6-Taste, um wieder hineinzuspringen – von dem Webdienst selbst “Zaubersprung” genannt.

Irgendwann wird einem auch klar, warum “alernia” auf einen Suchbutton verzichtet: Das Überfahren des Eingabefelds mit der Maus öffnet automatisch das Service-Menü, deren einzelne Punkte dasselbe wie Suchbuttons leisten. Ein leicht erreichbarer Menüpunkt namens “[wie eben]” ermöglicht, per Maus die eben benutzte Quelle erneut zu benutzen. Das ist besonders bei tiefer verschachtelten Quellen nützlich. Ebenfalls nützlich ist die Einblendung von zur aktuellen Quelle passenden Quellen, z.B. um einen Lexikonartikel unkompliziert per Mausklick in mehreren anderen Lexika hintereinander anzeigen zu lassen, so dass man stets einen Vergleich mit den als unsicher geltenden Wikipedia-Infos hat, oder um einen Artikel bei eBay und mehreren anderen Verkaufshäusern hintereinander zu suchen.

Die “Eingabetube” hat auch jenseits des Servicemenüs einige Überraschungen parat: Gibt man einen Domainnamen in das Suchfeld ein, z.B. (“yahoo.de”), werden keine Suchergebnisse, sondern die dazugehörige Webseite selbst angezeigt, ohne dass das Eingabefeld verschwindet. Gibt man den Domainnamen in runde Klammern eingefasst ein, wird die dazugehörige Seite automatisch per Proxy, also anonym, angesurft. Das hat den Nebeneffekt, dass viele gesperrte Youtube-Videos wieder zum Laufen gebracht werden können.

Ein Minuspunkt sind die Eingabevorschläge, welche im Vergleich zu Google sehr spärlich erscheinen. Ausgleichend wirkt allenfalls, dass sich “alernia” wenigstens bereits getätigte häufige Eingaben der Vergangenheit merkt und in den Vorschlägen anzeigt. (Letzteres sucht man bei Google oder der deutschen Version von Bing derzeit vergeblich.) Auch könnte die untere Menüleiste mit Extra-Optionen und Infos ruhig etwas größer sein, denn man kann sie leicht übersehen. Zu guter Letzt wäre eine Unterstützung weiterer Browser außer Mozilla Firefox und Internet Explorer wünschenswert.

Fazit

“alernia” ist auf jeden Fall eine interessante Abwechselung im Reich der Suchwerkzeuge und bietet zahlreiche Vorteile und Erleichterungen gegenüber der herkömmlichen Art und Weise der Suche nach Informationen im Netz. Laut seinem Weblog befindet es sich allerdings noch im Alpha-Stadium, was man dem Projekt auch hier und da auch anmerkt. Nichtsdestotrotz kann dem User die regelmäßige Nutzung Spaß machen, Arbeitsschritte verkürzen und ihn an Informationen gelangen lassen, die sonst nur umständlich oder für den durchschnittlichen Websurfer gar nicht erreichbar wären.

Es kommt wieder etwas Bewegung in die Seo Tool Szene. Vor wenigen Tagen ist XOVI in der Version 2.0 der Öffentlichkeit vorgestellt worden, jetzt kommt noch ein Nachschlag hinterher. Neben der Version für DE gibt es jetzt als Zusatz auch noch AT mit dazu. Damit ist XOVI das erste SEO-Tool mit Zuschnitt auf den österreichischen SEO-Markt. Das wird unsere Nachbarn freuen, denn viele Komponenten eines auf DE zugeschnittenen Tools sind nur bedingt aussagekräftig.

Die Deutschen suchen halt mit anderen Häufigkeiten und teilweise anderen Begriffen als die Österreicher, dann gibt es da auch noch Google mit seinen Bemühungen die jeweilgen Domains nach ihrem Land und der Herkunft der Verlinkungen einzusortieren. Deshalb sind die Google Rankings je nach Land sehr verschieden und die Keywort Verteilungen teilweise auch sehr unterschiedlich. Diese Unterschiede spiegeln sich natürlich auch im SichtbarkeitsIndex für die Domains wider. Mit dem neuen XOVI AT-Modul sind diese Landesdifferenzen hinfällig.

Möglicher Auslöser für die österreichischen Bemühungen dürfte ein Weblog Artikel von Oliver Hauser gewesen sein, in dem er ein SEO Tool für österreichische Webmarketer gefordert hatte. Alex Unsöld und seine Mannen haben das Flehen erhört und sich an die österreichische Fassung des XOVI-Tools gesetzt, gestern wurden sie fertig damit. Mal schauen, wie sich die Geschichte entwickelt. Der Markt ist kleiner, das Modul kostet zusätzlich zum Basis-Modul und der Ausbau hängt von der Entwicklung und dem Zuspruch der User ab. Dennoch ist der Preis heiß, wenn man ihn mit dem anderer Tools auf dem Markt vergleicht. Und erstmal müssten die anderen Nachziehen, wenn sie etwas vom Kuchen abhaben wollen.

Bei nächster Gelegenheit schiebe ich mal einen Test hinterher. Sicher spannend zu sehen was hier und da so rankt an Domains. Vielleicht kennt ja jemand kuriose Beispiele oder möchte gar einen Gastartikel zu dem Thema schreiben. Ich würd mich freuen.

Anfang Juli rief Dominik Dietrich, den ich vor drei Jahren mal auf der OMD kennen gelernt hatte, bei mir an und fragte mich, ob ich nicht vielleicht so nett sein könnte und deren Linkaufbau Service SofortMehrLinks in meinem Blog vorstellen würde. Im Prinzip stelle ich ja gerne Produkte und Services vor, antwortete ich ihm, nur hätte ich ein Problem mit der Empfehlung eines Service, den ich weder kennen würde noch hätte arbeiten sehen. Wir kamen deshalb überein, dass wir einen kleinen Test machen wollten.

Ich nannte Dominik den Namen einer Domain eines Bekannten, von der ich wusste, dass da seit Ewigkeiten nichts mehr dran gemacht wurde und die in einem eher mittelprächtig umkämpften Bereich tätig war. Leider kann ich die Domain hier schlecht nennen, doch so viel sei verraten, das Geschäft ist im Bereich Möbel angesiedelt. Auf jeden Fall war das das ideale Versuchskaninchen für den bevorstehenden Linkaufbau Test. Dominik hat dann das Basis Paket als Grundlage für den Test genommen und losgelegt. Hier noch die dazugehörigen Eckdaten.

Linkaufbau Basis
Für kleinere Websites

  • 10 neue Top Links
  • + Einmalig 49,- EUR netto
  • + Manueller Linkaufbau
  • + 1-2 Wunsch-Keywords
  • + Linkbuilding-Report per E-Mail

Ein paar Tage später hatte ich dann den Linkbuilding-Report auf meinem Schreibtisch liegen. Jetzt hieß es warten. Es dauert seine Zeit bis Googles Bot die verlinkenden Seiten besucht und indiziert hat, dann noch ein paar Tage für die Einberechnung der Links, erst dann zeigt sich die Wirkung und macht es Sinn, darüber zu berichten. Jetzt, nach 5 Wochen warten, ist es endlich so weit. Und ihr werdet es sicher schon erraten haben, zur Ergebnis-Präsentation benutze ich wie üblich mein Lieblings Seo-Tool, die Sistrix Toolbox.

Ein Blick auf den Verlauf des Sistrix Sichtbarkeitsindex legt den Schluss nahe, dass mit einer Verzögerung von 3-4 Wochen eine erste Wirkung aufgetreten ist. Der SR (Sistrix Rank) ist in den letzten zwei Wochen deutlich gestiegen. Bitte jetzt aber nicht in Jubelstürme ausbrechen, die Werte liegen noch unterhalb von 0,01 und sind damit der Rubrik Kleinkram zuzuordnen. Neben dem SR Chart habe ich auch noch einen Ranking Chart für das verlinkte Hauptkeywort im Angebot.

Man sieht sehr schön, dass nach zweijähriger Abstinenz das Keywort vor 5-6 Wochen wieder in den Google Top 100 Platzierungen aufgetaucht ist. Einstieg bei Position 65, dann kontinuierlicher Anstieg bis auf Platz 27. Es sieht also tatsächlich so aus, als ob das kleine SofotMehrLinks Basis-Paket etwas gebracht hätte. Und Wunder darf man bei solch einem Service für schmales Geld auch nicht erwarten, ein gestandener Linkbuilder wirft mit ganz anderen Preisen um sich.

Einen Blick auf die verlegten Links habe ich natürlich auch geworfen. Im Wesentlichen handelte es sich um Bookmarkservices, deren Domains sowohl einen grünen Balken als auch einen nicht verschwindenden SisxtrixRank aufzuweisen hatten. Beides Voraussetzungen dafür, nicht irgendwelchen abgewrackten Webseiten aufzusitzen. Die Eintragungen erfolgten mit der versprochenen Varianz, alle Links waren alle auf “follow” gesetztz und damit echte und zählbare Links – alles in Allem war ich am Ende positiv überrascht. Ich habe da in letzter Zeit schon ganz andere Dinge gesehen. Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich den Verlauf und die Entwicklung der Testseite natürlich auch weiterhin monitoren werde. Vielleicht fällt irgendwann ja noch ein bei Artkel ab.

Heute, am 9. August 1960, genau vor 50 Jahren, veröffentlichte der Thienemann-Verlag das Kinderbuch “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer”. Der Autor des Erfolgsbuches war kein geringerer als Michael Ende (1929 bis 1995), der Vater von Bestsellern wie “Momo” und “Die unendliche Geschichte”. Michael Ende gelang mit diesem Kinderbuch der Durchbruch, sein Buch verkaufte sich weltweit mehr als 4 Millionen mal und wurde in 33 Sprachen übersetzt.

jim knopf und lukas der lokomotivführer

Jim Knopf, Lukas und Emma – Alles Gute zum 50. Geburtstag

Zur Feier des Tages gibt es eine Hommage an Michael Endes Kinderbuch-Figuren Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer, die seit nunmehr 50 Jahren Kinderherzen höher schlagen lassen und die zu den großen Helden meiner Kindheitstage zählen. Nicht zu vergessen die Augsburger Puppenkiste und der Hessische Rundfunk, welcher die Puppenkiste über die Fernsehantenne in die Wohn- und Kinderzimmer getragen hat. Was habe ich diese Figuren geliebt. Was habe ich die Sendungen der Augsburger Puppenkiste geliebt. Und was habe ich Emma, die Dampflokmotive geliebt. Ich glaube zu jener Zeit war mein sehnlichster Berifswunsch Lokomotivführer zu werden 😉

Doch genau wie der Beruf des Lokomotivführers in die Jahre gekommen ist, haben auch die Figuren im Laufe der Jahre ein wenig gelitten. Im Zeitalter von Computerspielen und Internet erscheinen die Figuren etwas verloren und hilflos. Leider. Ich sage das mit Wehmut, denn zwischen 3-D Effekten und virtuellen Cyberwelten ist mit Marionetten- und Kinderbuch-Figuren kein Staat zu machen. Die heutige Jugend leidet an einem Überangebot an Action & Ablenkungsmöglichkeiten und interessiert sich mehr für Ballerspiele und Manga-Filmchen als für Puppenkisten und Bücher lesen. Dabei bleibt m.E. eine gehörige Portion Kreativität und Phantasie auf der Strecke.

Betrachten wir doch einfach mal die Nachfrage im Internet mit Hilfe von Google Insights. Das folgende Diagramm zeigt die Google Trends für Jim Knopf bzw die Augsburger Puppenkiste. Die rote Linie beschreibt den Verlauf des Suchvolumens für die Augsburger Puppenkiste, die blaue Linie beschreibt den Verlauf für Jim Knopf.

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Für die Puppenkiste ist die Nachfrage seit Jahren rückläufig, bei Jim Knopf hingegen geht es nur ganz langsam und schleichend abwärts mit dem Suchvolumen. Anscheinend konnte Jim sich seine Popularität bewahren. Wie sich das in den Abverkäufen der Kinderbücher niederschlägt, konnte ich leider noch nicht feststellen, vielleicht hat ja jemand von euch Zahlen dazu. Die Lage könnte bei den Büchern, gemessen an der Webnachfrage, stabil sein. Die Augsburger Puppenkiste dagegen scheint es etwas schwerer zu haben. Nachdem es in den 90 Jahren Jahren mal Probleme gab was den Fortbestand des Puppentheaters angeht, hat sich aber eine Menge getan, es gibt sogar einen eigenen Förderverein mit Namen Freunde des Augsburger Puppenspiels.

Wer helfen möchte dieses einmalige Stück deutscher Kultur für die Zukunft zu sichern, der kann dem Verein beitreten oder gar die Patenschaft für eine Figur übernehmen. Jim Knopf und Lukas sind zur Zeit noch frei. Auch Spenden sind willkommen. Es geht aber auch ohne Geld, vielleicht spendet ihr ja einfach nur einen kleinen Link, damit das Angebot nicht im Rauschen des Webs untergeht. Und damit das Webangebot endlich mit dem Zappeln aufhört. Denn ein wenig zappeln die verschiedenen Domains der Puppenkiste hin und her, wie das folgende Sistrix-Chart verdeutlicht. Ein schönes Beispiel, das zeigt wie flatterhaft Google im Umgang mit Duplicate Content ist.

Sicherlich haben damals in den Neunzigern auch die beiden Dance-Hits mit dem “Urmel Remix” und der “Insel mit zwei Bergen” der Gruppe Dolls United für neuen Aufwind bei der Puppenkiste gesorgt. Immerhin brachte es das Lummerland-Lied auf über 750.000 verkaufte Exemplare und spielte eine Gold- und Platin-Schallplatte ein. Zur Feier des Tages präsentiere ich euch hier die Insel mit zwei Bergen im YouTube Format. Und mit Autoplay. Was sein muss, muss sein.

Herzlichen Glückwunsch!

Die SEO-Welt starrt gebannt auf die Entwicklung der Giganten unter den Suchmaschinen. Wie werden diese und somit unsere Art das Internet zu benutzen, in ein paar Jahren aussehen? Doch den Blick schweifen zu lassen, ist jedem Blick in die Glaskugel vorzuziehen.

Wie in anderen Gebieten spielt sich Innovation auch bei der Websuche oft abseits der Großen der Branche ab. Es ist schließlich nichts Neues, dass Firmen wie Microsoft bei ihren Hauptprodukten essentielle Mengen an Methoden und Technologien von kleineren Firmen abschauten oder einkauften. Bei Suchmaschinen wie Google ist dies nicht viel anders, abgesehen u.a. von der Idee des PageRank-Konzepts, um welche herum die wirtschaftliche und technologische Körpermasse der Suchmaschine in einem Prozess zahlreicher Einverleibungen stetig anwuchs. Die Technologien von Produkten und Firmen, die zunächst „DoubleClick“, „BumpTop“, „Metaweb“ oder „LabPixies“ heißen bzw. hießen und kaum ein Durchschnittssurfer kannte, werden Teil von Google, um als neue Features in der Suchmaschine oder einem ihrer Nebenprodukte zu landen. Auch bei Bing geschieht nichts anderes, wenn es Teile von Wolfram Alpha einbindet.

Erfahrene Beobachter wagen deshalb des Öfteren Voraussagen über das zukünftige Aussehen von Google und anderen Suchmaschinen, sobald das innovative Produkt eines kleinen Startups oder ein vielversprechender Webdienst am Horizont auftaucht, soweit das betreffende Konzept eine Aufwertung der Websuche bedeuten würde. Für viele ist es beispielsweise nur eine Frage der Zeit, dass die Rückwärts-Bildersuche „TinEye“ über kurz oder lang von Google kopiert oder eingekauft wird.

Andere Dienste, wie beispielsweise „eyeplorer“, die laut eigener Benennung „grafische Wissensmaschine“, bieten wenn nicht einen Blick in die Zukunft von Google, so doch einen Entwurf dafür, wie Informationssuche im Web auch aussehen könnte. Mindestens ebenso einen Entwurf bietet „alernia“, eine neue Erfindung aus dem deutschsprachigen Raum und vor kurzem für die SuMa Awards 2010 nominiert. Dieser kostenlose Webdienst steckt eigenen Angaben zufolge noch in der Alpha-Phase, kann aber bereits jetzt ausprobiert werden und bietet eine interessante alternative Methode der webbasierten Informationssuche. Im Wesentlichen besteht diese in einer Applikation, die mit möglichst viel tastaturbasiertem Komfort in einem einzigen Eingabefeld eine enorme Anzahl von Suchmaschinen, Lexika und anderer Quellen – darunter Menschen – zur freien Auswahl zur Verfügung stellt und dabei zugleich als virtueller Browser und Anonymizer dient. Dies funktioniert schon recht gut, womit „alernia“ die Phantasien all jener anregen dürfte, die sich mit der Zukunft der Bedienung von Suchmaschinen beschäftigen.

Während die Welt also gebannt auf den Kampf der Giganten der Suchmaschinenwelt – Baidu, Bing, Google und Yahoo – starrt, ist es immer wieder mal lohnenswert, den Blick schweifen zu lassen, denn nicht selten fällt dieser dann möglicherweise auf einen Schatten aus der Zukunft oder doch zumindest auf die eine oder andere Blume am Wegesrand.

[Gastautor Mohamed Aharrou]

Endlich mal wieder etwas Bewegung im Seo-Dienstleister Markt. Die Jungs von Seo-United tun sich mit Oxmo zusammen. Nicht ganz unerwartet, dass sich Seo-United doch noch zur Seo-Firma entwickelt und die hohe Sichtbarkeit im Google Index jetzt endlich auch direkt nutzt. Denn die Entwicklung in den Google Charts sieht vorbildlich aus. Als Beleg hier der aktuelle Sistrix-Rank der Domain seo-united.de.

Von Nichts kommt Nichts. Die Jungs sind fleißig und sorgen permanent für neue Inhalte. Das geht vom allseits bekannten Weblog über das SEO Tutorial & Glossar & die Tool Liste bis hin zum neu integrierten Seo News Bereich. Das gibt Traffic, das gibt Besucher und das gibt Seo-Anfragen, die dann über einen Vermittlungsservice abgehandelt wurden. Anscheinend lief das mit dem Service nicht ganz so rund wie gewünscht und so haben sich die United Jungs eine andere Lösung ausgedacht. Zusammen mit Oxmo will man das Kundenpotential nun auch selber abschöpfen. Wir von Seo.de wünschen dem neuen Stern am Seo Dienstleister Himmel viel Erfolg und viele zufriedene Kunden.

Es gibt aber noch eine weitere Nachricht zu verkünden. Aufgeschreckt durch den Tatendrang der United Jungs hat sich Martin Mißfeldt aufgerafft und bietet ab sofort auch offiziell sein Bilder Seo als Dienstleistung an. Cool. Ich wünsche Martin viel Glück und Erfolg mit seinem neuen Seo Consulting Job. Vielleicht sollte ich mal wegen einer Fusion mit Seo.de bei ihm anfragen 😉