Es gibt schon eine ganze Menge Bücher zum Thema SEO bzw. Suchmaschinen-Optimierung. Während in früheren Zeiten die Autoren meist eng an Technik & Suchmaschinen klebten und Faktoren wie ROI und Usability oft nur am Rande streiften, hat sich das spätestens seit Mario Fischers Website Boosting geändert. Was nutzt die optimierteste Website, was nutzen Scharen von Besuchern, wenn diese schon wenige Sekunden nach der Ankunft am liebsten gleich wieder verschwinden wollen. Herzlich wenig.

Seit Ende letzten Jahres gibt es ein neues SEO Buch aus dem Franzis-Verlag, dass sich genau mit diesen beiden Themen beschäftigt: Suchmaschinen-Optimierung & Usability von Steven Broschart. Ein erster Blick in das 480 Seiten starke Werk sieht vielversprechend aus, darum suche ich jetzt einen Freiwilligen, der das Buch im Ausgleich für eine Bücher-Rezension lesen möchte. Und wo wir schon gerade bei Rezensionen sind, gerade ist die erste Rezension zu Werkzeuge fürs Web bei mir eingetrudelt. Geschrieben wurde sie von Markus Schlegel, einem jungen Webdesigner aus Bottwartal. Nähere Informationen zur Personen werden noch folgen.

Die Welt ist ungerecht. Zumindest aus Sicht der Zeitungen und Zeitschriften-Verleger. Die Suchmaschine Google verlegt ihren Content und verdient auch noch Geld damit. Das ist nicht fair. Und weil nicht sein kann was nicht sein darf, rennt man gemeinsam zum Kartellamt und legt Beschwerde ein. Leider ist das auch so ziemlich das einzige, worin sich Zeitungen und Verlage einig sind. In Zeiten finanzieller Not greift man gerne nach einem Strohhalm, und wenn man es nicht alleine schafft, dann muss halt das Kartellamt gegen Google antreten.

Insgesamt sind es sogar drei Parteien die beim Bundeskartellamt Beschwerde eingereicht haben. Einmal die Verleger, dann die frischgebackene Microsoft-Tochter Ciao und zu guter Letzt auch noch der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities. Was Ciao für ein Problem hat, habe ich selbst nach fünfmaligem Lesen der Nachrichten nicht verstanden. Bei Euro-Cities kann ich es verstehen, wer wird schon gerne vom Markt verdrängt, weil plötzlich einer wie Google daherkommt und die wertvollen Karten auf einmal für lau unters Volk schmeisst. Erinnert mich ein wenig an die Sache mit Urchin bzw Google Analytics, als Google eine ehemals 199 Dollar teure softe Ware auf einmal für Null Komma Nix Märker ins Web stellte und damit der Statistik- und Analyse-Branche schwere Verluste zugefügt haben dürfte. So richtig gesund für den Wettbewerb ist das sicher nicht.

Googles Macht ist an dieser Stelle schon erschreckend. Zumindest hier bei uns in Deutschland, wo Google quasi 90% des Suchmaschinen-Traffics für sich vereinnahmt. Wo Google Postfächer kostenlos und in GigaBytentischen Portionen verschenkt, wo Analytics für lau die halbe Welt protokolliert und kontrolliert. Wo Google schon heute kostenlose Handy-Betriebssysteme vertreibt, morgen vielleicht schon “Wlan für Alle” anbietet und übermorgen die Handies & Webzugangsgeräte gleich auch noch dazu verschenkt. Vor ein paar Jahren hätte ich zu mir noch gesagt, “du spinnst, es hat doch keiner was zu verschenken”. Heute denke ich da anders drüber.

Nach so viel Abschweifung wird jetzt aber ein Rücksturz zur eigentlichen Thematik notwendig. Bei aller Vorsicht was die Marktmacht und Innovationsfreude von Big Brother Google angeht, die Forderungen der Verlage halte ich schlichtweg für einen Witz. Aus welchen Beweggründen auch immer das Internet von den Verlagen verschlafen wurde, wer jahrelang zu blöde war die Entwicklung im Web zu antizipieren, sollte jetzt nicht auch noch beleidigt tun, weil der große Bruder einem den Lolli nicht bezahlen will, den er einem tags zuvor geschenkt hat 😉

Nachdem die ersten 100 PubCon Plätze in gerade mal 35 Minuten vergeben waren, kommen jetzt noch ein paar weitere freie Plätze auf den Markt. Als erstes gibt es beim Frank von der Seo-Scene ein ABAKUS PubCon-Ticket zu gewinnen. Die dafür zu bewältigende Aufgabe – ihr bloggt über die SEMSEO und benachrichtigt dann Franks Blog durch einen Pingback/Trackback. Der Gewinner wird ausgelost. Zeit habt ihr bis zum 23.01.10.

Zwei weitere Karten für die Abacus PubCon werden von Gretus und Constantin verlost. Die Jungs von Seo-United haben sogar noch ein weiteres Incentive als Zugabe in Petto, es gibt je einen ferngesteuerten Mini-Helikopter oben drauf. Ein cleverer Schachzug von Webby & Co. – oben rechnet sich so ein Hubschrauber noch mehr. Die Kandidaten dürfen durch Trackback oder Kommentar auf sich aufmerksam machen.

Allen Teilnehmern viel Spass bei der Jagd nach den goldenen Abakus PubCon Tickets. Solltet ihr Pech haben, es gibt immer noch den Umweg über die SEMSEO Konferenz-Teilnahme. Alle SEMSEO Konferenz-Teilnehmer haben auch automatisch freien Zugang zur abendlichen Pub-Konferenz. Und eine kleine Hintertür ist vielleicht immer noch offen, Seo.at suchte vor einiger Zeit u.a. nach einem freiwilligen Konferenz-Blogger für die SEMSEO. Möglicherweise ist der Job und damit der Eintritt zur PubCon immer noch zu haben. Zumindest habe ich bis jetzt nichts Gegenteiliges vernommen.

Leise rieselt der Schnee. Still und starr ruht … die Semmel, die Schrippe, die Wecken bzw das Brötchen. Und wo? Im Schnee. Da liegt es. Ganz allein. Sollte sich wer von euch fragen, wie das Rundstück da hin gekommen ist, dann war es ehrlich gesagt kein zufälliger Schnappschuss auf einem Nachmittags-Spaziergang, sondern ein von kurzer Hand vorbereiteter und ganz profaner Akt der Brötchenablage. Auf gut Deutsch. Ich habe das Stückchen Brot einfach in den Schnee gelegt und abfotografiert. Aus der Hand, ohne Stativ und doppelten Boden. Und hier seht ihr es nun, mein Meisterwerk: Das Brötchen im Schnee.

Brötchen im Schnee

Was um Himmels Willen haben Brötchen in einem Seo-Beitrag zu suchen? Eine ganze Menge, wenn man einmal Abstand vom schnöden Text-Seo nimmt und sich dem Bilder-Seo zuwendet. Die Optimierung von und für Bilder ist eine Kunst für sich. Sicherlich nicht so komplex wie bei der Optimierung auf Keywords, aber doch mit einigen interessanten Verkomplizierungen wie zum Beispiel dem Hotlinking Problem. Kurz und gut, dieser Artikel dient einem Bilder Seo Experiment. Parallelen zum lauen Brötchen Artikel sind zufällig reine Absicht, damals ging es noch um ein schnödes Brötchen auf dem Küchentisch.

schnödes Brötchen Jenes Brötchen hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich, insbesondere was die Platzierungen in der Google Bilder-Suche angeht. Sein Antlitz könnt ihr dem Foto links entnehmen. Seine Geschichte jährt sich in diesen Tagen zum zweiten Mal und ist eng mit den Abmahn-Geschichten rund um Marions Kochbuch verwoben. Nach nunmehr 2 Jahren weilt die schnöde Semmel in Googles Bildersuche für Brötchen auf dem zweiten Platz und sitzt Marions Abmahn-Semmel damit voll im Nacken.

Kommen wir zurück zum Brötchen im Schnee. Das Original hat eine Auflösung von 5616 x 3744 Pixeln = 21.03 Mega-Pixel und wiegt dabei rund 5,8 MByte. Das Bild unterliegt natürlich meinem Copyright und darf unter keinen Umständen von jemand anderem verlinkt , geschweige denn gehotlinkt werden. Zuwiderhandlungen werden von mir mit der vollen Härte der mir zur Verfügung stehenden Mittel verfolgt. Das heisst – gar nicht! Es könnte höchstens passieren, dass ich darüber blogge. Oder auch nicht 😉

Eigentlich bin ich immer noch kein großer Freund von Twitter. Das auf 140 Zeichen reduzierte Microblogging System mit rudimentären Features und wenig Komfort hat sich aber dummerweise zu einem echten Platzhirsch entwickelt und zwingt einen dadurch, sich mit dem Dienst zu beschäftigen. Auf jeden Fall ist Twitter ein Zeitfresser, lockt einen ein ums andere mal über irgendwelche Short-Urls hinaus ins WWW und hält einen so von der Arbeit ab 😉

Die Meldungen die da durchs Internet strömen sind bisweilen von fragwürdiger Qualität. Ok, eine gewisse Mitschuld hat man auch selber durch die Wahl der Personen, denen man folgt. Auf der anderen Seite rauschen dort aber auch wichtige und spannende Informationen mit einer noch nie da gewesenen Taktrate an einem vorbei und führen mancherorts zu erschreckenden Beschleunigungen von Prozessen. Ein schönes Beispiel für diese ungeheure Beschleunigung des Webs bot gestern der Anmelde Prozess für die Abakus Pub-Konferenz. Die dort angebotenen 100 freien Plätze waren in sage und schreibe 35 Minuten vergriffen. Das ist noch mal deutlich schneller als im letzten Jahr, als nach rund 2 Stunden alles zu Ende war.

Die Frage die sich mir stellt. Finde ich das eigentlich so toll? Eher nicht. Wenn die Entwicklung so weiter ginge, dann dürfte man in zwei Jahren kaum mal den Blick vom Twitterfeed abwenden, geschweige denn kurz mal aufs Klo, ohne Angst haben zu müssen irgendetwas Wichtiges verpasst zu haben. Es könnte irgend so ein Böser Seo eine handvoll Beta-Accounts unters Volk schmeissen oder ein Guter Seo eine Palette von Büchern unter seinen Followern aufteilen und bevor man von der Sache auch nur einen Buchstaben gesehen hat, sind die Präsente schon verteilt. Echt fies.

In diesem Jahr geht es schon sehr früh rund im SEO Konferenz Sektor. Den Auftakt macht am 26.02.10 die SEMSEO in Hannover, gefolgt von der SEO-Campixx am 13. & 14.03.10 in Berlin und der SMX in München am 23. & 24.03.10. Die Anmeldung für die SEMSEO Konferenz ist schon seit Wochen offen, die Teilnehmer sind automatisch bei der schon legendären Abakus Pub-Konferenz mit dabei. Alle anderen müssen sich um die verbleibenden 100 Plätze kloppen.

Austragungsort für die Anmeldeschlacht dürfte auch dieses Jahr wieder das Abakus Forum sein. Los gehen wird es am 07. Januar um 11.00 Uhr. Wer seinen Wecker nicht stellt und den Termin verpasst ist selber schuld. Die Veranstaltung ist sicher in wenigen Stunden ausgebucht. Alles andere würde mich überraschen. Ich selber werde in diesem Jahr natürlich auch wieder mit Digitalkamera bewaffnet auf der Pub-Konferenz auftauchen. Und nicht nur dort, in diesem Jahr schaue ich auch mal wieder auf der SEMSEO vorbei. Natürlich auch mit Kamera 😉

Wer mal selber SEMSEO oder SMX Atmosphäre schnuppern möchte, für den konnte die SEMSEO & SMX Blogger-Suche ganz spannend sein. Johannes sucht je einen Konferenz-Blogger. Eintritt, Unterbringung und Anreise frei. Bezahlt wird mit Blogbeiträgen 🙂

Trari Trara, lese gerade bei Perun WordPress Nummer 2.9.1 ist da. Die Hoffnung ist groß, dass diese Version halbwegs webtauglich ist. Seit langem habe ich es mir abgewöhnt, immer gleich das Neueste vom Neuen ins Web stellen zu müssen. Bei WordPress ist es angeraten, erst mal eine gewisse Zeit ins Land streichen zu lassen, damit wenigstens die gröbsten Kinderkrankheiten erkannt und ausgemerzt werden können.

All zu lange musste man in der Vergangenheit sowieso nie warten, die ersten Bugs sind oft schneller da als man braucht das Wort WordPress zu buchstabieren. Gerade sicherheitsrelevante Lücken sind keine Seltenheit. Stellt sich mir jetzt nur die Frage, ob Version 2.9.1 nicht auch noch zu frisch ist und ich besser einen weiteren Update-Zyklus abwarten soll. Oder zwei? Oder drei?

Irgendwo in Transsilvanien auf einem verlassenen Gutshof, fernab jeder Zivilisation: Auf dem Hof tuckern vier Generatoren. Entlang der Mauern stehen sieben mannshohe Satellitenschüsseln. Im ehemaligen Speisesaal läuft eine junge Frau mit schwarzen, nur wenigen Millimeter langen Haaren auf und ab. Das Top mit Spaghettiträgern und der Minirock mit seitlichem Schlitz lassen der Phantasie nicht mehr viel Raum. Der Widerhall des Stakkatos ihrer Pumps übertönt das Summen der Rechner und Monitore, die den Raum in ein bizarres Licht tauchen. Die Frau nimmt ihr Funktelefon und wählt.

Im Büro von Seo Jones klingelte das Handy. „Ja, wer stört?“, meldete sich der Linkologe. Am anderen Ende der Leitung hörte er ein Lachen. „Ich habe schon gehört, dass Sie ein kleiner Morgenmuffel sind. Mein Name ist Gerlind vom Berg, die Schwester von Gandolf vom Berg. Erinnern Sie sich?“ Der Professor musste nicht lange überlegen. Er würde nie vergessen, wie dieser Mann starb. „Gut, Sie wissen es also. Dann hören Sie gut zu. Ich will Rache. In 36 Stunden ist es soweit. Dann stürzt die Welt ins Chaos. Sie haben zwei Möglichkeiten: Sie spielen wieder den Retter in der Not und sterben. Oder Sie lassen den Dingen ihren Lauf und sehen zu, wie der Planet in seinen Grundfesten erschüttert wird.“ Seo Jones blieb nicht viel Zeit zum Überlegen. Gerlind vom Berg ließ ihm keine Gelegenheit dazu: „Sehen Sie sich in einer Stunde Ihre Links an. Damit das Spiel nicht zu langweilig wird, hier ein Tipp: das Bermuda-Kreuz. Mehr sage ich nicht. Wir sehen uns – vielleicht.“

Nachdem Gerlind vom Berg aufgelegt hatte, startete Seo Jones seinen PC. Selbst in den Spezialdatenbanken des linkologischen Institutes fand er keinen Hinweis auf das Bermuda-Kreuz. Er musste also wieder in die Bibliothek und dort suchen. „Ich bin die nächste Zeit nicht zu erreichen“, sagte er seiner Assistentin Anna Lytics und ging. Exakt nach einer Stunde kam er zurück und schaute auf die Links in seinen Regalen und Vitrinen. Einige von ihnen hatten ihren Glanz verloren und schienen matt. Nach und nach vollzog sich dieser Wandel überall in seinem Büro. Wenig später klingelte wieder das Telefon. „Viel Erfolg, Mr. Jones.“

34 Stunden und 26 Minuten noch – wenn Gerlind vom Berg die Wahrheit sagte. Nach einer scheinbar unendlichen Blätterei in hunderten Büchern hatte Seo Jones endlich gefunden, wonach er suchte. „Das Bermuda-Kreuz ist aus der Zeit, da Gut und Böse um die Vorherrschaft auf der Welt kämpften. Vier Links des Teufels markierten die Ecken des Kreuzes. In der Mitte leuchtete 36 Stunden später das Licht der Macht. Das Gute gewann und die Teufel-Links verschwanden spurlos. Sie konnten nur durch geweihtes Wasser entmachtet werden, gleichzeitig, nicht einzeln für sich. Für das Licht der Macht ist ein jungfräulicher Link nötig, der es in einen Funkenschweif verwandelt.“ Zusätzlich zu diesen Informationen waren lediglich vier Koordinaten genannt. Sie sie zu entschlüsseln, würde dauern. Gerlind vom Berg hatte einen enormen Vorsprung.

Gemeinsam mit Historikern, Geologen und Geographen fand Seo Jones heraus, wo die vier Links des Teufels platziert sind. Doch ihm blieben nur knapp 30 Stunden. Sehr wenig Zeit, zumal die Links rund um den Globus verteilt waren und das Ritual gleichzeitig vollzogen werden musste. Er rief vier Linkologen an – Sistrix, Gretus, Mediadonis und Fridaynite – und bat sie um Hilfe. Er selbst würde in die Mitte des Kreuzes reisen, ins berüchtigte Bermuda-Dreieck. Irgendwo auf See befand sich der Schnittpunkt der vier Ecken. Dort, wo seit Jahrhunderten Schiffe und Flugzeuge verschwinden. Das Licht der Macht schien dort vor Ewigkeiten das Raum-Zeit-Kontinuum verschoben zu haben.

Der Flug mit dem Privatjet eines Sponsors der Universität dauerte nicht lange. Umso schwerer war es für Seo Jones einen Kapitän zu finden, der sein Schiff mitten ins Bermuda-Dreieck steuert. Es würde knapp. Die Meldungen über Links, deren Macht auf unerklärliche Weise erloschen war, mehrten sich. In wenigen Stunden gäbe es einfach nur noch Links ohne jede Bedeutung. Zwischendurch stimmte sich der Linkologe immer wieder mit seinen vier Freunden ab. Sie hatten ohne lange zu überlegen zugestimmt, ihm zu helfen. Jeder von ihnen reiste mit einer Phiole voller Weihwasser im Gepäck.

„Wenn die Koordinaten stimmen, bin ich in einer Stunde dort“, erklärte Sistrix. Die übrigen Experten hatten es ebenfalls beinahe geschafft. Gretus meldete kurz: „Sitze im Wagen. Es sind nur noch wenige Kilometer.“ Der Dritte im Bunde, Mediadonis, war schon weiter und stand vor dem ersten Link des Teufels. „Erschreckt Euch nicht. Vermutlich liegt auch bei Euch eine verkohlte Leiche neben dem Link. Man sollte sich halt nicht mit dem Beelzebub anlegen.“ Nach 20 Minuten kam endlich die Rückmeldung von Fridaynite. „Entschuldige, Seo. Der Zoll hat mir das geweihte Wasser abgenommen. Ich musste erst einen Geistlichen finden. Jetzt bin ich kurz vorm Ziel.“ Seo Jones befand sich bereits auf dem Meer. Der Kapitän eines Seelenverkäufers hatte den Job angenommen und war in See gestochen. „Ich habe schon mit dem Teufel getanzt“, grinste er, als er seinen Lohn entgegennahm.

Während Sistrix, Gretus, Mediadonis und Fridaynite auf den Befehl warteten, die Links des Teufels unschädlich zu machen, bekam Seo Jones die ganze Gewalt des Wassers zu spüren. Das Schiff stampfte mühevoll durch die Wellen. „Wir sind gleich da, allerdings spielt der Kompass verrückt“, rief der Kapitän gegen das Tosen an. Der Linkologe kontrollierte auf seinem GPS-Empfänger die Daten. „Heilige Maria Mutter Gottes. Was ist das denn?“ Der Seebär staunte. Vor ihnen türmte sich eine golden schimmernde Nebelwand auf. „Fahren Sie durch“, befahl Seo Jones. „Sie sind der Chef“, antwortete der Kapitän, dessen sonnengegerbte Haut plötzlich fahl wirkte.

Hinter der Nebelwand erwartete die beiden ein atemberaubender Anblick. Das Meer war absolut ruhig. Über ihnen hing eine Blase in der Luft, in der Millionen kleiner Lichter umherschwirrten. „Hoffentlich habe ich hier Empfang.“ Seo Jones nahm sein Satellitentelefon und rief über Konferenzschaltung die vier Linkologen an. „Es geht los. Auf mein Zeichen tropft ihr das Weihwasser auf die Links. Was immer passieren mag, ich danke Euch.“ Mediadonis, Fridaynite und Sistrix bestätigten, dass sie verstanden hatten. Gretus sagte nur still: „Jeronimo.“

Gerade, als Seo Jones den Befehl geben wollte, kam ein Motorboot näher. „Ach, sieh an. Sie wollen also doch die Welt retten.“ Gerlind vom Berg stand an der Reling, in der Hand ein Megaphon. „Ich habe hier das Zepter des Teufels. Damit werde ich die Macht aller Links bündeln.“ Aus dem Lautsprecher des Funktelefons des Linkologen war ganz leise „die hat doch einen Knall“ zu hören. „Jetzt“, rief Seo Jones. Seine vier Freunde legten los. Ein leises Zischen zeigte ihnen, dass sie Erfolg hatten. „Du bist dran, Seo“, sprach Mediadonis mit zittriger Stimme ins Telefon. Der Professor zog den jungfräulichen Link aus einem Lederetui und warf ihn in die Blase über sich. Sie zerbarst und die Lichter zerstreuten sich in alle Richtungen und gaben den Links überall auf der Welt den Glanz zurück.

„Das war ein Fehler“, sagte Gerlind vom Berg, „die Macht der Links und die Macht des Bermuda-Dreiecks haben sich die Waage gehalten. Jetzt ist das Gleichgewicht zerstört.“ Kaum hatte sie es ausgesprochen, wurde die stille See rau wie ein Reibeisen. Die Nebelwand schob sich immer näher an die Schiffe. Das Motorboot der jungen Frau wurde als erstes wie von einem Magneten in den Nebel gezogen. „Wir sehen uns in der Hölle, Seo Jones“, schrie sie. Der Linkologe nahm sein Telefon, schrieb eine Kurznachricht mit drei Worten an seine Assistentin, ehe auch das Schiff mit ihm und dem Kapitän immer schneller ins Ungewisse trieb.

ein frohes neues jahr 2010

Allen Lesern, Freunden und Bekannten wünschen wir ein Frohes Neues Jahr 2010! Dank Googles PageRank Update passend zu Silvester dürfte sich die Laune vieler Seos und Webmaster gebessert haben, deutlich mehr Seiten machten beim PR einen Sprung nach oben als nach unten. Das schmeichelt dem Webmaster-Ego und hebt die Chancen auf einträgliche Linkverkäufe in 2010. Seo-Herz was willst du mehr.

Zur Feier des Tages fackelt Google ein kleines Feuerwerk auf seiner amerikanischen Homepage ab. Leider nicht auch auf der deutschen Homepage, dabei wäre eine entsprechende Übersetzung von Happy New Year in andere Sprachen sicher kein großer Akt gewesen. Doch sei’s drum, das neue Jahr hat angefangen und die ersten Seos sind schon wieder auf der Jagd nach neuen Keywörtern und Phrasen.

Ganz am Anfang der Keyword-Liste für das Jahr 2010 steht – na was wohl – die Optimierung auf die Neujahrs-Phrasen. Wie die lauten, kann man dem neujährlichen Topnews-Beitrag entnehmen:

Die meisten SMS enthielten einer Umfrage nach den Spruch: “Ein frohes neues Jahr 2010″ gefolgt von “Frohes neues” und “Alles Gute im neuem Jahr”.

Was für SMS gilt, das dürfte auch für Google gelten. Einen Beleg dafür lieferte gestern das e-trend Blog in seinem jahresendzeitlichen Guten Rutsch und frohes Neues Jahr Posting. Ihr seht, zum Jahreswechsel geht die Post ab. Verstärkt wird das Ganze dann auch noch von Google selber, das Neujahrs-Google Doodle verlinkt auf die Phrase Frohes Neues Jahr 2010 und dirigiert damit Zigtausende auf die entsprechenden Suchergebnisse.