Mona Lisa Es muss nicht immer die Websuche sein, auch Googles Bildersuche kann bisweilen spannende Geschichten produzieren. Martin Mißfeldt hat ein interessantes Google Image Search Experiment zum Mona Lisa Dance durchgeführt, in dem per Video und Slideshow die Googel Hüpfer von Mona Lisa optisch festgehalten wurden.

Die im Zeitraffer präsentierten Bildergebnisse zeigen anschaulich, wie beweglich die Suchresultate auch bei Bildern sein können. Von der normalen Google Suche sind wir ja zunehmendes Gezappel und Gehüpfe gewöhnt, dass die Bildersuche aber auch so zappelig von statten geht, das überrascht mich denn doch ein wenig. Fast an jedem Tag findet irgendwo ein Googel Hupf bei der schönen Lisa statt. Ich hätte das alte Mädel eigentlich für weniger sportlich gehalten 😉

Solche Zeitrafferaufnahmen von Google Resultaten sind überhaupt eine nette Sache, lassen sich doch so auch viele kleine Veränderungen an Googles Suchseiten feststellen, die meist so dezent und schleichend passieren, dass man sie im täglichen Gebrauch leicht übersehen kann.

Zu einer Zeit, da die Menschen nichts mehr fürchteten als von Räubern mit schartigen Messern niedergemetzelt zu werden, erzählten die Dorfältesten überall im Land die Geschichte von Seo, dem Söldner. Während die Eltern auf dem Feld oder in der Werkstatt ihr Tagwerk vollbrachten, saßen die Jungen und Mädchen, die noch nicht alt genug waren, um mit ihrer Hände Arbeit zum Einkommen beizutragen, auf dem Dorfplatz und lauschten gebannt den Worten der weisen Frauen und Männer. Sie hatten die Geschichte von ihren Eltern und Großeltern gehört, die wiederum von ihren Vorfahren. Und obwohl schon eine halbe Ewigkeit vergangen war, gehört Seo immer noch zu den Helden im Land, das von Königin Googela in eine neue Ära geführt wurde.

Googela war das einzige Kind des Königs und musste nach dessen Tod schon früh lernen, ein ganzes Reich zu beherrschen. Die Verspieltheit eines jungen Mädchens und der Wunsch, alles möge nur zu ihrem Gefallen geschehen, waren Charaktereigenschaften, die es den Untertanen nicht leicht machten. Wer die Gunst der Königin verlor, wurde verbannt. An den Rand des Reiches, der von den Menschen als Sandkasten gefürchtet wurde. Steine und Sand ließen den Verstoßenen kaum eine Chance, eine neue Existenz anzubauen. Wenige schafften es und warnten alle und jeden davor, jemals die Königin zu verärgern.

Eines Tages, als es Googela zu langweilig wurde, ersann sie ein Spiel. Jedes Dorf sollte sich etwas einfallen lassen, um die Königin zu erfreuen. Möglichst so, dass überall im Land darüber geredet wird. Sie ließ ihre Hofmaler eine große Tafel anfertigen und Schilder mit den Namen der Dörfer. In welcher Reihenfolge die Dörfer auf der Tafel angebracht wurden, entschied ganz alleine Googela. Wer sich besonders viel Mühe gab, sollte ganz oben stehen. Die Dörfer, die in ihren Augen versagten, landeten ganz unten. „Ranking“ nannte sie das System. Die Idee dazu kam ihr beim Blick auf das Efeu, das an ihrer Burg rankte. Nur die kräftigen Pflanzen schafften es bis zur höchsten Turmspitze. Doch es war nicht nur ein Spiel: Die Steuer wurde nach dem Rang auf der Tafel festgelegt. Wer auf den unteren Plätzen landete, dem blieb kaum genug zum Leben.

Um nicht selbst durch das Land reisen und sich mit dem niederen Volk abgeben zu müssen, ernannte sie Boten. Sie sollten sich in den Dörfern umsehen und hören, was über die Anstrengungen anderer Dörfer erzählt wurde, um ihr dann später Bericht erstatten zu können. Wie viele dieser Boten es gab, wussten nur wenige. Sie wurden von der Königin als Bots bezeichnet – eine ihrer kleinen Wortspielereien. So machten sich die Dörfer ans Werk, der Königin zu gefallen, und die Bots auf die Reise. Sie berichteten Googela von Holzfiguren, die das Antlitz der Majestät zeigen, von prächtigen Gärten, von Gemeindehäusern zu Ehren der Königin. Die reichen Dörfer übertrumpften die armen und standen im Ranking sehr schnell vorne. Das ärmste Dorf, Pegusia, hatte es gerade einmal geschafft, eine Strohpuppe zu basteln. Niemand in den umliegenden Gemeinden hatte etwas davon mitbekommen oder darüber erzählt. So fiel auch der Bericht der Bots sehr mager aus und die Strafe folgte in Form des Zweiten, der höchsten Steuer, die je bezahlt werden musste.

So vergingen Wochen und Monate. Pegusia, gebeutelt von der Steuer, blieb auf dem letzten Platz. Da bot ein Mann seine Hilfe an. Sein Name war Seo. Er arbeitete als Söldner. „Wir haben doch gar nichts, was wir Dir bieten könnten“, waren die Menschen verunsichert. Sie fürchteten den Mann, der das Spiel von Googela für sie gewinnen wollte. „Ich nehme die Hälfte von dem, was Ihr weniger an Steuer zahlen müsst“, lautete sein Angebot, „Ihr könnt also nichts verlieren, müsst aber meinen Anweisungen folgen.“ Die Menschen von Pegusia ließen sich auf den Handel ein.

Schon am nächsten Tag rief Seo alle Dorfbewohner zusammen. „Bindet bunte Stofffetzen an die Bäume, Hecken und Häuser. Überall sollen sie zu sehen sein.“ Die Älteren waren erzürnt: „Wir vertrauen einem Wahnsinnigen, einem Querdenker. Was sollen uns bunte Fetzen helfen?“ Seo wartete ab, bis sich die Menge beruhigte. Er wusste, dass es schwer sein würde. Der Söldner blickte den Aufrührern tief in die Augen. „Habt Ihr eine bessere Idee? Wo steht Ihr denn jetzt? Ganz am Abgrund. Also fangt an oder jagt mich aus dem Dorf.“ Drei Stunden später flatterten überall bunte Fetzen, besonders an den Wegen, die zum Dorf führten. Reisende erzählten davon, in den anderen Dörfern lachte man über Pegusia ob der Lumpen im Gestrüpp. Die Bots spitzten ihre Ohren und machten sich ein Bild von dem farbenfroh geschmückten Bäumen und Häusern: „Majestät, Pegusia ist in aller Munde.“ Googela nahm die Tafel mit dem Namen des Dorfes und setzte sie zwei Positionen nach oben. Die gute Nachricht erreichte Pegusia schon am nächsten Tag.

Seo hatte viele Ideen und die anfänglichen Zweifel verflogen langsam. Er ließ die Kinder ein Lied singen. Ein Lied zu Ehren von Googela. Damit alle es hörten, luden die Dorfbewohner die Nachbarn ein und schlachteten für das Fest zwei Schweine. Die nächsten Wochen hörte man überall nur von dem Gelage und dem Lied. Das entging auch den Bots nicht. Pegusia war plötzlich nicht mehr das kleine Dorf, das niemanden interessierte, sondern stieg Platz für Platz im Ranking. Auch die neuen Wegweiser, die Seo von den Handwerkern aus Pegusia in den anderen Orten aufstellen und bezahlen ließ, verfehlten ihre Wirkung nicht.

Die Konkurrenz merkte alsbald, dass sie mehr unternehmen musste. Auch sie stellten Hinweisschilder auf, luden zu Spielen und Feiern. Es war ein steter Wettstreit, der von vielen fair geführt wurde, wenngleich es um die Steuer ging. Seo, der Söldner, war dabei vielen ein Vorbild. Hatte er es doch geschafft, Pegusia aus der Bedeutungslosigkeit zu reißen.

Einigen Dörfern ging es nicht schnell genug, näher an die Spitze von Googelas Ranking zu kommen. Sie versuchten mit aller Gewalt, von sich Reden zu machen. Das gelang ihnen auch, aber nicht mit dem erhofften Erfolg. Sie schickten Artisten aus dem weit entfernten Königreich Spamburia in die übrigen Dörfer. Nur gefiel es den Menschen schon nach kurzer Zeit nicht mehr, wenn Clowns mit gekochten Schinken jonglierten und sie jeden Tag von der Arbeit abhielten. Als sich dann auch noch herausstellte, dass die Spamburianer die Dörfer beraubten, hörten die Bots nur noch Schlechtes über den Ort, der die Artisten beauftragt hatte. Googela war empört und schickte alle Bewohner des Dorfes in den Sandkasten – eine schlimmere Strafe als die hohe Steuer.

Das Ranking und die täglichen Berichte ihrer Bots machten der Königin Spaß. Sie erheiterte es, wie sehr sich die Dörfer bemühten. Das sollte belohnt werden. Die Steuer wurde nicht mehr davon abhängig gemacht, an welcher Stelle ein Dorf stand, sondern war für alle gleich. Der Sandkasten als Strafe für unfaires Spiel blieb. Als der königliche Beschluss in den Dörfern verlesen wurde, hallte ein Jubelschrei über das gesamte Land. Seo, der Söldner war inzwischen ein gefragter Mann. Er half vielen Dörfern, sich im Ranking von Googela zu verbessern. Schließlich brachte ein guter Platz mehr Besucher und damit mehr Geld für das Dorf.

„Ihr seht, Seo hat uns auf den richtigen Weg gebracht und viele Dörfer von der Last hoher Steuern befreit“, schlossen die Dorfältesten die Geschichte von Seo, dem Söldner. Auf die Frage, wie er es denn angestellt hat, antworteten sie mit einem Lächeln: „Das weiß keiner. Seine Strategie hat er niemandem verraten, sondern immer nur wenige Hinweise gegeben. Sie werden von seinen Schülern wie ein Schatz gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben.“

Zum Rüstzeug eines SEOs gehört neben dem eigentlichen SEO-Wissen auch der richtige Umgang mit entsprehenden Statistik- und Analyse-Tools. Allen voran Google Analytics. Das Tool muss man als SEO kennen und können, sei es für den eigenen Einsatz oder für die Betreung von Kunden. Da trifft es sich gut, dass mir Sven von der Trendmile gerade folgende Mail mit angehängter Rezension zukommen liess:

Hallo Gerald,

Tim Schieferstein von fondsvermittlung24.de war absolut vom Buch “Google Analytics – Implementieren. Interpretieren. Profitieren.” von Timo Aden begeistert und hat es mir als Leseempfehlung ans Herz gelegt. Da hab ich ihm gleich mal eine Rezession aus den Rippen geleiert 🙂

Gruß Sven

Für all jene, die jetzt neugierig geworden sind, hier geht es zur Rezension vom Tim Schieferstein: Google Analytics – Implementieren. Interpretieren. Profitieren. Viel Spaß!

Seit dem 31. März 2009 treibt Google Suggest sein Unwesen auf der Startseite von Google Deutschland und so mancher Blogeintrag hat sich schon mit dem Thema befasst. Da geht es um Lustiges und Listiges, aber auch um Suggest Auswirkungen und Ausmessungen. Ein Aspekt dürfte dabei auch noch recht interessant sein – das liebe Geld. Denn letztendlich geschieht im Web selten etwas ohne geschäftliche Interessen.

Man sollte ja kaum annehmen, dass Google ein Feature einführt, dass sich negativ auf seine Werbeeinnahmen auswirkt. Insofern dürfte der folgende Beitrag von Interesse sein, der behauptet dass Google Suggest Traffic wertvoller als der übrige Google-Traffic ist. Interessanterweise im aufgeführten Fall nicht nur in Bezug auf die organische Suche, sondern auch bezüglich Google AdWords. Zwar sollte man diese Zahlen mit entsprechender Vorsicht genießen, auch läßt sich eine derartige Wirkung nicht auf jeden Bereich oder bestimmte Nischen verallgemeinern, aber von der Grundidee ist das schon recht spannend.

Unser lieber Big Brother Google hat mit Suggest ein weiteres Steuerelement in der Hand, um sich und den Besucher glücklich und die Aktionäre noch glücklicher zu machen 😉

Website Boosting 2.0 Weiter geht es Schlag auf Schlag. Alexandra Preis von der trendmile GmbH avanciert so langsam aber sicher zur fleißigsten Rezensentin hier auf Seo.de. Diesmal hat sie ihre Aufmerksamkeit dem SEO-Standard Werk von Mario Fischer – Website Boosting 2.0 – gewidmet.

Nachdem hier an gleicher Stelle der Journalist Andre Maßmann die erste Website Boosting Rezension abgeliefert hatte, haben wir jetzt endlich auch eine zweite Meinung zum allseits beliebten SEO-Klassiker anzubieten. Interessante Geschichte am Rande, die Rezensentin ist mit dem Buch überhaupt erst in das Thema SEO eingestiegen. Das hat Witz. Genauso wie das Buch. Und hier geht es zur Rezension von Mario Fischers Website Boosting. Viel Spaß.

Tausendmal gesucht,
tausendmal hab ich geflucht,
tausendundeine Nacht
und es hat Bing gemacht.

Wir von SEO.de sind von der neuen Microsoft Suchmaschine Bing vollkommen überzeugt. Eine Stichprobe ergab traumhafte Suchergebnisse. Bei der Bing-Suche nach SEO wird unsere Website an erster Stelle gelistet. Im Vergleich zu Google, wo wir gerade mal in den Top 100 stehen, sind das Welten.

seo-bing

Ganz klar, wem unsere Sympathien gehören. Das wird durch eine entsprechende Konzert-Suche noch verstärkt, wo konzert.de einen verdienten ersten Platz in den Bing-Ergebnissen belegt. Dieser Platz steht der Domain natürlich auch zu, hat sie sich doch in wenigen Monaten von einer Sedo-Parking-Seite zu einem echten Geheimtipp entwickelt.

Eventuellen Gerüchten eifersüchtiger SEOs, dass Bing Keyword-Domains bevorzugt, mögen wir keinen Glauben schenken. Die Zukunft hat heute schon begonnen. Und ist morgen zu ende. Ihr werdet es sehen – noch ein paar Tage und es hat auch bei euch Bing gemacht.

Sculpting hat zwar eher etwas mit Skulpturen als mit Skalpieren zu tun, aber seit kurzem skalpiert man eher den PageRank seiner Website als dass man ihn formt.

Matt Cutts hat vor ein paar Tagen auf der SMX ein paar Anmerkungen über das sogenannte PageRank Sculpting fallen lassen, die darauf hindeuten, dass PageRank Sculpting von Google in der Zwischenzeit regelrecht skalpiert wurde. Damals, bei Einführung des nofollow-Attributes, schien alles klar. Nofollow Links vererbten keinen PageRank, der so eingesparte PageRank verteilte sich also brav auf die übrig gebliebenen normalen Links. Dem soll jetzt nicht mehr so sein. Matts Aussage zufolge wird der PageRank jetzt nicht mehr auf die restlichen Links umverteilt, sondern verpufft größtenteils. Das hat interessante Konsequenzen. Und ich wundere mich, dass das noch keiner deutlich herausgestellt hat.

PageRank Sculpting schadet ihrer Website!

Provokant? Eigentlich nicht. Zumindest nicht, wenn man sich die originäre PageRank-Formel anschaut. Denn durch das Verpuffen des PageRanks wird jetzt tatsächlich PageRank verschenkt, der ansonsten den restlichen Seiten zu Gute gekommen wäre. Wer Spaß dran hat, der kann ja mal die alte PR-Formel in die Hand nehmen und ein wenig rumrechnen. Unter der Prämisse dass Matts Aussage zum PageRank Sculpting stimmt, behaupte ich, dass PageRank Sculpting nicht nur nichts mehr bringt, sondern einer Seite sogar schadet. Zumindest aus PageRank-Sicht.

Ich empfehle euch auf jeden Fall auch noch einen Blick auf Fridaynites Artikel Pagerank Sculpting richtig gemacht zu werfen. Der weithin als PageRank-Flüsterer bekannte Seo-Experte gibt dort einige gute Hinweise zum richtigen Skalpieren von Links. Und dazu bedarf es keines nofollow-Attributs 😉

So langsam kommt Schwung in die Bücherecke. Alexandra Preis von der Trendmile GmbH hat mit ihrer WordPress Praxisbuch Rezension schon ihre zweite Rezension eingereicht. So langsam aber sicher füllt sich damit unsere Bücherecke. Es ist jetzt die zweite Rezension zum Praxisbuch und damit auch die zweite Meinung, so dass wir auch in Punkto Abwechslung und Ausgeglichenheit einen Schritt vorwärts kommen.

Und weil das so weiter gehen soll würden wir uns über weitere Mitmacher freuen. Wer also ein interessantes und seorelevantes Buch gelesen hat und glaubt, das würde in unserer Bücherecke fehlen, der möge einen entsprechenden Vorschlag machen. Auch wer selber einen großen Schreibdrang in sich verspürt und endlich einmal rezensieren möchte. der tue sich keinen Zwang an und melde sich bei uns. Zudem werden wir immer wieder mal im Sinne der alten Buch Rezensionsidee passende Bücher gegen Rezensionen an die Blogleser verteilen. Momentan stehen noch zwei Bücher aus, für die ich Rezensionen suche. Zum einen “WordPress professionell einsetzen” von Thomas Fruetel und zum anderen “Website Boosting” von Mario Fischer.