Der Titel einer Seite ist mit das Wichtigste überhaupt, wenn es um die Optimierung einer Seite geht. Gemeint ist damit jener Teil einer HTML-Seite, der vom so genannten Title-Tag umschlossen wird. Hier ein einfaches Beispiel:

<title>Hier steht dann der passende Titeltext</title>

Wichtig ist der Titel aus vielerlei Gründen. Erstens ist er für fast alle Suchmaschinen einer der wichtigsten Ranking-Faktoren – speziell für Google ist es der wichtigste Onpage-Faktor. Zweitens listen die Suchmaschinen den Titel auf ihren Ergebnisseiten besonders prominent, ein entsprechend gut formulierter Titel-Text kann somit die Chance auf einen Besucher-Klick deutlich erhöhen, besonders wenn man nicht auf den ersten Positionen zu finden ist.

Jede Seite einer Webpräsenz sollte einen ihr eigenen, einmaligen Titel führen (das hilft den Suchmaschinen und erhöht die Wahrscheinlichkeit auf Suchtreffer) und die wichtigsten Keywörter möglichst an den Anfang stellen. Inhaltlich sollte der Titel den Kern der Seite beschreiben und auf Besucher einladend wirken. Der Titel ist gewissermaßen das Türschild einer Seite. Genauso wie früher die Besucher einer Einkaufsstraße vom Türschild eines Geschäftes zum Eintreten animiert werden sollten, so soll hier der Page-Title die Besucher der Suchmaschinen auf die Webseite des Betreibers locken.

Es gibt noch mehr Dinge, die im Zusammenhang mit dem Title-Tag zu beachten sind, so zum Beispiel die maximale Anzahl Zeichen, die in dem Tag untergebrachten werden sollte. Hier geistern diverse Zahlen durch das Internet, die einen meinen der Titel sollte nicht länger als 50 Zeichen sein, andere meinen 60 Zeichen wären genug und wieder andere halten 80-200 Zeichen für angemessen. Wenn wir uns nur auf Google konzentrieren, so trifft es dieser Beitrag mit der 65-Zeichen Grenze ganz gut.

Ab einer Grenze von ca. 65 Zeichen fängt Google an, Titel in der Ergebnisanzeige zu kürzen. Ganz so einfach ist das aber nicht mit einer Pauschalaussage, unter bestimmten Umständen gelingt es bis zu 70 Zeichen in den Google Suchergebnissen zu platzieren. Zur Demonstration habe ich vor ein paar Tagen einige Testseiten aufgesetzt, die es heute in den Index geschafft haben und die ich euch nicht vorenthalten möchte. Übrignes, die Rechtschreibfehler sind beabsichtigt. Hier also das Ergebnis einer Google site Suche:

titel-laengen.gif

Auf Platz 4 und 5 sehen wir Title mit 66 und 70 Zeichen, auf Platz 2 und 3 erkennen wir, dass Google Title die nach 65 Zeichen noch nicht abgeschlossen sind, kürzt und mit einem -Hinweis versieht. Insofern könnte man nun die Regel aufstellen, dass Title möglichst nicht mehr als 70 Zeichen enthalten sollten und ansonsten mit gekürzten Titeln gerechnet werden muss. Weitergehende Analysen und Hinweise sind herzlich Willkommen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, auch Keywörter jenseits der Position 65 oder 70 haben noch Einfluss auf das Ranking, sie werden nur nicht mehr angezeigt und man verschenkt so ein Stück an optischer Wirkung. Beispiel: abc “it 314” – die Begriffe stehen im Seitentitel jenseits der siebzigsten Position (und nirgendwo sonst im Quelltext) – Google findet und listet die Seite und die Keywörter werden wie erwartet nicht mehr angezeigt. Abgesehen von solchen Feinheiten, es kann durchaus Sinn machen ein wenig Luft im Titel zu lassen und mit weniger als 65 oder 70 Zeichen auszukommen, denn nichts hindert Google daran, schon morgen die Grenzwerte nach unten zu verschieben.

Egal ob man ein neues Projekt startet oder seine vorhandene Seite erweitert, man kommt im ersten Schritt nicht darum herum sich einen Überblick über die Mitbewerber in seiner eigenen Nische zu besorgen.

Ich habe bewusst darauf verzichtet das Ganze automatisch abzuwickeln, um mir selbst mal wieder die richtigen Suchanfragen und Abfolgen ins Gedächnis zu rufen. Mit dem richtigen Programm kann man viele der hier erwähnten Schritte automatisieren, aber man sollte diese Ergebnisse ab und zu per Hand verifizieren. Dies gilt besonders, wenn man hauptsächlich freie SEO-Tools im Netz benutzt (Was eine schlechte Sache sein kann, wenn es nicht selbst gehostet ist und man Zugriff auf den Quellcode hat – dazu ein paar Gedanken an anderen Stelle).

Auf ein Plugin für Firefox wollte ich dann doch nicht verzichten : SEO-Quake. Es blendet viele relevante Daten direkt in SERPS ein. Die Suchergebnisse lassen sich damit auch einfach nach verschiedenen Parametern sortieren oder direkt als csv runterladen. Es nimmt einem die Arbeit ab jeden gelieferten Link auf PR, Alter und Linkpopularity zu checken. Man muss ohnehin jede Seite einzeln anschauen und den Quellcode analysieren.

Ich gehe hier auch davon aus, daß man weiß auf welche Keywords und Phrasen man optimiert.

1.Allgemeiner Überblick für die Nische

Um sich einen generellen Überblick zu verschaffen erstellt man eine Tabelle mit folgende Informationen:

  • Keyword
  • Relativer Traffic
    • bekommt man von Wordtracker, Adwords Keyword Tool, Overture oder welches Tool ihr eben jeweils persönlich bevorzugt)
    • geschätztes Volumen an Suchanfragen
  • Google Treffer Gesamt
    • einfache Google Suche nach Keyword
    • nicht vergessen die personalisierte Suche und Safe Search Filter auszuschalten ( oder vorsichthalber immer &pws=0&safe=off an die URL anzuhängen)
  • Treffer URL auf #1 – #3
    • je nachdem wie ausführlich man es benötigt/will kann man auch die ersten 10 – 20 – 100 aufzeichnen. (mit &num=100 z.B die ersten 100 Positionen anzeigen )
    • der Einfachheit halber hier nur die ersten drei Positionen, da Wikipedia etc einem oft die Ergebnisse weiter verwässern.
  • Treffer für intitle:”keyword
    • liefert die Anzahl an Treffern des Keywords im Title-Tag
    • bietet ein Indiz gegen wieviele Seiten mal antritt
  • Treffer für inanchor:”keyword
    • Zeigt die Anzahl aller Links zum Keyword
    • kann auch mit &as_qdr= (d|w|m) zeitlich auf den letzten Tag, die Woche oder den Monat beschränkt werden, falls man nur neue Links sehen will (ist in diesem Fall nicht so interessant)
  • Treffer für inanchor:”keyword” + intitle:”keyword
    • Genereller Anhaltspunkt wieviel SEO für dieses Keyword existiert und wieviel Aufwand man mit dem Verlinken betreiben muss

Sortieren wir diese Liste nun nach den geschätzten Suchanfragen, bekommen wir eine erste Ahnung für welche Keyword-Phrasen wir am einfachsten optimieren können. Hierzu sucht man die Anfragen mit dem meisten Traffic und der kleinsten Trefferanzahl für die inachor- und intitle-Suche. So filtert man die “besten” Keywörter heraus und bekommt erstmal eine Liste von Phrasen auf die man sich konzentrieren kann, um schnelle Erfolge zu erzielen.

2. Direkte Konkurrenz in den SEPS ermitteln

Als nächstes sortieren wir unsere Tabelle nach den URLs auf den Top Positionen. Die Domains mit den meisten Platzierungen auf den ersten Plätzen sind unsere direkten Konkurrenten, welche es zu schlagen gilt.

Diese Domains werden wir nun genauer unter die Lupe nehmen. Folgende Punkte sind von besonderem Interesse :

  • Alter der Domain
  • Traffic
  • Seiten im Index
  • PR Daten
  • Anzahl der Backlinks ( Yahoo und Google, am besten beide Listen kombinieren und abgleichen)
  • Quellcode (Seitenaufbau, Interne Verlinkungen , Title und H1 Tags , Links)

Anhand dieser Daten bestimmen wir, welche dieser Seiten wir zuerst herausfordern.

Es macht zum Beispiel keinen Sinn mit einer neuen Domain, einer 7 Jahren alten Domain mit guten Backlinks oder Wikipedia etc. überholen zu wollen. Sucht euch Ziele in der eigenen Gewichtsklasse, gegen die Ihr gute Chancen habt.

Schaut euch diese Seiten dann genau an und analysiert deren SEO-Maßnahmen. Guggt euch vor allem genau an was falsch oder nicht optimal gelöst wurde und überlegt wie ihr es besser machen könnt. Das wird euch zumindest im direkten Vergleich den entscheidenden Vorteil bringen ( Vorausgesetzt ihr habt das, was richtig gemacht wurde, genauso richtig gelöst . Aber wir wissen doch alle was wir machen müssen, oder ?).

Wie man die Link-Strategie der Mitbewerber analysiert , werde ich dann im 2. Teil genauer erklären.

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich sechs Möglichkeiten skizziert, Firmenhomepages auf Kurs 2.0 zu bringen; diese Fortsetzung steht nun ganz im Zeichen von RSS.
Linkziel, Linktext und umgebenden Text nutzen SEOs gern zur Optimierung und genau diese Informationen finden sich ohne jegliche Formatierungsvorschrift in RSS-Feeds wieder.
Kein SEO, der diese Flexibilität nicht für sich zu nutzen wüsste…

7. Tausendsassa RSS-Newsfeed

Eine naheliegende Anwendung von RSS ist der Newsfeed. Veröffentlichen Sie Teaser ihrer Newsletter- und Pressemeldungen, Website-Updates etc. auch im RSS-Format. Platzieren Sie das RSS-Icon in ihrem Haupttemplate, binden das RSS Meta-Tag ein und schon haben Sie einen zusätzlichen Online-Marketing Kanal mit CRM-Nutzen. Tragen Sie den Feed in RSS-/ Blog-Verzeichnisse ein und platzieren ihn bei Kooperationspartnern, sowie auf ihren Satellitenseiten – schon sollten Sie ihre Artikel schnell und passabel gelistet in Google finden.
Durch Archivierung der Feed-Meldungen realisieren Sie moderates Content-Wachstum für ihre Domain; durch eine OnPage Verwendung sorgen Sie für Aktualität und eine stärkere interne Verlinkung. Dabei bleibt es ihrer Kreativität überlassen, ob Sie Linktext und Titel in einen Marquee-Container parsen, um einen News-Ticker zu implementieren oder z.B. Titel und Description des aktuellsten Items als Top-Meldung auf ihrer Startseite ausgeben. Einmal eingerichtet, aktualisieren sich alle Instanzen automatisch sobald Sie eine neue Meldung veröffentlichen. Sie können Ihren Feed auch als iGoogle Gadget veröffentlichen und anderen Webmastern anbieten. Den Copy & Paste–Code des Gadgets sollten Sie für besseren SEO-Nutzen durch einen Quellenverweis in HTML ergänzen. Die besten SEO-Effekte erzielen Sie allerdings, wenn ihr RSS-Feed mit einer serverseitigen Technik eingebunden wird.

8. Manipulationen mit RSS-Feeds

Ein breit aufgestelltes RSS-System bietet ihnen gute Steuerungsmöglichkeiten für Besucherströme und SEO; für Letzteres sind die Effekte mit Fortlauf der Meldungen jedoch oft nur von kurzer Dauer. Es ist jedoch möglich, mit der Einbindung von konstanten, d.h. dauerhaft an einer Position des Feeds befindlichen, Items gegenzusteuern. Je nachdem, wie viele Items Sie und ihre Partner ausgeben, könnte es Sinn machen, z.B. an Position 10 ein Item „weitere Newsmeldungen“ mit Link zum RSS-Archiv dauerhaft zu platzieren, um externe Linkpower indirekt für alle Meldungen zu nutzen.
RSS-Verzeichnisse können ebenfalls zur Manipulation genutzt werden: Melden Sie eine Kopie ihrer XML-Datei an und warten auf die Aufnahme. Anschließend ersetzen Sie die Items durch eine, nach SEO-Maßstäben optimierte, Version und lassen den „Feed“ fortan unangetastet.

9. Letzte Änderungen als RSS

Einige CMS sind in der Lage, zuletzt geänderte Dokumente als RSS-Feed auszugeben (Beispiel: Typo3 Extension). Der erzeugte Feed eignet sich zwar nicht als Marketinginstrument; gegen eine Verwendung auf ihren Seiten als „Letzte Änderungen“ und der SEO-Motivierte Export des Feeds auf Satelliten spricht höchstens ein Zweifelhafter Nutzen für Besucher. Englischsprachigen RSS-Verzeichnissen kann man auch diesen Feed ganz gut unterjubeln. Besucher bringt das zwar nicht, aber eine beschleunigte Google-Indizierung und SEO-Effekte für alle neuen und geänderten Inhalte ist auch ganz praktisch.

10. Branchennews via RSS

Gibt es in ihrer Branche gute und unabhängige (Full-)Feeds? Dann können Sie ihrer Firmenhomepage relativ einfach einen News-Bereich spendieren. Wenn Sie diesen für google sichtbar, für ihre Besucher eher versteckt einbinden, können Sie mit fremden Content zusätzliche Besucher über Google generieren. Kürzen Sie die Meldungen und arrangieren die Items mehrere Quellen neu – dann umgehen Sie Duplicate Content Probleme. Sie sollten die originären Quellen zwar (nofollow) verlinken – sorgen Sie aber bewusst für „Streuverluste“ zugunsten ihrer eigenen Inhalte.
Auch RSS-Feeds und Pressemeldungen ihrer Wettbewerber können Sie für ihre Zwecke nutzen. Launchen Sie ein neutral gehaltenes Portal mit Branchen-News und weiteren attraktiven Fach-Inhalten (vgl. Punkt 4 in Sozialhilfe für ihre Firmenhomepage). Ein solches Portal lässt sich beispielsweise über Foren und die Blogosphäre bekannt machen und hat teilweise bessere Chancen auf freiwillig gesetzte, bzw. erbettelte Links als die News- und Pressebereiche der jeweiligen Firmen. Die Linkpower vererben Sie ihrem Hauptportal; der Wettbewerb bekommt Nofollow-Links. Einen Teil der Besucher können Sie über Banner abziehen, die Sie in beispielsweise in Rotation mit Affiliate-Bannern der Wettbewerber laufen lassen.

11. Mash-Ups mit RSS

Statt ausschließlich extern gepflegte Textinhalte für SEO zu verwenden, lassen sich RSS-Feeds (oder sonstige Inhalte mit API) in einigen Fällen dafür nutzen, eigene Inhalte in ihrer Attraktivität zu steigern oder thematisch zu erweitern. Überlegen Sie, wie ihre Datenbankinhalte in einem erweiterten Kontext besseren Nutzen für ihre Besucher bringen können.
Ein Beispiel: Die Wohnungsanzeigen einer Baugenossenschaft sind meist alphabetisch nach Stadteilen geordnet. Mit Hilfe von Satellitenfotos ließen sich die Anzeigen optisch attraktiver darstellen; durch einen Abgleich mit dem lokalen Mietenspiegel könnten besondere Schnäppchen markiert werden. Filtert man die Nachrichtenfeeds der Lokalpresse, könnte man den Nutzern individuelle Stadteilnachrichten anbieten. Qype liefert interessante Lokalitäten, Social-Communities oder Single-Börsen skizzieren die Nachbarschaft…

12. Fachbegriffe per RSS

Ein Lexikon / Glossar für Fachbegriffe haben nicht wenige Firmen auf ihren Seiten. Für gute Rankings fehlen jedoch oft die Deeplinks zu den Begriffen. Wenn Sie die Begriffe als Items in einem RSS-Feed zeitgesteuert rotieren lassen, können Sie auf ihren Satellitenseiten auch ohne Zugriff auf die Begriffsdatenbank Deeplinks erzeugen. Parsen Sie auf verschiedenen Seiten immer ein bestimmtes numerisches Element des Feeds; durch die Rotation haben Sie dann sogar ein neues Website-Feature: die „Begriffserklärung des Tages“. Durch das RSS-Format eröffnet sich für Sie wiederum die Chance auf zusätzliche Links und Besucher über Verzeichnisse, Blogsuchen etc.

Über den Autor

Gero Wenderholm ist seit 10 Jahren beruflich im Internet tätig. Zunächst als Programmierer und Webdesigner gestartet, beschäftigt er sich seit 5 Jahren auch eingehend mit Suchmaschinenoptimierung.
Dabei war er unter anderem Marketingleiter bei LCD Media und Online-Marketing Manager/ SEO-Consultant für Dr. Klein. Heute betreut der Diplom-Informatiker die B2C-Portale der Hypoport AG in Sachen SEO.

Viele Firmen tun sich schwer, aktuelle Webtrends gewinnbringend einzusetzen; nicht Wenige scheuen sich gar vor dem sog. Web 2.0. Dabei bietet die Kombination von herkömmlichen und neuen Online-Marketing Tools gerade der guten alten Firmenhomepage einige Optionen auf Social Traffic und neuen Schwung für SEO. Die folgenden 12 Praxisbeispiele sollen Mut zum Querdenken machen.

E-Mail Newsletter + Social News

Sofern Sie nicht selbst Betreiber eines größeren Nachrichtenportals sind, macht es überhaupt keinen Sinn, deren Icon Leiste zu kopieren. Die enthaltenen Social News Icons (Yigg, Webnews etc.) sollten bei Firmenhomepages nur dort platziert werden, wo kurzfristig starker Traffic zu generieren ist: den Landingpages ihres E-Mail Newsletters. Tragen Sie ihre Artikel selbst – notfalls mit mehreren Accounts – unmittelbar vor dem Versand des Newsletters auf den Social News Portalen ein. Das bietet ihnen volle Kontrolle über den Inhalt der veröffentlichten Meldungen und sorgt dafür, dass ihre Abonnenten nur noch per Klick abstimmen müssen. Im Newsletter sollte zudem auf den/ die Icons hingewiesen werden.

Seite weiter empfehlen + Social Bookmarking

„Ihr bekannter Max Mustermann empfiehlt ihnen mit dem Hinweis tolle Seite, folgenden URL zu besuchen […].“ Diese Meldung ließe sich folgendermaßen ergänzen: „Sollte Ihnen dieser Artikel ebenso gut gefallen, denken Sie daran, diesen Link auch ihrem sozialen Netzwerk bekannt zu machen. Die entsprechenden Social Bookmarking Icons finden Sie oben rechts auf jeder Seite.

Seitensuche + Tagcloud

Hat die Ergebnisseite ihrer Seitensuche den Suchbegriff im Url? Wenn ja, dann bringt ein Direktlink die lokalen SERPs auch in den Google Index. Sofern sie Suchbegriffe verwenden, die Ergebnisse liefern, haben Sie automatisch aktualisierten Content, der für SEO durchaus Vorzüge besitzt.

Das besondere für diese Betrachtung ist allerdings, dass der erzeugte Content jeweils mit einem Begriff etikettiert werden kann, also quasi getagged ist. Eine Wolke, die ihre Direktlinks optisch in Szene setzt, ist schnell gebaut. Wenn Sie möchten, nehmen Sie die Logfiles ihrer Seitensuche als Grundlage für die Begriffswahl; diese selbst zu bestimmen bietet allerdings mehr Flexibilität und Steuerungspotential. Titulieren lässt sich die Wolke als „1-Klick Suche“ oder auch „Top-Themen“.

Ratgeber / FAQ + Linkbait

Viele Firmenhomepages enthalten sehr nützliche Tipps und Problemlösungen zu Themen ihrer Branche. Diese werden auch gern und oft verlinkt, schließlich ist ihre Firma im Markt bekannt und vertrauenswürdig… oder etwa nicht? Ihr hochwertiger Content wird möglicherweise von manchen Webmastern/ Bloggern oder dem Wettbewerb eben nicht verlinkt, gerade weil ihr Firmenname drüber steht („subjektiv“, „zu kommerziell“, „suggestiv“ etc.). Darüber hinaus unterliegen Sie auf ihren eigenen Webseiten auch formalen und stilistischen Beschränkungen, die ihre Tipps im Vergleich eher unattraktiv erscheinen lassen. Durchforsten Sie ihre Webseite nach Ratgebern, FAQ. Kommentare oder Anleitungen, die für eine breite Öffentlichkeit interessant sein könnten und recyceln diese als Artikel, wie „Die zehn besten Profitipps für…“, „Was sie unbedingt über Xy wissen müssen“, „Diese Irrtümer können Sie bares Geld kosten“ etc. Diesen Content bieten Sie Blogs, Verbraucherportalen oder sonstige Branchenseiten an und sichern sich hochwertige Links durch Quellenverweise.

Webforum + Blog

Viele Foren haben bereits einen Bereich in dem nur bestimmte Nutzer neue Beträge erstellen und die Community kommentieren kann. Diese Bereiche tragen unsexy Namen wie „Ankündigungen“, „Forenregeln“ oder auch „Nur für Moderatoren“ – nicht besonders blogtauglich, oder?

Aber mal im ernst: Sich für teuer Geld einen Profi-Blogger zu engagieren, der das Firmenimage modernisiert, kommt nicht für jede Firma in Frage. Wenn Sie eigene Erfahrungen mit dem Bloggen machen möchten, finden sie wesentliche Funktionalitäten auch in ihrem Webforum wieder.

Die „unwesentlichen“ Funktionen folgen im nächsten Punkt…

Branchenkommentar + Blog

In einigen Branchen veröffentlichen Firmen regelmäßig Kommentare zur aktuellen Marktlage, Branchentrends etc. Statt ohne Blogsoftware zu bloggen, ist auch der umgekehrten Weg interessant.

Passen Sie das Template einer Blogsoftware optisch exakt an ihre Firmenhomepage an, schalten – wenn unerwünscht – die Kommentarfunktion aus und entfernen auch die übrigen Blogfunktionen, so bleiben einige nützliche Features dennoch erhalten: Trackbacks, RSS, Auto-Ping.

Die prompte Aufnahme in die Blog-Suchmaschinen, ein Eintrag in Blog-Verzeichnisse und die Möglichkeit, Trackback-Links in ausgewählten Branchenblogs zu hinterlassen, sollte die Reichweite ihrer Kommentare steigern…

…und was mit RSS so alles anzustellen ist, folgt in Teil II dieses Artikels.

Über den Autor

Gero Wenderholm ist seit 10 Jahren beruflich im Internet tätig. Zunächst als Programmierer und Webdesigner gestartet, beschäftigt er sich seit 5 Jahren auch eingehend mit Suchmaschinenoptimierung.
Dabei war er unter anderem Marketingleiter bei LCD Media und Online-Marketing Manager/ SEO-Consultant für Dr. Klein. Heute betreut der Diplom-Informatiker die B2C-Portale der Hypoport AG in Sachen SEO.

Als Entwickler von Communities sind wir stark auf Suchmaschinenoptimierung angewiesen und fragen uns regelmäßig wie unsere Firma auf die ständigen Änderungen reagieren sollte. Da wir keine SEO Agentur sind und nur bedacht einstellen können, fragen wir uns welche Position langfristig am meisten Sinn machen würde.

Nachdem der Pagerankwahn und stumpfe Linkeinkauf nun glücklicherweise ihr Ende gefunden haben, scheint der Markt gereift zu sein und hochwertiger Content sich wie von selbst am besten durchzusetzen. Die Zeiten in denen Praktikanten massenhaft Links eingekauft haben, sind also von Kreativität und hochwertigem Inhalt abgelöst worden.
Link Bait (deutsch: Link Köder) ist das Zauberwort und Social Media scheint der Schlüssel zum Erfolg.

Es gilt eine Story oder ein Produkt zu schmieden, einen Reißer, der mit minimalen Einsatz größtmögliche Reichweite erzielt. Etwas, das durch die Medien geht, weil es unterhaltend, kontrovers, revolutionär, genial gut oder einfach nur erwähnenswert ist.
Klingt schwer nach PR oder?

Ist es nicht Aufgabe einer PR Agentur eine Firma auf die Öffentlichkeit vorzubereiten (SEO: on page Optimierung), mit kreativen Ideen und gezielten Events (SEO: Link Bait) möglichst viel Medienrummel (SEO: Social Media Presenz) zu verursachen, mit Hilfe von Presseverteilern (SEO: Social Networks und Social Media Sites) Pressemitteilungen (SEO: Blogbeiträge/ virale Videos) zu verteilen und für ständigen Gesprächsstoff zu sorgen?

 

Die beiden Branchen scheinen sich ähnlicher zu sein als man denkt. Und momentan deutet vieles darauf hin, dass diese sich zukünftig noch mehr aufeinander zubewegen werden. Eine klassische PR Agentur muss zwangsläufig umdenken und ebenso mangelt es vielen SEOs noch an klassischer PR Erfahrung.

Man bedenke nur, wieviele Blogger auf Artikel der führenden Tageszeitungen eingehen, oder wie klassische Pressemitteilungen auch von Online Redaktionen aufgenommen werden und dementsprechend die Runde machen. Umgekehrt werden mittlerweile auch Superdiggs nicht selten am nächsten Tag in den klassischen Medien aufgegriffen.
Strategische Kooperationen wären in vielen Fällen wohl durchaus lohnenswert – ich bin mal gespannt ob wir in der Richtung zukünftig was sehen werden.


Nur was bedeutet das nun für mich? Soll ich lieber einen kreativen PR Spezialisten oder einen technikaffinen SEO einstellen? Am besten wäre natürlich das Doppelpack, oder was meint ihr?