Gay-Domains wechseln für 165.000 Euro den Besitzer
Februar 4, 2012 by Gerald Steffens
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Es ist immer wieder spannend zu erfahren, wieviel Geld ein Unternehmen für eine Keyworddomain zu zahlen bereit ist. Mitte der Woche hat die Community Gays.de über den Kauf der Domains gay.de und gay.at berichtet. Satte 165.000€ hat sie der Spaß gekostet. Stellt sich jetzt die Frage, war das zuviel oder ein Schnäppchen?
Der Wert von und der Hype um Keworddomains hat im Laufe der letzten 1-2 Jahre noch mal deutlich zugenommen, insbesondere weil Google seitdem auch zusammengeschriebene Wortkombinationen honoriert und .com, .net und .org in Deutschland einen deutlichen Schub bekommen haben – und so gut ranken wie noch nie.
Vor 3 Jahren wurde in Seo-Kreisen angeregt über den Verkaufspreis von seo.de diskutiert. Die Domain brachte es seinerzeit in einer Sedo Auktion auf runde 48.000 € und die Seo-Gemeinde war sich uneins darüber, ob das nun viel oder wenig sei. Und so ähnlich ist es bei allen Keyworddomains. Der Wert einer solchen Domain ist schwer zu messen / bestimmen.
Besonders auffällig wird diese Diskrepanz, wenn man seinen Blick über die Preise von Auktionsplattformen wie Sedo schweifen lässt. Da tauchen Domainnamen mit Preisvorstellungen jenseits von gut und böse auf. Gemessen daran sind 165000 Euro für gay.de und gay.at sehr moderat. Insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Domains zuvor projektiert waren, eine Menge Mitglieder dem Communitywechsel gefolgt seien dürften und natürlich auch noch einige Backlinks darauf verwiesen / verweisen.
Wer nun glaubt, es würde ausreichen sich einer Keyworddomain zu bemächtigen, ein paar Dutzend Links draufzuknallen und alles wird gut, der hat die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht. Der heisst nämlich Google und schenkt seinen Gästen manchmal ordentlich ein. So ordentlich, dass es einer Domain schon mal schwindelig werden kann. Entweder weil Google die Domain als Parkingseite klassifiziert und monatelang in den SERPs verhungern lässt oder die Links als manipulativ / unglaubwürdig einstuft und das Keyword mit einer Penalty / einem Filter versieht. Ein Beispiel für einen holprigen Start liefert z.B. das Keywort seo für die Domain seo.de.
Der Blick aufs Chart zeigt, dass es bemerkenswerte zwei Jahre gedauert hat, bis die Domain halbwegs stabile Rankings erlangt hat. Ganz schon langwierig. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zweitrangige Keyword-Domains, die mit einer Handvoll Links derart locker in die Google Top10 reinstürmen, dass einem Angst und Bange werden kann. Zwar i.d.R. nur stark für ihre Keywordphrase (und direkte Kombis), dafür aber mit geringem Aufwand zu halten und von daher sehr kosteneffizient. Kein Wunder also, dass man heutzutage kaum noch kommerzielle Keywortkombinationen in Googles Suchfeld eintippen kann, ohne über diese Keywort(kombi-)domains zu stolpern.
Eine Sache sei noch am Schluss erwähnt. Der Singular gay ist aus Seo- und Keywortsicht dem Plural gays überlegen. Insofern verspricht die Domain unter http://gay.de auch noch einen Zugewinn bei den Google Besuchern. Hinzu kommt, dass das Keywort jetzt vom Markt ist und keinem Konkurrenten mehr in die Hände fallen kann. Manchmal ist alleine dieser Aspekt schon Gold wert.
Interview mit Sasa Ebach
Viele von euch kennen Saša Ebach und seine Firma VIPEX vielleicht schon von seinen Linkaufbau-Vorträgen auf den verschiedensten Seo-Konferenzen. Bei einem unserer letzten Gespräche waren Saša und ich überein gekommen, dass wir mal ein Interview auf Seo.de veröffentlichen könnten. Los geht’s:
Gerald: Hallo Saša, ich denke wir schenken uns die üblichen Vorstellungsrunden, wer du bist und was du machst, kann man an vielen Orten im Internet nachlesen. Mich interessiert ja vor allem dein neuestes Projekt. Die Vorbereitungen dazu zogen sich ja einige Zeit hin. Das erste Mal mitbekommen habe ich davon auf dem Seo-Day in Köln. Ich habe dort auch ein Video gedreht, in dem von einem Seo-Geheimnis die Rede war. Heute kann ich’s verraten, damals gings u. a. auch um dein neuestes Projekt.
Übrigens, der Mann im Video-Vordergrund ist Saša, damit kennt ihr jetzt auch alle sein Konterfei
Und damit kommen wir nun zum Kern der Sache. Saša, stell den Lesern doch bitte mal dein Projekt vor.
Saša: Vielen Dank für die Einladung zum Interview, Gerald. Was viele nicht ahnen: Andreas und ich haben dort gerade die Pläne für unsere Weltherrschaft finalisiert
(Muhahaha)
Das neue Projekt nennt sich LiveLinkBuilding-Workshop und der Name soll Programm sein. Die Idee ist, den Teilnehmern nicht nur die notwendige Theorie zu vermitteln, sondern anhand eines echten Beispiels – welches wir speziell für den Workshop vorbereiten – vorzuführen, wie es wirklich funktioniert. Der Fokus im Workshop liegt also deutlich auf der Praxis. Das Ziel: Jeder Teilnehmer sollte nach dem Workshop zurück an den eigenen Arbeitsplatz kommen und hochmotiviert eine komplette Kampagne erfolgreich durchführen können. (Ja, motivieren werden wir die Teilnehmer auch. Schließlich macht unsere Arbeit auch höllisch Spaß!)
Gerald: OK, was genau kann ich mir unter diesem ominösen Liveprojekt jetzt vorstellen? Außerdem: Praxis ist schön und gut, aber was ist mit SEO-Anfängern und ist es nicht besser zuerst für ein solides theoretisches Fundament zu sorgen?
Saša: Um genau zu sein, handelt es sich beim Live-Projekt um einen klassischen Linkbait. Demnach wäre die Formulierung LiveLinkbait-Workshop wahrscheinlich etwas „schärfer“. Unter Linkbait verstehen wir eine Aktion oder einen Contentbeitrag, die/der eine Qualität aufweist, welche fremde Webmaster gerne und freiwillig verlinken wollen. Mit anderen Worten: Der Content ist richtig gut und erzeugt bei Sichtung im Leser das Gefühl „Das muss ich unbedingt meinen Freunden/Bekannten/Kollegen zeigen“. Wenn ein Content diese Qualitätsstufe erreicht hat, dann zieht er theoretisch von alleine viele Links an. Diese Form von Content nennen wir auch gerne Link-Magnet.
In der Praxis ist es aber selten so einfach. Nur weil ein Beitrag gut ist, heißt das nicht, dass ihn automatisch alle finden, aufgreifen und darüber berichten. So etwas funktioniert bei Portalen mit einer sehr hohen Reichweite. Der Rest der Welt muss passende Kontakte raussuchen und diese individuell anschreiben. Hierin liegt die Kunst im Linkaufbau: Die richtigen Leute richtig anschreiben.
Daher soll jede Ausgabe des LiveLinkBuilding-Workshops ein eigenes Live-Projekt haben. Wir überlegen uns im Vorfeld ein neues Thema, bauen eine Kontaktliste auf und starten ca. 2 Wochen vor Beginn des Workshops bereits mit dem Versenden der ersten Linkanfragen. Nachdem die Teilnehmer am ersten Tag ihren ersten Kaffee getrunken haben, enthüllen wir das Projekt (über das übrigens während und nach dem Workshop strenges Stillschweigen zu bewahren ist, einen NDA unterschreiben alle Teilnehmer). Im Prinzip stürzen wir alle sofort in ein echtes Projekt, für das wir hoffentlich vorher schon einige Links aufbauen konnten. Sonst wird es vielleicht ein wenig peinlich
. Dann zeigen wir, wie wir dabei vorgegangen sind. Was geklappt hat und was nicht. Parallel dazu werden die notwendigen Grundlagen vermittelt. Wir beantworten Fragen wie:
- Welche Tools verwenden wir bei den einzelnen Arbeitsschritten?
- Wieso formulieren wir die Linkanfragen ausgerechnet so?
- Wie beurteile ich, ob es realistisch ist, von dieser Website, einen Link zu bekommen?
- u. v. a.
Als Bonus versuchen wir, vor den Augen des Publikums Links aufzubauen. Da die Linkakquise bei den meisten Projekten im Mittel bis zu zwei Wochen dauern kann, wollen wir uns aber nicht nur darauf verlassen. Mit ein wenig Glück können wir vielleicht direkt an diesen beiden Tagen eine Handvoll Links aufbauen. Wir fangen aber schon ca. zwei Wochen früher an, um in jedem Fall etwas vorzeigen zu können.
Wie lernt man Linkaufbau am besten? In dem man sich neben jemanden setzt, der sich damit schon gut auskennt und – über die Schulter schauend – den Prozess beobachtet. Der Workshop soll diesen „Schulterblick“ ermöglichen. Wir lassen uns jedenfalls ganz schön tief in die Karten schauen.
Dieser tiefe Praxiseinblick ist meiner Einschätzung nach deutlich wichtiger, als theoretisch zu wissen, welche Formen des Linkaufbaus es gibt und worfür diese gut sind. Wir demonstrieren eine Form, die Königsdisziplin Linkbait, und versetzen die Teilnehmer dazu in die Lage, den gesamten Prozess selbst zu reproduzieren. Soweit die Vision.
Gerald: Holla, schon die Beschreibung deines Workshops sprengt fast den Interview-Rahmen
Aber ist es nicht ein bisschen ambitioniert in nur zwei Tagen diese ganzen Prozesse erlernen zu wollen?
Saša: Selbstverständlich kommt es auch ein wenig auf das Talent und die Vorerfahrung an. Ich bin jedoch aufgrund meiner Erfahrung davon überzeugt, dass ein ambitionierter Teilnehmer in den ersten beiden Wochen nach dem Workshop den ersten eigenen Linkbait durchführen kann. Das würde ich auch dringend empfehlen. Wer erst sechs Monate nach dem Workshop damit beginnt, hat vielleicht schon zu viel vergessen. Ich bekomme heute noch E-Mails von ehemaligen Teilnehmern (anderer Schulungen), die eine regelrechte Begeisterung für den Linkaufbau entwickelt haben. Sie zeigen mir dann stolz, was sie gemacht haben und ich schaue mir die Aktionen auch gerne an und gebe hier und da noch ein paar Tipps. Wer einmal Links aufgebaut hat, ohne für diese zu bezahlen, kann schnell süchtig danach werden
Den Prozess kann man in zwei Tagen erlernen. Ihn zu meistern, wird allerdings etwas länger dauern. “It takes (two) days to learn, but a lifetime to master.” Ich lerne selbst mit jeder Aktion noch etwas hinzu und ich erwarte auch nicht, dass sich das ändert.
Gerald: Vom pädagogischem Standpunkt aus klingt das sehr sinnig. Live dabei sein hat seinen Reiz – dagegen wirkt die reine Theorie schon ziemlich trocken. Doch du sprichst weiter vorne vom LiveLinkBuilding-Workshop im Plural. Was steckt dahinter?
Saša: Wenn alles gut geht und sich genügend Interessenten finden, werden wir mit dem Workshop auf Tour gehen. Jeden Monat eine neue Großstadt in DE/AT/CH. Für Februar ist bereits München eingeplant.
Zum diesem Touraspekt hat mich eine Interessentin inspiriert. Für Sie war Wien (SEOkomm Academy 2011 zum Thema Linkaufbau) einfach zu weit weg. Reiseaufwand, Hotelkosten etc. waren für sie ein KO-Kriterium. Selbstverständlich dürfen die Teilnehmer auch anreisen. Aber die Idee ist, dass wir früher oder später sowieso bei jedem vorbeikommen.
Gerald: He he, das Argument mit der langen Anreise und dem hohen Aufwand leuchtet mir ein. Ich habe dieses Jahr auch schwer mit mir gerungen, ob ich nach Österreich zur SEOKomm reisen soll oder nicht. So eine Tour ist aber dennoch ein Wagnis. Und du meinst das klappt?
Saša: Das muss sich erst noch zeigen. Thematisch ist der Workshop sehr speziell. Grundsätzlich sollte sich da jedes Inhouse- oder Agenturteam (Marketing, PR, Journalisten und natürlich auch SEOs) mindestens einmal reinsetzen. Allerdings ist es im deutschsprachigen Raum gar nicht so leicht, Spezialseminare aus dem Online-Marketing voll zu kriegen.
Ich betrachte es daher noch als Experiment, von dem ich mir unbedingt wünsche, dass es klappt. Die allgemeinen, auf Anfänger ausgerichteten Online Marketing Seminare von 121WATT sind beispielsweise immer sehr gut besucht. Für speziellere Themen ist es aber laut Alexander Holl nicht immer so einfach, genügend Interessenten zu finden. Und Alexander muss es wissen! Einen erfahreneren Dozenten gibt es in der Branche wohl nicht.
Wenn die Tour zu ambitioniert sein sollte, werden wir den Workshop wahrscheinlich 1-2 mal pro Jahr machen. Ich bin allerdings fest entschlossen, es einfach mal auszuprobieren. Manche Kollegen behaupten, ich sei manchmal schon ein wenig zu optimistisch. Wer nicht bereit ist zu scheitern, der wird mit den eigenen Ideen auch nie erfolgreich. Damit im Hinterkopf sage ich einfach: Volle Kraft voraus!
Gerald: Respekt – Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Doch zurück zum Thema Linkbait. Was kostet so ein Linkbait eigentlich im Durchschnitt?
Was er bei einer Agentur kostet, kann sehr unterschiedlich sein. Es kommt hierbei auf viele Faktoren an. Vor allem aber, wie viel der Content und die Promotion kostet. Über den englisch- und deutschsprachigen Markt verteilt, kenne ich Anbieter mit Preisen zwischen 500 bis 50.000 € pro Aktion/Kampagne. Im Mittel bewegen sich die Preise bei rund 4-5.000 €. Es gibt aber auch Kampagnen, bei denen schon alleine die Erstellung des Contents im fünfstelligen Bereich liegt. Wer über das notwendige Kapital verfügt, kann auch einen sechs- oder siebenstelligen Betrag in die Bewerbung der Kampagne investieren. Mit Fernsewerbung, Radiojingles und Printanzeigen geht das sehr schnell.
Das Schöne ist aber, dass jeder, der die einzelnen Schritte und Kniffe kennt, eine erfolgreiche Kampagne auch ganz ohne Geldeinsatz zu einem großen Erfolg führen kann. Linkaufbau muss außer Zeit nichts kosten. Ultimativ kommt es auf die „Maloche“ an. Viel Herzblut und Engagement funktionieren auch. Es schadet aber bestimmt nicht, pro Aktion einen niedrigen vierstelligen Betrag für die Contenterschaffung zu haben. Das ist dann unerlässlich, wenn man selbst nicht über genügend redaktionelle oder gestalterische bzw. andere Fähigkeiten verfügt, den verlinkungswürdigen Inhalt zu erstellen. Der Inhalt ist das A und O. Mit mittelmäßigen Inhalten funktionieren Linkanfragen einfach nicht. Habe ich alles schon probiert. Ist reine Zeitverschwendung.
Gerald: Wie bist du überhaupt auf dieses Konzept gekommen?
Saša: Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit mit Christoph Cemper von den LinkResearchTools (u. a. Kollegen) ein zweitägiges Linkaufbau-Seminar abzuhalten. Gerade wegen der Anzahl der Dozenten war es wirklich super, da wir teils völlig auseinandergehende Meinungen gehört haben. Da habe ich auch noch eine Menge gelernt. Bei der Vorbereitung der Unterlagen habe ich mich gefragt, ob ich den Teilnehmern, statt nur Theorie zu vermitteln, erfolgreiche Linkanfragen aus richtigen Projekten zeigen sollte. Ich habe noch nie erlebt, dass das jemand auf einer Konferenz oder in einem Seminar gemacht hat. (Warum eigentlich nicht?)
Nach dem Seminar haben viele der ca. 30 Teilnehmern sehr gute Bewertungen bei der anonymen Umfrage zu meinem Vortragsteil abgegeben. (Jeder Dozent hat seine eigenen Ergebnisse bekommen.) Christoph meinte, dass er noch nie so viele positive Bewertungen gesehen hat – auch insgesamt, aber speziell zu meinem Teil. Natürlich war ich darauf auch ein bisschen stolz. Dennoch glaube ich nicht, dass meine „Performance“ maßgeblich für die positive Kritik verantwortlich war. Vielmehr hat den Teilnehmern gut gefallen, dass sie gesehen haben, „wie man’s macht“. Ich stand manchmal vorne und habe E-Mails vorgelesen – minutenlang. Zum Beispiel eine E-Mail zu einem Vorgang, der über sechs Wochen gedauert hat, bis ein Link daraus wurde. Mit diversen Hin-und-Her-Antworten. Um diesen Link musste ich wirklich kämpfen. Wo bekommt man sonst ein solchen Einblick?
Es ist wie beim Linkaufbau. Auf den Content kommt es an. Lernwillige wollen dabei zugucken, wie man die Linkanfrage in das E-Mail-Programm reintippt und alles kommentiert, was man da gerade schreibt und warum man es schreibt.
Umgekehrt würde ich mir eben auch wünschen, dass Dozenten auf heutigen Konferenzen und Seminaren, deutlich mehr aus der echten Praxis erzählen. Dafür wäre ich auch gerne bereit deutlich höhere Ticketpreise zu bezahlen. Es soll sich doch bitte einfach mal jemand vorne hinstellen und demonstrieren, wie sich für echte Projekte
- 1.000 echte Facebook-Fans gewinnen lassen.
- eine Website auf Konversion optimieren lässt.
- eine unoptimierte Website onpage-optimiert wird und sich die Rankings sofort verbessern.
- eine Landing-Page basteln lässt, die dann sofort über Adwords Geld verdient.
- u. v. m.
Jeden einzelnen Klick möchte ich sehen. Und ich möchte auch hören, warum etwas jetzt gerade so gemacht wird und nicht anders. Ich persönlich lerne nur auf diese Weise wirklich gut. Ärtzte müssen ja auch kein Herz transplantieren, ohne vorher anderen Ärtzten etliche Male über die Schulter geschaut zu haben.
Um deine Frage zu beantworten: Bei den Umfrageergebnissen gab es einen Ausreißer, eine gezielte Kritik. „Ebach: Noch ein bisschen zu viel Theorie“. Da ich sowas nur schwer ertragen kann, habe ich mir gedacht: „Dem zeig ich’s!“ und so wurde der LiveLinkBuilding-Workshop geboren.
Gerald: Wow, Saša. Die Länge des Interviews hat zwar den Rahmen des Normalen gesprengt, ich hoffe dennoch, dass es dir die Leser danken werden. Es sind ja eine Menge guter Infos dabei abgefallen. Und auch von mir Danke für diese wirklich tiefen Einblicke.
Saša: Ich habe zu danken, Gerald! Vor allem für deinen kontinuierlichen Einsatz als Konferenz-Fotograf. Ich gehe sehr oft durch die wirklich guten Fotos und manchmal entdecke ich sogar Videos, in denen meine Versuche die Weltherrschaft zu erreichen, fast entlarvt werden. Für die nächste Konferenz brauche ich einen Gerald-Detektor
Gerald: Den Detektor wirst du auch brauchen. Ich bin jetzt im Besitz eines Richtmikrofons und dadurch noch besser für den geheimen Lauschangriff gerüstet. Und last but not least: Stimmt es, dass schon eine Menge Plätze verkauft worden sind?
Saša: Ich kann heute (6.1.2012) sagen, dass der Workshop in Köln am 23./24.1.2012 auf jeden Fall stattfinden wird, wenn ich nicht zufällig vor einen Bus laufen sollte. Noch sind ein paar Plätze zu haben. Wer sich früher anmeldet, der spart ordentlich. Zu den Anmeldeunterlagen geht es über den kostenlosen Newsletter (ganz unten). Einfach anmelden, dann kommt in der Bestätigungs-E-Mail der Link zu unserem PDF-Anmeldeformular. Das kann man ausfüllen und an uns schicken, um mit dabei zu sein.
Gerne beantworte ich auch Fragen in den Kommentaren.
Ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2012
Dezember 31, 2011 by Gerald Steffens
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu und einige (fleißige) Blogger bedanken sich auf nette und informative Art und Weise bei ihren Lesern. Sei es mit einem Jahresrückblick, einem frohen Blick aufs neue Google Doodle und der dazugehörigen Doodle Top 100 Statistik oder den Rück- & Aussichten für das neue Jahr 2012. Wir von Seo.de machen es hingegen kurz und schmerzlos und wünschen euch allen
Ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2012
Lasst euch nicht vom Panda ärgern, vergesst den PageRank und denkt daran, dass neben der virtuellen sozialen Welt auch noch eine ganze normale & reale Welt der Version 1.0 dort draußen auf euch wartet. In diesem Sinne: Prosit Neujahr.
Seo Jones und die Pagerankien
Dezember 24, 2011 by Andre Massmann
Filed under SEO, Unterhaltung
Normalerweise kümmerte es Seo Jones nicht, ob seine Studentinnen und Studenten die Vorlesungen besuchten. Doch heute war es irgendwie anders. Der Professor vermisste etwas. Diesen Blick voller Wissbegierde und dem faszinierenden Leuchten. „Was soll´s“, sagte er sich und ging durch die Bibliothek Richtung Büro. Dabei fiel ihm eine Studentin auf. Sie saß an einem der Schreibtische und starrte regungslos aus dem Fenster. Als der Linkologe ihre Augen sah, wusste er: Sie war es. Ihr Fehlen hatte ihn verunsichert.
Seo Jones setzte sich neben die Frau. „Sind meine Vorlesungen zu langweilig?“ Statt zu erschrecken, wie es der Professor erwartet hatte, drehte sich die Studentin langsam ihn seine Richtung. „Nein. Aber meine Dissertation schreibt sich nicht von selbst“, sagte sie und blickte weiter in den regenverhangenen Himmel. „Darf ich fragen, wer Sie sind und worüber sie schreiben?“ Der Linkologe war neugierig geworden. „Ich bin des Bischofs Franzi und möchte über die Geschlechtlichkeit von Links schreiben.“ Die junge Frau stocke. „Bislang werde ich aber von allen nur ausgelacht.“ Auch Seo Jones konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Sie meinen, Männlein und Weiblein bei Links? Kommen Sie mal mit, ich zeige ihnen etwas.“
In seinem Büro öffnete der Professor zwei Schränke. Hinter Glas standen Dutzende Links. „Groß, klein, dick, dünn, unscheinbar oder unsichtbar, gefährlich oder harmlos, farbig, alt, neu.“ Seo Jones zeigte auf seine Sammlung. „Dass Links ein Geschlecht haben, wäre mir neu. Wie kommen Sie überhaupt auf die Idee?“ Die Hände auf dem Rücken verschränkt, schaute Franzi dem Dozenten tief in die Augen. „Weil noch niemand danach gefragt hat.“ Just in dem Moment kam Anna Lytics ins Büro. „Herr Professor, Ihre Limo.“ Wieder allein, setzte sich der Linkologe hin und sinnierte. „Links mit Möpsen. Das wär was.“
Ein paar Tage später, halb vier morgens. An der Haustür von Seo Jones wurde Sturm geklingelt. Der Professor mühte sich aus dem Bett und stapfte in seinem blauen Nikki-Schlafanzug die Treppe herunter. „Was soll das?“ Schlaftrunken erkannte er nach ein paar Sekunden, wen er vor sich hatte, Franzi, des Bischofs Tochter. Sie zitterte. „Ich habe eine Tür geöffnet“, stammelte sie. „Ja, ich auch. Meine, weil Sie geklingelt haben.“ Die junge Frau schüttelt den Kopf. „Sie verstehen nicht, ich habe eine Tür geöffnet. Eine Tür in eine andere Dimension.“ Jetzt war es wohl Seo Jones, der schaute wie eine Eisenbahn.
Vorbei an den „Stricken für Nacktmulle“-Plakaten der feministischen Liga rannten die beiden kurz darauf durch die Flure des Wohnheims. Als die Studentin die Zimmertür aufschloss, spürte Seo Jones einen Sog. „Zeigen Sie mir das Buch, von dem sie gesprochen haben.“ Die Studentin reichte ihm ein uraltes Werk, blätterte und deute auf eine der Seiten. „Diesen Spruch habe ich laut gelesen.“ Der Linkologe schaute sich den Text an, konnte ihn aber nicht ganz entziffern. „Hier geht es um die Quelle der Links, einen Mythos. Woher habe sie das Buch überhaupt?“ Viel Zeit blieb nicht, darüber zu diskutieren. Das Portal riss beide in sein Inneres.
„Schwarzmarkt“, schrie Franzi, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, „ich habe das Buch auf dem Schwarzmarkt gekauft.“ Seo Jones drehte sich um. „Das ist, glaube ich, unser kleinstes Problem. Wo sind wir hier?“ Die Quelle der Links hatte sich der Professor anders vorgestellt. „Dazu müssen wir auch noch ein Stück gehen“, hörte Seo hinter sich. Ein alter Mann war wie aus dem Nichts aufgetaucht. „Folgt mir.“
Sie erreichten einen Berg. „Das letzte Stück geht alleine, hier entlang.“ Der Mann zeigte auf einen schmalen Weg und verschwand wieder. Franzi und Seo wagten den Aufstieg, der an einer Höhle endete. „Endlich, Professor Jones“, schallte es aus den Tiefen des Bergs. Die beiden liefen auf die Stimme zu und standen plötzlich in einer riesigen, lichtdurchfluteten Höhle. „Wir sind die Pagerankien, die Schicksalsgöttinnen der Links“, erklärten drei Frauen, die dort an einem steinernen Tisch saßen. Eine hielt eine Schere, die zweite einen Faden und die dritte Göttin würfelte mit Knochen. „Jeder Link erhält hier seine Seele.“ Franzi fing sich noch vor dem Professor: „Was machen wir hier?“ Die drei Frauen legten ihr Werkzeug beiseite. „Du hast das Portal geöffnet. Sage Du uns, was Dich und den Professor durch Raum und Zeit hierher führt.“
Franzi redete wie ein Wasserfall, über die Dissertation und die Frage, ob Links ein Geschlecht haben. Die Frauen nickten. „Jeder Link ist einzigartig, hat mal männliche, mal weibliche Charakterzüge.“ Als sich die Göttinnen Seo Jones zuwandten, änderte sich ihre Mine von freundlich in ernst. „Du glaubst nicht daran. Du würdest einen mächtigen Link nicht einmal erkennen, wenn er Dich anspringen würde.“ Die sanften Stimmen der Pagerankien waren einem Fauchen gewichen. „Du bist stolz darauf, den Panda wieder eingesperrt zu haben, ohne die Konsequenzen zu kennen. Die ganzen Suites, Online-Artikel, Expertos und Whoswhos missbrauchen die Links und berauben sie der Seele, die wir ihnen einhauchen. Sie müssen bestraft werden. Diese Aufgabe hatte von Anbeginn der Zeit der Panda.“ Der Professor verstand nicht. Die Pagerankien führten ihre Tirade unbeirrt fort: „Ihr habt Euch zum Werkzeug der chinesischen Linkmafia gemacht. Doch lasst Euch gesagt sein, es werden noch viele weitere Strafen folgen, um den Wert der Links wieder ins rechte Licht zu rücken.“
Als die Standpauke beendet war, wagte Seo Jones kaum zu sprechen. Doch die Neugierde überwog. „Was ist mit der Macht der Links?“ Die Göttinnen lächelten sanftmütig. „Jeder Link entwickelt sich seinem Schicksal entsprechend. Einige bleiben klein und ohne Gewicht, andere gewinnen an Stärke, die sie jederzeit wieder verlieren können.“ Die Links, die in den Büchern über Jahrtausende hinweg erwähnt werden, seien jene, deren Macht nie versiege, sondern nur gezielt zerstört werden könne, erklärten die Pagerankien. Es seien Links, auf die sich Experten und dunkle Gestalten stürzten, ohne das eigentliche Wesen zu erkennen. „Du pflanzt keinen Baum im Meer. Also nutze auch die Links nur so, wie es ihnen vorbestimmt ist. Abweichungen von der Ordnung führen zu Rissen im Universum. Der Panda hat das Gleichgewicht wieder hergestellt.“
Ungeduldig wartete Franzi, bis die Göttinnen fertig waren. „Doch woran erkenne ich nun, ob es ein männlicher oder ein weiblicher Link ist?“ Die Pagerankien waren amüsiert. „Du musst es spüren. Und jetzt geht, das Portal schließt sich wieder.“ Noch bevor die Studentin ein „aber“ einwerfen konnte, standen beide wieder im Wohnheim. Das Zimmer sah aus, als wäre ein Hurrikan hindurchgefegt. „Na, immerhin“, meinte Franzi, während Seo Jones sich gedankenverloren zurückzog. Sollte es möglich sein, dass der Panda keine Plage, sondern die Rettung vor dem Untergang war?
Weibliche Hauptrolle für nächstes Seo Jones Abenteuer gesucht
Dezember 21, 2011 by Gerald Steffens
Filed under Unterhaltung
Ich hoffe ihr erinnert euch noch an Seo Jones und seine phantastischen Abenteuer. Ob er dem goldenen Link hinterher jagte oder dem verschwundenen Pagerank auf der Spur war, immer war eine Prise Humor und Phantasie mit von der Partie. Vor zwei Jahren gab es sogar eine extra Weihnachtsedition, die zudem noch ins Englische übersetzt wurde (Father Christmas). Danach wurde es etwas leiser um den berühmten Linkologen, seine Spur verlor sich im Bermuda Dreieck. Mit einem großen Paukenschlag kehrte er zurück und stellte sich dem Geist des Panda. Und jetzt, wenige Monate später, geht es in die nächte Runde.
Kurz vor Weihnachten möchte euch der Wortartist Andre Maßmann mit einer neuen Seo Jones Geschichte erfreuen. Ihr werdet es kaum glauben, aber die Geschichte ist schon fertig. Es fehlt nur noch eine Kleinigkeit. Die weibliche Hauptrolle ist noch zu besetzen. Zur Zeit schmückt ein Platzhalter jene Stellen, an der in Kürze der Name der Auserwählten erscheinen soll. Ich bitte daher um Wortmeldungen, welche Dame aus der Seo und Marketing Gesellschaft den Platz neben Seo Jones einnehmen soll. Bitte helft mit bei der Suche nach einer würdigen Begleiterin für Meister Jones. Neben Vorschlägen zur Person wären auch kreative Namensvorschläge hilfreich. Anna Lytics soll ja nicht die einzige weibliche Rolle in Seo Jones Leben spielen.
SEOKomm 2011 Recap – Konferenz und Party
November 25, 2011 by Gerald Steffens
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Am 25.11.2011 fand in Salzburg die zweite SEOKomm Konferenz statt. Nachdem ich es im letzten Jahr versäumt hatte, Österreichs Stern am Konferenz-Himmel einen Besuch abzustatten, wollte ich mir in diesem Jahr die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dem Seo-Spektakel beizuwohnen.
Zum Auftakt sprachen die Veranstalter Christoph C. Cemper und Oliver Hauser vor großer Kulisse ihre Begrüßungsworte, über 500 Besucher hatten den Weg in die Salzburger brandboxx auf sich genommen, und läuteten damit einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Konferenz-Tag ein.
Anschließend folgte eine Liebeserklärung ans SEO, die von Seo-Showstar Marcus “Mediadons” Tandler in seiner unnachahmlichen Art vorgetragen und mit 5 Bonus-Tipps abgeschlossen wurde.
Um 10 Uhr gings dann mit Uwe Tippmann, Mario Fischer und Klaus Hofbauer ans Eingemachte. In drei parallelen Tracks stellten die Experten dem wissbegierigen Publikum das Suchverhalten der Nutzer, die Knackpunkte im SEO und das Portal Karriere.at vor. Eine halbe Stunde später ging’s dann in die Kaffee-Pause, wo man neben einer Stärkung auch erste Gelegenheiten zum Networken fand.
Frisch gestärkt machte ich mich auf den Weg zu Marcus Tobers exklusiven “SEO-Ranking für AT” Vortrag, wo Marcus auf die landesspezifischen Faktoren der Optimierung einging.
Währenddessen zeigten nebenan Astrid Staats und Sören Bendig dem Publikum, wie man strategisches SEO für große Unternehmen betreiben sollte und einen Raum weiter demonstrierte Ortwin Oberhauser, wie Seo & SEM im Tourismus effizient umgesetzt werden kann. Abgelöst wurde Ortwins Vortrag von Frank Hohenleithners Beitrag zur Video Optimierung für Universal Search & Youtube.
Auf Markus Hoeveners und Christoph Cempers Link-Datenbank Vergleich war ich besonders gespannt. Ganz besonders, nachdem jetzt erst vor wenigen Tagen der Yahoo Siteexplorer endgültig eingemottet wurde und das große Rätselraten ausgebrochen ist. Wer hat den größten, besten, längsten Link-Index der Welt? Etwas überraschend war dann doch das Ergebnis. Eigentlich hatte ich erwartet, dass die gängigsten Backlink-Tools miteinander verglichen würden und Christophs LRTs als Sieger aus dem Link-Rennen hervorgehen würde. Doch der Vergleich lief erst einmal anders. Es wurden die Google Webmastertools mit den Backlink-Tools verglichen und gezeigt, dass selbst Google nur rund 2/3 aller existierenden Backlinks in seinem Tool auflistet. D.h. im Umkehrschluss, dass uns 1/3 der Links vorenthalten werden. Erschreckend? Mitnichten, denn weitere Untersuchungen haben ergeben, dass dabei viel Überflüssiges auf der Strecke geblieben ist. Auch war der Anteil der nofollow Links in den GWT erstaunlich hoch, was Raum für Spekulationen lässt.
Ein Highlight für mich war der Auftritt von Ex-Google Mitarbeiter Jonas Weber, der Lösungen zu Panda-Absturz, Google Penalties und Filter zum Besten gab. Spannend vor allem deshalb, weil Jonas als ehemaliges Mitglied des Search Quality Teams wie kein anderer wissen dürfte, wie Google tickt und sich entwickeln wird. Wo andere spekulieren müssen, “weiss” Jonas Bescheid. So erklärte er z.B. dass Panda kein Filter oder eine Penalty, sondern “nur” ein Update sei. Und auch nichts mit Links zu tun habe. Gut zu wissen, als Panda Opfer sollte man sich also tunlichst um die Aufwertung seines Contents kümmern, einen Reinclusion Request kann man sich hingegen schenken. Der macht nur bei einer echten Penalty Sinn. Apropos Penalty, wer einen Reinclusion Request einreichen möchte, der sollte vorher möglichst alle fragwürdigen Elemente auf seiner Website entsorgen, ansonsten werden es die Search Quality Experten für sie/ihn tun
SEO Band – Smoke on ther water
Exklusiv-Interview mit Christoph C. Cemper
November 16, 2011 by Gerald Steffens
Filed under Allgemein
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. In knapp 1,5 Wochen öffnet die SeoKomm in Salzburg die Tore und auch ich werde in diesem Jahr Österreichs Seo-Konferenz Hauptstadt einen Besuch abstatten. Dabei werden sicher eine Menge Erfahrungen und Eindrücke von mir eingesammelt werden und in Form von Fotos, Videos und Interviews hier im Blog ihren Niederschlag finden. Zur Einstimmung starte ich mit einem klassischen Interview, dabei stand mir Christoph C. Cemper, Veranstalter der SEOkomm und Eigentümer von CEMPER.COM und den Link Research Tools, Rede und Antwort. Christoph spricht mit uns exklusive über seine Meinung zur neulich kritisch diskutierten Konferenzszene, die SEOkomm und auch über die österreichische Agenturwelt und findet, dass die “Suderer” ein “bisserl Amerikanischer feiern” sollten.
Und hier geht’s los mit dem Interview
Christoph, für das nächste Jahr haben sich angeblich schon neue SEO Konferenzen angekündigt. Wie beurteilst du die aktuelle SEO Konferenzsituation?
Ich finde es schön wie sich die SEO Szene gerade im deutschsprachigen Raum emanzipiert und auf eigene, kultigere Beine stellt. Als mir Oliver Hauser Anfang 2010 vorgeschlagen hat eine SEO Konferenz auf die Beine zu stellen gab’s die Campixx als Kultevent, das SEOktoberfest und dann die kommerziellen Eventfirmen wie SMX oder SES als “größere” Events…. Ja und dann halt ein paar “kleine”, regionale Events. Dass sich vom Einheitsbrei der SES mit miserabler Programmierung, letzterer von einer verrückten holländischen Agentur, die voriges Jahr nicht mal den Homepage-Relaunch grammatik- und tippfehlerfrei schaffte, keiner begeistern lässt, war auch klar.
Wir konnten mit der SEOkomm mit Top-Programm und Top-Orga punkten – frei nach dem Motto “auf ner Internetkonferenz kein FREE-WIFI für alle?” WTF PubCon, WTF SMX, WTF SES. Wer weiß, dass das WIFI zur Abdeckung der 500 Leute, die wir erwarten, mal eben 15.000 EUR Miete (32 WLAN-Clouds glaub ich) kostet, der weiß warum die sogenannten “Großen” so was gerne einsparen und auf “Hotel-WLAN” verweisen – und dann sehr kleinlaut sind. *hüstel*
Auch 60.000 EUR für Catering sind nicht ohne, aber notwendig wenn man mehr als die typischen “Sandwiches” oder gar “Krankenhaus-Buffets” anbieten will. Na, jedenfalls hat voriges Jahr die Ära der großen Qualitätskonferenzen so richtig begonnen und ich kann nur sagen, wenn das Match über Qualität und perfektionistischen Anspruch von Insidern gewonnen wird und nicht über “gebuchte Sponsorenplätze” und tonnenweise über Sponsoren verschenkte Ticketkontingents, dann sind wir auf dem richtigen Weg!
Ich freue mich, dass wir mit der SEOkomm die Trendwende eingeläutet haben und so manche Selbstverständlichkeit (aus meiner Sicht) etablieren konnten, die SEOday und OMcap übernommen haben, aber die “Großen” arm aussehen lassen.
Ist der Markt mittlerweile nicht schon überstrapaziert? Oder zeigen Newcomer wie die OMCap in Berlin und der Seo-Day in Köln, dass Lokalisierung/Regionalisierung zu einem neuen Trend werden?
Auf die erste Frage lautet die Antwort: Nein auf keinen Fall – beide, SEOday und OMcap waren trotz dichter Terminlage gut besucht und hatten echt gutes Feedback. Auch wir sind am 25.11. mit 500 (zahlenden!) Gästen bei einem absoluten Spitzenwert angelangt.
Lokalisierung ist ein Thema, genau unseres – denn die SEOkomm ist die “Konferenz für Suchmaschinenoptimierung in Österreich” – auch wenn wir mit exklusivem und supergeilem Content über das eigentliche Einzugsgebiet Österreich hinaus reichen.
Der Markt ist auch viel größer als ihn manche deuten. Ich wittere da aber auch einiges an Reiseunlust, aber es muss ja auch nicht jeder auf jede Konferenz fahren.
Man kann es nicht allen recht machen. Die Besucher rekrutieren sich aus allen Klassen, vom Anfänger bis zum Profi, vom Inhouse-Seo bis zum selbständigen Berater. Wie sollte sich eine SEO Konferenz aufstellen, damit am Ende alle Beteiligten zufrieden nach Hause reisen können?
Ich hab mir dafür schon Kritik geholt, dass wir im größten Saal die Hardcore-SEO Themen hatten, wo manch Einsteiger aussteigt. Ehrlich gesagt, für Ausbildung haben wir ein anderes Angebot – die SEOkomm Academy oder auch z.B. meine neuen Link Building Online Seminare. Auf der Fachkonferenz gibt’s Fachvorträge jeweils mit Anspruch. Wer geht schon freiwilig in einen „Anfänger“-Vortrag?
Es stimmt schon, dass man in einem 45 Minuten Vortrag, der auf bis zu 4 Leute aufgeteilt ist, auch was aufschnappen kann. Aber wer erwartet, dass sich ein Anfänger dort “ausbildet, bei dem ist die Schule oder Uni auch schon lang vorbei. Richtig lernen braucht zwei wesentliche Dinge – Zeit und Praxis, also Hands-On, rumspielen und experimentieren – wie bei einem Kleinkind halt, auch wenn’s schon 2 Uniabschlüsse hat, das Kleine
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Für beides ist im Rahmen eines Vortrags jedenfalls kein Platz. So gesehen ist die Diskussion etwas müßig und Vorträge auf einer Fachkonferenz sollten immer besonders interessante Aspekte einer besonders interessanten Thematik behandeln. Auf einer IT-Konferenz erwartet ja auch keiner, dass man Schulabgänger hinschickt und sie dann als Javaprogrammierer zurückkommen und gleich produktiv loswerkeln – oder?
Ich habe aber heuer im Konferenz-Programm trotzdem weitere unterschiedliche Betrachtungsweisen reingebracht. Voriges Jahr gab’s den „SEO Expert“-Track (wo eben o.g. Hardcore-SEO vorgetragen wurde) und den Business-Track für Seriöses. Heuer gibt’s dann noch den Case-Study Track dazu, wo mit echten Beispielen aus echten Unternehmen die Akteure selbst berichten, nicht die SEOs, nicht die Agenturen.
Ich glaube, gerade diese “Innensicht” fehlt auf jeder anderen Konferenz und wird bei uns viel Spannung und ganz neue Diskussionen bringen. Die “Inhouse-Leute” werden des Öfteren fälschlicherweise als “Anfänger” bezeichnet, weil sie “nur” 1 Unternehmen kennen und eben nicht jeden Blackhat-Kram mitmachen (können). Dafür haben sie eine wesentlich langfristigere Sicht auf die Dinge und scheuen sich auch nicht, über Ihre Fehler zu sprechen. Darauf freu ich mich!
Zufrieden sind Beteiligte, wenn Sie was gelernt haben und Spass hatten – beides bieten wir, denn die SEOkomm ist eine Konferenz die “so geil sein muss, dass wir selbst in jedem Vortrag sitzen wollen”.
So eine Konferenz auf die Beine zu stellen, bedeutet viel Engagement und auch ein finanzielles Risiko. Das sehen viele Seos da draußen nur nicht. Wirst du öfter darauf angesprochen, dass es dir als Veranstalter nur ums Geld geht? Wenn ja, was erwiderst du?
Hehe ja klar! Wenn der Tag lang ist….
Als hätten wir nichts Besseres zu tun und als wenn das Veranstalten einer genialen Konferenz das perfekte, skalierbare Businessmodell wäre… LOL – die SEOs die das glauben, haben selbst die wesentlichen Vorteile von SEO und Affiliatemarketing noch nicht verstanden. Wir investieren viel Herzblut, hunderte Stunden und viele Nerven in die SEOkomm, aber sicher nicht aus Profitgier. Wer mich und CEMPER.COM kennt, weiß dass ich mit Linkaufbau rund um die Welt und den Link Research Tools, unseren Linkbuilding Tools, eigentlich mehr als genug zu tun habe. Auch Oliver und sein Team bei levelseven sind als Agentur super ausgelastet.
Wir sind also Idealisten und wollen das Thema SEO in Österreich pushen. Ein Großteil der österreichischen Agenturwelt glaubt, Online-Marketing über TKP und Impressions definieren zu können – die fortschrittlichen Buchen dann noch ein bissl Adwords dazu und allesentscheidend sind Referenzlogolisten wo jede Würstelbude aufgezählt wird, die schon mal ein Logo bekommen hat. Naja. Die Lage bessert sich aber schnell – vor allem seit der SEOkomm 2010
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Finanzielles Ziel war immer, keinen Verlust zu machen.
Noch ein paar Zahlen zur SEOkomm 2011?
- ca. 60K Catering
- ca. 15K WLAN für einen Tag (!)
- ca. 12K Hotel für Speaker
- etc…
Woran sollte man den Erfolg einer Konferenz messen?
Allgemein – an den Buchungen, woran sonst? Wenn keiner mehr kommt, sperrt jeder Wirt zu.
Die Menge der Recaps und Tweets sind hier ein schwaches Indiz, obwohl wir da mit der SEOkomm bestimmt auch führen. Das liegt daran, dass es sehr viele “Trittbrettfahrer” gibt, die weder an der Konferenz teilnehmen, noch gesteigerte Identifikation damit haben. Z.B. Bei einer Umfrage zur Zusatzbesetzung am Mega-Link-Panel oder des SEOkomm Taschenslogans (“Linkshändler”) hatten wir doch sehr viele halblustige Spaßvögel und Spammer dabei, denen einfach nur fad war. Aber wir waren effektiv im Blocken & Löschen
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Wir haben unsere Buchungslage von 2010 fast verdoppelt, was ich als sehr großen Erfolg werte. Viele große Firmen schicken mehrere Mitarbeiter zur Konferenz und zu den Schulungen, die übrigens auch unterjährig in München und Wien ein voller Erfolg waren.
Würdest du noch einmal eine ganz neue SEO Konferenz ins Leben rufen?
Wenn es noch keine SEOkomm gäbe, dann ja. Österreich als Bananenstaat auch in Sachen Online-Marketing und SEO war einfach ein Unding. Das Bauchgefühl müsste aber stimmen und die Aufgabenverteilung die richtige sein.
Warum sollte man die SEOkomm besuchen? Wie hebt sich die SEOkomm von den anderen SEO Konferenzen ab? Die ultimativen SEO Geheimtipps hört man ja bekanntlich auf keiner Konferenz.
Ha, nicht? Also ich hab noch von jeder Konferenz echte Learnings mitgenommen, auch wenn ich nur als Speaker hingefahren bin und es dann ne Schrottkonferenz mit mehr Speakern als Teilnehmern war, so wie’s im Casino bzw. Adultbereich mal der Fall war
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Die Suderer, die sowas behaupten sollen einfach mal Konferenzpause machen, oder im Gegensatz zum Regenwettergesicht mal freundlich auf “sogenannte Newbies” zugehen – für frischen Wind braucht’s mehr als die Inzucht einer immer gleichen Clique.
Was ich damit sagen will ist – w.o. erwähnt, die Vorträge sind das Rahmenprogramm, der Zündstoff – aber die echten Mehrwerte sind die Kontakte und das Netzwerk, das man sich aufbaut.
Ich war 2005 auf meiner ersten US-Konferenz (der SES in San Jose mit echten Google Dance, Yahoo Freeride und Ask.com Party) vom typischen “Mingeling around” der Amis auch sehr überrascht, um nicht zu sagen peinlich berührt, und hab viel gelernt. Es ist kein Ding der Deutschen oder Ösis, offen rumzuspazieren und zu plaudern, schon gar nicht unter Geeks. “Da könnt ich ja wen kennenlernen der mir nicht passt… pfu. Lieber nicht.” Aber DAS ist wohl als aller erstes zu lernen. Bisserl zu gschamig sind halt viele.
Und welche Konferenzen wirst du selber nächstes Jahr besuchen?
Bis jetzt sind nur die Campixx und die SEOkomm 2012 am 23.11.2012 in Salzburg am Plan!
Ich lehn regelmäßig weitere Anfragen zum Speaken bzw. für Schulungen ab, aber das hat nur familiäre Gründe – wer sich meinen SEO Event Reisekalender der letzten Jahre ansieht, versteht warum ich den Markt nicht als gesättigt ansehe, nur weil jetzt mal 4 Konferenzen im Jahr sind
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Ich denke bei der einen oder anderen genialen Sache werde ich schon dabei sein!
Zugabe
Für alle die noch bis Donnerstag 17.11. online buchen wollen, gibt’s hier noch einen Gutschein SEODE11 der 50 EUR Rabatt gibt.
Häufig auftretende Strukturfehler kennen und beheben
November 8, 2011 by Tobias Schwarz
Filed under Optimierung, Statistik, Tools
Bei der Analyse von Webauftritten durch unseren Struktur-Analysedienstes strucr (https://strucr.com/) fallen immer wieder ähnliche Probleme im Aufbau von Webseiten auf. Zwei der häufigsten Strukturfehler wollen wir hier vorstellen und dabei erklären, wie man diese beheben kann. Es handelt sich dabei um das Problem der schleichenden Indizierung bei zu hoher Seitentiefe und das Problem der unkontrollierten Vermehrung durch Filter und Sortierung.
Kennst du deine Seite?
Unser Service crawlt komplette Webangebote und macht die anschließend eingehenden Analysen zugänglich. Wir haben nun einige Seitenbetreiber gebeten, vor den Crawls Schätzungen bezüglich Seitenanzahl und Tiefe ihrer Seite abzugeben. Diese lagen jedoch in den meisten Fällen um mehrere hundert Prozent unter den tatsächlichen Werten. Auch und insbesondere wenn die Schätzungen aufgrund einer Site-Abfrage bei Google getätigt wurden.
Nach bald einem Monat Betrieb von strucr.com kann man daher feststellen: Die meisten Seitenbetreiber kennen ihre Seiten kaum und haben keine realistische Vorstellung von Größe, Struktur und auch den Problemen ihrer Webseiten.
Hohe Seitentiefe – schleichende Indizierung
Viele der gecrawlten Webseiten hatten Probleme mit einer sehr hohen Seitentiefe. Vom Startpunkt des Crawls (Level 0) lagen Seiten oft mehr als zehn Ebenen weit entfernt. Große Teile des Angebots sind damit für Besucher und Suchmaschinen sehr schwer oder gar nicht zu erreichen. Die Verteilung der Seiten innerhalb der ersten Ebenen sieht oft wie in folgendem Beispiel aus:
Die häufigsten Ursachen für eine sehr hohe Seitentiefe sind eine undurchdachte Paginierung sowie unzureichend differenzierte und oft zu tiefe Kategoriestrukturen. Dies führt oft zu einer schleichenden oder nur teilweisen Indizierung in den Suchmaschinen.
Schlechte Paginierung ist bei kleinen und großen Angeboten gleichermaßen häufig zu finden. Die im Beispiel verwendete Webseite etwa umfasst ca. 975.000 Unterseiten welche sich auf mehr als 300 Ebenen verteilen. An einigen Stellen ist die Paginierung so gestaltet, dass immer nur eine Seite weiter geblättert werden kann. Das Resultat ist die extrem hohen Levelanzahl.
Eine gute Paginierung sollte folgende Bedingungen erfüllen:
- Es sollten sowohl benachbarte als auch entfernte Seiten verlinkt werden
- Benachbarte Seiten sollten vollständig abgedeckt sein
- Entfernte Seiten sollten punktuell verlinkt werden
- Auf jeder Seite sollten andere entfernte Seiten verlinkt werden
Eine hohe Zahl an Seiten bei einer Paginierung ist darüber hinaus ein Indiz für eine unzureichend differenzierte Kategorisierung der Inhalte. Die Zahl der Seiten kann bei Listen auch begrenzt werden, sofern die Daten dies erlauben.
Unsere Crawls haben auch gezeigt, dass die letzen Seiten in sehr langen, paginierten Listen fast durchgängig schwerwiegende Performance-Probleme haben. Dies liegt vor allem an den Kosten die auf Datenbankseite beim Prozess der Sortierung und Filterung und anschließendem Limit entstehen. Mehr als 15 Sekunden Laufzeit sind hier nicht unüblich.
Hohe Seitenzahlen – unkontrollierte Vermehrung
Einige der gecrawlten Webseiten wiesen eine hohe Zahl an im Endeffekt unnötigen Seiten auf. Gerade Shops und Vergleichsseiten kommen sehr schnell zu einer extrem hohen Zahl an erreichbaren Seiten. In einem Fall etwa waren dies in Ebene 3 bereits mehr als eine Million, insgesamt wären unter der Domain mehrere Milliarden Seiten abrufbar gewesen.
Wir nennen dies das Problem der unkontrollierten Vermehrung.
Die häufigste Ursache für eine solche Vermehrung sind schlecht umgesetzte Listen, Filter und Sortierungen. Die als Beispiel genannte Seite umfasst lediglich etwa 20.000 Produkte, die sich aber innerhalb der Produktlisten nach Preis, Farbe, Hersteller und diversen Produktkriterien filtern und sortieren ließen. Alle diese Filter waren kombinierbar und alle Kombinationen ließen sich über eigenständige Urls abrufen.
Das Gegenrezept sind Filter, die mittels eines POST-Requests gesendet werden. POST-Requests haben aber zwei Nachteile:
- Bei Betätigen des Back-Buttons im Browser kommt es zu einem Resubmit, vor den die Browserhersteller abschreckende Dialoge gestellt haben
- POST-Request haben keine URL, können also weder gebookmarkt noch in den sozialen Medien geteilt werden
Die Lösung dieser Probleme bietet das PRG-Pattern (Post/Redirect/Get, http://en.wikipedia.org/wiki/Post/Redirect/Get): Die Filtereinstellungen werden per POST über das Formular übermittelt und in einer Session gespeichert. Dann erfolgt ein Redirect auf die Startseite der Liste. Die Startseite der Liste sowie mögliche Paginierungsseiten lesen die Filter- und Sortierungseinstellungen aus der Session aus und stellen die Ergebnisse dar.
Direkte Links auf die gefilterten oder sortierten Listen können über die alten GET-Requests realisiert werden welche die Settings in eine Session schreiben und auf die Liste weiterleiten.
Derartige Listen bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich:
- Die Zahl der Seiten reduziert sich stark
- Es kann auf NoFollow-Links sowie auf das Canonical-Element verzichtet werden
- Eingehende Links werden auf wenige wichtige Strukturseiten konzentriert
- Die Ansicht für Benutzer die über eingehende Links kommen kann nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimiert werden










